Ganzkörpermassage

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Die Ganzkörpermassage ist eine wohltuende Massage des gesamten Körpers, ausgenommen die erogenen Zonen. Eine Massage ist für die meisten Menschen etwas Besonderes geworden. Wir begegnen einem Menschen und wünschen uns eine wohltuende Berührung. Gedanken oder Sätze wie "Das sollte ich mir öfter gönnen" sind häufig nach einer Ganzkörpermassage zu hören. Eine Massage, besonders eine Ganzkörpermassage, tragen zur Entspannung und Wohlbefinden bei.

Ganzkörpermassage

Massage allgemein

Bereits vor ca. 5000 Jahren wurden erste Massagetechniken in China und Indien festgehalten. Einen bestimmten Ursprung kann man nicht festlegen. Instinktiv massieren Menschen schmerzende Stellen, daher vermutet man den Ursprung schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte. Vermutlich wurden vor tausenden von Jahren Massagen schon in Ostafrika, Persien, Ägypten und China zur Erhaltung der Gesundheit angewendet.

In Indien wird ca. vor 5000 Jahren Ayurveda schriftlich erwähnt, darin finden sich viele Massage Techniken. In Europa hat Hippokrates (460-375 v. Chr.) geschrieben, jeder Arzt solle die Technik des Knetens und Reibens beherrschen. Dass eine Massage heilend wirkt, ist inzwischen allgemein anerkannt, ebenso das eine Ganzkörpermassage auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene heilend und positiv wirkt.

Es gibt verschiedenste Massagetechniken. In diesem Artikel geht es um die Ganzkörpermassage.

Massagebereiche der Ganzkörpermassage

Folgende Massagebereiche der Ganzkörpermassage werden beachtet:

  • Rücken
  • Nacken
  • Schultern
  • Arme
  • Dekolleté
  • Bauch
  • Gesicht
  • Kopf
  • Beine
  • Füße

Hinzu kommen spezielle Bereiche wie die Reflexzonen an Füßen und Händen.

Es gibt außer der klassischen Massage weitere Massageformen, die häufig als Ganzkörpermassage angewendet werden, z.B.

Was benötigt wird

Angefangen beim Raum, in dem die Massage stattfindet, bis zu den Utensilien, die man für die verschiedenen Techniken oder Arten braucht, ist es sinnvoll gut vorbereitet zu sein. Der Raum sollte eine angenehm warme Temperatur haben, damit die Körperbereiche die massiert werden, nicht auskühlen. Die anderen Bereiche werden mit einer dünnen Decke oder einem großen Tuch abgedeckt.

Außerdem sollten mehrere Decken und/ oder Kissen bereit liegen, um die Liegeposition ggf. zu unterstützen, damit derjenige der die Ganzkörpermassage erhält auch bequem liegen kann. Für den Masseur ist es ratsam, mit einer höhenverstellbaren Massageliege zu arbeiten, damit die Körperhaltung rückenschonend ist. Das Licht sollte gedämpft sein und es kann entspannend wirken, wenn leise ruhige, meditative Musik läuft.

Natürlich sollten alle Utensilien für eine Massageform griffbereit liegen, bsp. Edelsteine, Öle, Kräuterstempel, etc. Der Masseur sollte ein neutrales Öl, bsp. Mandelöl, zur Massage verwenden, sofern der Gast keine anderen Wünsche äußert. Durch das Öl gleiten die Hände geschmeidig über die Haut des Gastes. Sehr wohltuend ist es, wenn das Öl leicht erwärmt ist.

Wirkungen

Durch die Berührungen der Haut werden die Sinneszellen angesprochen. Da eine Ganzkörpermassage zumeist eine Wellness Behandlung ist, sind die Berührungen nicht schmerzhaft. Muskelverspannungen lösen sich durch die Wärme und den Druck, durch Dehnung und Lockerung. Der Körper wird besser durchblutet und wird dadurch mit mehr Sauerstoff versorgt, was zu allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens beitragen kann.

Öle tragen bei der Ganzkörpermassage maßgeblich zum Effekt bei

Die Haut ist über sogenannte Reflexbögen mit Organen verbunden. Störungen in organischen Bereichen können durch einen erfahrenen Therapeuten erkannt und ggf. mit behandelt werden. Die psychische Wirkung lässt sich u. A. mit der Ausschüttung bestimmter Endorphine, Glückshormone, erklären. Durch die Berührungen werden diese im Gehirn ausgeschüttet.

Schmerzen werden dadurch reduziert und Stress wird abgebaut, dies wiederum führt zur Stärkung des Immunsystems und der Körper ist bereit sich selbst zu heilen. Sofortiges Wohlbefinden wird durch die positive Wirkung auf das zentrale Nervensystem ausgelöst.

Indikation

Es gibt eine Vielzahl an Indikationen, bsp. Erkrankungen des Bewegungsapparates, Verspannung, Verhärtungen, Wirbelsäulen-Syndrome, chronische Nackenverspannungen u.v.m.

Auch die neurologische Krankheitsbilder werden häufiger mit Massagen behandelt, hierzu zählen z.B. Spastiken, unvollständige Lähmungen oder Nervenschmerzen. Auch die stressbedingten psychosomatischen Störungen werden z.T. mit Massagen behandelt. Hier ist die Ganzkörpermassage ein gut geeignetes Mittel. Kontraindiziert sind akute Verletzungen, Entzündungen, fieberhafte Erkrankungen und Erkrankungen der Gefäße.

Beispiel Ablauf einer Ganzkörpermassage

Nach der Begrüßung und kurzem Austausch über ggf. Beschwerden oder Wünsche legt sich der Massageempfänger unbekleidet zunächst auf den Bauch. Ein Tuch zum Bedecken des Intimbereichs liegt griffbereit.

Der Masseur nimmt erst einmal großflächig Hautkontakt auf. Dafür verwendet er das bereits angewärmte Öl und streicht über den gesamten Rücken. Die Bewegungen sind langsam und sanft, so dass der Gast sich an die Hände des Masseurs gewöhnen kann. So werden zunächst Hände und Beine ausgestrichen und dann geht der Masseur in Teilbereiche über.

Hierfür werden die nicht massierten Bereiche abgedeckt, damit sie nicht auskühlen. Meist wird zum Herz hin massiert, also von außen nach innen. Wenn der Masseur am Rücken angekommen ist und dieser auch ausgiebig massiert wurde, können zwei - drei leichte Ausstreichungen von oben nach unten stattfinden.

Dann dreht sich der Gast auf den Rücken und die Massage beginnt erneut außen, meist an den Füßen und wandert nach innen. Der Brust Bereich wird mit einem Handtuch abgedeckt und bei der Massage nur im oberen Bereich berücksichtigt. Bei der Massage sollte kein Druck direkt auf Knochen oder Gelenke ausgeführt werden. Der Bauch sollte nur ganz sanft im Uhrzeigersinn ausgestrichen werden. Es gibt zahlreiche Literatur zu den genauen Techniken und Griffen.

Zum Abschluss wird der gesamte Körper abgedeckt und wiederholt ausgestrichen. Erst die rechte Körperhälfte, dann die Linke. Dann folgt eine 5-15 minütige Ruhephase.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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