Spondylodese

Aus Yogawiki
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Die operative Spondylodese ist eine Methode der Versteifung eines Segments der Wirbelsäule (Hals-, Brust-, Lenden-WS), mit der eine drohende Instabilität der Wirbelsäule behoben werden soll, und zwar durch Verschraubung von zwei oder mehreren Wirbelkörpern. Diese Methode kommt insbesondere beim Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), bei instabilen Brüchen, Tumoren, Infektionen und starker Skoliose zur Anwendung und ist als dauerhafte Fixierung gedacht, bei der körpereigener Knochen durch von hinten an das betroffene Segment gelegte Knochenspäne (aus dem Beckenkamm) verwachsen soll.

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Der große Nachteil der Spondylodese ist, dass nach der Verschraubung die Bandscheiben oberhalb und unterhalb des verschraubten Segments weit mehr als zuvor belastet werden, so dass nach einem längeren Zeitraum dort erneut größere Probleme auftreten können.

Besser so lang wie möglich konservative Maßnahmen

Einzelbehandlung in der Yogatherapie

Die Spondylodese soll daher als folgenschwerer Eingriff nur durchgeführt werden, wenn eine Schädigung von Rückenmark oder Nerven (neurologische Ausfälle, Lähmungen) droht, durch konservative Maßnahmen absolut keine Besserung eintritt und der Patient selbst seine Lebensqualität als stark eingeschränkt empfindet.

Zu diesen konservativen Maßnahmen gehört die Kräftigung der eigenen Muskulatur, mit der ein Teil der Instabilität der Wirbelsäule ausgeglichen werden kann. Dies kann durch Krankengymnastik beim Physiotherapeuten und durch yogatherapeutische Übungen geschehen. Ferner wären als Schmerztherapie noch Injektionen und elektrotherapeutische Maßnahmen zu erwähnen (siehe nachfolgendes Video).

Wenn der Eingriff erfolgt ist

Nach einem Bericht der Uniklinik Balgrist/Universität Zürich (siehe Weblinks unten) kommt, sofern die OP nach der Diagnose wirklich gerechtfertigt ist (siehe zweiter Fall des Videos), der Großteil der Patienten mit den Schmerzen nach der OP wirklich besser zurecht; es verbleiben in den meisten Fällen nur leichte Rückenschmerzen. Die Patienten erhalten eine Rückenschulung (siehe hierzu den Abschnitt "Prävention von Beschwerden" unter Rücken), machen in den ersten sechs Wochen nach der OP nur leichte Übungen zu Haus; danach beginnt die Physiotherapie zwecks Stärkung der Muskulatur und Steigerung der Beweglichkeit. Der Patient ist danach wieder arbeitsfähig und kann wieder Sport treiben (anfangs nur Radfahren und Schwimmen); er sollte Joggen meiden.

Siehe auch

Erkrankungen der Schulter:

Quellen

  • Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie, Hrsg. Nikolaus Wülker, Thieme, 2. Aufl.
  • Engelhardt Lexikon Orthopädie und Unfallchirurgie, Springer Medizin

Literatur

Weblinks

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