Shanmuga

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Shanmuga (Sanskrit: षण्मुग Ṣaṇ-muga m.) der Sechsgesichtige; Beiname Subrahmanyas/Kārttikeyas. Shanmuga ist die in Tamil Nadu übliche Schreibweise des Sanskritbegriffs Shanmukha. Shanmukha bzw. Shanmuga besteht aus zwei Wörtern: "Shat" und "Mukha". Shat heißt 6, die Zahl sechs. Mukha heißt Gesicht. Shanmukha ist also der Sechsgesichtige. Shanmuga gehört zu den 6 Hauptnamen des Sohns von Shiva: Subrahmanya, Karttikeya, Murugan, Sharavanabhava, Skanda und Shanmuga. Shanmuga ist ein Tamil-Ausdruck.

Raja Ravi Varma: Shanmuga

Sukadev über Shanmuga

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Shanmuga

In diesem Yoga Vidya Lexikon hast du ja meistens Sanskrit-Ausdrücke, manchmal Hindi-Ausdrücke, heute ist es Tamil. Tamil ist der Name einer Sprache in Südindien. Südindien hat andere Sprachfamilien als Nordindien. Nordindische Sprachen kommen vermutlich alle vom Sanskrit her. Die südindischen Sprachen werden auch als drawidische Sprachen bezeichnet, und da sind besonders Malayalam und Tamil wichtig. Swami Sivananda, der Meister in dessen Tradition ich praktiziere und lehre, war ein Tamile. Er stammte aus Tamil Nadu. Und so sind manche der Ausdrücke, die wir bei Yoga Vidya verwenden aus dem Tamil gekommen. Und da gibt es insbesondere ein Wort, das ist Shanmug, auch Shanmuga genannt.

Shanmuga ist jetzt tamilisch für Shanmukha. "Mukha" heißt Gesicht oder auch Kopf. Shanmukha ist der Sechsgesichtige oder auch der Sechsköpfige. Und Shanmuga ist also der Tamil-Ausdruck dafür. Shanmuga ist ein Name von Subramanya, ein Name, auch von Kartikeya, Skanda, Muruga usw. Viele Namen für diesen einen wichtigen Sohn von Shiva, der gerade in Tamil Nadu, in Kerala, wie auch in Malaysia stark verehrt wird. So ist also Shanmuga ein wichtiger Aspekt Gottes. Er hat sechs Gesichter.

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb er sechs Gesichter hat. Einer ist, dass nach seiner Geburt Shanmuga heruntergefallen ist und sich aufgeteilt hat in sechs verschiedene Babys. Und diese sechs verschiedenen Babys wurden dann adoptiert von den sechs Kritikas, die auch als "Plejaden" bezeichnet werden, die sich auf dieser Welt manifestiert haben. Diese sechs haben dann die verschiedenen Kartikeyas, also die verschiedenen Aspekte dieses einen Sohns von Shiva erzogen und ernährt und gesäugt. Und schließlich haben die sechs sich verschmolzen, wurden dann entweder ein einziger oder sie behielten sechs Gesichter.

Shanmuga steht auch für die vier Himmelsrichtungen und oben und unten, steht auch dafür, dass, wenn du auf dem spirituellen Weg voranschreitest, du auch dich vorsehen musst. Zwar sagt man auf der einen Seite, schaue nicht zu sehr in die Vergangenheit, schaue nicht zu sehr in die Zukunft, sondern beachte die Gegenwart. Aber auf einer anderen Seite gilt es schon auch, nach hinten zu blicken, nach vorne, nach links, nach rechts, nach unten und nach oben. Hinten steht vielleicht für die Vergangenheit, vorne für die Zukunft, links und rechts für deine Mitgeschöpfe, unten für Mutter Erde, die dich trägt, oben für Gott, der dich von oben inspiriert.

Shanmuga heißt, Gott ist überall, Gott hat dich beschützt und bewahrt in deiner Vergangenheit. Was auch immer in der Vergangenheit gewesen ist, auch das hat Gott geprägt. Du kannst Gott dankbar sein, egal, ob es jetzt eine schwierige Vergangenheit war oder eine schöne Vergangenheit war. Shanmuga war dort. Oder auch in die Zukunft, du kannst Vertrauen haben, du kannst Mut haben, auch in der Zukunft wird Gott da sein. Und du kannst sehen, deine Mitmenschen sind Manifestationen Gottes. Auch derjenige, der scheinbar nicht so freundlich ist, auch der ist letztlich eine Manifestation Gottes. Du kannst von jedem lernen, du kannst von allen Menschen Liebe erfahren, allen Liebe geben. Und du kannst darauf vertrauen, dass die Erde dich trägt und Gott inspiriert dich.

Siehe auch

Literatur

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