Narasimha Abhaya Gebet für Furchtlosigkeit

Aus Yogawiki

Narasimha Abhaya Gebet für Furchtlosigkeit ist eine vollständige Gebetsrezitation an Narasimha mit der Bitte um Furchtlosigkeit und die Auflösung innerer Bindungen. Der Gebetstyp begegnet im Mantramahodadhi; hier wird ausdrücklich die Sanskritfassung des Bhagavata Purana verwendet.

Gesammelte Aufmerksamkeit trägt die Andacht.

Umfang: Neun vollständige Gebetsrezitationen, stille Herzbetrachtung und Darbringung.

Anlass und spirituelle Ausrichtung

Die Andacht kann in einer belastenden oder unübersichtlichen Lebenssituation einen Raum für Bhakti, Sammlung und Zuversicht eröffnen. Furchtlosigkeit bedeutet dabei auch, den nächsten notwendigen Schritt klar zu sehen.

Voraussetzungen und Material

Für Praktizierende, die in Narasimha-Verehrung und in die Aussprache des Schlussbijas Kshraum eingeführt sind.

Ein ruhiger Sitz und eine Zählhilfe für neun Wiederholungen; ein Gottheitsbild ist möglich. Plane etwa zehn bis fünfzehn Minuten ein.

Verwandte Ritualanleitungen sind Narasimha Mantraraja mit Handweihung und Japa und Vishnu Manasa Puja mit fünf inneren Gaben.

1. Die Sitzung ausrichten

Setze dich ruhig vor ein Narasimha- oder Vishnu-Bild oder vergegenwärtige die Gottheit innerlich. Benenne dein Anliegen still in eigenen Worten. Richte das Gebet auf Klarheit und Vertrauen, nicht auf die Schädigung eines anderen Menschen.

2. Den Wortlaut kennenlernen

Lies zunächst die deutsche Bedeutung. Karmashaya bezeichnet die durch Handeln entstandenen inneren Ablagerungen. Die kraftvollen Imperative richten sich hier gegen diese Bindungen und gegen Dunkelheit. Sie sind keine Handlungsaufforderung zu Gewalt.

3. Das vollständige Gebet rezitieren

Sprich die folgende Formel 9-mal leise oder im Geist. Eine vollständig rezitierte Formel zählt als eine Wiederholung. Verwende eine Mala oder eine andere Zählhilfe; eine Meru-Perle wird nicht mitgezählt.

oṃ namo bhagavate narasiṃhāya namas tejastejase āvir āvirbhava vajranakha vajradaṃṣṭra karmāśayān randhaya randhaya tamo grasa grasa oṃ svāhā |
abhayam abhayam ātmani bhūyiṣṭhā oṃ kṣraum ||

Om. Verehrung dem erhabenen Narasimha, Verehrung dem Glanz allen Glanzes. Werde offenbar, offenbare dich! Du mit vajraharten Krallen und Zähnen: Durchbrich, durchbrich die Ablagerungen des Handelns. Verschlinge, verschlinge die Dunkelheit. Om, Svaha. Möge Furchtlosigkeit, Furchtlosigkeit im Inneren gegenwärtig sein. Om, Kshraum. Svaha bekräftigt die Hingabe; Kshraum ist das Narasimha-Bija.

Atme natürlich. Wenn Gedanken abschweifen, kehre freundlich zum Klang zurück. Halte zwischen zwei Wiederholungen nur so viel Abstand, dass die einzelnen Laute klar bleiben. Nach der letzten Rezitation ruhe einige Atemzüge in der Stille.

Yoga-Vidya-Vortrag über Brahman jenseits der Zeit. Das Video vertieft die Haltung der Praxis; die konkrete Ritualfolge steht in dieser Anleitung.

4. Mit der Bitte um Furchtlosigkeit verweilen

Lege die rechte Hand locker auf den Herzraum. Spüre einige natürliche Atemzüge und lasse die Bitte des Gebets nachklingen. Dieser Schritt ist still; es wird keine einzelne Silbe aus dem Mantra als neue Ersatzformel herausgelöst.

5. Die Andacht darbringen

Vergegenwärtige die Frucht deiner Rezitation als Gabe in der rechten Hand des Gottes. Diese Darbringung geschieht hier in der Vorstellung; es wird kein zusätzliches Wasser benötigt. Falte deine Hände und sprich einmal:

guhyātiguhyagoptā tvaṃ gṛhāṇāsmatkṛtaṃ japam |
siddhir bhavatu me deva tvatprasādāt tvayi sthitiḥ ||

Du bist der Hüter des Geheimsten. Nimm unsere Rezitation an. Durch deine Gnade möge mir Vollendung zuteilwerden: das Ruhen in dir.

Neige den Kopf. Lass das betrachtete Bild im Herzen zur Ruhe kommen und bleibe etwa eine Minute still. Öffne dann die Augen und beende die Sitzung bewusst.

Siehe auch

Quellen und redaktionelle Hinweise

Mantramahodadhi 14.48–50 beschreibt eine verwandte Formel in Mantrabildungsversen. Der hier vollständig ausgeschriebene Rezitationstext folgt ausdrücklich Bhagavata Purana 5.18.8, Sanskrittext der Bhaktivedanta Vedabase. Seine zusätzlichen Wörter oṃ vor svāhā und das doppelte abhayam werden beibehalten; eine Identität mit der im Mantramahodadhi genannten Silbenzahl wird nicht behauptet. Deutsche Übersetzung aus dem Sanskrit. Neun Wiederholungen, Hand am Herzen und Sitzungsrahmen sind redaktionell gewählt. Das Darbringungsgebet folgt Mantramahodadhi 22.152; die Darbringung wird in dieser Sitzung als innere Geste ausgeführt.

Seminare

Hinduistische Rituale

08.11.2026 - 08.11.2026 Diwali - das Fest des Lichts

Diwali ist eines der wichtigsten Feste in Indien. Diwali ist das Lichterfest zur Öffnung des Herzens und der Entfaltung allumfassender Liebe. 20:00 Uhr…
Sukadev Bretz
08.11.2026 - 08.11.2026 Diwali - das Fest des Lichts

Diwali ist eines der wichtigsten Feste in Indien. Diwali ist das Lichterfest zur Öffnung des Herzens und der Entfaltung allumfassender Liebe. 20:00 Uhr…

Bhakti Yoga

08.11.2026 - 08.11.2026 Diwali - das Fest des Lichts

Diwali ist eines der wichtigsten Feste in Indien. Diwali ist das Lichterfest zur Öffnung des Herzens und der Entfaltung allumfassender Liebe. 20:00 Uhr…
Sukadev Bretz
08.11.2026 - 08.11.2026 Diwali - das Fest des Lichts

Diwali ist eines der wichtigsten Feste in Indien. Diwali ist das Lichterfest zur Öffnung des Herzens und der Entfaltung allumfassender Liebe. 20:00 Uhr…