Jhari Charansparsha – Wasser und Gaben am Erinnerungsort Vallabhas darbringen

Aus Yogawiki

Jhari Charansparsha – Wasser und Gaben am Erinnerungsort Vallabhas darbringen ist ein Pilgerritual, bei dem Gläubige Vallabha als ihren geistlichen Lehrer ehren: Sie reichen Wasser und Speisen, berühren seine verehrten Fußsandalen und singen sein Lob. Die Seva gehört zur Pushtimarg-Pilgerpraxis an einer Baithak, einem Erinnerungsort des Lehrers; sie richtet sich an durch Brahmasambandha eingeweihte Gläubige.

Anlass und Vorbereitung

Die Feier findet beim Besuch einer Baithak statt; die beschriebene Ordnung bindet sie weder an einen bestimmten Festtag noch an eine feste Uhrzeit. Vereinbare den Besuch nach der örtlichen Zugangsordnung. Benötigt werden neue Ritualkleidung nach Ortsbrauch, Obst, Trockenfrüchte, Kandiszucker und eine Gabe. Ein Wasserkrüglein, Jhari, ist meist vorhanden. Zusätzliche Geschenke sind freiwillig.

Durchführung

1. Rein eintreten
Bade, kleide dich frisch und trockne oder binde das Haar. Bewahre rituelle Reinheit; vermeide dabei Berührung mit Personen außerhalb dieses Reinheitszustands. Betritt den Dienstbereich mit deinen Gaben und vollziehe Dandavat Pranam vor dem verehrten Sitz.

2. Vorbereiten und darbringen
Zerteile und entkerne Obst im vorgesehenen Nebenraum; lege es und den Zucker in getrennte Schalen. Reinige und fülle das Krüglein am Wasserplatz. Bringe Wasser, Speisen und gegebenenfalls weitere Geschenke beim Sitz dar.

3. Die Füße verehren
Vollziehe Charansparsha: Berühre ehrfürchtig die Fußsandalen und übergib deine Gabe. Vollziehe eine Umrundung des Sitzes, sofern Platz ist. Rezitiere anschließend einmal das vollständige Sarvottama Stotra, stehend oder sitzend; bleibe dabei in Apras.

Sarvottama Stotra mit Bedeutung

Das folgende Lob von Vitthalanatha, auch Gusainji genannt, besingt Vallabha als den Mund Krishnas. Die ersten sechs Verse eröffnen und bestimmen die Rezitation, die Verse 7–33 enthalten die Namen und Eigenschaften des Lehrers, die letzten beiden Verse sprechen vom Ziel der Hingabe. Die Namen sind in fortlaufende Verse eingebunden; zusätzliche Namensrufe zwischen den Versen sind nicht erforderlich.

Die deutsche Wiedergabe folgt dem Sinn der Sanskritkomposita. Aussagen über Gnade und Befreiung sind Bekenntnisse dieser Tradition. Polemische Namen gegen den Mayavada gehören zur historischen Lehre des Shuddhadvaita; sie sind keine Aufforderung, Angehörige anderer Schulen abzuwerten.


Vers 1
prākṛtadharmānāśrayamaprākṛtanikhiladharmarūpamiti |
nigamapratipādyaṃ yat tacchuddhaṃ sākṛti staumi || 1||

Ich preise die reine, sichtbar gewordene Wirklichkeit, welche die Veden verkünden: frei von gewöhnlichen stofflichen Eigenschaften und erfüllt von allen überweltlichen Eigenschaften.

Vers 2
kalikālatamaśchannadṛṣṭitvādviduṣāmapi |
sampratyaviṣayastasya māhātmyaṃ samabhūdbhuvi || 2||

Weil selbst die Sicht der Gelehrten vom Dunkel des Kali-Zeitalters verhüllt ist, ist ihre Größe auf Erden dem Erkennen entzogen worden.

Vers 3
dayayā nijamāhātmyaṃ kariṣyan prakaṭaṃ hariḥ |
vāṇyā yadā tadā svāsyaṃ prādurbhūtaṃ cakāra hi || 3||

Als Hari aus Mitgefühl seine eigene Größe durch das Wort offenbaren wollte, ließ er seinen eigenen Mund in Erscheinung treten.

Vers 4
taduktamapi durbodhaṃ subodhaṃ syādyathā tathā |
tannāmāṣṭottaraśataṃ pravakṣyāmyakhilāghahṛt || 4||

Damit auch das schwer verständliche, von ihm Gesagte gut verständlich werde, werde ich seine hundertacht Namen verkünden, die alles Unheil tilgen.

Vers 5
ṛṣiragnikumārastu nāmnāṃ chando jagatyasau |
śrīkṛṣṇāsyaṃ devatā ca bījaṃ kāruṇikaḥ prabhuḥ || 5||

Der Seher dieser Namen ist Agnikumara; das Versmaß heißt Jagati. Die Gottheit ist der Mund Shri Krishnas; die Keimformel lautet: „der mitfühlende Herr“.

Vers 6
viniyogo bhaktiyogapratibandhavināśane |
kṛṣṇādharāmṛtāsvādasiddhiratra na saṃśayaḥ || 6||

Die Anwendung dient der Beseitigung der Hindernisse des Bhakti Yoga. Die Vollendung liegt hier im Kosten des Nektars von Krishnas Lippen; daran besteht kein Zweifel.

Vers 7
ānandaḥ paramānandaḥ śrīkṛṣṇāsyaṃ kṛpānidhiḥ |
daivoddhāraprayatnātmā smṛtimātrārtināśanaḥ || 7||

Er ist Freude und höchste Freude, Shri Krishnas Mund und eine Schatzkammer der Gnade; er bemüht sich um die Erhebung der göttlich gesinnten Seelen und beendet Leid schon durch die Erinnerung an ihn.

Vers 8
śrībhāgavatagūḍhārthaprakāśanaparāyaṇaḥ |
sākārabrahmavādaikasthāpako vedapāragaḥ || 8||

Er widmet sich der Erhellung des verborgenen Sinnes des Shrimad Bhagavata, begründet entschieden die Lehre vom gestalttragenden Brahman und hat die Veden durchdrungen.

Vers 9
māyāvādanirākartā sarvavādinirāsakṛt |
bhaktimārgābjamārtaṇḍaḥ strīśūdrādyuddhṛtikṣamaḥ || 9||

Er widerlegt die Lehre von der bloßen Scheinhaftigkeit und weist die gegnerischen Lehrvertreter zurück; er ist die Sonne für den Lotus des Bhakti-Weges und vermag Frauen, Shudras und andere zu erheben.

Vers 10
aṅgīkṛtyaiva gopīśavallabhīkṛtamānavaḥ |
aṅgīkṛtau samaryādo mahākāruṇiko vibhuḥ || 10||

Indem er Menschen annimmt, macht er sie dem Herrn der Gopis lieb; in seiner Annahme wahrt er die rechte Ordnung. Er ist überaus mitfühlend und machtvoll.

Vers 11
adeyadānadakṣaśca mahodāracaritravān |
prākṛtānukṛtivyājamohitāsuramānuṣaḥ || 11||

Er vermag selbst das zu schenken, was gewöhnlich nicht gegeben werden kann, und handelt höchst großherzig. Indem er gewöhnliches menschliches Verhalten nachahmt, verhüllt er sich vor dämonisch gesinnten Menschen.

Vers 12
vaiśvānaro vallabhākhyaḥ sadrūpo hitakṛtsatām |
janaśikṣākṛte kṛṣṇabhaktikṛnnikhileṣṭadaḥ || 12||

Er ist das göttliche Feuer Vaishvanara, heißt Vallabha, ist wahrhaftiges Sein und tut den Guten wohl. Um die Menschen zu lehren, übt er selbst Krishna-Bhakti und gewährt alles Ersehnte.

Vers 13
sarvalakṣaṇasampannaḥ śrīkṛṣṇajñānado guruḥ |
svānandatundilaḥ padmadalāyatavilocanaḥ || 13||

Er besitzt alle glückverheißenden Merkmale, ist der Guru, der Erkenntnis Shri Krishnas schenkt, ist ganz erfüllt von eigener Seligkeit und hat weit ausgebreitete Augen wie Lotusblätter.

Vers 14
kṛpādṛgvṛṣṭisaṃhṛṣṭadāsadāsīpriyaḥ patiḥ |
roṣadṛkpātasampluṣṭabhaktadviḍ bhaktasevitaḥ || 14||

Er ist der geliebte Herr seiner Dienerinnen und Diener, die der Regen seines gütigen Blickes erfreut. Sein zorniger Blick verzehrt die Feinde der Gläubigen; von Gläubigen wird er bedient.

Vers 15
sukhasevyo durārādhyo durlabhāṅghrisaroruhaḥ |
ugrapratāpo vāksīdhupūritāśeṣasevakaḥ || 15||

Ihm zu dienen ist beglückend, ihn ganz zufriedenzustellen schwer; seine Lotusfüße sind schwer zu erlangen. Seine Macht ist gewaltig, und alle seine Dienenden erfüllt er mit dem Nektar seines Wortes.

Vers 16
śrībhāgavatapīyūṣasamudramathanakṣamaḥ |
tatsārabhūtarāsastrībhāvapūritavigrahaḥ || 16||

Er vermag den Nektarozean des Shrimad Bhagavata zu quirlen. Seine Gestalt ist von der Liebesempfindung der Frauen des Rasa-Tanzes erfüllt, die dessen eigentlichen Gehalt bildet.

Vers 17
sānnidhyamātradattaśrīkṛṣṇapremā vimuktidaḥ |
rāsalīlaikatātparyaḥ kṛpayaitatkathāpradaḥ || 17||

Schon durch seine Nähe schenkt er Liebe zu Shri Krishna und gewährt Befreiung. Sein ganzes Anliegen gilt der Rasa Lila, deren Erzählung er aus Gnade schenkt.

Vers 18
virahānubhavaikārthasarvatyāgopadeśakaḥ |
bhaktyācāropadeṣṭā ca karmamārgapravartakaḥ || 18||

Er lehrt, alles hinzugeben, um die Erfahrung der Sehnsucht in der Trennung zu vertiefen; er lehrt das Verhalten der Hingabe und setzt auch den Weg pflichtgemäßen Handelns in Gang.

Vers 19
yāgādau bhaktimārgaikasādhanatvopadeśakaḥ |
pūrṇānandaḥ pūrṇakāmo vākpatirvibudheśvaraḥ || 19||

Er lehrt, Opfer und andere Handlungen als Mittel des Bhakti-Weges auszuführen. Er ist vollkommene Freude, vollkommen erfüllt, Herr der Rede und Meister der Wissenden.

Vers 20
kṛṣṇanāmasahasrasya vaktā bhaktaparāyaṇaḥ |
bhaktyācāropadeśārthanānāvākyanirūpakaḥ || 20||

Er verkündet die tausend Namen Krishnas, ist ganz den Gläubigen zugewandt und erläutert vielerlei Aussagen, um das Leben in Hingabe zu lehren.

Vers 21
svārthojjhitākhilaprāṇapriyastādṛśaveṣṭitaḥ |
svadāsārthakṛtāśeṣasādhanaḥ sarvaśaktidhṛk || 21||

Er ist jenen lieb wie ihr ganzes Leben, die Eigennutz aufgegeben haben, und von solchen Menschen umgeben. Er verwirklicht alle Mittel zum Wohl seiner Dienenden und trägt sämtliche Kräfte.

Vers 22
bhuvi bhaktipracāraikakṛte svānvayakṛtpitā |
svavaṃśe sthāpitāśeṣasvamāhātmyaḥ smayāpahaḥ || 22||

Um allein die Hingabe auf Erden zu verbreiten, begründet er als Vater seine Nachkommenschaft. In seine eigene Linie legt er seine ganze Größe; er nimmt den Stolz hinweg.

Vers 23
pativratāpatiḥ pāralaukikaihikadānakṛt |
nigūḍhahṛdayo'nanyabhakteṣu jñāpitāśayaḥ || 23||

Er ist der Gatte einer treuen Frau und schenkt Güter dieser und der jenseitigen Welt. Sein Herz bleibt verborgen, doch denen, die ihm ungeteilt hingegeben sind, offenbart er sein Anliegen.

Vers 24
upāsanādimārgātimugdhamohanivārakaḥ |
bhaktimārge sarvamārgavailakṣaṇyānubhūtikṛt || 24||

Er beseitigt die Verwirrung derer, die von verschiedenen Verehrungswegen übermäßig eingenommen sind, und lässt im Bhakti-Weg dessen Eigenart gegenüber allen anderen Wegen erfahren.

Vers 25
pṛthakśaraṇamārgopadeṣṭā śrīkṛṣṇahārdavit |
pratikṣaṇanikuñjasthalīlārasasupūritaḥ || 25||

Er lehrt den besonderen Weg der Zuflucht und kennt Shri Krishnas Herzenswunsch. Jeden Augenblick ist er von der Liebesfülle des göttlichen Spiels in den Laubwäldchen erfüllt.

Vers 26
tatkathākṣiptacittastadvismṛtānyo vrajapriyaḥ |
priyavrajasthitiḥ puṣṭilīlākartā rahaḥpriyaḥ || 26||

Die Erzählung davon zieht sein Denken an, sodass er alles andere vergisst. Er liebt Vraja, verweilt gern dort, wirkt das Spiel der Gnade und liebt die Verborgenheit.

Vers 27
bhaktecchāpūrakaḥ sarvājñātalīlo'timohanaḥ |
sarvāsakto bhaktamātrāsaktaḥ patitapāvanaḥ || 27||

Er erfüllt die Wünsche der Gläubigen; sein göttliches Spiel bleibt allen verborgen und überaus bezaubernd. Von Bindung an alle anderen ist er frei, doch den Gläubigen allein gilt seine innige Zuwendung; er läutert die Gefallenen.

Vers 28
svayaśogānasaṃhṛṣṭahṛdayāmbhojaviṣṭaraḥ |
yaśaḥpīyūṣalaharīplāvitānyarasaḥ paraḥ || 28||

Er nimmt Platz im Herzenslotus, der sich am Gesang seines Ruhmes erfreut. Die Nektarwellen seines Ruhmes überspülen alle anderen Geschmacksrichtungen; er ist erhaben.

Vers 29
līlāmṛtarasārdrārdrīkṛtākhilaśarīrabhṛt |
govardhanasthityutsāhastallīlāpremapūritaḥ || 29||

Vom Nektar seines göttlichen Spiels bewegt, bewegt er alle verkörperten Wesen. Er freut sich am Aufenthalt am Govardhana und ist von Liebe zu dessen göttlichem Spiel erfüllt.

Vers 30
yajñabhoktā yajñakartā caturvargaviśāradaḥ |
satyapratijñastriguṇātīto nayaviśāradaḥ || 30||

Er empfängt Opfer und vollzieht Opfer; er kennt die vier Lebensziele. Seine Zusage ist wahr, er steht jenseits der drei Gunas und versteht die rechte Führung.

Vers 31
svakīrtivardhanastattvasūtrabhāṣyapradarśakaḥ |
māyāvādākhyatūlāgnirbrahmavādanirūpakaḥ || 31||

Er lässt seinen Ruhm wachsen und legt den Kommentar zu den Sutras der Wirklichkeit dar. Für die Baumwolle der Lehre von der bloßen Scheinhaftigkeit ist er Feuer; er erläutert die Lehre vom Brahman.

Vers 32
aprākṛtākhilākalpabhūṣitaḥ sahajasmitaḥ |
trilokībhūṣaṇaṃ bhūmibhāgyaṃ sahajasundaraḥ || 32||

Er ist mit überweltlichem Schmuck geschmückt und lächelt aus seinem eigenen Wesen heraus. Er ist der Schmuck der drei Welten, das Glück der Erde und von natürlicher Schönheit.

Vers 33
aśeṣabhaktasamprārthyacaraṇābjarajodhanaḥ |
ityānandanidheḥ proktaṃ nāmnāmaṣṭottaraśatam || 33||

Sein Reichtum ist der Staub seiner Lotusfüße, um den alle Gläubigen bitten. So sind die hundertacht Namen dieses Schatzes der Freude ausgesprochen.

Vers 34
śraddhāviśuddhabuddhiryaḥ paṭhatyanudinaṃ janaḥ |
sa tadekamanāḥ siddhimuktāṃ prāpnotyasaṃśayam || 34||

Wer täglich mit durch Vertrauen geläutertem Verständnis rezitiert und seinen Geist allein darauf richtet, erlangt gewiss die genannte Vollendung.

Vers 35
tadaprāptau vṛthā mokṣastadāptau tadgatārthatā ||
ataḥ sarvottamastotraṃ japyaṃ kṛṣṇarasārthibhiḥ || 35||

Ohne diese ist Befreiung vergeblich; mit ihr ist deren Ziel erreicht. Deshalb sollen Menschen, die nach der Liebesfülle Krishnas verlangen, das Sarvottama Stotra rezitieren.

4. Prasad empfangen
Empfange Wasser und Speisen als Prasad. Nimm einen Tropfen Wasser, leere das Krüglein am vorgesehenen Wasserplatz und nimm die Speisen mit.

Bedeutung und persönlicher Abschluss

Das Sarvottama Stotra lenkt die Aufmerksamkeit auf den Lehrer als Vermittler von Bhakti. Es nennt nicht allein Wissen und Macht, sondern auch Großherzigkeit, Mitgefühl und die Freude am Dienen. In Vers 21 erscheint die Abkehr vom Eigennutz als Kennzeichen der Menschen, die ihm nahestehen.

Für den persönlichen Nachklang kannst du gerade diesen Gedanken mitnehmen: Welche Gabe möchtest du heute ohne Forderung nach einer Gegenleistung geben? Ein aufmerksamer Dienst an einem anderen Menschen kann die im Lob besungene Großherzigkeit im eigenen Alltag sichtbar machen. Diese Anregung ist eine freie Vertiefung nach dem überlieferten Ablauf.

Devanagari-Rezitation

Die folgenden 35 Verse entsprechen der oben vollständig ausgeführten Rezitation.


प्राकृतधर्मानाश्रयमप्राकृतनिखिलधर्मरूपमिति ।
निगमप्रतिपाद्यं यत् तच्छुद्धं साकृति स्तौमि ॥ १॥

कलिकालतमश्छन्नदृष्टित्वाद्विदुषामपि ।
सम्प्रत्यविषयस्तस्य माहात्म्यं समभूद्भुवि ॥ २॥

दयया निजमाहात्म्यं करिष्यन् प्रकटं हरिः ।
वाण्या यदा तदा स्वास्यं प्रादुर्भूतं चकार हि ॥ ३॥

तदुक्तमपि दुर्बोधं सुबोधं स्याद्यथा तथा ।
तन्नामाष्टोत्तरशतं प्रवक्ष्याम्यखिलाघहृत् ॥ ४॥

ऋषिरग्निकुमारस्तु नाम्नां छन्दो जगत्यसौ ।
श्रीकृष्णास्यं देवता च बीजं कारुणिकः प्रभुः ॥ ५॥

विनियोगो भक्तियोगप्रतिबन्धविनाशने ।
कृष्णाधरामृतास्वादसिद्धिरत्र न संशयः ॥ ६॥

आनन्दः परमानन्दः श्रीकृष्णास्यं कृपानिधिः ।
दैवोद्धारप्रयत्नात्मा स्मृतिमात्रार्तिनाशनः ॥ ७॥

श्रीभागवतगूढार्थप्रकाशनपरायणः ।
साकारब्रह्मवादैकस्थापको वेदपारगः ॥ ८॥

मायावादनिराकर्ता सर्ववादिनिरासकृत् ।
भक्तिमार्गाब्जमार्तण्डः स्त्रीशूद्राद्युद्धृतिक्षमः ॥ ९॥

अङ्गीकृत्यैव गोपीशवल्लभीकृतमानवः ।
अङ्गीकृतौ समर्यादो महाकारुणिको विभुः ॥ १०॥

अदेयदानदक्षश्च महोदारचरित्रवान् ।
प्राकृतानुकृतिव्याजमोहितासुरमानुषः ॥ ११॥

वैश्वानरो वल्लभाख्यः सद्रूपो हितकृत्सताम् ।
जनशिक्षाकृते कृष्णभक्तिकृन्निखिलेष्टदः ॥ १२॥

सर्वलक्षणसम्पन्नः श्रीकृष्णज्ञानदो गुरुः ।
स्वानन्दतुन्दिलः पद्मदलायतविलोचनः ॥ १३॥

कृपादृग्वृष्टिसंहृष्टदासदासीप्रियः पतिः ।
रोषदृक्पातसम्प्लुष्टभक्तद्विड् भक्तसेवितः ॥ १४॥

सुखसेव्यो दुराराध्यो दुर्लभाङ्घ्रिसरोरुहः ।
उग्रप्रतापो वाक्सीधुपूरिताशेषसेवकः ॥ १५॥

श्रीभागवतपीयूषसमुद्रमथनक्षमः ।
तत्सारभूतरासस्त्रीभावपूरितविग्रहः ॥ १६॥

सान्निध्यमात्रदत्तश्रीकृष्णप्रेमा विमुक्तिदः ।
रासलीलैकतात्पर्यः कृपयैतत्कथाप्रदः ॥ १७॥

विरहानुभवैकार्थसर्वत्यागोपदेशकः ।
भक्त्याचारोपदेष्टा च कर्ममार्गप्रवर्तकः ॥ १८॥

यागादौ भक्तिमार्गैकसाधनत्वोपदेशकः ।
पूर्णानन्दः पूर्णकामो वाक्पतिर्विबुधेश्वरः ॥ १९॥

कृष्णनामसहस्रस्य वक्ता भक्तपरायणः ।
भक्त्याचारोपदेशार्थनानावाक्यनिरूपकः ॥ २०॥

स्वार्थोज्झिताखिलप्राणप्रियस्तादृशवेष्टितः ।
स्वदासार्थकृताशेषसाधनः सर्वशक्तिधृक् ॥ २१॥

भुवि भक्तिप्रचारैककृते स्वान्वयकृत्पिता ।
स्ववंशे स्थापिताशेषस्वमाहात्म्यः स्मयापहः ॥ २२॥

पतिव्रतापतिः पारलौकिकैहिकदानकृत् ।
निगूढहृदयोऽनन्यभक्तेषु ज्ञापिताशयः ॥ २३॥

उपासनादिमार्गातिमुग्धमोहनिवारकः ।
भक्तिमार्गे सर्वमार्गवैलक्षण्यानुभूतिकृत् ॥ २४॥

पृथक्शरणमार्गोपदेष्टा श्रीकृष्णहार्दवित् ।
प्रतिक्षणनिकुञ्जस्थलीलारससुपूरितः ॥ २५॥

तत्कथाक्षिप्तचित्तस्तद्विस्मृतान्यो व्रजप्रियः ।
प्रियव्रजस्थितिः पुष्टिलीलाकर्ता रहःप्रियः ॥ २६॥

भक्तेच्छापूरकः सर्वाज्ञातलीलोऽतिमोहनः ।
सर्वासक्तो भक्तमात्रासक्तः पतितपावनः ॥ २७॥

स्वयशोगानसंहृष्टहृदयाम्भोजविष्टरः ।
यशःपीयूषलहरीप्लावितान्यरसः परः ॥ २८॥

लीलामृतरसार्द्रार्द्रीकृताखिलशरीरभृत् ।
गोवर्धनस्थित्युत्साहस्तल्लीलाप्रेमपूरितः ॥ २९॥

यज्ञभोक्ता यज्ञकर्ता चतुर्वर्गविशारदः ।
सत्यप्रतिज्ञस्त्रिगुणातीतो नयविशारदः ॥ ३०॥

स्वकीर्तिवर्धनस्तत्त्वसूत्रभाष्यप्रदर्शकः ।
मायावादाख्यतूलाग्निर्ब्रह्मवादनिरूपकः ॥ ३१॥

अप्राकृताखिलाकल्पभूषितः सहजस्मितः ।
त्रिलोकीभूषणं भूमिभाग्यं सहजसुन्दरः ॥ ३२॥

अशेषभक्तसम्प्रार्थ्यचरणाब्जरजोधनः ।
इत्यानन्दनिधेः प्रोक्तं नाम्नामष्टोत्तरशतम् ॥ ३३॥

श्रद्धाविशुद्धबुद्धिर्यः पठत्यनुदिनं जनः ।
स तदेकमनाः सिद्धिमुक्तां प्राप्नोत्यसंशयम् ॥ ३४॥

तदप्राप्तौ वृथा मोक्षस्तदाप्तौ तद्गतार्थता ॥
अतः सर्वोत्तमस्तोत्रं जप्यं कृष्णरसार्थिभिः ॥ ३५॥

Quellen und weiterführende Artikel

  • Vaishnav Parivar of Connecticut: Pushtimarg, Abschnitt „Jhari-Charansparsh“, Materialien und Ablauf. Die örtliche Ordnung der jeweiligen Baithak bestimmt den Zugang und die Einzelheiten des Dienstes.
  • Vitthalanatha: Sarvottama Stotra, Verse 1–35; Sanskrittext bei Sanskrit Documents, verglichen mit Bhaktisetu Haveli. Vers 5 folgt der Parallelfassung mit den Lesarten nāmnāṃ und śrīkṛṣṇāsyaṃ. In Vers 1 steht die grammatisch klare Worttrennung yat tacchuddhaṃ, in Vers 21 die durch den Paralleltext bestätigte Lesart svārthojjhita. Deutsche Bedeutungswiedergabe aus dem Sanskrit.

Siehe auch: Pushtimarg, Vallabha, Vitthalanatha, Guru Bhakti, Seva, Krishna.

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