Jayakhya Samhita – 108 inspirierende Verse und Mantras

Aus Yogawiki

Jayakhya Samhita – 108 inspirierende Verse und Mantras eröffnet einen Zugang zur spirituellen Lehre der Jayakhya Samhita. Ihre Stimme verbindet Bhakti, Mantra, ethische Klarheit, innere Verehrung und befreiende Erkenntnis. Die Verse laden dazu ein, die göttliche Gegenwart nicht nur im Heiligtum, sondern auch im Herzen und im Umgang mit anderen Wesen zu suchen.

Vishnu: höchste Zuflucht und Gegenwart im Herzen.

Die Auswahl setzt Schwerpunkte in den Kapiteln über Unterweisung, Erkenntnis und Yoga, ergänzt um Aussagen zur Lebensführung. Sie ist keine verkürzte Ritualanleitung. Die vollständigen Sanskritfassungen ermöglichen den Vergleich; die Konkordanz nennt zu jedem der 108 Einträge die Originalstelle. Die vollständige deutsche Übersetzung erschließt den jeweiligen Zusammenhang.

In den thematischen Gruppen beziehen sich „er“ und „es“ je nach Vers auf den Herrn beziehungsweise die höchste Wirklichkeit. Die Auswahl wahrt die Versgrenzen; einzelne Verse stehen im Original innerhalb eines weiterlaufenden Satzes. Solche Anschlüsse werden nicht durch frei erfundene Aussagen ersetzt.

Zur Ausgabe: Einführung und deutsche Übersetzung · Sanskrit in IAST · Sanskrit in Devanagari · 108 inspirierende Verse und Mantras

Im weiteren Zusammenhang der Tantra Schriften lässt sich die Jayakhya Samhita besonders mit der Paushara Samhita vergleichen, die ebenfalls zum Pāñcarātra gehört. Kularnava Tantra, Tantraloka, Vijnana Bhairava Tantra, Yogini Hridaya, Vamakeshvara Tantra und Tripura Rahasya eröffnen dagegen andere shaivitische oder shaktische Perspektiven auf Mantra, Guru, Diksha, Puja, Meditation und Befreiung. Die ausführliche Gegenüberstellung steht im Hauptartikel Jayakhya Samhita und andere Tantra Schriften.

Ein heutiger Narayana-Kirtan zur Einstimmung; keine Vertonung der ausgewählten Verse:

108 inspirierende Verse

Sehnsucht, Hingabe und Unterweisung

1. Verehrung dem Träger des Diskus, der alles Heil schenkt und die im Ozean der Sinnesgegenstände Versunkenen emporhebt.

2. Nenne mir, der ich im Meer des Saṃsāra versunken bin, das Mittel, durch dessen Erkenntnis weder ich noch irgendein anderer wiedergeboren werden muss.

3. Wer sich ihm in Hingabe zuwendet und über das feine innere Selbst nachsinnt, gelangt zum Zustand Viṣṇus, frei von Alter und Tod.

4. Erhabener, wir möchten von der Verehrung Viṣṇus mit seinen wunderbaren Taten hören. Beschreibe uns gnädig das Handeln, das seine Verehrung ausmacht.

5. Den vaiṣṇavischen Guru, der Erkenntnis lehrt, soll man wie Viṣṇu ansehen und mit Sprache, Geist und Körper ehren. So handelt ein Schriftkundiger, so ein Verehrer Viṣṇus.

6. Schon wer einen Viertelvers lehrt, verdient stets Achtung; wie viel mehr derjenige, der das Wesen des erhabenen Viṣṇu erschließt!

7. Das Mittel der Erkenntnis ist die Schrift; diese kommt aus dem Mund des Gurus. Deshalb hängt die Erlangung Brahmans vom Guru ab.

8. O Allgegenwärtiger, ich möchte die von Brahman nicht verschiedene Erkenntnis wahrheitsgemäß vernehmen, durch die das im inneren Erkenntnisorgan gegenwärtige Ziel erkannt wird.

9. „Wer bin ich? Was ist mein Wesen? Was ist dieser Käfig des Leidens, in dem ich immerzu ohne wirklichen Frieden verweile?“

10. Er soll seinen Geist von Hochmut befreien, im Wohl aller Wesen gegründet sein, Gott, heiligem Feuer und Guru Hingabe entgegenbringen und stets Freude an guten Schriften haben.


Mitgefühl, Wahrhaftigkeit und innere Freiheit

11. Freiheit von Grausamkeit und Härte, unerschütterliche Geduld, Wahrhaftigkeit und das Wohl der Wesen, ohne anderen Schaden zuzufügen;

12. Nichtverletzen, auch hinsichtlich fremden Eigentums und dergleichen, tiefgehende Beherrschung des Geistes sowie Verlangenlosigkeit gegenüber den Genüssen, die die Sinne aufnehmen;

13. Nichtanhaften beim Sitzen, Liegen, Unterwegssein und Essen: Dabei soll man die im Herzen bewahrte Meditation, deren Frucht Glückseligkeit ist, nicht aufgeben.

14. Geben nach dem eigenen Vermögen, wahre Worte ohne Härte und stets die gleiche innere Haltung gegenüber Feinden und Freunden;

15. Aufrichtigkeit, Freiheit von Hinterlist und Mitgefühl mit allen Lebewesen: Wer diese Glieder besitzt, verwirklicht jene Selbstzügelung, welche die Yamas ordnet.

16. So erlangt der Mensch durch handlungsbezogene Erkenntnis die Seins-Erkenntnis. Aus dieser erwächst Erkenntnis, die von Brahman nicht verschieden ist.

17. Er widmet sich der Mantraverehrung, ohne nach deren besonderen Kräften zu gieren; voller Hingabe ist er in die zugehörige Meditation vertieft und ganz auf die Übung ausgerichtet.

18. Durch diese beständige Betrachtung, die Gnade der Mantras und die körperliche Disziplin entwickelt er höchste Nichtanhaftung.

19. Wenn seine Unterscheidungskraft nicht verlorengeht und es die Früchte seiner Prägungen ohne Anhaften erfährt, wird es von den Bindungen frei und gelangt allmählich zum Höchsten.

20. Nicht aus Gier, Anhaftung, Eigennutz oder um des Namens willen erweise er einem Wesen die Gnade; auch nicht einem betrügerischen Menschen.

21. Einem Furchtsamen, Bescheidenen, Hingebungsvollen oder Leidenden erweise er sie. Wer von rechtem Verhalten abgekommen ist, für den bewirke er stets durch Sühnehandlungen Frieden.

22. Beständig übe er Loslassen und betrachte das gewordene Dasein als vergänglich. Wer mit solchen Merkmalen ausgestattet ist, wird Acharya, Lehrer, genannt.


Die göttliche Gegenwart erkennen

23. Du hast den Glanz von tausend Sonnen und die Strahlen von tausend Monden. Verehrung dem höchsten Haṃsa, dem Höheren noch als das Hohe!

24. Du wohnst in der Höhle des Herzenslotus und ruhst im höchsten inneren Raum. Verehrung dir, der durch die beständige Übung der Kenner des Bhakti-Yoga zugänglich wird!

25. Wie ein Edelstein durch Verbindung mit Blau, Gelb und anderen Farben unterschiedliche Erscheinungen annimmt, so nimmt der Alldurchdringende je nach Meditation verschiedene Gestalten an.

26. Du bist das Ziel der Yogins, als Śeṣa der Träger der Erde; für die Wissenden bist du Saṅkarṣaṇa, für die Liebenden der mit Blumen bewaffnete Gott.

27. Selbst in Viṣṇus Gestalt gegenwärtig, erhältst du das Bestehende, o Keśava. In Rudras Gestalt löst du die Welt augenblicklich auf, o Govinda.

28. Mit Hingabe verehre ich dich, den Herrn, der Erlösung vom Dasein schenkt, den Gott, der den Göttern Freude und Unsterblichkeitsnektar gewährt.

29. Mit makellosem Verstehen schauen sie Vishnu als in allen Wesen gegenwärtig. Und stets vergegenwärtigen sie sich, dass alle Wesen in ihm sind.

30. Du bist der Ursprung dieser Welt. Deiner gedenkend werden wir glücklich und immer erwacht, wo immer wir uns befinden.

31. Jenes allgegenwärtige Göttliche ist das höchste, ewige Brahman: das allen gemeinsame Bewusstsein in dieser Welt, dessen Kennzeichen höchste Glückseligkeit ist.

32. Dieser höchste Herr ist die Grundlage aller Götter und ihr innerer Lenker, wie der Himmelsraum die Sterne umfasst.

33. Wie ein mit Brennstoff versehenes Feuer ohne absichtlichen Entschluss eine Vielzahl von Funken aussendet, so wirkt dieser höchste Herr.

34. Wie Leuchten geben sie sich selbst und anderen Licht, o bester Weiser. Ohne willentliche Absicht bestehen sie in wechselseitiger Gegenwart.

35. Sie nehmen wechselseitig Spiegelbildgestalt an, wie Spiegel in Spiegeln. Wegen ihrer außerordentlichen Reinheit gehen ihre Erscheinungen ineinander über.

36. Dabei entsteht keine Trennung, wie zwischen Raum und durchsichtigem Kristall. So sind auch ihre beiden Lichtgestalten nicht voneinander getrennt, o bester Brahmane.

37. Durch meine eigene Yogakraft bin ich in grober Gestalt Schöpfer, Erhalter und wiederum Auflöser, o Nārada.

38. In feiner Gestalt wohne ich im Innersten des Herzens aller Wesen. Den Hingebungsvollen, deren Inneres auf mich ausgerichtet ist, erweise ich Gnade.

39. Durch Handeln, Denken und Sprechen sinne man keinem Wesen Unheil. An diesen Merkmalen sind diejenigen zu erkennen, die den Yoga des Erhabenen üben.

40. Deshalb sollen die Übenden zuerst unerschütterlich im Geist festhalten: „Der Leib besteht aus Klang.“ Dann vergegenwärtigen sie auch das Bild als von diesem Wesen.

41. In der Sprache ruhen alle Mantras; die durch sie bezeichneten [Wesenheiten] ruhen im Mantra. Daher besteht die äußere und innere Welt aus Mantragestalten.

42. Mutter und Vater erkenne man als Vishnu, ebenso den lieben Gast; den bei Vishnu Zuflucht Suchenden erkenne man als Vishnu und das eigene Selbst als Vishnu gleich.

43. „Du sollst hier gegenwärtig sein, Adhokshaja, damit deine Verehrer, mich eingeschlossen, Vollendung erlangen, du Makelloser!“

44. „Ich bin jener erhabene Vishnu; ich bin Narayana, Hari. Ich bin Vasudeva, der Alldurchdringende, die Wohnstätte der Wesen, der Makellose.“

45. Durch das geistige Vergegenwärtigen gewähren sie Schutz, o bester Weiser, und schenken die ihnen eigene Stätte. Deshalb werden sie „Mantras“ genannt.

46. Nachdem der Übende so zunächst in seinem eigenen Selbst von Vishnu erfüllt worden ist, soll er Vishnu durch geistige Verehrung anbeten.

47. „Was aus Unwissenheit oder wissentlich zu wenig oder zu viel getan wurde: Vergib es mir, deinem armseligen Diener, o Auge der Welt!“

48. „Du bist verehrt worden, Erhabener, zum Wohl der Übenden. Auch du sollst, um ihnen Gnade zu erweisen, immer hier wohnen.

49. Wo du verweilst, Herr, dort ist die Vollendung für die trefflichen Übenden nicht fern: So hast du selbst früher gesprochen.

50. Darum bleibe fest gegründet, stets zufrieden, groß und voller Mitgefühl, immer der Gnade zugewandt, solange Mond und Sterne bestehen!“

Stille Sammlung: Die Samhita vergleicht den geklärten Geist mit Herbstwasser und einer windstillen Flamme.

Mantra, Meditation und das Licht des Herzens

51. Danach folgen Hören, Nachdenken, Auslegung und Rezitation. Diesen Zeitabschnitt erkenne als Adhyaya, das Studium, bester Weiser.

52. Das Handlungsvermögen wird zur Sprachgestalt, die Sprache zur Bewusstseinsgestalt; das Bewusstsein wird zum Mantra, und der Mantra ist der ungeborene Hari.

53. Was nützen ihm dann selbst Hunderte Millionen anderer Mantras, bester Brahmane? Wem dieser im Herzen wohnt, dem gleicht er einem wunscherfüllenden Juwel.

54. Welcher Vishnuverehrer auch immer zu dieser Zeit dort anwesend ist: Er soll nach Vermögen und mit Hingabe geehrt werden, bester Brahmane.

55. Deshalb ist er stets nach Vermögen zu ehren. Selten sind auf Erden Menschen, die ganz von der Verehrung des Erhabenen erfüllt sind.

56. Erkenntnis, die von sämtlichen Begrenzungen frei und vollkommen rein ist, entsteht beim gesammelten Übenden allmählich durch Yoga-Praxis.

57. Durch Nichtanhaftung wird der von Sinnesgegenständen getrübte Geist klar, o Brahmane, wie das Wasser im Herbst.

58. Er gelangt zu klarer Festigkeit wie ein wellenloser Ozean, unbewegt wie die Flamme einer Lampe an einem windstillen Ort, der Erkenntnis zugewandt.

59. Dieses Bewusstsein geht im Raum des Herzens allmählich wie die Sonne auf. Durch es wird das zu Erkennende zugänglich, wie die Welt durch den Sonnenaufgang sichtbar wird.

60. Das Erwachen, das im zu Erkennenden gegründet ist, tritt nach und nach ein. Dann besteht die Einheit desselben Wesens mit ihm.

61. So habe ich dir jene stufenweise entfaltete, unvermischt klare Erkenntnis erklärt, die das zu Erkennende erschließt und Nirvāṇa schenkt, o Nārada.

62. So entfaltet sich der Mantra der Reihe nach vom vierten Zustand bis zum Wachen; in umgekehrter Richtung kehrt er wieder zurück, o Brahmane.

63. Diese geistige Verehrung vertreibt die Furcht vor Alter und Krankheit, stillt das Hervorbringen ganzer Scharen von Verfehlungen und hebt das gebundene Werden auf, o Zweimalgeborener.

64. Die höchste Wirklichkeit besteht: jenseits aller Gleichnisse und Worte, durch sich selbst erfahrbar, ohne äußere Stütze und jenseits der Sinne.

65. Wer in der Glückseligkeit des Selbst ruht, dem offenbart sie sich ohne die Erkenntnisorgane. Denn alle diese Organe sind naturgebunden, insbesondere die aus dem Geist hervorgehenden.

66. Wer allein diesen höchsten, heiligen Samadhi beständig übt, der das Werden aufhebt und die Elemente reinigt, gelangt zum ewigen Brahman.

67. So ist Meditation bis hin zum Raum als letztem [Gegenstand] beschrieben. Man vergegenwärtige das Ziel so lange, bis es nicht mehr als gesondertes Ziel vorgestellt wird.

68. Wenn das vorgestellte Sein in Nichtvorstellung übergeht, gilt die eigene wahre Natur als das Höchste. Zunächst übe man das Grobe, dann das Feine und danach das Höchste.

69. So lösen sich der Geist und sein Ziel mitsamt den begrenzenden Bedingungen auf. Man meditiere über die Gestalt des Gottes der Götter im Herzenslotus.

70. Danach betrachte man das weitere Ziel: das Grobe, das Feine, dann das Höchste. Wer so übt, dessen innere Eigenschaften verfeinern sich.

71. So meditiere man auf das Ungegliederte; auch dieses geht im höchsten Zustand auf. Wer das Höchste übt, gelangt zum Zustand jenseits des gewöhnlichen Geistes.

72. Dann offenbart sich das eigene Sein als Brahman. Oder man meditiere entsprechend auf die Lautgestalt, gegliedert und ungegliedert.

73. Man meditiere auf den aus Nārāyaṇa bestehenden Mantra, der mit dem Praṇava beginnt und mit Namaḥ endet. Er ist der höchste Herr in gegliederter Lautgestalt.

74. So schauen sie durch den Yoga der Meditation das ewige Höchste. Oder man entfaltet Licht und Laut und betrachtet sie.

75. Wo man selbst aufgeht, dort ist der höchste Zustand. Oder man betrachte die ewige Wirklichkeit als Raumgestalt.


Erkenntnis, Einheit und Befreiung

76. Wie Feuer in einem Eisenklumpen verschieden und doch gleichsam unverschieden besteht, so durchdringt der Gott dieses ganze All.

77. Lehre mich rasch dasjenige, wodurch ich über das Dasein hinübergelange, mich auf höchste Einsicht gründe und das höchste Heil erreiche.

78. Der erhabene Gott selbst offenbart sich den Verehrern in seiner eigenen Stätte als ungeteiltes Sein und führt sie auf den Weg der Befreiung.

79. Erkenne ihn als stets unangehaftet, wie Wasser auf einem Lotusblatt. Er trägt alles, weil seine Gestalt das All ist; frei von Guṇas ist er aufgrund seiner unfehlbaren Wirksamkeit.

80. Ohne besondere Beauftragung gewährt er die Güter der sieben Welten. Er führt auf den Weg der Vollendung und danach auf den Weg der Befreiung.

81. Durch Unwissenheit erscheint er sehr fern. Wird er durch Erkenntnis im Herzen vergegenwärtigt, ist er nahe: aus Bewusstsein bestehend und durch sich selbst erfahrbar.

82. Alle bewussten und unbewussten Wesen, die unbeweglichen und die beweglichen, sind vom höchsten Herrn erfüllt, wie Pflanzen von ihrem Saft.

83. Er selbst ist Erkenntnis und das zu Erkennende, wie Feuer und seine Flamme. Da er gestaltlos ist, ist er frei von allen Farben, etwa Weiß.

84. Weil er alle Geschmäcker erfahren lässt, ist er zugleich deren aller Wesen. Deshalb heißt Acyuta frei von allen Farben und Geschmäckern und zugleich mit ihnen verbunden.

85. Um die Entfaltung des Yoga zu erlangen, soll der Verehrer Viṣṇus Yoga an einem gut geschützten, einsamen Ort üben, frei von störenden Gegensätzen und von günstiger Beschaffenheit.

86. Weil er kein Ende hat, ist er unendlich; weil er erfüllt ist, ist er frei von Leiden. Obwohl gestaltlos, wird der Herr über alles durch beständige Übung erfahren.

87. Vorschriftsmäßig verehrt, gewährt er den Übenden von selbst das Gewünschte und am Ende ewige Befreiung.

88. Wie die Süße im Zuckerrohr, obwohl ohne eigene Gestalt, erfahren wird, so [erfährt man] den im eigenen Leib gegenwärtigen Gott, das unvergängliche höchste Selbst.

89. Es ist frei von Abzuweisendem und Anzunehmendem, von klarer Glückseligkeitsgestalt und durch Erkenntnismittel nicht einzugrenzen, weil es grenzenloses Bewusstsein ist.

90. Wem es frei von Māyā im Herzensraum aufleuchtet, dem ist dieser von allen Begrenzungen freie Gott Nārāyaṇa gegenwärtig.

91. Der höchste Herr wird durch Selbsterfahrung erkannt, ohne [äußeres] Betrachtungsobjekt. Suche Zuflucht zu diesem Unbeschreiblichen durch höchste Erkenntnis.

92. Wer jene unvergleichliche Ursache erkennt, die weder durch Gleichnisse noch durch die an Verstand und Sinne gebundene Rede erfasst wird, ist frei von Furcht.

93. Das höchste Brahman liegt jenseits begrenzter Seinsweisen und gleicht einem makellosen Kristall. Befreit gelangen sie zur Erlösung; ihr Bleiben ist im höchsten Zustand.

94. Der Eine wohnt in der mannigfachen Verschiedenheit der Erscheinungen. Für dieses große Wesen gibt es weder Maß noch Gestalt.

95. Ob auf dem Lager, auf einem Sitz oder unterwegs: Man vergegenwärtige den Herrn im Herzen, in seinen unterschiedenen Formen, beginnend mit der ungeteilten. Oder man sitze in Haris Heiligtum,

96. schließe die Augen und übe beständig Samadhi. Man spreche „Verehrung sei Narayana“ oder „Vasudeva“.

97. Innerlich ganz der Verehrung Vishnus hingegeben, wiederhole er den Mantra leise oder trage ehrfürchtig einen Lobpreis vor, bester Weiser.

98. Er soll sie weder durch Argumentation noch durch Berufung auf die Überlieferung an sich ziehen [cumbukatva, wörtlich etwa „Magnet-Sein“]. Er häufe nicht übermäßig Güter und Geld an, o Narada.

99. Wenn ihre Verblendung geschwunden ist, gehen die Yogins in Viṣṇu ein, wie die Mondteile nach Erschöpfung ihres Nektars in die Sonne eingehen.

100. Wie Wasser, das in einzelnen Strömen aus einer Wolke auf die Erde gefallen ist, zur Einheit gelangt, so werden alle Yogins im Erhabenen eins.

101. Wie unterschiedliche Brennstoffe, ins Feuer gelangt und verbrannt, nicht mehr gesondert erkennbar sind, so ist es mit den Verehrenden in Brahman.

102. Wie Wasser aus vielen Flüssen in den großen Ozean eintritt und sich dort nicht mehr unterscheiden lässt, so ist es mit den Yogins im Höchsten.

103. Suche stets Zuflucht zu dem, den die Selbstkenner verehren, durch den die Sonne strahlt und von dessen winzigstem Anteil wir hervorgegangen sind, o Weiser.

104. Damit habe ich dir die Wirklichkeit Brahmans wahrheitsgemäß erklärt. Wenn du sie erkannt hast, wirst du nicht wieder in dieses verworrene Dasein eintreten.

105. Obwohl es wie der Raum allgegenwärtig in allem Beweglichen und Unbeweglichen besteht, ist es ohne Erkenntnis doch äußerst schwer zu erlangen, o Brahmane.

106. Von ihrem Licht durchdrungen gelangt das innere, bewusstseinsgestaltige Selbst zur Einheit mit Brahman, sobald die Gesamtheit seines Karmas geschwunden ist.

107. So ist dir der gesamte höchste Sinn des Pāñcarātra erklärt. Wie deinen ganzen Schatz sollst du ihn sorgfältig bewahren, o bester Brahmane.

108. Nachdem zuerst die Schrift verehrt worden ist, soll ihr Sinn erklärt werden. Dadurch entsteht für beide bald vielfache, bleibende Vollendung.

Konkordanz der 108 Verse

Auswahl Kapitel und Originalvers
1 1.1
2 1.6
3 1.24
4 1.37
5 1.58
6 1.59
7 1.62
8 5.1
9 5.7
10 33.2
11 4.45
12 4.46
13 4.47
14 4.48
15 4.49
16 4.50
17 5.11
18 5.14
19 3.26
20 17.52
21 17.53
22 17.62
23 2.7
24 2.10
25 12.27
26 2.15
27 2.17
28 2.19
29 22.7
30 2.22
31 4.2
32 4.8
33 4.9
34 4.16
35 4.17
36 4.18
37 4.23
38 4.24
39 22.41
40 20.240
41 13.206
42 16.323
43 20.279
44 11.41
45 13.203
46 12.1
47 13.236
48 20.331
49 20.332
50 20.333
51 22.72
52 14.56
53 26.126
54 21.98
55 22.63
56 5.2
57 5.15
58 5.16
59 5.18
60 5.19
61 5.20
62 14.55
63 12.130
64 5.29
65 5.30
66 10.102
67 33.34
68 33.35
69 33.36
70 33.37
71 33.45
72 33.46
73 33.47
74 33.50
75 33.51
76 4.83
77 2.24
78 31.21
79 4.86
80 31.30
81 4.91
82 4.93
83 4.97
84 4.99
85 33.1
86 4.102
87 31.49
88 4.104
89 4.105
90 4.106
91 4.107
92 4.108
93 4.109
94 4.110
95 22.39
96 22.40
97 22.44
98 17.61
99 4.120
100 4.121
101 4.122
102 4.123
103 4.124
104 4.131
105 4.132
106 3.22
107 33.80
108 33.87

Wichtige Mantras der Jayakhya Samhita

Die Samhita enthält sehr viele Mantra-Anweisungen, aber nicht jede steht als ausgeschriebene Rezitationsformel im Text. Insbesondere die Kapitel 6–7 und 26–32 verwenden Buchstabennamen, Einfügeregeln und Rückverweise. Die folgende Sammlung unterscheidet deshalb unmittelbar belegte Formeln, einen ausdrücklich angegebenen Gāyatrī-Wortlaut und eine meditative Identifikationsformel. Fehlende oder unsichere Bījas werden nicht ergänzt.

Praṇava: Oṃ

IAST: oṃ
Devanagari: ओं

Bedeutung und Funktion: Heilige Silbe, nicht wie ein gewöhnliches Wort zu übersetzen. In 2.23 identifiziert der Lobpreis den Herrn mit dem dreigliedrigen Praṇava; 33.47 nennt ihn als Beginn der Nārāyaṇa-bezogenen Mantraform.

Textstelle: Werkbeginn vor Kapitel 1; ferner 2.23 und 33.47. Die Schreibung ओं folgt dem Beginn der Devanagari-Fassung; die verbreitete Zeichenform ॐ wird nicht stillschweigend an ihre Stelle gesetzt.

Gottheit und Einordnung: Im Zusammenhang der Samhita Viṣṇu/Nārāyaṇa. Der Laut verbindet die Sammlung mit dem Bewusstsein des göttlichen Ursprungs.

Verehrungsformel an Nārāyaṇa

IAST: namo nārāyaṇāya
Devanagari: नमो नारायणाय

Bedeutung: „Verehrung Nārāyaṇa.“

Gottheit: Narayana.

Textstelle: 22.40: namo nārāyaṇāyeti. Die Zitierpartikel iti gehört nicht zur Rezitationsformel. Ein vorangestelltes oṃ steht an dieser Textstelle nicht und wird hier nicht hinzugefügt.

Spirituelle Einordnung: Die Formel steht bei der Beschreibung der Yogins, die den Herrn im Herzen vergegenwärtigen. Im folgenden Vers wird gefordert, keinem Wesen in Tat, Gedanke oder Wort Unheil zu wünschen (22.41). Gottesgedenken und friedvolle Lebensführung bilden so eine Einheit.

Anrufung Vāsudevas

IAST: vāsudeva
Devanagari: वासुदेव

Bedeutung: „O Vāsudeva!“

Gottheit: Vasudeva.

Textstelle: 22.40: vāsudeveti vā vadet, „oder er spreche: Vāsudeva“. Auch hier gehört iti nur zur Zitierweise des Lehrtextes. Dies ist eine ausdrücklich belegte Namensanrufung, keine um zusätzliche Silben ergänzte Langformel.

Spirituelle Einordnung: Die Schlichtheit des Namens bietet einen Gegenpol zu den komplizierten Lautanweisungen anderer Kapitel. Der Gottesname wird mit innerer Sammlung verbunden.

Viṣṇu-Gāyatrī: der ausdrücklich genannte Wortlaut

IAST:
viśvarūpāya vidmahe |
viśvātītāya dhīmahe |
tanno viṣṇuḥ pracodayāt ||

Devanagari:
विश्वरूपाय विद्महे |
विश्वातीताय धीमहे |
तन्नो विष्णुः प्रचोदयात् ||

Bedeutung: „Mögen wir den erkennen, dessen Gestalt das All ist. Mögen wir über den meditieren, der über das All hinausgeht. Möge Viṣṇu uns dazu anregen.“

Gottheit: Vishnu.

Textstelle: 7.104–106. Die drei achtsilbigen Versfüße werden in 7.104–105 ausdrücklich Wort für Wort angegeben. 7.104 nennt vor ihnen den Praṇava; 7.106 erwähnt zusätzlich die Verbindung mit namaḥ und Praṇava, ohne dort deren gesamte Anordnung nochmals auszuschreiben. Oben steht deshalb der vollständig belegte Gāyatrī-Kern, keine als sicher ausgegebene vollständige rituelle Rahmung.

Spirituelle Einordnung: Die Formel verbindet die Allgestalt Gottes mit seiner Weltüberlegenheit. Ihre Funktion im Kapitel ist die Vervollständigung ritueller Handlungen und der Ausgleich von Zuwenig und Zuviel.

Traditionell in den rituellen Zusammenhang eingebunden; hier zur Textdokumentation und zum Verständnis der Samhita wiedergegeben.

Göttliche Gegenwart und Kraft: Die Samhita entfaltet Mantra in einem umfassenden Gefüge von Verehrung und Meditation.

Meditative Identifikation mit Viṣṇu – keine allgemeine Japa-Anweisung

IAST:
ahaṃ sa bhagavānviṣṇurahaṃ nārāyaṇo hariḥ |
vāsudevo hyahaṃ vyāpī bhūtāvāso nirañjanaḥ ||

Devanagari:
अहं स भगवान्विष्णुरहं नारायणो हरिः |
वासुदेवो ह्यहं व्यापी भूतावासो निरञ्जनः ||

Bedeutung: „Ich bin jener erhabene Viṣṇu; ich bin Nārāyaṇa, Hari. Ich bin Vāsudeva, der Allgegenwärtige, die Wohnstatt der Wesen, der Unbefleckte.“

Textstelle: 11.41, nach dem Nyāsa und im Zusammenhang der Vergegenwärtigung des eigenen Leibes als Gottheitsgestalt.

Gottheit und Einordnung: Vishnu, Narayana und Vasudeva. Dies ist ein vollständiger Meditationsvers, den die Samhita zur inneren Identifikation verwendet; er wird nicht ohne Beleg zu einem eigenständigen, allgemein empfohlenen Einweihungsmantra erklärt.

Traditionell initiationsgebunden; hier zur Textdokumentation und zum Verständnis der Samhita wiedergegeben.

Der achtsilbige Narayana-Mantra

IAST: oṃ namo nārāyaṇāya
Devanagari: ओं नमो नारायणाय

Bedeutung: „Om, Verehrung Narayana.“

Gottheit: Narayana.

Textstelle: 18.80 nennt namo nārāyaṇāya und schreibt ausdrücklich den vorangestellten Praṇava vor. Anders als bei der oben dokumentierten Stelle 22.40 ist das oṃ hier somit textlich begründet.

Spirituelle Einordnung: Die Formel steht beim Übergang des Lehrers zum besitzlosen Wanderleben. Das Gottesgedenken begleitet das Loslassen von Amt und Besitz; die Lehrbefugnis soll zuvor einem geeigneten Nachfolger übertragen werden (18.79–80).

Verehrung der Mutter der Mantras

IAST: oṃ namo mantramātṛke
Devanagari: ओं नमो मन्त्रमातृके

Bedeutung: „Om, Verehrung dir, Mutter der Mantras!“

Gottheit und Bezug: Die Mātṛkā, die heilige Lautfolge als Mutter der Mantras; im betreffenden Zusammenhang wird ihre verkörperte Gestalt verehrt.

Textstelle: 6.30, unmittelbar ausgeschriebene Formel innerhalb der Verehrungsanweisung.

Spirituelle Einordnung: Die Verehrung richtet sich auf den Ursprung der Mantras in der heiligen Sprache. Kapitel 13.199–206 entfaltet ergänzend den Zusammenhang von Lautkraft, Mantra und Gottheit.

Traditionell initiationsgebunden; hier zur Textdokumentation und zum Verständnis der Samhita wiedergegeben.

Der zwölfsilbige Gestalt-Mantra

IAST: nārāyaṇāya viśvātmane hrīṃ svāhā
Devanagari: नारायणाय विश्वात्मने ह्रीं स्वाहा

Bedeutung: „Dem Narayana, dem Selbst des Weltalls: Hrim, Svaha.“ Hrīṃ ist eine Keimsilbe; svāhā bezeichnet die rituelle Darbringung und lässt sich nicht einfach durch einen gewöhnlichen deutschen Begriff ersetzen.

Gottheit: Narayana als Selbst des Weltalls.

Textstelle: 6.68 nennt den zwölfsilbigen Mūrtimantra; 6.69 führt seine Bestandteile ausdrücklich an: nārāyaṇāya, viśvātmane, hrīṃ, svāhā. Die Formel wird hier aus diesen vollständig genannten Bestandteilen mit Wortabständen wiedergegeben. Ein zusätzliches oṃ steht in dieser Bildungsanweisung nicht.

Spirituelle Einordnung: Der Mantra verbindet den persönlichen Gottesnamen mit der universalen Gegenwart. Als Gestalt-Mantra gehört er in die rituelle Verkörperung und den Nyasa-Zusammenhang der Samhita.

Traditionell initiationsgebunden; hier zur Textdokumentation und zum Verständnis der Samhita wiedergegeben.

Verehrungsmantra für den Guru

IAST:
ajñānagahanālokasūryasomāgnimūrtaye |
duḥkhatrayāgnisantāpaśāntaye gurave namaḥ ||

Devanagari:
अज्ञानगहनालोकसूर्यसोमाग्निमूर्तये |
दुःखत्रयाग्निसन्तापशान्तये गुरवे नमः ||

Bedeutung: „Dem Guru die Verneigung: Seine Gestalt ist Sonne, Mond und Feuer, die das Dickicht der Unwissenheit erhellen; er stillt die brennende Qual der drei Leiden.“

Gottheit und Bezug: Der Guru, der im unmittelbar vorausgehenden Vers als Gestalt Janardanas angesprochen wird (16.363).

Textstelle: Zweite Hälfte von 16.364 und erste Hälfte von 16.365. Der Text leitet den Wortlaut ausdrücklich als Mantra zur Guru-Verehrung ein; die beiden zusammengehörigen Halbverse stehen über eine originale Versgrenze hinweg.

Spirituelle Einordnung: Dankbarkeit für Unterweisung verbindet sich mit dem Ziel, Unwissenheit und Leiden zu überwinden. Für die Verantwortung des Lehrers sind ergänzend die Forderungen nach Freiheit von Gier, Eigennutz und Manipulation zu beachten (17.52–53, 17.61–62).


Warum weitere Formeln nicht als sichere Rezitation erscheinen

  • Kapitel 6 beschreibt zahlreiche Haupt-, Śakti-, Aṅga- und Begleitmantras mit einem Buchstabencode. Das vollständige Sanskrit steht im IAST- und Devanagari-Artikel. Aus einer unsicheren Entschlüsselung wird hier keine scheinbar gesicherte Lautfolge erzeugt.
  • Die Anrufungs-, Darbringungs-, Besänftigungs- und Entlassungsformeln in 7.93–114 sind teilweise ausgeschrieben, teilweise codiert. Die ausgeschriebenen Wortbestandteile allein sind keine vollständigen Mantras.
  • 33.48 nennt kṣauṃ und hrīṃ(?). Wegen des Fragezeichens in der Überlieferung wird diese Alternative nicht als zweifelsfrei gesicherte Bīja-Anweisung empfohlen.
  • 24.21–22 nennt einen zwölfsilbigen Narasimha-Mantra. Die ungewöhnliche Form „nārasihmāya“ beziehungsweise „नारसिह्माय“ steht in beiden elektronischen Schriftfassungen. Sie wird hier nicht stillschweigend in eine vermeintlich gesicherte Rezitationsformel umgeschrieben.
  • Die beschädigten Anweisungen in 33.75–78 bleiben im Übersetzungskontext mit ihren Unsicherheiten erkennbar und werden nicht zu einer neuen Formel ergänzt.

Eine einfache Weise, mit den Versen zu leben

Wähle für einige Tage einen Vers, der dich anspricht. Lies ihn langsam, lass seine Bedeutung in stiller Meditation nachklingen und frage dich, wie er heute in einer kleinen Handlung sichtbar werden kann. Vielleicht wird aus „Mitgefühl“ ein geduldiges Zuhören, aus „Nichtanhaften“ ein bewusstes Loslassen oder aus „Gegenwart im Herzen“ eine Pause vor einer schwierigen Antwort.

Der Wert des Studiums zeigt sich nicht darin, möglichst viele Sätze zu sammeln. Er zeigt sich darin, dass Aufmerksamkeit, Liebe und Klarheit wachsen. So kann die alte Schrift den heutigen Weg des Yoga nähren.

Heutige Erläuterung zu Bhakti Yoga, ergänzend zur Textlektüre:

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Textgrundlage und Hinweise zur Übersetzung

Grundlage ist der elektronische Text M00123 des Muktabodha Indological Research Institute, jayākhyasaṃhitā, Revision 0 vom 17. September 2008. Der Dateikopf nennt Embar Krishnamacharya (Kṛṣṇamācārya Embar) als Herausgeber, das Baroda Oriental Institute als Verlag und 1957 als Erscheinungsjahr. Die Transkription erfolgte durch Mitarbeitende von Muktabodha unter Leitung von Mark S. G. Dyczkowski. Diese bibliographischen Angaben sind dem Dateikopf entnommen; die Druckausgabe wurde nicht neu kollationiert.

Die 33 Kapitel werden in der Reihenfolge der Textgrundlage wiedergegeben. Sanskritische Zwischenüberschriften in eckigen Klammern und eingeklammerte Lesarten gehören zur editorisch gegliederten Textgestalt; sie sind von den Versen und Sprecherangaben zu unterscheiden. Fragezeichen, Sternchen und längere Strichfolgen bleiben sichtbar. Seitenmarker wurden entfernt, Zeilenumbrüche und MediaWiki-Gliederung ergänzt. Die Ausgabe ist keine neue kritische Edition.

Besondere Stellen: Kapitel 1 enthält nach dem unnummerierten Schluss-Halbvers des Grundabschnitts einen als adhikaḥ pāṭhaḥ gekennzeichneten Zusatz mit eigener Zählung 1–163. In Kapitel 5 folgt auf 35 die Nummer 46; daraus allein lässt sich keine Lücke von zehn Versen ableiten. Kapitel 15 zählt zwischen 150 und 152 nochmals 51. Kapitel 20 wiederholt 26 und 304. In Kapitel 30 endet Vers 14 mit nur einem Schlussstrich. Kapitel 33 zählt zweimal 20 und danach 22. Diese Angaben werden nicht stillschweigend berichtigt. Die Zahlenfolgen der beiden Schriftfassungen stimmen an diesen Stellen überein; das ist keine unabhängige Bestätigung der Lesarten.

Ausdrücklich markierte Textausfälle finden sich unter anderem in 4.10, 16.296, 20.372 sowie in den Kapiteln 21, 23, 24 und 28–33. Unsichere Buchstaben und alternative Lesungen sind auch andernorts gekennzeichnet. Fehlende Silben, insbesondere von Mantras, wurden nicht ergänzt. In 24.27 enthält der elektronische Text die gestörte Folge „kṛtvaivaḥxx0 / m“ beziehungsweise „कृत्वैवःxx० / म्“. Die nichtsprachlichen Zeichen „xx0“ und „xx०“ sind im Sanskritartikel durch „[Textstörung]“ ersetzt; damit ist keine Wiederherstellung des Wortlauts verbunden.

Quellenvermerk und Lizenz: Muktabodha Indological Research Institute, elektronischer Text M00123, laut Dateikopf Creative Commons BY-NC 4.0. Die ursprüngliche Quellen- und Lizenzangabe bleibt für den übernommenen Sanskrittext maßgeblich. Lizenztext.

Die Übersetzungen der Auswahl entsprechen den jeweiligen Versen des Grundtextes. Der Zusatz zu Kapitel 1 ist nicht Bestandteil dieser Auswahl. Die hier abgedruckten Mantra-Wortlaute werden anhand der IAST- und Devanagari-Fassung dokumentiert; ein unabhängiger Handschriftenvergleich wurde nicht durchgeführt.

Zur Ausgabe: Einführung und deutsche Übersetzung · Sanskrit in IAST · Sanskrit in Devanagari · 108 inspirierende Verse und Mantras