Kamalakshi Akarshana mit einem Lakshmi Ritual für Selbstwert und Liebe

Aus Yogawiki

Kamalakshi Akarshana mit einem Lakshmi Ritual für Selbstwert und Liebe verbindet das traditionelle Ritual mit einer eigenständigen spirituellen Alternative: Lakshmi Ritual für Selbstwert und gegenseitige Liebe.

Kamalakshi bedeutet die Lotusäugige. Ihr traditioneller Ritus verbindet Namen, Mantra und Stellvertreterfigur. Die Alternative ruft Lakshmi ausdrücklich als eigene Gottheit an und verbindet den Wunsch nach Liebe mit Dankbarkeit und Selbstwert.

Einleitung aus Yoga-Vidya-Sicht

Sehnsucht nach Nähe gehört zum Menschsein. Akarshana verspricht traditionell, einen anderen Menschen heranzuziehen. Im Yoga lohnt sich die Frage, ob du einen bestimmten Menschen besitzen möchtest oder ob du für eine beiderseits gewünschte Verbindung offen bist. Freundlichkeit, aufmerksames Zuhören und der Mut, sich ehrlich zu zeigen, fördern Begegnung. Das Nein eines anderen bleibt ein Nein und mindert deinen eigenen Wert nicht.

Auch eine als karmisch empfundene Vertrautheit begründet keinen Anspruch. Vielleicht darf eine alte Bindung enden, damit neue Freiheit entsteht. Loslassen braucht manchmal Geduld; du musst Enttäuschung nicht überspielen. Eine erzwungene Bindung würde aus dieser yogischen Sicht neues leidvolles Karma nähren. Im dritten Kapitel des Yoga Sutra verbindet Patanjali die Sammlung auf Freundlichkeit mit deren Kraft und die Sammlung auf das Herz mit Erkenntnis des Geistes. Eine Herzensverbindung wird hier als liebevolle Aufmerksamkeit verstanden, nicht als Anspruch auf die Gedanken eines anderen. Die traditionelle Anziehungsanwendung wird bei Yoga Vidya nicht ausgeführt. Nach ihr findest du ein Ritual für Offenheit, Selbstachtung und Herzensverbindung.

Das traditionelle Ritual

Angerufene Gottheit: Kamalakshi, die Lotusäugige

Vorbereitung und Umfang
Überliefert sind eine beschriftete Birkenrinde, eine Stellvertreterfigur, ein Gefäß und nächtlicher Japa. Anfangszahl: 1.001. Körperbezogene und verletzende Materialhandlungen werden hier nicht als Beschaffungsrezept ausgeführt.

Mantra
oṃ śrīṃ kamalākṣi amukīm ākarṣayākarṣaya oṃ phaṭ

Übersetzung und Bedeutung: Om, śrīṃ. Lotusäugige, ziehe [die benannte Frau] herbei, ziehe sie herbei! Om, phaṭ. „Amukīm“ ist die weibliche Namensstelle.

Ritualabfolge

  1. Die Birkenrinde erhält die namensbezogene Beschriftung und die Kamalakshi-Formel. Amukīm bezeichnet die weiblich formulierte Namensstelle.
  2. Rezitiere zur Vorbereitung das ausgeschriebene Mantra 1.001-mal. Neun Mala-Runden zu 108 und weitere 29 Wiederholungen ergeben diese Zahl.
  3. Der beschriftete Träger wird im überlieferten Ablauf in eine weibliche Stellvertreterfigur einbezogen; die Figur und ein Gefäß werden für den folgenden Japa aufgestellt. Die Einlagefolge ist in der erhaltenen Stelle sprachlich nicht eindeutig.
  4. Der Praktizierende sitzt nachts an einem abgeschiedenen Ort der Figur zugewandt und wiederholt das Mantra mit auf die Zielperson gerichteter Aufmerksamkeit.
  5. Die Quelle verbindet den Schluss mit dem behaupteten Herankommen der Frau. Eine zweite feste Zahl nennt sie nicht. Aus dieser offenen Zeitangabe wird keine Aufforderung zu Schlafentzug oder fortgesetztem Nachstellen abgeleitet.

Kamalakshi wird im traditionellen Beleg nicht sicher mit Lakshmi gleichgesetzt. Die Lakshmi-Verehrung ist die ausdrücklich andere Alternative. Die unklare Figuren- und Gefäßfolge bleibt eine Quellenlücke.

Spirituelle Alternative: Lakshmi Ritual für Selbstwert und gegenseitige Liebe

Die folgende Andacht ist eine neu zusammengestellte Praxis im Sinne von Yoga Vidya. Dauer und Wiederholungszahlen sind Vorschläge für diese Fassung; sie ist keine festgelegte Yoga-Vidya-Liturgie.

Gottheit: Lakshmi
Vorbereitung: Dauer etwa 20 Minuten. Lakshmi-Bild, drei Blüten, eine kleine Obstgabe mit Schälchen, Papier, Stift und Mala. 108 Wiederholungen.

Mantra
oṃ śrīmahālakṣmyai namaḥ

Bedeutung: Om. Verehrung der erhabenen großen Lakshmi.

Zählweise: Eine Wiederholung umfasst die ganze ausgeschriebene Formel. Die unten beschriebene Folge umfasst insgesamt 108 Wiederholungen dieses Mantras.

1. Ankommen und Sankalpa
Richte den beschriebenen Platz her, wasche die Hände und nimm eine bequeme Haltung ein. Lass fünf Atemzüge ruhig kommen und gehen. Formuliere dann den Sankalpa:

„Ich ehre die Fülle meines Lebens. Möge Liebe in Gegenseitigkeit wachsen, und möge ich frei lassen, was nicht zu mir gehört.“

2. Eigene Wünsche und Gaben klären
Schreibe drei Eigenschaften auf, die du in einer Beziehung schenken möchtest, und drei, die du selbst brauchst. Verzichte auf einen Zielnamen; betrachte die Qualität einer Beziehung.

3. Die erste Blüte: vorhandene Liebe
Lege die erste Blüte nieder und rezitiere das Lakshmi-Mantra 36-mal. Erinnere dich an eine Form von Liebe, die bereits in deinem Leben vorhanden ist.

4. Die zweite Blüte: Selbstwert
Lege die zweite Blüte nieder und rezitiere weitere 36-mal. Würdige deinen eigenen Beitrag zu einer guten Beziehung, ohne dich als vollkommen darstellen zu müssen.

5. Die dritte Blüte: ein freies Ja
Lege die dritte Blüte nieder und rezitiere die letzten 36-mal. Sprich anschließend: „Ich bin offen für ein freies Ja. Ich kann ein Nein achten.“

6. Obstgabe und Herzenswärme
Bringe die Obstgabe dar und übe fünf Minuten stille Meditation. Stelle dir vor, dass Wärme dein Herz erfüllt und von dort in den Alltag ausstrahlt.

7. Dankbar abschließen
Verneige dich und danke für das Gute, das du geben und empfangen kannst.

8. Segensabschluss
Sprich zum Abschluss einmal: oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
Bedeutung: Om. Frieden, Frieden, Frieden. Lass den Klang ausklingen. Nimm die Füße, Hände und den Raum wahr und kehre in Ruhe in den Alltag zurück.

Nimm nach dem Segensabschluss das Obst als Prasad oder teile es freiwillig. Bewahre das Blatt als persönliche Orientierung auf und räume den Platz auf.

Abschluss: Die Praxis ins Leben tragen

Frage nach dem Ritual, ob du eine Begegnung suchst, in der beide Menschen frei und aufrichtig sind. Dankbarkeit und Selbstwert helfen, das eigene Glück nicht vollständig von einer bestimmten Antwort abhängig zu machen.

Quellen und Anregungen

Siehe auch

Seminare

Die Hinweise betreffen allgemeine spirituelle Praxis.

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