Lakshmi Puja der neun Pitha Shaktis
Lakshmi Puja der neun Pitha Shaktis verehrt neun Kräfte, die im Brihat Tantrasara den heiligen Sitz Lakshmis bilden. Die Blütengaben entfalten einen Kreis von Gedeihen, Schönheit, Schöpfung und ehrfürchtiger Hingabe.

Umfang: Neun Blütengaben und die ausgeschriebene Sitzanrufung.
Anlass und spirituelle Ausrichtung
Diese Puja eignet sich für einen dankbaren Rückblick oder vor einer neuen Aufgabe. Auch Sannati, die Verneigung, gehört zur Fülle: Empfangen und Sich-Zurücknehmen ergänzen das eigene Gestalten.
Voraussetzungen und Material
Für Puja-Kundige mit Vertrautheit mit dem Shri-Bija. Der Pitha ist der rituelle Sitz der Gottheit. Diese Andacht verehrt seine neun benannten Kräfte als eigenen, begrenzten Ablauf.
Lakshmi-Bild, neun Blüten und ein größerer Blütenteller; etwa zehn bis fünfzehn Minuten.
Verwandte Ritualanleitungen sind Lakshmi Puja und Mahalakshmi Puja Vidhi.
1. Den Blütenkreis vorbereiten
Stelle ein Lakshmi-Bild auf den Altar. Bestimme auf dem Teller gedanklich acht gleichmäßig verteilte Randplätze und eine Mitte. Beginne oben und gehe im Uhrzeigersinn weiter. So ist der Platz für jede der neun Blüten bereits festgelegt.
2. Lakshmi still vergegenwärtigen
Betrachte Lakshmi auf dem Lotus: golden leuchtend, von vier Elefanten mit Nektar übergossen, mit zwei Lotusblüten, Segens- und Furchtlosigkeitsgeste. Dieser Dhyana wird still betrachtet. Er lässt Fülle als göttliche, freigebige Gegenwart erfahrbar werden.
3. Die neun Kräfte mit Blüten verehren
Lege bei den ersten acht Formeln je eine Blüte auf den nächsten Randplatz. Die neunte Blüte gehört in die Mitte. Sprich jede Zeile genau einmal.
| Gabe und Ablage | Vollständige Anrufung und deutsche Bedeutung |
|---|---|
| 1. Blüte – Randplatz 1 | oṃ vibhūtyai namaḥ Om. Verehrung Vibhuti, der Entfaltung göttlicher Fülle. |
| 2. Blüte – Randplatz 2 | oṃ unnatyai namaḥ Om. Verehrung Unnati, dem Aufstieg und Gedeihen. |
| 3. Blüte – Randplatz 3 | oṃ kāntyai namaḥ Om. Verehrung Kanti, dem Glanz. |
| 4. Blüte – Randplatz 4 | oṃ sṛṣṭyai namaḥ Om. Verehrung Srishti, der Schöpfung. |
| 5. Blüte – Randplatz 5 | oṃ kīrtyai namaḥ Om. Verehrung Kirti, dem guten Ruf. |
| 6. Blüte – Randplatz 6 | oṃ sannatyai namaḥ Om. Verehrung Sannati, der ehrfürchtigen Verneigung. |
| 7. Blüte – Randplatz 7 | oṃ vyuṣṭyai namaḥ Om. Verehrung Vyushti, dem Aufleuchten. |
| 8. Blüte – Randplatz 8 | oṃ utkṛṣṭyai namaḥ Om. Verehrung Utkrishti, der Erhebung. |
| 9. Blüte – Mitte | oṃ ṛddhyai namaḥ Om. Verehrung Riddhi, dem Gedeihen. |
Yoga-Vidya-Video zur Hinwendung an Lakshmi. Das Video vertieft die Haltung der Praxis; die konkrete Ritualfolge steht in dieser Anleitung.
4. Den göttlichen Sitz ehren
Falte die Hände und sprich einmal:
śrīṃ kamalāsanāya namaḥ
Shrim. Verehrung dem Lotussitz. Shrim ist das Bija der Shri, der göttlichen Fülle.
Betrachte alle neun Gaben als einen gemeinsamen Sitz für Lakshmis Gegenwart.
5. Dank und Abschluss
Verweile etwa eine Minute still. Erinnere dich an eine empfangene Gabe und an eine Möglichkeit, selbst zu geben. Neige den Kopf und beende die Andacht. Die Blüten verbleiben zunächst am Altar und werden später respektvoll entfernt.
Siehe auch
- Lakshmi Puja
- Mahalakshmi Puja Vidhi
- Shri Sukta
- Pushpanjali
- Mantramahodadhi
- Brihat Tantrasara
- Puja
- Mantra
- Japa
- Dhyana
- Bhakti
Quellen und redaktionelle Hinweise
Brihat Tantrasara von Krishnananda Agamavagisha, Sanskrit-IAST-Projektfassung nach dem elektronischen Text M00013 auf Grundlage des Drucks Calcutta 1896. Die Verszählung beginnt in den einzelnen Abschnitten neu. Teil 1, Lakshmi-Abschnitt, Verse 6–7 und anschließender Dhyana. Die neun Namen und die Sitzformel sind in der Prosa ausdrücklich angegeben. Die zusätzliche, grammatisch nicht passende Wiederholung kāntyai in der metrischen Zeile wird nicht als zehnte Kraft gezählt. Die Anordnung mit acht Randplätzen und einer Mitte folgt der Unterscheidung keśareṣu madhye ca; die Wahl eines einfachen Tellers ist redaktionell. Die vollständige Lakshmi-Puja und ihre äußeren Umkreise werden dadurch nicht ersetzt.
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