Beliebigkeit

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Beliebigkeit - was ist das? Wie geht man damit um? Beliebigkeit ist so etwas wie Willkür. Beliebigkeit kommt aus Mangel an Pflichtgefühl und an Zuverlässigkeit. Beliebigkeit kann ach sein Willkür, z.B. behördliche Willkür: Wenn eine Entscheidung auf Belieben des Entscheidungsträge fußt, mal so, mal so ausfällt, dann ist diese Art von Beliebigkeit letztlich Willkür. Beliebigkeit kann auch dafür stehen, dass es egal ist, welche Entscheidung getroffen wird. Beliebigkeit kann auch für Zufall stehen.

Freude, ein Hintergrund von Beliebigkeit

Umgang mit Beliebigkeit anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Es gibt Menschen, die sich für nichts wirklich engagieren, sie zeigen nach außen eine gewisse Beliebigkeit. Wenn man sie um einen Gefallen bittet, dann machen sie das, wenn man sie um einen anderen Gefallen bittet dann machen sie das. Wenn ihnen in den Kopf etwas anderes kommt, dann machen sie nicht mehr das, wozu sie sich vorher verpflichtet haben.

Vielleicht magst du das nicht, aber du könntest auch lernen, damit gut umzugehen. Denn ganz beliebig sind die Menschen doch nicht. Menschen haben etwas, wofür sie tief im Inneren ticken und was ihnen wichtig ist. Tief im Inneren sind alle Menschen gleich. Tief im Inneren wollen alle Menschen Liebe geben, Liebe empfangen und Menschen wollen etwas Sinnvolles tun. Sie wollen etwas für die Gemeinschaft tun, sie wollen etwas tun wie andere und sie wollen dabei das Gefühl haben, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

Und da gibt es manche Menschen die sind, man könnte sagen, einzielig oder einpünktig. Sie haben ein wichtiges Ziel, ein wichtiges Anliegen und mögen noch Nebenanliegen haben. Aber dafür engagieren sie sich, andere sind mehr der Kitt der Gesellschaft. Das heißt, für sie gibt es kein einzelnes konkretes Anliegen, sondern sie wollen überlegen, was anderen wichtig ist und wie sie dem Wichtigen gerecht werden können. Sie gehen davon aus, es gibt so vieles wofür man sich einsetzten könnte und so sind sie mal für das eine und mal für das andere. Wenn jemand so eine gewisse Beliebigkeit ausstrahlt für was er sich einsetzt, dann sind das diese wertvollen Menschen, die der Kitt der Gesellschaft sind. Sie schauen sich das an, was anliegt und das, was anliegt, probieren sie irgendwie zu berücksichtigen.

Natürlich, wenn du von einem Menschen Verbindlichkeit brauchst und er aber Beliebigkeit hat, kann dies einiges an Konfliktpotential mitbringen. Dort gilt es, das, wofür sich der andere verpflichtet hat, schriftlich festzulegen. Das muss kein Vertrag sein, aber so ein paar Eckpunkte, vielleicht auch als Email oder als handschriftliche Notiz dem Menschen geben. Wo man eben sagt: Ja, folgendes ist unser gemeinsames Projekt, das sind die Anteile von jedem die man macht, das sind die Meilensteine und darauf kann man sich verlassen. Man muss es nicht so geschwollen ausdrücken, aber jedenfalls sollte man es irgendwo aufschreiben, was der andere machen wird und was man selbst machen wird. So hat man eine gewisse Verbindlichkeit.

Man wird trotzdem davon ausgehen müssen, das der Mensch der eine gewisse Beliebigkeit ausstrahlt, dass der nicht alles erfüllt was er dort sagt. Das nimmt man einfach mit in seine Berücksichtigung hinein. Man wird den Menschen öfters daran erinnern müssen und gerade, wenn es ein gemeinnütziges Projekt ist, wird man wissen, der wird trotzdem aussteigen. Das macht aber auch nicht so viel. Man weiß von gemeinnützigen Organisationen, dass die freiwilligen Helfer oft erst einmal zahlreich vertreten sind und dann viele aussteigen. Dass es manche gibt, die nichts von dem tun, wofür sie sich verpflichtet haben. Dass es andere halb machen, wofür sie sich verpflichtet haben und manche ihr ganzes Herzblut hinein bringen. Man braucht sie alle und man sollte nicht enttäuscht sein, nur weil ein paar nicht das tun, was sie vorher gesagt haben oder wofür sie sich verpflichtet haben. Man sollte sich bewusst machen, unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Anliegen. Es ist gut und wichtig, dass man ein Kernteam heranzieht und dass es um das Kernteam einige gibt, die eine Weile gut mitarbeiten. Und dass es andere gibt, die so ein bisschen ihre unverbindliche Hilfe anbieten und teilweise diesen Hilfsangeboten auch Taten folgen lassen.

Beliebigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Beliebigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Beliebigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Beliebigkeit sind zum Beispiel Willkürlichkeit, Wankelmut, Unzuverlässigkeit, Freiheitlichkeit, Lust, Wahl .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Beliebigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Beliebigkeit sind zum Beispiel Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit, Stabilität, Ordnungsfanatismus, Regelborniertheit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Beliebigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Beliebigkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Beliebigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Beliebigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Beliebigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv beliebig, das Verb lieben, sowie das Substantiv Beliebter.

Wer Beliebigkeit hat, der ist beliebig beziehungsweise ein Beliebter.

Siehe auch

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