Nabho Mudra

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Nabhomudra (Sanskrit: नभोमुद्रा nabhomudrā f.) wörtlich: die Himmels-Murdra; Zungenhaltung, bei der die Zunge nach hinten zum weichen Teil des Gaumens gefaltet wird. Eine andere Variation von Nabho Mudra ist, die Zungenspitze nach oben zum Gaumendach zu bringen. Der oberste Punkt des Gaumens ist der Reflexpunkt des Sahasrara Chakras. Die Zunge nach hinten zu falten wird "hinteres Nabho Mudra" genannt. Die Zungenspitze nach oben zu geben, wird "oberes Nabho Mudra" genannt. Die Zungenspitze nach vorne an den Gaumen in der Nähe der Scheidezähne zu geben, wird "vorderes Nabho Mudra" genannt.

Himmel Wasser Blatt MP900427598.JPG

Sitz mit gekreuzten Beinen. Atme so wenig Luft ein und aus wie möglich (Kevala Kumbhaka). Zungenspitze gegen die Mitte des Gaumens drücken. Konzentration auf das Sahasrara Chakra. Stelle dir vor wie strahlendes Licht von oben über der Schädeldecke in den Kopf hineinströmt oder wie dein Guru im tausendblättrigen Lotus oberhalb der Schädeldecke sitzt.

Khechari Mudra und Nabho Mudra

Bei Khechari Mudra wird die Zunge nach hinten gefaltet Richtung weichen Teil des Gaumens. Die einfache Khechari Mudra, auch "kleines Khechari Mudra" genannt, ist identisch mit der hinteren Nabho Mudra. Hinteres Nabho Mudra bzw. kleines Khechari Mudra wirkt beruhigend und harmonisiert das Vishuddha Chakra. Das obere Nabho Mudra erhebt den Geist und aktiviert das Sahasrara Chakra. Das vordere Nabho Mudra, also Drücken der Zungenspitze gegen den Gaumen in der Nähe der Schneidezähne, aktiviert das Ajna Chakra bzw. Trikuti, den Punkt zwischen den Augenbrauen.

Sukadev über Nabho Mudra

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Nabho Mudra

Nabho Mudra bedeutet wörtlich "Himmels-Murdra". "Nabhas" heißt Himmel, "Mudra" heißt Symbol, Siegel. Nabho Mudra ist das Symbol des Himmels, Siegel des Himmels, Zeichen des Himmels. Mudra ist natürlich eine Energietechnik, wie du vermutlich inzwischen weißt. Es gibt verschiedene Mudras. Es gibt die großen Mudras, die aus verschiedenen Körperteilen bestehen, und es gibt die kleinen Mudras. Und unter anderem gibt es die Finger-Mudras, damit bist du vielleicht vertraut, aber es gibt eben auch die Zungen-Mudras.

Und eine der Zungen-Mudras ist es, die Zungenspitze senkrecht nach oben zu geben. Du gibst die Zungenspitze ganz nach oben, Richtung Himmel also, nach oben. Wenn du die Zungenspitze am Gaumendach nach oben gibst, aktiviert es das Sahasrara Chakra. Nabho Mudra ist eine sehr effektive Weise, das Sahasrara Chakra zu spüren, das Scheitel-Chakra, das Licht, den Raum nach oben.

Du kannst auch die Zunge an den Gaumen in der Nähe der Schneidezähne geben. Das ist auch eine Nabho Mudra Variation, das nennt sich "vorderes Nabho Mudra". Das klassische Nabho Mudra ist Zungenspitze nach oben. Hast du die Zungenspitze in der Nähe der Schneidezähne, meistens etwas einen halben Zentimeter hinter den Scheidezähnen am Gaumen, dann hast du dort den Reflexpunkt des Ajna Chakras. Da kannst du auch ein bisschen trainieren oder üben, die Zunge ein bisschen weiter vor oder zurück zu geben. Mit etwas Übung findest du genau den Punkt, wo du mit der Zunge mit einem mittleren Druck draufdrücken musst, und schon spürst du das Ajna Chakra, den Punkt zwischen den Augenbrauen, Mitte der Stirn. Das ist das vordere Nabho Mudra.

Dann gibt es aber das "mittlere Nabho Mudra", da gibst du die Zungenspitze nach oben an den Gaumen, und dabei aktivierst du das Sahasrara Chakra. Es gibt auch noch die Möglichkeit, die Zunge nach hinten zu geben. Manchmal wird das als "hinteres Nabho Mudra" bezeichnet, bei Yoga Vidya nennen wir das dann gerne Kechari Mudra. Aber Kechari Mudra ist ein anderes Thema, das kannst du auch auf unseren Seiten suchen.

Nabho Mudra kannst du auch im Alltag üben. Zwischendurch ist es immer wieder gut, sich nach oben zu öffnen. Du kannst das Nabho Mudra mit der Zunge üben, das heißt, die Zungenspitze ans Gaumendach, die Augen schließen und dir vorstellen, du öffnest dich nach oben.

Es gibt auch eine Armgestik, die du auch als Nabho Mudra bezeichnen kannst, Himmels-Mudra. Du gibst die Hände leicht nach oben, den Kopf leicht nach oben und öffnest dich nach oben. Das kann dir manchmal so das Gefühl geben, dass von oben, vom Himmel, Energie, Licht und Kraft in dich hineinströmt. Aber beim klassische Nabho Mudra legst du die Zungenspitze an den Gaumen und öffnest das Bewusstsein zum Himmel hin. Aber jede Form, die du machst, die dir hilft, dich nach oben zum Himmel zu öffnen, ist auch Nabho Mudra – Himmels-Mudra, Symbol, dich für die Himmelskraft zu öffnen.

Siehe auch

Literatur

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