Samanu

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Samanu (Sanskrit समनु samanu ) Wechselatmung aus dem Pranayama, mit Mantra und Konzentration auf die vier Elemente.

Anuloma Viloma

Sukadev über Samanu

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Samanu

Samanu ist die Wechselatmung mit Bija Mantras. Es gibt zwei Arten von Wechselatmung, Nirmanu und Samanu. Nirmanu ist die Wechselatmung ohne Mantra, insbesondere ohne Bija Mantra. Und Samanu ist die Wechselatmung, „Sa“ – „mit“, „Manu“ – „mit Mantra“, und bezieht sich besonders auf eine bestimmte Form der Mantras, nämlich Bija Mantras. Die Bija Mantras in der Wechselatmung machen die Wechselatmung noch machtvoller. Allerdings braucht man bestimmte Vorbereitungen. Du musst Kapalabhati kennen, du musst die Wechselatmung kennen, du musst Asanas üben und auch Meditation, dann bist du bereit für Samanu. Samanu ist also die Wechselatmung mit Mantra.

Des Weiteren wird empfohlen, vegetarisch zu leben, nicht zu rauchen, keine Drogen zu nehmen, keine alkoholischen Getränke zu dir zu nehmen. Dann wirken nämlich die Bija Mantras besonders intensiv. Samanu bedeutet dann, die Wechselatmung mit Bija Mantras zu verbinden. Und die Bija Mantras hängen zusammen mit Elementen. Das ist jetzt kein Übungsanleitungsvortrag, es geht nur um etwas Theorie. In der Samanu verwendest du die Bija Mantras: Yam, Ram, Tam und Lam.

Zunächst wiederholst du „Yam“ und stellst dir dabei vor, Luft bläst vom Herzen aus überall hin, alle Unreinheiten werden weggepustet, deine Aura, dein Licht wird stark und weit. Das ist der erste Schritt. Wenn du so alles weit gemacht hast, alle Unreinheiten weggepustet hast, dann folgt Ram. Ram ist Feuer. Du wiederholst „Ram“, das Feuermantra, und mit dem Feuer verbrennst du alle Unreinheiten, außerdem machst du das Prana subtiler. Hitze heißt auch reinigen, Hitze heißt aber auch Wärme und Hitze steht auch für die höhere Energie. Du machst die Energie subtiler, feiner, Ram. Wenn du dann die Energie feiner gemacht hast, dann folgt Tam. Tam ist das Bija Mantra des Nektars und des Mond-Chakras. Ram ist auch Feuer und damit Sonnen-Mantra, und Tam ist Mond und Nektar. Indem du „Tam“ wiederholst, stimmst du dich ein auf die Wasserenergie, auf den Nektar, auf das Fließen von oben.

Schließlich folgt Lam und Lam heißt Erdung, Festigkeit. Was auch wichtig ist, wenn du spirituell praktizierst, wenn du deine Aura ausdehnst, wenn du sie subtiler und machtvoller machst, wenn du dich verbindest mit göttlichem Segen, wofür Tam auch steht, dann muss es nachher wieder praktikabel werden. Daher ist Erdung wichtig. Du willst den Zustand der Reinheit und des Aufgeladen-Seins bewahren, daher Lam, die Erde. So ist diese Reihenfolge von Yam, Ram, Tam, Lam auch eine logische und eine sehr machtvolle.

Du musst aber die Samanu Wechselatmung von einem Yogalehrer lernen, und du musst wissen, wie du sie machst, wie häufig du sie machst, in welcher Reihenfolge du sie machst usw. Samanu gehört nicht zu den Übungen, die du dir selbst beibringst. Aber vielleicht hast du ja schon mal bei Yoga Vidya eine Yogalehrerausbildung mitgemacht oder ein Kundalini Yoga Seminar, dann weißt du schon mal, was Samanu ist und dieser Vortrag kann dir noch ein paar theoretische Hintergründe geben. Samanu – Wechselatmung mit Mantra, insbesondere Wechselatmung mit Bija Mantra, insbesondere Wechselatmung mit den Bija Mantras der vier Elemente.

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