Vivaha Homa mit Lajahoma und Saptapadi

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Vivaha Homa mit Lajahoma und Saptapadi führt durch den eigenständigen Feuerteil einer tantrischen Hochzeitsfeier: Gottheitsgaben, Handreichen, Lajahoma, Umschreiten, Steintritt und sieben Schritte.

Shiva, Parvati und Ganesha als göttliche Familie.

Umfang und Überlieferung: Vollständiger hier beschriebener Vivaha-Homa-Teil mit 33 Ahutis; klar abgegrenzt von den weiteren Teilen einer umfassenden Hochzeitsordnung.

Anlass und Bedeutung

Die Feier macht gegenseitige Unterstützung vor der göttlichen Gegenwart sichtbar. Agni nimmt die Gaben auf; das Paar verbindet das gemeinsame Handeln mit Dharma, Fürsorge und Verlässlichkeit. Gegenüber einer reinen Segensfeier enthält diese Anleitung die konkret ausgeschriebenen Feuerhandlungen.

Voraussetzungen und Vorbereitung

Für ein freiwillig teilnehmendes Paar unter Leitung einer in der eigenen Tradition kundigen und im Homa erfahrenen Person.

Gemeinsamer Altar, Blüte, sicherer flacher Stein, freier Weg für Umschreiten und sieben Schritte, gepuffter Reis für vier Laja-Gaben; für das Homa Kunda, Holz, Ghee, gewöhnlicher Reis für die übrigen Gaben, langer Metalllöffel, Zünd- und Löschmittel, Wasser, Auffangschale und Tuch; gemeinsame vegetarische Mahlzeit. Plane 60 bis 90 Minuten. Das Homa leitet eine Person, die Feuerzeremonien bereits praktisch erlernt hat. Verwende eine dafür geeignete Homa-Kunda auf nicht brennbarer Unterlage an einem zulässigen, gut belüfteten Feuerplatz; halte Löschmittel bereit. Ghee und Reis werden in sehr kleinen Portionen gegeben. Die Leitung bleibt bis zum vollständigen Erlöschen bei der Feuerstelle. Kinder beobachten aus sicherem Abstand und geben nichts selbst ins Feuer.


Durchführung

1. Die gemeinsame Absicht aussprechen
Das Paar und die Ritualleitung besprechen den Ablauf vorab. Beide Partner erklären freiwillig und in eigenen Worten, dass sie einander in einem verantwortlichen gemeinsamen Leben unterstützen möchten. Die Feuerfeier kann sich an eine bereits vollzogene Segens- oder Hochzeitsfeier anschließen. Lege den Stein so, dass darauf sicher getreten werden kann, und halte einen ausreichend weiten Weg um das Feuer frei.

2. Den Segen für das Paar erbitten
Wasche die Hände, lege alle Gaben erreichbar bereit und setze dich bequem und aufrecht. Der Atem fließt natürlich. Fasse die Absicht auf Deutsch; Namen, Datum und persönliches Anliegen dürfen in der eigenen Sprache ausgesprochen werden. Die deutschen Mantraübersetzungen erklären die Rezitation und werden nicht zusätzlich mitgesprochen. Lege eine Blüte vor den gemeinsamen Altar. Sprich dreimal den Ganesha-Mantra:

Ganesha-Mantra
gaṃ gaṇapataye namaḥ

Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.

Die Leitung spricht den Paarsegen:

Segen für das Paar
prajāpatiprasādena yuvayorabhivāñchitam |
pūrṇamastu śivañcāstu dharmaṃ pālayataṃ yuvām ||

Durch Prajapatis Gnade möge euer beider Anliegen erfüllt werden, und Heil möge euch zuteilwerden. Ihr beide sollt den Dharma bewahren.

3. Den Feuerplatz vorbereiten
Wasche die Hände, lege alle Gaben erreichbar bereit und setze dich bequem und aufrecht. Der Atem fließt natürlich. Fasse die Absicht auf Deutsch; Namen, Datum und persönliches Anliegen dürfen in der eigenen Sprache ausgesprochen werden. Die deutschen Mantraübersetzungen erklären die Rezitation und werden nicht zusätzlich mitgesprochen. Stelle die Kunda, den Ghee-Löffel, eine kleine Reisschale, Wasser und Auffangschale bereit. Markiere vorab eine Ablage für den heißen Löffel. Zünde das vorbereitete kleine Holzfeuer an; warte, bis es gleichmäßig brennt.

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Yoga-Vidya-Vortrag über Archanam, die rituelle Verehrung. Das Video ergänzt die Praxis; sämtliche benötigten Rezitationen stehen in dieser Anleitung.

4. Agni anrufen
Sprich einmal die Anrufung, zunächst ohne Feuergabe:

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Gib danach mit jeder der folgenden vier Formeln je eine kleine Ghee-Portion ins Feuer. Die Gabe erfolgt auf „svāhā“.

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Gib eine weitere kleine Portion mit:

Feuergabe: drei Welten
oṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt: Ihnen sei die Darbringung gewidmet.

Rezitiere die oben ausgeschriebene Agni-Anrufung noch dreimal und gib jedes Mal eine kleine Ghee-Portion. Damit sind acht vorbereitende Ahutis vollzogen. Diese Anleitung verwendet den kompakten Feuerrahmen aus Mahanirvana Tantra 6; sie beansprucht keine vollständige vedische Agnisthapana.

5. Fünf Gottheiten mit Feuergaben verehren
Die Leitung gibt je eine kleine Portion Reis mit Ghee für Shiva, Durga, Vishnu, Brahma und Indra:

Namens-Feuergabe an Shiva
hrīṃ śivāya svāhā

Hrim. Shiva sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Durga
hrīṃ durgāyai svāhā

Hrim. Durga sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Vishnu
hrīṃ viṣṇave svāhā

Hrim. Vishnu sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Brahma
hrīṃ brahmaṇe svāhā

Hrim. Brahma sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Indra
hrīṃ indrāya svāhā

Hrim. Indra sei die Feuergabe gewidmet.

6. Die Hände verbinden
Das Paar wendet sich einander zu und reicht sich die Hände. Der in der Quelle dem Bräutigam zugewiesene Vers wird einmal gesprochen:

Gebet beim Handreichen
pāṇiṃ gṛhṇāmi subhage gurudevaratā bhava |
gārhasthyaṃ karma dharmeṇa yathāvadanuśīlaya

Ich ergreife deine Hand, Glückliche. Sei Guru und Gottheit zugetan. Übe die Aufgaben des häuslichen Lebens in rechter Weise nach dem Dharma.

Die Partnerin antwortet in eigenen Worten mit derselben Bereitschaft zu gegenseitigem Respekt und gemeinsamer Verantwortung. Die Sanskritformel wird nicht als bereits grammatisch geschlechtsneutrale Paarform ausgegeben.

7. Die vier Laja-Gaben darbringen
Eine vertraute Angehörigenperson reicht kleine Portionen gepufften Reis. In der Quelle übernimmt dies der Bruder der Braut. Die Braut nimmt die Portionen an; ein erfahrener Erwachsener gibt sie mit wenig Ghee sicher in das Feuer, falls sie selbst nicht im Homa unterwiesen ist. Sprich bei jeder der vier Gaben:

Prajapati-Feuergabe
hrīṃ prajāpataye svāhā

Hrim. Prajapati sei die Feuergabe gewidmet.

„Veda-Gaben“ in Mahanirvana Tantra 9.261 bezeichnet hier die Vierzahl. Es sind vier, nicht drei Laja-Ahutis. Die portionierten Körner werden nicht in großer Menge geworfen.

8. Das Feuer umschreiten und die drei Paare verehren
Stehe gemeinsam auf und umschreite das Feuer einmal ruhig im Uhrzeigersinn. Bei eingeschränkter Beweglichkeit verneige dich vom Sitz aus; diese praktische Anpassung wird offen benannt. Setze dich wieder. Die Leitung gibt anschließend je drei kleine Gaben mit jeder der folgenden drei Formeln:

Paar-Gabe an Durga und Shiva
hrīṃ durgāśivābhyāṃ svāhā

Hrim. Durga und Shiva sei die Feuergabe gewidmet.

Paar-Gabe an Lakshmi und Vishnu
hrīṃ ramāviṣṇubhyāṃ svāhā

Hrim. Rama, das heißt Lakshmi, und Vishnu sei die Feuergabe gewidmet.

Paar-Gabe an Brahmi und Brahma
hrīṃ brāhmībrahmabhyāṃ svāhā

Hrim. Brahmi und Brahma sei die Feuergabe gewidmet.

Das sind neun Paar-Ahutis: dreimal Durga-Shiva, dreimal Lakshmi-Vishnu und dreimal Brahmi-Brahma.

9. Steintritt und sieben gemeinsame Schritte
Tritt behutsam auf den vorbereiteten festen Stein und wieder herunter. Gehe dann gemeinsam sieben kleine, vorher freigehaltene Schritte. Der Quelltext schreibt diese Handlungen ausdrücklich ohne Mantra vor. Geht die sieben Schritte in Stille; persönliche Zusagen auf Deutsch können zuvor ausgesprochen werden. Bei einer Feier unter offenem Nachthimmel können anschließend Dhruva und Arundhati nach örtlicher Sichtbarkeit betrachtet werden; dies ist kein notwendiger Innenraumteil.

10. Das Homa zur Vollendung führen
Setzt euch wieder. Die Hauptgaben waren fünf Gottheitsgaben, vier Laja-Gaben und neun Paar-Gaben, zusammen 18. Mit acht vorbereitenden und sieben Schlussgaben ergeben sich 33 Ahutis. Vollziehe jetzt den folgenden Abschluss ohne zusätzliche, ungezählte Gaben.

11. Die Gaben vervollständigen
Gib mit jedem der folgenden beiden Gebete eine kleine Ghee-Portion:

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Es folgen vier kleine Gaben, je eine pro Formel:

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Fasse das Anliegen innerlich zusammen. Gib mit dem vollständigen Purnahuti-Gebet eine letzte kleine Portion Reis und Ghee. Auch diese Schlussgabe bleibt der Größe des Feuers angemessen.

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Der Schluss umfasst sieben Ahutis. Die Bitte um Vollendung führt zu einem bewussten Abschluss; erkannte praktische Fehler werden anschließend tatsächlich behoben.

12. Wassersegen und Verabschiedung
Befeuchte die Fingerspitzen mit sauberem Wasser und berühre leicht den eigenen Scheitel. Sprich:

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Falte die Hände und sprich die abschließenden Gebete:

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhaṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Agni, verzeihe. Svaha.

In dieser verkürzten Hausform wird das Verzeihungsgebet ohne die zusätzliche Joghurtgabe aus Mahanirvana Tantra 9.65 gesprochen; es entsteht keine weitere Ahuti. Auch die gesonderte Wasserrezitation und Abwehrhandlung aus 9.59–61 sind hier ausgelassen. Der Wassersegen verwendet ausschließlich den oben ausgeschriebenen Vers 9.58. Warte unter Aufsicht auf das sichere Erlöschen; entsorge erst vollständig erkaltete Asche. Teile die gesondert bereitgehaltene Speise. Falls Lampe oder Räucherwerk verwendet wurden, lösche sie.

Vollständige Rezitationstexte in IAST

Alle im Ablauf verwendeten unterschiedlichen Sanskrittexte folgen in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens. Wiederholungen werden nicht ausgeschrieben; ihre genaue Zahl steht bei den Handlungsschritten. Diese Volltexte umfassen die Rezitationen der Anleitung, nicht das gesamte Quellenwerk.

Ganesha-Mantra
gaṃ gaṇapataye namaḥ

Quelle und Textfassung: Pranatosini Tantra, Ganesha-Abschnitt, Zeile 42751; die dort ausgeschriebene Form beginnt ohne zusätzliches Om.

Segen für das Paar
prajāpatiprasādena yuvayorabhivāñchitam |
pūrṇamastu śivañcāstu dharmaṃ pālayataṃ yuvām ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.254 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.143.

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.145–146; Die Folge der vollständig benannten Wörter wird ausgeschrieben; 6.157 wiederholt diese Formel für drei Ahutis.

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.152–153; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.153; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.154–155; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.155–156; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: drei Welten
oṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.156; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Namens-Feuergabe an Shiva
hrīṃ śivāya svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.206–210 und 9.258–262; Ausgeschrieben nach dem Schema von 9.208; kein spezieller verschlüsselter Gottheitsmantra.

Namens-Feuergabe an Durga
hrīṃ durgāyai svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.206–210 und 9.258–262; Ausgeschrieben nach dem Schema von 9.208; kein spezieller verschlüsselter Gottheitsmantra.

Namens-Feuergabe an Vishnu
hrīṃ viṣṇave svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.206–210 und 9.258–262; Ausgeschrieben nach dem Schema von 9.208; kein spezieller verschlüsselter Gottheitsmantra.

Namens-Feuergabe an Brahma
hrīṃ brahmaṇe svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.206–210 und 9.258–262; Ausgeschrieben nach dem Schema von 9.208; kein spezieller verschlüsselter Gottheitsmantra.

Namens-Feuergabe an Indra
hrīṃ indrāya svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.206–210 und 9.258–262; Ausgeschrieben nach dem Schema von 9.208; kein spezieller verschlüsselter Gottheitsmantra.

Gebet beim Handreichen
pāṇiṃ gṛhṇāmi subhage gurudevaratā bhava |
gārhasthyaṃ karma dharmeṇa yathāvadanuśīlaya

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.260, beide Gebetszeilen nach der Handlungsanweisung.

Prajapati-Feuergabe
hrīṃ prajāpataye svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.179 sowie 9.208; Maya-Bija, Gottheitsname im Dativ und Svaha nach der ausdrücklichen allgemeinen Anweisung.

Paar-Gabe an Durga und Shiva
hrīṃ durgāśivābhyāṃ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.262 und 9.208; Redaktionell ausgeschriebener Dativ-Dual für die dort genannten drei Gottheitenpaare.

Paar-Gabe an Lakshmi und Vishnu
hrīṃ ramāviṣṇubhyāṃ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.262 und 9.208; Redaktionell ausgeschriebener Dativ-Dual für die dort genannten drei Gottheitenpaare.

Paar-Gabe an Brahmi und Brahma
hrīṃ brāhmībrahmabhyāṃ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.262 und 9.208; Redaktionell ausgeschriebener Dativ-Dual für die dort genannten drei Gottheitenpaare.

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.48b–49; Der vollständig abgegrenzte Gebetssatz erhält das dort vorgeschriebene Maya-Bija und Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.50; Vollständiger Gebetssatz mit dem ausdrücklich verlangten Hrim und Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.55; Der Vers schreibt Hrim, yajñapate, den vollständigen Gebetssatz und Svaha in dieser Reihenfolge vor.

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.58.

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhaṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.62.

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.64.

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.65; Die ausdrücklich zitierte Formel wird vom nachfolgenden iti abgegrenzt; svāheti ergibt svāhā + iti.

Vollständige Rezitationstexte in Devanagari

Ganesha-Mantra
गं गणपतये नमः

Segen für das Paar
प्रजापतिप्रसादेन युवयोरभिवाञ्छितम् ।
पूर्णमस्तु शिवञ्चास्तु धर्मं पालयतं युवाम् ॥

Verehrung des entzündeten Feuers
अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् ।
सुवर्णवर्णममलं समिद्धं सर्वतोमुखम् ॥ १४३ ॥

Anrufung Agnis
ॐ वैश्वानर जातवेद इहावहावह लोहिताक्ष सर्वकर्माणि साधय स्वाहा

Feuergabe: Agni
ॐ अग्नये स्वाहा

Feuergabe: Soma
ॐ सोमाय स्वाहा

Feuergabe: Agni und Soma
ॐ अग्नीषोमाभ्यां स्वाहा

Feuergabe: Agni Svishtikrit
ॐ अग्नये स्विष्टिकृते स्वाहा

Feuergabe: drei Welten
ॐ भूर्भुवः स्वः स्वाहा

Namens-Feuergabe an Shiva
ह्रीं शिवाय स्वाहा

Namens-Feuergabe an Durga
ह्रीं दुर्गायै स्वाहा

Namens-Feuergabe an Vishnu
ह्रीं विष्णवे स्वाहा

Namens-Feuergabe an Brahma
ह्रीं ब्रह्मणे स्वाहा

Namens-Feuergabe an Indra
ह्रीं इन्द्राय स्वाहा

Gebet beim Handreichen
पाणिं गृह्णामि सुभगे गुरुदेवरता भव ।
गार्हस्थ्यं कर्म धर्मेण यथावदनुशीलय

Prajapati-Feuergabe
ह्रीं प्रजापतये स्वाहा

Paar-Gabe an Durga und Shiva
ह्रीं दुर्गाशिवाभ्यां स्वाहा

Paar-Gabe an Lakshmi und Vishnu
ह्रीं रमाविष्णुभ्यां स्वाहा

Paar-Gabe an Brahmi und Brahma
ह्रीं ब्राह्मीब्रह्मभ्यां स्वाहा

Bitte um Vollendung
ह्रीं अस्मिन् कर्मणि देवेश प्रमादाद्भ्रमतोऽपि वा ।
न्यूनाधिकं कृतं यच्च सर्वं स्विष्टकृतं कुरु स्वाहा

Zweites Vollendungsgebet
ह्रीं त्वमग्ने सर्वलोकानां पावनः स्विष्टकृत् प्रभुः ।
यज्ञसाक्षी क्षेमकर्ता सर्वान् कामान् प्रपूरय स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Erde
ह्रीं भूः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
ह्रीं भुवः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
ह्रीं स्वः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
ह्रीं भूर्भुवः स्वः स्वाहा

Purnahuti-Gebet
ह्रीं यज्ञपते पूर्णो भवतु यज्ञो मे ।
हृष्यन्तु यज्ञदेवताः फलानि सम्यक् यच्छन्तु स्वाहा

Wassersegen nach dem Homa
आपः सुमित्रियाः सन्तु भवन्त्वोषधयो मम ।
आपो रक्षन्तु मां नित्यमापो नारायणः स्वयम् ॥ ५८ ॥

Abschließende Bitte an Agni
बुद्धिं विद्यां बलं मेधां प्रज्ञां श्रद्धं यशः श्रियम् ।
आरोग्यं तेज आयुष्यं देहि मे हव्यवाहन ॥ ६२ ॥

Entlassungsgebet an Agni
यज्ञ यज्ञपतिं गच्छ यज्ञं गच्छ हुताशन ।
स्वां योनिं गच्छ यज्ञेश पूरयास्मन्मनोरथम् ॥ ६४ ॥

Bitte um Verzeihung an Agni
अग्ने क्षमस्व स्वाहा

Vollständige deutsche Übersetzung der Rezitationstexte

Ganesha-Mantra
Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.

Segen für das Paar
Durch Prajapatis Gnade möge euer beider Anliegen erfüllt werden, und Heil möge euch zuteilwerden. Ihr beide sollt den Dharma bewahren.

Verehrung des entzündeten Feuers
Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Anrufung Agnis
Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Feuergabe: Agni
Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Soma
Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni und Soma
Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: drei Welten
Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt: Ihnen sei die Darbringung gewidmet.

Namens-Feuergabe an Shiva
Hrim. Shiva sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Durga
Hrim. Durga sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Vishnu
Hrim. Vishnu sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Brahma
Hrim. Brahma sei die Feuergabe gewidmet.

Namens-Feuergabe an Indra
Hrim. Indra sei die Feuergabe gewidmet.

Gebet beim Handreichen
Ich ergreife deine Hand, Glückliche. Sei Guru und Gottheit zugetan. Übe die Aufgaben des häuslichen Lebens in rechter Weise nach dem Dharma.

Prajapati-Feuergabe
Hrim. Prajapati sei die Feuergabe gewidmet.

Paar-Gabe an Durga und Shiva
Hrim. Durga und Shiva sei die Feuergabe gewidmet.

Paar-Gabe an Lakshmi und Vishnu
Hrim. Rama, das heißt Lakshmi, und Vishnu sei die Feuergabe gewidmet.

Paar-Gabe an Brahmi und Brahma
Hrim. Brahmi und Brahma sei die Feuergabe gewidmet.

Bitte um Vollendung
Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde
Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Purnahuti-Gebet
Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Wassersegen nach dem Homa
Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Abschließende Bitte an Agni
Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Entlassungsgebet an Agni
Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Bitte um Verzeihung an Agni
Agni, verzeihe. Svaha.

Quellen und redaktionelle Hinweise

Mahanirvana Tantra, elektronische Sanskritfassung nach Muktabodha M00049, Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926; Kommentar Hariharananda Bharati, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski. 9.254 und 9.257–264. Die vier Laja-Gaben folgen der Zahlbezeichnung veda; die drei Paar-Gaben werden jeweils dreimal vollzogen. Steintritt und Saptapadi sind in 9.263 ausdrücklich amantrakam. Der Artikel erschließt den Homa-Teil in einem kompakten, vollständig ausgeschriebenen Feuerrahmen; er ist nicht die gesamte historische Brahma-Vivaha-Ordnung mit genealogischen Übergabeformeln und sämtlichen Vorriten.

Die Sanskritgrundlagen stammen aus der Muktabodha Digital Library beziehungsweise aus GRETIL, wie bei den einzelnen Texten angegeben. Die IAST-Zitate wurden aus elektronischen Texten übernommen; es wurde keine OCR-Rekonstruktion vorgenommen. Ausdrückliche Wortanweisungen werden als solche ausgeschrieben und gekennzeichnet. Devanagari wurde aus der verwendeten IAST-Fassung erzeugt und durch Rückübertragung kontrolliert; es ist kein unabhängiger Textzeuge. Zeitansätze, kleine Materialmengen und als solche bezeichnete Hausformen sind redaktionelle Konkretisierungen. Die Artikel unterscheiden religiöse Segenswünsche von Tatsachenbehauptungen.

Siehe auch


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