Avahanti Homa

Aus Yogawiki

Avahanti Homa verbindet die Bitte um Nahrung und Lebensunterhalt mit dem Wunsch, gut lernen und Wissen weitergeben zu können. In der hier zugrunde gelegten SriMatham-Fassung wird Annapurna zunächst in einem Wassergefäß und anschließend im Opferfeuer verehrt; vier Holzgaben und eine Folge von Reisgaben begleiten die Verse der Taittiriya Upanishad. Die Bitte um Schülerinnen und Schüler steht neben der Bitte um Selbstbeherrschung und innere Ruhe: Versorgung soll ein Leben des Lernens und Teilens ermöglichen.

Feuerzeremonie bei Yoga Vidya Westerwald.

Quellenfassung und innere Haltung

Die Anleitung folgt dem Homa Sangraha, einer von Pandit Srirama Ramanuja Achari herausgegebenen Ritualsammlung auf Grundlage des Krishna Yajurveda. Der eigentliche Avahanti-Abschnitt steht auf S. 72–75; der Rahmen des Feuerrituals auf S. 13–21. Der im Parallelritus ausdrücklich als Smarta bezeichnete Ablauf gehört hier zur Smarta-Tradition des Hindu Dharma. Diese konkrete Verbindung vedischer Verse mit Annapurna-Verehrung, Keimsilben und Nyasa ist die gewählte Fassung, keine für alle Schulen verbindliche Ordnung.

Die Speise im Opferlöffel erinnert daran, dass auch geistige Arbeit von Nahrung, Fürsorge und gastfreundlichen Menschen getragen wird. Die wiederholte Formel idaṃ na mama – „dies ist nicht mein“ – löst die Darbringung vom Besitzanspruch. Eine passende innere Haltung aus Sicht von Yoga ist deshalb: Möge das, was mir zufließt, auch anderen dienen. Die Quelle nennt Nahrung, Erkenntnis und Nichtanhaften als Anliegen; daraus folgt kein Versprechen geschäftlichen Erfolgs.

Vorbereitung

Die Ritualleitung spricht die Sanskrittexte und führt die Feuerhandlungen; der Yajamana, die Person, für deren Anliegen gefeiert wird, trägt den Vorsatz und die Gaben mit. Eine helfende Person reicht Wasser, Blüten, Ghee und gekochten Reis. Für die im Ablauf genannten Antworten ist ein zweiter mit dem Ritual vertrauter Mensch vorgesehen; die stellvertretende Brahma-Sitzordnung des Handbuchs wird bei der Einrichtung erklärt.

Stelle einen geeigneten Homa-Kunda auf eine feuerfeste Unterlage und halte den unmittelbaren Arbeitsraum frei. Ein Löschmittel und eine feuerfeste Zange gehören zur praktischen Vorbereitung. Diese organisatorischen Hinweise sind redaktionelle Ergänzungen; die rituelle Form bleibt die des Handbuchs.

Bereitstehen müssen:

  • Ein gereinigter Homa Kunda, etwas reine Erde beziehungsweise Reismehl für seinen Boden, Zündmittel und trockenes geeignetes Brennholz.
  • Drei Begrenzungshölzer, Brennhölzer für das Anfangsbündel und zusätzlich vier Audumbara-Hölzer für den besonderen Avahanti-Teil.
  • Darbha für die Umrandung, die Gefäßunterlage, den symbolischen Brahma-Sitz und die beschriebenen Reinigungen.
  • Ghee, ein Gheegefäß, ein kleiner Schöpflöffel und ein größerer Opferlöffel; reiner gekochter Reis als Anna-Havis in einem eigenen Gefäß, ausreichend für 21 kleine Reisgaben und die Svishtakrit-Gabe.
  • Ein Ganesha-Bild oder eine kleine wasserfeste Ganesha-Murti; Kampfer, eine geeignete Arati-Schale und eine feuerfeste Unterlage zum Abstellen.
  • Ein sauberes kleines Tuch und Schmuck für das Annapurna-Kumbha.
  • Ein zusätzliches Wassergefäß für die vorangehende Punyaha-Segnung sowie kleine Auffangschalen für die Richtungswassergaben.
  • Ein Kumbha für Annapurna, ein Wassergefäß zum Besprengen, ein separates Pranita-Patra für den Feuerrahmen, Trinkwasser sowie ein Auffanggefäß für dargebrachtes Wasser.
  • Akshata, Blüten und eine Blütengirlande, Sandelpaste, Kumkum, Weihrauch, eine brennende Lampe, Früchte und weitere vegetarische Speisegaben, Tambula sowie eine kleine Dankesgabe für die Ritualleitung.
  • Ein Sitz für die Ritualleitung westlich des Feuers, ein Brahma-Sitz südlich davon und sichere Abstellflächen für sämtliche Gefäße.

Sanskrit wird in dieser Anleitung ohne vedische Tonzeichen wiedergegeben. Eine geübte Rezitation folgt der überlieferten Akzentführung der jeweiligen Schule.


Beginn und Ganesha-Puja

Alle nehmen ihre Plätze ein. Die Ritualleitung richtet die Aufmerksamkeit auf die Lehrerüberlieferung. Die ausführliche Ganesha Puja der allgemeinen Vorriten bleibt eine Vorbereitung; die Hauptverehrung gilt Annapurna. Die im Handbuch daneben angebotene Vishvaksena-Puja wird hier nicht zusätzlich durchgeführt.

1. Guru und Frieden

Mit gefalteten Händen sprechen.

Rezitation gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung

Die Ritualleitung grüßt die Anwesenden; der Yajamana legt die vorbereitete Dankesgabe vor die Ritualkundigen und bittet um Zustimmung. Die Versammlung gibt ihre Zustimmung mit eigenen Worten.

Rezitation namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya āvahantihomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

Bedeutung: Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Avahanti-Homa auszuführen.

3. Vorsatz

Der Yajamana spricht den Vorsatz. Ort, Datum und eigenes Anliegen werden zuvor deutlich in deutscher Sprache genannt. Diese verständliche Orts- und Zeitangabe ist eine redaktionelle Praxisanpassung anstelle des variablen kosmologischen Kalenderformulars; der besondere Avahanti-Vorsatz der Quelle folgt vollständig.

Rezitation tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te 'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ sarvāriṣṭaśāntyarthaṃ sarvābhīṣṭasiddhyartham annasamṛddhyarthaṃ jñānavairāgyasiddhyartham āvahantihomākhyaṃ karma kariṣye ||
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Herr der Lakshmi, indem ich deiner beiden Füße gedenke, sehe ich darin günstige Zeit, Kraft des Mondes und der Sterne, Kraft des Wissens und göttliche Kraft. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda! Zur Läuterung angesammelter Verfehlungen und zur Freude Parameshvaras vollziehe ich das Avahanti-Homa: mit der Bitte um Befriedung von Widrigkeiten, Erfüllung heilsamer Anliegen, Fülle an Nahrung, Erkenntnis und Nichtanhaften. Damit dieses Werk unbehindert vollendet wird, verehre ich zuerst Vighneshvara. Zur Reinigung des Inneren, des Körpers, des Ritualplatzes und aller Gegenstände vollziehe ich die Segnung des Wassers.

4. Ganesha betrachten und einladen

Stelle ein Ganesha-Bild oder eine kleine Murti neben den Hauptplatz. Betrachte seine Gestalt und lege Duft, Akshata und Blüten davor.

Rezitation gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Gabe Handlung Rezitation Bedeutung
Ganesha-Gabe 1: Sitz Lege etwas Akshata als Sitzzeichen vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । āsanaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.
Ganesha-Gabe 2: Fußwasser Gib einen Löffel Fußwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । pādyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.
Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser Biete einen Löffel Ehrenwasser in der Auffangschale an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । arghyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.
Ganesha-Gabe 4: Mundwasser Gib einen Löffel Mundwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.
Ganesha-Gabe 5: Bad Besprenge eine wasserfeste Murti leicht; vor einem Bild genügt eine symbolische Wassergabe in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.
Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad Biete nach dem Bad erneut einen Löffel Mundwasser an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.
Ganesha-Gabe 7: Gewand Lege Akshata als Zeichen des Gewandes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । vastrārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.
Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur Lege Akshata als Zeichen der heiligen Schnur vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । upavītārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.
Ganesha-Gabe 9: Schmuck Lege Akshata als Zeichen des Schmuckes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.
Ganesha-Gabe 10: Duft Bringe etwas Sandelpaste an der Murti oder auf dem Gabenteller dar. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । divyagandhān dhārayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.
Ganesha-Gabe 11: Kumkum Gib etwas Kumkum zur dargebrachten Sandelpaste. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.
Ganesha-Gabe 12: Girlande Lege die Blütengirlande vor Ganesha oder um die Murti. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । puṣpamālāṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen

Bei jedem Namen eine Blüte oder etwas Akshata darbringen.

Rezitation oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula

Nacheinander Weihrauch und Lampe vor Ganesha zeigen, Wasser anbieten, die Speise vor ihn stellen, erneut Wasser darbringen und Tambula hinlegen.

Rezitation oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet

Mit der Arati-Lampe vor Ganesha kreisen, sie sicher abstellen und Wasser darbringen. Danach mit gefalteten Händen beten.

Rezitation oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

Segnung des Wassers

Für das Punyahavachana wird ein eigenes mit Wasser gefülltes Gefäß verwendet. Das Annapurna-Kumbha bleibt daneben unbenutzt stehen, bis die Göttin eingeladen wird. So bleiben die unterschiedlichen Anrufungen und Entlassungen nachvollziehbar.

8. Varuna anrufen

Die Ritualleitung berührt das Wassergefäß mit Darbha.

Rezitation imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna

Jede Wassergabe in das Auffanggefäß geben; bei Gewand und Schnur Akshata hinlegen, danach Duft und Blüten. Die Kurzrubriken des Handbuchs sind hier als vollständige Gabensätze aufgelöst.

Rezitation oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

10. Varunas Namen und letzte Gaben

Zu jedem Namen eine Blüte oder Akshata darbringen; anschließend Weihrauch und Lampe zeigen, eine Speise und Tambula anbieten und mit dem Kampferlicht kreisen.

Rezitation oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

11. Die Anwesenden stimmen ein

Die Ritualleitung berührt die Gefäßöffnung mit Darbha. Sie spricht jeweils den ersten Satz; die Anwesenden antworten mit dem zweiten.

Rezitation śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

Bedeutung: Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

12. Punyaha, Svasti und Riddhi

Die Ritualleitung spricht die Verse und die jeweilige Bitte an die Anwesenden. Die drei kurzen Antworten werden jeweils dreimal gesprochen; sie stehen hier vollständig.

Rezitation punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

Bedeutung: Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

13. Segenswünsche über dem Gefäß

Bei jedem kurzen Segenswunsch etwas Wasser auf das Gefäß tropfen.

Rezitation śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

Bedeutung: Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

14. Belastendes abgeben

Etwas Wasser südwestlich neben dem Ritualplatz in eine Schale tropfen.

Rezitation oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

Bedeutung: Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

15. Die Segnung weitet sich

Wieder auf das Gefäß tropfen und anschließend die folgenden Segensverse sprechen.

Rezitation sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

Bedeutung: Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen

Die Ritualleitung spricht die erste Bitte, die Teilnehmenden die Antwort. Dann wird Varuna aus diesem Gefäß entlassen; mit dem Wasser werden Personen, Platz und Geräte leicht besprengt. Die ausgeschriebene Entlassungsformel stammt aus dem Varuna-Abschluss desselben Handbuchs, S. 20.

Rezitation svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Bedeutung: Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

Annapurna im Kumbha verehren

Fülle das Annapurna-Kumbha mit frischem Wasser und stelle es vor dich auf Akshata. Schmuck und Blüten kennzeichnen es als den Platz der Göttin. Die sechzehn Gaben sind in der Avahanti-Rubrik vorgeschrieben, dort aber nicht einzeln ausformuliert. Die folgenden Gabensätze lösen diese Rubrik nach dem Upachara-Schema desselben Handbuchs auf; sie sind keine zusätzliche zweite Puja-Tradition.

17. Annapurna betrachten und einladen

Schaue auf das Gefäß und vergegenwärtige Annapurna. Die beschädigte Dhyana-Lesung des Homa Sangraha ist hier nach dem vollständigen Parallelvers im Mantra Mahodadhi 9.7 berichtigt.

Rezitation taptasvarṇanibhā śaśāṅkamukuṭā ratnaprabhābhāsurā |
nānāvastravirājitā trinayanā bhūmīramābhyāṃ yutā |
darvīhāṭakabhājanaṃ ca dadhatī ramyā ca pīnastanī |
nṛtyantaṃ śivam ākalayya muditā dhyeyānnapūrṇeśvarī ||
oṃ hrīṃ śrīṃ klīṃ bhagavati maheśvari annapūrṇe svāhā |
oṃ annapūrṇāyai namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Annapurneshvari ist wie glühendes Gold, trägt den Mond als Krone und leuchtet im Glanz der Edelsteine. In vielfältige Gewänder gekleidet, dreiäugig und von Bhumi und Rama begleitet, hält sie Schöpflöffel und goldene Schale; schön und vollbrüstig freut sie sich beim Anblick des tanzenden Shiva. So wird sie betrachtet. Om, Hrim, Shrim, Klim: Verehrte Göttin, große Herrin, Annapurna, dir gilt die Darbringung. Ich betrachte dich und lade dich ein. Die Keimsilben sind Klangformen der Anrufung, keine deutschen Wörter.

Gabe Handlung Rezitation Bedeutung
Annapurna-Gabe 1: Sitz Lege einige Reiskörner an den Fuß des Gefäßes. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । āsanaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir einen Sitz dar.
Annapurna-Gabe 2: Fußwasser Gib einen Löffel Wasser in die Auffangschale. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । pādyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Fußwasser dar.
Annapurna-Gabe 3: Ehrenwasser Biete erneut Wasser in der Auffangschale an. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । arghyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.
Annapurna-Gabe 4: Mundwasser Biete Wasser zum rituellen Mundspülen an. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Mundwasser dar.
Annapurna-Gabe 5: Bad Besprenge die Außenseite des Gefäßes leicht. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । snānaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir ein Bad dar.
Annapurna-Gabe 6: Gewand Lege das vorbereitete kleine Tuch um das Gefäß. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । vastraṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir ein Gewand dar.
Annapurna-Gabe 7: Schmuck Lege den vorgesehenen Schmuck vor das Gefäß. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । ābharaṇaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Schmuck dar.
Annapurna-Gabe 8: Duft Trage etwas Sandelpaste außen auf. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । gandhaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Duft dar.
Annapurna-Gabe 9: Blumen Lege Blumen vor das Gefäß; anschließend folgen die Namen unten. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । puṣpāṇi samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Blumen dar.

Annapurnas zwanzig Namen

Sprich bei jeder der zwanzig Blütengaben den vollständigen Namen. Die kürzere Namensreihe gehört zu dieser Homa-Fassung; sie wird nicht zur 108-Namen-Puja erweitert.

Rezitation oṃ annapūrṇāyai namaḥ |
oṃ śivāyai namaḥ |
oṃ devyai namaḥ |
oṃ bhīmāyai namaḥ |
oṃ puṣṭyai namaḥ |
oṃ sarasvatyai namaḥ |
oṃ sarvajñāyai namaḥ |
oṃ pārvatyai namaḥ |
oṃ durgāyai namaḥ |
oṃ śarvāṇyai namaḥ |
oṃ śivavallabhāyai namaḥ |
oṃ vedavedyāyai namaḥ |
oṃ mahāvidyāyai namaḥ |
oṃ vidyādātryai namaḥ |
oṃ viśāradāyai namaḥ |
oṃ kumāryai namaḥ |
oṃ tripurāyai namaḥ |
oṃ bālāyai namaḥ |
oṃ lakṣmyai namaḥ |
oṃ śriyai namaḥ |

Bedeutung: Verehrung der Nahrungsfülle, der Segensreichen, der Göttin, der Furchtgebietenden, der Nährenden, Sarasvati, der Allwissenden, Parvati, Durga, Sharvani, Shivas Geliebter, der durch die Veden Erkennbaren, der großen Weisheit, der Wissensspenderin, der Erfahrenen, der Jungfrau, Tripura, der Jungen, Lakshmi und Shri.

Gabe Handlung Rezitation Bedeutung
Annapurna-Gabe 10: Rauch Zeige Weihrauch vor dem Gefäß. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । dhūpam āghrāpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich lasse dich den Rauchduft empfangen.
Annapurna-Gabe 11: Licht Zeige die brennende Lampe und stelle sie wieder sicher ab. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । dīpaṃ darśayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich zeige dir das Licht.
Annapurna-Gabe 12: Speise Stelle die vegetarische Speise und Früchte davor. Der Reis für das Feuer bleibt separat. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । naivedyaṃ nivedayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Speise dar.
Annapurna-Gabe 13: Tambula Lege die Tambula-Gabe dazu. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । tāmbūlaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Tambula dar.
Annapurna-Gabe 14: Kreisendes Licht Kreise mit dem Licht vor dem Gefäß. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । karpūranīrājanaṃ darśayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich zeige dir das kreisende Kampferlicht.
Annapurna-Gabe 15: Blütengebet Lege eine letzte Blüte mit der gesprochenen Verehrung nieder. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । mantrapuṣpaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir die Blüte des Gebets dar.
Annapurna-Gabe 16: Verneigung Verneige dich. Die Göttin bleibt für das folgende Homa eingeladen. oṃ annapūrṇāyai namaḥ । namaskāraṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Annapurna. Ich bringe dir meine Verneigung dar.

Das Feuer einrichten: Agnimukha

Alle folgenden Angaben zur Anordnung stammen aus dem Agnimukha des Homa Sangraha. Die Ritualleitung sitzt westlich des Feuers und blickt nach Osten. Die stellvertretende Einladung Brahmas über einen Darbha-Sitz ist eine ausdrückliche Möglichkeit des Handbuchs. Ein Feuer bleibt auch während längerer Rezitationen unter der Aufsicht der Ritualleitung.

18. Boden und Linien

Glätte den gereinigten, mit Erde oder Reismehl vorbereiteten Boden des Kunda. Ziehe mit dem Löffelstiel drei Linien von Süden nach Norden, dann drei kreuzende Linien von Westen nach Osten. Je Linie erklingt eine Anrufung. Nimm eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie außerhalb südwestlich ab; besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte.

Rezitation oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

19. Feuer einsetzen

Lege kleine Hölzer bereit. Entzünde das Feuer in einer geeigneten kleinen Metallschale, führe sie dreimal um den vorgesehenen Feuerplatz und bringe die Flamme auf die Hölzer. Vergegenwärtige Agni als aus Vishnus Mund hervorgehend. Für dieses auf Nahrung und Gedeihen gerichtete Ritual wird die im Namensanhang für eine Pushti-Kriya angegebene Benennung Varada verwendet; das ist eine ausdrücklich kenntlich gemachte Zuordnung der allgemeinen Namensliste.

Rezitation candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ varadanāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

Bedeutung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Varada, der Gabengewährende.

Gefäße und Darbha bereitstellen

Besprenge die für das Übertragen der Flamme benutzte Schale mit Wasser und Akshata und stelle sie südöstlich ab. Nähre das Feuer mit kleinen Hölzern. Lege Darbha-Bündel um das Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden; im Süden und Norden zeigen sie nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Darbha-Unterlage zunächst umgedreht und paarweise die Opferlöffel, Gheegefäß, Besprenggefäß und Pranita-Patra; dazu das mit einem Faden gebundene Bündel von zwölf Brennhölzern. Das Handbuch gestattet statt dieses Bündels auch drei Hölzer. In der hier beschriebenen Hauptfolge wird das Zwölferbündel verwendet; sein Faden wird vor dem Einlegen entfernt.

20. Brahma-Sitz

Wenn eine zweite ritualkundige Person die Brahma-Rolle übernimmt, bitte sie, auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Fehlt sie, lege dort ein Darbha-Bündel oder eine Blüte hin und sprich die zweite Formel als stellvertretende Anrufung. Diese Alternative ist im Handbuch selbst vorgesehen.

Rezitation asminn āvahantihomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Avahanti-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

21. Wasser und Pranita-Gefäß

Fülle das Besprenggefäß. Führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser, gieße es in das östlich bereitgestellte Pranita-Patra und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege Akshata und eine Blüte ins Pranita-Patra und rufe Varuna darin an. Dieses Gefäß bleibt bis zum Abschluss stehen.

Rezitation oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

Ghee, Löffel und Begrenzungshölzer

Gieße das geschmolzene Ghee über zwei Darbha-Spitzen ins Gheegefäß und prüfe es auf Fremdkörper. Führe den aus zwei Halmen gebildeten Darbha-Reinigungsring mit Daumen und Ringfinger beider Hände durch das Ghee; löse den Knoten und gib die Halme ins Feuer. Stelle das Gheegefäß kurz über eine südöstlich herausgenommene Glut beziehungsweise an eine dort bereitgestellte Wärmequelle, führe einen brennenden Darbha-Halm oder dünnen Span darum und zeige die Dhenu-Mudra. Die Dhenu-Mudra wird zur praktischen Erklärung nach einer ergänzend belegten traditionellen Handbeschreibung so gebildet: Die Spitze des linken kleinen Fingers berührt den rechten Ringfinger, die des rechten kleinen Fingers den linken Ringfinger; der linke Zeigefinger berührt den rechten Mittelfinger und der rechte Zeigefinger den linken Mittelfinger. Die Daumen berühren sich. Halte die miteinander verschränkten Hände über das Ghee; die vier Fingerpaare bilden das Bild eines Euters. Diese Fingerbeschreibung erläutert die im Homa-Handbuch nur benannte Geste. Stelle das Gefäß wieder ab und bringe die Glut mit der Zange zurück. Wärme die Opferlöffel über dem Feuer, streife sie mit Darbha ab, wärme sie erneut, besprenge sie und lege sie rechts bereit. Lege je ein Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers. Diese drei Hölzer werden im Abschluss ausdrücklich dargebracht.

22. Besprengen mit den Avahanti-Versanfängen

Mit einer wassergetauchten Blüte zuerst südlich, dann westlich, dann nördlich und schließlich rings um das Feuer besprengen. Hier ersetzt die besondere Avahanti-Rubrik das kurze allgemeine Parishinchana; sie wird nicht zweimal ausgeführt.

Rezitation yaś chandasām ṛṣabho viśvarūpaḥ | oṃ adite 'numanyasva |
chandobhyo 'dhy amṛtāt sambabhūva | oṃ anumate 'numanyasva |
sa mendro medhayā spṛṇotu | oṃ sarasvate 'numanyasva |
amṛtasya deva dhāraṇo bhūyāsam | deva savitaḥ prasuva ||

Bedeutung: Der unter den Versmaßen hervorragende, allgestaltige Laut ist aus den unsterblichen Versen hervorgegangen. Er, der mächtige Herr, möge mich mit Verständnis erfüllen; möge ich das Unsterbliche bewahren können. Aditi, Anumati und Sarasvati: Gewährt Zustimmung. Göttlicher Savitar: Setze dieses Opfer in Bewegung.

23. Agni-Nyasa

Betrachte den Feuerlaut Ram im Herzen. Berühre nacheinander Herz, Kopf, Scheitel, beide Schultern und die Augenpartie; bei der sechsten Zeile klatsche leicht in die Hände. Bei der letzten Zeile mit Fingerschnippen einen Kreis um den Kopf andeuten.

Rezitation oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

Bedeutung: Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

24. Agni betrachten

Sitze ruhig vor der Flamme und vergegenwärtige Agnis im Vers geschilderte Gestalt.

Rezitation meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

Bedeutung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die unterschiedlichen Bildzahlen stammen aus zwei nebeneinanderstehenden Betrachtungsversen; sie werden nicht zu einer einzigen anatomischen Darstellung gezwungen.

25. Acht Feueraspekte und die Anwesenden

Gib bei den ersten acht Namen Akshata um das Feuer, beginnend im Osten und weiter im Uhrzeigersinn. Die folgenden Verehrungen richten sich an das Opferwesen, das eigene Selbst und die Gemeinschaft.

Rezitation oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

26. Hüter der Richtungen

Lege je eine Blüte in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten.

Rezitation oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

27. Brennholz darbringen

Der Yajamana erhebt sich, wendet sich zum Brahma-Sitz und spricht die erste Zeile. Die anwesende Brahma-Person antwortet mit der zweiten. Beim symbolischen Sitz spricht die Ritualleitung beide Teile als Ritualdialog. Lege das vorbereitete, vom Faden gelöste Bündel behutsam ins Feuer.

Rezitation asminn āvahantihomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

Bedeutung: Brahman, in diesem Avahanti-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

28. Erste Ghee-Ströme und Gaben

Gieße einen dünnen Ghee-Strahl von Nordwesten nach Südosten, während du Prajapati innerlich anrufst; den zweiten von Südwesten nach Nordosten für Indra. Danach folgen zwei kleine Gaben für Agni und Soma. Jede Gabe fällt auf svaha; die anschließende Formel spricht den Verzicht auf Eigentum an der Gabe aus.

Rezitation oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

29. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung

Bringe eine kleine Ghee-Gabe im südlichen, eine im nördlichen und eine im mittleren Feuerteil dar. Dann sprich den Vorsatz zur Bereinigung und bringe eine weitere Gabe in der Mitte dar; berühre anschließend sauberes Wasser.

Rezitation oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asminn āvahantihomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

Annapurna im Feuer und der Avahanti-Hauptteil

Vergegenwärtige nun Annapurna inmitten der Flamme. Das vorbereitete gekochte Reis-Havis wird erst bei den ausdrücklich als Reisgaben bezeichneten Abschnitten dargebracht. Die Keimsilben, die Körperberührungen und die sechs inneren Gaben gehören zur besonderen Gestalt dieses Prayoga.

30. Zuordnung des Mantras

Sitze gesammelt und sprich die Zuordnung.

Rezitation asya śrīāvahantīmahāmantrasya māhācamasya ṛṣiḥ | mahāvirāṭ chandaḥ | annapūrṇā bhagavatī bhavānī devatā |
āṃ bījam | hrīṃ śaktiḥ | kroṃ kīlakam |
mama samastapāpakṣayapurassaram annasamṛddhyarthaṃ jñānavairāgyasiddhyartham āvahantihome viniyogaḥ ||

Bedeutung: Der Seher dieses großen Avahanti-Mantras ist Mahachamasya, sein Versmaß Mahavirat, seine Gottheit die verehrte Bhavani als Annapurna. Am ist die Keimsilbe, Hrim die Kraft, Krom der verbindende Schlüssel. Der Mantra wird in diesem Avahanti-Homa zur Läuterung, zur Fülle an Nahrung sowie zum Reifen von Erkenntnis und Nichtanhaften verwendet.

31. Annapurna-Nyasa

Berühre bei den sechs Zeilen nacheinander Herz, Kopf, Scheitel, beide Schultern und die Augenpartie; bei der letzten Zeile klatsche leicht in die Hände. Die Avahanti-Sätze werden dadurch dem eigenen Körper zugeordnet. Hier erfolgen keine Feueroblationen.

Rezitation āvahantī vitanvānā hṛdayāya namaḥ |
kurvāṇā cīram ātmanaḥ śirase svāhā |
vāsāṃsi mama gāvaś ca śikhāyai vaṣaṭ |
annapāne ca sarvadā kavacāya huṃ |
tato me śriyam āvaha netratrayāya vauṣaṭ |
lomaśāṃ paśubhiḥ saha svāhā astrāya phaṭ ||

Bedeutung: Die Herbeibringende und Mehrende: Verehrung dem Herzen. Sie schafft beständig das für mich Nötige: Weihe des Kopfes. Kleidung und Rinder für mich: Weihe des Scheitels. Nahrung und Trank jederzeit: der schützende Umkreis. Bringe mir so Fülle: Weihe der drei Augen. Mit wolltragenden Tieren: die schützende Kraft. Die Übersetzung folgt der auf Versorgung gerichteten Deutung; die Quelle liest hier cīram, während der verbreitete Upanishad-Text acīram bietet. Shankaras Kommentar kennt sowohl die Deutung „rasch“ als auch die alternative Lesung „beständig“; hier wird die zweite verwendet.

32. Annapurna mit Speiseschale und Schöpflöffel

Betrachte die Göttin im Feuer; der vollständige Paralleltext des Shantikusumakara berichtigt im zweiten Vers die verderbte Lesung des Homa Sangraha.

Rezitation arkābhām aruṇāmbarāvṛtatanūm ānandapūrṇānanām |
muktāhāravibhūṣitāṃ kucabharānamrāṃ sakāñcīguṇām |
devīṃ divyarasānnapūrṇakarakām ambhojadarvīkarām |
dhyāyec chaṅkaravallabhāṃ trinayanām ambāṃ pralambālakām ||

Bedeutung: Man betrachte die Mutter, Shankaras Geliebte: sonnenhell, in ein rotes Gewand gehüllt, mit einem von Freude erfüllten Gesicht, mit Perlenketten geschmückt, durch die Fülle der Brüste leicht geneigt und mit einem Gürtel versehen. Die Göttin hält ein Gefäß voller wohlschmeckender heiliger Speise und den Schöpflöffel in ihrer Lotushand; sie hat drei Augen und lang herabfallendes Haar. Ihre Gestalt verbindet leuchtende Erkenntnis mit der unmittelbaren Fürsorge des Nährens.

33. Sechs innere Gaben

Stelle dir nacheinander Duft, Blüten, Rauch, Licht, Speise und Tambula als Gaben der Elemente und des ganzen eigenen Wesens vor. Das Verb parikalpayami bezeichnet hier diese innere Darbringung.

Rezitation oṃ laṃ pṛthivyātmane gandhaṃ parikalpayāmi |
oṃ haṃ ākāśātmane puṣpaṃ parikalpayāmi |
oṃ yaṃ vāyvātmane dhūpaṃ parikalpayāmi |
oṃ raṃ tejātmane dīpaṃ parikalpayāmi |
oṃ vaṃ amṛtātmane naivedyaṃ parikalpayāmi |
oṃ saṃ sarvātmane tāmbūlaṃ parikalpayāmi ||

Bedeutung: Lam: Dem Wesen der Erde bringe ich innerlich Duft dar. Ham: Dem Wesen des Raumes Blumen. Yam: Dem Wesen des Windes Weihrauch. Ram: Dem Wesen des Feuers Licht. Vam: Dem Wesen des Unsterblichkeitstranks Speise. Sam: Dem Wesen des Alls Tambula.

34. Ganapati-Mantra am Übergang

Sprich den im Avahanti-Kapitel nach den inneren Gaben stehenden Ganapati-Mantra. Die Quelle druckt zweimal svaha, setzt hier aber keine eigene Handlungsrubrik; deshalb wird an dieser Stelle keine zusätzliche, unbelegte Opferzahl eingeführt.

Rezitation oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye vara varada sarvajanaṃ me vaśam ānaya svāhā svāhā ||

Bedeutung: Om, Shrim, Hrim, Klim, Glaum, Gam: Ganapati, Erhabener, Gabengewährender, führe alle Menschen in meinen Einflussbereich; Svaha, Svaha. Der Wortlaut enthält eine traditionelle Bitte um Einfluss. Eine heutige innere Ausrichtung im Sinne von Ahimsa versteht sie als Wunsch nach Verständigung und tragfähiger Zusammenarbeit; diese ethische Deutung verändert den überlieferten Sanskritsatz nicht.

35. Vier Audumbara-Hölzer

Lege bei jedem svaha ein Audumbara-Holz ins Feuer. Sprich nach jeder Holzgabe den jeweiligen Verzichtssatz. Die vierte Tyaga-Formel ist in der Quelle verkürzt; sie steht hier gleichlautend mit den ersten drei vollständig.

Rezitation śarīraṃ me vicarṣaṇaṃ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
jihvā me madhumattamā svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
karṇābhyāṃ bhūri viśruvaṃ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
brahmaṇaḥ kośo 'si medhayā pihitaḥ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
śrutaṃ me gopāya ||

Bedeutung: Mein Körper sei tüchtig. Meine Zunge sei überaus angenehm im Sprechen. Mit beiden Ohren möge ich viel hören. Du bist die Hülle des Brahman, von Verstand verhüllt. Jede Gabe gilt Annapurna, nicht mir. Bewahre das von mir Gehörte. Diese letzte Bitte wird nach den vier Holzgaben gesprochen; sie erhält keine eigene zusätzliche Gabe.

Elf Rezitationsgruppen des Anna-Homa

Nimm für jede der folgenden nummerierten Gruppen eine angemessen kleine Portion des gekochten Reis-Havis in den Opferlöffel. Bringe sie jeweils beim letzten svaha der Gruppe dar und sprich danach den Verzichtssatz. Auch in den Gruppen mit mehreren im Text stehenden svaha wird innerhalb des Gruppenblocks keine zusätzliche Gabe eingeschoben. Diese Einteilung wird durch den Parallelritus des Shantikusumakara ausdrücklich als elf Ahutis bestätigt. Die SriMatham-Fassung ergänzt nach ihrer letzten Gruppe den Vermerk „× 11“: Deshalb wird in dieser Anleitung die letzte Gruppe elfmal vollständig ausgeführt, jedes Mal mit einer Gabe am Ende. Aus den ersten zehn Einzelgaben und den elf Gaben der letzten Gruppe ergeben sich 21 Reisgaben. Die vier vorausgehenden Holzgaben und die allgemeinen Vor- und Schlussgaben sind darin nicht enthalten.

Reisgabe 1

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 2

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | tato me śriyam āvaha | svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit. Bringe mir so Fülle. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 3

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | tato me śriyam āvaha | lomaśāṃ paśubhiḥ saha svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit. Bringe mir Fülle zusammen mit wolltragenden Tieren. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 4

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation ā māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | vi māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | pra māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | damāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | śamāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Mögen Lernende zu mir kommen. Mögen Lernende von verschiedenen Seiten zu mir kommen. Mögen Lernende in guter Weise zu mir kommen. Mögen sie Selbstbeherrschung lernen. Mögen sie innere Ruhe finden. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 5

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation yaśo jane 'sāni svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Möge ich unter den Menschen Anerkennung finden. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 6

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation śreyān vasyaso 'sāni svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Möge ich unter den Begüterten hervorragen. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 7

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation taṃ tvā bhaga praviśāni svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: In dich, o göttliche Fülle, möge ich eintreten. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 8

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation sa mā bhaga praviśa svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Tritt du, göttliche Fülle, in mich ein. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 9

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation tasmin sahasraśākhe | ni bhagāhaṃ tvayi mṛje svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: In dir, dem tausendfach Verzweigten, reinige ich mich, o Fülle. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 10

Die vollständige Gruppe sprechen; die Reisgabe fällt auf ihr abschließendes svaha. Bei Gruppe 4 wird daher erst beim fünften svaha dargebracht.

Rezitation yathāpaḥ pravatāyanti | yathā māsā aharjaram | evaṃ māṃ brahmacāriṇaḥ | dhātar āyantu sarvataḥ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Wie die Wasser dem Gefälle folgen und die Monate in das Jahr eingehen, so mögen Lernende von überall zu mir kommen, o Erhalter. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 11: Vollständiger Text, elf Wiederholungen

Sprich den folgenden Gesamttext elfmal. Bei jeder Wiederholung bleibt der Opferlöffel während der inneren svaha-Rufe ruhig; die eine Gabe erfolgt erst beim letzten svaha nach pra ma padyasva. Danach folgt jedes Mal annapurnayai idam na mama. Ein Helfer kann die elf Durchgänge mit bereitgelegten Zählmarken verfolgen.

Rezitation āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | tato me śriyam āvaha | lomaśāṃ paśubhiḥ saha svāhā |
ā māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | vi māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | pra māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | damāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | śamāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā |
yaśo jane 'sāni svāhā | śreyān vasyaso 'sāni svāhā |
taṃ tvā bhaga praviśāni svāhā | sa mā bhaga praviśa svāhā |
tasmin sahasraśākhe | ni bhagāhaṃ tvayi mṛje svāhā |
yathāpaḥ pravatāyanti | yathā māsā aharjaram | evaṃ māṃ brahmacāriṇaḥ | dhātar āyantu sarvataḥ svāhā |
prativeśo 'si pra mā bhāhi pra mā padyasva svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Bedeutung: Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit; bringe mir Fülle mit wolltragenden Tieren. Mögen Lernende zu mir kommen, von verschiedenen Seiten und in guter Weise; mögen sie Selbstbeherrschung und innere Ruhe entfalten. Möge ich unter den Menschen Anerkennung finden und unter den Begüterten hervorragen. In dich, göttliche Fülle, möge ich eintreten; tritt du in mich ein. In dir, dem tausendfach Verzweigten, reinige ich mich. Wie die Wasser dem Gefälle folgen und die Monate ins Jahr eingehen, mögen Lernende von überall zu mir kommen, o Erhalter. Du bist meine nahe Zuflucht: Leuchte mir auf und tritt mir entgegen. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Das Homa vollständig abschließen

Der Abschluss folgt dem allgemeinen Uttaranga auf S. 17–21 des Homa Sangraha. Das im selben Buch gesondert abgedruckte umfangreiche Jayadi-Homa wird hier nicht zusätzlich eingeschoben: Der Avahanti-Abschnitt verlangt Uttaranga und Segen, aber keinen zweiten vollständigen Homa-Zyklus. Für die folgenden Gaben wird wieder Ghee verwendet; für Svishtakrit wird ein Rest des Reis-Havis bereitgehalten.

36. Prajapati und die drei Welten

Bringe zuerst Ghee für Prajapati dar; danach folgen drei kleine Ghee-Gaben für Agni, Vayu und Surya.

Rezitation prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

37. Svishtakrit

Nimm eine kleine abschließende Portion des Reis-Havis und gib sie bei svaha ins Feuer.

Rezitation yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

Bedeutung: Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

38. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom

Bestreiche die drei Begrenzungshölzer mit etwas Ghee. Gib zuerst das mittlere, westliche Holz ins Feuer, dann die beiden anderen. Fülle den größeren Opferlöffel mit vier kleinen Schöpflöffeln Ghee, halte den kleinen darüber und lasse einen ruhigen Strom ins Feuer fließen. Danach folgt die zweite, einzelne Ghee-Gabe.

Rezitation svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

39. Nicht bemerkte Fehler übergeben

Der Yajamana spricht den Vorsatz; die Ritualleitung vollzieht danach bei jedem svaha eine kleine Ghee-Gabe.

Rezitation asminn āvahantihomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||

Bedeutung: In diesem Avahanti-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.

40. Abschließende Bereinigungsgaben

Bringe zu den ersten drei Zeilen je Ghee dar. Sprich dann den Vorsatz und vollziehe die drei weiteren Gaben. Berühre anschließend sauberes Wasser.

Rezitation oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.

41. Purnahuti

Fülle den größeren Opferlöffel mit der abschließenden Ghee-Gabe. Das allgemeine Kapitel nennt hier keine bestimmte Kokosnuss- oder Stoffbündelgabe; eine solche wird deshalb nicht ergänzt. Der Vorsatz ist um die bereits ausgesprochenen Kalenderangaben entlastet; der Ritualname und die Feuerbenennung sind eingesetzt. Sprich den Text und bringe die Gabe einmal bei agnaye vauṣaṭ dar; beim vorausgehenden svāhā wird nicht schon eine zweite Gabe gegossen.

Rezitation asminn āvahantihomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ varadanāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

Bedeutung: Für die vollständige Frucht dieses Avahanti-Homa bringe ich im Feuer Varada die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

42. Vasordhara

Lasse mit dem folgenden Vers einen dünnen, gleichmäßigen Ghee-Strom ins Feuer fließen; beende ihn mit svaha.

Rezitation oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

43. Abschließendes Besprengen

Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer. Das Handbuch nennt Pranayama, gibt hier aber weder Atemmaß noch einen weiteren Atem-Mantra vor; deshalb wird keiner hinzugefügt.

Rezitation adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

44. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen

Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.

Rezitation varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

45. Wasser in die Richtungen geben

Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.

Rezitation prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

46. Agni danken und nach innen zurücknehmen

Schaue noch einmal auf das Feuer. Sprich Agnis Gayatri und das Gebet um den guten Weg; führe dann die Hände zum Herzen.

Rezitation oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

47. Die Schlussgebete

Mit gefalteten Händen sprechen.

Rezitation namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

Bedeutung: Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.

48. Annapurna und die vorbereitenden Einladungen abschließen

Verneige dich vor dem Annapurna-Kumbha. Für die im Hauptkapitel nicht ausgeschriebene Entlassung wird die im Handbuch belegte Entlassungsformel verwendet, mit dem Namen der jeweiligen eingeladenen Gottheit. Verabschiede ebenso Ganesha am Nebenplatz und die symbolisch eingeladene Brahma-Gegenwart. Wenn ein Mensch die Brahma-Rolle wahrgenommen hat, danke ihm stattdessen mit eigenen Worten.

Rezitation oṃ annapūrṇāyai namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Annapurna, Ganapati und Brahma. Jede angerufene Gegenwart wird an ihren eigenen Ort verabschiedet, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Die Entlassung beendet die besondere rituelle Einladung; sie behauptet keine Abwesenheit des Göttlichen aus dem Alltag.

49. Segen und Dank

Die Ritualleitung oder eine geachtete anwesende Person spricht den folgenden allgemein passenden Segensvers aus dem Segensanhang. Als praktischen Dank überreicht der Yajamana anschließend die vereinbarte Dakshina; ein eigenständiges förmliches Dakshina-Dana wird damit nicht eingeführt. Die anderen im Handbuch für Ehepaare, Landeswohl und weitere Anlässe gesammelten Segensformeln werden nicht automatisch hinzugefügt.

Rezitation akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||

Bedeutung: Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

Nach dem Ritual

Lass das Feuer unter Aufsicht ausbrennen. Erst vollständig erkaltete Asche wird aus dem Kunda genommen. Die folgenden Umgangshinweise sind praktische redaktionelle Ergänzungen: Gib sauberes, nicht mit Lampenöl, Asche oder anderen Rückständen vermischtes Gefäßwasser an eine Pflanze oder auf sauberen Boden. Welke Blüten können zum pflanzlichen Kompost; saubere Stoffe, Schmuck, Gefäße und wiederverwendbare Geräte werden gereinigt und für die nächste Feier aufbewahrt. Wasser aus dem Auffanggefäß ist kein Trinkwasser. Die bereitgestellten und unversehrt gebliebenen Speisegaben werden als Prasad geteilt; verbrannte oder verunreinigte Reste werden nicht gegessen.

Setzt euch anschließend kurz in Meditation. Als ausdrücklich redaktionelle Yoga-Vidya-Anregung kann jede Person eine konkrete Form des Weitergebens wählen: eine Mahlzeit mit jemandem teilen, eine lernende Person unterstützen oder das eigene Wissen geduldig erklären. So erhalten die beiden Leitbitten des Avahanti-Textes – Nahrung und Menschen, mit denen Lernen möglich wird – eine alltägliche Gestalt.

Zusammenhängende Rezitation

Die folgenden drei Abschnitte enthalten sämtliche im Ablauf ausgeschriebenen Rezitationen in derselben Reihenfolge. Handlungen, Rollen, Alternativen und Wiederholungen gelten weiterhin wie im Ablauf beschrieben. Insbesondere wird die letzte Reisgruppe elfmal gesprochen; ihre einmalige Ausschreibung im Rezitationsteil ändert diese Zahl nicht. Die beiden Alternativen beim Brahma-Sitz werden nicht miteinander vertauscht. Die Devanagari-Fassung ist aus der hier geprüften Umschrift übertragen; die vedischen Akzente sind in beiden Fassungen bewusst nicht gesetzt.

IAST

Beginn und Ganesha-Puja

1. Guru und Frieden

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

2. Zustimmung der Versammlung

namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya āvahantihomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

3. Vorsatz

tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te 'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ sarvāriṣṭaśāntyarthaṃ sarvābhīṣṭasiddhyartham annasamṛddhyarthaṃ jñānavairāgyasiddhyartham āvahantihomākhyaṃ karma kariṣye ||
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

4. Ganesha betrachten und einladen

gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 1: Sitz

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 5: Bad

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 7: Gewand

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 9: Schmuck

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 10: Duft

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān dhārayāmi ||

Ganesha-Gabe 11: Kumkum

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 12: Girlande

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālāṃ samarpayāmi ||

5. Ganeshas Namen

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

7. Lichtkreis und Gebet

oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Segnung des Wassers

8. Varuna anrufen

imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

10. Varunas Namen und letzte Gaben

oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

11. Die Anwesenden stimmen ein

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

12. Punyaha, Svasti und Riddhi

punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

13. Segenswünsche über dem Gefäß

śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

14. Belastendes abgeben

oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

15. Die Segnung weitet sich

sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen

svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Annapurna im Kumbha verehren

17. Annapurna betrachten und einladen

taptasvarṇanibhā śaśāṅkamukuṭā ratnaprabhābhāsurā |
nānāvastravirājitā trinayanā bhūmīramābhyāṃ yutā |
darvīhāṭakabhājanaṃ ca dadhatī ramyā ca pīnastanī |
nṛtyantaṃ śivam ākalayya muditā dhyeyānnapūrṇeśvarī ||
oṃ hrīṃ śrīṃ klīṃ bhagavati maheśvari annapūrṇe svāhā |
oṃ annapūrṇāyai namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Annapurna-Gabe 1: Sitz

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 2: Fußwasser

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 3: Ehrenwasser

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 4: Mundwasser

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 5: Bad

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 6: Gewand

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | vastraṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 7: Schmuck

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | ābharaṇaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 8: Duft

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 9: Blumen

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | puṣpāṇi samarpayāmi ||

Annapurnas zwanzig Namen

oṃ annapūrṇāyai namaḥ |
oṃ śivāyai namaḥ |
oṃ devyai namaḥ |
oṃ bhīmāyai namaḥ |
oṃ puṣṭyai namaḥ |
oṃ sarasvatyai namaḥ |
oṃ sarvajñāyai namaḥ |
oṃ pārvatyai namaḥ |
oṃ durgāyai namaḥ |
oṃ śarvāṇyai namaḥ |
oṃ śivavallabhāyai namaḥ |
oṃ vedavedyāyai namaḥ |
oṃ mahāvidyāyai namaḥ |
oṃ vidyādātryai namaḥ |
oṃ viśāradāyai namaḥ |
oṃ kumāryai namaḥ |
oṃ tripurāyai namaḥ |
oṃ bālāyai namaḥ |
oṃ lakṣmyai namaḥ |
oṃ śriyai namaḥ |

Annapurna-Gabe 10: Rauch

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi ||

Annapurna-Gabe 11: Licht

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | dīpaṃ darśayāmi ||

Annapurna-Gabe 12: Speise

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi ||

Annapurna-Gabe 13: Tambula

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 14: Kreisendes Licht

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | karpūranīrājanaṃ darśayāmi ||

Annapurna-Gabe 15: Blütengebet

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | mantrapuṣpaṃ samarpayāmi ||

Annapurna-Gabe 16: Verneigung

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | namaskāraṃ samarpayāmi ||

Das Feuer einrichten: Agnimukha

18. Boden und Linien

oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

19. Feuer einsetzen

candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ varadanāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

Gefäße und Darbha bereitstellen

20. Brahma-Sitz

asminn āvahantihomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

21. Wasser und Pranita-Gefäß

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Ghee, Löffel und Begrenzungshölzer

22. Besprengen mit den Avahanti-Versanfängen

yaś chandasām ṛṣabho viśvarūpaḥ | oṃ adite 'numanyasva |
chandobhyo 'dhy amṛtāt sambabhūva | oṃ anumate 'numanyasva |
sa mendro medhayā spṛṇotu | oṃ sarasvate 'numanyasva |
amṛtasya deva dhāraṇo bhūyāsam | deva savitaḥ prasuva ||

23. Agni-Nyasa

oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

24. Agni betrachten

meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

25. Acht Feueraspekte und die Anwesenden

oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

26. Hüter der Richtungen

oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

27. Brennholz darbringen

asminn āvahantihomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

28. Erste Ghee-Ströme und Gaben

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

29. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung

oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asminn āvahantihomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Annapurna im Feuer und der Avahanti-Hauptteil

30. Zuordnung des Mantras

asya śrīāvahantīmahāmantrasya māhācamasya ṛṣiḥ | mahāvirāṭ chandaḥ | annapūrṇā bhagavatī bhavānī devatā |
āṃ bījam | hrīṃ śaktiḥ | kroṃ kīlakam |
mama samastapāpakṣayapurassaram annasamṛddhyarthaṃ jñānavairāgyasiddhyartham āvahantihome viniyogaḥ ||

31. Annapurna-Nyasa

āvahantī vitanvānā hṛdayāya namaḥ |
kurvāṇā cīram ātmanaḥ śirase svāhā |
vāsāṃsi mama gāvaś ca śikhāyai vaṣaṭ |
annapāne ca sarvadā kavacāya huṃ |
tato me śriyam āvaha netratrayāya vauṣaṭ |
lomaśāṃ paśubhiḥ saha svāhā astrāya phaṭ ||

32. Annapurna mit Speiseschale und Schöpflöffel

arkābhām aruṇāmbarāvṛtatanūm ānandapūrṇānanām |
muktāhāravibhūṣitāṃ kucabharānamrāṃ sakāñcīguṇām |
devīṃ divyarasānnapūrṇakarakām ambhojadarvīkarām |
dhyāyec chaṅkaravallabhāṃ trinayanām ambāṃ pralambālakām ||

33. Sechs innere Gaben

oṃ laṃ pṛthivyātmane gandhaṃ parikalpayāmi |
oṃ haṃ ākāśātmane puṣpaṃ parikalpayāmi |
oṃ yaṃ vāyvātmane dhūpaṃ parikalpayāmi |
oṃ raṃ tejātmane dīpaṃ parikalpayāmi |
oṃ vaṃ amṛtātmane naivedyaṃ parikalpayāmi |
oṃ saṃ sarvātmane tāmbūlaṃ parikalpayāmi ||

34. Ganapati-Mantra am Übergang

oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye vara varada sarvajanaṃ me vaśam ānaya svāhā svāhā ||

35. Vier Audumbara-Hölzer

śarīraṃ me vicarṣaṇaṃ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
jihvā me madhumattamā svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
karṇābhyāṃ bhūri viśruvaṃ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
brahmaṇaḥ kośo 'si medhayā pihitaḥ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama |
śrutaṃ me gopāya ||

Elf Rezitationsgruppen des Anna-Homa

Reisgabe 1

āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 2

āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | tato me śriyam āvaha | svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 3

āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | tato me śriyam āvaha | lomaśāṃ paśubhiḥ saha svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 4

ā māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | vi māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | pra māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | damāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | śamāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 5

yaśo jane 'sāni svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 6

śreyān vasyaso 'sāni svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 7

taṃ tvā bhaga praviśāni svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 8

sa mā bhaga praviśa svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 9

tasmin sahasraśākhe | ni bhagāhaṃ tvayi mṛje svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 10

yathāpaḥ pravatāyanti | yathā māsā aharjaram | evaṃ māṃ brahmacāriṇaḥ | dhātar āyantu sarvataḥ svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Reisgabe 11: Vollständiger Text, elf Wiederholungen

āvahantī vitanvānā | kurvāṇā cīram ātmanaḥ | vāsāṃsi mama gāvaś ca | annapāne ca sarvadā | tato me śriyam āvaha | lomaśāṃ paśubhiḥ saha svāhā |
ā māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | vi māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | pra māyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | damāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā | śamāyantu brahmacāriṇaḥ svāhā |
yaśo jane 'sāni svāhā | śreyān vasyaso 'sāni svāhā |
taṃ tvā bhaga praviśāni svāhā | sa mā bhaga praviśa svāhā |
tasmin sahasraśākhe | ni bhagāhaṃ tvayi mṛje svāhā |
yathāpaḥ pravatāyanti | yathā māsā aharjaram | evaṃ māṃ brahmacāriṇaḥ | dhātar āyantu sarvataḥ svāhā |
prativeśo 'si pra mā bhāhi pra mā padyasva svāhā | annapūrṇāyai idaṃ na mama ||

Das Homa vollständig abschließen

36. Prajapati und die drei Welten

prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

37. Svishtakrit

yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

38. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom

svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

39. Nicht bemerkte Fehler übergeben

asminn āvahantihomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||

40. Abschließende Bereinigungsgaben

oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

41. Purnahuti

asminn āvahantihomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ varadanāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

42. Vasordhara

oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

43. Abschließendes Besprengen

adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

44. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen

varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

45. Wasser in die Richtungen geben

prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

46. Agni danken und nach innen zurücknehmen

oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

47. Die Schlussgebete

namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

48. Annapurna und die vorbereitenden Einladungen abschließen

oṃ annapūrṇāyai namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

49. Segen und Dank

akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||

Nach dem Ritual

Devanagari

Beginn und Ganesha-Puja

1. Guru und Frieden

गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥

2. Zustimmung der Versammlung

नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥
सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥
अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्तदक्षिणाम् इव स्वीकृत्य आवहन्तिहोमकर्म कर्तुं योग्यतासिद्धिम् अनुगृहाण ॥

3. Vorsatz

तद् एव लग्नं सुदिनं तद् एव ताराबलं चन्द्रबलं तद् एव ।
विद्याबलं दैवबलं तद् एव लक्ष्मीपते ते ऽङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं सर्वारिष्टशान्त्यर्थं सर्वाभीष्टसिद्ध्यर्थम् अन्नसमृद्ध्यर्थं ज्ञानवैराग्यसिद्ध्यर्थम् आवहन्तिहोमाख्यं कर्म करिष्ये ॥
तदङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वरपूजां करिष्ये ।
तदङ्गत्वेनान्तःकरणशुद्ध्यर्थं शरीरशुद्ध्यर्थं मण्डपशुद्ध्यर्थं सर्वोपकरणशुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याहवाचनं करिष्ये ॥

4. Ganesha betrachten und einladen

गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 1: Sitz

ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser

ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser

ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser

ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 5: Bad

ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad

ॐ गं गणपतये नमः । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 7: Gewand

ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur

ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 9: Schmuck

ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 10: Duft

ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ॥

Ganesha-Gabe 11: Kumkum

ॐ गं गणपतये नमः । गन्धस्योपरि कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 12: Girlande

ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालां समर्पयामि ॥

5. Ganeshas Namen

ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula

ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

7. Lichtkreis und Gebet

ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन् नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

Segnung des Wassers

8. Varuna anrufen

इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आ चके ।
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्र मोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे पुण्डरीकाक्षरूपं वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna

ॐ वं वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । गन्धं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पुष्पं समर्पयामि ॥

10. Varunas Namen und letzte Gaben

ॐ वरुणाय नमः । ॐ प्रचेतसे नमः । ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः । ॐ मकरवाहनाय नमः । ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः । ॐ श्वेतछत्राय नमः । ॐ अनेकमणिभूषिताय नमः । ॐ झषासनाय नमः ।
ॐ वं वरुणाय नमः । धूपम् आघ्रापयामि । दीपं दर्शयामि । नैवेद्यं निवेदयामि । ताम्बूलं समर्पयामि । कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन् नो वरुणः प्रचोदयात् ।
ॐ नमो नमस्ते अस्तु स्फटिकप्रभाय सुश्वेतवस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥

11. Die Anwesenden stimmen ein

शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टम् अस्तु । अस्त्व् अक्षतम् अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ॥

12. Punyaha, Svasti und Riddhi

पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् । पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व । सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति । स्वस्ति न इन्द्रश्चाग्निश्च स्वस्ति नो अदिते कृधि ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु ।
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु ॥

13. Segenswünsche über dem Gefäß

शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु ।
ॐ शिवम् अस्तु । ॐ शिवं कर्मास्तु । ॐ कर्मसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धर्मसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ वेदसमृद्धिर् अस्तु । ॐ शास्त्रसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धनधान्यसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ पुत्रपौत्रसम्पद् अस्तु । ॐ इष्टसम्पद् अस्तु ॥

14. Belastendes abgeben

ॐ सकलारिष्टनिरसनम् अस्तु ।
ॐ यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तद् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

15. Die Segnung weitet sich

सर्वशोभनम् अस्तु । सर्वाः सम्पदः सन्तु ।
ॐ शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।
आ ब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्मवर्चसी जायताम् अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यः शूरो महारथो जायताम् ।
दोग्ध्री धेनुर् वोढानड्वान् आशुः सप्तिः पुरन्धिर् योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवास्य यजमानस्य वीरो जायताम् ।
निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां योगक्षेमो नः कल्पताम् ।
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु । सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या ।
यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा । जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु । ॐ भूर् भुवः सुवः ।
तच् छं योर् आवृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञपतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् ।
शं नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ॥

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen

स्वामिनः मनः समाधीयताम् । समाहितमनसः स्म ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्म ।
वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो ऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूतदयाशुद्धं जलशुद्धं च पञ्चमम् ॥
अद्भिर् गात्राणि शुद्ध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्यातपोभ्यां भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥

Annapurna im Kumbha verehren

17. Annapurna betrachten und einladen

तप्तस्वर्णनिभा शशाङ्कमुकुटा रत्नप्रभाभासुरा ।
नानावस्त्रविराजिता त्रिनयना भूमीरमाभ्यां युता ।
दर्वीहाटकभाजनं च दधती रम्या च पीनस्तनी ।
नृत्यन्तं शिवम् आकलय्य मुदिता ध्येयान्नपूर्णेश्वरी ॥
ॐ ह्रीं श्रीं क्लीं भगवति महेश्वरि अन्नपूर्णे स्वाहा ।
ॐ अन्नपूर्णायै नमः । ध्यायामि आवाहयामि ॥

Annapurna-Gabe 1: Sitz

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । आसनं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 2: Fußwasser

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 3: Ehrenwasser

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 4: Mundwasser

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 5: Bad

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 6: Gewand

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । वस्त्रं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 7: Schmuck

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । आभरणं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 8: Duft

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । गन्धं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 9: Blumen

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । पुष्पाणि समर्पयामि ॥

Annapurnas zwanzig Namen

ॐ अन्नपूर्णायै नमः ।
ॐ शिवायै नमः ।
ॐ देव्यै नमः ।
ॐ भीमायै नमः ।
ॐ पुष्ट्यै नमः ।
ॐ सरस्वत्यै नमः ।
ॐ सर्वज्ञायै नमः ।
ॐ पार्वत्यै नमः ।
ॐ दुर्गायै नमः ।
ॐ शर्वाण्यै नमः ।
ॐ शिववल्लभायै नमः ।
ॐ वेदवेद्यायै नमः ।
ॐ महाविद्यायै नमः ।
ॐ विद्यादात्र्यै नमः ।
ॐ विशारदायै नमः ।
ॐ कुमार्यै नमः ।
ॐ त्रिपुरायै नमः ।
ॐ बालायै नमः ।
ॐ लक्ष्म्यै नमः ।
ॐ श्रियै नमः ।

Annapurna-Gabe 10: Rauch

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । धूपम् आघ्रापयामि ॥

Annapurna-Gabe 11: Licht

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । दीपं दर्शयामि ॥

Annapurna-Gabe 12: Speise

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ॥

Annapurna-Gabe 13: Tambula

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 14: Kreisendes Licht

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ॥

Annapurna-Gabe 15: Blütengebet

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । मन्त्रपुष्पं समर्पयामि ॥

Annapurna-Gabe 16: Verneigung

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । नमस्कारं समर्पयामि ॥

Das Feuer einrichten: Agnimukha

18. Boden und Linien

ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥

19. Feuer einsetzen

चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः वरदनामानम् अग्निं स्थापयामि ॥

Gefäße und Darbha bereitstellen

20. Brahma-Sitz

अस्मिन्न् आवहन्तिहोमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

21. Wasser und Pranita-Gefäß

ॐ वं वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

Ghee, Löffel und Begrenzungshölzer

22. Besprengen mit den Avahanti-Versanfängen

यश् छन्दसाम् ऋषभो विश्वरूपः । ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
छन्दोभ्यो ऽध्य् अमृतात् सम्बभूव । ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
स मेन्द्रो मेधया स्पृणोतु । ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
अमृतस्य देव धारणो भूयासम् । देव सवितः प्रसुव ॥

23. Agni-Nyasa

ॐ रं हृदयाय नमः ।
ॐ रीं शिरसे स्वाहा ।
ॐ रूं शिखायै वषट् ।
ॐ रैं कवचाय हुं ।
ॐ रौं नेत्रत्रयाय वौषट् ।
ॐ रः अस्त्राय फट् ।
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ इति दिग्बन्धः ॥

24. Agni betrachten

मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् ।
द्विशीर्षकं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ॥
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा ।
अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥

25. Acht Feueraspekte und die Anwesenden

ॐ अग्नये नमः । ॐ जातवेदसे नमः । ॐ सहोजसे नमः । ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः । ॐ नर्यापसे नमः । ॐ पङ्क्तिराधसे नमः । ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ श्रीयज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः ।
सर्वेभ्यः श्रीवैष्णवेभ्यो नमः । सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ॥

26. Hüter der Richtungen

ॐ इन्द्राय नमः । ॐ अग्नये नमः । ॐ यमाय नमः । ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः । ॐ वायवे नमः । ॐ सोमाय नमः । ॐ ईशानाय नमः ॥

27. Brennholz darbringen

अस्मिन्न् आवहन्तिहोमकर्मणि ब्रह्मन्न् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ॥

28. Erste Ghee-Ströme und Gaben

ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्रायेदं न मम ।
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥

29. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung

ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन्न् आवहन्तिहोमकर्मणि सङ्कल्पप्रभृति एतत्क्षणपर्यन्तं मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

Annapurna im Feuer und der Avahanti-Hauptteil

30. Zuordnung des Mantras

अस्य श्रीआवहन्तीमहामन्त्रस्य माहाचमस्य ऋषिः । महाविराट् छन्दः । अन्नपूर्णा भगवती भवानी देवता ।
आं बीजम् । ह्रीं शक्तिः । क्रों कीलकम् ।
मम समस्तपापक्षयपुरस्सरम् अन्नसमृद्ध्यर्थं ज्ञानवैराग्यसिद्ध्यर्थम् आवहन्तिहोमे विनियोगः ॥

31. Annapurna-Nyasa

आवहन्ती वितन्वाना हृदयाय नमः ।
कुर्वाणा चीरम् आत्मनः शिरसे स्वाहा ।
वासांसि मम गावश् च शिखायै वषट् ।
अन्नपाने च सर्वदा कवचाय हुं ।
ततो मे श्रियम् आवह नेत्रत्रयाय वौषट् ।
लोमशां पशुभिः सह स्वाहा अस्त्राय फट् ॥

32. Annapurna mit Speiseschale und Schöpflöffel

अर्काभाम् अरुणाम्बरावृततनूम् आनन्दपूर्णाननाम् ।
मुक्ताहारविभूषितां कुचभरानम्रां सकाञ्चीगुणाम् ।
देवीं दिव्यरसान्नपूर्णकरकाम् अम्भोजदर्वीकराम् ।
ध्यायेच् छङ्करवल्लभां त्रिनयनाम् अम्बां प्रलम्बालकाम् ॥

33. Sechs innere Gaben

ॐ लं पृथिव्यात्मने गन्धं परिकल्पयामि ।
ॐ हं आकाशात्मने पुष्पं परिकल्पयामि ।
ॐ यं वाय्वात्मने धूपं परिकल्पयामि ।
ॐ रं तेजात्मने दीपं परिकल्पयामि ।
ॐ वं अमृतात्मने नैवेद्यं परिकल्पयामि ।
ॐ सं सर्वात्मने ताम्बूलं परिकल्पयामि ॥

34. Ganapati-Mantra am Übergang

ॐ श्रीं ह्रीं क्लीं ग्लौं गं गणपतये वर वरद सर्वजनं मे वशम् आनय स्वाहा स्वाहा ॥

35. Vier Audumbara-Hölzer

शरीरं मे विचर्षणं स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ।
जिह्वा मे मधुमत्तमा स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ।
कर्णाभ्यां भूरि विश्रुवं स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ।
ब्रह्मणः कोशो ऽसि मेधया पिहितः स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ।
श्रुतं मे गोपाय ॥

Elf Rezitationsgruppen des Anna-Homa

Reisgabe 1

आवहन्ती वितन्वाना । कुर्वाणा चीरम् आत्मनः । वासांसि मम गावश् च । अन्नपाने च सर्वदा । स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 2

आवहन्ती वितन्वाना । कुर्वाणा चीरम् आत्मनः । वासांसि मम गावश् च । अन्नपाने च सर्वदा । ततो मे श्रियम् आवह । स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 3

आवहन्ती वितन्वाना । कुर्वाणा चीरम् आत्मनः । वासांसि मम गावश् च । अन्नपाने च सर्वदा । ततो मे श्रियम् आवह । लोमशां पशुभिः सह स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 4

आ मायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । वि मायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । प्र मायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । दमायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । शमायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 5

यशो जने ऽसानि स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 6

श्रेयान् वस्यसो ऽसानि स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 7

तं त्वा भग प्रविशानि स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 8

स मा भग प्रविश स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 9

तस्मिन् सहस्रशाखे । नि भगाहं त्वयि मृजे स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 10

यथापः प्रवतायन्ति । यथा मासा अहर्जरम् । एवं मां ब्रह्मचारिणः । धातर् आयन्तु सर्वतः स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Reisgabe 11: Vollständiger Text, elf Wiederholungen

आवहन्ती वितन्वाना । कुर्वाणा चीरम् आत्मनः । वासांसि मम गावश् च । अन्नपाने च सर्वदा । ततो मे श्रियम् आवह । लोमशां पशुभिः सह स्वाहा ।
आ मायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । वि मायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । प्र मायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । दमायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा । शमायन्तु ब्रह्मचारिणः स्वाहा ।
यशो जने ऽसानि स्वाहा । श्रेयान् वस्यसो ऽसानि स्वाहा ।
तं त्वा भग प्रविशानि स्वाहा । स मा भग प्रविश स्वाहा ।
तस्मिन् सहस्रशाखे । नि भगाहं त्वयि मृजे स्वाहा ।
यथापः प्रवतायन्ति । यथा मासा अहर्जरम् । एवं मां ब्रह्मचारिणः । धातर् आयन्तु सर्वतः स्वाहा ।
प्रतिवेशो ऽसि प्र मा भाहि प्र मा पद्यस्व स्वाहा । अन्नपूर्णायै इदं न मम ॥

Das Homa vollständig abschließen

36. Prajapati und die drei Welten

प्रजापते न त्वद् एतान्य् अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव ।
यत्कामास् ते जुहुमस् तन् नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ॥

37. Svishtakrit

यद् अस्य कर्मणो ऽत्यरीरिचं यद् वा न्यूनम् इहाकरम् ।
अग्निष् टत् स्विष्टकृद् विद्वान् सर्वं स्विष्टं सुहुतं करोतु स्वाहा ।
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥

38. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom

स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः संस्रावभागेभ्य इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

39. Nicht bemerkte Fehler übergeben

अस्मिन्न् आवहन्तिहोमकर्मण्य् अविज्ञातप्रायश्चित्तादीनि करिष्ये ।
अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
पुरुषसंमितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसंमितः ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः ।
अग्निष् टद् धोता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नय इदं न मम ॥

40. Abschließende Bereinigungsgaben

ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् होमकर्मणि मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ श्रीविष्णवे स्वाहा । विष्णवे परमात्मन इदं न मम ।
ॐ रुद्राय पशुपतये स्वाहा । रुद्राय पशुपतय इदं न मम ॥

41. Purnahuti

अस्मिन्न् आवहन्तिहोमकर्मणः सम्पूर्णफलप्राप्त्यर्थं वरदनामाग्नौ पूर्णाहुतिं होष्यामि ।
तदनन्तरं साङ्गतसिद्ध्यर्थं वसोर्धारां होष्यामि ।
ॐ पूर्णाहुतिम् उत्तमां जुहोति । सर्वं वै पूर्णाहुतिः । सर्वम् एवाप्नोति ।
अथो इयं वै पूर्णाहुतिः । अस्याम् एव प्रतितिष्ठति स्वाहा । अग्नये वौषट् ॥

42. Vasordhara

ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि ।
सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा ।
अग्नये सप्तवत इदं न मम ॥

43. Abschließendes Besprengen

अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
देव सवितः प्रासावीः ॥

44. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen

वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

45. Wasser in die Richtungen geben

प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥

46. Agni danken und nach innen zurücknehmen

ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥

47. Die Schlussgebete

नमस्ते गार्हपत्याय नमस्ते दक्षिणाग्नये ।
नम आहवनीयाय महावेद्यै नमो नमः ॥
काण्डद्वयोपपाद्याय कर्मब्रह्मस्वरूपिणे ।
स्वर्गापवर्गरूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधवानन्त केशव ।
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमो ऽस्तु ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥
प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः सम्पूर्णं स्याद् इति श्रुतिः ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपोयज्ञक्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥

48. Annapurna und die vorbereitenden Einladungen abschließen

ॐ अन्नपूर्णायै नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
ॐ गणपतये नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
ॐ ब्रह्मणे नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

49. Segen und Dank

अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद् यच् छ्रेयस्करं लोके तत् तद् अस्तु सदा तव ॥

Nach dem Ritual

Deutsche Bedeutung

Beginn und Ganesha-Puja

1. Guru und Frieden

Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung

Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Avahanti-Homa auszuführen.

3. Vorsatz

Herr der Lakshmi, indem ich deiner beiden Füße gedenke, sehe ich darin günstige Zeit, Kraft des Mondes und der Sterne, Kraft des Wissens und göttliche Kraft. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda! Zur Läuterung angesammelter Verfehlungen und zur Freude Parameshvaras vollziehe ich das Avahanti-Homa: mit der Bitte um Befriedung von Widrigkeiten, Erfüllung heilsamer Anliegen, Fülle an Nahrung, Erkenntnis und Nichtanhaften. Damit dieses Werk unbehindert vollendet wird, verehre ich zuerst Vighneshvara. Zur Reinigung des Inneren, des Körpers, des Ritualplatzes und aller Gegenstände vollziehe ich die Segnung des Wassers.

4. Ganesha betrachten und einladen

Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Ganesha-Gabe 1: Sitz

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.

Ganesha-Gabe 5: Bad

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.

Ganesha-Gabe 7: Gewand

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.

Ganesha-Gabe 9: Schmuck

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.

Ganesha-Gabe 10: Duft

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.

Ganesha-Gabe 11: Kumkum

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.

Ganesha-Gabe 12: Girlande

Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen

Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula

Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet

Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

Segnung des Wassers

8. Varuna anrufen

Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna

Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

10. Varunas Namen und letzte Gaben

Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

11. Die Anwesenden stimmen ein

Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

12. Punyaha, Svasti und Riddhi

Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

13. Segenswünsche über dem Gefäß

Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

14. Belastendes abgeben

Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

15. Die Segnung weitet sich

Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen

Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

Annapurna im Kumbha verehren

17. Annapurna betrachten und einladen

Annapurneshvari ist wie glühendes Gold, trägt den Mond als Krone und leuchtet im Glanz der Edelsteine. In vielfältige Gewänder gekleidet, dreiäugig und von Bhumi und Rama begleitet, hält sie Schöpflöffel und goldene Schale; schön und vollbrüstig freut sie sich beim Anblick des tanzenden Shiva. So wird sie betrachtet. Om, Hrim, Shrim, Klim: Verehrte Göttin, große Herrin, Annapurna, dir gilt die Darbringung. Ich betrachte dich und lade dich ein. Die Keimsilben sind Klangformen der Anrufung, keine deutschen Wörter.

Annapurna-Gabe 1: Sitz

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir einen Sitz dar.

Annapurna-Gabe 2: Fußwasser

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Fußwasser dar.

Annapurna-Gabe 3: Ehrenwasser

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.

Annapurna-Gabe 4: Mundwasser

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Mundwasser dar.

Annapurna-Gabe 5: Bad

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir ein Bad dar.

Annapurna-Gabe 6: Gewand

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir ein Gewand dar.

Annapurna-Gabe 7: Schmuck

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Schmuck dar.

Annapurna-Gabe 8: Duft

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Duft dar.

Annapurna-Gabe 9: Blumen

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Blumen dar.

Annapurnas zwanzig Namen

Verehrung der Nahrungsfülle, der Segensreichen, der Göttin, der Furchtgebietenden, der Nährenden, Sarasvati, der Allwissenden, Parvati, Durga, Sharvani, Shivas Geliebter, der durch die Veden Erkennbaren, der großen Weisheit, der Wissensspenderin, der Erfahrenen, der Jungfrau, Tripura, der Jungen, Lakshmi und Shri.

Annapurna-Gabe 10: Rauch

Verehrung Annapurna. Ich lasse dich den Rauchduft empfangen.

Annapurna-Gabe 11: Licht

Verehrung Annapurna. Ich zeige dir das Licht.

Annapurna-Gabe 12: Speise

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Speise dar.

Annapurna-Gabe 13: Tambula

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir Tambula dar.

Annapurna-Gabe 14: Kreisendes Licht

Verehrung Annapurna. Ich zeige dir das kreisende Kampferlicht.

Annapurna-Gabe 15: Blütengebet

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir die Blüte des Gebets dar.

Annapurna-Gabe 16: Verneigung

Verehrung Annapurna. Ich bringe dir meine Verneigung dar.

Das Feuer einrichten: Agnimukha

18. Boden und Linien

Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

19. Feuer einsetzen

Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Varada, der Gabengewährende.

Gefäße und Darbha bereitstellen

20. Brahma-Sitz

Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Avahanti-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

21. Wasser und Pranita-Gefäß

Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

Ghee, Löffel und Begrenzungshölzer

22. Besprengen mit den Avahanti-Versanfängen

Der unter den Versmaßen hervorragende, allgestaltige Laut ist aus den unsterblichen Versen hervorgegangen. Er, der mächtige Herr, möge mich mit Verständnis erfüllen; möge ich das Unsterbliche bewahren können. Aditi, Anumati und Sarasvati: Gewährt Zustimmung. Göttlicher Savitar: Setze dieses Opfer in Bewegung.

23. Agni-Nyasa

Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

24. Agni betrachten

Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die unterschiedlichen Bildzahlen stammen aus zwei nebeneinanderstehenden Betrachtungsversen; sie werden nicht zu einer einzigen anatomischen Darstellung gezwungen.

25. Acht Feueraspekte und die Anwesenden

Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

26. Hüter der Richtungen

Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

27. Brennholz darbringen

Brahman, in diesem Avahanti-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

28. Erste Ghee-Ströme und Gaben

Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

29. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung

Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

Annapurna im Feuer und der Avahanti-Hauptteil

30. Zuordnung des Mantras

Der Seher dieses großen Avahanti-Mantras ist Mahachamasya, sein Versmaß Mahavirat, seine Gottheit die verehrte Bhavani als Annapurna. Am ist die Keimsilbe, Hrim die Kraft, Krom der verbindende Schlüssel. Der Mantra wird in diesem Avahanti-Homa zur Läuterung, zur Fülle an Nahrung sowie zum Reifen von Erkenntnis und Nichtanhaften verwendet.

31. Annapurna-Nyasa

Die Herbeibringende und Mehrende: Verehrung dem Herzen. Sie schafft beständig das für mich Nötige: Weihe des Kopfes. Kleidung und Rinder für mich: Weihe des Scheitels. Nahrung und Trank jederzeit: der schützende Umkreis. Bringe mir so Fülle: Weihe der drei Augen. Mit wolltragenden Tieren: die schützende Kraft. Die Übersetzung folgt der auf Versorgung gerichteten Deutung; die Quelle liest hier cīram, während der verbreitete Upanishad-Text acīram bietet. Shankaras Kommentar kennt sowohl die Deutung „rasch“ als auch die alternative Lesung „beständig“; hier wird die zweite verwendet.

32. Annapurna mit Speiseschale und Schöpflöffel

Man betrachte die Mutter, Shankaras Geliebte: sonnenhell, in ein rotes Gewand gehüllt, mit einem von Freude erfüllten Gesicht, mit Perlenketten geschmückt, durch die Fülle der Brüste leicht geneigt und mit einem Gürtel versehen. Die Göttin hält ein Gefäß voller wohlschmeckender heiliger Speise und den Schöpflöffel in ihrer Lotushand; sie hat drei Augen und lang herabfallendes Haar. Ihre Gestalt verbindet leuchtende Erkenntnis mit der unmittelbaren Fürsorge des Nährens.

33. Sechs innere Gaben

Lam: Dem Wesen der Erde bringe ich innerlich Duft dar. Ham: Dem Wesen des Raumes Blumen. Yam: Dem Wesen des Windes Weihrauch. Ram: Dem Wesen des Feuers Licht. Vam: Dem Wesen des Unsterblichkeitstranks Speise. Sam: Dem Wesen des Alls Tambula.

34. Ganapati-Mantra am Übergang

Om, Shrim, Hrim, Klim, Glaum, Gam: Ganapati, Erhabener, Gabengewährender, führe alle Menschen in meinen Einflussbereich; Svaha, Svaha. Der Wortlaut enthält eine traditionelle Bitte um Einfluss. Eine heutige innere Ausrichtung im Sinne von Ahimsa versteht sie als Wunsch nach Verständigung und tragfähiger Zusammenarbeit; diese ethische Deutung verändert den überlieferten Sanskritsatz nicht.

35. Vier Audumbara-Hölzer

Mein Körper sei tüchtig. Meine Zunge sei überaus angenehm im Sprechen. Mit beiden Ohren möge ich viel hören. Du bist die Hülle des Brahman, von Verstand verhüllt. Jede Gabe gilt Annapurna, nicht mir. Bewahre das von mir Gehörte. Diese letzte Bitte wird nach den vier Holzgaben gesprochen; sie erhält keine eigene zusätzliche Gabe.

Elf Rezitationsgruppen des Anna-Homa

Reisgabe 1

Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 2

Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit. Bringe mir so Fülle. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 3

Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit. Bringe mir Fülle zusammen mit wolltragenden Tieren. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 4

Mögen Lernende zu mir kommen. Mögen Lernende von verschiedenen Seiten zu mir kommen. Mögen Lernende in guter Weise zu mir kommen. Mögen sie Selbstbeherrschung lernen. Mögen sie innere Ruhe finden. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 5

Möge ich unter den Menschen Anerkennung finden. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 6

Möge ich unter den Begüterten hervorragen. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 7

In dich, o göttliche Fülle, möge ich eintreten. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 8

Tritt du, göttliche Fülle, in mich ein. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 9

In dir, dem tausendfach Verzweigten, reinige ich mich, o Fülle. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 10

Wie die Wasser dem Gefälle folgen und die Monate in das Jahr eingehen, so mögen Lernende von überall zu mir kommen, o Erhalter. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Reisgabe 11: Vollständiger Text, elf Wiederholungen

Herbeibringend und mehrend, beständig für mich bereitend: Kleidung, Rinder, Nahrung und Trank jederzeit; bringe mir Fülle mit wolltragenden Tieren. Mögen Lernende zu mir kommen, von verschiedenen Seiten und in guter Weise; mögen sie Selbstbeherrschung und innere Ruhe entfalten. Möge ich unter den Menschen Anerkennung finden und unter den Begüterten hervorragen. In dich, göttliche Fülle, möge ich eintreten; tritt du in mich ein. In dir, dem tausendfach Verzweigten, reinige ich mich. Wie die Wasser dem Gefälle folgen und die Monate ins Jahr eingehen, mögen Lernende von überall zu mir kommen, o Erhalter. Du bist meine nahe Zuflucht: Leuchte mir auf und tritt mir entgegen. Diese Gabe gilt Annapurna, nicht mir.

Das Homa vollständig abschließen

36. Prajapati und die drei Welten

Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

37. Svishtakrit

Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

38. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom

Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

39. Nicht bemerkte Fehler übergeben

In diesem Avahanti-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.

40. Abschließende Bereinigungsgaben

Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.

41. Purnahuti

Für die vollständige Frucht dieses Avahanti-Homa bringe ich im Feuer Varada die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

42. Vasordhara

Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

43. Abschließendes Besprengen

Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

44. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen

Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

45. Wasser in die Richtungen geben

Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

46. Agni danken und nach innen zurücknehmen

Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

47. Die Schlussgebete

Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.

48. Annapurna und die vorbereitenden Einladungen abschließen

Verehrung Annapurna, Ganapati und Brahma. Jede angerufene Gegenwart wird an ihren eigenen Ort verabschiedet, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Die Entlassung beendet die besondere rituelle Einladung; sie behauptet keine Abwesenheit des Göttlichen aus dem Alltag.

49. Segen und Dank

Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

Nach dem Ritual

Textgrundlage und redaktionelle Entscheidungen

  • Pandit Srirama Ramanuja Achari: Homa Sangraha, based on Krishna Yajur Veda, Ausgabe vom 7. November 2024. Verwendet: allgemeine Vorriten S. 3–7, Laghu-Punyaha S. 9–12, Agnimukha und Uttaranga S. 13–21, Avahanti S. 72–75; der allgemeine Segensvers und die Liste der Feuernamen stehen auf S. 141.
  • Avahanti-Homavidhi aus dem Shantikusumakara: herangezogen für die ausdrückliche Gruppierung als elf Ahutis und zur Sicherung des zweiten Annapurna-Dhyana. Sein anders eingebetteter Gesamtabschluss wird nicht in die SriMatham-Fassung hineingemischt.
  • Taittiriya Upanishad, Shikshavalli 1.4, Sanskrittext: Vergleichsgrundlage der Avahanti-Verse. Die Ritualfassung bewahrt die eigene Wiederholung und Aufteilung. Vedic vāsāguṃsi wird als gewöhnliche Schriftform vāsāṃsi wiedergegeben; Akzent- und Aussprachekonventionen werden damit nicht als neue Wörter behandelt.
  • Shankaras Kommentar zur Taittiriya Upanishad, zu 1.4: Bedeutungsabgleich des Avahanti-Textes, insbesondere der Lesarten acīram/ciram und der Bitten um Lernen und Versorgung.
  • Mantra Mahodadhi 9.7: Paralleltext des ersten Annapurna-Dhyana. Gegenüber der fehlerhaften Handbuchlesung sind insbesondere darvīhāṭakabhājanaṃ, dadhatī ramyā ca und ākalayya gesichert. Im zweiten Dhyana lautet die gesicherte Lesung sakāñcīguṇām – „mit einem Gürtel versehen“.
  • Natha-Tradition: Dhenu-Mudra: ergänzende praktische Erklärung der Fingerkontakte; ausschließlich zur Erläuterung der im Hauptwerk benannten Geste, nicht als Herkunft des Homa.

Die deutschen Bedeutungen und Handlungsbeschreibungen sind für diesen Artikel neu formuliert. Die Quelle enthält Schreib-, Sandhi- und Satzfehler; offensichtliche Doppelungen und typografische Fehler sind bereinigt, abgekürzte Gaben- und Verzichtssätze innerhalb ihres eigenen Schemas ausgeschrieben. Es handelt sich um eine redaktionell ausgearbeitete Praxisfassung, nicht um eine diplomatische Textedition. Der deutsche Orts- und Zeitvorsatz, die Handhabung benutzter Materialien und die Alltagsanregung sind ausdrücklich redaktionelle Ergänzungen. Die beiden im Avahanti-Text gedruckten svāhā des Ganapati-Mantras bleiben erhalten; eine dort nicht bezeichnete zusätzliche Feueroblation wird nicht erfunden.

Ergänzende Videos

Sukadev erläutert die Bedeutung von Homa als Feuerritual.

Vortrag zur Bedeutung von Annapurna.

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