Pranapratishtha

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Pranapratishtha (Sanskrit: प्राण प्रतिष्ठा prāṇapratiṣṭhā m.) Zeremonie, bei der einem Yantra (geometrische Darstellung) das Prana der betreffenden Devata (Göttheit) eingeflößt wird. Pranapratishtha, auch geschrieben Prana Pratishtha, ist ein zusammengesetztes Sanskrit-Wort bestehend aus den Wörtern "Prana" und "Pratishtha". "Prana" heißt hier Lebensenergie. "Pratishtha" heißt Festmachen, Ausstatten, Beständigkeit.

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Prana Pratishtha ist ein Ritual, in welchem eine Murti, eine Götterfigur, mit Prana, mit Leben, erfüllt wird. Wenn man eine Murti in einem Tempel einweiht, dann wird diese Zeremonie Prana Pratishtha genannt. Im Kleineren kann man auch mit der Götterfigur, einer Statue, einer Murti, auf seinem eigenen Altar eine kleine Pranapratishtha Zeremonie machen, indem man Gott darum bittet, in dieser Murti seinen besonderen Sitz zu nehmen. Man kann das mit Mantra, mit Visualisierung, mit Gebet, mit Schwenken von Kerze und Räucherstäbchen verbinden.

Sukadev über Pranapratishtha

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Prana Pratishtha

Pranapratishtha – Etablierung von Prana, Festmachen von Prana, Ausstatten mit Prana.

Prana heißt Lebensenergie, Pratistha heißt Festigkeit oder Installierung oder Festmachen. Sanskrit-Ausdrücke sind sehr vielfältig. Pranapratistha bezieht sich ganz besonders auf die Einweihung einer Tempel-Murti oder auch Pratima genannt, also eines Bildes Gottes, eines Symbols für Gott. Und Prana heißt, dass dieses Symbol für Gott mit Prana ausgestattet wird. Du siehst hier auf dem Altar rechts eine Lakshmi, links siehst du einen Krishna. Das sind nicht einfach nur irgendwelche Marmorfiguren, die irgendwie schön aussehen, sondern sie sind auch in einem heiligen Ritual mit Prana ausgestattet worden, das heißt, mit einer Puja, mit einem Verehrungsritual, mit vielen Mantras.

Pranapratistha ist im weiteren Sinne ein bestimmtes Ritual, das man mit einer Murti oder mit einem Bild macht, um dort Prana hineinzubringen, und auch, damit diese Murti zum Kanal wird, dass göttliche Energie, göttliches Prana immer wieder in diese Murti hineinströmt und dann zu dir hinströmt. In einem engeren Sinne ist Prana Pratistha eine spezielle Zeremonie in Tempeln. Wenn man also ein Bild oder eine Murti dauerhaft installiert, sagt man so schön, „we install a murti“, „we install a representation of God“. Man installiert, also man richtet ein, man macht fest.

Da wird typischerweise auch die Stein-Murti fest, entweder zementiert oder einfach fest hingelegt, und dann ist sie fest, Festigkeit. Aber es ist dann nicht nur eine physische Festigkeit, sondern dadurch, dass dabei auch Energie-Mantras wiederholt werden, ein Ritual vollzogen wird, ist diese Murti, die jetzt fest etabliert ist, mit Prana ausgestattet, mit Energie. Und wann immer man künftig diese Murti anschaut, spürt man die Kraft, die davon ausgeht. Man kann so über die Murti zu Gott beten. Man verehrt keine Murti, die Murti bleibt immer Stein, aber die Murti wird zum Kanal.

So ähnlich, angenommen, du unterhältst dich mit jemandem über das Telefon, du unterhältst dich nicht mit dem Telefon, aber du sprichst in den Telefonhörer hinein. Das machst du nicht, weil du den Telefonhörer so toll findest, sondern über das Telefon sprichst du zu dem Menschen. Genauso wenn du zu Gott sprechen willst, dann kannst du dafür Pratimas nutzen oder auch Murtis. Du schaust die Murti an und über die Murti sprichst du zu Gott. Und du hörst der Murti zu, und du schaust sie an, manchmal ist dort ein Licht, manchmal ist dort ein Strahlen, manchmal bist du tief im Herzen berührt, manchmal merkst du, wie tatsächlich Gott sich durch die Murti zu dir manifestiert. Und manchmal spürst du, dass deine Gebete und deine Bitten, die du an ihn richtest über die Murti, tatsächlich zu Gott kommen.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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