Anandashram Swami

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Swami Anandashram (*29. Juni 1902, + 16. September 1966; Devanagari: A.nan.da.sram) war der neunte Guru und der Kopf der Brahmanen-Gemeinschaft von Chitrapur Saraswati.

Brahmanen sind Angehörige der Priester-Kaste in Indien

Er folgte seinem Lehrer Swami Pandurangashram 1915 nach und blieb der Kopf der Gemeinschaft für einen Zeitraum von 51 Jahren, bis er 1966 starb. Swami Anandashram brachte während seiner Amtszeit viele soziale und finanzielle Veränderungen zum Wohle seiner Gemeinde: Seine Führung war gekennzeichnet durch Fortschritt und Reichtum der Gemeinschaft nach anfänglichen Phasen finanzieller Instabilität. Die strengen sozialen Normen, eingeführt von seinem Vorgänger Swami Pandurangashram, wurden unter seinem Regime gelockert.

Amtsübernahme

Am 29. Juni 1902 wurde Swami Anandashram als Shantamurti Haridas Bhat des Priesters Haridas Ramchandra Bhat und seiner Frau Janakidevi geboren. Shantamurti wurde von Swami Pandurangashram als Shishya (Schüler) am 5. Juni 1915 angenommen. Am 14. Juni 1915 wurde Swami Anandashram zum Leiter der Gemeinschaft, im jungen Alter von 13 Jahren, ernannt. So war es ihm nicht möglich, allein die Autorität über die Gemeinde zu halten. Auch bekam er keine Zeit, um die Sanskrit-Schriften, administrative Aufgaben usw. unter der Führung eines Gurus zu lernen.

Ausbildung

Es war von Swami Pandurangashram geahnt worden, dass sich sein Schüler mit dieser Art von Schwierigkeiten konfrontiert sehen würde. Er wies also an, dass, bis Swami Anandashram die notwendige Bildung und erforderliche Ausbildung erhalten hatte, die administrativen Aufgaben durch die Shukla Bhats der Anlage übernommen werden. Die Priester in der Chitrapur Math kümmerten sich um die allgemeine Bildung von Swamiji. Swamiji ging im Jahr 1927 nach Rishikesh, an den Ausläufern des Himalaya gelegen, in den Ashram (Hermitage) von Swami Krishnacharya Saraswati, unter dem er viele Tage lang studierte. Swamiji lernte die Brahma Sutras und andere Texte unter dessen Führung.

Finanzielle Maßnahmen

Der Chitrapur Math wurde in der Anfangszeit von Swamijis Amtszeit mit kritischen finanziellen Zwängen konfrontiert. Diese traten hauptsächlich aufgrund des stattfindenden 2. Weltkrieges auf, schweren Dürren in den Kanara Bezirken und durch das Land im Allgemeinen, sowie die Finanzbelastung durch die letzten Teile des Kampfes Indiens für seine Freiheit. Swamiji widmete seine Priorität dem finanziellen Problem.

Um diese finanzielle Situation zu bewältigen, nahm Swamiji einige sofortige Schritte vor. Diese waren: "Die Aussetzung des Rathotsav (Car Festival), Einführung von Sadhana Saptahik und die Gestaltung einer neuen Verfassung". Die Aussetzung des Festivals erschien die einzige logische Lösung, um den Schaden durch die sich schnell verschlechternde finanzielle Situation zu kontrollieren. Anstelle des Rathotsav wurde eine Sadhana Saptaha (Gebetswoche) eingeführt. Während einer Woche im Monat Dezember jeden Jahres fand dieses Ereignis statt, in der Regel vom 24. Dezember bis 30. Dezember. Am 24. Dezember 1940 wurde die Sadhana Saptaha das erste Mal durchgeführt. Die Sadhana Saptaha gestattete der Gemeinschaft, über sich selbst nachzudenken und half damit, die Gemeinschaft zu erleuchten.

Im Jahr 1932, wurde in Shirali eine große Maha Sabha gehalten, welche die stabile Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft legte. Eine Satzung wurde unter H. Shankar Rau und Anderen herausgegeben, die die Ausgaben des Chitrapur Math regulierten sollte. Der Ständige Ausschuss empfahl, dass das Rathotsav ausgesetzt bleiben sollte. Der ständige Ausschuss wirkte nicht nur als Organ, welches Beschlüsse fasste, sondern folgte diesen auch mit harter Arbeit.

Im Jahrzehnt von 1935 bis 1944 wurden folgende wichtige Meilensteine erreicht:

• Um alte Schulden und den Wiederaufbau von alten Gebäuden zu bezahlen, wurden 100.000 Rupien gesammelt.

Harijans und andere niedere Mitglieder der Gesellschaft durften den Tempelladen betreten.

• Verschiedene Fonds wurden eingerichtet.

• Aussetzung des Rathotsav (Car Festival) und die Einführung des Sadhana Saptahik

Für Weiterentwicklungsmaßnahmen wurden viele Fonds eingerichtet: der Vantiga Capital Fund, welcher als Kapitalfond für eine Reihe von Verwendungen genutzt wurde, einschließlich der täglichen Ausgaben des Chitrapur Math, der Religionsunterricht Fonds und Priester Subventionsfonds, welcher für die Wiedererrichtung einer Sanskrit Schule (Pathshale) und das Priester Ausbildungszentrum in Shirali genutzt wurde, der Social Amelioration Fond, der während der ersten Sadhana-Saptaha im Jahr 1940 abgesteckt wurde. Dieser Fond wurde dem Ziel gewidmet, Geld für die reibungslose Durchführung von Sozialaufgaben wie Satsang, Ashirvachan (spirituelle Diskurse) etc. zu sammeln.

Soziale Reformen

Viele soziale Reformen wurden unter Swami Anandashram eingeführt. Der Gemeinde wurde durch ihn erlaubt, ohne Angst vor Ausschluss ins Ausland zu gehen. Darüber hinaus wurden die durch Swami Pandurangashram wegen Reisen ins Ausland oder Eheschließungen außerhalb der Gemeinschaft Ausgeschlossenen, wieder in der Gemeinschaft akzeptiert. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Gemeinde in den Kanara Bezirken von Karnataka gelebt.

Die junge Generation wanderte auf der Suche nach besseren Bedingungen in die städtischen Gebiete von Bombay, Bangalore, Madras, Delhi und Kalkutta aus. Ihre vollen Terminkalender und andere Verpflichtungen in der städtischen Gemeinschaft entfremdeten sie vom Chitrapur Math. Swamiji reiste für sie in all diese städtischen Gebiete und brachte die Mitglieder der Gemeinde wieder näher zusammen. Das Wiederaufleben des Interesses war vielleicht die Folge einiger Faktoren der Guru Parampara und des Chitrapur Math: Economic Depression (die wirtschaftliche Lage der städtischen Gebiete begann sich zu verschlechtern) und Ermutigung von Eltern (die jüngere Generation wurden von der älteren ermutigt, an den Aktivitäten der Matha teilzunehmen, unter Swami Anandashram hatte dies auch zur Integration der Gemeinschaft beigetragen).

Sanierungsmaßnahmen

Während der Amtszeit von Swami Anandashram, wurde eine hohe Priorität auf den Wiederaufbau und die Sanierung von alten Gebäuden gelegt, welche in einem kaputten Zustand waren. Verschiedene Umbau- und Renovierungsarbeiten wurden unter der persönlichen Aufsicht von Swamiji vorgenommen. Am Bhandarakeri Math bei Gokarn wurden umfangreichen Renovierungsarbeiten durchgeführt, die die Einweihung des Samadhi (Schrein) von Adi Parijnanashram enthielten. Ein Gemeinschaftshalle wurde gebaut und die innere Kammer des Shri Ganapati Tempel Mallapur wurde saniert. Etwas Land wurde in Malleshwaram Bangalore gekauft und ein Matha (Kloster) unter der Schirmherrschaft von Swamiji aufgebaut.

Bücher und Aufsätze

Es gibt eine Reihe von Bücher, die unter Aufsicht von Swamiji veröffentlicht wurden. Es sind: "Chitrapur Sunbeam" ein Journal, welches folgende Ziele hatte: Die Ausbreitung von Dharma, Veröffentlichung der Matha Konten, Nachrichten und andere Notizen und eine Möglichkeit für regelmäßigen Kontakt zwischen dem Matha und der kleinen Gemeinde, die die Matha bildete. Ein jährliches Verzeichnis, das "Verzeichnis der Vantiga Zahler", listet alle Vantiga Spender auf. Viele Wunder sind Swami Anandashram zugeschrieben worden. Die meisten dieser Fälle sind in der Birth Centenary Edition von H.H. Shrimat Anandashram Swamiji (Juni / Juli 2002) des Chitrapur Sunbeam (Chitrapur Ravikiran) veröffentlicht worden, in der die Anhänger selbst über ihre Erfahrungen mit Swamiji berichtet haben.

Nachfolger

Um die heilige Guru Parampara fortzuführen, schlugen im Jahr 1959 die Anhänger dem Swamiji in bescheidener Weise vor, einen Shishya (Nachfolger) zu akzeptieren. Der Nachfolger wurde in Ravindra Shankar Narayan (Shukla) Bhat gefunden, welcher der 12-jährige Sohn von Shantabai und Shankarnarayan Laxman Bhat war. Als Parijnanashram bestimmte Swami Anandashram seinen Shishya. Für einen Zeitraum von 7 Jahren studierte er an der Seite seines Gurus, bis er der Nachfolger der Gemeinschaft werden würde. Mit seinem Shishya an seiner Seite erreichte seine Heiligkeit Swami Anandashram am 16. September 1966 Maha Samadhi ( d.h. er starb) im Shri Chitrapur Math in Malleshwaram, Bangalore. Er war damals 64 Jahre alt. Sein Samadhi (Schrein) ist in Shirali, innerhalb des Grundstücks von Chitrapur Math.

Swami Parijnanashram III, sein Shishya, wurde nun das gekrönte Haupt der Gemeinde.

Siehe auch

Literatur

Seminare

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