Sadananda

Aus Yogawiki
Die Freude ist immer da- wie der Ozean, auch wenn du ihn mal nicht siehst

Sadananda (Sanskrit: सदानन्द sadānanda adj. u. m.) beständige (Sada) Wonne (Ananda) empfindend oder gewährend; beständige Wonne.

Sada bedeutet ewig. Ananda ist Glückseligkeit. Sadananda ist daher die ewige Wonne. Sadananada, ewige Wonne, ist nur in Gott, in Brahman zu erfahren. Sadananda ist auch der Name des Autors des Vedantasara, einer der wichtigen Vedanta Schriften. Sadananda ist auch der Name verschiedener Swamis der Shankaracharya Tradition. Auch Swami Sivananda hatte einen Schüler, den er Swami Sadananda nannte.


Sukadev über Sadananda

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Sadananda

Sadananda ist ein Sanskrit-Ausdruck und heißt "ewige Freude“, "immerwährende Freude“, "unvergängliche Freude“. Sadananda ist auch der Name einiger Yoga-Meister und vieler Swamis. Swamis werden ja in unserer Tradition gerne mit Ananda bezeichnet, z.B. Swami Sivananda, Swami Vishnudevananda, Swami Nirgunananda. Also, Ananda – Freude.

Das soll heißen, ein Swami, also ein Mönch, eine Nonne, findet immer Freude, braucht nichts Äußeres. Mönche, Nonnen haben ja verzichtet auf äußere Freude. Gut, de facto können sie auch alles Mögliche genießen, aber sie sagen bewusst: "Ich will die Freude finden im Göttlichen, die Freude finden in meiner Natur, die Freude finden, indem ich überall Bewusstsein sehe. Und so gibt es auch verschiedene Namen und die haben alle eine Bedeutung, und Sadananda heißt eben "derjenige, der immerwährende Freude erfährt“.

Sadananda ist der Name auch eines ganz berühmten Vedanta-Autors, eben Swami Sadananda und der hat insbesondere "Vedanta Sara“ geschrieben, eines der Grundlagenwerke des Vedanta. Vedanta hat ja verschiedene wichtige Schriften. Die Upanishaden sind natürlich die ältesten Schriften. Dann gibt es die Brahma Sutras, welche die Wissenschaft, der Leitfaden von Brahman sind. Dann gibt es die Bhagavad Gita. Diese gelten ja als Vedanta Traya, also die Dreiheit für Vedanta.

Dann gibt es die Schriften von Shankaracharya. Und dann gibt es noch weitere Schriften, die wichtig sind, wie z.B. die Yoga Vasishtha oder auch Panchadashi und eben Vedanta Sara. Und damit hast du schon die wichtigsten Vedanta-Schriften. Also, Vedanta Sara, eine der Grundabhandlungen über Vedanta, geschrieben von einem Swami Sadananda, jemand, der sich immerwährender Glückseligkeit erfreut hat.

Wenn du Vedanta verwirklichst, dann bist du Sadananda, jemand mit unvergänglicher Glückseligkeit. Du brauchst aber auch nicht zu warten, bis du die volle Verwirklichung erreicht hast, du kannst dir jetzt schon sagen, tief in dir ist immer Ananda. Diese Ananda, diese Freude, ist Sada, ewig und andauern, selbst wenn du ihrer nicht bewusst bist. So ähnlich, der Ozean ist dauerhaft da, selbst wenn du ihn mal nicht siehst, selbst wenn du mal weg bist vom Meer, der Ozean bleibt da.

Oder auch die Sonne bleibt immer da, egal, ob Wolken da sind oder nicht. In diesem Sinne, dein Ananda, deine Freude, ist immer da. Egal, was ist, da ist Sadananda. Dessen kannst du dir bewusst sein und wenn du das weißt, dann weißt du: "Es wird Phasen geben, wo ich wieder mehr Freude erfahre, denn meine wahre Natur ist Freude. Ich erfahre sie mal mehr, mal weniger. Und jetzt bin ich eben in der relativen Welt und dort gibt es verschiedenste Erfahrungen, was auch ganz ok ist, denn in Wahrheit bin ich Sadananda, unvergängliche Freude.“

Mehr Informationen über Sadananda oder auch über Ananda, über Vedanta und viele andere Aspekte des Yoga findest du auf unseren Internetseiten, auf Yoga Vidya. Dort findest du ein Suchfeld und in das Suchfeld kannst du jeden beliebigen Begriff eingeben und findest dort viele Informationen darüber, oft Vorträge als Video und Audio, manchmal passende Seminare und in jedem Fall einen schönen, inspirierenden Artikel zum Thema.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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