Deha

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Deha (Sanskrit: देह deha m.) physischer Körper, Leib; Person, Name Körper, Masse. Weiterhin steht deha auch für alle fünf Koshas (Hüllen), die Atman (das Selbst) umgeben.

Der Mensch bei Leonardo Da Vinci

Deha aus der Sichtweise der heiligen Schriften

  1. Deha in der Maitrayani Upanishad: Deha/der Körper ist etwas Negatives. Die Leidhaftigkeit und Endlichkeit des Lebens soll hier verdeutlicht werden, damit eine Befreiung von weltlichen Dingen erreicht wird, so wird die Konzentration auf die jenseitige Befreiung gelenkt.
  2. Deha in der Maitreya Upanishad und in vielen anderen Texten: Deha ist der Tempel Gottes. Er ist der Träger des unsterblichen Selbst und deswegen heilig.
  3. Deha in der Isha Upanishad und in vielen anderen Schriften: hier wird die körperliche Gesundheit betont. Man soll sie so gut wie möglich aufbauen und erhalten, damit eine flurierende spirituelle Entwicklung und ein erfülltes Erdenleben stattfinden kann. Ein langes Leben ist anzustreben.
  4. Deha im Tantra und im Hatha Yoga: der Körper wird teilweise spiritualisiert und als göttlich angesehen. Dazu dienen zahlreiche körperbezogene Praktiken.

Sukadev über Deha

Deha heißt Körper. Es gibt verschiedene Aussagen für Deha. Es gibt Sharira, Sharira ist ein Körper. Und da gibt es dann den festen Körper, Sthula Sharira, es gibt den Feinstoff-Körper, Sukshma Sharira, es gibt den Kausalkörper, Karana Sharira. Der physische Körper selbst wird als Deha bezeichnet, physischer Körper, Körper. Es gibt eine mehrfache Beziehung zum Körper. Zum einen wird gesagt, identifiziere dich nicht mit dem Körper. Der Körper wurde geboren, der Körper wächst, der Körper geht durch Veränderungen, der Körper kann durch Krankheiten und Unfälle gehen, irgendwann wird der Körper alt, irgendwann stirbt der Körper.

Daher, identifiziere dich nicht mit Deha, deinem Körper. Löse dich von Deha, deinem Körper. Entwickle kein Deha Abhimana, das heißt, Stolz auf den Körper. Auch kein Dehadhyasa, also auch keine Identifikation mit dem Körper. Du bist nicht der Körper und du brauchst auch nicht stolz darauf zu sein. Es ist nicht dein Körper, er ist irgendwann dir gegeben worden, irgendwann verschwindet er wieder. Es gibt sogar Aussagen, wo man sagt, entwickle Ablehnung gegen die Identifikation mit dem Körper. Eine weitere Weise des Umgangs mit Deha, Deha Bhavana - ein Gefühl zum Körper - ist, ihm mit Ehrerbietung zu begegnen.

Letztlich, in allem manifestiert sich Gott, Gott manifestiert sich auch in Deha. Dieser Körper ist etwas Großartiges, schon eine Zelle ist ein großes Wunder, jedes Haar ist ein Wunder, jeder Fingernagel ist ein Wunder, wie alles funktioniert, ist ein Wunder. Du kannst gegenüber Deha ein großes Gefühl der Ehrerbietung haben und nicht denken: "Mein Körper." Du hast deinen Körper nicht geschaffen, du verstehst ihn nicht, du kannst ihn nicht in größerem Stil verändern. Deha ist eine Dana, eine Gabe Gottes. Deha ist ein Tempel Gottes. Deha ist der Tempel der Seele und deine Seele ist Gott.

Deha, Körper, ist Mandir, Tempel Gottes. Deha ist auch Dana, Gabe Gottes. Aber du kannst auch Deha, deinen Körper, als Gabe an Gott darbringen und du kannst dir sagen: "Mit diesem Körper bin ich Dasa, Diener, mit der Einstellung von Dasya Bhava, von großer Liebe, will ich mit meinem Deha, mit meinem Körper, Dana verrichten, Dienst verrichten, Seva verrichten." Deha, also Körper. Kümmere dich um deinen Deha, kümmere dich um deinen Körper, sorge dafür, dass er so gesund wie möglich ist, entwickle Gewohnheiten, die gesund sind, so wird dein Deha, dein Körper, dir viel Freude bereiten. Aber hänge auch nicht an Deha, je nach Karma kann der Körper sich auch unterschiedlich entwickeln. Deha – Körper. Nutze dann den Körper, um zu dienen. Nutze den Körper, um Gutes zu bewirken. Nutze Deha, um gute Erfahrungen zu machen. Sei dankbar für diesen Deha, für den Körper.

Siehe auch

Literatur

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