Chidgagana Chandrika

Aus Yogawiki

Chidgagana Chandrika (Sanskrit: चिद्गगनचन्द्रिका cidgaganacandrikā f.), auch Cidgaganacandrikā oder Chidgagana Chandrika, ist eine umfangreiche tantrische Hymne an die höchste Shakti. Ihr Titel bedeutet etwa „Mondlicht am Himmel des Bewusstseins“: cit bzw. cid ist Bewusstsein, gagana der grenzenlose Himmel oder Raum und candrikā das sanfte Licht des Mondes.

Die Schrift entfaltet in 312 Versen eine außerordentlich reiche Vision der Göttin als lebendige Bewusstseinskraft. Sie erscheint als Prakāśa und Vimarśa, als Mātṛkā und Mantra-Kraft, als die vier Ebenen der Sprache, als Khecarī, Bhūcarī, Dikcarī und Gocarī, als Kuṇḍalinī, als Kālī, als das Pīṭha des Bewusstseins und als jene Kraft, in der Schöpfung, Erhaltung und Auflösung stattfinden.

Doch hinter dieser Vielfalt steht immer wieder dieselbe Einsicht: Die Göttin ist nicht bloß eine einzelne Gestalt innerhalb des Universums. Sie ist die Kraft, durch die überhaupt etwas erscheinen, erkannt, erinnert, benannt und wieder in die Einheit zurückgenommen werden kann.

Die Cidgaganacandrikā entfaltet die Göttin als Mātṛkā, Laut, Bindu, Nāda und schöpferische Bewusstseinskraft.

Mondlicht im Himmel des Bewusstseins
Das Bild des Mondlichts ist für den ganzen Text treffend. Bewusstsein wird als grenzenloser Raum vorgestellt. In diesem Raum erscheint Śakti nicht als etwas von Śiva Getrenntes, sondern als seine Leuchtkraft, sein Sich-selbst-Erkennen und sein schöpferischer Vimarśa.

Der Text verbindet dabei philosophische Nichtdualität mit einer komplexen tantrischen Symbolwelt. Buchstaben, Mantras, Cakras, Pīṭhas, Sonne, Mond, Feuer, Bindu und Nāda werden nicht als voneinander isolierte Dinge behandelt. Sie sind verschiedene Bewegungen derselben Cit-Śakti.

Prakasha und Vimarsha
Eine Schlüsselidee ist die Einheit von Prakāśa, dem reinen Licht des Bewusstseins, und Vimarśa, seinem Vermögen, sich selbst und die Welt zu erkennen. Ohne Vimarśa bliebe Prakāśa ein abstraktes Licht; durch Śakti wird dieses Licht lebendig, selbstbewusst und schöpferisch.

So kann die Göttin zugleich die Welt hervorbringen und sie wieder verschlingen. Sie ist die Kraft der Wahrnehmung und zugleich diejenige, die Seher, Gesehenes und Sehen wieder in Samarasya zusammenführt.

Die vier Ebenen der Sprache
Die Cidgaganacandrikā spricht wiederholt von Parā, Paśyantī, Madhyamā und Vaikharī. Sprache beginnt nicht erst mit dem gesprochenen Wort. Sie steigt aus einem ungeteilten Bewusstseinsimpuls hervor, wird zu innerem Klang, mentaler Form und schließlich artikulierter Sprache.

Der Text verbindet den Aufstieg der Śakti mit Bindu, Nāda, dem inneren Raum und den höchsten Ebenen des Bewusstseins.

Samarasya – der eine Geschmack
Immer wieder kehrt der Text zum Begriff Samarasya zurück. Sonne und Mond, Erkenner und Erkanntes, Bhoga und Bhoktṛ, Innen und Außen, Śiva und Śakti werden nicht einfach ausgelöscht. Ihre scheinbare Gegensätzlichkeit wird in einem tieferen „einen Geschmack“ erkannt.

Dies macht die Cidgaganacandrikā zu einem besonders eindrucksvollen Text für Aspiranten, die Tantra nicht nur als Ritual, sondern als Weg zur nichtdualen Erkenntnis verstehen möchten.

Vollständiger deutscher Text

Hinweis zur Übersetzung
Die folgende Fassung übersetzt alle 312 Verse des eigentlichen Werkes vollständig. Wo die Sanskritvorlage sprachlich oder textkritisch schwierig ist, wird der sicher erkennbare Sinn wiedergegeben; unsichere Stellen werden nicht durch frei erfundene Rekonstruktionen ersetzt.


Die folgende Übersetzung umfasst alle 312 Verse des eigentlichen Werkes. An einzelnen Stellen ist die Sanskritvorlage sprachlich oder textkritisch schwierig; dort wird der sicher erkennbare Sinn wiedergegeben, ohne eine nicht belegte Lesart zu erfinden.

Vers 1
Möge Gaṇeśa, aus Śakti geboren, dessen Gestalt der ursprüngliche Spanda ist, dessen Rüssel dem Oṃ gleicht und dessen Bewusstsein als Handlung wirkt, alles Unheil besänftigen; wie der Vollmond über dem Milchozean erstrahlt er im unbewegten Raum des Bewusstseins, erfüllt von Nāda, Bindu und leuchtenden Wellen.

Vers 2
Möge Īśa, dessen Sein sich als grob, subtil und höchst offenbart und dessen leuchtende Gestalt von Vimarśa und Kriyā durchdrungen ist, die dunkle Bewegung des Geistes vertreiben und den rechten Weg erhellen.

Vers 3
Diese freudvolle Hymne, aus dem Mond Kālidāsas hervorgegangen und „Cidgaganacandrikā“ – Mondlicht am Himmel des Bewusstseins – genannt, möge den Waldbrand des Saṃsāra für euch stillen.

Vers 4
Wenn der Geist Śiva beständig mit dem Auge des Bewusstseins schauen, das wahre Sein in der Überlieferung erkennen und Fülle erlangen will, dann möge er sich dieser Hymne nähern.

Vers 5
Ich verehre Śiva im geheimen Raum des Herzens, jenseits der gewöhnlichen Tätigkeit des Sehens und Handelns; er schenkt Gleichheit und löst die Trennung zwischen den scheinbar Getrennten auf.

Vers 6
Ich nehme Zuflucht zu den beiden Śivas – Śiva und Śakti –, deren Vereinigung sich als höchste Sprache und als leuchtendes Selbst offenbart und die gemeinsam die Eltern der sechs Wege sind.

Vers 7
O Göttin, ich verehre deutlich den Rudra-Berg, der vom Blick Śaktis umfangen ist, den Ozean vollkommener Leuchtkraft aufwühlt und die Nektarkalā der Darbringung trägt.

Vers 8
Was vergangen ist, gegenwärtig ist und zukünftig sein wird, erscheint als verschiedenes Handeln; doch ich verneige mich im Herzensraum vor jenem einen tieferen Ich-Sein, das all dies trägt.

Vers 9
Wir verehren die großen Seher, allen voran Patañjali, die den Geist auf Īśvara richteten, das wahre Selbst und die Wohnstätte des Universums, in dessen Fülle Puruṣatā erscheint.

Vers 10
Ich nehme stets Zuflucht zum Strahlennetz der Khecarī-Kräfte, dem Körper der Raum-Śakti, in dem das Universum durch das Leuchten von Śambhu und Śakti zur Erscheinung strebt.

Vers 11
O Ambikā, Herrin aller Tattvas, ich verneige mich vor dir, durch deren vollkommene, leuchtende Gegenwart das ungeteilte göttliche Tattva inmitten der gegliederten Wirklichkeit erkannt wird.

Vers 12
Jener, der als Īśvara auf dem Gipfel des Seins gegenwärtig ist, ist wie der Kailāsa; o Mutter, du wohnst täglich in ihm als seine lebendige, leuchtende Kraft.

Vers 13
Ich verneige mich vor dem formlosen Sein, das Vorstellung und Sinne überschreitet, sich äußerer Objektfixierung entzieht und im Zwischenraum von Sein und Nichtsein gegenwärtig ist.

Vers 14
O Mutter, was immer erscheint, erscheint als eben dieses Selbst, ohne die Freiheit und den nichtdualen Ursprung zu verlassen; ich verehre dein zeitloses Wort, das die Śruti Brahman oder Sat nennt.

Vers 15
Was durch besondere Bestimmungen von Raum und Zeit, Person, Gattung und Körper gegliedert erscheint, o Bhavānī, ist deine äußere Entfaltung.

Vers 16
O Mutter, Sattva ist die klare, gnadenvolle Gestalt des Bejahten; Tamas gehört zum Verneinten, und Rajas erscheint als die vermittelnde Form zwischen Sein und Nichtsein.

Vers 17
Das eine Tamas wird hier mit Erde, das andere Sattva mit Licht verbunden; aus ihrer Mischung entsteht Rajas – so gehen die drei Guṇas aus deiner Kraft hervor.

Vers 18
O Ambikā, du bist die unvergängliche Herrschaftskraft deines Gemahls Īśvara; sein Wissen, seine reine Handlung und seine Freiheit von Anhaftung finden ihre Vollendung in dir.

Vers 19
O Mutter, das im Herzen durch Vidyā geschaute Licht und die schwerere, rauchartige Verdunkelung sind zwei deiner Ausdrucksweisen, Sattva und Tamas.

Vers 20
O Caṇḍikā, du stehst im Blick Rudras und siehst das Entstehende; so bestätigst und übersteigst du zugleich die beiden Lehrerwege von Sāṃkhya und Yoga.

Vers 21
Wenn du die Welt in Licht tauchst, o Śive, erscheinst du wie der Vollmond; wenn du die Fülle verhüllst, erscheinst du wie die dunkle Neumondnacht.

Vers 22
O Kālī, du stehst jenseits der Abstufung zwischen Fülle und Verminderung und verschlingst die Zeit, die den Schein von Reihenfolge und Trennung hervorbringt.

Vers 23
Die unterscheidende Vorstellung von Erkennendem und Erkanntem, die als Mittel der Erkenntnis aus dir hervorgeht, kann dein makelloses Wesen nicht beflecken; wer dies erkennt, wie sollte der nicht frei sein?

Vers 24
Du bist zugleich Krama und Akrama, Folge und Folgenlosigkeit, und Vimarśa beider; in deiner Mitte steht der zeitlose Śiva, und darin offenbart sich das wahre Kula.

Vers 25
O Mutter, Māyā erzeugt die Unterscheidung zwischen Erkenner und Erkanntem und entfaltet schrittweise ihre Glieder; vernichte in mir die atomare Begrenztheit, die nach äußerem Schutz verlangt.

Vers 26
Das Karma, das aus vielfältigen Vāsanās besteht und mit der Māyā die Begrenztheit erzeugt, wird durch deine Bewegungen aufgelöst wie Dunkelheit durch die Strahlen der Sonne.

Vers 27
O Mutter, durch die geheime, umgekehrte Caryā wird selbst das sinnlich Wahrgenommene in Bewusstsein verwandelt; so wird deine alles Duale in Samarasya verschlingende Gestalt erfahren.

Vers 28
Die Kräfte, die als Erkenntnis- und Handlungsorgane in deinem Bewusstseinsraum wandern, breiten die äußere Welt aus; du selbst stehst auf dem darüber hinausführenden Weg.

Vers 29
O Herrin, du entfaltest dich siebenfach aus dem Raum des Bewusstseins; wer sich dir anvertraut, wird über Dualität hinaus in den nichtdualen Śiva geführt.

Vers 30
Die höchste Sprache ruht im Erkennenden als Gestalt des inneren Vimarśa und erscheint dreifach; wie könnte die bloße Vaikharī-Sprache dich vollständig aussprechen, o Mutter?

Vers 31
Die drei Formen der Sprache, als Nāda, Bindu und Schriftgestalt, sind Tropfen des höheren Vimarśa und wirken in den Bereichen von Auflösung, Erhaltung und Schöpfung unterhalb deiner höchsten Ebene.

Vers 32
O Ambikā, zeige mir Śiva in jenem höchsten Raum über dem Gipfel, wo zwischen Mond und Sonne des Sehens und Handelns das innere Feuer wie Nektar wandert.

Vers 33
Vaikharī und die beiden höheren Sprachformen werden als dreifaches Wort verstanden, verbunden mit Erkanntem, Erkenntnis und Handelndem; ihre vielen Gestalten tragen Entstehung, Bestand und Auflösung.

Vers 34
O Kuleśī, dein göttlicher Leib ist die unsichtbare Gestalt des Universums und der Ort deiner Ruhe; wenn du darin aufsteigst, beginnt die fünffache Strömung der Schöpfung.

Vers 35
O Ambikā, deine höchste Śakti bewegt sich in dir wie Wellen im Ozean; in ihr erscheinen die fünf Gegenstandsbereiche in vielfachen subtilen Formen.

Vers 36
O Dreiwegige, dein leuchtendes Antlitz ist das Heer der Śaktis; es entfaltet sich in zwölf Stufen und in Gruppen von vier als Ordnung der Welt.

Vers 37
Die drei Augen von Erkenntnis, Erkanntem und Maß erscheinen als Mond, Sonne und Feuer; die gegliederten Vokale sind gleichsam Tropfen deiner Kraft, o Ambikā.

Vers 38
O Śivātmikā, aus deinem Zustand steigt der Laut hervor, der als Vokal die nichtduale Bewusstseinserscheinung in subjektiver Reflexion ausdrückt und sowohl geschlagenen wie ungeschlagenen Klang überragt.

Vers 39
O Mutter, der äußere Vaikharī-Laut entsteht durch Ort, Organ und Anstrengung und ist „geschlagen“; der innere mentale Laut ist ungeschlagen und weist auf deine höhere Gestalt.

Vers 40
O Śive, die leuchtenden Kalās – frei von bestimmten Begrenzungen von Schöpfung und Bindu – sind die Kalās des Mondes; sie sind Yoni-Kräfte, welche die jeweiligen Bīja-Laute tragen.

Vers 41
O Mutter, durch die Ordnung von Bīja und Yoni gegliedert wird Mātṛkā zur schöpferischen Mutter; deine höchste Śakti siegt als reine Kriyā-Kraft.

Vers 42
Bindu ist akṣara- und handlungsförmig, Nāda ist die Ursache seiner gewünschten Gestalt und Buddhi ordnet ihn; o Höchste, du bist die Natur dieser Dreiheit.

Vers 43
Der erste Impuls, Udyama, ist die ursprüngliche Welle des wellenlosen Ozeans des Śiva-Bewusstseins; noch vor der Erfassung des Unbewussten steigt deine große Gestalt im Raum auf.

Vers 44
Diese ausgedehnte Eṣaṇā nimmt Khecarī-Charakter an, folgt dem Kreis der Sinne und gelangt schließlich selbst in den Bereich des Erfassbaren.

Vers 45
O Mutter, das Viererfeld von Khecarī und den folgenden Śaktis ist deine gegliederte äußere Gestalt; dein ungeteilter Zustand verschlingt dagegen die Trennung von Zweiheit und Nicht-Zweiheit und liegt jenseits des ausgesprochenen Wortes.

Vers 46
O Mutter, als fünffache Bewegung tritt Śakti aus dem Kula hervor; aus dem Akula-Śiva hervorgegangen kehrst du am Ende wieder in eben diesen Ruhegrund zurück.

Vers 47
Deine fünf Bewegungen werden als fünf Element- und Guṇa-Funktionen erkannt; je nach Blickwinkel heißen sie Siddha oder Śakti.

Vers 48
Wer deine Gestalt als Unmanī erkennt, übersteigt das fünffache Feld von Brahmā und den anderen Siddhas sowie von Bhāratī und den anderen Śaktis und siegt auf dem Siddha-Weg.

Vers 49
Was du erleuchtest, wird geschaffen; das Objekt erscheint als Träger von Dharma und Dharmin. Eben deine Beleuchtung nimmt jeweils dessen Form an und wird zur Schöpfung.

Vers 50
Da du selbst Bewusstseinsgestalt bist, ist Cittatā nichts von dir Getrenntes. Wie könnte am Rand der Schöpfung ein Bewusstsein bestehen, wenn kein Gegenstandsbereich da wäre, auf den es sich richtet?

Vers 51
Wenn allein du der Ursprung aller Vāsanās und ihrer Vielfalt bist, o Mutter, dann trägst du die Welt der Śakti und gebierst sowohl mentale wie sinnliche Gegenstände.

Vers 52
Durch dich erscheint diese Welt zu allen Zeiten: innerlich im Spiegel der Buddhi, äußerlich in der gegenwärtigen Wahrnehmung durch die Sinne.

Vers 53
Solange der Puruṣa in der siebten Ruhe aller Zustände steht, bleibt doch die Differenzierung des nichtdualen Vimarśa als zeitübergreifende Reflexion wirksam.

Vers 54
Was durch unterscheidende Guṇas schrittweise ausgesondert wird, gilt als träge; doch jene spontane, formlos-formende Bewusstseinsgestalt, die von selbst aufleuchtet, bist du.

Vers 55
Die Welt erscheint natürlicherweise als träge, insofern sie in Unterschieden aufscheint; du aber bist die Kraft, welche diese Trägheit durchbricht und den Gegenstandsbereich unmittelbar erhellt.

Vers 56
Das Bewusstsein „dies ist die Welt“ und „ich bin“ steht jenseits bloßer Namen und Formen; du selbst bist nicht ein erleuchtetes Objekt, sondern die Leuchtkraft des Herrschers selbst.

Vers 57
Die Welt erscheint unaussprechlich, gestützt auf das leere Juwel des Individuums; aus der Perspektive der höheren Auflösung im Bewusstsein ist sie jedoch nicht letztlich so getrennt.

Vers 58
Das stützenlose, friedvolle Wort ist die einzige Wohnstätte der Śakti-Welt; darin wird die Welt wie in reinigender Flamme in dein Licht eingetaucht.

Vers 59
Die Menge der Gegenstände, die durch die Ausstrahlung von Siddha-Śaktis erscheint, wird von dir dem erkennenden Subjekt zugewandt und erhält so ihre Erfahrbarkeit.

Vers 60
Sehen in der Offenbarung der Welt, Erkennertum im Vollzug der Gewissheit und Ergreifen im bestimmten Gegenstand – all dies wird durch deine Bewegungen getragen.

Vers 61
Das Ich, das sich auf den Bereich von Sein und Nichtsein stützt und aus Buddhi, Manas, Sinnen und Ichgefühl besteht, erscheint dreizehnfach; auch diese Selbstständigkeit ist nur ein Teil von dir.

Vers 62
Der höchste Puruṣa, dessen Gestalt die Freude an den verschiedenen erfahrbaren Gegenständen ist, erscheint im Bewusstseinsraum durch Hingabe der Welt als in deine Saṃhṛti eingegangen.

Vers 63
Die achtfache Stadt des feinstofflichen Wesens erscheint subtil; ihre Japa- und Vāsanā-bezogenen Bewegungen liegen im gebundenen Wesen in deinem Schoß.

Vers 64
Zwischen den beiden Körpern von Schöpfung und Verhüllung, die als Essbares und Esser erscheinen, setzt du, o Śive, dieses Ich aus Buddhi, Manas und Sinnesgestalt ein.

Vers 65
Aus Färbung und Naturfärbung entstehen die rajasischen Bezeichnungen; du setzt sechs verschiedene antreibende Kräfte wie Söhne zwischen Erkenntnis und Handlung ein.

Vers 66
Der aufwärtsströmende Prāṇa-Sonne, durch Bindu gekennzeichnet und mit zwölf Bewusstseinskalās versehen, gehört zum Guru-Krama; du bist dort als Lichtgestalt das Siddha-Maṇḍala.

Vers 67
Der abwärtsströmende Apāna-Mond ist der Bereich des Genießbaren; seine sechzehn Kalās machst du im Guru-Krama zu Gestalten des Ānanda-Cakra.

Vers 68
Solange die Kalās von Sonne und Mond aufsteigen, entstehen Tag und Nacht; durch dich werden ihre offene und verborgene Gestalt hervorgebracht.

Vers 69
Durch die Mischung der Kalās von Sonne und Mond entsteht Samarasya; darin liegt deine Gestalt, in der Bindu und Nāda, Erkanntes und Erkenner, ineinander ruhen.

Vers 70
Du lässt Sonne und Mond vom Feuer der Auflösung verschlingen und offenbarst im Bereich des Prāṇa die siebzehnfache Gestalt innerhalb der Guru-Überlieferung.

Vers 71
Die von dir erweckten Erkenntniskräfte durchziehen die Bereiche von Schöpfung, Erhaltung und Auflösung und tragen in den drei Zuständen vom Schlaf an das Turīya-Bewusstsein.

Vers 72
Wo das Kula aus Erkanntem, Erkenner und Erkenntnis am Ende zur Ruhe kommt, dort liegt dein Turīya-Zustand, den die Großen als unaussprechlich bezeichnen.

Vers 73
Durch verschiedene Formen von Caryā, Laut, Opfer und Mudrā wird deine Verehrung vollzogen; dadurch entfaltet sich deine Überlieferung in deutlich erkennbarer Reihenfolge.

Vers 74
O Maṅgalā, in den vier Ebenen der Sprache bist du jene Parā, die in den Gestalten aufleuchtet; als Licht- und Glückskraft im Vṛnda-Cakra wirst du in Nāda, Bindu und Schriftgestalt verehrt.

Vers 75
Wer deine ursprüngliche Bewusstseinsentfaltung als Grundlage nimmt und den unvergänglichen Śiva verehrt, wird aus dem Śakti-Cakra geboren und schließlich befreit.

Vers 76
O Mutter, wenn Śiva durch deine sich offenbarende Śakti-Gestalt in Samarasya eintritt, steigt daraus mächtige Vīrya-Kraft auf; das ist das große Pīṭha, das aus dir hervorgeht.

Vers 77
Die unvergängliche Sphuraṇa-Śakti in Śiva durchdringt die fünf Elemente von Erde an; sie wird zur höchsten Vīrya-Kraft, und du bist die Mutter des Pīṭha-Cakra.

Vers 78
Du bist das eine Wesen aller Pīṭha-Cakras und allgegenwärtig; die beständig erwachenden Siddhas erkennen dich als ungehinderten Aufstieg.

Vers 79
Durch verschiedene Lautbewegungen erhält die Schar der Buchstaben ihre Kraft; du bist ihre höchste dreifache Lichtquelle und als Citkalā der Weg der Varṇa-Śakti.

Vers 80
Die Kalā, die als Feuer, Sonne und Mond erscheint und sich im Raum des Anāhata ausbreitet, wird von den Pīṭhas an verehrt und offenbart sich als deine eigene Gestalt.

Vers 81
O Umā, im stützenlosen, ungehinderten Aufgang entfaltet sich aus deinem unaussprechlichen Licht ein sechzehnfacher Mantra-Sitz.

Vers 82
Du bist das Śmaśāna im Herzen des Vīra: ewig leuchtend, alles verschlingend, schwer anzuschauen; dort wird Karavīra verehrt, wenn die Bewegungen des Geistes zur Ruhe gekommen sind.

Vers 83
Der Kṣetrapāla wird im stützenlosen Raum als machtvolle Kraft der Weltauflösung erkannt; er erfreut sich an deinem ohne Upādhi aufleuchtenden Vimarśa.

Vers 84
Von Khecarī bis Śākinī erstreckt sich dein Guru-Krama; das ganze Cakra, das von der Schöpfung bis zum Unaussprechlichen reicht, geht aus dir hervor.

Vers 85
Wo die beiden Ströme in ewiger Samarasya aufleuchten, dort entfaltet sich dein innerster Wohnort in beständigem Ānanda.

Vers 86
Der Geist, der Genießbares und Genießer verschlingt, wird als fünffach strömendes Dunkel beschrieben; wo er in dein stützenloses Wort eingeht, wird daraus ein fortwährendes Opferfest.

Vers 87
Du trägst alle Welten und wohnst im Herzen von Sattva, Rajas und den anderen Kräften; fünffach strömst du ewig wie ein Siddha-Fluss, von Siddhas verehrt.

Vers 88
Deine fünffache Ausbreitung zieht dem Weg durch den Raum voraus; als aus dem Mund des Gurus hervorbrechende Bewusstseinsgestalt durchdringt sie die Welt.

Vers 89
O Śive, du ahmst den ursprünglichen Spanda nach und steigst aus dem stützenlosen Weg hervor; im leeren Raum wohnend entfaltest du den schon zuvor gesetzten Klang.

Vers 90
O Ambikā, zuerst leuchtest du als Khecarī auf, erfüllt vom Wunder des Bewusstseins; durch die selbstströmende Leuchtkraft entsteht das Erfassen der Form.

Vers 91
Als Bhūcarī steigst du in die Vielheit der Gegenstände hinab und trittst dem Erfassen der Berührung entgegen, ohne deine ursprüngliche Freiheit aufzugeben.

Vers 92
Indem du den Blick nach innen ziehst und die Welt als Nahrung in dir aufnimmst, wirst du durch das Tor der Auflösung zur Dikcarī, die auf den Geschmack der Essenz gerichtet ist.

Vers 93
Vom Mund des Citta her gegründet, trägst du deine stützenlose Eigenform; als Gocarī lässt du nach außen die raudra Kraft aufsteigen und nimmst den Duft in dich auf.

Vers 94
Deine Kalā besteigt die Brahman-Gestalt und den fünffachen Strom; in Samarasya geeint leuchtet sie ewig im Siddha-Maṇḍala.

Vers 95
Sonne, Mond, Feuer, Kuṇḍalī und Bindu sind durch einen Faden von oben und unten verbunden; die Rudra-Śakti Kālakarṣiṇī zeigt darin deine fünffache Bewegung.

Vers 96
Über Ghoṣa und die feurige Spitze hinaus liegen Bindu und Nāda; durch fünf Kalās wird sogar Oṃ zu deiner Gnadenform gestaltet.

Vers 97
Mond, Śūla, Vṛṣa, Ṭaṅka, Mātṛkā und Kāla-Bīja bilden die fünf Ebenen; durch Auflösung und Verbindung wird darin dein bewusstseinsförmiger Aufgang gezeigt.

Vers 98
Der Vers verbindet Atem, Flamme, Nektar und Schöpfungsnacht miteinander; seine dichterisch-technische Bildsprache beschreibt verschiedene Korrespondenzen deiner inneren Stellung.

Vers 99
Raum, Wind, Flamme, Wasser und die Opfer-Sonne erscheinen durch dich in ihrer jeweiligen Schöpfungsform; auch die metrische Ordnung spiegelt diese Struktur.

Vers 100
Als Bhūcarī trägst du die Ordnung von Daṇḍa und Muṇḍa; wenn die Wellen von Genießer und Genießbarem verschwinden, steigst du in den Geschmack des Samarasya auf.

Vers 101
Der im Anāhata gegründete Laut steigt über die obere Grenze und ruht im dreieckigen Wurzelraum; dort bewegst du dich fünffach zwischen Raum und Feuer.

Vers 102
O Mutter, du durchdringst den Körper der fünf Buchstabengruppen und bist selbst das fünffache Lager; wie ein Laut ohne äußere Bewegung leuchtest du als fünffache Samarasya-Kraft.

Vers 103
O Mutter, du wirst als große Leere bezeichnet, weil du im Raum ewig aufleuchtest; als linke Gestalt entlässt du den göttlichen, unfehlbaren Impuls und überschreitest Berührung.

Vers 104
O Śive, im höchsten Raum wird dieselbe reine Bewusstseinskraft zu Citta; durch den höchsten Spanda erstrahlt sie als Khecarī und macht den Verehrer selbst zum Khecara.

Vers 105
Wenn du dich aus dem zeitlosen Zustand heraus entfaltest und die beiden Welten hervorbringst, heißt deine bewegte Gestalt Bhūcarī.

Vers 106
Deine eigene Gestalt ist Sphuraṇa-Śakti und nimmt augenblicklich die Form der jeweiligen Gegenstände an; kehrt sie zu ihrem eigenen Ursprung zurück und zieht alles ein, bist du Dikcarī.

Vers 107
Nach innen gewandt, hebt sie die Trennung auf und führt die drei Ebenen in einen Geschmack zurück; wenn sie ihren eigenen Krama verschlingt, erscheint sie als Gocarī im höchsten Raum.

Vers 108
Wenn eine deiner fünf Bewegungen spontan aufleuchtet, o Göttin, steigen sogleich alle anderen in denselben Samarasya-Zustand auf.

Vers 109
Als stützenlose Khecarī breitest du dich im Raum aus; als Dikcarī legst du dein eigenes Vermögen in die Entfaltung des Nāda.

Vers 110
O Mutter, deine Bewegung nimmt die Gestalt sechzehnfacher Strahlen und Nādas an; auf der Bindu-Ebene gegründet, offenbart sie als Bhūcarī den Reichtum des Ānanda-Cakra.

Vers 111
Als Dikcarī gehst du aus dem Bindu-Sonnenlicht hervor; indem du die fünf Gegenstands-Lotusse verschlingst, führst du Bhūcarī in Ungeteiltheit.

Vers 112
Die zehnfache Feuergestalt mit ihren sieben Flammen verschlingt alles; auf dem Mūrti-Cakra steigend gehst du als Dikcarī in die höchste nichtduale Sprache ein.

Vers 113
Durch deine eigene Entfaltung erhebst du den Geist und erreichst den inneren Raum; dort ergreifst du den höchsten Bewusstseinszustand und erscheinst als Maṅgalā, jenseits der dargebrachten Begrenzungen.

Vers 114
Du bist die Kraft, die über Bhāvanā und alle begriffliche Konstruktion hinausgeht; am höchsten Pīṭha wirst du als die fünfgesichtige Macht verehrt.

Vers 115
Als leuchtende Bindu-Nāda-Mond-Pīṭha-Gestalt und als Feuerflammenkraft bist du Maṅgalā, die den höchsten Raum verkörpert und über die drei Ebenen der Sprache hinausgeht.

Vers 116
O Śive, deine Bewusstseinskraft wohnt in sechzehn Bereichen und entfaltet unablässig ihre eigene Macht; aus dem stützenlosen Zustand sendest du stets die Strahlen der Erkenntnis aus.

Vers 117
O Mutter, deine Kräfte wirken innen wie außen; selbst die beiden Körperformen führst du schließlich in den Raum des Bewusstseins zurück.

Vers 118
Das von Prakṛti bis zu den Tattvas reichende Feld mit Erde als unterster Ebene soll wieder eingezogen werden; als Krodhanī erhebst du dazu deine Mantra-Gestalt.

Vers 119
O Göttin, der Körper aus Ursache und Wirkung ist von den drei Śaktis und Guṇas durchzogen; du führst seine machtvolle mantrische Energie wieder in den Ursprung zurück.

Vers 120
Die sechs Knoten werden durch jene unbedeckte Bewusstseinskraft getragen; als Bhairavī durchdringst und zerbrichst du die vielfach erscheinende Welt.

Vers 121
Mit den Strahlen, die die Bīja-Vāsanās der achtfachen Stadt zur Auflösung führen, verschlingst du die gegliederten Formen und wirst zur alles verzehrenden Mutter.

Vers 122
Du führst die Entfaltung von Parā bis Vaikharī wieder in die Auflösung und wohnst im unverhüllten Haus Śambhus; so bist du Khecarī, die Bewusstsein entfaltet.

Vers 123
Wie ein Blitz steigt Kuṇḍalī auf und verschlingt die Bereiche von Feuer, Sonne und Mond; auf dem mittleren Weg gelangst du durch Bindu in die Śāmbhava-Ebene und wirst Khecarī.

Vers 124
Die von dir erschaffenen Tattva-Kreise sind in dir versiegelt und entfalten sich in deinem eigenen Schoß; durch die fünf Glieder des Vṛnda-Cakra schenkst du yogische Herrlichkeit.

Vers 125
Dein Jñāna erscheint durch differenzierte Vokale; durch die Konsonanten und ihre Verbindungen entfaltet sich das Doppel von Mantra und Śakti.

Vers 126
Bindu-Cakra, Mond, Kuṇḍalī und Flamme bilden vier Gestalten im Raum; durch deine Śakti wird Śambhu differenziert und die Vielzahl der Kräfte entfaltet.

Vers 127
Die zahlreichen Lichtkräfte, die aus deinem eigenen Körper von Anfang bis Ende hervorgehen, ruhen im Schoß der Khecarī und werden durch dich in höchster Nichttrennung geeint.

Vers 128
In den Strahlen der Erkenntnis wirkt Raudrī, in den Mantra-Strahlen Vāmā, in den Yoga-Strahlen Ambikā und in den Śakti-Strahlen Jyeṣṭhā.

Vers 129
Durch die vier ungetrennten Kalās leuchtet der Laut in den Strahlen Śambhus; du bist diese Stellung und trägst die Vorrangstellung der differenzierten Buchstaben.

Vers 130
Deine Kräfte steigen stets zugleich auf und lösen alle begrifflichen Trennungen; als ein einziger Leib breitest du deine großen Bewusstseinsstrahlen aus.

Vers 131
Wachen und die übrigen Zustände sind Bewegungen von Entfaltung und Erfahrung; selbst Turīya wird schließlich in dir aufgelöst, denn du bist die leuchtende Gestalt, die alles durchdringt.

Vers 132
Jener ursprüngliche Vimarśa, der frei von Vikalpa in den Kreis der Sinne steigt, wird zur Erkenntnisgestalt, in der die Gegenstände getragen sind.

Vers 133
Der innere Vimarśa, der als „dies ist so“ aufsteigt, ist dein Mantra im Vṛnda-Cakra; auf ihn richtet sich deine Handlungskraft.

Vers 134
O Mutter, deine verbindende Kraft lässt aus der Berührung von Genießendem und Genossenem reine Freude hervorbrechen und bewegt alle Sinneskräfte.

Vers 135
Wenn nur reine Erkenntnis bleibt und die Vāsanās abgelegt sind, steigst du in Nirvikalpa auf; durch Samarasya begründest du den ewigen Aufgang und ruhst als Śakti in Īśvara.

Vers 136
O Mutter, du gehst in den großen, leeren Raum ein, der das stützenlose Spanda-Bīja trägt; in einem Augenblick löst du dich als Citta auf und wirst dort zur Strahlengestalt Śambhus.

Vers 137
O Mutter, Erkenntnis ist deine Welle im Ozean des friedvollen, erfüllten Bewusstseins; dein Vimarśa zerstört die daran haftenden Stufen und erhebt sich über die hundert Formen.

Vers 138
Du steigst in die dichte Essenz des Śiva-Bewusstseins ein und erscheinst als leuchtende Kraft in Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde, sich von Śambhu her entfaltend.

Vers 139
Deine fünf göttlichen Kula-Bīja-Gestalten entstehen aus dem Feuer deines ausgebreiteten Vimarśa und führen zum Raum des Śiva-Bewusstseins.

Vers 140
Dieses fünffache Cakra entfaltet sich mit dem wahren Ergebnis der nirvikalpa Śiva-Erkenntnis; der Baum der fünf Kramas verliert in deinen Strahlen seine getrennte Macht.

Vers 141
O Mutter, dein Bīja entfaltet sich fünffach in der Ordnung der Gottheiten; dieses Licht gewährt Siddhi und gelangt in den innersten Cakra-Bereich.

Vers 142
Im Bereich Śambhus erscheinst du als Ambareśvarī, im Bereich der Śakti als Khecarī, im Yoga-Bereich als Bhūcarī und im Mantra-Bereich als Dikcarī.

Vers 143
Als fünfte Kraft steigst du rasch in der raudra Ordnung auf; im Bereich des Wissens bist du Gocarī, doch in deinem stützenlosen Zustand gibt es überhaupt keinen Krama.

Vers 144
Von Jñāna bis zur fünften Ebene leuchtest du als Gestalt des höchsten Bewusstseinsraums, schwanger mit der fünffach strömenden Śakti und alle Entfaltung verschlingend.

Vers 145
Du bist der ununterbrochene Raum des Bewusstseins; wie die Grenze eines Ozeans des Mitgefühls bringst du alle Ströme der Saṃvid augenblicklich zur stützenlosen Fülle.

Vers 146
Dieses Cakra wird fünffach als dein Vermögen sichtbar; doch es fällt niemals aus deinem unaussprechlichen, weltverschlingenden Bewusstseinszustand heraus.

Vers 147
Ort, Mudrā, stützenlose Saṃvid und die begrenzte Kalā des Aṇu – all dies gehört in dein Vṛnda-Cakra.

Vers 148
Der ursprüngliche Bīja-Laut leuchtet aus dem Lautlosen hervor, frei von den späteren Schritten; dieser Nāda ist dein universaler Lehrer und ein Vimarśa im Bewusstsein.

Vers 149
Die Citti durchtrennt die fünf Knoten und wird durch die fünffache Buchstabenbewegung bezeichnet; deine Gestalt im höchsten Bereich ist formlos und zugleich aus fünf Yonis gebildet.

Vers 150
Durch die fünf Gruppen der Berührungslaute strukturierst du die Vielfalt der manifesten Wesen; so wird die Welt mit ihren differenzierten Erscheinungsorten gestaltet.

Vers 151
Von Anfang an entsteht durch fünf Yonis eine geordnete Entfaltung; das Zeitlose wird durch deine Grundlage zum geordneten Krama und erscheint als Schöpfung.

Vers 152
Die ursprüngliche Yoni ist zeitlos und gilt den Weisen als deine Yoga-Gestalt; darüber hinaus liegt die große Yoni als dein eigenes Offenbarwerden.

Vers 153
Danach wird die Śaṅkha-Yoni genannt und eine weitere deiner Bewegungen; die Padma-Yoni entfaltet sich wiederum als Spiel der Zeitgestalt.

Vers 154
O Kālī, im wellenlosen Ozean deiner alles Unterschiedene verschlingenden Gegenwart ist die Divya-Yoni deine eigene Gestalt; darüber hinaus liegt dein ursprungsloser Aufgang.

Vers 155
Die fünf Yonis, die auf der Ebene der Berührungslaute erscheinen, tragen das Maṇḍala der Schöpfung und sind zugleich Gestalten deiner eigenen universalen Form.

Vers 156
Die vier Zustände vom Wachen an werden in der nichtdualen Öffnung der Mātṛkā umfasst; jenseits von Zweiheit und Nicht-Zweiheit liegt dein Siddha-Maṇḍala.

Vers 157
Die Weltordnung, die in den vier Lauten des Herz-Kuṇḍa von der Manifestation an erscheint, wird von deinem mächtigen Herabstieg behütet.

Vers 158
Wer das unvergängliche Spanda-Wesen als Haṃsa in der Berührungslosigkeit erkennt und den dreifachen Weg überschreitet, erlangt die Freiheit des Khecara.

Vers 159
O Mutter, der erste intuitive Udyama ist nichtdual und trägt die Freude an der bunten Weltschöpfung; indem er die Bewegung der Schildkröte annimmt, tritt er in deinen Weg ein.

Vers 160
O Umā, dieser höchste Aufgang erscheint als Meṣa und trägt durch seine eigene Freiheit die machtvolle Gestalt; im Glanz des ewigen Turīya findet er seine Stellung in deinem Bereich.

Vers 161
In meinem stützenlosen Zustand, frei von Vorstellungen äußerer Siddhi, sollen die Ströme des Bewusstseins wohnen – so lautet dein ungehindertes Gebot, o Śive.

Vers 162
Im wellenlosen Ozean höchster Nichtdualität wird der Krama zurückgeführt; der Mīna führt die Welt als Nahrung in seinen Bauch und steht im machtvollen Mund des Vimarśa.

Vers 163
Dein stützenloses, formloses Vermögen ist dieser Offenbarungs-Krama; darin sammelt sich der Schwarm der Śaktis in seiner eigenen Kraft.

Vers 164
Vom Buchstabenfeld an steigt deine Ordnung auf, den bloßen Intellekt übersteigend; als Khaṇḍa-Cakra ist sie ein Rudra-gezählter Weg der Auflösung.

Vers 165
Dieser höchste Akrama ist frei von festgelegtem Erfassen und jenseits von passend und unpassend; dein Khaṇḍa-Cakra breitet sich machtvoll im Raum des wahren Weges aus.

Vers 166
Die manifeste und unmanifeste Ordnung verbirgt und durchbricht die äußere Welt; im Übergang zur Sammlung erscheint dein Anvaya-Krama als Entfaltung des großen Sinnes.

Vers 167
Das Doppel des Nāda bringt Erfasstes, Ergreifen und Ergreifer zur Ruhe; ein Rudra-gezählter Strahl deiner Kraft sucht diese Einheit zu verschlingen.

Vers 168
Was in den zehn Sinnen eingebettet und durch die Trennung des trägen Selbst verwirrt ist, wird durch deine aufleuchtende Kālakarṣiṇī-Kraft zur Auflösung geführt.

Vers 169
Der Kreis der Sinne, zwölf an Zahl, verschlingt jeweils seinen Gegenstand; im inneren Aufleuchten deines Bewusstseinswunders gelangt er in den höchsten Zustand.

Vers 170
Wenn der Strom in diesen Zustand geführt wird, steigen die Strahlen in den Turīya-Raum und erreichen Samarasya im wellenlosen höchsten Äther.

Vers 171
O Ambikā, von der ursprünglichen Schöpfung an wandert das Cakra deiner eigenen Leuchtkraft; äußerlich erscheint es als Gegenstandslicht, innerlich bleibt es auf dein Wesen gerichtet.

Vers 172
Deine Strahlen ruhen im höchsten nirvikalpa Raum und lassen alle anderen Stufen fallen; in ihrer Ausbreitung wird die äußere Welt nur zum Spiel der Fülle.

Vers 173
Deine höchste Spanda-Welle ist beweglich wie ein Blitz und doch zeitlos; sie steigt mit den drei Bewegungen auf und lässt die begriffliche Konstruktion zurück.

Vers 174
O Mutter, dort erscheint die Unterscheidung als eine gesonderte Tätigkeit im Schöpfungs-Krama; doch ihr innerer Körper ist makellos und in den vier Hauptwellen gesammelt.

Vers 175
Ein einziger unverhüllter zwölfstufiger Bewusstseinsstrom leuchtet in dir; an seinem Mund steigt die Schöpfungs-Kālī auf, grenzenlos und stützenlos.

Vers 176
Durch die Sammlung Haras erscheint dein schwer zu erblickender Leib; in natürlicher Folge und Folgenlosigkeit teilt sich der Strom deiner Bewusstseinsstrahlen scheinbar entzwei.

Vers 177
Jenseits von Manas und Unmanas, aus der vierfachen Natur des eigenen Wesens, erscheint der zwölfgliedrige Bhairava als Einheit von Krama und Akrama – diese Stellung bist du selbst.

Vers 178
Dein Turīya-Sitz nimmt die Gestalten Brahmā, Viṣṇu und Hara an; der Raum wird durch deine kramaartige Bewegung bewegt und im Cakra der Auflösung zurückgeführt.

Vers 179
Im Bindu-Schoß liegt die dreifache Kraft und steigt darüber hinaus; das Oṃ jenseits von Trennung und Ende ist selbst die Schau des höchsten Tattva.

Vers 180
Von den Sattva-geborenen Kalās bis zu den Welten des Zeitfeuers sendest du deine Strahlen aus, um die Welt zu verschlingen; in dieser Auflösung fällt die atomare Begrenzung ab.

Vers 181
Durch die Entfaltung von Buchstaben, Mantras und Wörtern entstehen Kalās, Tattvas und Welten; in dir werden sie alle in ihrem ganzen Umfang getragen.

Vers 182
O Mutter, Yogis, die den unverhüllten Weg gehen und deinen nichtdualen Vimarśa verwirklichen, verehren dich im innerlich aufgelösten Maṇḍapa der sechs Adhvas.

Vers 183
O Śive, tauche die Welt vom Mūla bis zum Dvādaśānta, in Feuer und Bewegung gegründet, in deinen Bewusstseinsbereich ein.

Vers 184
Für jene, die den unverhüllten Weg besitzen, leuchtet der höchste Raum auf, in dem selbst die Vāsanā der Trennung von Erkanntem, Erkenntnis und Erkenner verschwindet.

Vers 185
O Mutter, Auflösung der Vṛttis bedeutet nicht das Ende der Lobpreisung; beides ist in deinem eigenen Bereich gesammelt – darin zeigt sich deine Caṇḍī-Natur.

Vers 186
O Ambikā, die Śaktis, die in den Buchstaben des Bhūta-Yantra wohnen, verehren deinen Zustand mit dem Nektar der Sinnesobjekte und den Blumen ihrer eigenen Bewegungen.

Vers 187
Von Gocarī bis zur letzten Leere tauchen die sechs Bhūtas in deinen Bereich ein; in deinem eigenen Licht gewinnen die Śaktis höchste Freude und Kraft.

Vers 188
O Mutter, die zwölf Sonnenstrahlen treten in deinen Raum ein; in einem Augenblick verzehren sie die im Spiegel des Bewusstseins reflektierte Welt.

Vers 189
O Herrin, ein Bild kann ohne Spiegel nicht äußerlich bestehen; da alles in deinem Bewusstseinsraum durchdrungen ist, kann die Welt nicht wirklich außerhalb dieses Spiegelns stehen.

Vers 190
Wenn man sagt, das Äußere existiere, ist auch dieses Existieren bereits in einer bestimmten Erscheinung enthalten; ohne Erkenntnismittel kann nichts als äußerlich erwiesen werden.

Vers 191
Die innere Gewissheit „so ist es“ bildet das Ergebnis der Erscheinung; wie bei einem zugrunde gelegten Wort liegt diese dreifache Tätigkeit ungehindert in dir.

Vers 192
Durch Māyā erscheint selbst die innere Welt wie etwas Äußeres; Vergangenheit und Zukunft erscheinen ebenso innerhalb deiner Vidyā-Bewegung.

Vers 193
Du bist die Höhle, welche alle Zustände birgt, und ruhst in einer leuchtenden Gestalt; dein Gemahl wohnt in dieser Höhle, in der das ganze Rad der Lebewesen seine Stadt findet.

Vers 194
O Mutter, das durch Māyā äußerlich erleuchtete Bild wird vom Geist nachgebildet; inneres und äußeres Bild sind beide in deinem Leib gespiegelt.

Vers 195
Wie in Wasser, Feuer oder Spiegeln ein Bild in klaren Dingen erscheint, so wird die Spiegelung durch Begrenzung bestimmt; deine eigene Spiegelkraft bleibt davon ungebunden.

Vers 196
Was in Erinnerung, Traum oder Vorstellung als Bild aufleuchtet, zeigt gerade dadurch, dass die Welt in dir eingetaucht und durch dich hervorgebracht ist.

Vers 197
Ein Traumbild wird gewöhnlich unwirklich genannt; doch selbst Vorstellung kann Wirkungen tragen, wie bestimmte Bhāvanās zeigen – deshalb ist sie nicht einfach bedeutungslos.

Vers 198
O Mutter, wenn Erkenntnis zur Fülle gelangt, erscheint sie zunächst als Vorstellung „so ist dies“; der nachfolgende Vimarśa „so ist es wirklich“ führt tiefer als bloße innere Konstruktion.

Vers 199
Was in Wasser, Feuer, Sonne, Mond, Wind oder Raum getragen wird, nimmt jeweils deren Gestalt an; ebenso formt der Mensch seine Erfahrung durch die entsprechende innere Formung.

Vers 200
Wenn Vorstellung völlig unwirklich wäre, o Göttin, wie könnte Dhāraṇā Früchte tragen? Gerade ihre Wirksamkeit zeigt die Lebenskraft von Bewusstsein und Devatā.

Vers 201
Die dichterische Anspielung zeigt, dass selbst göttliche Gestalten innerhalb der Bewusstseinsordnung erscheinen und wieder verschwinden; das vermeintlich rein Äußere ist daher ebenfalls Teil deiner Offenbarung.

Vers 202
Viṣṇu kann als Hayagrīva und in anderen Gestalten erscheinen; wenn solche Formen für Verehrer wirksam werden, zeigt dies, dass auch äußere Resultate in deiner umfassenderen Bewusstseinswirklichkeit stehen.

Vers 203
O Mutter, im höchsten Akṣara-Raum wohnen alle Ṛks und Gottheiten; wer diesen Grund nicht erkennt, versteht auch die Frucht der heiligen Worte nicht vollständig.

Vers 204
Feuer, Sonne, Mond, Blitz und andere Lichter erscheinen auch im Herzen; ihre Kraft ist in jenem inneren Raum verwurzelt.

Vers 205
Was in Raum und Zeit erscheint, wird entsprechend der Verschiedenheit des Erfahrenden erlebt; Erinnerung betrachtet das Ganze erneut als vergangene Erfahrung.

Vers 206
Wenn Erfahrung im Herrscher nicht unterginge, könnte Erinnerung nicht als „jenes war so“ entstehen; Lobpreisung lebt in Erfahrung und Erinnerung, doch wo Erinnerung vergeht, bleibt unmittelbares Erleben.

Vers 207
Erinnerung lässt ein ähnliches Ding wiedererkennen, während Wahrnehmung den gegenwärtigen Gegenstand erfasst; o Śive, Sehen ist die Erscheinung des Gegenstands, Erinnerung dessen erneute Hervorbringung.

Vers 208
Vor der Erinnerung ist die Welt aus Seher, Gesehenem und Sehen in dir gesammelt; beim Aufstieg entfaltet sie sich wieder und beim Untergang schließt sie sich nach deinem Willen.

Vers 209
Erinnerung ist gleichsam das Leben des Erkennenden und macht dessen Bemühen sichtbar; auch Sehen und Erinnern nehmen durch deine verborgene Kraft immer neue Formen an.

Vers 210
O Ambikā, Sehen bringt die Welt hervor, Erinnerung stabilisiert sie; zwischen beiden ruhst du als die stützenlose Kraft jenseits ihres Dunkels.

Vers 211
Du trägst Gestalt als Schöpfung, Erhaltung und Rückzug, durch Bindu bezeichnet; jenseits davon wirst du als bewusstseinsförmig und formlos bezeichnet.

Vers 212
O Göttin, dein Vimarśa verbindet Feuer und Soma und führt mich in eine feste Bewusstseinslage jenseits von Genießer und Genossenem.

Vers 213
Die Welt wird in einer bestimmten Sicht durch beständige Kräfte geformt; im stützenlosen Zustand fällt diese Form wieder in das Unaussprechliche zurück.

Vers 214
Wenn alle Vorstellungen in deinem Zustand verblassen und in Bindu aufgehen, was bleibt dann noch an äußerer Mudrā festzuhalten?

Vers 215
Du bist jene höchste Citti, die in allen Zuständen überall aufleuchtet; als verborgen ausgesprochene, die Welt entfaltende Wahrheit nimmst du Mantra-Gestalt an.

Vers 216
O Śive, du entfachst im Inneren ein mächtiges Feuer; indem du die von der Zeit verschlungene Sonnenkraft in dir aufnimmst, lässt du Śakti erneut aufsteigen.

Vers 217
Wo Sein und Nichtsein als Gegenstände verschwinden, herrscht deine Befriedung; möge auch mein begrenzter Zeitbezug dort in dir aufgehen.

Vers 218
Zahl und Erfassen erzeugen Projektion; doch der wahre Kāla in Īśvara ist nicht schrittweise, und du bist seine alles verschlingende Kālī.

Vers 219
Im äußerlich von Wolken bedeckten Raum trägt Licht die Gestalt, Dunkelheit zu vertreiben; im durch Māyā bedeckten Bewusstseinsraum wirst du entsprechend als Kālī erkannt.

Vers 220
O Caṇḍī, als Kālī der Zeit verschlingst du die zwölfteilige Sonnenzeit und ruhst auf der Śiva-Ebene; wer dich erkennt, sieht dich jenseits aller vorgestellten Kalās.

Vers 221
Das dreifache Kula bringt eine große Leuchtkraft hervor; der ganze vorgestellte Ozean darin ist dein Feld, und du bist seine zur Handlung drängende Welle.

Vers 222
Du hältst Entfaltung und Einziehung, beide Bewegungen, in deinem Schoß; o Mutter, du bist die Welle des Śiva-Ozeans, die Projektion und Rücknahme vollzieht.

Vers 223
Das Höchste ist jenseits aller Zusatzbestimmungen, groß und allein; wenn der Gegenstandsrausch überstiegen wird, leuchtet die Freude des dichten Bewusstseins auf.

Vers 224
Wenn du im Zustand der Weltauflösung völlig in Śiva eingehst, wirst du dort ohne Teile; als Schöpfungs-Kālī wirfst du die Welt wieder nach außen und nimmst sie zugleich zurück.

Vers 225
O Śive, wenn die beiden Winde ins Gleichgewicht gebracht sind, ruhst du im Rad des Atems; jenseits von Aus- und Einströmen verschlingst du die verbleibende Bewegung.

Vers 226
Die Flamme, die aus dem inneren Feuer hervorgeht und die Kreise durchdringt, wird durch den Nektar des oberen Soma gestärkt; auch sie erkenne ich als deine äußere Erscheinung.

Vers 227
Wie der Saft im Ei des Vogels liegt die fünffache Gegenstandswelt im Inneren gestaltet; als Unmanī verschlingst du sie mitsamt den Zwischenstufen.

Vers 228
Du erreichst den Selbstzustand von allem, o Śive, grenzenlos und immer gegenwärtig; als Nimeṣa der Auflösung ziehst du die Zustände in dich ein.

Vers 229
O Śive, dreizehn Strahlen der Wahrnehmung werden durch deine freie Bewegung eingesetzt; die fünf Gegenstandsbereiche und ihre Erkenner werden von dir in verdichtete Bewusstseinsessenz überführt.

Vers 230
Mit den durch die Sinne wirkenden Śakti-Strahlen verschlingen diese Mutterkräfte alles; im großen Auflösungsraum der Erinnerung nimmst du die Weltgestalt zurück.

Vers 231
Die Welt von Kāla bis Śiva trägt wie ein Wassertropfen im Ozean ihre Fülle in dir; als verschlingende Bewusstseinsflamme bist du die zu verwirklichende Kālī.

Vers 232
Der Gedanke „dies ist“ oder „dies ist nicht“ ist Vikalpa im Herzen; auch Yama, der die Wesen zügelt, wird von dir als Kālī verschlungen.

Vers 233
O Mutter, du bist furchtbar für den Yama im Herzen, der durch Zweifel Ursache und Wirkung begrenzt und dem Fest der vollkommenen Bewusstheit entgegensteht.

Vers 234
Der stolze Gedanke „dieser Reichtum, diese Frau, dieses Genießbare gehört mir“ und das Ichgefühl im Nicht-Selbst sind beide Erscheinungsformen des Todes und dienen dir als Sitz.

Vers 235
O Mutter, du machst die Welt zum Śavāsana, zum Leichensitz, und tränkt den Tod selbst; dem von Zeit verblendeten dreifachen Universum enthüllst du den inneren Bewusstseinsimpuls.

Vers 236
Durch die ewige Flamme des Bewusstseins, die alle Sinneswege erhellt, führst du die fünf Gegenstandsbereiche in dein eigenes Inneres zurück.

Vers 237
Vāsanā trägt Bestand und bildet den Boden des Werdens; wenn du sie unter deine gekrümmte Braue zwingst, wird das Werden mitsamt seinen Vāsanās in einem Augenblick eingezogen.

Vers 238
Die Kalā, die die bunte Schöpfung hervorbringt und im Feld des Erkennbaren wandert, wird von dir zurückgebogen, sobald du dich der inneren Kriyā zuwendest.

Vers 239
Mit der endlosen Sonnenkugel, die sich öffnet und schließt, erzeugst du aus der Mitte der höchsten Wirklichkeit die Feuerform und verschlingst sie zugleich im selben Aufleuchten.

Vers 240
Die Flamme des Bharga ist deine Śakti, die sich den Gegenständen als Brennstoff zuwendet; in deinem einzigen Śiva-Feuer gelangt sie schließlich in die Stätte des Friedens.

Vers 241
Die leuchtende Sonne im Lebewesen lässt die fünf Gegenstände wie ein Nektar-Ei erscheinen; nach innerer Sammlung projiziert sie dieselben fünf wiederum nach außen.

Vers 242
O Mutter, du bist die strahlende Kraft, welche die gesammelten oberen Ströme bis zur sichtbaren Sphäre trägt und zur Erleuchtung der Zeit-Kalās den Geschmack der Welt verschlingt.

Vers 243
Die Gegenstandswelt ist wie Honig im Wabennetz der Elemente; die Sonne der Wahrnehmung möchte ihn trinken, geht aber in deinem Licht wie eine Motte zugrunde.

Vers 244
Der mittlere Prāṇa wird Yama und Kāla genannt und ist feuerförmig; du führst diesen Rudra in den höchsten Raum und machst ihn dort frei von weiterer Schöpfung.

Vers 245
Der durch deinen Krama überwundene Sonnenkreis wird zum aufsteigenden Feuer der Auflösung; seine gewaltigen Strahlen mit ihrem Geschmack am Verschlingen der Welt werden in dir zurückgenommen.

Vers 246
Deine Strahlen nehmen zuerst das Erfassbare, dann das Erfassen und schließlich den Ergreifer selbst; o Segnende, alles wird wieder deiner Weltentfaltung übergeben.

Vers 247
O Mutter, im Śmaśāna, das die Elemente verschlingt, erscheint Karavīra; du verschlingst den Ergreifer und selbst Mahākāla im schwer zu ergreifenden Feuer des Lebens.

Vers 248
Dikcarī entfaltet sich äußerlich in den zehn Richtungen als die jeweiligen Sinneskräfte; innerlich in den drei Organen löst du sie als Khecarī in dir selbst auf.

Vers 249
O Mutter, die Strahlen des leuchtenden Śiva-Bewusstseins steigen seit der Schöpfung über die drei zwölfstufigen Bereiche; du bewegst dich in ihnen als die Dreizehnte.

Vers 250
Dein Krama vereint Folge und Folgenlosigkeit und besitzt drei schöne Sichtweisen; als vierter Strahl und eine Grundlage der drei Guṇas bist du Bhīmakālī.

Vers 251
O Kālī, wo deine zehn Hände ruhen und zwei weitere aufsteigen, dort nimmst du den höchsten Raum ein – als Mondlicht des leuchtenden Śiva-Bewusstseins.

Vers 252
O Mutter, der friedvolle ungeteilte Raum und selbst die dichte Leuchtkraft werden noch überschritten; jenseits beider Pole gehst du in die Schar der Befreiten ein.

Vers 253
Du umarmst Śaṅkara als den Zustand, der die drei Ebenen in sich trägt und frei von Verneinung ist; aus dieser einen Essenz lässt du den unvergänglichen Nāda nach allen Seiten hervorgehen.

Vers 254
Wer deine Gestalt so erkennt und beständig in ihre Auflösung eingeht, für den wird dieses Wesen zum Nektar; für den anders Gesinnten erscheint dasselbe wie Gift.

Vers 255
Was den törichten Geist versenkt, trägt den Weisen hinüber; durch dasselbe wird der Ozean des Werdens für die Hingebenden zu einem stillen Nektarmeer.

Vers 256
Im Nektarsee des Werdens, erfüllt von der Essenz der fünf Gegenstände, schwimmt die Bewusstseins-Lakṣmī; o Umā, dieser Ort ist dein Leib.

Vers 257
Im leuchtenden Lotus des Erkennbaren geht der Puruṣa, von Māyā geblendet, in den offenbaren Gegenstand ein; durch deine Vidyā erwacht sein Blick erneut.

Vers 258
Der Lotus, dessen Blätter von den einzelnen Gegenständen geschmückt sind, erwacht aus dem Schlaf und wird, erfüllt vom Nektar deines Vimarśa, zum bewusstseinsförmigen Pīṭha.

Vers 259
O Śive, du löst die drei Malas auf und ruhst im vollkommenen Pīṭha des Ich; als reine Lichtgestalt führst du den Geschmack nichtdualer Freude zu den Weisen.

Vers 260
Du wohnst im Lotus, der die sechzehn inneren Kalās des Nektarozeans trägt, und erhebst selbst das bewegungslose Śava zur lächelnden Grundlage.

Vers 261
O Caṇḍikā, wenn der makellose Mondkörper, frei von sichtbarem Verfall, Tag und Nacht transzendiert, sinken Bewusstes und Träges gleichermaßen in sein eigenes Licht ein.

Vers 262
Nur jene, die im Gipfel der Kuṇḍalī und im Akula-Bindu gegründet sind, erkennen wahrhaft deine Herrlichkeit, die im vollständigen Licht die Welt verschlingt.

Vers 263
O Mutter, die Flamme des Lichtes vertreibt im Menschen die aufsteigende geistige Dunkelheit; du bist die Śiva-Śakti selbst, deren Weg dieses Aufleuchten eröffnet.

Vers 264
O Mutter, du trägst einen Lichtkörper, der hundert Sonnen verbirgt und hundert Monde umfasst; führe mich in diesen Zustand hinein und mache mich frei von Krankheit und Begrenzung.

Vers 265
O Herrin, du leuchtest in Mond, Sonne und Feuer des Kula; im Maṇḍapa des Weisenherzens erinnert, gewähre mir heute Zuflucht zu deinen Füßen.

Vers 266
Mit deinen fünf Śakti-Strömen ergreifst du den ganzen Gegenstandsbereich und setzt ihn in mir ein; so vollziehst du, o Caṇḍikā, dein natürliches inneres Opfer.

Vers 267
Durch Erinnerung an deine Füße wird Unreinheit fortgespült und volle Leuchtkraft erscheint überall; darin freut sich das Siddha-Cakra – selbst der Vollmond vermag diesen inneren Schmerz nicht anders zu stillen.

Vers 268
O Kālakarṣiṇī, Yogis verehren deine Zeit verschlingende Gestalt, die Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart umfasst, und nehmen von der dunklen Form an die ganze Weltgestalt in sich auf.

Vers 269
Klang, Berührung, Form, Geschmack und Geruch werden durch die Kraft des Bewusstseins unterschieden; ihre Bewegungen durchlaufen die sechs Adhvas in Formen von Raum und Zeit.

Vers 270
O Ambikā, der Zustand, dessen Licht keine Dunkelheit mehr färbt, ist das wahre Sein; Mond, Feuer und Sonne bilden darin Kula, während du im Turīya ruhst und dennoch nicht objektivierbar bist.

Vers 271
O Mutter, deine mächtige Herrlichkeit erfreut überall durch Schau; als souveräne Prajñā trägst du das allumfassende Sehen und wirst in der Gestalt des Auges verehrt.

Vers 272
O Kālī, wer das göttliche Auge erlangt, schaut deine unvergleichliche Herrlichkeit; selbst diese Beschreibung ist nur das Stammeln eines Dieners zu deiner Freude.

Vers 273
O Mutter, du bist weder Mann noch Frau noch geschlechtslos; selbst die dreifache Geschlechtsgestalt deines Gemahls könnte ohne dich nicht aufleuchten.

Vers 274
O Mutter, Īśvara, der Wünsche erfüllt, ist anfangslos und groß; doch seine Welterscheinung ist dein eigenes Aufleuchten – wer könnte dich daher wirklich von ihm trennen?

Vers 275
Du unterscheidest Haṃsa in rote und weiße Gestalt; dein Gemahl und du erscheinen durch unterschiedliche Sonnen- und Śaṅkara-Aspekte einmal als weiblich, einmal wie männlich.

Vers 276
O Mutter, dein leuchtendes Wesen erscheint zunächst in fünf Farben gegliedert; durch Mischung entstehen weitere Formen, sodass eine vierfache Gestalt sichtbar wird.

Vers 277
Unter dem Einfluss von Licht und verhüllender Śakti erscheint das Strahlen zweifach; Gestalt, Schmuck, Bindu und Nacht sind Namen verschiedener Stufen desselben Aufgangs.

Vers 278
Wenn Licht und Dunkel-Färbung gleich gemischt sind, erscheint dein Leib rot; überwiegt Dunkelheit, wird er schwarzblau, überwiegt Licht, gelb oder weiß.

Vers 279
Deine milde Gestalt gehört dem Wunsch zu schaffen, deine bewahrende dem Erhalten und deine schreckliche dem Einziehen; in deinem eigenen höchsten Bereich ruhen alle in Frieden.

Vers 280
In deinem allgegenwärtigen Leuchtkörper sinkt die ganze deutlich erscheinende Vielfalt ein; unter der Herrschaft des Zeitfeuers erscheint sie als Käfig des Lichtes erneut.

Vers 281
Dein Wesen ist frei von den drei Formen und trägt sie dennoch in sich; als reines Bewusstsein leuchtet die höchste Gestalt innen und außen.

Vers 282
„Frau“ ist nur eine Benennung und selbst Weiblichkeit eine Vorstellung; in Wahrheit bist du die Gestalt des ganzen Universums und darüber hinaus die reine Śāṅkarī-Citti.

Vers 283
O Śive, du wohnst im vierten Zustand und zugleich im zweiten; auch der im fünften und der im dritten Zustand Stehende ruht in dir.

Vers 284
Vom ersten Zustand gehst du zum höheren und darüber hinaus zum Turīya; als Turīya-Gestalt nimmst du die Dreiheit in dich auf und gehst in den fünften Zustand ein, der die Dreiheit erfüllt.

Vers 285
O Herrin des Raums, aus deiner Formlosigkeit geht jede Form hervor; du leuchtest stets auf dem Pīṭha der sich ausbreitenden nichtdualen Bewusstseinsfreude.

Vers 286
Weder Śruti noch Worte noch Āgamas, die auf begrenzte Gegenstände gerichtet sind, können dich so erfassen; auch äußere Opfer- und Yoga-Verfahren führen nicht von sich aus zu dieser Gestalt.

Vers 287
O Mutter, selbst Vorstellungen von Jñāna und Yoga in einem durch Ewigkeit gekennzeichneten Zustand schenken deine unmittelbare Erfahrung nicht ohne Zuflucht zum Guru, der in deiner Auflösung gründet.

Vers 288
Du trittst in jene ein, deren Geist im Raumzustand ruht und die durch deinen Guru-Weg beständig auf dich schauen; bloße intuitive Weltbetrachtung ohne diese Führung genügt nicht.

Vers 289
Ewigkeit, Allgegenwart, Fülle, Sehen und Handeln sowie die verschiedenen Rāgas und Kalās leuchten in dir wie Erscheinungen im Raum.

Vers 290
O Mutter, die Götterschar leuchtet nichtdual auf, wenn ihre Bewegungen im Raum zur Einheit kommen; selbst dein universaler Aufgang braucht keine gesonderte Auflösung mehr.

Vers 291
So entfaltet sich deine fünffache Bewegung mit erstaunlicher Vielfalt und bleibt doch stets jenseits aller Teilung in ihrer eigenen unversehrten Gestalt.

Vers 292
Aus dem zeitlosen Grund, der die drei und fünf Ausstrahlungen umfasst, steigt unablässig die Ordnung der Gottheiten auf; du bist ihr göttlicher Geburtsgrund.

Vers 293
Im Leib des göttlichen Stroms liegt der Ursprung des Strahlenkreises; in deiner unvergänglichen neunlautigen Gestalt steigt der ungezeugte Saṃhṛti-Krama auf.

Vers 294
O Gaurī, du überschreitest die Grenze von Ziel und Ziel-losigkeit, trägst den Strahlenkreis und bist doch frei von ihm; du bist die glückverheißende Vāsanā des natürlichen Zustands.

Vers 295
O Kālī, du bist das Mantra-Pīṭha: ein Lotus-Bīja ohne äußeren Ort, in dem Laut und Adhvas sich mischen, Einheit und Vielfalt der Vorstellung in Nichtdualität gehalten werden.

Vers 296
O Mutter, du bist vollkommener Spanda und zugleich der Zustand jenseits von Spanda; als Raumgestalt trägst du alle Kramas und bist das Pīṭha der höchsten Vidyā.

Vers 297
Du bist die Schatulle der Śakti-Blätter um den acht-Yoni-Lotus; dein Gemahl ist die Liṅga-Gestalt in diesem Pīṭha, verehrt von Rudras, Siddhas und Munis.

Vers 298
O Mutter, das Viererfeld von der Schöpfung an, die Lichtgestalten und das im Pīṭha ruhende Khaṇḍa-Feld bilden das neunfache Cakra deiner Verehrung.

Vers 299
Du bist die Gestalt des Navārṇa-Mantra-Cakra und trägst alle Gottheiten in deinem Schoß; als siebzehnfach gegliederte Lautkraft gehst du im Mond des leuchtenden Śiva auf.

Vers 300
Der Guru-Krama von Śiva bis zur letzten Soma-Stufe kostet nur einen Geschmack deiner Ordnung; Mundspitze und Cakra-Sonne sind durch dich miteinander verbunden.

Vers 301
Der jeweilige Puruṣa trägt die Ordnung der Bedeutungen und erscheint in göttlicher Gestalt; dein höchster Zustand ist zeitlos und durch nichtdualen Ich-Vimarśa gekennzeichnet.

Vers 302
Danach wird das subtile Kennzeichen als Lichtgestalt ohne Farbe erklärt; das Grobe wird beschrieben und meditiert, um den Geist schließlich zur Ruhe zu bringen.

Vers 303
Wenn die pauruṣa Mala zur Ruhe gekommen ist, öffnet sich durch dich ein Raumzustand; mit den Strahlen des Bewusstseins werden Ursache und Wirkung frei und ungehindert.

Vers 304
O Ambikā, nachdem die Mond-Sohn-Begrenzung beseitigt ist, habe ich deinen Krama so gut ich konnte gepriesen; durch den Glanz des Vimarśa deiner Lotusfüße ist die schreckliche Weltbindung verschlungen.

Vers 305
Nicht aus eigener Macht habe ich diese Worte freigesetzt; von deiner Kraft wurde ich dazu gedrängt. So entstand diese von Kālidāsa verfasste Pañcikā als Lob deines von den Siddhanāthas überlieferten Krama.

Vers 306
O Mutter, wer den sicheren Sinn dieser Hymne erkennt, für den mache die Welt zu deinem Antlitz; auf deinem Weg stehend entfaltet Kālidāsa durch deine Gnade seine Sprache.

Vers 307
Möge durch das Lob deiner Eigenschaften die verblendete Einsicht der Welt heute frei werden; nachdem ich das Pūrṇa-Pīṭha erkannt habe, habe ich dies zu deiner Gnade, o Maṅgalā, verfasst.

Vers 308
Diese Cidgaganacandrikā-Hymne – was könnte sie mir nicht an Erwünschtem hervorbringen? Wer sie liest, rezitiert, ihren Sinn erklärt oder erkennt, tritt in ihre Kraft ein.

Vers 309
O Herrin, wer ihr folgt, sie singt oder darstellt, dem gewähre die ersehnte Siddhi; diese deine Hymne umfasst dreihundert und neun Verse.

Vers 310
Wer sie täglich in ihren Triṣṭubh-Versen betrachtet und das Kālacakra überschreitet, gewinnt deine Gnade; du erkennst, was den Menschen zum Heil gereicht.

Vers 311
O Gaurī, möge dieses Lob alle erwünschten Wirkungen erfüllen; für mich jedoch ist nur eines begehrt: dass ich dich überall schaue, o Śive, sodass Śiva mich stets in den Ozean seines göttlichen Spiels hineinzieht.

Vers 312
Aus Verehrung für den Zustand der Siddhi und das Pūrṇa-Pīṭha hat Śrīvatsa dieses hochgeheime Stava zum Wohl der Menschen verfasst.

Schlusskolophon
Damit ist die von dem großen Dichter Kālidāsa verfasste Cidgaganacandrikā vollständig.

Vollständiger Sanskrittext in Umschrift

Vers 1
cidvyoma sphāranādaṃ rucivisaralasadbinduvakrormimālam |
ādyaspandasvarūpaḥ prathayati sakṛdoṅkāraśuṇḍaḥ kriyādṛg
dantyāsyo'yaṃ haṭhādyaḥ śamayatu duritaṃ śaktijanmā gaṇeśaḥ || 1 ||

Vers 2
yuktaṃ sattā yadīyā sphurati ca parataḥ svaprathaikasvabhāvā |
bhāmūrti yaṃ vimarśakriyamanupatitā lakṣyate lokavṛttiḥ
sanmārgālokanāya vyapanayatu sa vastāmasīṃ vṛttimīśaḥ || 2 ||

Vers 3
iha kālidāsacandraprasūtirānandinī stutirvyājāt |
cidgaganacandrikābdheḥ śamayatu saṃsāradāvadavathuṃ vaḥ || 3 ||

Vers 4
cillocanena satataṃ śivamīkṣitumanvaye ca sadbhāvam |
labdhuṃ ca pūrṇabhāvaṃ yadi cetaḥ samupādhvamimām || 4 ||

Vers 5
hṛdguhāmabhilaṣannahantayā dṛkkriyāvapuradṛkkriyāpadam |
santamemi samabhāvadaṃ śivaṃ sakhyahāniramunā hi sūyate || 5 ||

Vers 6
yā'hamityuditavāk parā ca sā yaḥ prakāśalulitātmavigrahaḥ |
yau mithaḥ samuditāvihonmukhau tau ṣaḍadhvapitarau śraye śivau || 6 ||

Vers 7
devi tarpaṇasudhākalāśrayaṃ rudramandaramahaṃ sphuṭaṃ bhaje || 7 ||

Vers 8
yo'bhavad bhavati yastathetaro yo bhaviṣyati pṛthakkriyo janaḥ |
tatra yo'dharamahantayaikayā santamasmi hṛdirandhra ānataḥ || 8 ||

Vers 9
viśvasadmani sadātmanīśvare pūraṇāt puruṣatāmupeyuṣi |
ye manaḥ praṇidadhurmaharṣayastān patañjalimukhānupāsmahe || 9 ||

Vers 10
khecarīmukhamarīcijālakaṃ vyomaśaktitanu saṃśraye sadā |
śambhudakṣatanujāvabhāsayā yatra viśvamanukartumīhate || 10 ||

Vers 11
khaṇḍasatprasaragarbhayā yayā lakṣitaṃ sphuravipūrṇasattayā |
tattvamaiśvaramakhaṇḍamambikāṃ tvāṃ praṇaumyakhilatattvanāyikām || 11 ||

Vers 12
yaḥ kilāsa sa kilāsa īśvaraḥ khyātasattvalulitordhvamūrdhani |
pratyahaṃ janani yatra tiṣṭhati tvaṃ sa sattvavapuradrirasya yaḥ || 12 ||

Vers 13
kalpanātigamatīndriyaṃ ca yallakṣyamujjhati bahirmukhaṃ tathā |
antarālagamabhāvabhāvayostannato'smi sadahaṃ nirākṛti || 13 ||

Vers 14
amba yadbhavati tattdātmanā svairitāmajahadadvayodayam |
tāvakaṃ padamapākṛtakramaṃ brahma tatsaditi vā śrutaṃ bhaje || 14 ||

Vers 15
deśakālakalanā viśeṣato yad bhavāni bihitaṃ nigadyate |
vyaktijāti tanusaṃśritakramaṃ taddhitaṃ tava bahirvijṛmbhaṇam || 15 ||

Vers 16
sattvamamba ! vihitasya vastunstatprasāditadayodayaṃ vapuḥ |
syāt tamaśca yadidaṃ niṣiddhyate dve rajo sadasadanyarūpataḥ || 16 ||

Vers 17
yat tamo'nyadiha tat kṣitervapuḥ sattvamanyadiha tejasaḥ śive |
miśraṇotthamitaradrajastayostvatkasattvajamato guṇatrayam || 17 ||

Vers 18
īśvarasya tava bhartturakṣayaiśvaryarūpamasi tattvamambike |
jñānamasya śuci karma vā phalaṃ te virāgamayapūrṇatāphale || 18 ||

Vers 19
jyotiramba hṛdi vidyayekṣitaṃ yallagh prasṛtamarghamaṇḍape |
dhūmalakṣmaguru yacca taccyutaṃ te tu sattvatamasī vapustava || 19 ||

Vers 20
tvaṃ hi rudrajakaṭākṣavartinī jāyamānamavalokya caṇḍike |
sāṃkhyayogapathadeśikadvayaṃ jātasaṃmatisamādhikaṃ yathā || 20 ||

Vers 21
saprakāśakṛtamajjanaṃ jagat kurvatī bhavasi pūrṇimā śive |
pūrṇameva tava rūpamanyathā kurvatī kila kuhūḥ pratīyase || 21 ||

Vers 22
pūrṇatākṛśatayoryadantaraṃ tatra kāli vijahatkrame sthitā |
darśitakramavibhāgasaṃbhramaṃ kālamadyatanamattumīhase || 22 ||

Vers 23
mātṛmeyamitisādhanātmikā tvatkṛtonmiṣati yā vikalpadhīḥ |
tvatsvarūpamakalaṅkitaṃ tayā kasya devi viduṣo na muktatā || 23 ||

Vers 24
akramakramavimarśalakṣaṇaṃ yā kramākramamayī kramākramam |
akramaṃ śivamavekṣya madhyagaṃ tvāṃ ca satkulamidaṃ tavānanam || 24 ||

Vers 25
vedyavedya(da)kavibhedadakṣayā māyayā kramavadaṅgagāminī |
yā sthitāmba bahirakṣakāṅkṣiṇī tāṃ jahi tvamaṇutāṃ mayi sthitām || 25 ||

Vers 26
karma yad vividhavāsanātmakaṃ māyayā saha kṛtāṇubhāvayā |
vṛttibhistava vilāpyate hi tad devi ! bhānurucibhiryathā tamaḥ || 26 ||

Vers 27
cinmayīkṛtamato(')kṣadṛśyayā guhyayā'mba viparītacaryayā |
labhyate samarasīkṛtākhiladvaitavṛtti tava ghasmaraṃ vapuḥ || 27 ||

Vers 28
yāścaranti tava khe cidātmake śaktayaḥ karaṇalakṣaṇāḥ śive |
muktabāhyapadajṛmbhaṇodyamāḥ tvaṃ hi tiṣṭhasi tadūrdhvage pathi || 28 ||

Vers 29
saptadhā vamasi yā tvamīśvari vyomaśāntamukhacidguṇāspadam |
āśritān nayasi nāparaṃ śivaṃ dvandvayā'dvayapadātilaṅkinī || 29 ||

Vers 30
yā pramātari niṣeduṣī parā pratyagātmani vimarśavigrahā |
vāgiyaṃ trividhabhāvabhāsitā tvāṃ sa vakti kimutāmba vaikharī || 30 ||

Vers 31
nādabindulipivigrahā girastisra ūrdhvagavimarśaśīkarāḥ |
saṃhṛtisthitivisṛṣṭidhāmasu vyāhṛtāstvadadha īśavallabhe || 31 ||

Vers 32
dṛkkriyātmaśaśibhānumadhyagaṃ khe caratyanalavat sudhāma yat |
yattadūrdhvaśikhare paraṃ nabhastatra darśaya śivaṃ tvamambike || 32 ||

Vers 33
vaikharīprabhṛtivāktrayaṃ pare meyamānamiti kartṛlakṣaṇam |
udbhavasthitilayātmakaṃ vapurbhūribhedamaparaṃ smaranti te || 33 ||

Vers 34
viśvamūrti yadadṛṣṭavigrahaṃ tvatpraśāntipadamaiśvaraṃ vapuḥ |
tatra te ya udayaḥ kuleśi ! taṃ sṛṣṭirāśrayati pañcavāhatā || 34 ||

Vers 35
yā parā sphurati śaktirambike tatra hi tvayi payodhivīcivat |
śiñjikāvayavakārthapañcakaṃ vartate vividhasūkṣmavigraham || 35 ||

Vers 36
tvanmukhaṃ tripathanetri ! bhātmakaṃ śaktivṛndamiha turyathāgamam (yad yathāgamam ) |
dvādaśa kramapadaṃ padādibhirjṛmbhitaṃ jagati taccatustrikaiḥ || 36 ||

Vers 37
mānameyamitinetralakṣaṇāḥ somasūryadahanāstridhāmagāḥ |
rāśirājividhibhañjitaiḥ svarairlakṣitāstava hi vipruṣo'mbike || 37 ||

Vers 38
āhatetaraduruttarāśrayastvatpadādudayate śivātmike |
advayādviṣayacitprathātanurdṛgvimarśa iha vācakaḥ svaraḥ || 38 ||

Vers 39
amba ! dhāmakaraṇaprayatnajo vaikharaḥ sphurati śabda āhataḥ |
mānasaḥ punarasāvanāhato vāsitastvadupalakṣya uttaraḥ || 39 ||

Vers 40
ṣaṣṭhavarjamahimadyuteḥ kalāḥ sargabindurahitāśca ye śubhe |
sarva eva śaśinaḥ kalāḥ śive yonayo vidhṛtabījatatsvarāḥ || 40 ||

Vers 41
bījayonividhibhedabheditā mātṛkāsukṛtamātṛlakṣaṇā |
śaktiramba bhavati kriyāmayī tvattanurjayati pārameśvarī || 41 ||

Vers 42
bindurakṣaramayaṃ kriyāmayaṃ yo niyantrayati buddhilakṣaṇaḥ |
nāda iṣṭatanurasya kāraṇaṃ | tvaṃ pare ! tritayadharmarūpiṇī || 42 ||

Vers 43
udyamaḥ prathama ūrmiruttaro nistaraṅgaśivacitpayonidheḥ |
prāgacitpadaparigrahāttava vyomanīśvari tanurmahodayaḥ || 43 ||

Vers 44
sphāritā janati seyameṣaṇā khecaratvasamupāśritā diśi |
akṣacakramanujagmuṣī gavi prāptagocarapadā bhava svayam || 44 ||

Vers 45
khecarīprabhṛti yaccatuṣṭayaṃ sāṃśamamba ! tava tad bahirvapuḥ |
yad dvayādvayavibhāgaghasmaraṃ tanniraṃśamabahirna vākpadam || 45 ||

Vers 46
pañcavṛttitanuramba ! nirgatā śaktirarpitakulaprabhāsanā |
tvaṃ śivādakulataḥ sameyuṣī tena tatra punareṣi viśramam || 46 ||

Vers 47
yuktito'mba ! tava vṛttipañcakaṃ pañcabhūtaguṇavṛtti lakṣyate |
gharmivṛttikṛtasiddhanāmakaṃ dharmavṛttikṛtaśaktināma te || 47 ||

Vers 48
brahmaṇaḥ prabhṛti siddhapañcakaṃ bhāratīprabhṛti śaktipañcakam |
unmanīṃ smarati yastavākṛtiṃ siddhavartmani jayatyasau janaḥ || 48 ||

Vers 49
tvaṃ prakāśayasi yaṃ sa sṛjyate dharmidharmatanurartha īśvare |
yaḥ prakāśa iha sa tvayā kṛtaḥ tattadākṛtirūpaiti sṛṣṭitām || 49 ||

Vers 50
tvaṃ hi cittanurato na cittatā svena te viṣayacittatāṃ vinā |
śiṣyase yadi vinārthamaṇḍalaṃ sargasīmani kuto'sti cittatā || 50 ||

Vers 51
vāsanā ca na vicitratāpadaṃ tatprasūstvamiha kevalaiva cet |
śaktilakṣaṇajagadbhṛtodarī mānasaindriyakavastusūrasi || 51 ||

Vers 52
sārvakālikamidaṃ jagat tvayā bhāsyate vidhṛtaśabdarūpayā |
āntaraṃ janani buddhidarpaṇe bāhyamadyatanamakṣarūpayā || 52 ||

Vers 53
yāvadamba ! puruṣasya śāntatā saptamī sakalabhāvavartinaḥ |
tāvadadvayavimarśabhinnatā sārvakālikavimarśabhāvitā || 53 ||

Vers 54
amba tajjaḍamuśanti bhedibhiryad guṇaiḥ sphuradapohyate kramāt |
cittadākṛtinirākṛtiḥ svato bhāti yā sakṛdasau tvameva sā || 54 ||

Vers 55
jāḍyamamba ! jagato nisargato yatparāprabhṛti bhāti bhedataḥ |
tvaṃ tu jāḍyaparipanthinī smṛtā yā vibhāsi sakṛdarthamaṇḍale || 55 ||

Vers 56
viśvametaditi yā'hamityasau nāmarūpaviraheṇa niścitā |
sā tvamamba ! na bibharṣi bhāsyatāṃ bhātmano yadasi dharma īśituḥ || 56 ||

Vers 57
bhāvadṛk smūtiviyuktamīśvare śūnyaratnamavalambya pudgalam |
nirniruktikamidaṃ jagat sthitaṃ cillayordhvagapathānna tattathā || 57 ||

Vers 58
śāntatāṃ bhajadanāśritaṃ padaṃ śaktimātrajagadekasadma yat |
nirmalajvalanaśaucavajjagat tatra hi tviṣi nimajjitaṃ tvayā || 58 ||

Vers 59
siddhaśaktimayabhātṛbhāsanavyāptibhāva upayukprakāśatām |
yo'yamarthanikarastvadantike tvatpramātrabhimukhaṃ tanoṣyasau || 59 ||

Vers 60
draṣṭṭatā jagati yatprakāśane yaśca niścayavidhau pramātṛtā |
grāhakatvamapi niścitagrahe vettyataḥ sa tava vṛttipoṣitaḥ || 60 ||

Vers 61
āsthitaḥ sadasadarthamaṇḍalaṃ ghīmano'kṣavapurasmitāmayaḥ |
yastrayodaśavidhaḥ svatantratā taddvayo'hamasau tavāṃśakaḥ || 61 ||

Vers 62
tattadarthamayabhogyalakṣaṇānandamūrtirayamuttamaḥ pumān |
arpaṇena jagataścidambare bhāti saṃhṛtimayaḥ śive tava || 62 ||

Vers 63
aṣṭadhā sphurati yā purī śive sūkṣmabhāvamupagamya laiṅgikam |
tajjapauṣṭakṛtacittavṛttayo vāsanāstvadudarasthite paśau || 63 ||

Vers 64
sargasaṃvṛtiśarīrayordvayorbhakṣyabhakṣakapadasthayostayoḥ |
antarevamahamāsthitaḥ śive dhīmano'kṣavapurarpitaṃ tvayā || 64 ||

Vers 65
rājanāt prakṛtirañjanācca māṃ rājasaṃjñamanu bodhakarmaṇoḥ |
ṣaṭ tvayā pṛthagamī pravartakāḥ putrabhāvamadhiropitāḥ śive || 65 ||

Vers 66
ūrdhvavāhamayabindulakṣaṇaḥ prāṇasūrya iha ciddviṣaṭkalaḥ |
tatkalādharatanurgurukrame tvaṃ prakāśatanu siddhamaṇḍalam || 66 ||

Vers 67
yastvadhovahananādalakṣaṇo'pānasoma iha bhogyavigrahaḥ |
tasya ṣoḍaśakalāḥ kṛtāstvayānandacakratanavo gurukrame || 67 ||

Vers 68
vāsareśarajanīśayoḥ kalāścaṇḍi yāvadudayaṃ vitanvate |
tāvadeva divasakṣapodayastvatkṛtaḥ prakaṭaguptavigrahaḥ || 68 ||

Vers 69
devi taddvayakalāvimiśraṇāt sāmarasyapadameti yā sthitiḥ |
bindunādasamavedyavedakā'ntargatā hi tava mūrtiratra sā || 69 ||

Vers 70
līḍhabhānuśaśimaṇḍalā sthitirlambhitā pralayavahninā tvayā |
prāṇadhāmni daśasaptadhā satī mūrtirāśritagurukramā śive || 70 ||

Vers 71
iṣṭabodhakṛtaśaktayastvayā saṃhṛtisthitivisṛṣṭisadmasu |
turyacitpadamayuḥ prasāritāḥ suptitaḥ prabhṛti dhāmasu triṣu || 71 ||

Vers 72
meyamātṛmitilakṣaṇaṃ kulaṃ prāntato vrajati yatra viśramam |
tatpadaṃ tava turīyamambike yanmahadbhiranupākhyamiṣyate || 72 ||

Vers 73
cārarāvacarubhirvibheditairmudrayā ca yadupāsanaṃ tava |
tadvaśena bhajate paramparāṃ tāvakī kramatayā sphuṭākṛtiḥ || 73 ||

Vers 74
maṅgale tvamasi vākcatuṣṭaye yā parā sphurati mūrtimaṇḍale |
sā prakāśa-sukha-vṛndacakragā nādabindulipimūrtirijyase || 74 ||

Vers 75
ādyacitprasaramūrtirambike pītatāṃ vrajati yatkṛtāspadā |
akṣayaṃ śivamupāsya tajjanaḥ śakticakrajanitaḥ pramucyate || 75 ||

Vers 76
amba ! śaktivapuṣā tvayonmiṣadrūpayā samarasaḥ śivo yadā |
yattadollasati vīryamūrjitaṃ pīṭha eṣa hi mahāṃstvadutthitaḥ || 76 ||

Vers 77
yā śive sphuraṇaśaktirakṣayā kṣmādipañcakaniviṣṭabhātanuḥ |
sā mahad bhavati vīryamagrimaṃ yanmayī tvamasi pīṭhacakrasūḥ || 77 ||

Vers 78
pīṭhacakranikaraikadharmiṇī tvaṃ sthitā ca satataṃ samantataḥ |
sadbhirudyamanirantarātmabhirlakṣyase'mba niravagrahodayā || 78 ||

Vers 79
īraṇena vividhena vīratāṃ yo'yamakṣaragaṇaḥ prapadyate |
antyamīśamasi taṃ tridhāmakaṃ varṇaśaktipadavī ca citkalā || 79 ||

Vers 80
yā'nalārkaśaśivigrahā kalānāhatāmbaravisarpiṇī śive |
pīṭhataḥ prabhṛti yāvadarcyate tāvadunmiṣati tanmayī satī || 80 ||

Vers 81
nirjanasthitilayaprathātmike'grāsanityaniravagrahodayaḥ |
jṛmbhitastvadanupākṣadīpito dvyaṣṭakaṃ manurume ! tavāsanam || 81 ||

Vers 82
nityabhātaruci viśvaghasmaraṃ durnirīkṣamapi sanniketanam |
tvaṃ śmaśānamasi vīrahṛdgataṃ kṣīṇavṛtti karavīramijyase || 82 ||

Vers 83
viśvasaṃharaṇalīlayotkaṭaṃ vyomni śaśvaduditaṃ nirāśraye |
kṣetrapālamanupādhikollasat tvadvimarśamabhinandatīśvare || 83 ||

Vers 84
khecarīprabhṛtiramba śākinīprānta eṣa tava yo gurukramaḥ |
sṛṣṭitaśca yadanākhyavikramaṃ cakrametadakhilaṃ tavodgamaḥ || 84 ||

Vers 85
taddvayollasitamamba ! vartate yatra nityamiha sāmarasyataḥ |
sanniketapadanityajṛmbhitollāsa eṣa tava me purassaraḥ || 85 ||

Vers 86
bhogyabhoktṛrucighasmaraṃ manaḥ pañcavāhamayamucyate tamaḥ |
nirniketapadameti yatra te ko'pyasau satatamadhvarotsavaḥ || 86 ||

Vers 87
pūrṇasattvaraja-ādihṛdgatādhiṣṭhitā tvakhilalokavāhinī |
pañcadhā vahasi śāśvatodayā siddhasindhuriva siddhasevitā || 87 ||

Vers 88
vyomayānamatimatpurassaraḥ pañcadhā prasara eṣa tāvakaḥ |
jṛmbhamāṇaguruvaktracitpathollāsimūrtirayamāsthito jagat || 88 ||

Vers 89
spandamādyamanu kurvatī śive nirniketanapathotthitā guṇaiḥ |
śūnyadhāma vasasi tvamiṣṭitaḥ prāgadhiṣṭhitaravā vijṛmbhase || 89 ||

Vers 90
ciccamatkaraṇarūḍhanirbharā tvaṃ purā sphurasi saiva khecarī |
rūpasaṃgrahadarśitaiṣaṇā tejasā svarasavāhinā'mbike || 90 ||

Vers 91
devi naikaviṣayodyamasphuṭārohiṇī bhavasi saiva bhūcarī |
sparśasaṃgrahaṇanityasammukhī svairitāmajahatī svabhāvajām || 91 ||

Vers 92
pratyagātmani dṛśo'vakuñcanā viśvamannamudare vitanvatī |
grasya saṃhṛtimukhena dikcarī saiva devi rasacarvaṇonmukhī || 92 ||

Vers 93
prāptacittamukhato'dhitasthuṣī svasvarūpamaniketamañjasā |
raudrabhāvakṛtabāhyajṛmbhaṇā gocarī tvamasi gandhahāriṇī || 93 ||

Vers 94
brahmavigrahakalādhirohiṇī pañcavāhavapuṣaḥ kalā tava |
sāmarasyaghaṭitodayā śive śaśvadullasati siddhamaṇḍale || 94 ||

Vers 95
bhānuśītakaravahnikuṇḍalībindusūtritaparāvarasthalā |
rudraśaktiriha kālakarṣiṇī tvatkapañcavidhavṛttisūcinī || 95 ||

Vers 96
ghoṣavāḍavaśikhāstaduttaraṃ bindunādayugalaṃ ca yatpadam |
saprasādamiha pañcabhiḥ śive tvāṃ kalābhiranukḷptamomapi || 96 ||

Vers 97
induśūlavṛṣaṭaṅkamātṛkākālabījadhṛtapañcabhūmikaḥ |
lopasandhivihitadhruvodayaścinmayaśca tava devi darśitaḥ || 97 ||

Vers 98
yajjvarādipadamamba vāyunā yā śikhā madhusapannagāspadā |
yā niśā madhuniviṣṭasṛṣṭikā paṅktirapyanukaroti te sthitim || 98 ||

Vers 99
yannabhaḥ sphurati yo marut tvayādhiṣṭhito vidhṛtasargarūpayā |
yā śikhā yaduta vāri yajñasūryāmba paṅktirapi taistathāvidhaḥ || 99 ||

Vers 100
bhūcarī vahasi daṇḍataḥ kramaṃ muṇḍato'paracatuṣṭayī ca sā |
bhogyabhoktṛkalanormisaṃkṣaye sāmarasyarasarohiṇī śive || 100 ||

Vers 101
yastvanāhatadhṛtordhvapāragastryaśramūlagaganasthitaḥ svaraḥ |
tatra devi viyadagnipārśvayormadhyagā vahasi pañcadhā kramaiḥ || 101 ||

Vers 102
pañcavargamayapiṇḍagāminī mañcapañcakatanustvamamba yā |
devi varṇa iva bhāsi niṣkramā sāmarasyakṛtapañcavṛttikā || 102 ||

Vers 103
śūnyamamba mahamucyase tu yā yat tvamatra gagane sadoditā |
divyamoghamata udgirantyasau sparśamujjhasi hi vāmavigrahā || 103 ||

Vers 104
ambarasya paramāgatā śive saiva cittamanaghā svabhāvataḥ |
spandametya paramaṃ virājate khecari praṇatakhecarastvayā || 104 ||

Vers 105
vyaktamakramavijṛmbhitā śive tvaṃ visṛṣṭabhuvanadvayodayā |
saiva saṃcarasi saṃśritā yadā bhūcarī bhavasi saṃjñayā tadā || 105 ||

Vers 106
svaṃ vapuḥ sphuraṇaśaktilakṣaṇaṃ tattadarthamayamambike kṣaṇāt |
saiva cennijapadāntavartinī saṃharasyatha tadāsi dikcarī || 106 ||

Vers 107
pratyagarpitamukhī bhidākṣayādaikarasyamaghiropitaṃ tridhā |
svaṃ kramaṃ grasasi saiva cedasau gocarī khalu mahāmbarāntagā || 107 ||

Vers 108
pañcasu sphurati devi vṛttisu tvanmayīṣu yadi kācana svataḥ |
śaśvadāśu nikhilāstadaiva tāḥ sāmarasyamadhiruhya bhāntyamūḥ || 108 ||

Vers 109
nirṇiketanatayā'mba khecarī sphāritā gaganakāmayā tvayā |
nādasarganihitasvavaibhavā dikcarī sphuṭamadhiṣṭhitā yayā || 109 ||

Vers 110
kṣobhamamba ! tava tāvadiṣṭato dvyaṣṭaraśmitanunādavigrahā |
bindubhūmimadhitasthuṣī sphuṭānandacakravibhavāsi bhūcarī || 110 ||

Vers 111
dikcarī tvamasi bindubhāskarā jṛmbhitā bahirihāmba nirgatā |
arthapañcakamalaṃ grasantyasau bhūcarīṃ nayasi nirvibhāgatām || 111 ||

Vers 112
tad dvipañcakalavahnivigrahaṃ saptatacchikhamaśeṣaghasmaram |
mūrticakramadhiruhya dikcarī tvaṃ parāṃ viśasi vācamadvayām || 112 ||

Vers 113
gṛhṇatī paramamamba citpadaṃ maṅgalāsi vidhutāhṛtiḥ parā || 113 ||

Vers 114
asvarāgrimavikāsadharmiṇī viśvacakraparimelanodyamā |
bhāvanādikalanātivartinī pañcavaktramadhipīṭha ijyase || 114 ||

Vers 115
bindunādaśaśipīṭhabhāsvarā jvālarājabhagakālavigrahā |
asvarākhyaparamāmbarātmikā maṅgalā tvamasi vāktrayātigā || 115 ||

Vers 116
dvyaṣṭadhāmanilayā citiḥ śive sphārayantyaniśamātmano balam |
nirniketanapadā tanoṣyasau jñānaraśmivisaraṃ sadoditam || 116 ||

Vers 117
antaramba bahirapyamī karā ye tavākṣatanavo'ṅka eṣa yaḥ |
vigrahadvitayamapyataḥ paraṃ cinnabho nayasi naḥ karaṅkiṇī || 117 ||

Vers 118
yatprakṛtyavadhitattvamaṇḍalaṃ kṣmāmukhaṃ parimitagrahāsṣadam |
krodhanī tvamasi tajjihīrṣayā mantramūrtiriha te vijṛmbhate || 118 ||

Vers 119
devi kāryakaraṇāhvayaṃ vapustvaṃ triśaktivisaradguṇātmakam |
māntramugrarasasaṃkulaṃ paraṃ vīryamānayasi tajjihīrṣayā || 119 ||

Vers 120
granthayo'pi ṣaḍume yayā dhṛtā sā nirāvaraṇacinnabhaḥpadā |
spandamūrtidhṛtabhedaḍambarā bhairavi tvamasi viśvabhedinī || 120 ||

Vers 121
aṣṭapuryuditabījavāsanāsaṃhṛtipravaṇaraśmipuñjayā |
līḍhamātramukhabheditā tvayā bhūyase janani lelihānayā || 121 ||

Vers 122
tvaṃ parāprabhṛtivaikharāntimollekhavistaravilāpanonmukhī |
devyanāvaraṇaśambhusadmagā khecarī bhavasi cidvikāsinī || 122 ||

Vers 123
vahnisūryaśaśidhāmaghasmarī kuṇḍalī taḍidivotpatantyasau |
śāmbhavaṃ janani bindumadhvanā madhyamena ca gatāsi khecarī || 123 ||

Vers 124
mudritasvakṛtatattvamaṇḍalā jṛmbhase svajaṭhare sadoditā |
vṛndacakragatapañcabhedagā tvaṃ śive diśasi yogajāṃ śriyam || 124 ||

Vers 125
jñānamamba tava bheditaiḥ svaraistaistu yoga iha ṣaṇḍavarjitaiḥ |
vyañjanairudayate mahāntikairmantraśaktiyugalaṃ kahādibhiḥ || 125 ||

Vers 126
binducakraśaśikuṇḍalī śikhā mūrtirambaragatā caturvidhā |
śaktiratra kṛtaśambhubhedanā ṣaṣṭirambaragatāścatuṣparāḥ || 126 ||

Vers 127
ādihāntanijadehanirgatāḥ ṣaṣṭiratra caturuttarā rucaḥ |
khecarījaṭharaniṣṭhitāstvayā maṅgale paramabhedataḥ kṛtāḥ || 127 ||

Vers 128
jñānadīdhitiṣu raudradīdhitermantradīdhitiṣu vāmayoditam |
yogadīdhitiṣu jṛmbhate'mbikā jyeṣṭhayaivamatha śaktidīdhiteḥ || 128 ||

Vers 129
devyabheditakalācatuṣṭayā śambhudīdhitiṣu dīpyate svaraḥ |
tatsthitistvamapi varṇabhedinī maṅgale vahasi yatpradhānatām || 129 ||

Vers 130
sarvadaiva sakṛdāsthitodayāḥ sarvataḥ kṣapitakalpanābhidāḥ |
itthamekavapuṣā tvayā nijāḥ sphāritā mahati lakṣmacittviṣaḥ || 130 ||

Vers 131
udyamaprathanacarvaṇātmakaṃ jāgarādipadamamba yatkriyā |
yatturīyamapi tadvilāpanaṃ bhātanustvamakhile'tra jṛmbhase || 131 ||

Vers 132
yo vikalparahito'kṣamaṇḍalārūḍha ullasati māturambike |
prāgvimarśa iha tanmukhī prathā jñānamarthavidhṛtā tanustava || 132 ||

Vers 133
īdṛgetaditi tatprathāsthiteryo vimarśa udito'ntarakṣataḥ |
mantra eṣa tava vṛndacakrago yanmukhī bhavati tāvakī kriyā || 133 ||

Vers 134
lolitākhilahṛṣīkavṛttikā yuktiramba ! tava viśvamelinī || 134 ||

Vers 135
jñaptimātramapanītavāsanaṃ nirvikalpamadhiruhya cittviṣā |
sāmarasyakṛtaśāśvatodayā tvaṃ hi śaktiradhitiṣṭhasīśvare || 135 ||

Vers 136
śūnyamamba gaganaṃ hi yā mahat spandabījamaniketamīyuṣī |
līyase jhaṭiti cittayā tvayā śambhuraśmivapuṣā'tra bhūyate || 136 ||

Vers 137
jñānamamba śamapūrṇacitpayorāśilambilaharī tvamucyase |
tadvimarśatadupāśritakramadhvaṃsamūrtiśatamūrdhvamaṇḍalā || 137 ||

Vers 138
styāyamānaśivacidrasātmakaṃ bhāvavṛndamadhiruhya bhāmayī |
khānilāgnijalabhūmibhāsinī śambhutaḥ prabhṛti jṛmbhase śive || 138 ||

Vers 139
sphāratāvakavimarśapāvakabhrāmyamāṇadhanasārabhātmikāḥ |
pañcadivyakulabījavigrahāḥ tvattviṣo'mba ! śivacinnabhaḥpradāḥ || 139 ||

Vers 140
pañcacakratanureṣa jṛmbhate nirvikalpaśivabodhasatphalaḥ |
pañcasu kramamahīruhaḥ śive tvanmarīciṣu nirastavaibhavam || 140 ||

Vers 141
bījamamba ! tava pañcadhoditasphāritapraguṇadevatākramaḥ |
siddhido'yamaparītajṛmbhaṇo yaḥ prakāśa iha so'ntacakragaḥ || 141 ||

Vers 142
śambhudhāmni patitāmbareśvarī śaktidhāmani tato'nu khecarī |
bhūcarī tvamanu yogadhāmnyato dikcarī tadanu mantradhāmani || 142 ||

Vers 143
pañcamaṃ jhaṭiti pātukakramādīyuṣī sphurasi raudravaibhavāt |
jñānadhāmni nikhileśi gocarī na kramastava nirāśraye pade || 143 ||

Vers 144
jñānataḥ prabhṛti pañcamaṃ śive yat tvamatra paracinnabhastanuḥ |
pañcavāhamayaśaktigarbhiṇī bhāsase prathanaketaghasmarī || 144 ||

Vers 145
tvaṃ nirantaracidambarātmikā velayā'mba tulitā dayāmbugheḥ |
tvayyamūrjhaṭiti saṃvidāpagāḥ pūrṇatāṃ dadhati nirniketanāḥ || 145 ||

Vers 146
pañcadhā prabhṛtavaibhavaṃ śive cakrametadiha gocarīkṛtam |
viśvabhakṣanirupākhyacinmayāt tvatpadād galati naiva jātucit || 146 ||

Vers 147
dhāma yad bhavati mudrayā samaṃ yā ca saṃvidaniketanāśraye |
yā'ṇubhāvakalitā kalā ca tat sarvamamba tava bṛndacakragam || 147 ||

Vers 148
asvarollasanabījamagrimo kṣīṇato'vapurapākṛtakramaḥ |
nāda eṣa tava viśvadaiśikaḥ ko'pi saṃvidi vimarśa īśvaraḥ || 148 ||

Vers 149
granthipañcakavibhedinī citiḥ pañcatāralipivṛttisūcitā |
yeyamamba paradhāmni te tanuryonipañcakamayī nirākṛtiḥ || 149 ||

Vers 150
sparśavarṇamayapañcavargajairvistarairjanani mudritā tvayā |
vyaktibhedaracanā samantato vyaktidhāmasahitā jaganmayī || 150 ||

Vers 151
āditaḥ kramamayībhiramba yaḥ pañcabhirbhavati yonibhiḥ svataḥ |
akramaḥ kramamayastvadāśrayāt sakramaḥ sphurati sṛṣṭilakṣaṇaḥ || 151 ||

Vers 152
kevalaṃ jagati yonirakramā yogamūrtiriha te satāṃ matā |
yoniratra mahatī taduttarā sā yadetadavabhāsanaṃ tava || 152 ||

Vers 153
śaṅkhayonirata uttarā dhṛtā vṛttiramba tava yattu cavarṇam |
kālavigrahavilāsanaṃ punaḥ padmayonirapi te vikasvarā || 153 ||

Vers 154
nistaraṅgajaladhikramā sthitā kāli dhāmni tava bhedaghasmare |
divyayoniriha svasvarūpiṇī niḥsvabhāva udayaḥ parastava || 154 ||

Vers 155
svasvarūpamayaviśvamūrtidṛksiddhagāḍhaṣarirabdhavigrahāḥ |
sparśamūrtimadhiruhya pañca te yonayo vidhṛtasṛṣṭimaṇḍalāḥ || 155 ||

Vers 156
jāgarāmukhacatuḥpadā'dvayonmeṣasaṃsphuritamātṛlakṣaṇā |
nirdvayādvayagatirmahākhage drāk tavāmba patisiddhamaṇḍalī || 156 ||

Vers 157
kuṇḍahṛtsvaracatuṣṭaye sthito vyaktitaḥ prabhṛti yo jagatkramaḥ |
tasya gopaka udagravaibhavo yo'vatāra iha sāmba te prathā || 157 ||

Vers 158
spandamūrtimavinaśvaraṃ khagaṃ sparśaśūnya iha haṃsamāsthitaḥ |
īśvarastripathabhakṣyadhāmago yastamamba bhajate khagendratā || 158 ||

Vers 159
prātibhaḥ prathama udyamo'mba yaścitraviśvaracanādaro'dvayaḥ |
kūrmavṛttimanukṛtya kūrmatāṃ yātyasau tava niveśitaḥ pathi || 159 ||

Vers 160
meṣa eṣa udayaḥ paro mama chandatokṣatanutāṃ vahatyume |
nityaturyamahimā grasannibhaṃ meṣa eti tava dhāmni saṃsthitim || 160 ||

Vers 161
chandato mama nirāśraye pade muktabāhyapadasiddhikalpanāḥ |
saṃvido vasata yūyamityamūḥ śāstyasau tava nirargalaḥ śive || 161 ||

Vers 162
nistaraṅgaparamādvayaprathāmbhonidhau pratinivartitakramaḥ |
viśvamannamudaraṃ nayatyume mīna utkaṭavimarśavaktragaḥ || 162 ||

Vers 163
nirniketamahimā nirākṛtistāvako'yamavabhāsanakramaḥ |
svasthaśaktivisaratsamāhito yatra śaktinivaho'mba jṛmbhate || 163 ||

Vers 164
kṣānta ādikalitākṣacakrago dhīnirāsakṛtatadvicāraṇaḥ |
khaṇḍacakra udito'mba te kramo rudrasaṃkhya iha saṃhṛtikramaḥ || 164 ||

Vers 165
niścitagrahanideśavarjito yuktyayuktyatigato'kramaḥ paraḥ |
satpathoditakhadhāmagaḥ śive khaṇḍacakravisarastavotkaṭaḥ || 165 ||

Vers 166
vyaktimattaditarakramaprathāguptikṛt kṣatabahirjagatkramaḥ |
nirgatādhamamahārthajṛmbhitaḥ saṃbhṛtau janani te'nvayakramaḥ || 166 ||

Vers 167
grāhyatadgrahavidhātṛsaṃbhramo nādayugma iha viśramonmukhaḥ |
rudrasaṃkhya imamattumīhate tāvake tava marīcirambike || 167 ||

Vers 168
yo daśendriyaniviṣṭa uddhṛto'tyarthamātmajaḍabhedaviplutaḥ |
tat kṣayāya vata kālakarṣiṇī tvatsamullasati tāvakī ruciḥ || 168 ||

Vers 169
akṣacakranivaho'rkasaṃkhyayā svaṃ svamarthamiha yo grasatyume |
ciccamatkaraṇanirbharaḥ sa te pratyagullasati tatpadaṃ gataḥ || 169 ||

Vers 170
tatpadaṃ jhaṭiti nītasantatiḥ prekṣya devi tava turyadhāmagaḥ |
nistaraṅgaparamāmbarātmagāḥ sāmarasyamupayanti dīptayaḥ || 170 ||

Vers 171
ādisargasamakhaṇḍavarjitasvasvarātmarucicakragāmini |
vyaktatatparatayā sthitaṃ bahistāvakārtharucicakramambike || 171 ||

Vers 172
nirvikalpaparamāmbarāśrayāḥ ujjhitetarapadāstviṣastava |
sphāritā hi yadi pūrṇatāmadhuḥ saṃbhramaṃ jagati bāhyamīśvare || 172 ||

Vers 173
cañcalā taṭidivākramaṃ parā spandavṛttilaharī tavāmba yā |
sodayāt prabhṛti kalpanāṃ vinā vṛttibhistisṛbhirujjhitā sakṛt || 173 ||

Vers 174
amba tatra kalanā pṛthakkriyā sṛṣṭitaḥ svapathage krame ca yā |
tadvirūpamamalaṃ tanukramodyogamukhyacaturūrmisañcitam || 174 ||

Vers 175
ekamamba tava bhātyanāvṛto dvādaśakramacidūrmiḍambaraḥ |
sṛṣṭikālyudayameti yanmukhe yaḥ sphuṭo niravadhirnirāśrayaḥ || 175 ||

Vers 176
tasya devi harasaṃbhṛtervaśād durnirīkṣyatanurucchritāśrayaḥ |
svasvabhāvavihitakramākrame dvaidha eṣa tava cittviṣāṃ cayaḥ || 176 ||

Vers 177
yo manonmanamanonmanītaraḥ svasvarūpacaturātmabhāvataḥ |
dvādaśaikyatanurakramakramo bhairavastvamasi devi te sthitiḥ || 177 ||

Vers 178
brahmaviṣṇuharamūrtitāṃ yato'bhyeti tattava turīyamāspadam |
vyoma yat kramamayī tvadīraṇā dhūyate layakhacakragā śive || 178 ||

Vers 179
bindugarbhanihitaṃ tridhāmagaṃ tadviśiṣṭamupari prasarpati |
bhedanānidhanamoṃ yadambike tattvameva paratattvadarśanam || 179 ||

Vers 180
sattvajāśrutakalāvadhi tvayā kālavahnibhuvanā marīcayaḥ |
bhakṣaṇāya jagataḥ prasāritā yallayānnṛbhiraṇutvamujjhyate || 180 ||

Vers 181
varṇamantrapadajṛmbhayā sama yāḥ kalāstadanu tattvamaṇḍalam |
yāni tatra bhuvanāni caṇḍike tatra kṛtsnamapi gṛhyate sthitau || 181 ||

Vers 182
tvaṃ nirāvaṇayuktimāsthitaistāvakādvayavimarśasādhitā |
antarāhitaṣaḍadhvamaṇḍapairyogibhirjanani śaśvadīḍyase || 182 ||

Vers 183
mūlataḥ prabhṛti pāvakāśrayaṃ dvādaśāntanidhanaṃ śive jagat |
vāhatatprathanayorniṣeduṣī majjayasva tava dhāmni citpade || 183 ||

Vers 184
ye nirāvaraṇayuktiśālinastān prati sphurati tatparaṃ nabhaḥ |
yatra meyamitimātṛghasmare vāsanāpi na jagadvibhedagā || 184 ||

Vers 185
vṛttisaṃharaṇameva mātari vyajyate na khalu saṃstutikṣayaḥ |
taddvayaṃ ca tava dhāmni saṃbhṛtaṃ caṇḍi keyamiti caṇḍimā tvayi || 185 ||

Vers 186
bhūtayantranilayāstavāmbike śaktayo'kṣarakavṛndamāsthitāḥ |
tvatpadaṃ hi viṣayāmṛtāsavaiḥ svasvavṛttikusumairyajantyamūḥ || 186 ||

Vers 187
gocarīprabhṛti śūnyapaścimaṃ bhūtaṣaṭkamavamajya dhāmni te |
svaprabhe pramadanirbharāḥ paraṃ śaktayo dadhati darpamīśvare || 187 ||

Vers 188
dvādaśāmba ! kiraṇātmano ravermātṛvahnividite tvadambare |
viśvametya sahasā marīcayo'śnanti cinmukurabimbitaṃ jagat || 188 ||

Vers 189
bāhyamīśvari vinā sudarpaṇo bimbametadanukāriṇī tanuḥ |
vyāptatāmupeyuṣī tvadambare yuktimarhati na bimbabāhyatām || 189 ||

Vers 190
asti bāhyamiti tatpratheta cet tādṛśaprathanagarbhitaṃ hi tat |
na pravedayati niṣpramāṇakam mānamamba khalu sādhayet prathām || 190 ||

Vers 191
īdṛgetaditi caiva mā phalaṃ tattatheti hi vimarśa āntaraḥ |
nirvibādha upadhānaśabdavat karma sā tvayi puṭatrayī sthitā || 191 ||

Vers 192
māyayāntaramapi sthitaṃ jagad vartamānamavabhāti bāhyavat |
bhūtabhāviyugalaṃ yathāpuraṃ vidyayāmba tava vṛttirūpayā || 192 ||

Vers 193
tvaṃ guhā nikhilabhāvagūhanī bhāmayena vapuṣā'vatiṣṭhase |
yacca yastava patirguhāśayaḥ prāṇicakramakhilaṃ ca yasya pūḥ || 193 ||

Vers 194
bhāsitaṃ janani māyayā bahirbimbametadanukāri mānasam |
māturetadubhayaṃ ca bimbitaṃ tāvake vapuṣi yad dvayaṃ sthitam || 194 ||

Vers 195
vārivahnimukurādiṣu sphuṭā svacchavastuṣu kumāri bimbatā |
mantritā saha paricchadena yat tena bimbamanavekṣitaṃ tava || 195 ||

Vers 196
yatsmṛtau sphurati vastu bimbitaṃ svapnasaṃprathanakalpayośca yat |
bimbavarjamiha tannidarśanāt tvannimagnamuditaṃ jagat tvayā || 196 ||

Vers 197
svapnadṛṣṭamasadityasadvaco divya eṣa yadiha pramāṇitaḥ |
kalpanāpi na mṛṣā phalaṃ śive yat sthitaṃ garuḍabhāvanādijam || 197 ||

Vers 198
khyātiramba ! yadi yāti pūrṇatāmīdṛgetaditi kalpanāmayī |
tattatheti hi vimarśa uttaro nāntareti parimardayogyatām || 198 ||

Vers 199
asti tadyadi dhṛtaṃ jalasthale devi ! tadvadanalārkasomayoḥ |
mārute nabhasi vā tadākṛtistatkṛtiṃ ca kurute hi pūruṣaḥ || 199 ||

Vers 200
kalpanā yadi mṛṣeti bhāṣitā dhāraṇā phalati kena hetunā |
devi ! saṃkalanabodhajīvitā devatā kimiti kairna hīyase || 200 ||

Vers 201
tanna jagmurudadhau svayauktito viṣṇurātmajamadarśayaccitaḥ |
tātamamba tanayasya śaṅkaro dagdha eṣa hi bahiḥkramastava || 201 ||

Vers 202
rūpameṣyati hayānanaṃ harirgopasaṃjñamagamad bahiḥ puraḥ |
tad dvayaṃ ca bhajatāṃ bahiḥ phalaṃ bhāvi cenna sadatītamamba yat || 202 ||

Vers 203
akṣare'mba parame viyadṛco yatra yatra sakalā ca devatā |
tanna vedayati cedṛcāṃ phalaṃ tadvidāṃ taditi hi sphuṭā śrutiḥ || 203 ||

Vers 204
vahnibhānuśaśividyudātapaṃ jyotiriṅgaṇanabhaścarādayaḥ |
yāḥ sphuranti hṛdaye'pi sāravāḥ taistadambaragatairhi bhūyate || 204 ||

Vers 205
deśakālamavabhāsi yādṛśaṃ yattayā'nubhaviturvibhedinaḥ |
tattayā sakalamīkṣyate smṛtau matkṛtasmṛtimavekṣate kṣaṇam || 205 ||

Vers 206
yadyanaṅkṣyadanubhūtirīśvare sā smṛtistaditinā pratiṣyate |
saṃstavo hyanubhavasmṛtau sthitastatkṣaye'nubhava eva na smṛtiḥ || 206 ||

Vers 207
saṃsmṛtiḥ sadṛśavastubodhikā dṛṣṭa eva viṣayaḥ smṛtetaraḥ |
dṛk śive viṣayabhānavigrahā tatprathā smṛtiriyaṃ yadāhṛtā || 207 ||

Vers 208
draṣṭṛdṛśyadṛśilakṣaṇaṃ jagat prāksmṛtestvayi tadamba saṃhṛtam |
unmiṣatyapi punastadudgame tallaye nimiṣati tvadicchayā || 208 ||

Vers 209
sā pramāturiha jīvitaṃ smṛtiryatnatāṃ prakaṭayatyamuṣya yā |
yā ca dṛg janani nihnutena te apyubhe saha punarvirūpatām || 209 ||

Vers 210
dṛg vidhatta iha viśvamambike tatpunaḥ sthirayati smṛtistava |
tanmithopanihitā niṣīdasi tvaṃ tu yogatamasītyanāśritā || 210 ||

Vers 211
sṛṣṭipālananirodhalakṣaṇā rūpatāṃ vahasi bindulakṣaṇā |
tadvilakṣaṇapadā tvamambike cinmayī punararūpamucyase || 211 ||

Vers 212
bhogyabhoktṛmayagā vimarśagā devi māṃ cidudare dṛḍhāṃ daśām |
ārpayadanalasomamiśraṇastvadvimarśa iha bhānujṛmbhaṇaḥ || 212 ||

Vers 213
dṛṣṭirūpamidamamba bhāvitaṃ sthemarūpakaraṇāṃśubhirjagat |
syādanākhyamaniketayuktitastatpunarlayamanena cātmanā || 213 ||

Vers 214
akṣamūlapaśubhedavigrahā nyāyasaṃbhṛtihṛtārdharūpiṇī |
tvatpade glapitakalpane layād bhāti binduriti kiṃ nu mudrayā || 214 ||

Vers 215
yā daśāsu nikhilāsu sarvathā sarvataḥ sphurati citparā sakṛt |
guptabhāṣitajagadvijṛmbhaṇā mantratāṃ bhajasi tattvamamba sā || 215 ||

Vers 216
akṣimātravisaracchikhaṃ śive vahnimugramudare vitanvatī |
grastakālatanubhānumatkalā svodaye diśasi śaktijṛmbhaṇam || 216 ||

Vers 217
tatra te sadasadarthaśūnyatā nirvṛtirjayati yatra viśramaḥ |
mātṛtatkaraṇagocarojjhitā kālyakālamanu tallayo'stu me || 217 ||

Vers 218
kṣepamamba vitanoti saṃkhyayā tadgrahaśca sahasā paratraye |
akramaḥ sa khalu kāla īśvare pratyamuṣya bhavatī ca kālyasau || 218 ||

Vers 219
khe bahirghanavṛte rucistamohāriṇī vahasi hāsyarūpatām |
tvaṃ ca cinnabhasi māyayā vṛte taddhi kālyasi paraistvamīkṣitā || 219 ||

Vers 220
dvādaśaśātmaravikālaghasmarī kālakāliśivabhūmikā varā |
yādṛśī bhavasi caṇḍi ! tādṛśīṃ tvāṃ viduḥ kalitakalpanāparām || 220 ||

Vers 221
yatkulaṃ trividhamamba tadbhavo yaḥ prakāśa upalakṣyate mahān |
tatra yo nikhilakalpito'rṇavastvaṃ yadūrmirasi kṛtyalālasā || 221 ||

Vers 222
unmiṣannimiṣadapyuta dvayaṃ viśvametadudare dhṛtaṃ yayā |
sā tvamamba laharī śivāmbudheḥ kṣepasaṃprakaṭanagrahonmukhī || 222 ||

Vers 223
yaḥ paro nirupasargataḥ paraḥ syānmahānapi ca kevalaḥ śive |
uttaraṃ ca viṣayotsavastadānanda ullasati cidghanāsi yat || 223 ||

Vers 224
viśvasaṃhṛtipade layojjhite līyase yadi niraṃśataḥ śive |
sṛṣṭikālyasi yayā bahiḥpade kṣiptamamba jagadāśu gṛhyate || 224 ||

Vers 225
labdhasāmyapavanadvayāhṛtaṃ vātacakramadhitasthuṣī śive |
nirgamāgamamapojjhitāntare tvaṃ sthitaṃ grasasi hi sthitāmbike || 225 ||

Vers 226
yā śikhāntarahutāśanirgatā dhāmacakramavabhindatī kramāt |
ūrdhvasomarasapānadīpitā sā'pi devi kalaye bahiḥ sthitaḥ || 226 ||

Vers 227
barhiṇo'ṇḍarasavad yadantare śabdataḥ prabhṛti citritāsanam |
arthapañcakamasau tvamunmanī sandhipūrvapadakalpaghasmarī || 227 ||

Vers 228
ātmabhāvamakhilasya jagmuṣī tvaṃ śive niravadhiḥ sadoditā |
bhāvasaṃhṛtinimeṣavigrahā saṃhṛtaṃ kalayasi hyanāvṛtiḥ || 228 ||

Vers 229
svairakhelananiveśitāḥ śive ātmanā'kṣarucayastrayodaśa |
arthapañcakamayāśca vedakāstvaṃ vinītaghanasāramūrcchitā || 229 ||

Vers 230
bhakṣayantyakhilamakṣajaiḥ śive śaktiraśmibhirimāśca mātṛbhiḥ |
tāśca saṃsmṛtimahālaye pare rajyatī harasi viśvavigraham || 230 ||

Vers 231
kālapālakamukhaṃ śivāntakaṃ viśvamabdhipatitodabinduvat |
pūrṇatāṃ vahati yatra dīpticid ghasmarī tvamiha sādhyakālyasi || 231 ||

Vers 232
etadamba sadidaṃ tu neti naḥ śaṅkayā hṛdi vikalpalakṣaṇaḥ |
yo yamaḥ sa khalu kālyate tvayā bhūtasaṃyamanakelikovidaḥ || 232 ||

Vers 233
amba kāryakaraṇe niyacchataḥ pūrṇacitpadamahotsavadviṣaḥ |
jambitasya hṛdaye svaśaṅkayā tvaṃ yamasya vapuṣā'si bhīṣaṇā || 233 ||

Vers 234
vittadāramukhabhogyagāminī yā mametyabhimatirmadoddhatā |
yā'pyahaṅkṛtiranātmani sthitā mṛtyurūpamubhyaṃ tavāsanam || 234 ||

Vers 235
viśvamamba kuruṣe śavāsanaṃ mṛtyusecanamakhaṇḍitodayā |
cidvikalpamayamantarudyamaṃ kālamohitajagattrayam prati || 235 ||

Vers 236
śāśvataprasarayā cidarciṣā dīpitākhilahṛṣīkamārgayā |
arthapañcakamidaṃ tvayā jagad bhadramamba gamitaṃ tavāntaram || 236 ||

Vers 237
vāsanā sthitimayī bhavāspadā tvaṃ niyojya kṛtaviśvasaṃhṛtā |
tvadbhruvā kuṭilayā śive kṣaṇāt saṃhṛtaḥ khalu bhavaḥ savāsanaḥ || 237 ||

Vers 238
kurvatī janani sṛṣṭicitratāṃ yā kalā bhramati vedyamaṇḍale |
brūhi sā tava kalonmukhī yadā tvaṃ kriyotkuṭilayāttyamū tadā || 238 ||

Vers 239
unmiṣannimiṣadarkavimbayā'nantayāmba paramārthamadhyataḥ |
agnimūrtiriha sṛjyate tvayā bhakṣyate'pi ca sakṛtprabhātayā || 239 ||

Vers 240
bharganāmna iha bhāraveḥ śikhā śaktiramba viṣayendhanonmukhī |
śāntidhāmajuṣi yāti nirvṛtiṃ tvayyasau khalu śivaikapāvake || 240 ||

Vers 241
yo'mṛtāṇḍanibhamarthapañcakaṃ prāṇinaḥ sphurati bhāmayo raviḥ |
saṃhṛtārdhamanu antarāhitaṃ tadvahiḥ sṛjati cārthapañcakam || 241 ||

Vers 242
saṃhatordhvanikarasmṛtāvadhirvyaktamaṇḍatanuramba bhāsvaram |
kālalakṣaṇakalāpradīptaye tvaṃ hi viśvarasabhakṣamāsthitā || 242 ||

Vers 243
bhūtacakramadhukośasambhṛtaṃ tattadarthamadhu pātumutsukaḥ |
yanmarīciviṣayaḥ sabhāskarastvadrucau śalabhavat pralīyate || 243 ||

Vers 244
prāṇa eṣa yamakāla ucyate madhyavāhatanuragnimamba yaḥ |
rudrametadupanīya khaṃ paraṃ tatra sargavimukhaṃ karoṣyamum || 244 ||

Vers 245
tvatkramopahatabhānumaṇḍalaḥ krodha eṣa layavahniruddhataḥ |
viśvabhakṣaṇarasā marīcayo yasya bhīmavibhavāstvayā hṛtāḥ || 245 ||

Vers 246
grāhyamatra purato haranti te yat pṛthag grahaṇamapyasuṃ tataḥ |
grāhakāṃśca varade marīcayaḥ tāstvadarpitajagadvijṛmbhaṇāḥ || 246 ||

Vers 247
yaḥ śmaśāna iha bhūtaghasmare rajyate'mba karavīranāmani |
grāhakaṃ grasasi taṃ śrutaṃ mahākālamapyasuhutāśadurgrahā || 247 ||

Vers 248
dikcarī daśasu dikṣu yā bahistattadindriyamayīṣu jṛmbhate |
antaramba karaṇatraye ca yā khecarī galasi te ca tvatpriye || 248 ||

Vers 249
tvaṣṭuramba ! śivabodhabhāsvataḥ sṛṣṭitaḥ prabhṛti yā marīcayaḥ |
dvādaśakramapadatrayordhvagāstāsu saṃcarasi vā trayodaśī || 249 ||

Vers 250
sakramākramavimiśrabhāvatastvatkramastritayacāruvīkṣaṇaḥ |
turyaraśmiguṇavikramaikabhūstvaṃ kramatriguṇabhīmakālyasi || 250 ||

Vers 251
yatra kāli daśa te karāḥ sthitā dve ca yāntyudayamapyamūryataḥ |
tannabhaḥ śrayasi sarvataḥ paraṃ tvaṃ prakāśaśivacandrikā satī || 251 ||

Vers 252
śāntamamba yadabhinnamambaraṃ yat prakāśaghanamapyapohyete |
yad dvayobhayapadātirocanād yatra muktanikaro nilīyase || 252 ||

Vers 253
tvaṃ padatritayagarbhitodayaṃ nirvyapohamupaguhya śaṅkaram |
aikarasyalasadakṣayaprathaṃ nādamudvamasi sarvataḥ śive || 253 ||

Vers 254
ye vidanti tava rūpamīdṛśaṃ ye ca nityakṛtatallayodyamāḥ |
eṣa tān prati bhavan sudhāmayo ye'nyathā viṣamayaśca tān prati || 254 ||

Vers 255
yaḥ pramajjayati mūḍhacetasaṃ tārayatyapi sa eṣa dhīmataḥ |
yena tadbhavasudhāmbudhiḥ śive yajjuṣāṃ vahati nistaraṅgatām || 255 ||

Vers 256
arthapañcakasudhāprapūrite yadbhavāmṛtanidhau sukhaplave |
padyatāṃ vahasi saṃvidindirā dhāmavastu tadume vapustava || 256 ||

Vers 257
tatra padmarucivedyamaṇḍale svāduni prakaṭameyivān layam |
māyayā'mba puruṣo nimīlitaḥ tvaddhiyonmiṣati vidyayāvṛtaḥ || 257 ||

Vers 258
tattadarthadalaśobhitaṃ jahannidramullasitamamba vārijam |
tvadvimarśamakarandanirbharaṃ pīṭhatāṃ vrajati yatra cinmayam || 258 ||

Vers 259
tvaṃ malatrayavilāpinī śive pūrṇapīṭhamahamātmakaṃ śritā |
śuddhabhānutanuradvayaprathānandasārarasavāhinī satām || 259 ||

Vers 260
satsudhābdhirasabhṛt kalāntarī garbhaṣoḍaśakalābjaviṣṭaram |
pretamujjhitagamāgamaṃ śive smerabhūḥ sarasijaṃ tvamāśritā || 260 ||

Vers 261
niṣkalaṅkamanavekṣitakṣayaṃ yāminīdivasatūlajṛmbhaṇam |
svaprakāśavinimagnacijjaḍaṃ candravarṣma yadi caṇḍike samam || 261 ||

Vers 262
ye tu kuṇḍalaśikhākulasthitāḥ ye bhavantyakulabinduśālinaḥ |
te vidanti nu tavāmba vaibhavaṃ pūrṇabhānamayaviśvaghasmaram || 262 ||

Vers 263
jyotiṣāmba ! śikhayāpahanyate puṃsi caitasikamuddhataṃ tamaḥ |
yatpathaprathanalakṣmapuṅkhitaṃ tattvameva śivaśaktirapyasi || 263 ||

Vers 264
nihnutoditaśatārkadīdhitiśchannacandraśatalakṣmacandrikam |
tvaṃ bibharṣi vapuramba bhātmakaṃ tatpraveśya kuru māmanāmayam || 264 ||

Vers 265
tvaṃ kulākhyaśaśibhānupāvake bhrājamānakaraṇātmanāyike |
saṃsmṛtāsi municittamaṇḍape adya me kuru tavāṅghrisaṃśrayam || 265 ||

Vers 266
pañcavāhagata śaktilakṣaṇaistvanmukhairakhilamarthamaṇḍalam |
gṛhṇatī mayi niveśya caṇḍike yā karoṣi sahajaṃ tavādhvaram || 266 ||

Vers 267
tvatpadasmṛtividhūtakalmaṣaṃ sarvataḥ sphuritapūrṇabhāghanam |
siddhacakramiha modate śive pūrṇimāpyahaha me na tāpahā || 267 ||

Vers 268
bhūtabhāvibhavadarthagarbhitaṃ kālaghasmaramupāsyate vapuḥ |
kālakarṣiṇi vahanti yoginaḥ kṛṣṇataḥ prabhṛti viśvarūpatām || 268 ||

Vers 269
sparśarūparasagandharūpajaṃ śabdacidvalasabhā vibhindatī |
vṛtti ca kramakṛtāḥ ṣaḍadhvano deśakālamayamūrticakragā || 269 ||

Vers 270
yatprakāśatamarañjakaṃ padaṃ tasya bhāva iha yaḥ sato'mbike |
induvahniravilakṣaṇaṃ kulaṃ tvaṃ turīyapadagā'pyalakṣyasau || 270 ||

Vers 271
amba nandati samantataḥ śive lokanena ya udagravaibhavaḥ |
prajñayā vahasi sārvabhaumayā yā ca netramayamarcitā tava || 271 ||

Vers 272
prāptadivyanayanairvilakṣaṇairvīkṣya kāli ! mahimā'nuvarṇyate |
kevalaṃ tadanuvarṇane'pyume tvanmude tadapi dāsajalpitam || 272 ||

Vers 273
na tvamamba puruṣaśca nāṅganā citsvarūpiṇi na ṣaṇḍhatāpi te |
nāpi bharturapi te trirūpatā tvāṃ vinā tadapi na sphuret trayam || 273 ||

Vers 274
īśvaro janani cintitapradaḥ ko'pyanādinighano mahāmanāḥ |
tvatprathā tvamasi viśvaghasmarī tvāṃ tataḥ ka iha bhettumarhati || 274 ||

Vers 275
raktaśuklatanuhaṃsabhedinī tvaṃ patiśca tava tatkṛtākṛtiḥ |
bhānuśāṅkaravibhedatastava strī ca kāpyasi pumāniva svayam || 275 ||

Vers 276
rūpamamba tava bhāsvaraṃ puro varṇapañcakavibheditaṃ punaḥ |
tvadvimiśraṇamapi hyasusthitaṃ citrasaṃjñitamataścaturvidham || 276 ||

Vers 277
bhāsanāvaraṇaśaktyadhiṣṭhito jyotirañjanamatho dvidhā tava |
vigrahābharaṇabinduśarvarīsaṃjña udbhavabhavaḥ sphuṭodayaḥ || 277 ||

Vers 278
añjanena rucimiśraṇe same raktamullasati tāvakaṃ vaṣuḥ |
śyāmanīlatanutā'ñjane'ghike pītaśuklatanutā ca te rucau || 278 ||

Vers 279
saumyatā tava sisṛkṣayā tanoḥ sā tathāpyatha rirakṣiṣā yadā |
ghoratā punariyaṃ jihīrṣayā saṃsmṛte'mba tava dhāmni śāntatā || 279 ||

Vers 280
bhāsvare vapuṣi sarvage tava spaṣṭamaṇḍanivaho nimajjati |
kālavahnyadhikṛtau śive yathā tatsamullasati dīptipañjare || 280 ||

Vers 281
tāvakaṃ trividharūpavarjitaṃ garbhitatrividharūpamambike |
cinmayaṃ paramarūpalakṣaṇaṃ rūpamantaravabhāti tadbabahiḥ || 281 ||

Vers 282
strīti nāma tava kāpi kalpanā strītirūpamapi tādṛśī ca dhīḥ |
vastutastvamasi viśvavigrahā tatparā ca citireva śāṅkarī || 282 ||

Vers 283
tvaṃ caturthapadavartinī śive yaddvitīyamapi tatpadaṃ sthitā |
yo'pi pañcamapadāśritaḥ śive yastṛtīyamapi tatpadaṃ sthitaḥ || 283 ||

Vers 284
yatpadaṃ prathametaduttare tatpare tadapi turyagāminī |
tvaṃ turīyatanurāhṛtatrikā pañcamaṃ viśasi pūritatrikam || 284 ||

Vers 285
ambareśvari nirākṛtestava vyajyate nikhilamākṛtitvataḥ |
sarvadā sphurasi yeyamadvayānandacitprasarapīṭhavartinī || 285 ||

Vers 286
na śrutirna ca giro na cāgamāḥ khaṇḍavastu viniveśitāśayāḥ |
tvāṃ nayanti parameśi te makhā yāgayogavidhayaśca nedṛśīm || 286 ||

Vers 287
nityatādiguṇalakṣite pade jñānayogamukhakalpanāpi te |
amba na tvadanubhūtidāyinī tvallayaikagurusaṃśrayaṃ vinā || 287 ||

Vers 288
vyomabhāvaviniviṣṭacetasaḥ prātibhaṃ jagadavekṣya ninditāḥ |
te tvamāviśasi yānanārataṃ tvannayena guruṇāmba ! vīkṣitān || 288 ||

Vers 289
nityatā tvayi vibhutvapūrṇate dṛkkṛye svarasagocare ca ye |
tāni tāni viyatīva śobhane rāgavedasakalāśca bhāntyatha || 289 ||

Vers 290
vyomavṛttighaṭitaikya ullasatyadvayo janani ! devatāgaṇaḥ |
tāvakodyamapade'pi sarvago drāgvilāpanapadaṃ vināpi te || 290 ||

Vers 291
itthamamba tava vṛttipañcakasyodayo'dbhutavibhāgasaṃbhramaḥ |
sarvadā sphurati sarvataḥ paraṃ khaṇḍitetaranijasvarūpabhāk || 291 ||

Vers 292
khaṇḍitetarasamastagarbhago yastripañcavisarāśrayo'kramaḥ |
devatākrama udetyanārataṃ tasya hi tvamasi devajanmabhūḥ || 292 ||

Vers 293
divyavāhavibhavodarasthito raśmimaṇḍalasamudgamāspadam |
avyayastava navārṇavigrahe saṃhṛtikrama udetyakalpitaḥ || 293 ||

Vers 294
lakṣyaśūnyasahajāśramodayārambhapūrṇanijakoṭyabhedinī |
raśmicakratanuraśmitojjhitā tvaṃ ca gauri ! varapuṇyavāsanā || 294 ||

Vers 295
adhvabhirdhvanivimiśraṇakramamabjabījamaniketanaṃ varam |
kalpanaikyabahubhedamadvayaṃ mantrapīṭhamasi kālyanargalam || 295 ||

Vers 296
spandamamba paripūrṇamapyabhūḥ spandamu~jjhitapadaṃ nirāvṛti |
vyomarūpamakhilakramāspadam pīṭhamāvadhikavidyayāmbayā || 296 ||

Vers 297
aṣṭayonidalapatrapūruṣaṃ tvantavṛttidalaśaktipeṭikā |
tvaṃ patiśca tava liṅgavigraho rudrasiddhamunivṛndavandite ! || 297 ||

Vers 298
sṛṣṭitaḥ prabhṛti yaccatuṣṭayaṃ yatprakāśanibhamūrtivṛndajam |
yacca khaṇḍapadamamba ! pīṭhagaṃ dehi cakranavakaṃ nutaṃ tava || 298 ||

Vers 299
tvaṃ navārṇamanucakravigrahā svodarārpitasamastadevatā |
devi saptadaśavarṇabheditā tvaṃ prakāśaśivacandragāminī || 299 ||

Vers 300
yaḥ śivātprabhṛtisomapaścimastvatkramaikarasiko gurukramaḥ |
ānanāgramiha cakrabhānuto yattu edadubhayaṃ tvayā yayā || 300 ||

Vers 301
tattadarthapuruṣo dhṛtakramaḥ pratibhasphuritadivyavigrahaḥ |
akramastava varaṃ padaṃ śive yo'hamadvayavimarśalakṣaṇaḥ || 301 ||

Vers 302
lakṣaṇaṃ tadanu sūkṣmamiṣyate jyotirātmakamavarṇamāsthitā |
sthūlametadanuvarṇya lakṣyate bhāvyate śamayituṃ mano mayā || 302 ||

Vers 303
tatra śāntavati pauruṣe male vyomavadgatamavedayā tvayā |
siddhakāryakaraṇaṃ niraṅkuśaṃ cinmarīcivisareṇa maṅgale || 303 ||

Vers 304
somaputramapanīya madgatastvatkramo'dya kimapi stuto mayā |
grastabhīṣaṇabhavo'yamambike tvatpadāmbujavimarśatejasā || 304 ||

Vers 305
muktameva na mayā mayocitaḥ prerito'smi tava tartinī tayā |
siddhanāthakṛtatvatkramastuteḥ kālidāsaracitāṃ ca pañcikām || 305 ||

Vers 306
yadviniścayapadaṃ ca te stavaṃ yo'mba veda kuru tanmukhaṃ jagat |
kālidāsapadavīṃ tavāśritaḥ tvatprasādakṛtavāgvijṛmbhaṇaḥ || 306 ||

Vers 307
tvadguṇān yadahamastu vai jagat tena mohamatiradya mucyatām |
pūrṇapīṭhamavagamya maṅgale tvatprasādanakṛte mayā kṛtaḥ || 307 ||

Vers 308
eṣa cidgaganacandrikāstavaḥ kinnu vāñchitamasūta māṃ prati |
yaḥ paṭhejjapati devi ! te stutiṃ yo'rthamatra vivṛṇoti vetti yaḥ || 308 ||

Vers 309
yo'nugātyabhinayatyabhīpsitāṃ tacca tasya kuru siddhimiśvari |
kālavarṣiṇi śataistribhiḥ stutiṃ tāvakīmiha navottaraiḥ kṛtām || 309 ||

Vers 310
traiṣṭubhairaharahaḥ parāmṛśan kālacakramatiyan prasīdati |
kartumicchati śivaṃ śive nṛṇāṃ jñāyate tad vicārya yā tvayā || 310 ||

Vers 311
kṣepadhīstavana (?) gauri tatkṛtā viśvarāśi (?jñi) kuru sarvamīpsitam |
kevalaṃ mama punastadīpsitaṃ sarvatastava madīkṣaṇaṃ śive ||
yena khelanasarohaṇārṇavaḥ śaśvadāviśati yena māṃ śivaḥ || 311 ||

Vers 312
pūrṇapīṭhakṛtaṃ siddhestadbhāvastavamādarāt |
vā narārthaṃ mahāguhya śrīvatso vidadhe sa tu || 312 ||

Kolophon
iti śrīkālīdāsamahākaviviracitā cidgaganacandrikā sampūrṇā ||

Vollständiger Sanskrittext in Devanagari

Vers 1
चिद्व्योम स्फारनादं रुचिविसरलसद्बिन्दुवक्रोर्मिमालम् |
आद्यस्पन्दस्वरूपः प्रथयति सकृदोङ्कारशुण्डः क्रियादृग्
दन्त्यास्योऽयं हठाद्यः शमयतु दुरितं शक्तिजन्मा गणेशः || १ ||

Vers 2
युक्तं सत्ता यदीया स्फुरति च परतः स्वप्रथैकस्वभावा |
भामूर्ति यं विमर्शक्रियमनुपतिता लक्ष्यते लोकवृत्तिः
सन्मार्गालोकनाय व्यपनयतु स वस्तामसीं वृत्तिमीशः || २ ||

Vers 3
इह कालिदासचन्द्रप्रसूतिरानन्दिनी स्तुतिर्व्याजात् |
चिद्गगनचन्द्रिकाब्धेः शमयतु संसारदावदवथुं वः || ३ ||

Vers 4
चिल्लोचनेन सततं शिवमीक्षितुमन्वये च सद्भावम् |
लब्धुं च पूर्णभावं यदि चेतः समुपाध्वमिमाम् || ४ ||

Vers 5
हृद्गुहामभिलषन्नहन्तया दृक्क्रियावपुरदृक्क्रियापदम् |
सन्तमेमि समभावदं शिवं सख्यहानिरमुना हि सूयते || ५ ||

Vers 6
याऽहमित्युदितवाक् परा च सा यः प्रकाशलुलितात्मविग्रहः |
यौ मिथः समुदिताविहोन्मुखौ तौ षडध्वपितरौ श्रये शिवौ || ६ ||

Vers 7
देवि तर्पणसुधाकलाश्रयं रुद्रमन्दरमहं स्फुटं भजे || ७ ||

Vers 8
योऽभवद् भवति यस्तथेतरो यो भविष्यति पृथक्क्रियो जनः |
तत्र योऽधरमहन्तयैकया सन्तमस्मि हृदिरन्ध्र आनतः || ८ ||

Vers 9
विश्वसद्मनि सदात्मनीश्वरे पूरणात् पुरुषतामुपेयुषि |
ये मनः प्रणिदधुर्महर्षयस्तान् पतञ्जलिमुखानुपास्महे || ९ ||

Vers 10
खेचरीमुखमरीचिजालकं व्योमशक्तितनु संश्रये सदा |
शम्भुदक्षतनुजावभासया यत्र विश्वमनुकर्तुमीहते || १० ||

Vers 11
खण्डसत्प्रसरगर्भया यया लक्षितं स्फुरविपूर्णसत्तया |
तत्त्वमैश्वरमखण्डमम्बिकां त्वां प्रणौम्यखिलतत्त्वनायिकाम् || ११ ||

Vers 12
यः किलास स किलास ईश्वरः ख्यातसत्त्वलुलितोर्ध्वमूर्धनि |
प्रत्यहं जननि यत्र तिष्ठति त्वं स सत्त्ववपुरद्रिरस्य यः || १२ ||

Vers 13
कल्पनातिगमतीन्द्रियं च यल्लक्ष्यमुज्झति बहिर्मुखं तथा |
अन्तरालगमभावभावयोस्तन्नतोऽस्मि सदहं निराकृति || १३ ||

Vers 14
अम्ब यद्भवति तत्त्दात्मना स्वैरितामजहदद्वयोदयम् |
तावकं पदमपाकृतक्रमं ब्रह्म तत्सदिति वा श्रुतं भजे || १४ ||

Vers 15
देशकालकलना विशेषतो यद् भवानि बिहितं निगद्यते |
व्यक्तिजाति तनुसंश्रितक्रमं तद्धितं तव बहिर्विजृम्भणम् || १५ ||

Vers 16
सत्त्वमम्ब ! विहितस्य वस्तुन्स्तत्प्रसादितदयोदयं वपुः |
स्यात् तमश्च यदिदं निषिद्ध्यते द्वे रजो सदसदन्यरूपतः || १६ ||

Vers 17
यत् तमोऽन्यदिह तत् क्षितेर्वपुः सत्त्वमन्यदिह तेजसः शिवे |
मिश्रणोत्थमितरद्रजस्तयोस्त्वत्कसत्त्वजमतो गुणत्रयम् || १७ ||

Vers 18
ईश्वरस्य तव भर्त्तुरक्षयैश्वर्यरूपमसि तत्त्वमम्बिके |
ज्ञानमस्य शुचि कर्म वा फलं ते विरागमयपूर्णताफले || १८ ||

Vers 19
ज्योतिरम्ब हृदि विद्ययेक्षितं यल्लघ् प्रसृतमर्घमण्डपे |
धूमलक्ष्मगुरु यच्च तच्च्युतं ते तु सत्त्वतमसी वपुस्तव || १९ ||

Vers 20
त्वं हि रुद्रजकटाक्षवर्तिनी जायमानमवलोक्य चण्डिके |
सांख्ययोगपथदेशिकद्वयं जातसंमतिसमाधिकं यथा || २० ||

Vers 21
सप्रकाशकृतमज्जनं जगत् कुर्वती भवसि पूर्णिमा शिवे |
पूर्णमेव तव रूपमन्यथा कुर्वती किल कुहूः प्रतीयसे || २१ ||

Vers 22
पूर्णताकृशतयोर्यदन्तरं तत्र कालि विजहत्क्रमे स्थिता |
दर्शितक्रमविभागसंभ्रमं कालमद्यतनमत्तुमीहसे || २२ ||

Vers 23
मातृमेयमितिसाधनात्मिका त्वत्कृतोन्मिषति या विकल्पधीः |
त्वत्स्वरूपमकलङ्कितं तया कस्य देवि विदुषो न मुक्तता || २३ ||

Vers 24
अक्रमक्रमविमर्शलक्षणं या क्रमाक्रममयी क्रमाक्रमम् |
अक्रमं शिवमवेक्ष्य मध्यगं त्वां च सत्कुलमिदं तवाननम् || २४ ||

Vers 25
वेद्यवेद्य(द)कविभेददक्षया मायया क्रमवदङ्गगामिनी |
या स्थिताम्ब बहिरक्षकाङ्क्षिणी तां जहि त्वमणुतां मयि स्थिताम् || २५ ||

Vers 26
कर्म यद् विविधवासनात्मकं मायया सह कृताणुभावया |
वृत्तिभिस्तव विलाप्यते हि तद् देवि ! भानुरुचिभिर्यथा तमः || २६ ||

Vers 27
चिन्मयीकृतमतो(ऽ)क्षदृश्यया गुह्ययाऽम्ब विपरीतचर्यया |
लभ्यते समरसीकृताखिलद्वैतवृत्ति तव घस्मरं वपुः || २७ ||

Vers 28
याश्चरन्ति तव खे चिदात्मके शक्तयः करणलक्षणाः शिवे |
मुक्तबाह्यपदजृम्भणोद्यमाः त्वं हि तिष्ठसि तदूर्ध्वगे पथि || २८ ||

Vers 29
सप्तधा वमसि या त्वमीश्वरि व्योमशान्तमुखचिद्गुणास्पदम् |
आश्रितान् नयसि नापरं शिवं द्वन्द्वयाऽद्वयपदातिलङ्किनी || २९ ||

Vers 30
या प्रमातरि निषेदुषी परा प्रत्यगात्मनि विमर्शविग्रहा |
वागियं त्रिविधभावभासिता त्वां स वक्ति किमुताम्ब वैखरी || ३० ||

Vers 31
नादबिन्दुलिपिविग्रहा गिरस्तिस्र ऊर्ध्वगविमर्शशीकराः |
संहृतिस्थितिविसृष्टिधामसु व्याहृतास्त्वदध ईशवल्लभे || ३१ ||

Vers 32
दृक्क्रियात्मशशिभानुमध्यगं खे चरत्यनलवत् सुधाम यत् |
यत्तदूर्ध्वशिखरे परं नभस्तत्र दर्शय शिवं त्वमम्बिके || ३२ ||

Vers 33
वैखरीप्रभृतिवाक्त्रयं परे मेयमानमिति कर्तृलक्षणम् |
उद्भवस्थितिलयात्मकं वपुर्भूरिभेदमपरं स्मरन्ति ते || ३३ ||

Vers 34
विश्वमूर्ति यददृष्टविग्रहं त्वत्प्रशान्तिपदमैश्वरं वपुः |
तत्र ते य उदयः कुलेशि ! तं सृष्टिराश्रयति पञ्चवाहता || ३४ ||

Vers 35
या परा स्फुरति शक्तिरम्बिके तत्र हि त्वयि पयोधिवीचिवत् |
शिञ्जिकावयवकार्थपञ्चकं वर्तते विविधसूक्ष्मविग्रहम् || ३५ ||

Vers 36
त्वन्मुखं त्रिपथनेत्रि ! भात्मकं शक्तिवृन्दमिह तुर्यथागमम् (यद् यथागमम् ) |
द्वादश क्रमपदं पदादिभिर्जृम्भितं जगति तच्चतुस्त्रिकैः || ३६ ||

Vers 37
मानमेयमितिनेत्रलक्षणाः सोमसूर्यदहनास्त्रिधामगाः |
राशिराजिविधिभञ्जितैः स्वरैर्लक्षितास्तव हि विप्रुषोऽम्बिके || ३७ ||

Vers 38
आहतेतरदुरुत्तराश्रयस्त्वत्पदादुदयते शिवात्मिके |
अद्वयाद्विषयचित्प्रथातनुर्दृग्विमर्श इह वाचकः स्वरः || ३८ ||

Vers 39
अम्ब ! धामकरणप्रयत्नजो वैखरः स्फुरति शब्द आहतः |
मानसः पुनरसावनाहतो वासितस्त्वदुपलक्ष्य उत्तरः || ३९ ||

Vers 40
षष्ठवर्जमहिमद्युतेः कलाः सर्गबिन्दुरहिताश्च ये शुभे |
सर्व एव शशिनः कलाः शिवे योनयो विधृतबीजतत्स्वराः || ४० ||

Vers 41
बीजयोनिविधिभेदभेदिता मातृकासुकृतमातृलक्षणा |
शक्तिरम्ब भवति क्रियामयी त्वत्तनुर्जयति पारमेश्वरी || ४१ ||

Vers 42
बिन्दुरक्षरमयं क्रियामयं यो नियन्त्रयति बुद्धिलक्षणः |
नाद इष्टतनुरस्य कारणं | त्वं परे ! त्रितयधर्मरूपिणी || ४२ ||

Vers 43
उद्यमः प्रथम ऊर्मिरुत्तरो निस्तरङ्गशिवचित्पयोनिधेः |
प्रागचित्पदपरिग्रहात्तव व्योमनीश्वरि तनुर्महोदयः || ४३ ||

Vers 44
स्फारिता जनति सेयमेषणा खेचरत्वसमुपाश्रिता दिशि |
अक्षचक्रमनुजग्मुषी गवि प्राप्तगोचरपदा भव स्वयम् || ४४ ||

Vers 45
खेचरीप्रभृति यच्चतुष्टयं सांशमम्ब ! तव तद् बहिर्वपुः |
यद् द्वयाद्वयविभागघस्मरं तन्निरंशमबहिर्न वाक्पदम् || ४५ ||

Vers 46
पञ्चवृत्तितनुरम्ब ! निर्गता शक्तिरर्पितकुलप्रभासना |
त्वं शिवादकुलतः समेयुषी तेन तत्र पुनरेषि विश्रमम् || ४६ ||

Vers 47
युक्तितोऽम्ब ! तव वृत्तिपञ्चकं पञ्चभूतगुणवृत्ति लक्ष्यते |
घर्मिवृत्तिकृतसिद्धनामकं धर्मवृत्तिकृतशक्तिनाम ते || ४७ ||

Vers 48
ब्रह्मणः प्रभृति सिद्धपञ्चकं भारतीप्रभृति शक्तिपञ्चकम् |
उन्मनीं स्मरति यस्तवाकृतिं सिद्धवर्त्मनि जयत्यसौ जनः || ४८ ||

Vers 49
त्वं प्रकाशयसि यं स सृज्यते धर्मिधर्मतनुरर्थ ईश्वरे |
यः प्रकाश इह स त्वया कृतः तत्तदाकृतिरूपैति सृष्टिताम् || ४९ ||

Vers 50
त्वं हि चित्तनुरतो न चित्तता स्वेन ते विषयचित्ततां विना |
शिष्यसे यदि विनार्थमण्डलं सर्गसीमनि कुतोऽस्ति चित्तता || ५० ||

Vers 51
वासना च न विचित्रतापदं तत्प्रसूस्त्वमिह केवलैव चेत् |
शक्तिलक्षणजगद्भृतोदरी मानसैन्द्रियकवस्तुसूरसि || ५१ ||

Vers 52
सार्वकालिकमिदं जगत् त्वया भास्यते विधृतशब्दरूपया |
आन्तरं जननि बुद्धिदर्पणे बाह्यमद्यतनमक्षरूपया || ५२ ||

Vers 53
यावदम्ब ! पुरुषस्य शान्तता सप्तमी सकलभाववर्तिनः |
तावदद्वयविमर्शभिन्नता सार्वकालिकविमर्शभाविता || ५३ ||

Vers 54
अम्ब तज्जडमुशन्ति भेदिभिर्यद् गुणैः स्फुरदपोह्यते क्रमात् |
चित्तदाकृतिनिराकृतिः स्वतो भाति या सकृदसौ त्वमेव सा || ५४ ||

Vers 55
जाड्यमम्ब ! जगतो निसर्गतो यत्पराप्रभृति भाति भेदतः |
त्वं तु जाड्यपरिपन्थिनी स्मृता या विभासि सकृदर्थमण्डले || ५५ ||

Vers 56
विश्वमेतदिति याऽहमित्यसौ नामरूपविरहेण निश्चिता |
सा त्वमम्ब ! न बिभर्षि भास्यतां भात्मनो यदसि धर्म ईशितुः || ५६ ||

Vers 57
भावदृक् स्मूतिवियुक्तमीश्वरे शून्यरत्नमवलम्ब्य पुद्गलम् |
निर्निरुक्तिकमिदं जगत् स्थितं चिल्लयोर्ध्वगपथान्न तत्तथा || ५७ ||

Vers 58
शान्ततां भजदनाश्रितं पदं शक्तिमात्रजगदेकसद्म यत् |
निर्मलज्वलनशौचवज्जगत् तत्र हि त्विषि निमज्जितं त्वया || ५८ ||

Vers 59
सिद्धशक्तिमयभातृभासनव्याप्तिभाव उपयुक्प्रकाशताम् |
योऽयमर्थनिकरस्त्वदन्तिके त्वत्प्रमात्रभिमुखं तनोष्यसौ || ५९ ||

Vers 60
द्रष्ट्टता जगति यत्प्रकाशने यश्च निश्चयविधौ प्रमातृता |
ग्राहकत्वमपि निश्चितग्रहे वेत्त्यतः स तव वृत्तिपोषितः || ६० ||

Vers 61
आस्थितः सदसदर्थमण्डलं घीमनोऽक्षवपुरस्मितामयः |
यस्त्रयोदशविधः स्वतन्त्रता तद्द्वयोऽहमसौ तवांशकः || ६१ ||

Vers 62
तत्तदर्थमयभोग्यलक्षणानन्दमूर्तिरयमुत्तमः पुमान् |
अर्पणेन जगतश्चिदम्बरे भाति संहृतिमयः शिवे तव || ६२ ||

Vers 63
अष्टधा स्फुरति या पुरी शिवे सूक्ष्मभावमुपगम्य लैङ्गिकम् |
तज्जपौष्टकृतचित्तवृत्तयो वासनास्त्वदुदरस्थिते पशौ || ६३ ||

Vers 64
सर्गसंवृतिशरीरयोर्द्वयोर्भक्ष्यभक्षकपदस्थयोस्तयोः |
अन्तरेवमहमास्थितः शिवे धीमनोऽक्षवपुरर्पितं त्वया || ६४ ||

Vers 65
राजनात् प्रकृतिरञ्जनाच्च मां राजसंज्ञमनु बोधकर्मणोः |
षट् त्वया पृथगमी प्रवर्तकाः पुत्रभावमधिरोपिताः शिवे || ६५ ||

Vers 66
ऊर्ध्ववाहमयबिन्दुलक्षणः प्राणसूर्य इह चिद्द्विषट्कलः |
तत्कलाधरतनुर्गुरुक्रमे त्वं प्रकाशतनु सिद्धमण्डलम् || ६६ ||

Vers 67
यस्त्वधोवहननादलक्षणोऽपानसोम इह भोग्यविग्रहः |
तस्य षोडशकलाः कृतास्त्वयाऽऽनन्दचक्रतनवो गुरुक्रमे || ६७ ||

Vers 68
वासरेशरजनीशयोः कलाश्चण्डि यावदुदयं वितन्वते |
तावदेव दिवसक्षपोदयस्त्वत्कृतः प्रकटगुप्तविग्रहः || ६८ ||

Vers 69
देवि तद्द्वयकलाविमिश्रणात् सामरस्यपदमेति या स्थितिः |
बिन्दुनादसमवेद्यवेदकाऽन्तर्गता हि तव मूर्तिरत्र सा || ६९ ||

Vers 70
लीढभानुशशिमण्डला स्थितिर्लम्भिता प्रलयवह्निना त्वया |
प्राणधाम्नि दशसप्तधा सती मूर्तिराश्रितगुरुक्रमा शिवे || ७० ||

Vers 71
इष्टबोधकृतशक्तयस्त्वया संहृतिस्थितिविसृष्टिसद्मसु |
तुर्यचित्पदमयुः प्रसारिताः सुप्तितः प्रभृति धामसु त्रिषु || ७१ ||

Vers 72
मेयमातृमितिलक्षणं कुलं प्रान्ततो व्रजति यत्र विश्रमम् |
तत्पदं तव तुरीयमम्बिके यन्महद्भिरनुपाख्यमिष्यते || ७२ ||

Vers 73
चाररावचरुभिर्विभेदितैर्मुद्रया च यदुपासनं तव |
तद्वशेन भजते परम्परां तावकी क्रमतया स्फुटाकृतिः || ७३ ||

Vers 74
मङ्गले त्वमसि वाक्चतुष्टये या परा स्फुरति मूर्तिमण्डले |
सा प्रकाश-सुख-वृन्दचक्रगा नादबिन्दुलिपिमूर्तिरिज्यसे || ७४ ||

Vers 75
आद्यचित्प्रसरमूर्तिरम्बिके पीततां व्रजति यत्कृतास्पदा |
अक्षयं शिवमुपास्य तज्जनः शक्तिचक्रजनितः प्रमुच्यते || ७५ ||

Vers 76
अम्ब ! शक्तिवपुषा त्वयोन्मिषद्रूपया समरसः शिवो यदा |
यत्तदोल्लसति वीर्यमूर्जितं पीठ एष हि महांस्त्वदुत्थितः || ७६ ||

Vers 77
या शिवे स्फुरणशक्तिरक्षया क्ष्मादिपञ्चकनिविष्टभातनुः |
सा महद् भवति वीर्यमग्रिमं यन्मयी त्वमसि पीठचक्रसूः || ७७ ||

Vers 78
पीठचक्रनिकरैकधर्मिणी त्वं स्थिता च सततं समन्ततः |
सद्भिरुद्यमनिरन्तरात्मभिर्लक्ष्यसेऽम्ब निरवग्रहोदया || ७८ ||

Vers 79
ईरणेन विविधेन वीरतां योऽयमक्षरगणः प्रपद्यते |
अन्त्यमीशमसि तं त्रिधामकं वर्णशक्तिपदवी च चित्कला || ७९ ||

Vers 80
याऽनलार्कशशिविग्रहा कलानाहताम्बरविसर्पिणी शिवे |
पीठतः प्रभृति यावदर्च्यते तावदुन्मिषति तन्मयी सती || ८० ||

Vers 81
निर्जनस्थितिलयप्रथात्मिकेऽग्रासनित्यनिरवग्रहोदयः |
जृम्भितस्त्वदनुपाक्षदीपितो द्व्यष्टकं मनुरुमे ! तवासनम् || ८१ ||

Vers 82
नित्यभातरुचि विश्वघस्मरं दुर्निरीक्षमपि सन्निकेतनम् |
त्वं श्मशानमसि वीरहृद्गतं क्षीणवृत्ति करवीरमिज्यसे || ८२ ||

Vers 83
विश्वसंहरणलीलयोत्कटं व्योम्नि शश्वदुदितं निराश्रये |
क्षेत्रपालमनुपाधिकोल्लसत् त्वद्विमर्शमभिनन्दतीश्वरे || ८३ ||

Vers 84
खेचरीप्रभृतिरम्ब शाकिनीप्रान्त एष तव यो गुरुक्रमः |
सृष्टितश्च यदनाख्यविक्रमं चक्रमेतदखिलं तवोद्गमः || ८४ ||

Vers 85
तद्द्वयोल्लसितमम्ब ! वर्तते यत्र नित्यमिह सामरस्यतः |
सन्निकेतपदनित्यजृम्भितोल्लास एष तव मे पुरस्सरः || ८५ ||

Vers 86
भोग्यभोक्तृरुचिघस्मरं मनः पञ्चवाहमयमुच्यते तमः |
निर्निकेतपदमेति यत्र ते कोऽप्यसौ सततमध्वरोत्सवः || ८६ ||

Vers 87
पूर्णसत्त्वरज-आदिहृद्गताधिष्ठिता त्वखिललोकवाहिनी |
पञ्चधा वहसि शाश्वतोदया सिद्धसिन्धुरिव सिद्धसेविता || ८७ ||

Vers 88
व्योमयानमतिमत्पुरस्सरः पञ्चधा प्रसर एष तावकः |
जृम्भमाणगुरुवक्त्रचित्पथोल्लासिमूर्तिरयमास्थितो जगत् || ८८ ||

Vers 89
स्पन्दमाद्यमनु कुर्वती शिवे निर्निकेतनपथोत्थिता गुणैः |
शून्यधाम वससि त्वमिष्टितः प्रागधिष्ठितरवा विजृम्भसे || ८९ ||

Vers 90
चिच्चमत्करणरूढनिर्भरा त्वं पुरा स्फुरसि सैव खेचरी |
रूपसंग्रहदर्शितैषणा तेजसा स्वरसवाहिनाऽम्बिके || ९० ||

Vers 91
देवि नैकविषयोद्यमस्फुटारोहिणी भवसि सैव भूचरी |
स्पर्शसंग्रहणनित्यसम्मुखी स्वैरितामजहती स्वभावजाम् || ९१ ||

Vers 92
प्रत्यगात्मनि दृशोऽवकुञ्चना विश्वमन्नमुदरे वितन्वती |
ग्रस्य संहृतिमुखेन दिक्चरी सैव देवि रसचर्वणोन्मुखी || ९२ ||

Vers 93
प्राप्तचित्तमुखतोऽधितस्थुषी स्वस्वरूपमनिकेतमञ्जसा |
रौद्रभावकृतबाह्यजृम्भणा गोचरी त्वमसि गन्धहारिणी || ९३ ||

Vers 94
ब्रह्मविग्रहकलाधिरोहिणी पञ्चवाहवपुषः कला तव |
सामरस्यघटितोदया शिवे शश्वदुल्लसति सिद्धमण्डले || ९४ ||

Vers 95
भानुशीतकरवह्निकुण्डलीबिन्दुसूत्रितपरावरस्थला |
रुद्रशक्तिरिह कालकर्षिणी त्वत्कपञ्चविधवृत्तिसूचिनी || ९५ ||

Vers 96
घोषवाडवशिखास्तदुत्तरं बिन्दुनादयुगलं च यत्पदम् |
सप्रसादमिह पञ्चभिः शिवे त्वां कलाभिरनुकॢप्तमोमपि || ९६ ||

Vers 97
इन्दुशूलवृषटङ्कमातृकाकालबीजधृतपञ्चभूमिकः |
लोपसन्धिविहितध्रुवोदयश्चिन्मयश्च तव देवि दर्शितः || ९७ ||

Vers 98
यज्ज्वरादिपदमम्ब वायुना या शिखा मधुसपन्नगास्पदा |
या निशा मधुनिविष्टसृष्टिका पङ्क्तिरप्यनुकरोति ते स्थितिम् || ९८ ||

Vers 99
यन्नभः स्फुरति यो मरुत् त्वयाधिष्ठितो विधृतसर्गरूपया |
या शिखा यदुत वारि यज्ञसूर्याम्ब पङ्क्तिरपि तैस्तथाविधः || ९९ ||

Vers 100
भूचरी वहसि दण्डतः क्रमं मुण्डतोऽपरचतुष्टयी च सा |
भोग्यभोक्तृकलनोर्मिसंक्षये सामरस्यरसरोहिणी शिवे || १०० ||

Vers 101
यस्त्वनाहतधृतोर्ध्वपारगस्त्र्यश्रमूलगगनस्थितः स्वरः |
तत्र देवि वियदग्निपार्श्वयोर्मध्यगा वहसि पञ्चधा क्रमैः || १०१ ||

Vers 102
पञ्चवर्गमयपिण्डगामिनी मञ्चपञ्चकतनुस्त्वमम्ब या |
देवि वर्ण इव भासि निष्क्रमा सामरस्यकृतपञ्चवृत्तिका || १०२ ||

Vers 103
शून्यमम्ब महमुच्यसे तु या यत् त्वमत्र गगने सदोदिता |
दिव्यमोघमत उद्गिरन्त्यसौ स्पर्शमुज्झसि हि वामविग्रहा || १०३ ||

Vers 104
अम्बरस्य परमागता शिवे सैव चित्तमनघा स्वभावतः |
स्पन्दमेत्य परमं विराजते खेचरि प्रणतखेचरस्त्वया || १०४ ||

Vers 105
व्यक्तमक्रमविजृम्भिता शिवे त्वं विसृष्टभुवनद्वयोदया |
सैव संचरसि संश्रिता यदा भूचरी भवसि संज्ञया तदा || १०५ ||

Vers 106
स्वं वपुः स्फुरणशक्तिलक्षणं तत्तदर्थमयमम्बिके क्षणात् |
सैव चेन्निजपदान्तवर्तिनी संहरस्यथ तदासि दिक्चरी || १०६ ||

Vers 107
प्रत्यगर्पितमुखी भिदाक्षयादैकरस्यमघिरोपितं त्रिधा |
स्वं क्रमं ग्रससि सैव चेदसौ गोचरी खलु महाम्बरान्तगा || १०७ ||

Vers 108
पञ्चसु स्फुरति देवि वृत्तिसु त्वन्मयीषु यदि काचन स्वतः |
शश्वदाशु निखिलास्तदैव ताः सामरस्यमधिरुह्य भान्त्यमूः || १०८ ||

Vers 109
निर्णिकेतनतयाऽम्ब खेचरी स्फारिता गगनकामया त्वया |
नादसर्गनिहितस्ववैभवा दिक्चरी स्फुटमधिष्ठिता यया || १०९ ||

Vers 110
क्षोभमम्ब ! तव तावदिष्टतो द्व्यष्टरश्मितनुनादविग्रहा |
बिन्दुभूमिमधितस्थुषी स्फुटानन्दचक्रविभवासि भूचरी || ११० ||

Vers 111
दिक्चरी त्वमसि बिन्दुभास्करा जृम्भिता बहिरिहाम्ब निर्गता |
अर्थपञ्चकमलं ग्रसन्त्यसौ भूचरीं नयसि निर्विभागताम् || १११ ||

Vers 112
तद् द्विपञ्चकलवह्निविग्रहं सप्ततच्छिखमशेषघस्मरम् |
मूर्तिचक्रमधिरुह्य दिक्चरी त्वं परां विशसि वाचमद्वयाम् || ११२ ||

Vers 113
गृह्णती परममम्ब चित्पदं मङ्गलासि विधुताहृतिः परा || ११३ ||

Vers 114
अस्वराग्रिमविकासधर्मिणी विश्वचक्रपरिमेलनोद्यमा |
भावनादिकलनातिवर्तिनी पञ्चवक्त्रमधिपीठ इज्यसे || ११४ ||

Vers 115
बिन्दुनादशशिपीठभास्वरा ज्वालराजभगकालविग्रहा |
अस्वराख्यपरमाम्बरात्मिका मङ्गला त्वमसि वाक्त्रयातिगा || ११५ ||

Vers 116
द्व्यष्टधामनिलया चितिः शिवे स्फारयन्त्यनिशमात्मनो बलम् |
निर्निकेतनपदा तनोष्यसौ ज्ञानरश्मिविसरं सदोदितम् || ११६ ||

Vers 117
अन्तरम्ब बहिरप्यमी करा ये तवाक्षतनवोऽङ्क एष यः |
विग्रहद्वितयमप्यतः परं चिन्नभो नयसि नः करङ्किणी || ११७ ||

Vers 118
यत्प्रकृत्यवधितत्त्वमण्डलं क्ष्मामुखं परिमितग्रहास्षदम् |
क्रोधनी त्वमसि तज्जिहीर्षया मन्त्रमूर्तिरिह ते विजृम्भते || ११८ ||

Vers 119
देवि कार्यकरणाह्वयं वपुस्त्वं त्रिशक्तिविसरद्गुणात्मकम् |
मान्त्रमुग्ररससंकुलं परं वीर्यमानयसि तज्जिहीर्षया || ११९ ||

Vers 120
ग्रन्थयोऽपि षडुमे यया धृता सा निरावरणचिन्नभःपदा |
स्पन्दमूर्तिधृतभेदडम्बरा भैरवि त्वमसि विश्वभेदिनी || १२० ||

Vers 121
अष्टपुर्युदितबीजवासनासंहृतिप्रवणरश्मिपुञ्जया |
लीढमात्रमुखभेदिता त्वया भूयसे जननि लेलिहानया || १२१ ||

Vers 122
त्वं पराप्रभृतिवैखरान्तिमोल्लेखविस्तरविलापनोन्मुखी |
देव्यनावरणशम्भुसद्मगा खेचरी भवसि चिद्विकासिनी || १२२ ||

Vers 123
वह्निसूर्यशशिधामघस्मरी कुण्डली तडिदिवोत्पतन्त्यसौ |
शाम्भवं जननि बिन्दुमध्वना मध्यमेन च गतासि खेचरी || १२३ ||

Vers 124
मुद्रितस्वकृततत्त्वमण्डला जृम्भसे स्वजठरे सदोदिता |
वृन्दचक्रगतपञ्चभेदगा त्वं शिवे दिशसि योगजां श्रियम् || १२४ ||

Vers 125
ज्ञानमम्ब तव भेदितैः स्वरैस्तैस्तु योग इह षण्डवर्जितैः |
व्यञ्जनैरुदयते महान्तिकैर्मन्त्रशक्तियुगलं कहादिभिः || १२५ ||

Vers 126
बिन्दुचक्रशशिकुण्डली शिखा मूर्तिरम्बरगता चतुर्विधा |
शक्तिरत्र कृतशम्भुभेदना षष्टिरम्बरगताश्चतुष्पराः || १२६ ||

Vers 127
आदिहान्तनिजदेहनिर्गताः षष्टिरत्र चतुरुत्तरा रुचः |
खेचरीजठरनिष्ठितास्त्वया मङ्गले परमभेदतः कृताः || १२७ ||

Vers 128
ज्ञानदीधितिषु रौद्रदीधितेर्मन्त्रदीधितिषु वामयोदितम् |
योगदीधितिषु जृम्भतेऽम्बिका ज्येष्ठयैवमथ शक्तिदीधितेः || १२८ ||

Vers 129
देव्यभेदितकलाचतुष्टया शम्भुदीधितिषु दीप्यते स्वरः |
तत्स्थितिस्त्वमपि वर्णभेदिनी मङ्गले वहसि यत्प्रधानताम् || १२९ ||

Vers 130
सर्वदैव सकृदास्थितोदयाः सर्वतः क्षपितकल्पनाभिदाः |
इत्थमेकवपुषा त्वया निजाः स्फारिता महति लक्ष्मचित्त्विषः || १३० ||

Vers 131
उद्यमप्रथनचर्वणात्मकं जागरादिपदमम्ब यत्क्रिया |
यत्तुरीयमपि तद्विलापनं भातनुस्त्वमखिलेऽत्र जृम्भसे || १३१ ||

Vers 132
यो विकल्परहितोऽक्षमण्डलारूढ उल्लसति मातुरम्बिके |
प्राग्विमर्श इह तन्मुखी प्रथा ज्ञानमर्थविधृता तनुस्तव || १३२ ||

Vers 133
ईदृगेतदिति तत्प्रथास्थितेर्यो विमर्श उदितोऽन्तरक्षतः |
मन्त्र एष तव वृन्दचक्रगो यन्मुखी भवति तावकी क्रिया || १३३ ||

Vers 134
लोलिताखिलहृषीकवृत्तिका युक्तिरम्ब ! तव विश्वमेलिनी || १३४ ||

Vers 135
ज्ञप्तिमात्रमपनीतवासनं निर्विकल्पमधिरुह्य चित्त्विषा |
सामरस्यकृतशाश्वतोदया त्वं हि शक्तिरधितिष्ठसीश्वरे || १३५ ||

Vers 136
शून्यमम्ब गगनं हि या महत् स्पन्दबीजमनिकेतमीयुषी |
लीयसे झटिति चित्तया त्वया शम्भुरश्मिवपुषाऽत्र भूयते || १३६ ||

Vers 137
ज्ञानमम्ब शमपूर्णचित्पयोराशिलम्बिलहरी त्वमुच्यसे |
तद्विमर्शतदुपाश्रितक्रमध्वंसमूर्तिशतमूर्ध्वमण्डला || १३७ ||

Vers 138
स्त्यायमानशिवचिद्रसात्मकं भाववृन्दमधिरुह्य भामयी |
खानिलाग्निजलभूमिभासिनी शम्भुतः प्रभृति जृम्भसे शिवे || १३८ ||

Vers 139
स्फारतावकविमर्शपावकभ्राम्यमाणधनसारभात्मिकाः |
पञ्चदिव्यकुलबीजविग्रहाः त्वत्त्विषोऽम्ब ! शिवचिन्नभःप्रदाः || १३९ ||

Vers 140
पञ्चचक्रतनुरेष जृम्भते निर्विकल्पशिवबोधसत्फलः |
पञ्चसु क्रममहीरुहः शिवे त्वन्मरीचिषु निरस्तवैभवम् || १४० ||

Vers 141
बीजमम्ब ! तव पञ्चधोदितस्फारितप्रगुणदेवताक्रमः |
सिद्धिदोऽयमपरीतजृम्भणो यः प्रकाश इह सोऽन्तचक्रगः || १४१ ||

Vers 142
शम्भुधाम्नि पतिताम्बरेश्वरी शक्तिधामनि ततोऽनु खेचरी |
भूचरी त्वमनु योगधाम्न्यतो दिक्चरी तदनु मन्त्रधामनि || १४२ ||

Vers 143
पञ्चमं झटिति पातुकक्रमादीयुषी स्फुरसि रौद्रवैभवात् |
ज्ञानधाम्नि निखिलेशि गोचरी न क्रमस्तव निराश्रये पदे || १४३ ||

Vers 144
ज्ञानतः प्रभृति पञ्चमं शिवे यत् त्वमत्र परचिन्नभस्तनुः |
पञ्चवाहमयशक्तिगर्भिणी भाससे प्रथनकेतघस्मरी || १४४ ||

Vers 145
त्वं निरन्तरचिदम्बरात्मिका वेलयाऽम्ब तुलिता दयाम्बुघेः |
त्वययमूर्झटिति संविदापगाः पूर्णतां दधति निर्निकेतनाः || १४५ ||

Vers 146
पञ्चधा प्रभृतवैभवं शिवे चक्रमेतदिह गोचरीकृतम् |
विश्वभक्षनिरुपाख्यचिन्मयात् त्वत्पदाद् गलति नैव जातुचित् || १४६ ||

Vers 147
धाम यद् भवति मुद्रया समं या च संविदनिकेतनाश्रये |
याऽणुभावकलिता कला च तत् सर्वमम्ब तव बृन्दचक्रगम् || १४७ ||

Vers 148
अस्वरोल्लसनबीजमग्रिमो क्षीणतोऽवपुरपाकृतक्रमः |
नाद एष तव विश्वदैशिकः कोऽपि संविदि विमर्श ईश्वरः || १४८ ||

Vers 149
ग्रन्थिपञ्चकविभेदिनी चितिः पञ्चतारलिपिवृत्तिसूचिता |
येयमम्ब परधाम्नि ते तनुर्योनिपञ्चकमयी निराकृतिः || १४९ ||

Vers 150
स्पर्शवर्णमयपञ्चवर्गजैर्विस्तरैर्जननि मुद्रिता त्वया |
व्यक्तिभेदरचना समन्ततो व्यक्तिधामसहिता जगन्मयी || १५० ||

Vers 151
आदितः क्रममयीभिरम्ब यः पञ्चभिर्भवति योनिभिः स्वतः |
अक्रमः क्रममयस्त्वदाश्रयात् सक्रमः स्फुरति सृष्टिलक्षणः || १५१ ||

Vers 152
केवलं जगति योनिरक्रमा योगमूर्तिरिह ते सतां मता |
योनिरत्र महती तदुत्तरा सा यदेतदवभासनं तव || १५२ ||

Vers 153
शङ्खयोनिरत उत्तरा धृता वृत्तिरम्ब तव यत्तु चवर्णम् |
कालविग्रहविलासनं पुनः पद्मयोनिरपि ते विकस्वरा || १५३ ||

Vers 154
निस्तरङ्गजलधिक्रमा स्थिता कालि धाम्नि तव भेदघस्मरे |
दिव्ययोनिरिह स्वस्वरूपिणी निःस्वभाव उदयः परस्तव || १५४ ||

Vers 155
स्वस्वरूपमयविश्वमूर्तिदृक्सिद्धगाढषरिरब्धविग्रहाः |
स्पर्शमूर्तिमधिरुह्य पञ्च ते योनयो विधृतसृष्टिमण्डलाः || १५५ ||

Vers 156
जागरामुखचतुःपदाऽद्वयोन्मेषसंस्फुरितमातृलक्षणा |
निर्द्वयाद्वयगतिर्महाखगे द्राक् तवाम्ब पतिसिद्धमण्डली || १५६ ||

Vers 157
कुण्डहृत्स्वरचतुष्टये स्थितो व्यक्तितः प्रभृति यो जगत्क्रमः |
तस्य गोपक उदग्रवैभवो योऽवतार इह साम्ब ते प्रथा || १५७ ||

Vers 158
स्पन्दमूर्तिमविनश्वरं खगं स्पर्शशून्य इह हंसमास्थितः |
ईश्वरस्त्रिपथभक्ष्यधामगो यस्तमम्ब भजते खगेन्द्रता || १५८ ||

Vers 159
प्रातिभः प्रथम उद्यमोऽम्ब यश्चित्रविश्वरचनादरोऽद्वयः |
कूर्मवृत्तिमनुकृत्य कूर्मतां यात्यसौ तव निवेशितः पथि || १५९ ||

Vers 160
मेष एष उदयः परो मम छन्दतोक्षतनुतां वहत्युमे |
नित्यतुर्यमहिमा ग्रसन्निभं मेष एति तव धाम्नि संस्थितिम् || १६० ||

Vers 161
छन्दतो मम निराश्रये पदे मुक्तबाह्यपदसिद्धिकल्पनाः |
संविदो वसत यूयमित्यमूः शास्त्यसौ तव निरर्गलः शिवे || १६१ ||

Vers 162
निस्तरङ्गपरमाद्वयप्रथाम्भोनिधौ प्रतिनिवर्तितक्रमः |
विश्वमन्नमुदरं नयत्युमे मीन उत्कटविमर्शवक्त्रगः || १६२ ||

Vers 163
निर्निकेतमहिमा निराकृतिस्तावकोऽयमवभासनक्रमः |
स्वस्थशक्तिविसरत्समाहितो यत्र शक्तिनिवहोऽम्ब जृम्भते || १६३ ||

Vers 164
क्षान्त आदिकलिताक्षचक्रगो धीनिरासकृततद्विचारणः |
खण्डचक्र उदितोऽम्ब ते क्रमो रुद्रसंख्य इह संहृतिक्रमः || १६४ ||

Vers 165
निश्चितग्रहनिदेशवर्जितो युक्त्ययुक्त्यतिगतोऽक्रमः परः |
सत्पथोदितखधामगः शिवे खण्डचक्रविसरस्तवोत्कटः || १६५ ||

Vers 166
व्यक्तिमत्तदितरक्रमप्रथागुप्तिकृत् क्षतबहिर्जगत्क्रमः |
निर्गताधममहार्थजृम्भितः संभृतौ जननि तेऽन्वयक्रमः || १६६ ||

Vers 167
ग्राह्यतद्ग्रहविधातृसंभ्रमो नादयुग्म इह विश्रमोन्मुखः |
रुद्रसंख्य इममत्तुमीहते तावके तव मरीचिरम्बिके || १६७ ||

Vers 168
यो दशेन्द्रियनिविष्ट उद्धृतोऽत्यर्थमात्मजडभेदविप्लुतः |
तत् क्षयाय वत कालकर्षिणी त्वत्समुल्लसति तावकी रुचिः || १६८ ||

Vers 169
अक्षचक्रनिवहोऽर्कसंख्यया स्वं स्वमर्थमिह यो ग्रसत्युमे |
चिच्चमत्करणनिर्भरः स ते प्रत्यगुल्लसति तत्पदं गतः || १६९ ||

Vers 170
तत्पदं झटिति नीतसन्ततिः प्रेक्ष्य देवि तव तुर्यधामगः |
निस्तरङ्गपरमाम्बरात्मगाः सामरस्यमुपयन्ति दीप्तयः || १७० ||

Vers 171
आदिसर्गसमखण्डवर्जितस्वस्वरात्मरुचिचक्रगामिनि |
व्यक्ततत्परतया स्थितं बहिस्तावकार्थरुचिचक्रमम्बिके || १७१ ||

Vers 172
निर्विकल्पपरमाम्बराश्रयाः उज्झितेतरपदास्त्विषस्तव |
स्फारिता हि यदि पूर्णतामधुः संभ्रमं जगति बाह्यमीश्वरे || १७२ ||

Vers 173
चञ्चला तटिदिवाक्रमं परा स्पन्दवृत्तिलहरी तवाम्ब या |
सोदयात् प्रभृति कल्पनां विना वृत्तिभिस्तिसृभिरुज्झिता सकृत् || १७३ ||

Vers 174
अम्ब तत्र कलना पृथक्क्रिया सृष्टितः स्वपथगे क्रमे च या |
तद्विरूपममलं तनुक्रमोद्योगमुख्यचतुरूर्मिसञ्चितम् || १७४ ||

Vers 175
एकमम्ब तव भात्यनावृतो द्वादशक्रमचिदूर्मिडम्बरः |
सृष्टिकाल्युदयमेति यन्मुखे यः स्फुटो निरवधिर्निराश्रयः || १७५ ||

Vers 176
तस्य देवि हरसंभृतेर्वशाद् दुर्निरीक्ष्यतनुरुच्छ्रिताश्रयः |
स्वस्वभावविहितक्रमाक्रमे द्वैध एष तव चित्त्विषां चयः || १७६ ||

Vers 177
यो मनोन्मनमनोन्मनीतरः स्वस्वरूपचतुरात्मभावतः |
द्वादशैक्यतनुरक्रमक्रमो भैरवस्त्वमसि देवि ते स्थितिः || १७७ ||

Vers 178
ब्रह्मविष्णुहरमूर्तितां यतोऽभ्येति तत्तव तुरीयमास्पदम् |
व्योम यत् क्रममयी त्वदीरणा धूयते लयखचक्रगा शिवे || १७८ ||

Vers 179
बिन्दुगर्भनिहितं त्रिधामगं तद्विशिष्टमुपरि प्रसर्पति |
भेदनानिधनमों यदम्बिके तत्त्वमेव परतत्त्वदर्शनम् || १७९ ||

Vers 180
सत्त्वजाश्रुतकलावधि त्वया कालवह्निभुवना मरीचयः |
भक्षणाय जगतः प्रसारिता यल्लयान्नृभिरणुत्वमुज्झ्यते || १८० ||

Vers 181
वर्णमन्त्रपदजृम्भया सम याः कलास्तदनु तत्त्वमण्डलम् |
यानि तत्र भुवनानि चण्डिके तत्र कृत्स्नमपि गृह्यते स्थितौ || १८१ ||

Vers 182
त्वं निरावणयुक्तिमास्थितैस्तावकाद्वयविमर्शसाधिता |
अन्तराहितषडध्वमण्डपैर्योगिभिर्जननि शश्वदीड्यसे || १८२ ||

Vers 183
मूलतः प्रभृति पावकाश्रयं द्वादशान्तनिधनं शिवे जगत् |
वाहतत्प्रथनयोर्निषेदुषी मज्जयस्व तव धाम्नि चित्पदे || १८३ ||

Vers 184
ये निरावरणयुक्तिशालिनस्तान् प्रति स्फुरति तत्परं नभः |
यत्र मेयमितिमातृघस्मरे वासनापि न जगद्विभेदगा || १८४ ||

Vers 185
वृत्तिसंहरणमेव मातरि व्यज्यते न खलु संस्तुतिक्षयः |
तद्द्वयं च तव धाम्नि संभृतं चण्डि केयमिति चण्डिमा त्वयि || १८५ ||

Vers 186
भूतयन्त्रनिलयास्तवाम्बिके शक्तयोऽक्षरकवृन्दमास्थिताः |
त्वत्पदं हि विषयामृतासवैः स्वस्ववृत्तिकुसुमैर्यजन्त्यमूः || १८६ ||

Vers 187
गोचरीप्रभृति शून्यपश्चिमं भूतषट्कमवमज्य धाम्नि ते |
स्वप्रभे प्रमदनिर्भराः परं शक्तयो दधति दर्पमीश्वरे || १८७ ||

Vers 188
द्वादशाम्ब ! किरणात्मनो रवेर्मातृवह्निविदिते त्वदम्बरे |
विश्वमेत्य सहसा मरीचयोऽश्नन्ति चिन्मुकुरबिम्बितं जगत् || १८८ ||

Vers 189
बाह्यमीश्वरि विना सुदर्पणो बिम्बमेतदनुकारिणी तनुः |
व्याप्ततामुपेयुषी त्वदम्बरे युक्तिमर्हति न बिम्बबाह्यताम् || १८९ ||

Vers 190
अस्ति बाह्यमिति तत्प्रथेत चेत् तादृशप्रथनगर्भितं हि तत् |
न प्रवेदयति निष्प्रमाणकम् मानमम्ब खलु साधयेत् प्रथाम् || १९० ||

Vers 191
ईदृगेतदिति चैव मा फलं तत्तथेति हि विमर्श आन्तरः |
निर्विबाध उपधानशब्दवत् कर्म सा त्वयि पुटत्रयी स्थिता || १९१ ||

Vers 192
माययान्तरमपि स्थितं जगद् वर्तमानमवभाति बाह्यवत् |
भूतभावियुगलं यथापुरं विद्ययाम्ब तव वृत्तिरूपया || १९२ ||

Vers 193
त्वं गुहा निखिलभावगूहनी भामयेन वपुषाऽवतिष्ठसे |
यच्च यस्तव पतिर्गुहाशयः प्राणिचक्रमखिलं च यस्य पूः || १९३ ||

Vers 194
भासितं जननि मायया बहिर्बिम्बमेतदनुकारि मानसम् |
मातुरेतदुभयं च बिम्बितं तावके वपुषि यद् द्वयं स्थितम् || १९४ ||

Vers 195
वारिवह्निमुकुरादिषु स्फुटा स्वच्छवस्तुषु कुमारि बिम्बता |
मन्त्रिता सह परिच्छदेन यत् तेन बिम्बमनवेक्षितं तव || १९५ ||

Vers 196
यत्स्मृतौ स्फुरति वस्तु बिम्बितं स्वप्नसंप्रथनकल्पयोश्च यत् |
बिम्बवर्जमिह तन्निदर्शनात् त्वन्निमग्नमुदितं जगत् त्वया || १९६ ||

Vers 197
स्वप्नदृष्टमसदित्यसद्वचो दिव्य एष यदिह प्रमाणितः |
कल्पनापि न मृषा फलं शिवे यत् स्थितं गरुडभावनादिजम् || १९७ ||

Vers 198
ख्यातिरम्ब ! यदि याति पूर्णतामीदृगेतदिति कल्पनामयी |
तत्तथेति हि विमर्श उत्तरो नान्तरेति परिमर्दयोग्यताम् || १९८ ||

Vers 199
अस्ति तद्यदि धृतं जलस्थले देवि ! तद्वदनलार्कसोमयोः |
मारुते नभसि वा तदाकृतिस्तत्कृतिं च कुरुते हि पूरुषः || १९९ ||

Vers 200
कल्पना यदि मृषेति भाषिता धारणा फलति केन हेतुना |
देवि ! संकलनबोधजीविता देवता किमिति कैर्न हीयसे || २०० ||

Vers 201
तन्न जग्मुरुदधौ स्वयौक्तितो विष्णुरात्मजमदर्शयच्चितः |
तातमम्ब तनयस्य शङ्करो दग्ध एष हि बहिःक्रमस्तव || २०१ ||

Vers 202
रूपमेष्यति हयाननं हरिर्गोपसंज्ञमगमद् बहिः पुरः |
तद् द्वयं च भजतां बहिः फलं भावि चेन्न सदतीतमम्ब यत् || २०२ ||

Vers 203
अक्षरेऽम्ब परमे वियदृचो यत्र यत्र सकला च देवता |
तन्न वेदयति चेदृचां फलं तद्विदां तदिति हि स्फुटा श्रुतिः || २०३ ||

Vers 204
वह्निभानुशशिविद्युदातपं ज्योतिरिङ्गणनभश्चरादयः |
याः स्फुरन्ति हृदयेऽपि सारवाः तैस्तदम्बरगतैर्हि भूयते || २०४ ||

Vers 205
देशकालमवभासि यादृशं यत्तयाऽनुभवितुर्विभेदिनः |
तत्तया सकलमीक्ष्यते स्मृतौ मत्कृतस्मृतिमवेक्षते क्षणम् || २०५ ||

Vers 206
यद्यनङ्क्ष्यदनुभूतिरीश्वरे सा स्मृतिस्तदितिना प्रतिष्यते |
संस्तवो ह्यनुभवस्मृतौ स्थितस्तत्क्षयेऽनुभव एव न स्मृतिः || २०६ ||

Vers 207
संस्मृतिः सदृशवस्तुबोधिका दृष्ट एव विषयः स्मृतेतरः |
दृक् शिवे विषयभानविग्रहा तत्प्रथा स्मृतिरियं यदाहृता || २०७ ||

Vers 208
द्रष्टृदृश्यदृशिलक्षणं जगत् प्राक्स्मृतेस्त्वयि तदम्ब संहृतम् |
उन्मिषत्यपि पुनस्तदुद्गमे तल्लये निमिषति त्वदिच्छया || २०८ ||

Vers 209
सा प्रमातुरिह जीवितं स्मृतिर्यत्नतां प्रकटयत्यमुष्य या |
या च दृग् जननि निह्नुतेन ते अप्युभे सह पुनर्विरूपताम् || २०९ ||

Vers 210
दृग् विधत्त इह विश्वमम्बिके तत्पुनः स्थिरयति स्मृतिस्तव |
तन्मिथोपनिहिता निषीदसि त्वं तु योगतमसीत्यनाश्रिता || २१० ||

Vers 211
सृष्टिपालननिरोधलक्षणा रूपतां वहसि बिन्दुलक्षणा |
तद्विलक्षणपदा त्वमम्बिके चिन्मयी पुनररूपमुच्यसे || २११ ||

Vers 212
भोग्यभोक्तृमयगा विमर्शगा देवि मां चिदुदरे दृढां दशाम् |
आर्पयदनलसोममिश्रणस्त्वद्विमर्श इह भानुजृम्भणः || २१२ ||

Vers 213
दृष्टिरूपमिदमम्ब भावितं स्थेमरूपकरणांशुभिर्जगत् |
स्यादनाख्यमनिकेतयुक्तितस्तत्पुनर्लयमनेन चात्मना || २१३ ||

Vers 214
अक्षमूलपशुभेदविग्रहा न्यायसंभृतिहृतार्धरूपिणी |
त्वत्पदे ग्लपितकल्पने लयाद् भाति बिन्दुरिति किं नु मुद्रया || २१४ ||

Vers 215
या दशासु निखिलासु सर्वथा सर्वतः स्फुरति चित्परा सकृत् |
गुप्तभाषितजगद्विजृम्भणा मन्त्रतां भजसि तत्त्वमम्ब सा || २१५ ||

Vers 216
अक्षिमात्रविसरच्छिखं शिवे वह्निमुग्रमुदरे वितन्वती |
ग्रस्तकालतनुभानुमत्कला स्वोदये दिशसि शक्तिजृम्भणम् || २१६ ||

Vers 217
तत्र ते सदसदर्थशून्यता निर्वृतिर्जयति यत्र विश्रमः |
मातृतत्करणगोचरोज्झिता काल्यकालमनु तल्लयोऽस्तु मे || २१७ ||

Vers 218
क्षेपमम्ब वितनोति संख्यया तद्ग्रहश्च सहसा परत्रये |
अक्रमः स खलु काल ईश्वरे प्रत्यमुष्य भवती च काल्यसौ || २१८ ||

Vers 219
खे बहिर्घनवृते रुचिस्तमोहारिणी वहसि हास्यरूपताम् |
त्वं च चिन्नभसि मायया वृते तद्धि काल्यसि परैस्त्वमीक्षिता || २१९ ||

Vers 220
द्वादशशात्मरविकालघस्मरी कालकालिशिवभूमिका वरा |
यादृशी भवसि चण्डि ! तादृशीं त्वां विदुः कलितकल्पनापराम् || २२० ||

Vers 221
यत्कुलं त्रिविधमम्ब तद्भवो यः प्रकाश उपलक्ष्यते महान् |
तत्र यो निखिलकल्पितोऽर्णवस्त्वं यदूर्मिरसि कृत्यलालसा || २२१ ||

Vers 222
उन्मिषन्निमिषदप्युत द्वयं विश्वमेतदुदरे धृतं यया |
सा त्वमम्ब लहरी शिवाम्बुधेः क्षेपसंप्रकटनग्रहोन्मुखी || २२२ ||

Vers 223
यः परो निरुपसर्गतः परः स्यान्महानपि च केवलः शिवे |
उत्तरं च विषयोत्सवस्तदानन्द उल्लसति चिद्घनासि यत् || २२३ ||

Vers 224
विश्वसंहृतिपदे लयोज्झिते लीयसे यदि निरंशतः शिवे |
सृष्टिकाल्यसि यया बहिःपदे क्षिप्तमम्ब जगदाशु गृह्यते || २२४ ||

Vers 225
लब्धसाम्यपवनद्वयाहृतं वातचक्रमधितस्थुषी शिवे |
निर्गमागममपोज्झितान्तरे त्वं स्थितं ग्रससि हि स्थिताम्बिके || २२५ ||

Vers 226
या शिखान्तरहुताशनिर्गता धामचक्रमवभिन्दती क्रमात् |
ऊर्ध्वसोमरसपानदीपिता साऽपि देवि कलये बहिः स्थितः || २२६ ||

Vers 227
बर्हिणोऽण्डरसवद् यदन्तरे शब्दतः प्रभृति चित्रितासनम् |
अर्थपञ्चकमसौ त्वमुन्मनी सन्धिपूर्वपदकल्पघस्मरी || २२७ ||

Vers 228
आत्मभावमखिलस्य जग्मुषी त्वं शिवे निरवधिः सदोदिता |
भावसंहृतिनिमेषविग्रहा संहृतं कलयसि ह्यनावृतिः || २२८ ||

Vers 229
स्वैरखेलननिवेशिताः शिवे आत्मनाऽक्षरुचयस्त्रयोदश |
अर्थपञ्चकमयाश्च वेदकास्त्वं विनीतघनसारमूर्च्छिता || २२९ ||

Vers 230
भक्षयन्त्यखिलमक्षजैः शिवे शक्तिरश्मिभिरिमाश्च मातृभिः |
ताश्च संस्मृतिमहालये परे रज्यती हरसि विश्वविग्रहम् || २३० ||

Vers 231
कालपालकमुखं शिवान्तकं विश्वमब्धिपतितोदबिन्दुवत् |
पूर्णतां वहति यत्र दीप्तिचिद् घस्मरी त्वमिह साध्यकाल्यसि || २३१ ||

Vers 232
एतदम्ब सदिदं तु नेति नः शङ्कया हृदि विकल्पलक्षणः |
यो यमः स खलु काल्यते त्वया भूतसंयमनकेलिकोविदः || २३२ ||

Vers 233
अम्ब कार्यकरणे नियच्छतः पूर्णचित्पदमहोत्सवद्विषः |
जम्बितस्य हृदये स्वशङ्कया त्वं यमस्य वपुषाऽसि भीषणा || २३३ ||

Vers 234
वित्तदारमुखभोग्यगामिनी या ममेत्यभिमतिर्मदोद्धता |
याऽप्यहङ्कृतिरनात्मनि स्थिता मृत्युरूपमुभ्यं तवासनम् || २३४ ||

Vers 235
विश्वमम्ब कुरुषे शवासनं मृत्युसेचनमखण्डितोदया |
चिद्विकल्पमयमन्तरुद्यमं कालमोहितजगत्त्रयम् प्रति || २३५ ||

Vers 236
शाश्वतप्रसरया चिदर्चिषा दीपिताखिलहृषीकमार्गया |
अर्थपञ्चकमिदं त्वया जगद् भद्रमम्ब गमितं तवान्तरम् || २३६ ||

Vers 237
वासना स्थितिमयी भवास्पदा त्वं नियोज्य कृतविश्वसंहृता |
त्वद्भ्रुवा कुटिलया शिवे क्षणात् संहृतः खलु भवः सवासनः || २३७ ||

Vers 238
कुर्वती जननि सृष्टिचित्रतां या कला भ्रमति वेद्यमण्डले |
ब्रूहि सा तव कलोन्मुखी यदा त्वं क्रियोत्कुटिलयात्त्यमू तदा || २३८ ||

Vers 239
उन्मिषन्निमिषदर्कविम्बयाऽनन्तयाम्ब परमार्थमध्यतः |
अग्निमूर्तिरिह सृज्यते त्वया भक्ष्यतेऽपि च सकृत्प्रभातया || २३९ ||

Vers 240
भर्गनाम्न इह भारवेः शिखा शक्तिरम्ब विषयेन्धनोन्मुखी |
शान्तिधामजुषि याति निर्वृतिं त्वययसौ खलु शिवैकपावके || २४० ||

Vers 241
योऽमृताण्डनिभमर्थपञ्चकं प्राणिनः स्फुरति भामयो रविः |
संहृतार्धमनु अन्तराहितं तद्वहिः सृजति चार्थपञ्चकम् || २४१ ||

Vers 242
संहतोर्ध्वनिकरस्मृतावधिर्व्यक्तमण्डतनुरम्ब भास्वरम् |
काललक्षणकलाप्रदीप्तये त्वं हि विश्वरसभक्षमास्थिता || २४२ ||

Vers 243
भूतचक्रमधुकोशसम्भृतं तत्तदर्थमधु पातुमुत्सुकः |
यन्मरीचिविषयः सभास्करस्त्वद्रुचौ शलभवत् प्रलीयते || २४३ ||

Vers 244
प्राण एष यमकाल उच्यते मध्यवाहतनुरग्निमम्ब यः |
रुद्रमेतदुपनीय खं परं तत्र सर्गविमुखं करोष्यमुम् || २४४ ||

Vers 245
त्वत्क्रमोपहतभानुमण्डलः क्रोध एष लयवह्निरुद्धतः |
विश्वभक्षणरसा मरीचयो यस्य भीमविभवास्त्वया हृताः || २४५ ||

Vers 246
ग्राह्यमत्र पुरतो हरन्ति ते यत् पृथग् ग्रहणमप्यसुं ततः |
ग्राहकांश्च वरदे मरीचयः तास्त्वदर्पितजगद्विजृम्भणाः || २४६ ||

Vers 247
यः श्मशान इह भूतघस्मरे रज्यतेऽम्ब करवीरनामनि |
ग्राहकं ग्रससि तं श्रुतं महाकालमप्यसुहुताशदुर्ग्रहा || २४७ ||

Vers 248
दिक्चरी दशसु दिक्षु या बहिस्तत्तदिन्द्रियमयीषु जृम्भते |
अन्तरम्ब करणत्रये च या खेचरी गलसि ते च त्वत्प्रिये || २४८ ||

Vers 249
त्वष्टुरम्ब ! शिवबोधभास्वतः सृष्टितः प्रभृति या मरीचयः |
द्वादशक्रमपदत्रयोर्ध्वगास्तासु संचरसि वा त्रयोदशी || २४९ ||

Vers 250
सक्रमाक्रमविमिश्रभावतस्त्वत्क्रमस्त्रितयचारुवीक्षणः |
तुर्यरश्मिगुणविक्रमैकभूस्त्वं क्रमत्रिगुणभीमकाल्यसि || २५० ||

Vers 251
यत्र कालि दश ते कराः स्थिता द्वे च यान्त्युदयमप्यमूर्यतः |
तन्नभः श्रयसि सर्वतः परं त्वं प्रकाशशिवचन्द्रिका सती || २५१ ||

Vers 252
शान्तमम्ब यदभिन्नमम्बरं यत् प्रकाशघनमप्यपोह्येते |
यद् द्वयोभयपदातिरोचनाद् यत्र मुक्तनिकरो निलीयसे || २५२ ||

Vers 253
त्वं पदत्रितयगर्भितोदयं निर्व्यपोहमुपगुह्य शङ्करम् |
ऐकरस्यलसदक्षयप्रथं नादमुद्वमसि सर्वतः शिवे || २५३ ||

Vers 254
ये विदन्ति तव रूपमीदृशं ये च नित्यकृततल्लयोद्यमाः |
एष तान् प्रति भवन् सुधामयो येऽन्यथा विषमयश्च तान् प्रति || २५४ ||

Vers 255
यः प्रमज्जयति मूढचेतसं तारयत्यपि स एष धीमतः |
येन तद्भवसुधाम्बुधिः शिवे यज्जुषां वहति निस्तरङ्गताम् || २५५ ||

Vers 256
अर्थपञ्चकसुधाप्रपूरिते यद्भवामृतनिधौ सुखप्लवे |
पद्यतां वहसि संविदिन्दिरा धामवस्तु तदुमे वपुस्तव || २५६ ||

Vers 257
तत्र पद्मरुचिवेद्यमण्डले स्वादुनि प्रकटमेयिवान् लयम् |
माययाऽम्ब पुरुषो निमीलितः त्वद्धियोन्मिषति विद्ययावृतः || २५७ ||

Vers 258
तत्तदर्थदलशोभितं जहन्निद्रमुल्लसितमम्ब वारिजम् |
त्वद्विमर्शमकरन्दनिर्भरं पीठतां व्रजति यत्र चिन्मयम् || २५८ ||

Vers 259
त्वं मलत्रयविलापिनी शिवे पूर्णपीठमहमात्मकं श्रिता |
शुद्धभानुतनुरद्वयप्रथानन्दसाररसवाहिनी सताम् || २५९ ||

Vers 260
सत्सुधाब्धिरसभृत् कलान्तरी गर्भषोडशकलाब्जविष्टरम् |
प्रेतमुज्झितगमागमं शिवे स्मेरभूः सरसिजं त्वमाश्रिता || २६० ||

Vers 261
निष्कलङ्कमनवेक्षितक्षयं यामिनीदिवसतूलजृम्भणम् |
स्वप्रकाशविनिमग्नचिज्जडं चन्द्रवर्ष्म यदि चण्डिके समम् || २६१ ||

Vers 262
ये तु कुण्डलशिखाकुलस्थिताः ये भवन्त्यकुलबिन्दुशालिनः |
ते विदन्ति नु तवाम्ब वैभवं पूर्णभानमयविश्वघस्मरम् || २६२ ||

Vers 263
ज्योतिषाम्ब ! शिखयापहन्यते पुंसि चैतसिकमुद्धतं तमः |
यत्पथप्रथनलक्ष्मपुङ्खितं तत्त्वमेव शिवशक्तिरप्यसि || २६३ ||

Vers 264
निह्नुतोदितशतार्कदीधितिश्छन्नचन्द्रशतलक्ष्मचन्द्रिकम् |
त्वं बिभर्षि वपुरम्ब भात्मकं तत्प्रवेश्य कुरु मामनामयम् || २६४ ||

Vers 265
त्वं कुलाख्यशशिभानुपावके भ्राजमानकरणात्मनायिके |
संस्मृतासि मुनिचित्तमण्डपे अद्य मे कुरु तवाङ्घ्रिसंश्रयम् || २६५ ||

Vers 266
पञ्चवाहगत शक्तिलक्षणैस्त्वन्मुखैरखिलमर्थमण्डलम् |
गृह्णती मयि निवेश्य चण्डिके या करोषि सहजं तवाध्वरम् || २६६ ||

Vers 267
त्वत्पदस्मृतिविधूतकल्मषं सर्वतः स्फुरितपूर्णभाघनम् |
सिद्धचक्रमिह मोदते शिवे पूर्णिमाप्यहह मे न तापहा || २६७ ||

Vers 268
भूतभाविभवदर्थगर्भितं कालघस्मरमुपास्यते वपुः |
कालकर्षिणि वहन्ति योगिनः कृष्णतः प्रभृति विश्वरूपताम् || २६८ ||

Vers 269
स्पर्शरूपरसगन्धरूपजं शब्दचिद्वलसभा विभिन्दती |
वृत्ति च क्रमकृताः षडध्वनो देशकालमयमूर्तिचक्रगा || २६९ ||

Vers 270
यत्प्रकाशतमरञ्जकं पदं तस्य भाव इह यः सतोऽम्बिके |
इन्दुवह्निरविलक्षणं कुलं त्वं तुरीयपदगाऽप्यलक्ष्यसौ || २७० ||

Vers 271
अम्ब नन्दति समन्ततः शिवे लोकनेन य उदग्रवैभवः |
प्रज्ञया वहसि सार्वभौमया या च नेत्रमयमर्चिता तव || २७१ ||

Vers 272
प्राप्तदिव्यनयनैर्विलक्षणैर्वीक्ष्य कालि ! महिमाऽनुवर्ण्यते |
केवलं तदनुवर्णनेऽप्युमे त्वन्मुदे तदपि दासजल्पितम् || २७२ ||

Vers 273
न त्वमम्ब पुरुषश्च नाङ्गना चित्स्वरूपिणि न षण्ढतापि ते |
नापि भर्तुरपि ते त्रिरूपता त्वां विना तदपि न स्फुरेत् त्रयम् || २७३ ||

Vers 274
ईश्वरो जननि चिन्तितप्रदः कोऽप्यनादिनिघनो महामनाः |
त्वत्प्रथा त्वमसि विश्वघस्मरी त्वां ततः क इह भेत्तुमर्हति || २७४ ||

Vers 275
रक्तशुक्लतनुहंसभेदिनी त्वं पतिश्च तव तत्कृताकृतिः |
भानुशाङ्करविभेदतस्तव स्त्री च काप्यसि पुमानिव स्वयम् || २७५ ||

Vers 276
रूपमम्ब तव भास्वरं पुरो वर्णपञ्चकविभेदितं पुनः |
त्वद्विमिश्रणमपि ह्यसुस्थितं चित्रसंज्ञितमतश्चतुर्विधम् || २७६ ||

Vers 277
भासनावरणशक्त्यधिष्ठितो ज्योतिरञ्जनमथो द्विधा तव |
विग्रहाभरणबिन्दुशर्वरीसंज्ञ उद्भवभवः स्फुटोदयः || २७७ ||

Vers 278
अञ्जनेन रुचिमिश्रणे समे रक्तमुल्लसति तावकं वषुः |
श्यामनीलतनुताऽञ्जनेऽघिके पीतशुक्लतनुता च ते रुचौ || २७८ ||

Vers 279
सौम्यता तव सिसृक्षया तनोः सा तथाप्यथ रिरक्षिषा यदा |
घोरता पुनरियं जिहीर्षया संस्मृतेऽम्ब तव धाम्नि शान्तता || २७९ ||

Vers 280
भास्वरे वपुषि सर्वगे तव स्पष्टमण्डनिवहो निमज्जति |
कालवह्न्यधिकृतौ शिवे यथा तत्समुल्लसति दीप्तिपञ्जरे || २८० ||

Vers 281
तावकं त्रिविधरूपवर्जितं गर्भितत्रिविधरूपमम्बिके |
चिन्मयं परमरूपलक्षणं रूपमन्तरवभाति तद्बबहिः || २८१ ||

Vers 282
स्त्रीति नाम तव कापि कल्पना स्त्रीतिरूपमपि तादृशी च धीः |
वस्तुतस्त्वमसि विश्वविग्रहा तत्परा च चितिरेव शाङ्करी || २८२ ||

Vers 283
त्वं चतुर्थपदवर्तिनी शिवे यद्द्वितीयमपि तत्पदं स्थिता |
योऽपि पञ्चमपदाश्रितः शिवे यस्तृतीयमपि तत्पदं स्थितः || २८३ ||

Vers 284
यत्पदं प्रथमेतदुत्तरे तत्परे तदपि तुर्यगामिनी |
त्वं तुरीयतनुराहृतत्रिका पञ्चमं विशसि पूरितत्रिकम् || २८४ ||

Vers 285
अम्बरेश्वरि निराकृतेस्तव व्यज्यते निखिलमाकृतित्वतः |
सर्वदा स्फुरसि येयमद्वयानन्दचित्प्रसरपीठवर्तिनी || २८५ ||

Vers 286
न श्रुतिर्न च गिरो न चागमाः खण्डवस्तु विनिवेशिताशयाः |
त्वां नयन्ति परमेशि ते मखा यागयोगविधयश्च नेदृशीम् || २८६ ||

Vers 287
नित्यतादिगुणलक्षिते पदे ज्ञानयोगमुखकल्पनापि ते |
अम्ब न त्वदनुभूतिदायिनी त्वल्लयैकगुरुसंश्रयं विना || २८७ ||

Vers 288
व्योमभावविनिविष्टचेतसः प्रातिभं जगदवेक्ष्य निन्दिताः |
ते त्वमाविशसि याननारतं त्वन्नयेन गुरुणाम्ब ! वीक्षितान् || २८८ ||

Vers 289
नित्यता त्वयि विभुत्वपूर्णते दृक्कृये स्वरसगोचरे च ये |
तानि तानि वियतीव शोभने रागवेदसकलाश्च भान्त्यथ || २८९ ||

Vers 290
व्योमवृत्तिघटितैक्य उल्लसत्यद्वयो जननि ! देवतागणः |
तावकोद्यमपदेऽपि सर्वगो द्राग्विलापनपदं विनापि ते || २९० ||

Vers 291
इत्थमम्ब तव वृत्तिपञ्चकस्योदयोऽद्भुतविभागसंभ्रमः |
सर्वदा स्फुरति सर्वतः परं खण्डितेतरनिजस्वरूपभाक् || २९१ ||

Vers 292
खण्डितेतरसमस्तगर्भगो यस्त्रिपञ्चविसराश्रयोऽक्रमः |
देवताक्रम उदेत्यनारतं तस्य हि त्वमसि देवजन्मभूः || २९२ ||

Vers 293
दिव्यवाहविभवोदरस्थितो रश्मिमण्डलसमुद्गमास्पदम् |
अव्ययस्तव नवार्णविग्रहे संहृतिक्रम उदेत्यकल्पितः || २९३ ||

Vers 294
लक्ष्यशून्यसहजाश्रमोदयारम्भपूर्णनिजकोट्यभेदिनी |
रश्मिचक्रतनुरश्मितोज्झिता त्वं च गौरि ! वरपुण्यवासना || २९४ ||

Vers 295
अध्वभिर्ध्वनिविमिश्रणक्रममब्जबीजमनिकेतनं वरम् |
कल्पनैक्यबहुभेदमद्वयं मन्त्रपीठमसि काल्यनर्गलम् || २९५ ||

Vers 296
स्पन्दमम्ब परिपूर्णमप्यभूः स्पन्दमु~ज्झितपदं निरावृति |
व्योमरूपमखिलक्रमास्पदम् पीठमावधिकविद्ययाम्बया || २९६ ||

Vers 297
अष्टयोनिदलपत्रपूरुषं त्वन्तवृत्तिदलशक्तिपेटिका |
त्वं पतिश्च तव लिङ्गविग्रहो रुद्रसिद्धमुनिवृन्दवन्दिते ! || २९७ ||

Vers 298
सृष्टितः प्रभृति यच्चतुष्टयं यत्प्रकाशनिभमूर्तिवृन्दजम् |
यच्च खण्डपदमम्ब ! पीठगं देहि चक्रनवकं नुतं तव || २९८ ||

Vers 299
त्वं नवार्णमनुचक्रविग्रहा स्वोदरार्पितसमस्तदेवता |
देवि सप्तदशवर्णभेदिता त्वं प्रकाशशिवचन्द्रगामिनी || २९९ ||

Vers 300
यः शिवात्प्रभृतिसोमपश्चिमस्त्वत्क्रमैकरसिको गुरुक्रमः |
आननाग्रमिह चक्रभानुतो यत्तु एददुभयं त्वया यया || ३०० ||

Vers 301
तत्तदर्थपुरुषो धृतक्रमः प्रतिभस्फुरितदिव्यविग्रहः |
अक्रमस्तव वरं पदं शिवे योऽहमद्वयविमर्शलक्षणः || ३०१ ||

Vers 302
लक्षणं तदनु सूक्ष्ममिष्यते ज्योतिरात्मकमवर्णमास्थिता |
स्थूलमेतदनुवर्ण्य लक्ष्यते भाव्यते शमयितुं मनो मया || ३०२ ||

Vers 303
तत्र शान्तवति पौरुषे मले व्योमवद्गतमवेदया त्वया |
सिद्धकार्यकरणं निरङ्कुशं चिन्मरीचिविसरेण मङ्गले || ३०३ ||

Vers 304
सोमपुत्रमपनीय मद्गतस्त्वत्क्रमोऽद्य किमपि स्तुतो मया |
ग्रस्तभीषणभवोऽयमम्बिके त्वत्पदाम्बुजविमर्शतेजसा || ३०४ ||

Vers 305
मुक्तमेव न मया मयोचितः प्रेरितोऽस्मि तव तर्तिनी तया |
सिद्धनाथकृतत्वत्क्रमस्तुतेः कालिदासरचितां च पञ्चिकाम् || ३०५ ||

Vers 306
यद्विनिश्चयपदं च ते स्तवं योऽम्ब वेद कुरु तन्मुखं जगत् |
कालिदासपदवीं तवाश्रितः त्वत्प्रसादकृतवाग्विजृम्भणः || ३०६ ||

Vers 307
त्वद्गुणान् यदहमस्तु वै जगत् तेन मोहमतिरद्य मुच्यताम् |
पूर्णपीठमवगम्य मङ्गले त्वत्प्रसादनकृते मया कृतः || ३०७ ||

Vers 308
एष चिद्गगनचन्द्रिकास्तवः किन्नु वाञ्छितमसूत मां प्रति |
यः पठेज्जपति देवि ! ते स्तुतिं योऽर्थमत्र विवृणोति वेत्ति यः || ३०८ ||

Vers 309
योऽनुगात्यभिनयत्यभीप्सितां तच्च तस्य कुरु सिद्धिमिश्वरि |
कालवर्षिणि शतैस्त्रिभिः स्तुतिं तावकीमिह नवोत्तरैः कृताम् || ३०९ ||

Vers 310
त्रैष्टुभैरहरहः परामृशन् कालचक्रमतियन् प्रसीदति |
कर्तुमिच्छति शिवं शिवे नृणां ज्ञायते तद् विचार्य या त्वया || ३१० ||

Vers 311
क्षेपधीस्तवन (?) गौरि तत्कृता विश्वराशि (?ज्ञि) कुरु सर्वमीप्सितम् |
केवलं मम पुनस्तदीप्सितं सर्वतस्तव मदीक्षणं शिवे ||
येन खेलनसरोहणार्णवः शश्वदाविशति येन मां शिवः || ३११ ||

Vers 312
पूर्णपीठकृतं सिद्धेस्तद्भावस्तवमादरात् |
वा नरार्थं महागुह्य श्रीवत्सो विदधे स तु || ३१२ ||

Kolophon
इति श्रीकालीदासमहाकविविरचिता चिद्गगनचन्द्रिका सम्पूर्णा ||

Zusammenfassende deutsche Übersetzung

Die Cidgaganacandrikā beginnt mit Gaṇeśa. Doch schon die erste Strophe zeigt, dass selbst Gaṇeśa nicht lediglich als mythologische Gestalt verstanden wird: Sein Rüssel wird mit Oṃ, seine Gestalt mit dem ursprünglichen Spanda und sein Wesen mit dem stillen Ozean des Bewusstseins verbunden. Damit ist die Richtung des ganzen Werkes vorgegeben. Jede Gottheit, jedes Symbol und jede rituelle Struktur wird auf die Dynamik des Bewusstseins zurückgeführt.

Die Göttin ist die Kraft des Vimarśa. Durch sie erkennt sich das Licht des Bewusstseins selbst. Was als grob, subtil und höchst erscheint, was als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, als Person, Gattung, Körper, Raum und Zeit erfahren wird, ist ihre Entfaltung.

Eine zentrale Rolle spielt die Überwindung von Māyā. Māyā wird nicht einfach als „Illusion“ abgetan. Sie ist die Kraft, durch die Erkenner und Erkanntes, Innen und Außen, Name und Form sowie Reihenfolge und Zeit voneinander unterschieden erscheinen. Die spirituelle Bewegung besteht darin, diese Differenzierungen auf ihren gemeinsamen Bewusstseinsgrund zurückzuführen.

Besonders fein entfaltet der Text die Sprache. Parā ist der noch ungeteilte Ursprung; daraus entwickeln sich subtilere und schließlich hörbare Formen. Nāda, Bindu, Mātṛkā, Vokale und Konsonanten sind Stufen derselben schöpferischen Śakti. Sprache ist deshalb nicht nur ein Werkzeug, mit dem über die Wirklichkeit gesprochen wird. Sie ist selbst eine Weise, wie Wirklichkeit erscheint.

Auch die vier großen Bewegungen Khecarī, Bhūcarī, Dikcarī und Gocarī werden ausführlich beschrieben. Khecarī bewegt sich im Raum des Bewusstseins. Bhūcarī entfaltet die konkrete Welt der Formen und Berührungen. Dikcarī führt die Gegenstände wieder in die Richtungen und Kräfte des Bewusstseins zurück. Gocarī nimmt die Sinnesfelder in ihre eigene Quelle zurück. In ihrer Einheit zeigen sie, wie Śakti das Universum zugleich entfaltet und wieder verschlingt.

Der Körper erscheint dabei als kosmischer Ritualraum. Prāṇa wird mit Sonne, Apāna mit Mond verbunden. Ihre Kalās mischen sich und führen zum Zustand des Samarasya. Kuṇḍalinī steigt wie ein Blitz auf. Bindu und Nāda werden zu Scharnierpunkten zwischen Einheit und Manifestation.

Die Schrift beschreibt zahlreiche Cakras, Pīṭhas, Kalās, Buchstabengruppen und Mantra-Ordnungen. Doch der eigentliche Höhepunkt liegt nicht in der bloßen Kenntnis dieser Systeme. Immer wieder führt der Text zur Erkenntnis, dass auch Krama – die stufenweise Ordnung – in Akrama, dem zeitlosen Grund, ruht.

Prāṇa, Sonne, Mond, Feuer und der Herzensraum werden in der Cidgaganacandrikā zu Bildern der einen Bewusstseinskraft.

Ein weiterer großer Themenkomplex ist Wahrnehmung und Erinnerung. Die Welt erscheint, weil Bewusstsein sie erhellt. Erinnerung stabilisiert das bereits Erfahrene und lässt es wieder erscheinen. Traum, Vorstellung und Erinnerung sind deshalb nicht einfach „unwirklich“; auch sie zeigen die schöpferische Kraft der Saṃvid. Der Text fragt ausdrücklich: Wenn Vorstellung völlig unwirklich wäre, wie könnte Dhāraṇā überhaupt wirksam sein?

In der späteren Hälfte wird die Göttin immer stärker als Kālī erkannt. Sie verschlingt Zeit, Vorstellungen, Ergreifer, Ergriffenes und schließlich selbst die Unterscheidung von Sein und Nichtsein. Mahākāla, Yama, Sonne und Feuer werden in ihre umfassendere Kraft einbezogen.

Doch Kālī ist nicht nur Zerstörung. Sie ist die Kraft, durch die die Welt in das Bewusstsein zurückkehrt. Gerade deshalb kann der Text das Śmaśāna, den Verbrennungsplatz, als heiligen Ort des Bewusstseins verstehen: Dort wird das vergängliche Gefüge der Vorstellungen verbrannt.

Von besonderer Schönheit sind die Verse, in denen die Göttin jenseits von Geschlecht beschrieben wird. Sie ist weder Mann noch Frau noch geschlechtslos. Weibliche und männliche Gestalten sind Erscheinungsweisen ihrer einen Citti. Auch Śiva kann ohne sie nicht aufleuchten.

Die letzten Verse führen zum Guru. Selbst Vorstellungen von Jñāna und Yoga reichen nicht aus, wenn sie nur gedankliche Konstruktionen bleiben. Die unmittelbare Erfahrung der Göttin ist mit der lebendigen Guru-Überlieferung verbunden. Der Dichter erklärt schließlich, dass seine Worte nicht aus eigener Macht entstanden seien, sondern aus der Kraft der Göttin.

Der Wunsch, mit dem das Werk endet, ist entsprechend schlicht und groß: Nicht äußere Siddhis sind das letzte Ziel, sondern die Schau der Göttin überall.

Inspirierende Verse

Das höchste Wort jenseits der Reihenfolge
amba yadbhavati tattadātmanā svairitāmajahadadvayodayam |
tāvakaṃ padamapākṛtakramaṃ brahma tatsaditi vā śrutaṃ bhaje ||

Übersetzung: O Mutter, was immer erscheint, erscheint als dieses Selbst, ohne Freiheit und Nichtdualität zu verlassen. Ich verehre deinen Zustand jenseits aller Reihenfolge, den die Śruti Brahman oder Sat nennt.

Maya wird durch das Licht der Göttin aufgelöst
karma yad vividhavāsanātmakaṃ māyayā saha kṛtāṇubhāvayā |
vṛttibhistava vilāpyate hi tad devi bhānurucibhiryathā tamaḥ ||

Übersetzung: Karma und die vielfältigen Vāsanās, die zusammen mit Māyā Begrenztheit erzeugen, werden durch deine Kräfte aufgelöst wie Dunkelheit durch die Strahlen der Sonne.

Samarasya von Sonne und Mond
devi taddvayakalāvimiśraṇāt sāmarasyapadameti yā sthitiḥ |
bindunādasamavedyavedakāntargatā hi tava mūrtiratra sā ||

Übersetzung: Durch die Vereinigung der beiden Kalās von Sonne und Mond entsteht der Zustand des Samarasya. Dort ruht deine Gestalt, in der Bindu und Nāda, Erkanntes und Erkenner, ineinander eingegangen sind.

Nirvikalpa und ewiger Aufgang
jñaptimātramapanītavāsanaṃ nirvikalpamadhiruhya cittviṣā |
sāmarasyakṛtaśāśvatodayā tvaṃ hi śaktiradhitiṣṭhasīśvare ||

Übersetzung: Wenn nur reine Erkenntnis bleibt und die Vāsanās abgelegt sind, steigst du in Nirvikalpa auf. Durch Samarasya begründest du den ewigen Aufgang und ruhst als Śakti in Īśvara.

Eine Wirklichkeit jenseits von Geschlecht
na tvamamba puruṣaśca nāṅganā citsvarūpiṇi na ṣaṇḍhatāpi te |
nāpi bharturapi te trirūpatā tvāṃ vinā tadapi na sphuret trayam ||

Übersetzung: O Mutter, du bist weder Mann noch Frau noch geschlechtslos. Selbst die dreifache Geschlechtsgestalt deines Gemahls könnte ohne dich nicht aufleuchten.

Die Grenzen von Schrift und Methode
na śrutirna ca giro na cāgamāḥ khaṇḍavastu viniveśitāśayāḥ |
tvāṃ nayanti parameśi te makhā yāgayogavidhayaśca nedṛśīm ||

Übersetzung: Weder Śruti noch Worte noch Āgamas, soweit sie auf begrenzte Gegenstände gerichtet sind, können dich in dieser Gestalt erreichen; auch äußere Opfer- und Yoga-Verfahren führen nicht von sich aus zu dir.

Der letzte Wunsch
kevalaṃ mama punastadīpsitaṃ sarvatastava madīkṣaṇaṃ śive ||

Übersetzung: Für mich ist nur dies begehrt: dass ich dich überall schaue, o Śive.

Wichtigste Mantras aus der Schrift

Die Cidgaganacandrikā ist vor allem eine philosophisch-tantrische Stotra-Schrift. Sie enthält zahlreiche Lehren über Bīja, Nāda, Bindu, Mātṛkā und Mantra, aber nur wenige vollständig ausgeschriebene Mantras. Deshalb werden hier keine Lehrverse künstlich zu Mantras erklärt.

Om / Oṃ
oṃ
ॐ

Bereits im ersten Vers wird Gaṇeśas Rüssel symbolisch mit Oṃ verbunden. Oṃ steht damit am Beginn der gesamten Entfaltung von Spanda, Klang und Bewusstsein.

Navarna als Mantra-Prinzip
Der Text spricht in Vers 293 ausdrücklich von einer navārṇavigraha, einer „neunlautigen Gestalt“. Die konkrete neunlautige Formel wird im Grundtext jedoch an dieser Stelle nicht vollständig ausgeschrieben. Deshalb wird hier keine nicht belegte Rekonstruktion eingesetzt.

Bija und Matrika
An vielen Stellen beschreibt die Schrift Bīja und Mātṛkā als schöpferische Prinzipien. Bīja ist nicht bloß ein kurzer Laut, sondern der verdichtete Keim einer Bewusstseinskraft. Mātṛkā ist die Matrix der Buchstaben, aus der Mantra, Sprache und Welt hervorgehen.

Der Schwerpunkt des Werkes liegt daher weniger auf einer Liste rezitierbarer Formeln als auf der Erkenntnis, wie Mantra aus Bewusstsein entsteht und wieder in Bewusstsein zurückkehrt.

Abschluss

Die Cidgaganacandrikā ist eine große Hymne auf das Bewusstsein als lebendige Śakti. Ihre 312 Verse führen durch eine komplexe Welt von Mātṛkā, Nāda, Bindu, Cakra, Pīṭha, Khecarī, Kuṇḍalinī, Kālī und Guru-Krama. Doch diese Vielfalt dient letztlich einer einzigen Einsicht: Alles erscheint im Raum des Bewusstseins und kehrt in ihn zurück.

Die Göttin ist dabei nicht einfach ein Gegenstand neben anderen. Sie ist das Vermögen des Bewusstseins, sich selbst zu erkennen. Sie ist Vimarśa. Deshalb erscheint sie als Sprache, Wahrnehmung, Erinnerung, Vorstellung, Handlung, Zeit und Auflösung.

Für Yoga-Aspiranten ist besonders der Gedanke des Samarasya inspirierend: Gegensätze müssen nicht gewaltsam vernichtet werden. Sonne und Mond, Śiva und Śakti, Innen und Außen, Erkenner und Erkanntes können in einer tieferen Einheit erkannt werden.

Meditation kann diesen Übergang von begrifflicher Trennung zu unmittelbarer Bewusstheit unterstützen. Die Cidgaganacandrikā erinnert jedoch daran, dass selbst Meditation, Jñāna und Yoga nicht bloß als Konzepte festgehalten werden dürfen. Am Ende steht die unmittelbare Schau der einen Bewusstseinswirklichkeit in allen Erscheinungen.

Textgrundlage und Überlieferung
Der Sanskrittext folgt ausschließlich den bereitgestellten Muktabodha-Dateien M00014. Die elektronische Fassung führt den Werktitel cidgaganacandrikā, nennt Śrīvatsa als Autor und Kālidāsa als alternativen Namen. Grundlage ist eine von Trivikramatīrtha herausgegebene Fassung der Arthur-Avalon-Reihe Tantrik Texts, Band 20, erschienen 1937.

Der eigentliche Werktext endet nach Vers 312 ausdrücklich mit dem Kolophon: iti śrīkālīdāsamahākaviviracitā cidgaganacandrikā sampūrṇā. Erst danach folgen in der Edition weitere Materialien, darunter Kramaprakāśikāsaṃvalitā und Praśasti-Verse. Diese nach dem Werkabschluss stehenden Texte wurden bewusst nicht als Verse 313 ff. der Cidgaganacandrikā ausgegeben.

Vollständigkeit dieser Ausgabe
Diese Wiki-Fassung enthält den vollständigen deutschen Text aller 312 Verse, danach den vollständigen Sanskrittext in Umschrift und Devanagari sowie den Schlusskolophon des Werkes. Die nach dem Kolophon folgenden Praśasti- und Kommentarbestandteile der Druckausgabe sind klar vom eigentlichen Werktext getrennt.

Siehe auch

Seminare

Meditation
Die Cidgaganacandrikā führt immer wieder zur unmittelbaren Erfahrung des Bewusstseinsraums und des nichtdualen Samarasya.

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