Amitabha

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Amitabha ist einer der Dhyani Buddhas im tantrischen Buddhismus. Amitabha, die "kritische Weisheit", symbolisiert den gerichteten Verstand oder die innere Sicht ohne logische oder konzeptuelle Folgerungen. Er wird mit dem Dhyani Mudra dargestellt. Er ist der rote Buddha, der auf einem roten Lotusthron sitzt, getragen von zwei Pfauen. Man glaubt, dass Pfauen die brillianten Farben ihres Federschmuckes dem Gift der Schlangen verdanken, von denen sie sich ernähren.

Sitzender Amitabha, 12.-13. Jh., Holz mit Goldblattverzeirung und Kristallen, Tokyo National Museum, Copyright

Dies ist das Symbol von Reinheit und Transformation. Der rotglühende Körper dieses Buddhas kennzeichnet seine Wesensart des aktiven Mitgefühls. Sein kritischer Verstand erkennt die individuellen Bedürfnisse jedes Wesens. Mitgefühl ist das Gegenmittel für leidenschaftliches Verlangen, das Böse, das sich im Reich der hungrigen Geister aufdrängt. Folglich ist Amitabha der Buddha des Reiches der hungrigen Geister.

Im ‚Größeren Sutra des unermesslichen Lebens‘ wird angegeben, dass Amitabha ein Mönch namens Dharmakara war. Mitabha, wie er in den Schriften der Mahayana Schule des Buddhismus beschrieben wurde, war ein Gott des Himmels. Ihm wurden zahlreiche Verdienste zugeschrieben. Einige andere Versionen der Sutra beschreiben Amitabha als König, der mit den Buddhistischen Lehren durch den Buddha Lokesvararaja in Kontakt kam. Er formulierte achtundvierzig religiöse Gelübte.

Das 18. Gelübte des Dharmakara besagt, „egal in welchem Universum man sich befindet, wer den Wunsch hat in ‚Amitabhas reinem Land‘ geboren zu werden und daher seinen Namen zehn Malruft, dem wird garantiert, dort wiedergeboren zu werden.“

Außerdem erklärt die Sutra, dass Amitabha schließlich die Buddhaschaft erlangte und immer noch in seinem Land Sukhavati lebt. Die grundlegenden Lehren bezüglich Amitabha und seiner Gelübte findet man in den drei anerkannten Texten der Mahayanas: die größere "Sukhavativyuha Sutra", die kleinere "Sukhavativyuha Sutra" und die "Amitayurdhyana Sutra".

Siehe auch

Literatur

  • Heinz Bechert: Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen. Kohlhammer, Stuttgart 2000. ISBN 3-17-015333-1.
  • Heinz Bechert, R. Gombrich: Der Buddhismus: Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage. Beck, München 2002. ISBN 3-406-42138-5.
  • Bhikkhu Bodhi: In den Worten des Buddha. Verlag Beyerlein & Steinschulte, 2008. ISBN 9783931095789
  • Edward Conze: Der Buddhismus: Wesen und Entwicklung. 10. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1995. ISBN 3-17-013505-8.
  • Hansjörg Pfister: Philosophische Einführung in den frühen Buddhismus. Verlag Reith & Pfister, Bötzingen 2004. ISBN 3-9805629-9-9.
  • Helwig Schmidt-Glintzer: Die Reden des Buddha. dtv C. H. Beck, München 2005. ISBN 3-423-34242-0.
  • Wilhelm K. Essler, Ulrich Mamat: Die Philosophie des Buddhismus. 1. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Dezember 2005. ISBN 3-534-17211-6.
  • W. Rahula: Was der Buddha lehrt. 2. Auflage. Origo-Verlag, Bern 1982. ISBN 3-282-00038-3.
  • Verena Reichle: Die Grundgedanken des Buddhismus. 11. Auflage. S. Fischer-Verlag, Frankfurt 2003. ISBN 3-596-12146-9.
  • Hans W. Schumann: Handbuch Buddhismus: Die zentralen Lehren – Ursprung und Gegenwart. Diederichs, München 2000. ISBN 3-7205-2153-2.
  • Hans W. Schumann: Der historische Buddha – Leben und Lehre des Gotama. Diederichs, München 2004. ISBN 3-89631-439-4.
  • Gerhard Szczesny: Die eine Botschaft und die vielen Irrwege. Königshausen und Neumann, Würzburg 2004. ISBN 3-8260-2707-8.
  • Volker Zotz: Geschichte der buddhistischen Philosophie. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996. ISBN 3-499-55537-9.
  • F.A.Z.-Hörbuch: Auf Siddhartas Spuren – Reisen zu den heiligen Stätten des Buddhismus. Frankfurt 2006. ISBN 3-89843-952-6.

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