Kilaka

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Steine mit dem tibetischen "Mantra Om mani padme hum"

Kilaka (Sanskrit: कीलक kīlaka m.) zugespitztes Holz, Holzpflock, Keil, Pfropfen, Verschluss; Säule, Pfeiler; Schiene (bei Knochenbrüchen); Kubeben-Pfeffer (Kakkola).

Kilaka bedeutet Verschluss, Pfropfen. In der Mantra-Theorie und damit auch bei der Mantra Meditation spielt Kilaka eine wichtige Rolle. Kilaka ist ein Sanskritwort, geschrieben कीलक kīlaka).

Kilaka umfasst eines der sechs Teile eines Mantras. Der Kilaka verschließt das im Mantra verborgene Mantra Chaitanya, die reine Essenz. Durch das fortgesetzte Wiederholen des Namens enthüllt sich somit das reine Bewusstsein.

Kilaka ist auch die Bezeichnung eines Shloka oder Stotra, das man vor dem eigentlichen Mantra Japa oder der Rezitation eines heiligen Textes rezitiert, um die Shakti, die Kraft, dieses Mantras bzw. Textes freizusetzen. So gibt es z.B. Devi Mahatmyam Kilaka Stotra, die machmal auch einfach "Kilakam" genannt wird und die man vor der Rezitation des Devi Mahatmyam rezitiert.

Kilaka कीलक kīlaka Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Kilaka, कीलक, kīlaka ausgesprochen wird:

Sukadev über Kilaka

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Kilaka

Kilaka hat mehrere Bedeutungen. Zum einen heißt es Achse, Stütze, Pfeiler, zum anderen heißt es aber auch Keil und Verschluss. Kilaka spielt vor allem in der Mantra-Theorie eine Rolle. Ein Mantra hat ja sechs verschiedene Eigenschaften, Kilaka ist eine davon. Ein Mantra hat Matra, das ist ein bestimmter Rhythmus, Versmaß oder der physische Klang. Ein Mantra hat einen Rishi, das ist der Meister des Mantras. Das Mantra hat ein Ishtha Devata, das heißt, eine Gottheit, die mit dem Mantra in Verbindung steht. Ein Mantra hat des Weiteren auch ein Bija, also eine Essenz oder auch eine Keim-Silbe. Ein Mantra hat auch wiederum eine Shakti, eine Kraft. Und schließlich, Kilaka.

Kilaka, auch in der Mantra-Theorie, hat zwei verschiedene Bedeutungen. Kilaka ist zum einen die Stütze des Mantras. Es gibt so genannte Kilaka-Stotras oder Kilaka-Mantras. Das heißt, man rezitiert die Kilaka-Stotra und diese Kilaka-Stotra hilft, dass die Mantra-Kraft stark werden kann. Die Kilaka-Stotra hat zwei Effekte: Der erste ist, es ist eine Stütze für die Rezitation des Mantras. Aber Kilaka hat eben auch die zweite Bedeutung, es sind die Unreinheiten des Aspiranten, die verhindern, dass die Mantra-Kraft sich plötzlich manifestieren kann. Kilaka wird deshalb auch als Pfropfen bezeichnet, als Keil oder auch als Verschluss.

Indem du das Mantra wiederholst, öffnet sich langsam dieser Pfropfen. Indem du das Mantra intensiv wiederholst, öffnet sich Kilaka. Auch in einer Mantraweihe bekommst du eine feste Stütze, das ist eine Bedeutung von Kilaka, und zum anderen wird der Verschluss, Kilaka, gelockert, so dass auch die Mantra-Energie gut fließen kann. So spielt bei der Mantra-Praxis eine Rolle, dass du eine feste Stütze hast, das ist die eine Bedeutung von Kilaka, und zum anderen, dass die Unreinheit vergehen und die Mantra-Energie fließen kann. So ist also Kilaka in der Mantra-Theorie wichtig und in der Mantra-Praxis.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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