Pratika

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1. Pratika (Sanskrit: प्रतीक pratīka adj., m. u. n.) zugewandt, schauend auf; bergauf gehend; widrig, entgegengesetzt, verkehrt; Glied, Körperteil; das Äußere, Oberfläche; äußere Gestalt, Anblick, Antlitz; Abbild, Sinnbild, Kopie, Exemplar; Spiegelbild, Schatten, Nachbild (des Auges); Vorderteil, Anfangswort.

2. Pratika (Sanskrit: प्रातिका prātikā f.) Chinesischer Roseneibisch (Japa).

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Pratika ist ein Adjektiv und ein Substantiv. Pratika ist ein Sanskritwort. Pratika bedeutet zunächst "schauen auf“, "zugewandt“. Pratika kann dann auch das Objekt bezeichnen, auf das man schaut: Abbild, Anblick, Anlitz, Gestalt. Pratika ist auch die Vorderseite, aber auch die Kopie. Pratika kann auch Schatten bedeuten. Pratika kann auch das Gegenteil heißen.

Sukadev über Pratika

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Pratika

Pratika kann insbesondere ein Bild Gottes sein, ein Symbol Gottes. Es gibt viele Ausdrücke für Symbole für Gott. Und gerade im klassischen Hinduismus spielt die Verehrung Gottes über Bilder und über Statuen, Murtis, eine besondere Rolle und damit auch im klassischen Bhakti Yoga. Nicht nur im Hinduismus, sondern eigentlich überall spielen Darstellungen eine Rolle. Du findest im katholischen Christentum viele Statuen, du findest Darstellungen von Maria, von den Heiligen, von Jesus und vom Kreuz. Es gibt tatsächlich auch die Bilder von Gott als alten Mann am Himmel. In den Bildern der Renaissance sieht man das öfters, auch in der Sixtinischen Kapelle hat Michelangelo Gottvater als alten Mann am Himmel dargestellt.

Natürlich ist Gott kein alter Mann und natürlich beschränkt sich auch das Wirken von Jesus nicht auf denjenigen, der am Kreuz ist, sondern Gott ist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend, er ist unbegreifbar, nicht in Worte zu fassen. Deshalb wird in der jüdischen Bibel gesagt, du sollst dir kein Bild machen von Gott, du kannst nicht Gott beschränken. Dennoch kannst du Gott verehren über ein Bild, über ein Symbol. Aber letztlich kann man sagen, dass auch die Juden Gott verehren, und zwar über die Tora. Die Tora wird verehrt, die Tora ist wie ein Pratika oder ein Pratima oder auch eine Murti von Gott.

Bei den Moslems ist es der Koran, der verehrt wird. Er wird nicht als Gott verehrt, aber er ist ein Symbol für die Weisheit Gottes. Deshalb dürfen sowohl im Judentum, zumindest im orthodoxen Judentum und auch im orthodoxen oder im klassischen Islam, die jüdische Bibel bzw. der Koran nicht übersetzt werden. Er ist ein Symbol für das Wort Gottes, er ist letztlich das Wort Gottes, er wird zum Pratika. Und so findest du in verschiedensten Kulturen, Religionen immer wieder Pratikas. Pratika beduetet nicht nur Götterbild, sondern es ist allgemein ein Symbol. Eine Banknote ist ein Symbol, eine Flagge ist ein Symbol oder auch bestimmte Farben einer Kleidung können symbolträchtig sein.

Siehe auch

Weblinks

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Swami Divyananda,