Sakshat

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rama als der strahlende Held, voller Kraft und Freude

Sakshat (Sanskrit: साक्षात् sākṣāt adv.) mit Augen, mit eigenen Augen; offenbar; in Wirklichkeit; in eigener Person, leibhaftig; unmittelbar, direkt. Sakshat heißt vor Augen, sichtbar. Sakshat ist wortverandt mit Sakshin, "Zeuge, Beobachter". Sakshat ist auch Bestandteil des Wortes [Sakshatkara]], Wahrnehmung. Sakshin heißt Beobachter, Zeuge.


Sukadev über Sakshat

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Sakshat

Sakshat ist das Sanskrit-Wort für „vor Augen“, „sichtbar“. "Akshi" heißt "Auge", "Sakshi" heißt "mit Auge", also "mit Auge bekannt". Sakshat, also „vor Augen“ und „sichtbar“. Vieles ist im Universum sichtbar, und es gilt auch, bewusst, mit offenen Augen, durch die Gegend zu gehen. Viele Menschen sind ständig in ihren Gedanken und sind die ganze Zeit in der Vergangenheit, in der Zukunft und vergessen, in der Gegenwart zu sein.

Es ist gut, auch nachzudenken, und es ist gut, auch zu überlegen. Es ist gut, Pläne für die Zukunft zu schmieden, aber es ist auch gut, bewusst wahrzunehmen, Sakshat. Gott ist auch Sakshat, er ist vor Augen, er ist sichtbar. Gott ist auch unsichtbar, Gott ist transzendent, aber Gott ist auch Sakshat, vor Augen, sichtbar. Du kannst mit offenen Augen durch die Gegend gehen und immer wieder Gott sehen. Wenn du einem Menschen in die Augen schaust, dann siehst du Gott darin, Sakshat.

Gott offenbart sich, ist sichtbar durch die Augen eines Menschen, durch das Gesicht eines Menschen. Gott ist sichtbar in einem Baum. Wenn du einen Baum siehst und bewusst wahrnimmst, mit deinem ganzen Herzen wahrnimmst, siehst du im Baum Gott. Gott kann zu dir sprechen über den Baum. Gott ist Sakshat, Gott ist sichtbar über die Wolken, über den blauen Himmel. Gott ist sichtbar über die wunderschönen Blumen, Gott ist sichtbar über die Pflanzen. Gott ist eigentlich in allem sichtbar. Gott ist unsichtbar, Gott ist sichtbar.

Und wenn du öfters in der Gegenwart bist und ganz bewusst wahrnimmst, dann siehst du Gott als Sakshat, vor Augen und sichtbar. Sakshat ist auch Teil eines anderen Begriffs, Sakshatkara, das heißt, direkte Wahrnehmung, sinnliche Wahrnehmung und intuitive Wahrnehmung. Und es gibt auch Atma Sakshatkara, die direkte Wahrnehmung von Atman.

Und nimm dies als Anlass, wirklich mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, mit offenen Augen Menschen zu sehen und willkommen zu heißen, mit offenen Augen, über direkte Wahrnehmung, Freude zu erfahren, denn Freude ist immer hier und jetzt. Du kannst Freude erfahren in deinem Herzen, aber auch Sakshat, wenn du das, was du siehst, freudevoll anschaust, spürst du Freude im Herzen.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Indische Schriften

30.06.2019 - 05.07.2019 - Themenwoche: Indische Rituale und Rezitationen
In dieser Woche kannst du jeden Tag die tiefe Wirkung indischer Rituale erfahren, mit vedischen Rezitationen. Diese Rituale ermöglichen innere Sammlung, Herzensöffnung und viel Inspiration. Natü…
Sudarsh Namboothiri,
12.07.2019 - 14.07.2019 - Kennzeichen eines Erleuchteten
Erfahre, was einen Erleuchteten ausmacht. Inwieweit unterscheidet er sich von dir und mir? Wie kannst du deinen spirituellen Fortschritt daran messen? Unterscheidet er sich im Außen überhaupt von…
Bharata Kaspar,

Meditation

28.06.2019 - 30.06.2019 - Die Leichtigkeit des Seins
Dieses Seminar inspiriert, die Leichtigkeit des Seins im Alltag erlebbar zu machen. Hilfreich sind dabei die Weisheit des Vedanta, die Philosophie Shankaracharyas und anderer Meister. Kay begleitet…
Kay Hadamietz,
30.06.2019 - 05.07.2019 - Meditation Intensiv Schweigend
Mit Meditation, Yoga und Mantra-Singen tauchst du in deine innere Welt. Ein Intensivseminar mit täglichen langen Meditationssitzungen, zwei Yoga-Stunden und Mantra-Singen. Du findest zu dir selbst…
Swami Divyananda,