Gleitwirbel

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Gleitwirbel ist der deutsche Begriff für Spondylolisthesis. Was sind Gleitwirbel? Sind sie gefährlich? Was sollte man beachten vom Yogastandpunkt aus? Auf welche Übungen sollte man verzichten und welche sind besonders gut?

Typischerweise tritt dies zwischen Kreuzbein und unterem Lendenwirbelbereich auf, seltener bei oberen Lendenwirbeln. Beratungen gibt die Yogatherapie.

Dieser Vortrag beinhaltet Anregungen, die mit einem Arzt oder Heilpraktiker oder Yogalehrer besprochen werden oder eigene Schlüsse gezogen werden können.

Was sind Gleitwirbel?

Bei einer Spondylolisthese sind die Dornfortsätze der Wirbelsäule beschädigt auf eine Weise, dass 2 Wirbel gegeneinander gleiten. Dies ist entweder angeboren oder degenerativ, traumatisch oder pathologisch erworben. In der Kindheit wurden z.B. durch einen Unfall, als die Wirbel noch weich waren, die Fortsätze weggerieben. Das bedeutet, dass 2 Wirbel nicht mehr mittels der Zwischenwirbelgelenke verbunden sind, sondern nur noch die Bandscheiben dazwischen sind sowie starke Bänder. Dies führt dazu, dass die Wirbel leicht nach vorn oder hinten rutschen können. Typischerweise tritt dies zwischen Kreuzbein und unterem Lendenwirbelbereich auf, seltener bei oberen Lendenwirbeln. Gleitwirbel sind meist ein Zufallsbefund auf einem Röntgenbild, das auf Grund einer anderen Problematik gemacht wurde. Grundsätzlich haben Menschen mit Gleitwirbeln keine höhere Wahrscheinlichkeit, an Rückenschmerzen zu leiden als Menschen mit „normaler“ Wirbelsäule, denn zwischen den Wirbeln befinden sich starke Bänder. Es gibt ein vorderes und hinteres Längsband, und die Bandscheiben haben einen starken Faserring. Dadurch sind die Wirbel sehr gut verbunden, und selbst wenn eine gewisse Flexibilität dazu führt, dass die Wirbel ein paar Millimeter vor- und zurück gleiten können, verursacht dies typischerweise keine Probleme. Der Körper passt sich der gewissen erhöhten Flexibilität an, ebenso der Rückenmarkskanal. Vorhandene Rückenbeschwerden werden in der Regel nicht durch etwaige vorhandene Gleitwirbel ausgelöst.

Was gilt es zu beachten vom Standpunkt des Yoga?

Beim Yoga ist man grundsätzlich eher vorsichtig. Daher würde man bei Gleitwirbeln Übungen vermeiden, die starke Sturzgefahr beinhalten. Man würde auf ruckartige Bewegungen verzichten und auch die Wirbelsäule im Lendenwirbelbereich relativ grade halten. Übermäßiges Vor- und Rückbeugen sowie Drehen würde man vermeiden. Praktisch bedeutet dies, z.B. den Handstand, Skorpion oder Kopfstand nicht freistehend zu üben sondern mit Hilfestellung oder an einer Wand. Ruckartige Bewegungen sollten z.B. im Sonnengruß bei höherem Tempo vermieden werden, also nicht in die maximale Dehnung in Vor- und Rückbeuge gehen. Power-, Ashtanga- und Vinyasa- Yoga ist eher nicht so gut, weil es mit starken Sprüngen verbunden ist. Generell gilt, in alle Vor- und Rückbeugen und Drehungen sanft hinein gehen. Dies sind Vorsichtsmaßnahmen. Sukadev kennt allerdings auch Menschen mit Gleitwirbeln, die das volle Yogaprogramm üben und keine Probleme haben. Ansonsten gilt allgemein um Rückenschmerzen vorzubeugen: Rücken- und Bauchmuskeln und die umliegende Rumpfmuskulatur stärken, z.B. durch Schiefe Ebene, halbe Kobra, Heuschrecke, Vogel, Boot, diagonale Katze, Fisch, Bogen usw. Ebenfalls wichtig ist, die Muskeln sanft zu dehnen und Tiefenentspannung zu praktizieren. Also keine Angst bei Gleitwirbeln, denn klassisches Yoga hilft, die Muskulatur zu festigen, wodurch sie entspannt bleiben kann.

Gleitwirbel - Yoga hilft

Kurzes Vortragsvideo zum Thema Gleitwirbel - Yoga hilft

Sprecher/Autor/Kamera: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Buchautor, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Siehe auch

Gleitwirbel gehört zu den Erkrankungen, Krankheiten. Insbesondere gehört Gleitwirbel zu den Erkrankungen des Bewegungsapparates, Rückenschmerzen, Schmerzerkrankungen.

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