Unerfahrenheit

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Unerfahrenheit - was ist das? Wie geht man damit um? Unerfahrenheit kann man jemand attestieren, der bisher auf dem betreffenden Gebiet wenig oder keine Erfahrung hat. Unerfahrenheit kann von Vorteil sein: Wer sich seiner Unerfahrenheit, seiner Naivität, seiner Unkenntnis, bewusst ist, der ist vielleicht besonders offen, neugierig, bereit zu lernen. Schwieriger ist es, wenn jemand versucht seine Unerfahrenheit zu kaschieren und ohne Kenntnisse, ohne Erfahrung, Entscheidungen trifft, über die andere nur den Kopf schütteln können. Unerfahrenheit muss also nicht Schlimmes sein - sofern man offen damit umgeht und bereit ist zu lernen.

Weisheit - ein Gegenpol zu Unerfahrenheit

Vom Charme der Unerfahrenheit

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Was ist der Charme der Unerfahrenheit?

Vom Charme der Unerfahrenheit. Das klingt jetzt erstmal etwas eigenartig. Was soll der "Charme der Unerfahrenheit" sein?

Als kleine Analogie: Es gibt ja auch ein spirituelles System im Buddhismus, in Japan - Zen. Und Zen sagt, Zengeist ist Anfängergeist. Solange man sich als Anfänger empfindet, ist man offen, bereit zu lernen. Und das ist eben auch der Charme der Unerfahrenheit. Wenn du wenig Erfahrung hast, bist du auch bereit vieles zu lernen. Wenn du wenig weißt, dann weißt du das hoffentlich auch und dann hast du ein offenes Herz und einen offenen Geist.

Ich erlebe es immer wieder, dass gerade neue Yogalehrer ganz besonders beliebt sind. Sie haben diesen Charme der Unerfahrenheit, dieses Erfrischende, diese hundertprozentige Präsenz, diesen 100%igen Wunsch, es gut zu machen und zu lernen. Ich mag es auch durchaus ganz gern, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die wenig Erfahrung haben. Es hat seine Vorteile, die Menschen sind bereit zu lernen und werden gerne geformt.

Natürlich hat es auch etwas Schönes und Besonderes, wenn Menschen auf ihrem Gebiet Experten sind. Ich liebe es, manchmal Menschen zuzuschauen, die wirklich gut auf ihrem Gebiet sind, etwas Erfahrung haben. Wenn man einen Handwerker sieht, wo man wirklich merkt, der weiß, was er zu tun hat. Ich lebe in einem Haus, wo immer wieder viel getan wird. Manchmal bleibe ich mal stehen und sehe einfach wie ein Handwerker das macht. Das ist etwas, was mich irgendwo inspiriert. Oder wenn jemand ein gewiefter Koch ist, der irgendwo kocht, das hat etwas Schönes. Aber es hat eben auch etwas Schönes, unerfahrene Menschen zu haben und den Charme der Unerfahrenheit zu sehen.

Auch wenn wir bei Yoga Vidya zum Beispiel neue Sevakas, Gemeinschaftsmitglieder, in die Gemeinschaft aufnehmen. Manchmal kommen Menschen, die auf dem Gebiet, auf dem sie nachher ihren uneigennützigen Dienst leisten und im Rahmen der Gemeinschaft ihre Aufgaben erfüllen, viel Erfahrung haben und manchmal haben wir Menschen, die gar keine Erfahrung haben. Gar nicht mal selten kommen Menschen in eine spirituelle Gemeinschaft, um was ganz Anderes zu machen als vorher. Dort ist manchmal dieser Charme der Unerfahrenheit etwas Erfrischendes.

Die richtige Einstellung zählt

Wenn dabei die richtige Einstellung ist, wenn dabei irgendwo auch eine gewisse Persönlichkeit mit dem, was zu tun ist, in Harmonie geht, dann kann daraus etwas Gutes werden. Die Deutschen haben eine gewisse Neigung, Vorerfahrung sehr hoch zu schätzen. Dort ist irgendwo Zertifikat, Studium und abgeschlossene Berufsausbildung etwas Wichtiges. Aber ich habe festgestellt, so wichtig ist das alles nicht. Unerfahrenheit hat einen gewissen Charme. Persönlichkeit, Engagement, geistige Einstellung, das ist wichtig, ob jemand etwas tun kann. Aber, Unerfahrenheit muss mit dem großen Wunsch zu lernen und sich zu engagieren verbunden sein.

Wenn du also jetzt etwas tun sollst, wo du keine Erfahrung hast, sei dir bewusst, das ist gut, aber sei bereit, zu lernen. Bitte um Hilfe, bitte darum, dass Menschen dich unterstützen. Dann hat deine Unerfahrenheit auch einen Charme. Und sei dir auch bewusst, andere werden dir Fehler vergeben. Und du kannst das auch bewusst nutzen: "Ja, ich will das lernen. Tut mir Leid, ich habe einen Fehler gemacht. Ich bin ja noch relativ neu. Ja, ich habe das noch nicht gewusst, tut mir Leid. Bitte zeige mir oder sagen Sie mir, wie ich es besser machen kann.". Der Charme der Unerfahrenheit ist auch, dass andere dir helfen und dich lehren wollen. Aber sei auch bereit es zu lernen. Schimpfe nicht mit anderen, entschuldige dich immer wieder. Bitte um Hilfe und Führung. Nutze den Charme der Unerfahrenheit, damit du, das, was zu tun ist, immer besser tun kannst.

Das waren einige Gedanken zum Thema "Vom Charme der Unerfahrenheit" mit einigen Tipps wie du, wenn du unerfahren bist, von Menschen, die erfahrener sind, profitieren, lernen kannst. Was auch immer du tust, habe immer diesen Anfängergeist. Den Wunsch, zu lernen, von anderen zu lernen.

Aus folgendem Vortrag von Sukadev Bretz:

Unerfahrenheit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Unerfahrenheit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Unerfahrenheit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Unerfahrenheit sind zum Beispiel Unkenntnis, Dummheit, Ignoranz, Primitivität, Jammer, Unzulänglichkeit, Ignorantentum, Unkenntnis, Desinformiertheit, Schlichtheit, Banalität, Einfachheit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Unerfahrenheit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Unerfahrenheit sind zum Beispiel Erfahrenheit, Reifezeit, Blüte, Blütezeit, Erwachsensein, Erfahrung, Erfahrenheit, Hoch, Höhe, Entwicklung, Wachstum, Einsicht, Weisheit, Wissen, Reife, Eingebildetheit, Hochmut, Stolz, Eigensinn . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Unerfahrenheit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Unerfahrenheit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Unerfahrenheit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Unerfahrenheit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Unerfahrenheit sind zum Beispiel das Adjektiv unerfahren, das Verb erfahren, sowie das Substantiv Unerfahrener.

Wer Unerfahrenheit hat, der ist unerfahren beziehungsweise ein Unerfahrener.

Siehe auch

Spirituelle Entwicklung Yoga Vidya Seminare

Spiritueller Weg und spirituelle Entwicklung Seminare:

23. Jun 2017 - 25. Jun 2017 - Vipassana-Meditations-Schweigekurs
Vipassana ist die dem Buddha zugeschriebene Meditationsform. Intuitiv gewinnst du Einsicht in das Leben wie es wirklich ist. Du betrachtest einfach nur alle Vorgänge während des stillen Sitzens,…
Jochen Kowalski,
25. Jun 2017 - 02. Jul 2017 - Meditationskursleiter Ausbildung Teil 1
Erfahre in dieser Ausbildung die Tiefen der Meditation. Meditation ist neben Yoga die wichtigste Übung aller spirituellen Wege. Wer täglich Yoga und Meditation übt, schöpft daraus viel Kraft un…
Swami Divyananda,Pranava Koch,Mirabai Müller,


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