Manavakarman

Manavakarman (Sanskrit: mānavakarman n.) = menschliche Handlung, ausgerichtet auf die Wirkung
Manavakarman ist ein zusammengesetztes Wort aus dem Sanskrit, das sich aus zwei Teilen zusammensetzt: „manava“ und „karman“.
- Manava bedeutet Mensch oder menschlich, also alles, was mit dem Menschen, seiner Natur und seinem Dasein zu tun hat.
- Karman (oft auch karma geschrieben) heißt Handlung, Tat oder das durch Handeln entstehende Ergebnis. Zusammengenommen bezeichnet Manavakarman demnach die menschlichen Handlungen, das Tun und Verhalten von Menschen sowie die damit verbundenen Wirkungen und Konsequenzen.
Der Ausdruck hebt den Fokus auf das aktive, praktische Leben des Menschen: nicht abstrakte Prinzipien oder metaphysische Gesetzmäßigkeiten, sondern die konkreten, alltäglichen Handlungen, Entscheidungen und Pflichten, die das Leben formen. Im weiteren philosophischen und religiösen Kontext kann Manavakarman auch die bewusst ausgeübten ethischen oder moralischen Handlungen meinen, durch die eine Person Verantwortung übernimmt und deren Folgen trägt. Dabei spielt die Vorstellung eine Rolle, dass Handlungen nicht isoliert bleiben, sondern Wirkungen in der Welt entfalten — auf persönlicher Ebene (Charakterbildung, Lebensumstände) und oft auch in einem weiter gefassten kosmischen oder karmischen Sinne.
Je nach Kontext kann Manavakarman betonen: erstens die alltägliche, soziale Dimension menschlichen Handelns — Pflichten gegenüber Familie, Gesellschaft, Beruf; zweitens die Bedeutung von Absicht und Achtsamkeit beim Handeln, weil nicht nur die äußere Tat, sondern auch die innere Haltung ihre Wirkungen bestimmt; drittens die praktische Seite spiritueller Wege, die ethisches Verhalten als Voraussetzung für Erkenntnis oder inneren Fortschritt sehen. Insgesamt bringt das Wort die enge Verbindung zwischen dem Menschen als handelndem Subjekt und den Folgen dieses Handelns zum Ausdruck.