Navagraha Shanti Homa gemäß Homa Sangraha

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Navagraha Shanti Homa gemäß Homa Sangraha ist ein Feueropfer an die neun Grahas, die Planetengottheiten der indischen Tradition. Es erbittet Ausgleich, Schutz und innere Ruhe, besonders in Zeiten, die als schwierig erlebt werden, und bettet die Bitte um Frieden im eigenen Lebenslauf in die Ordnung des ganzen Himmels ein. Die neun Grahas werden in einem farbigen Mandala aufgestellt: Surya steht im Zentrum, jede der acht weiteren Gestalten erhält ihren eigenen Platz, ihre Form und ihre Blickrichtung. Nach der gemeinsamen Verehrung und den 108 Namen folgen im Feuer neun Dreierfolgen, sechs Gaben an Begleitgottheiten und 27 Nakshatra-Gaben.

Die neun Grahas mit Surya in der Mitte.

Die Anleitung folgt dem Homa Sangraha und seiner Smarta-Feuerordnung mit vedischen Mantras. Shanti bedeutet hier das vertrauensvolle Erbitten von Frieden, nicht das Abwenden eines Schicksals durch Technik. In der Praxis von Yoga erinnert das Ritual daran, auch unter wechselnden Umständen bewusst, gütig und standhaft zu handeln.

Vorbereitung

Die Ritualleitung ist mit vedischer Rezitation und der sicheren Feuerführung vertraut. Der Yajamana trägt den Vorsatz und die Darbringungen; eine helfende Person reicht die Gaben. Die Mantras stehen ohne vedische Tonzeichen. Die Akzentführung wird mit einer geübten Lehrperson gelernt.

Bereite den Homa Kunda auf einer feuerfesten Unterlage vor; halte lose Kleidung und brennbare Gegenstände vom Feuer fern. Zange, eine sichere Ablage für heiße Geräte und ein geeignetes Löschmittel stehen griffbereit. Bereitstehen müssen:

  • Ein sauberer Kunda, reine Erde oder Reismehl, Zündmittel, eine feuerfeste Metallschale und geeignetes trockenes Brennholz.
  • Zwölf kleine Hölzer mit Baumwollfaden für das Anfangsbündel, drei zusätzliche Begrenzungshölzer sowie weitere Hölzer zum Unterhalten des Feuers.
  • Darbha für Umrandung, Gefäßunterlagen und Reinigungen, zwei unbeschädigte Halme für den Reinigungsring und gegebenenfalls den symbolischen Brahma-Sitz.
  • Ghee (bzw. Pflanzenöl), ein wärmebeständiges Gefäß, ein kleiner Schöpflöffel und ein größerer Opferlöffel; genügend Opfersubstanz auch für Anfangs- und Schlussgaben.
  • Besprenggefäß, Pranita-Patra, sauberes Wasser, Auffangschalen, Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkum, Girlanden, Weihrauch, Lampe und Arati-Schale.
  • Früchte, vegetarische Speisegaben, Tambula und Dakshina; Sitze westlich und südlich des Feuers.

Pflanzenöl und Pflanzenmilch sind heutige vegane Praxisalternativen. Überlieferte Rezitationen und ihre wörtliche Bedeutung bleiben erhalten.

Zusätzlich brauchst du ein Ganesha-Bild, ein eigenes Wassergefäß für Punyahavachana, eine ebene Mandala-Unterlage, farbige natürliche Pulver oder farbige Papiersymbole und einen Teller für die sieben Begleitplätze. Bereite 108 Blüten oder Akshata-Portionen für die Namen vor, außerdem die Gaben für die sechzehn Dienste. Für den Hauptteil sind genau 60 kleine Feuerportionen vorgesehen: 27 für die neun Grahas, sechs für Begleitgottheiten und 27 für die Nakshatras; Anfangs- und Schlussgaben kommen hinzu. Das Handbuch legt hier keine weiteren Wiederholungszahlen fest.

Lege das Mandala vor der Einladung an. Norden liegt vom Platz des Ausführenden aus nach der wirklichen Himmelsrichtung, nicht automatisch oben auf einem Tisch. Die folgende Anordnung gilt für diese Fassung:

Graha Platz Form und Farbe Blickrichtung
Surya Mitte Kreis, rot Osten
Chandra Südosten Quadrat, weiß Westen
Mangala Süden Dreieck, rot Süden
Budha Nordosten Pfeil, gelb Osten
Brihaspati Norden Rechteck, goldgelb Norden
Shukra Osten Fünfeck, weiß Osten
Shani Westen Bogen, schwarz Westen
Rahu Südwesten Worfelschwinge, rauchgrau Süden
Ketu Nordwesten Fahne, mehrfarbig Süden

Die Gestalten können durch kleine Bilder oder klar bezeichnete Symbole vertreten sein. Wasser wird in eine separate Schale gereicht; das Mandala wird nicht übergossen. Die persönlichen Kalenderangaben des Sanskritformulars werden in dieser Praxisfassung vor Beginn verständlich auf Deutsch genannt.

Vollständiger Ablauf

1. Guru und Frieden
Mit gefalteten Händen sprechen.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung
Die Ritualleitung grüßt die Anwesenden; der Yajamana legt die vorbereitete Dankesgabe vor die Ritualkundigen und bittet um Zustimmung. Die Versammlung gibt ihre Zustimmung mit eigenen Worten.

namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya navagrahaśāntihomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

Bedeutung: Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Navagraha-Shanti-Homa auszuführen.

3. Das persönliche Anliegen nennen
Nenne Ort, Datum, Namen und das Anliegen auf Deutsch. Der Sanskritvorsatz bittet um Frieden für die Familie und um günstige Entfaltung aller vier Lebensziele.

hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau mama saparivārasya samastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ janmakuṇḍalyāṃ varṣakuṇḍalyāṃ gocare cāriṣṭasthitānāṃ sūryādinavagrahakṛtasarvavidhapīḍopaśāntyarthaṃ kṣemasthairyadīrghāyurārogyābhayadṛḍhagātratāmanaḥśāntiprāptyartham aiśvaryābhivṛddhyarthaṃ sarvābhīṣṭasiddhyarthaṃ ye ye grahāḥ śubhasthāneṣu sthitās teṣāṃ grahāṇām atyantātiśayitaśubhaphalāvāptyarthaṃ ye ye grahāḥ śubhetarasthāneṣu sthitās teṣāṃ grahāṇām ānukūlyasiddhyarthaṃ ca dharmārthakāmamokṣacaturvidhapuruṣārthasiddhidvārā navagrahadevatādhidaivatapratyadhidevatāprasādasiddhyarthaṃ yathāśaktyā grahaśāntiṃ kariṣye |
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich nach meinen Möglichkeiten Graha-Shanti für mich und meine Familie: zur Läuterung, zur Freude des höchsten Herrn, zur Befriedung belastender Konstellationen im Geburts-, Jahres- und Transitbild; für Wohlergehen, Beständigkeit, langes Leben, Gesundheit, Furchtlosigkeit, Kraft und inneren Frieden, für Gedeihen und heilsame Erfüllung. Günstige Stellungen mögen ihre guten Früchte entfalten, schwierige mögen günstig werden. Durch die Gnade der neun Grahas samt ihren zugeordneten Gottheiten mögen Dharma, Artha, Kama und Moksha gedeihen. Zunächst verehre ich Ganesha und vollziehe die Wassersegung für Herz, Körper, Platz und Geräte.

4. Ganesha betrachten und einladen
Stelle ein Ganesha-Bild oder eine kleine Murti neben den Hauptplatz. Betrachte seine Gestalt und lege Duft, Akshata und Blüten davor.

gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Gabe Handlung Rezitation Bedeutung
Ganesha-Gabe 1: Sitz Lege etwas Akshata als Sitzzeichen vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । āsanaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.
Ganesha-Gabe 2: Fußwasser Gib einen Löffel Fußwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । pādyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.
Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser Biete einen Löffel Ehrenwasser in der Auffangschale an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । arghyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.
Ganesha-Gabe 4: Mundwasser Gib einen Löffel Mundwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.
Ganesha-Gabe 5: Bad Besprenge eine wasserfeste Murti leicht; vor einem Bild genügt eine symbolische Wassergabe in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.
Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad Biete nach dem Bad erneut einen Löffel Mundwasser an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.
Ganesha-Gabe 7: Gewand Lege Akshata als Zeichen des Gewandes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । vastrārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.
Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur Lege Akshata als Zeichen der heiligen Schnur vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । upavītārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.
Ganesha-Gabe 9: Schmuck Lege Akshata als Zeichen des Schmuckes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.
Ganesha-Gabe 10: Duft Bringe etwas Sandelpaste an der Murti oder auf dem Gabenteller dar. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । divyagandhān dhārayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.
Ganesha-Gabe 11: Kumkum Gib etwas Kumkum zur dargebrachten Sandelpaste. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.
Ganesha-Gabe 12: Girlande Lege die Blütengirlande vor Ganesha oder um die Murti. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । puṣpamālāṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen
Bei jedem Namen eine Blüte oder etwas Akshata darbringen.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Nacheinander Weihrauch und Lampe vor Ganesha zeigen, Wasser anbieten, die Speise vor ihn stellen, erneut Wasser darbringen und Tambula hinlegen.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet
Mit der Arati-Lampe vor Ganesha kreisen, sie sicher abstellen und Wasser darbringen. Danach mit gefalteten Händen beten.

oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

8. Varuna anrufen
Die Ritualleitung berührt das Wassergefäß mit Darbha.

imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Jede Wassergabe in das Auffanggefäß geben; bei Gewand und Schnur Akshata hinlegen, danach Duft und Blüten. Die Kurzrubriken des Handbuchs sind hier als vollständige Gabensätze aufgelöst.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

10. Varunas Namen und letzte Gaben
Zu jedem Namen eine Blüte oder Akshata darbringen; anschließend Weihrauch und Lampe zeigen, eine Speise und Tambula anbieten und mit dem Kampferlicht kreisen.

oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

11. Die Anwesenden stimmen ein
Die Ritualleitung berührt die Gefäßöffnung mit Darbha. Sie spricht jeweils den ersten Satz; die Anwesenden antworten mit dem zweiten.

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

Bedeutung: Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
Die Ritualleitung spricht die Verse und die jeweilige Bitte an die Anwesenden. Die drei kurzen Antworten werden jeweils dreimal gesprochen; sie stehen hier vollständig.

punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

Bedeutung: Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

13. Segenswünsche über dem Gefäß
Bei jedem kurzen Segenswunsch etwas Wasser auf das Gefäß tropfen.

śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

Bedeutung: Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

14. Belastendes abgeben
Etwas Wasser südwestlich neben dem Ritualplatz in eine Schale tropfen.

oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

Bedeutung: Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

15. Die Segnung weitet sich
Wieder auf das Gefäß tropfen und anschließend die folgenden Segensverse sprechen.

sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

Bedeutung: Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Die Ritualleitung spricht die erste Bitte, die Teilnehmenden die Antwort. Dann wird Varuna aus diesem Gefäß entlassen; mit dem Wasser werden Personen, Platz und Geräte leicht besprengt. Die ausgeschriebene Entlassungsformel stammt aus dem Varuna-Abschluss desselben Handbuchs, S. 20.

svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Bedeutung: Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

17. Surya im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Surya: Mitte, rot, in Gestalt von Kreis. Die dargestellte Gottheit blickt nach Osten. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Surya – vedischer Vers
ā satyena rajasā vartamāno niveśayann amṛtaṃ martyaṃ ca |
hiraṇyayena savitā rathenā devo yāti bhuvanā vipaśyan ||

Bedeutung: Savitar bewegt sich durch den Raum, ordnet Unsterbliche und Sterbliche und fährt auf seinem goldenen Wagen, alle Welten überschauend.

Surya – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ maṇḍalamadhye raktavartulākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ādityagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Surya mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Surya – Gayatri
oṃ bhāskarāya vidmahe mahādyutikarāya dhīmahi tan no āditya pracodayāt ||

Bedeutung: Den Strahlenden erkennen wir, über den Schöpfer großen Glanzes meditieren wir; Aditya möge unsere Einsicht anregen.

18. Chandra im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Chandra: Südosten, weiß, in Gestalt von Quadrat. Die dargestellte Gottheit blickt nach Westen. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Chandra – vedischer Vers
āpyāyasva sametu te viśvataḥ soma vṛṣṇiyam |
bhavā vājasya saṃgathe ||

Bedeutung: Wachse, Soma; von allen Seiten sammle sich deine Kraft. Sei uns Stärke bei der Gewinnung von Fülle.

Chandra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyāgneyadigbhāge śvetacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ candragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Chandra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Chandra – Gayatri
oṃ niśākarāya vidmahe sudhāhastāya dhīmahi tan no candra pracodayāt ||

Bedeutung: Den Schöpfer der Nacht erkennen wir, über den mit Nektar in der Hand meditieren wir; Chandra möge unsere Einsicht anregen.

19. Mangala im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Mangala: Süden, rot, in Gestalt von Dreieck. Die dargestellte Gottheit blickt nach Süden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Mangala – vedischer Vers
agnir mūrdhā divaḥ kakutpatiḥ pṛthivyā ayam |
apāṃ retāṃsi jinvati ||

Bedeutung: Agni ist das Haupt des Himmels und der Gipfel, Herr dieser Erde; er belebt die Samenkräfte der Wasser.

Mangala – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya dakṣiṇadigbhāge raktatrikoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ aṅgārakagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Mangala mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Mangala – Gayatri
oṃ aṅgārakāya vidmahe bhūmiputrāya dhīmahi tan no kuja pracodayāt ||

Bedeutung: Angaraka erkennen wir, über den Sohn der Erde meditieren wir; Kuja möge unsere Einsicht anregen.

20. Budha im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Budha: Nordosten, gelb, in Gestalt von Pfeil. Die dargestellte Gottheit blickt nach Osten. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Budha – vedischer Vers
udbudhyasvāgne prati jāgṛhy enam iṣṭāpūrte saṃsṛjethām ayaṃ ca |
punaḥ kṛṇvaṃs tvā pitaraṃ yuvānam anvātāṃsīt tvayi tantum etam ||

Bedeutung: Erwache, Agni, wache über diesen Menschen. Opfer und gemeinnütziges Tun mögen sich mit ihm verbinden. Indem er dich, den Vater, wieder jung macht, führt er in dir diesen Lebensfaden fort.

Budha – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyeśānyadigbhāge pītabāṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ budhagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Budha mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Budha – Gayatri
oṃ saumyakarāya vidmahe somasutāya dhīmahi tan no budha pracodayāt ||

Bedeutung: Den Sanftmut Wirkenden erkennen wir, über den Sohn Somas meditieren wir; Budha möge unsere Einsicht anregen.

21. Brihaspati im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Brihaspati: Norden, goldgelb, in Gestalt von Rechteck. Die dargestellte Gottheit blickt nach Norden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Brihaspati – vedischer Vers
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram ||

Bedeutung: Brihaspati, wenn deine verehrungswürdige, einsichtsvolle Kraft unter Menschen hell leuchtet: Aus der Wahrheit Geborener, schenke uns jenen vielfältigen Reichtum, der in Macht erstrahlt.

Brihaspati – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyottaradigbhāge kanakadīrghacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitam uttarābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ bṛhaspatigrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Brihaspati mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Brihaspati – Gayatri
oṃ āṅgirasāya vidmahe vāgīśāya dhīmahi tan no jīva pracodayāt ||

Bedeutung: Angirasa erkennen wir, über den Herrn der Rede meditieren wir; Jiva möge unsere Einsicht anregen.

22. Shukra im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Shukra: Osten, weiß, in Gestalt von Fünfeck. Die dargestellte Gottheit blickt nach Osten. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Shukra – vedischer Vers
pra vaḥ śukrāya bhānave bharadhvaṃ havyaṃ matiṃ cāgnaye supūtam |
yo daivyāni mānuṣā janūṃṣy antar viśvāni vidmanā jigāti ||

Bedeutung: Bringt dem hellen, strahlenden Agni die Gabe und das reine Gebet dar. Mit seinem Wissen durchdringt er alle göttlichen und menschlichen Geschlechter.

Shukra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya pūrvadigbhāge śvetapañcakoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śukragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Shukra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shukra – Gayatri
oṃ bhārgavāya vidmahe vidyādhīśāya dhīmahi tan no śukra pracodayāt ||

Bedeutung: Bhargava erkennen wir, über den Herrn des Wissens meditieren wir; Shukra möge unsere Einsicht anregen.

23. Shani im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Shani: Westen, schwarz, in Gestalt von Bogen. Die dargestellte Gottheit blickt nach Westen. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Shani – vedischer Vers
śaṃ no devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye |
śaṃ yor abhi sravantu naḥ ||

Bedeutung: Die göttlichen Wasser seien uns zur Hilfe und zum Trinken heilsam. Sie mögen uns Heil und Wohlergehen zufließen lassen.

Shani – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya paścimadigbhāge kṛṣṇadhanurākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śanaiścaragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Shani mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shani – Gayatri
oṃ śanaiścarāya vidmahe chāyāputrāya dhīmahi tan no manda pracodayāt ||

Bedeutung: Den langsam Wandelnden erkennen wir, über Chayas Sohn meditieren wir; Manda möge unsere Einsicht anregen.

24. Rahu im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Rahu: Südwesten, rauchgrau, in Gestalt von Worfelschwinge. Die dargestellte Gottheit blickt nach Süden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Rahu – vedischer Vers
kayā naś citra ā bhuvad ūtī sadāvṛdhaḥ sakhā |
kayā śaciṣṭhayā vṛtā ||

Bedeutung: Mit welchem wunderbaren Beistand kommt unser immer stärkender Freund zu uns? Von welcher machtvollsten Hilfe ist er umgeben?

Rahu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya nairṛtadigbhāge dhūmraśūrpākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ rāhugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Rahu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Rahu – Gayatri
oṃ saiṃhikeyāya vidmahe dhūmravarṇāya dhīmahi tan no rāhu pracodayāt ||

Bedeutung: Simhikas Sohn erkennen wir, über den Rauchfarbenen meditieren wir; Rahu möge unsere Einsicht anregen.

25. Ketu im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den Platz von Ketu: Nordwesten, mehrfarbig, in Gestalt von Fahne. Die dargestellte Gottheit blickt nach Süden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Ketu – vedischer Vers
ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase |
sam uṣadbhir ajāyathāḥ ||

Bedeutung: Ein Zeichen machend für das Zeichenlose, Gestalt für das Gestaltlose, seid ihr, ihr Helden, gemeinsam mit den Morgenröten geboren.

Ketu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya vāyavyadigbhāge nānāvarṇadhvajākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ketugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Ketu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Ketu – Gayatri
oṃ brahmaputrāya vidmahe citravarṇāya dhīmahi tan no ketu pracodayāt ||

Bedeutung: Brahmas Sohn erkennen wir, über den Vielfarbigen meditieren wir; Ketu möge unsere Einsicht anregen.

26. Die sechs schützenden Begleitgottheiten einladen
Lege sechs eigene Blütenplätze auf einem separaten Teller neben dem Graha-Mandala an. Sprich jede vollständige Anrufung und lege eine Blüte nieder. Diese zusätzliche praktische Anordnung lässt die neun Graha-Plätze frei.

Durga
jātavedase sunavāma somam arātīyato nidahāti vedaḥ |
sa naḥ parṣad ati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritāty agniḥ ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ durgāṃ devīṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi ||

Bedeutung: Dem alles erkennenden Agni bereiten wir Soma; er verbrennt die feindliche Macht. Er führe uns über alle Schwierigkeiten, wie ein Boot über den Strom. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Durga und lade die göttliche Gegenwart ein. Ich richte ihren Sitz ein.

Ganesha
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ mahāgaṇapatiṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Dich, Herrn der Scharen, rufen wir an: Seher der Seher, unvergleichlich gerühmt, höchsten König der heiligen Worte. Herr des Gebets, höre uns, komm mit deinem Beistand und nimm deinen Sitz ein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Ganesha und lade die göttliche Gegenwart ein.

Kshetrapala
kṣetrasya patinā vayaṃ hiteneva jayāmasi |
gām aśvaṃ poṣayitnv ā sa no mṛḍāt īdṛśe ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ kṣetrapālakaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Mit dem Herrn des Feldes gewinnen wir wie durch einen Freund Nahrung für Kühe und Pferde; möge er uns darin gnädig sein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Kshetrapala und lade die göttliche Gegenwart ein.

Indra als Abhayankara
svastidā viśaspatir vṛtrahā vimṛdho vaśī |
vṛṣendraḥ pura etu naḥ svastidā abhayaṅkaraḥ ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ abhayaṅkaraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Der Wohlergehen schenkende Herr des Volkes, Vritras Überwinder und mächtiger Besieger des Widerstands, der kraftvolle Indra, gehe uns voran und schenke Heil und Furchtlosigkeit. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Indra als Abhayankara und lade die göttliche Gegenwart ein.

Vastu Purusha
vāstoṣpate prati jānīhy asmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ |
yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no edhi dvipade śaṃ catuṣpade ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ vāstupuruṣaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Herr der Wohnstatt, erkenne uns an; schenke guten Eintritt und Freiheit von Krankheit. Nimm an, worum wir dich bitten, und sei Menschen und Tieren heilsam. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Vastu Purusha und lade die göttliche Gegenwart ein.

Tryambaka
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ tryambakaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Tryambaka und lade die göttliche Gegenwart ein.

27. Die Nakshatras einladen
Lege auf dem Begleitteller einen siebten Blütenplatz für die Sternengottheiten an.

tad aśvināv aśvayujopayātām | śubhaṅgamiṣṭhau suyamebhir aśvaiḥ |
svaṃ nakṣatraṃ haviṣā yajantau | madhvā saṃpṛktau yajuṣā samaktau |
yau devānāṃ bhiṣajau havyavāhau | viśvasya dūtāv amṛtasya gopau |
tau nakṣatraṃ jujuṣāṇopayātām | namo 'śvibhyāṃ kṛṇumo 'śvayugbhyām ||
oṃ aśvinyādinakṣatradevatāṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Die beiden Ashvins mögen herkommen, die Pferde anspannend, mit gut gelenkten Rossen auf heilsamem Weg. Sie verehren ihren Stern mit der Gabe, mit Süße verbunden und mit dem Opferwort geeint. Sie sind Ärzte der Götter, Träger der Gaben, Boten des Alls und Hüter des Unsterblichen. Freudig mögen sie zu ihrem Stern kommen. Den beiden Ashvins, den Rosselenkern, erweisen wir Verehrung. Ich betrachte die Gottheiten der Nakshatras, beginnend mit Ashvini, und lade sie ein.

28. Die sechzehn Dienste für das ganze Mandala
Die Gaben gelten gemeinsam den neun Grahas und den angerufenen Begleitgottheiten. Nutze eine eigene Auffangschale für die Wasserhandlungen. Die einzelnen Dienste sind in der Reihenfolge der allgemeinen Puja des Handbuchs ausgeschrieben.

Sitz – Akshata niederlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete einen Sitz dar.

Fußwasser – Wasser in die Auffangschale reichen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Fußwasser dar.

Ehrenwasser – eine weitere Wassergabe reichen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Ehrenwasser dar.

Mundwasser – eine kleine Wassergabe reichen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Mundwasser dar.

Bad – die Blütenplätze sparsam besprengen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete ein Bad dar.

Gewand – Akshata als Gewand hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Reis als Gewand dar.

Heilige Schnur – Akshata als Schnur hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | upavītaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete die heilige Schnur dar.

Schmuck – Akshata als Schmuck hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Reis als Schmuck dar.

Duft – Sandelpaste auf die Gabeplatte setzen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Duft dar.

Blumen – Blumen darbringen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Blumen dar.

Rauch – Rauch zeigen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich lasse den Duft des Rauchs darbringen.

Licht – die Lampe zeigen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | dīpaṃ darśayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich zeige Licht.

Speise – die Speisegabe hinstellen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Speise dar.

Tambula – Tambula hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Tambula dar.

Arati – die Arati-Flamme kreisen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | karpūranīrājanaṃ darśayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich zeige das Kampferlicht.

Verneigung – die Hände falten und sich verneigen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | namaskāraṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich bringe meine Verneigung dar.

29. Die hundertacht Namen darbringen
Halte 108 Blüten oder kleine Portionen Akshata bereit. Jede vollständige Namensformel wird einmal gesprochen und von einer Gabe auf dem gemeinsamen Mandala-Teller begleitet. Vier in dieser Namensfassung nicht eindeutig erklärte Beinamen bleiben als Eigennamen erhalten.

1
oṃ bhānave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Leuchtenden.

2
oṃ haṃsāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Hamsa.

3
oṃ bhāskarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Lichtschöpfer.

4
oṃ sūryāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Surya.

5
oṃ sūrāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Helden.

6
oṃ tamoharāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Vertreiber der Dunkelheit.

7
oṃ rathine namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Wagenfahrer.

8
oṃ viśvadhṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Träger des Alls.

9
oṃ avyāptre namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Avyaptri, dem so benannten Graha.

10
oṃ harāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Fortnehmenden.

11
oṃ vedamayāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem aus dem Veda Bestehenden.

12
oṃ vibhave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Mächtigen.

13
oṃ sudhāṃśave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Nektarstrahlenden.

14
oṃ śubhrāṃśave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Hellstrahlenden.

15
oṃ candrāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Chandra.

16
oṃ abjanetrasamudbhavāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem aus dem Lotusauge Entstandenen.

17
oṃ tārādhipāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Herrn der Sterne.

18
oṃ rohiṇīśāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Herrn Rohinis.

19
oṃ śambhumūrtikṛtālayāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem auf Shambhus Gestalt Wohnenden.

20
oṃ auṣadhīḍyāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem von Heilkräutern Gepriesenen.

21
oṃ auṣadhīpataye namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Herrn der Heilkräuter.

22
oṃ īśvaradharāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Träger des Herrn.

23
oṃ sudhānidhaye namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Schatz des Nektars.

24
oṃ sakalāhlādanakarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Erfreuer aller.

25
oṃ bhaumāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Erdgeborenen.

26
oṃ bhūmisutāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sohn der Erde.

27
oṃ bhūtamānyāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem von den Wesen Geehrten.

28
oṃ samudbhavāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Hervorgegangenen.

29
oṃ āryāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Edlen.

30
oṃ agnikṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Feuerwirkenden.

31
oṃ rohitāṅgakāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Rotgliedrigen.

32
oṃ raktavastradharāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Träger roter Kleider.

33
oṃ śucaye namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Reinen.

34
oṃ maṅgalāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Mangala, dem Glückverheißenden.

35
oṃ aṅgārakāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Angaraka.

36
oṃ raktamāline namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Träger einer roten Girlande.

37
oṃ māyāviśāradāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Kenner der Maya.

38
oṃ budhāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Budha.

39
oṃ tārāsutāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sohn Taras.

40
oṃ saumyāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sanften.

41
oṃ rohiṇīgarbhasaṃbhūtāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem aus Rohinis Schoß Hervorgegangenen.

42
oṃ candrātmajāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sohn des Mondes.

43
oṃ somavaṃśakarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Begründer der Soma-Linie.

44
oṃ śrutiviśāradāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Kenner der heiligen Offenbarung.

45
oṃ satyasandhāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Wahrhaftigen.

46
oṃ satyasindhave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Meer der Wahrheit.

47
oṃ vidhusutāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sohn des Mondes.

48
oṃ vibudhāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Weisen.

49
oṃ vibhave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Mächtigen.

50
oṃ vākkṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Schöpfer der Rede.

51
oṃ brāhmaṇāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Brahmanen.

52
oṃ brahmaṇe namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Brahman.

53
oṃ dhiṣaṇāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Dhisana, der Weisheit.

54
oṃ śubhaveṣadharāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Träger guter Gewänder.

55
oṃ gīṣpataye namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Herrn der Rede.

56
oṃ gurave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Guru.

57
oṃ indrapurohitāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Indras Hauspriester.

58
oṃ jīvāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Jiva, dem Lebendigen.

59
oṃ nirjarapūjitāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem von den Unsterblichen Verehrten.

60
oṃ pītāmbarālaṅkṛtāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem mit gelbem Gewand Geschmückten.

61
oṃ bhṛgave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Bhrigu.

62
oṃ bhārgavasaṃbhūtāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem aus Bhrigu Hervorgegangenen.

63
oṃ niśācaragurave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Lehrer der Nachtwandler.

64
oṃ kavaye namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Seher und Dichter.

65
oṃ bhṛtyakhedaharāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Löser des Kummers seiner Diener.

66
oṃ bhṛgusutāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sohn Bhrigus.

67
oṃ varṣakṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Regenwirkenden.

68
oṃ dīnarājyadāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Königreiche an Bedürftige Schenkenden.

69
oṃ śukrāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Shukra, dem Hellen.

70
oṃ śukrasvarūpāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Wesen der Helligkeit.

71
oṃ rājyadāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Schenker von Herrschaft.

72
oṃ layakṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Auflösenden.

73
oṃ koṇāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Kona.

74
oṃ śanaiścarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem langsam Wandelnden.

75
oṃ mandāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Manda, dem Langsamen.

76
oṃ chāyāhṛdayanandanāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Erfreuer von Chayas Herz.

77
oṃ mārtāṇḍajāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sohn Martandas.

78
oṃ paṅgave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Hinkenden.

79
oṃ bhānutanūdbhavāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem aus dem Leib der Sonne Hervorgegangenen.

80
oṃ yamānujāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Yamas jüngerem Bruder.

81
oṃ adīpyakṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Adipyakrit, dem so benannten Graha.

82
oṃ nīlāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Dunkelblauen.

83
oṃ sūryavaṃśajāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem in der Sonnenlinie Geborenen.

84
oṃ nirmāṇadehāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem mit geformtem Leib.

85
oṃ rāhave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Rahu.

86
oṃ svarbhānave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Svarbhanu.

87
oṃ ādityacandradveṣiṇe namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Gegner von Sonne und Mond.

88
oṃ bhujaṅgamāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Schlangenartigen.

89
oṃ siṃhideśāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Simhidesha, dem so benannten Graha.

90
oṃ guṇavate namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem mit guten Eigenschaften Ausgestatteten.

91
oṃ rātripatipīḍitāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem vom Herrn der Nacht Bedrängten.

92
oṃ ahirāje namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem König der Schlangen.

93
oṃ śirohīnāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Hauptlosen.

94
oṃ viṣadharāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Giftträger.

95
oṃ mahākāyāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Großleibigen.

96
oṃ mahābhūtāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem großen Wesen.

97
oṃ brahmaṇe namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Brahman.

98
oṃ brahmasaṃbhūtāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem aus Brahman Hervorgegangenen.

99
oṃ ravikṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sonnenwirkenden.

100
oṃ rāhurūpadhṛte namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Träger der Rahu-Gestalt.

101
oṃ ketave namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Ketu.

102
oṃ ketusvarūpāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Wesen Ketus.

103
oṃ khecarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem im Raum Wandelnden.

104
oṃ kagrutālayāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung Kagrutalaya, dem so benannten Graha.

105
oṃ brahmavide namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Kenner Brahmans.

106
oṃ brahmaputrāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem Sohn Brahmas.

107
oṃ kumārakāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem jugendlichen Knaben.

108
oṃ brāhmaṇaprītāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem den Brahmanen Lieben.

30. Das Gebet an die neun Grahas
Falte die Hände und sprich die neun Strophen in der Reihenfolge des Mandalas.

Strophe 1
japākusumasaṃkāśaṃ kāśyapeyaṃ mahādyutim |
tamo 'riṃ sarvapāpaghnaṃ praṇato 'smi divākaram ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor dem Tagesmacher, der wie die rote Japa-Blüte leuchtet, Kashyapas Sohn, von großem Glanz, Feind der Dunkelheit und Löser aller Verfehlungen.

Strophe 2
dadhiśaṅkhatuṣārābhaṃ kṣīrārṇavasaṃbhavam |
namāmi śaśinaṃ somaṃ śambhormukuṭabhūṣaṇam ||

Bedeutung: Ich verehre Soma, den Mond, weiß wie Joghurt, Muschel und Schnee, aus dem Milchozean hervorgegangen, Schmuck auf Shambhus Krone.

Strophe 3
dharaṇīgarbhasaṃbhūtaṃ vidyutkāntisamaprabham |
kumāraṃ śaktihastaṃ ca maṅgalaṃ praṇamāmy aham ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor Mangala, aus dem Schoß der Erde entstanden, blitzstrahlend, jugendlich, mit der Shakti-Waffe in der Hand.

Strophe 4
priyaṅgukalikāśyāmaṃ rūpeṇāpratimaṃ budham |
saumyaṃ saumyaguṇopetaṃ taṃ budhaṃ praṇamāmy aham ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor Budha, dunkel wie die Priyangu-Knospe, unvergleichlich schön, sanft und mit sanften Eigenschaften ausgestattet.

Strophe 5
devānāṃ ca ṛṣīṇāṃ ca guruṃ kāñcanasaṃnibham |
buddhibhūtaṃ trilokeśaṃ taṃ namāmi bṛhaspatim ||

Bedeutung: Ich verehre Brihaspati, Lehrer der Götter und Seher, goldglänzend, Verkörperung der Einsicht und Herr der drei Welten.

Strophe 6
himakundamṛṇālābhaṃ daityānāṃ paramaṃ gurum |
sarvaśāstrapravaktāraṃ bhārgavaṃ praṇamāmy aham ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor Bhargava, hell wie Schnee, Kunda-Blüte und Lotusfaser, höchster Lehrer der Daityas, Erklärer aller heiligen Lehren.

Strophe 7
nīlāñjanasamābhāsaṃ raviputraṃ yamāgrajam |
chāyāmārtaṇḍasaṃbhūtaṃ taṃ namāmi śanaiścaram ||

Bedeutung: Ich verehre Shani, dunkel wie blaue Augensalbe, Sohn der Sonne, älterer Bruder Yamas, aus Chaya und Martanda hervorgegangen.

Strophe 8
ardhakāyaṃ mahāvīryaṃ candrādityavimardanam |
siṃhikāgarbhasaṃbhūtaṃ taṃ rāhuṃ praṇamāmy aham ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor Rahu, dem Halbleibigen, von großer Kraft, Bedränger von Mond und Sonne, aus Simhikas Schoß hervorgegangen.

Strophe 9
palāśapuṣpasaṃkāśaṃ tārakagrahamastakam |
raudraṃ raudrātmakaṃ ghoraṃ taṃ ketuṃ praṇamāmy aham ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor Ketu, leuchtend wie die Palasha-Blüte, an der Spitze der Sterne und Grahas, von Rudras gewaltigem, ehrfurchtgebietendem Wesen.

31. Verneigung und Bitte um Frieden
Verneige dich vor dem ganzen Mandala.

brahmā murāris tripurāntakārī bhānuḥ śaśī bhūmisuto budhaś ca |
guruś ca śukraḥ śanir rāhuketavaḥ sarve grahāḥ śāntikarā bhavantu ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ samarcanam |
mayā kṛtaṃ ca yat tad bhoḥ kṣamadhvaṃ grahadevatāḥ ||
anena pūjanena śrīsūryādinavagrahamaṇḍaladevatāḥ prīyantām ||

Bedeutung: Brahma, Vishnu, Shiva, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn, Rahu und Ketu: Alle Grahas mögen Frieden bewirken. Ihr Graha-Gottheiten, vergebt, was in meiner Verehrung an Mantra, Handlung oder Hingabe unvollkommen war. Möge diese Verehrung die Gottheiten des Navagraha-Mandalas erfreuen.

32. Boden und Linien
Glätte den gereinigten, mit Erde oder Reismehl vorbereiteten Boden des Kunda. Ziehe mit dem Löffelstiel drei Linien von Süden nach Norden, dann drei kreuzende Linien von Westen nach Osten. Je Linie erklingt eine Anrufung. Nimm eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie außerhalb südwestlich ab; besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte.

oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

33. Feuer einsetzen
Lege kleine Hölzer bereit. Entzünde das Feuer in einer geeigneten kleinen Metallschale, führe sie dreimal um den vorgesehenen Feuerplatz und bringe die Flamme auf die Hölzer. Vergegenwärtige Agni als aus Vishnus Mund hervorgehend. Für dieses Götteropfer wird die im Namensanhang angegebene Feuerbenennung Havyavahana verwendet: der Träger der Opfergaben.

candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ havyavāhananāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

Bedeutung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Havyavahana, der Träger der Opfergaben.

Besprenge die für das Übertragen der Flamme benutzte Schale mit Wasser und Akshata und stelle sie südöstlich ab. Nähre das Feuer mit kleinen Hölzern. Lege Darbha-Bündel um das Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden; im Süden und Norden zeigen sie nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Darbha-Unterlage zunächst umgedreht und paarweise die Opferlöffel, Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl), Besprenggefäß und Pranita-Patra; dazu das mit einem Faden gebundene Bündel von zwölf Brennhölzern. Das Handbuch gestattet statt dieses Bündels auch drei Hölzer. In der hier beschriebenen Hauptfolge wird das Zwölferbündel verwendet; sein Faden wird vor dem Einlegen entfernt.

34. Brahma-Sitz
Wenn eine zweite ritualkundige Person die Brahma-Rolle übernimmt, bitte sie, auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Fehlt sie, lege dort ein Darbha-Bündel oder eine Blüte hin und sprich die zweite Formel als stellvertretende Anrufung. Diese Alternative ist im Handbuch selbst vorgesehen.

asmin navagrahaśāntihomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Navagraha-Shanti-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

35. Wasser und Pranita-Gefäß
Fülle das Besprenggefäß. Führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser, gieße es in das östlich bereitgestellte Pranita-Patra und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege Akshata und eine Blüte ins Pranita-Patra und rufe Varuna darin an. Dieses Gefäß bleibt bis zum Abschluss stehen.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

Gieße das geschmolzene Ghee (bzw. Pflanzenöl) über zwei Darbha-Spitzen ins Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) und prüfe es auf Fremdkörper. Führe den aus zwei Halmen gebildeten Darbha-Reinigungsring mit Daumen und Ringfinger beider Hände durch das Ghee (bzw. Pflanzenöl); löse den Knoten und gib die Halme ins Feuer. Stelle das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) kurz über eine südöstlich herausgenommene Glut beziehungsweise an eine dort bereitgestellte Wärmequelle, führe einen brennenden Darbha-Halm oder dünnen Span darum und zeige die Dhenu-Mudra. Bilde die Dhenu-Mudra: Die Spitze des linken kleinen Fingers berührt den rechten Ringfinger, die des rechten kleinen Fingers den linken Ringfinger; der linke Zeigefinger berührt den rechten Mittelfinger und der rechte Zeigefinger den linken Mittelfinger. Die Daumen berühren sich. Halte die miteinander verschränkten Hände über das Ghee (bzw. Pflanzenöl); die vier Fingerpaare bilden das Bild eines Euters. Stelle das Gefäß wieder ab und bringe die Glut mit der Zange zurück. Wärme die Opferlöffel über dem Feuer, streife sie mit Darbha ab, wärme sie erneut, besprenge sie und lege sie rechts bereit. Lege je ein Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers. Diese drei Hölzer werden im Abschluss ausdrücklich dargebracht.

36. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Besprenge mit einer wassergetauchten Blüte zuerst den südlichen, dann den westlichen, dann den nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

oṃ adite ’numanyasva |
oṃ anumate ’numanyasva |
oṃ sarasvate ’numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

Bedeutung: Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

37. Agni-Nyasa
Betrachte den Feuerlaut Ram im Herzen. Berühre nacheinander Herz, Kopf, Scheitel, beide Schultern und die Augenpartie; bei der sechsten Zeile klatsche leicht in die Hände. Bei der letzten Zeile mit Fingerschnippen einen Kreis um den Kopf andeuten.

oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

Bedeutung: Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

38. Agni betrachten
Sitze ruhig vor der Flamme und vergegenwärtige Agnis im Vers geschilderte Gestalt.

meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

Bedeutung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.

39. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Gib bei den ersten acht Namen Akshata um das Feuer, beginnend im Osten und weiter im Uhrzeigersinn. Die folgenden Verehrungen richten sich an das Opferwesen, das eigene Selbst und die Gemeinschaft.

oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

40. Hüter der Richtungen
Lege je eine Blüte in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten.

oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

41. Brennholz darbringen
Der Yajamana erhebt sich, wendet sich zum Brahma-Sitz und spricht die erste Zeile. Die anwesende Brahma-Person antwortet mit der zweiten. Beim symbolischen Sitz spricht die Ritualleitung beide Teile als Ritualdialog. Lege das vorbereitete, vom Faden gelöste Bündel behutsam ins Feuer.

asmin navagrahaśāntihomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

Bedeutung: Brahman, in diesem Navagraha-Shanti-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

42. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Gieße einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) von Nordwesten nach Südosten, während du Prajapati innerlich anrufst; den zweiten von Südwesten nach Nordosten für Indra. Danach folgen zwei kleine Gaben für Agni und Soma. Jede Gabe fällt auf svaha; die anschließende Formel spricht den Verzicht auf Eigentum an der Gabe aus.

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

43. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Bringe eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) im südlichen, eine im nördlichen und eine im mittleren Feuerteil dar. Dann sprich den Vorsatz zur Bereinigung und bringe eine weitere Gabe in der Mitte dar; berühre anschließend sauberes Wasser.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin navagrahaśāntihomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

44. Die drei Feuerdarbringungen für Surya
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 1
ā satyena rajasā vartamāno niveśayann amṛtaṃ martyaṃ ca |
hiraṇyayena savitā rathenā devo yāti bhuvanā vipaśyan svāhā ||

Bedeutung: Savitar bewegt sich durch den Raum, ordnet Unsterbliche und Sterbliche und fährt auf seinem goldenen Wagen, alle Welten überschauend. Svaha.

Gabe 2
agniṃ dūtaṃ vṛṇīmahe hotāraṃ viśvavedasam | asya yajñasya sukratuṃ svāhā ||

Bedeutung: Wir wählen Agni als Boten, als Opferpriester, der alles kennt, als kundigen Vollzieher dieses Opfers. Svaha.

Gabe 3
yeṣām īśe paśupatiḥ paśūnāṃ catuṣ-padām uta ca dvipadām | niṣkrīto'yaṃ yajñiyaṃ bhāgam etu rāyas-poṣā yajamānasya santu svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaādityagrahaprasādasiddhir astu |
ādityagrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Pashupati gebietet über die vierfüßigen und zweifüßigen Wesen. Der Ausgelöste komme zu seinem geheiligten Anteil; Fülle und Gedeihen seien dem Yajamana geschenkt. Svaha. Möge die Gnade Suryas samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

45. Die drei Feuerdarbringungen für Chandra
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 4
āpyāyasva sametu te viśvataḥ soma vṛṣṇiyam |
bhavā vājasya saṃgathe svāhā ||

Bedeutung: Wachse, Soma; von allen Seiten sammle sich deine Kraft. Sei uns Stärke bei der Gewinnung von Fülle. Svaha.

Gabe 5
apsu me somo abravīdantar-viśvāni bheṣajā | agniñca viśva śaṃbhuvam āpaśca viśva bheṣajīḥ svāhā ||

Bedeutung: Soma hat mir gesagt: In den Wassern liegen alle Heilmittel, auch Agni, der allen wohltut; die Wasser tragen Heilung für alles. Svaha.

Gabe 6
gaurīm imāya salilāni takṣat-yekapadī dvipadī sā catuṣpadī | aṣṭā-padī nava-padī babhūvuṣī sahasrākṣarā parame vyoman svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitacandragrahaprasādasiddhir astu |
candragrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Gauri formte und maß die Wasser: einfüßig, zweifüßig, vierfüßig, achtfüßig und neunfüßig geworden, tausendlautig im höchsten Raum. Svaha. Möge die Gnade Chandras samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

46. Die drei Feuerdarbringungen für Mangala
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 7
agnir mūrdhā divaḥ kakutpatiḥ pṛthivyā ayam |
apāṃ retāṃsi jinvati svāhā ||

Bedeutung: Agni ist das Haupt des Himmels und der Gipfel, Herr dieser Erde; er belebt die Samenkräfte der Wasser. Svaha.

Gabe 8
syonā pṛthivi bhavā-nṛkṣarā niveśanī | yacchānaś-śarma saprathāḥ svāhā ||

Bedeutung: Erde, sei uns freundlich, frei von Dornen und eine gute Wohnstatt. Breite dich aus und gewähre uns Schutz. Svaha.

Gabe 9
kṣetrasya patinā vayaṃ hiteneva jayāmasi | gāmaśvaṃ poṣayitnv ā sa no mṛḍāt īdṛśe svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaaṅgārakagrahaprasādasiddhir astu |
aṅgārakagrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Mit dem Herrn des Feldes gewinnen wir wie durch einen Freund Nahrung für Kühe und Pferde; möge er uns darin gnädig sein. Svaha. Möge die Gnade Mangalas samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

47. Die drei Feuerdarbringungen für Budha
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 10
udbudhyasvāgne prati jāgṛhy enam iṣṭāpūrte saṃsṛjethām ayaṃ ca |
punaḥ kṛṇvaṃs tvā pitaraṃ yuvānam anvātāṃsīt tvayi tantum etam svāhā ||

Bedeutung: Erwache, Agni, wache über diesen Menschen. Opfer und gemeinnütziges Tun mögen sich mit ihm verbinden. Indem er dich, den Vater, wieder jung macht, führt er in dir diesen Lebensfaden fort. Svaha.

Gabe 11
idaṃ viṣṇur vicakrame tredhā nidadhe padam | samūḍham asya pāṃsure svāhā ||

Bedeutung: Vishnu durchschritt dies und setzte seinen Fuß dreifach; alles liegt im Staub seiner Schritte geborgen. Svaha.

Gabe 12
viṣṇor arāṭam asi viṣṇoḥ pṛṣṭham asi viṣṇoḥ śnaptrestho viṣṇos-syūrasi viṣṇor dhruvam-asi vaiṣṇavam-asi viṣṇave tvā svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitabudhagrahaprasādasiddhir astu |
budhagrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Du bist Vishnus Stirn, Vishnus Rücken; ihr steht an Vishnus Verbindungsstelle. Du bist Vishnus Naht und seine feste Stütze; Vishnu zugehörig bist du, Vishnu weihe ich dich. Svaha. Möge die Gnade Budhas samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

48. Die drei Feuerdarbringungen für Brihaspati
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 13
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram svāhā ||

Bedeutung: Brihaspati, wenn deine verehrungswürdige, einsichtsvolle Kraft unter Menschen hell leuchtet: Aus der Wahrheit Geborener, schenke uns jenen vielfältigen Reichtum, der in Macht erstrahlt. Svaha.

Gabe 14
indra marutva iha pāhi somaṃ yathā śāryāte apibas-sutasya | tava praṇītī tava śūra- śarman-nāvivā santi kavayas-suyajñāḥ svāhā ||

Bedeutung: Indra mit den Maruts, trinke hier Soma, wie du ihn bei Sharyata trankst. Unter deiner Führung, Held, in deinem Schutz sind die weisen Opfernden wie in einem Boot geborgen. Svaha.

Gabe 15
brahma jajñānaṃ prathamaṃ purastād visīmatas-suruco vena āvaḥ | subudhniyā upamā asya viṣṭhās-sataśca yonim asataśca vivaḥ svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitabṛhaspatigrahaprasādasiddhir astu |
bṛhaspatigrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Das heilige Wort entstand zuerst im Osten; Vena enthüllte von der Grenze her seinen schönen Glanz. Er erschloss seine tief gegründeten und hohen Stätten, den Schoß des Seienden und des Nichtseienden. Svaha. Möge die Gnade Brihaspatis samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

49. Die drei Feuerdarbringungen für Shukra
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 16
pra vaḥ śukrāya bhānave bharadhvaṃ havyaṃ matiṃ cāgnaye supūtam |
yo daivyāni mānuṣā janūṃṣy antar viśvāni vidmanā jigāti svāhā ||

Bedeutung: Bringt dem hellen, strahlenden Agni die Gabe und das reine Gebet dar. Mit seinem Wissen durchdringt er alle göttlichen und menschlichen Geschlechter. Svaha.

Gabe 17
indrāṇīm āsu nāriṣu supatnīm aham aśravam | na hyasyā aparañcana jarasā marate patiḥ svāhā ||

Bedeutung: Unter diesen Frauen habe ich Indrani als eine gute Gattin rühmen hören; ihr Gatte stirbt auch im Alter nicht. Svaha.

Gabe 18
indraṃ vo viśvataspati havāmahe janebhyaḥ | asmākam astu kevalaḥ svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaśukragrahaprasādasiddhir astu |
śukragrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Für die Menschen rufen wir Indra, den Herrn von allen Seiten, an. Er sei ganz auf unserer Seite. Svaha. Möge die Gnade Shukras samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

50. Die drei Feuerdarbringungen für Shani
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 19
śaṃ no devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye |
śaṃ yor abhi sravantu naḥ svāhā ||

Bedeutung: Die göttlichen Wasser seien uns zur Hilfe und zum Trinken heilsam. Sie mögen uns Heil und Wohlergehen zufließen lassen. Svaha.

Gabe 20
prajāpate na tvadetānyanyo viśvā jātāni pari tā babhūva | yat kāmaste juhumastanno astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā ||

Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst all diese entstandenen Wesen. Was wir uns wünschen, wenn wir dir opfern, werde uns zuteil; mögen wir Herren von Fülle sein. Svaha.

Gabe 21
imaṃ yama prastaramā hi sīdāṅgirobhiḥ pitṛbhiḥ saṃvidānaḥ | ā tvā mantrāḥ kaviśastā vahantvenā rājan haviṣā mādayasva svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaśanaiścaragrahaprasādasiddhir astu |
śanaiścaragrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Yama, setze dich auf dieses Graslager, vereint mit den Angiras-Sehern und den Ahnen. Die von Weisen gepriesenen Mantras mögen dich herführen; König, erfreue dich an dieser Gabe. Svaha. Möge die Gnade Shanis samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

51. Die drei Feuerdarbringungen für Rahu
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 22
kayā naś citra ā bhuvad ūtī sadāvṛdhaḥ sakhā |
kayā śaciṣṭhayā vṛtā svāhā ||

Bedeutung: Mit welchem wunderbaren Beistand kommt unser immer stärkender Freund zu uns? Von welcher machtvollsten Hilfe ist er umgeben? Svaha.

Gabe 23
āyaṅ-gauḥ pṛśnir-akramīdasanan-mātaraṃ punaḥ | pitarañca prayant-suvaḥ svāhā ||

Bedeutung: Diese bunte Kuh trat heran; erneut erreichte sie ihre Mutter und ging vorwärts zu ihrem Vater, dem Himmel. Svaha.

Gabe 24
yatte devī nirṛtir ābabandha dāma grīvāsvavicartyam | idaṃ te tad-viṣyāmyāyuṣo na madhyādathā jīvaḥ pitumaddhi pramuktaḥ svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitarāhugrahaprasādasiddhir astu |
rāhugrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Die unlösbare Schlinge, welche die Göttin Nirriti um deinen Hals band, löse ich hier, ohne dein Leben zu verkürzen. Lebe nun befreit und nimm Nahrung zu dir. Svaha. Möge die Gnade Rahus samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

52. Die drei Feuerdarbringungen für Ketu
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Nach der dritten Gabe sprich die beiden Friedenswünsche ohne zusätzliche Gabe.

Gabe 25
ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase |
sam uṣadbhir ajāyathāḥ svāhā ||

Bedeutung: Ein Zeichen machend für das Zeichenlose, Gestalt für das Gestaltlose, seid ihr, ihr Helden, gemeinsam mit den Morgenröten geboren. Svaha.

Gabe 26
brahmā devānāṃ padavīḥ kavīnāṃ ṛṣir viprāṇāṃ mahiṣo mṛgāṇām | śyeno gṛdhrāṇāṃ svadhitir vanānāṃ somaḥ pavitram atyeti rebhan svāhā ||

Bedeutung: Brahma unter den Göttern, Führer der Seher, Rishi der Begeisterten, Büffel unter Wildtieren, Falke unter Raubvögeln, Axt unter Bäumen: Der laut erklingende Soma geht durch das Sieb. Svaha.

Gabe 27
sacitra citraṃ citayan tamasme citra kṣatra citratamaṃ vayodhām | candraṃ rayiṃ puruvīraṃ bṛhantaṃ candra candrābhir gṛṇate yuvasya svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaketugrahaprasādasiddhir astu |
ketugrahadoṣo nirdoṣo astu ||

Bedeutung: Du Strahlender, wirke für uns das Wunderbare, Glanz der Herrschaft, stärkste Lebenskraft. Verbinde den Sänger mit leuchtendem, großem, heldenreichem Besitz und seinen glänzenden Kräften. Svaha. Möge die Gnade Ketus samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

53. Die sechs Begleitgottheiten im Feuer ehren
Gib zu jeder der sechs vollständigen Formeln eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).

Gabe 28 – Durga
jātavedase sunavāma somam arātīyato nidahāti vedaḥ |
sa naḥ parṣad ati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritāty agniḥ svāhā ||

Bedeutung: Dem alles erkennenden Agni bereiten wir Soma; er verbrennt die feindliche Macht. Er führe uns über alle Schwierigkeiten, wie ein Boot über den Strom. Svaha.

Gabe 29 – Ganesha
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam svāhā ||

Bedeutung: Dich, Herrn der Scharen, rufen wir an: Seher der Seher, unvergleichlich gerühmt, höchsten König der heiligen Worte. Herr des Gebets, höre uns, komm mit deinem Beistand und nimm deinen Sitz ein. Svaha.

Gabe 30 – Kshetrapala
kṣetrasya patinā vayaṃ hiteneva jayāmasi |
gām aśvaṃ poṣayitnv ā sa no mṛḍāt īdṛśe svāhā ||

Bedeutung: Mit dem Herrn des Feldes gewinnen wir wie durch einen Freund Nahrung für Kühe und Pferde; möge er uns darin gnädig sein. Svaha.

Gabe 31 – Indra als Abhayankara
svastidā viśaspatir vṛtrahā vimṛdho vaśī |
vṛṣendraḥ pura etu naḥ svastidā abhayaṅkaraḥ svāhā ||

Bedeutung: Der Wohlergehen schenkende Herr des Volkes, Vritras Überwinder und mächtiger Besieger des Widerstands, der kraftvolle Indra, gehe uns voran und schenke Heil und Furchtlosigkeit. Svaha.

Gabe 32 – Vastu Purusha
vāstoṣpate prati jānīhy asmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ |
yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no edhi dvipade śaṃ catuṣpade svāhā ||

Bedeutung: Herr der Wohnstatt, erkenne uns an; schenke guten Eintritt und Freiheit von Krankheit. Nimm an, worum wir dich bitten, und sei Menschen und Tieren heilsam. Svaha.

Gabe 33 – Tryambaka
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt svāhā ||

Bedeutung: Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Svaha.

54. Die siebenundzwanzig Nakshatra-Gaben
Sprich zuerst den Ashvin-Vers. Bringe danach zu jedem der 27 Svaha-Rufe eine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Die letzte Formel widmet sämtliche Gaben ihren jeweiligen Gottheiten.

tad aśvināv aśvayujopayātām | śubhaṅgamiṣṭhau suyamebhir aśvaiḥ |
svaṃ nakṣatraṃ haviṣā yajantau | madhvā saṃpṛktau yajuṣā samaktau |
yau devānāṃ bhiṣajau havyavāhau | viśvasya dūtāv amṛtasya gopau |
tau nakṣatraṃ jujuṣāṇopayātām | namo 'śvibhyāṃ kṛṇumo 'śvayugbhyām ||
oṃ aśvinyai svāhā |
oṃ bharaṇyai svāhā |
oṃ kṛttikāyai svāhā |
oṃ rohiṇyai svāhā |
oṃ mṛgāya svāhā |
oṃ ārdrāyai svāhā |
oṃ punarvasave svāhā |
oṃ puṣyāya svāhā |
oṃ āśleṣāyai svāhā |
oṃ maghāyai svāhā |
oṃ pūrvaphalgunyai svāhā |
oṃ uttaraphalgunyai svāhā |
oṃ hastāya svāhā |
oṃ citrāyai svāhā |
oṃ svātyai svāhā |
oṃ viśākhāyai svāhā |
oṃ anurādhāyai svāhā |
oṃ jyeṣṭhāyai svāhā |
oṃ mūlāya svāhā |
oṃ pūrvāṣāḍhāyai svāhā |
oṃ uttarāṣāḍhāyai svāhā |
oṃ śravaṇāya svāhā |
oṃ dhaniṣṭhāyai svāhā |
oṃ śatabhiṣāyai svāhā |
oṃ pūrvabhādrāyai svāhā |
oṃ uttarabhādrāyai svāhā |
oṃ revatyai svāhā |
hutaṃ mayā ca hutaṃ yad yad devatākaṃ tat tad devatābhya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Die beiden Ashvins mögen herkommen, die Pferde anspannend, mit gut gelenkten Rossen auf heilsamem Weg. Sie verehren ihren Stern mit der Gabe, mit Süße verbunden und mit dem Opferwort geeint. Sie sind Ärzte der Götter, Träger der Gaben, Boten des Alls und Hüter des Unsterblichen. Freudig mögen sie zu ihrem Stern kommen. Den beiden Ashvins, den Rosselenkern, erweisen wir Verehrung. Danach gilt je eine Gabe den 27 Nakshatras: Ashvini, Bharani, Krittika, Rohini, Mrigashirsha, Ardra, Punarvasu, Pushya, Ashlesha, Magha, Purva Phalguni, Uttara Phalguni, Hasta, Chitra, Svati, Vishakha, Anuradha, Jyeshtha, Mula, Purva Ashadha, Uttara Ashadha, Shravana, Dhanishtha, Shatabhisha, Purva Bhadrapada, Uttara Bhadrapada und Revati. Was ich welcher Gottheit geopfert habe, sei eben dieser Gottheit dargebracht, nicht mir.

55. Prajapati und die drei Welten
Bringe zuerst Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati dar; danach folgen drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Agni, Vayu und Surya.

prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

56. Svishtakrit
Bringe bei svaha eine weitere kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Die in diesem Homa gewählte Opfersubstanz wird auch für Svishtakrit verwendet.

yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

Bedeutung: Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

57. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Bestreiche die drei Begrenzungshölzer mit etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl). Gib zuerst das mittlere, westliche Holz ins Feuer, dann die beiden anderen. Fülle den größeren Opferlöffel mit vier kleinen Schöpflöffeln Ghee (bzw. Pflanzenöl), halte den kleinen darüber und lasse einen ruhigen Strom ins Feuer fließen. Danach folgt die zweite, einzelne Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).

svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

58. Nicht bemerkte Fehler übergeben
Der Yajamana spricht den Vorsatz; die Ritualleitung vollzieht danach bei jedem svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).

asmin navagrahaśāntihomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||

Bedeutung: In diesem Navagraha-Shanti-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.

59. Abschließende Bereinigungsgaben
Bringe zu den ersten drei Zeilen je Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Sprich dann den Vorsatz und vollziehe die drei weiteren Gaben. Berühre anschließend sauberes Wasser.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.

60. Purnahuti
Fülle den größeren Opferlöffel mit der abschließenden Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich den Text und bringe die Gabe einmal bei agnaye vauṣaṭ dar; beim vorausgehenden svāhā wird nicht schon eine zweite Gabe gegossen.

asya navagrahaśāntihomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ havyavāhananāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

Bedeutung: Für die vollständige Frucht dieses Navagraha-Shanti-Homa bringe ich im Feuer Havyavahana die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

61. Vasordhara
Lasse mit dem folgenden Vers einen dünnen, gleichmäßigen Strom Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer fließen; beende ihn mit svaha.

oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

62. Abschließendes Besprengen
Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.

varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

64. Wasser in die Richtungen geben
Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.

prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

65. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Schaue noch einmal auf das Feuer. Sprich Agnis Gayatri und das Gebet um den guten Weg; führe dann die Hände zum Herzen.

oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

66. Die Schlussgebete
Mit gefalteten Händen sprechen.

namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

Bedeutung: Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.

67. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
Lege zum Dank eine letzte Blüte an die zugehörigen Plätze und falte die Hände. Die folgende Brahma-Verabschiedung gilt für einen symbolischen Sitz; einer Person in dieser Rolle danke mit eigenen Worten.

den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyaḥ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

den Nakshatra-Gottheiten
oṃ nakṣatradevatābhyaḥ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung den Nakshatra-Gottheiten. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

Ganesha
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Ganesha. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

Brahma
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Brahma. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

68. Segen und Dank
Die Ritualleitung oder eine geachtete anwesende Person spricht den folgenden allgemein passenden Segensvers aus dem Segensanhang. Der Yajamana überreicht anschließend die vereinbarte Dakshina.

akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||

Bedeutung: Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

Nachklang
Lass Feuer und Lampen unter Aufsicht ausbrennen. Asche wird erst nach vollständigem Erkalten entnommen. Teile die unversehrten Speisegaben als Prasad. Unvermischtes reines Ritualwasser kann an eine Pflanze oder auf sauberen Boden gegeben werden; Auffangwasser mit Asche, Öl oder anderen Rückständen wird getrennt entsorgt und nicht getrunken. Reinige die Gefäße und bewahre die Kultgegenstände für die nächste Verehrung auf.

Verweile in Meditation. Lass die neun Plätze als ein gemeinsames Feld göttlicher Ordnung vor dir stehen. Nimm eine konkrete Haltung mit in den Tag: Geduld bei Verzögerungen, Klarheit in Entscheidungen oder Freundlichkeit in Begegnungen. Der erbetene Frieden wird durch solches Handeln weitergetragen.

Zusammenhängende Rezitation

IAST
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.

1. Guru und Frieden
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

2. Zustimmung der Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya navagrahaśāntihomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

3. Das persönliche Anliegen nennen
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau mama saparivārasya samastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ janmakuṇḍalyāṃ varṣakuṇḍalyāṃ gocare cāriṣṭasthitānāṃ sūryādinavagrahakṛtasarvavidhapīḍopaśāntyarthaṃ kṣemasthairyadīrghāyurārogyābhayadṛḍhagātratāmanaḥśāntiprāptyartham aiśvaryābhivṛddhyarthaṃ sarvābhīṣṭasiddhyarthaṃ ye ye grahāḥ śubhasthāneṣu sthitās teṣāṃ grahāṇām atyantātiśayitaśubhaphalāvāptyarthaṃ ye ye grahāḥ śubhetarasthāneṣu sthitās teṣāṃ grahāṇām ānukūlyasiddhyarthaṃ ca dharmārthakāmamokṣacaturvidhapuruṣārthasiddhidvārā navagrahadevatādhidaivatapratyadhidevatāprasādasiddhyarthaṃ yathāśaktyā grahaśāntiṃ kariṣye |
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 1: Sitz
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 5: Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 7: Gewand
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 10: Duft
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān dhārayāmi ||

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 12: Girlande
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālāṃ samarpayāmi ||

5. Ganeshas Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

7. Lichtkreis und Gebet
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

8. Varuna anrufen
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

10. Varunas Namen und letzte Gaben
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

11. Die Anwesenden stimmen ein
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

13. Segenswünsche über dem Gefäß
śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

14. Belastendes abgeben
oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

15. Die Segnung weitet sich
sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

17. Surya im Mandala einladen
Surya – vedischer Vers
ā satyena rajasā vartamāno niveśayann amṛtaṃ martyaṃ ca |
hiraṇyayena savitā rathenā devo yāti bhuvanā vipaśyan ||

Surya – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ maṇḍalamadhye raktavartulākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ādityagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Surya – Gayatri
oṃ bhāskarāya vidmahe mahādyutikarāya dhīmahi tan no āditya pracodayāt ||

18. Chandra im Mandala einladen
Chandra – vedischer Vers
āpyāyasva sametu te viśvataḥ soma vṛṣṇiyam |
bhavā vājasya saṃgathe ||

Chandra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyāgneyadigbhāge śvetacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ candragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Chandra – Gayatri
oṃ niśākarāya vidmahe sudhāhastāya dhīmahi tan no candra pracodayāt ||

19. Mangala im Mandala einladen
Mangala – vedischer Vers
agnir mūrdhā divaḥ kakutpatiḥ pṛthivyā ayam |
apāṃ retāṃsi jinvati ||

Mangala – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya dakṣiṇadigbhāge raktatrikoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ aṅgārakagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Mangala – Gayatri
oṃ aṅgārakāya vidmahe bhūmiputrāya dhīmahi tan no kuja pracodayāt ||

20. Budha im Mandala einladen
Budha – vedischer Vers
udbudhyasvāgne prati jāgṛhy enam iṣṭāpūrte saṃsṛjethām ayaṃ ca |
punaḥ kṛṇvaṃs tvā pitaraṃ yuvānam anvātāṃsīt tvayi tantum etam ||

Budha – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyeśānyadigbhāge pītabāṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ budhagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Budha – Gayatri
oṃ saumyakarāya vidmahe somasutāya dhīmahi tan no budha pracodayāt ||

21. Brihaspati im Mandala einladen
Brihaspati – vedischer Vers
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram ||

Brihaspati – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyottaradigbhāge kanakadīrghacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitam uttarābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ bṛhaspatigrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Brihaspati – Gayatri
oṃ āṅgirasāya vidmahe vāgīśāya dhīmahi tan no jīva pracodayāt ||

22. Shukra im Mandala einladen
Shukra – vedischer Vers
pra vaḥ śukrāya bhānave bharadhvaṃ havyaṃ matiṃ cāgnaye supūtam |
yo daivyāni mānuṣā janūṃṣy antar viśvāni vidmanā jigāti ||

Shukra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya pūrvadigbhāge śvetapañcakoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śukragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Shukra – Gayatri
oṃ bhārgavāya vidmahe vidyādhīśāya dhīmahi tan no śukra pracodayāt ||

23. Shani im Mandala einladen
Shani – vedischer Vers
śaṃ no devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye |
śaṃ yor abhi sravantu naḥ ||

Shani – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya paścimadigbhāge kṛṣṇadhanurākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śanaiścaragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Shani – Gayatri
oṃ śanaiścarāya vidmahe chāyāputrāya dhīmahi tan no manda pracodayāt ||

24. Rahu im Mandala einladen
Rahu – vedischer Vers
kayā naś citra ā bhuvad ūtī sadāvṛdhaḥ sakhā |
kayā śaciṣṭhayā vṛtā ||

Rahu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya nairṛtadigbhāge dhūmraśūrpākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ rāhugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Rahu – Gayatri
oṃ saiṃhikeyāya vidmahe dhūmravarṇāya dhīmahi tan no rāhu pracodayāt ||

25. Ketu im Mandala einladen
Ketu – vedischer Vers
ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase |
sam uṣadbhir ajāyathāḥ ||

Ketu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya vāyavyadigbhāge nānāvarṇadhvajākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ketugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Ketu – Gayatri
oṃ brahmaputrāya vidmahe citravarṇāya dhīmahi tan no ketu pracodayāt ||

26. Die sechs schützenden Begleitgottheiten einladen
Durga
jātavedase sunavāma somam arātīyato nidahāti vedaḥ |
sa naḥ parṣad ati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritāty agniḥ ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ durgāṃ devīṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi ||

Ganesha
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ mahāgaṇapatiṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Kshetrapala
kṣetrasya patinā vayaṃ hiteneva jayāmasi |
gām aśvaṃ poṣayitnv ā sa no mṛḍāt īdṛśe ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ kṣetrapālakaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Indra als Abhayankara
svastidā viśaspatir vṛtrahā vimṛdho vaśī |
vṛṣendraḥ pura etu naḥ svastidā abhayaṅkaraḥ ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ abhayaṅkaraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Vastu Purusha
vāstoṣpate prati jānīhy asmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ |
yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no edhi dvipade śaṃ catuṣpade ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ vāstupuruṣaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Tryambaka
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ tryambakaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

27. Die Nakshatras einladen
tad aśvināv aśvayujopayātām | śubhaṅgamiṣṭhau suyamebhir aśvaiḥ |
svaṃ nakṣatraṃ haviṣā yajantau | madhvā saṃpṛktau yajuṣā samaktau |
yau devānāṃ bhiṣajau havyavāhau | viśvasya dūtāv amṛtasya gopau |
tau nakṣatraṃ jujuṣāṇopayātām | namo 'śvibhyāṃ kṛṇumo 'śvayugbhyām ||
oṃ aśvinyādinakṣatradevatāṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

28. Die sechzehn Dienste für das ganze Mandala
Sitz – Akshata niederlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Fußwasser – Wasser in die Auffangschale reichen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Ehrenwasser – eine weitere Wassergabe reichen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Mundwasser – eine kleine Wassergabe reichen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Bad – die Blütenplätze sparsam besprengen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Gewand – Akshata als Gewand hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Heilige Schnur – Akshata als Schnur hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | upavītaṃ samarpayāmi ||

Schmuck – Akshata als Schmuck hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Duft – Sandelpaste auf die Gabeplatte setzen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Blumen – Blumen darbringen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | puṣpāṇi samarpayāmi ||

Rauch – Rauch zeigen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi ||

Licht – die Lampe zeigen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | dīpaṃ darśayāmi ||

Speise – die Speisegabe hinstellen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi ||

Tambula – Tambula hinlegen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Arati – die Arati-Flamme kreisen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | karpūranīrājanaṃ darśayāmi ||

Verneigung – die Hände falten und sich verneigen
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyo namaḥ | namaskāraṃ samarpayāmi ||

29. Die hundertacht Namen darbringen
1
oṃ bhānave namaḥ |

2
oṃ haṃsāya namaḥ |

3
oṃ bhāskarāya namaḥ |

4
oṃ sūryāya namaḥ |

5
oṃ sūrāya namaḥ |

6
oṃ tamoharāya namaḥ |

7
oṃ rathine namaḥ |

8
oṃ viśvadhṛte namaḥ |

9
oṃ avyāptre namaḥ |

10
oṃ harāya namaḥ |

11
oṃ vedamayāya namaḥ |

12
oṃ vibhave namaḥ |

13
oṃ sudhāṃśave namaḥ |

14
oṃ śubhrāṃśave namaḥ |

15
oṃ candrāya namaḥ |

16
oṃ abjanetrasamudbhavāya namaḥ |

17
oṃ tārādhipāya namaḥ |

18
oṃ rohiṇīśāya namaḥ |

19
oṃ śambhumūrtikṛtālayāya namaḥ |

20
oṃ auṣadhīḍyāya namaḥ |

21
oṃ auṣadhīpataye namaḥ |

22
oṃ īśvaradharāya namaḥ |

23
oṃ sudhānidhaye namaḥ |

24
oṃ sakalāhlādanakarāya namaḥ |

25
oṃ bhaumāya namaḥ |

26
oṃ bhūmisutāya namaḥ |

27
oṃ bhūtamānyāya namaḥ |

28
oṃ samudbhavāya namaḥ |

29
oṃ āryāya namaḥ |

30
oṃ agnikṛte namaḥ |

31
oṃ rohitāṅgakāya namaḥ |

32
oṃ raktavastradharāya namaḥ |

33
oṃ śucaye namaḥ |

34
oṃ maṅgalāya namaḥ |

35
oṃ aṅgārakāya namaḥ |

36
oṃ raktamāline namaḥ |

37
oṃ māyāviśāradāya namaḥ |

38
oṃ budhāya namaḥ |

39
oṃ tārāsutāya namaḥ |

40
oṃ saumyāya namaḥ |

41
oṃ rohiṇīgarbhasaṃbhūtāya namaḥ |

42
oṃ candrātmajāya namaḥ |

43
oṃ somavaṃśakarāya namaḥ |

44
oṃ śrutiviśāradāya namaḥ |

45
oṃ satyasandhāya namaḥ |

46
oṃ satyasindhave namaḥ |

47
oṃ vidhusutāya namaḥ |

48
oṃ vibudhāya namaḥ |

49
oṃ vibhave namaḥ |

50
oṃ vākkṛte namaḥ |

51
oṃ brāhmaṇāya namaḥ |

52
oṃ brahmaṇe namaḥ |

53
oṃ dhiṣaṇāya namaḥ |

54
oṃ śubhaveṣadharāya namaḥ |

55
oṃ gīṣpataye namaḥ |

56
oṃ gurave namaḥ |

57
oṃ indrapurohitāya namaḥ |

58
oṃ jīvāya namaḥ |

59
oṃ nirjarapūjitāya namaḥ |

60
oṃ pītāmbarālaṅkṛtāya namaḥ |

61
oṃ bhṛgave namaḥ |

62
oṃ bhārgavasaṃbhūtāya namaḥ |

63
oṃ niśācaragurave namaḥ |

64
oṃ kavaye namaḥ |

65
oṃ bhṛtyakhedaharāya namaḥ |

66
oṃ bhṛgusutāya namaḥ |

67
oṃ varṣakṛte namaḥ |

68
oṃ dīnarājyadāya namaḥ |

69
oṃ śukrāya namaḥ |

70
oṃ śukrasvarūpāya namaḥ |

71
oṃ rājyadāya namaḥ |

72
oṃ layakṛte namaḥ |

73
oṃ koṇāya namaḥ |

74
oṃ śanaiścarāya namaḥ |

75
oṃ mandāya namaḥ |

76
oṃ chāyāhṛdayanandanāya namaḥ |

77
oṃ mārtāṇḍajāya namaḥ |

78
oṃ paṅgave namaḥ |

79
oṃ bhānutanūdbhavāya namaḥ |

80
oṃ yamānujāya namaḥ |

81
oṃ adīpyakṛte namaḥ |

82
oṃ nīlāya namaḥ |

83
oṃ sūryavaṃśajāya namaḥ |

84
oṃ nirmāṇadehāya namaḥ |

85
oṃ rāhave namaḥ |

86
oṃ svarbhānave namaḥ |

87
oṃ ādityacandradveṣiṇe namaḥ |

88
oṃ bhujaṅgamāya namaḥ |

89
oṃ siṃhideśāya namaḥ |

90
oṃ guṇavate namaḥ |

91
oṃ rātripatipīḍitāya namaḥ |

92
oṃ ahirāje namaḥ |

93
oṃ śirohīnāya namaḥ |

94
oṃ viṣadharāya namaḥ |

95
oṃ mahākāyāya namaḥ |

96
oṃ mahābhūtāya namaḥ |

97
oṃ brahmaṇe namaḥ |

98
oṃ brahmasaṃbhūtāya namaḥ |

99
oṃ ravikṛte namaḥ |

100
oṃ rāhurūpadhṛte namaḥ |

101
oṃ ketave namaḥ |

102
oṃ ketusvarūpāya namaḥ |

103
oṃ khecarāya namaḥ |

104
oṃ kagrutālayāya namaḥ |

105
oṃ brahmavide namaḥ |

106
oṃ brahmaputrāya namaḥ |

107
oṃ kumārakāya namaḥ |

108
oṃ brāhmaṇaprītāya namaḥ |

30. Das Gebet an die neun Grahas
Strophe 1
japākusumasaṃkāśaṃ kāśyapeyaṃ mahādyutim |
tamo 'riṃ sarvapāpaghnaṃ praṇato 'smi divākaram ||

Strophe 2
dadhiśaṅkhatuṣārābhaṃ kṣīrārṇavasaṃbhavam |
namāmi śaśinaṃ somaṃ śambhormukuṭabhūṣaṇam ||

Strophe 3
dharaṇīgarbhasaṃbhūtaṃ vidyutkāntisamaprabham |
kumāraṃ śaktihastaṃ ca maṅgalaṃ praṇamāmy aham ||

Strophe 4
priyaṅgukalikāśyāmaṃ rūpeṇāpratimaṃ budham |
saumyaṃ saumyaguṇopetaṃ taṃ budhaṃ praṇamāmy aham ||

Strophe 5
devānāṃ ca ṛṣīṇāṃ ca guruṃ kāñcanasaṃnibham |
buddhibhūtaṃ trilokeśaṃ taṃ namāmi bṛhaspatim ||

Strophe 6
himakundamṛṇālābhaṃ daityānāṃ paramaṃ gurum |
sarvaśāstrapravaktāraṃ bhārgavaṃ praṇamāmy aham ||

Strophe 7
nīlāñjanasamābhāsaṃ raviputraṃ yamāgrajam |
chāyāmārtaṇḍasaṃbhūtaṃ taṃ namāmi śanaiścaram ||

Strophe 8
ardhakāyaṃ mahāvīryaṃ candrādityavimardanam |
siṃhikāgarbhasaṃbhūtaṃ taṃ rāhuṃ praṇamāmy aham ||

Strophe 9
palāśapuṣpasaṃkāśaṃ tārakagrahamastakam |
raudraṃ raudrātmakaṃ ghoraṃ taṃ ketuṃ praṇamāmy aham ||

31. Verneigung und Bitte um Frieden
brahmā murāris tripurāntakārī bhānuḥ śaśī bhūmisuto budhaś ca |
guruś ca śukraḥ śanir rāhuketavaḥ sarve grahāḥ śāntikarā bhavantu ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ samarcanam |
mayā kṛtaṃ ca yat tad bhoḥ kṣamadhvaṃ grahadevatāḥ ||
anena pūjanena śrīsūryādinavagrahamaṇḍaladevatāḥ prīyantām ||

32. Boden und Linien
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

33. Feuer einsetzen
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ havyavāhananāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

34. Brahma-Sitz
asmin navagrahaśāntihomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

35. Wasser und Pranita-Gefäß
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

36. Zustimmung der göttlichen Kräfte
oṃ adite 'numanyasva |
oṃ anumate 'numanyasva |
oṃ sarasvate 'numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

37. Agni-Nyasa
oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

38. Agni betrachten
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

39. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

40. Hüter der Richtungen
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

41. Brennholz darbringen
asmin navagrahaśāntihomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

42. Erste Ghee-Ströme und Gaben
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

43. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin navagrahaśāntihomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

44. Die drei Feuerdarbringungen für Surya
Gabe 1
ā satyena rajasā vartamāno niveśayann amṛtaṃ martyaṃ ca |
hiraṇyayena savitā rathenā devo yāti bhuvanā vipaśyan svāhā ||

Gabe 2
agniṃ dūtaṃ vṛṇīmahe hotāraṃ viśvavedasam | asya yajñasya sukratuṃ svāhā ||

Gabe 3
yeṣām īśe paśupatiḥ paśūnāṃ catuṣ-padām uta ca dvipadām | niṣkrīto'yaṃ yajñiyaṃ bhāgam etu rāyas-poṣā yajamānasya santu svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaādityagrahaprasādasiddhir astu |
ādityagrahadoṣo nirdoṣo astu ||

45. Die drei Feuerdarbringungen für Chandra
Gabe 4
āpyāyasva sametu te viśvataḥ soma vṛṣṇiyam |
bhavā vājasya saṃgathe svāhā ||

Gabe 5
apsu me somo abravīdantar-viśvāni bheṣajā | agniñca viśva śaṃbhuvam āpaśca viśva bheṣajīḥ svāhā ||

Gabe 6
gaurīm imāya salilāni takṣat-yekapadī dvipadī sā catuṣpadī | aṣṭā-padī nava-padī babhūvuṣī sahasrākṣarā parame vyoman svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitacandragrahaprasādasiddhir astu |
candragrahadoṣo nirdoṣo astu ||

46. Die drei Feuerdarbringungen für Mangala
Gabe 7
agnir mūrdhā divaḥ kakutpatiḥ pṛthivyā ayam |
apāṃ retāṃsi jinvati svāhā ||

Gabe 8
syonā pṛthivi bhavā-nṛkṣarā niveśanī | yacchānaś-śarma saprathāḥ svāhā ||

Gabe 9
kṣetrasya patinā vayaṃ hiteneva jayāmasi | gāmaśvaṃ poṣayitnv ā sa no mṛḍāt īdṛśe svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaaṅgārakagrahaprasādasiddhir astu |
aṅgārakagrahadoṣo nirdoṣo astu ||

47. Die drei Feuerdarbringungen für Budha
Gabe 10
udbudhyasvāgne prati jāgṛhy enam iṣṭāpūrte saṃsṛjethām ayaṃ ca |
punaḥ kṛṇvaṃs tvā pitaraṃ yuvānam anvātāṃsīt tvayi tantum etam svāhā ||

Gabe 11
idaṃ viṣṇur vicakrame tredhā nidadhe padam | samūḍham asya pāṃsure svāhā ||

Gabe 12
viṣṇor arāṭam asi viṣṇoḥ pṛṣṭham asi viṣṇoḥ śnaptrestho viṣṇos-syūrasi viṣṇor dhruvam-asi vaiṣṇavam-asi viṣṇave tvā svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitabudhagrahaprasādasiddhir astu |
budhagrahadoṣo nirdoṣo astu ||

48. Die drei Feuerdarbringungen für Brihaspati
Gabe 13
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram svāhā ||

Gabe 14
indra marutva iha pāhi somaṃ yathā śāryāte apibas-sutasya | tava praṇītī tava śūra- śarman-nāvivā santi kavayas-suyajñāḥ svāhā ||

Gabe 15
brahma jajñānaṃ prathamaṃ purastād visīmatas-suruco vena āvaḥ | subudhniyā upamā asya viṣṭhās-sataśca yonim asataśca vivaḥ svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitabṛhaspatigrahaprasādasiddhir astu |
bṛhaspatigrahadoṣo nirdoṣo astu ||

49. Die drei Feuerdarbringungen für Shukra
Gabe 16
pra vaḥ śukrāya bhānave bharadhvaṃ havyaṃ matiṃ cāgnaye supūtam |
yo daivyāni mānuṣā janūṃṣy antar viśvāni vidmanā jigāti svāhā ||

Gabe 17
indrāṇīm āsu nāriṣu supatnīm aham aśravam | na hyasyā aparañcana jarasā marate patiḥ svāhā ||

Gabe 18
indraṃ vo viśvataspati havāmahe janebhyaḥ | asmākam astu kevalaḥ svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaśukragrahaprasādasiddhir astu |
śukragrahadoṣo nirdoṣo astu ||

50. Die drei Feuerdarbringungen für Shani
Gabe 19
śaṃ no devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye |
śaṃ yor abhi sravantu naḥ svāhā ||

Gabe 20
prajāpate na tvadetānyanyo viśvā jātāni pari tā babhūva | yat kāmaste juhumastanno astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā ||

Gabe 21
imaṃ yama prastaramā hi sīdāṅgirobhiḥ pitṛbhiḥ saṃvidānaḥ | ā tvā mantrāḥ kaviśastā vahantvenā rājan haviṣā mādayasva svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaśanaiścaragrahaprasādasiddhir astu |
śanaiścaragrahadoṣo nirdoṣo astu ||

51. Die drei Feuerdarbringungen für Rahu
Gabe 22
kayā naś citra ā bhuvad ūtī sadāvṛdhaḥ sakhā |
kayā śaciṣṭhayā vṛtā svāhā ||

Gabe 23
āyaṅ-gauḥ pṛśnir-akramīdasanan-mātaraṃ punaḥ | pitarañca prayant-suvaḥ svāhā ||

Gabe 24
yatte devī nirṛtir ābabandha dāma grīvāsvavicartyam | idaṃ te tad-viṣyāmyāyuṣo na madhyādathā jīvaḥ pitumaddhi pramuktaḥ svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitarāhugrahaprasādasiddhir astu |
rāhugrahadoṣo nirdoṣo astu ||

52. Die drei Feuerdarbringungen für Ketu
Gabe 25
ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase |
sam uṣadbhir ajāyathāḥ svāhā ||

Gabe 26
brahmā devānāṃ padavīḥ kavīnāṃ ṛṣir viprāṇāṃ mahiṣo mṛgāṇām | śyeno gṛdhrāṇāṃ svadhitir vanānāṃ somaḥ pavitram atyeti rebhan svāhā ||

Gabe 27
sacitra citraṃ citayan tamasme citra kṣatra citratamaṃ vayodhām | candraṃ rayiṃ puruvīraṃ bṛhantaṃ candra candrābhir gṛṇate yuvasya svāhā ||
adhidevatāpratyadhidevatāsahitaketugrahaprasādasiddhir astu |
ketugrahadoṣo nirdoṣo astu ||

53. Die sechs Begleitgottheiten im Feuer ehren
Gabe 28 – Durga
jātavedase sunavāma somam arātīyato nidahāti vedaḥ |
sa naḥ parṣad ati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritāty agniḥ svāhā ||

Gabe 29 – Ganesha
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam svāhā ||

Gabe 30 – Kshetrapala
kṣetrasya patinā vayaṃ hiteneva jayāmasi |
gām aśvaṃ poṣayitnv ā sa no mṛḍāt īdṛśe svāhā ||

Gabe 31 – Indra als Abhayankara
svastidā viśaspatir vṛtrahā vimṛdho vaśī |
vṛṣendraḥ pura etu naḥ svastidā abhayaṅkaraḥ svāhā ||

Gabe 32 – Vastu Purusha
vāstoṣpate prati jānīhy asmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ |
yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no edhi dvipade śaṃ catuṣpade svāhā ||

Gabe 33 – Tryambaka
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt svāhā ||

54. Die siebenundzwanzig Nakshatra-Gaben
tad aśvināv aśvayujopayātām | śubhaṅgamiṣṭhau suyamebhir aśvaiḥ |
svaṃ nakṣatraṃ haviṣā yajantau | madhvā saṃpṛktau yajuṣā samaktau |
yau devānāṃ bhiṣajau havyavāhau | viśvasya dūtāv amṛtasya gopau |
tau nakṣatraṃ jujuṣāṇopayātām | namo 'śvibhyāṃ kṛṇumo 'śvayugbhyām ||
oṃ aśvinyai svāhā |
oṃ bharaṇyai svāhā |
oṃ kṛttikāyai svāhā |
oṃ rohiṇyai svāhā |
oṃ mṛgāya svāhā |
oṃ ārdrāyai svāhā |
oṃ punarvasave svāhā |
oṃ puṣyāya svāhā |
oṃ āśleṣāyai svāhā |
oṃ maghāyai svāhā |
oṃ pūrvaphalgunyai svāhā |
oṃ uttaraphalgunyai svāhā |
oṃ hastāya svāhā |
oṃ citrāyai svāhā |
oṃ svātyai svāhā |
oṃ viśākhāyai svāhā |
oṃ anurādhāyai svāhā |
oṃ jyeṣṭhāyai svāhā |
oṃ mūlāya svāhā |
oṃ pūrvāṣāḍhāyai svāhā |
oṃ uttarāṣāḍhāyai svāhā |
oṃ śravaṇāya svāhā |
oṃ dhaniṣṭhāyai svāhā |
oṃ śatabhiṣāyai svāhā |
oṃ pūrvabhādrāyai svāhā |
oṃ uttarabhādrāyai svāhā |
oṃ revatyai svāhā |
hutaṃ mayā ca hutaṃ yad yad devatākaṃ tat tad devatābhya idaṃ na mama ||

55. Prajapati und die drei Welten
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

56. Svishtakrit
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

57. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

58. Nicht bemerkte Fehler übergeben
asmin navagrahaśāntihomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||

59. Abschließende Bereinigungsgaben
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

60. Purnahuti
asya navagrahaśāntihomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ havyavāhananāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

61. Vasordhara
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

62. Abschließendes Besprengen
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

64. Wasser in die Richtungen geben
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

65. Agni danken und nach innen zurücknehmen
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

66. Die Schlussgebete
namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

67. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyaḥ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

den Nakshatra-Gottheiten
oṃ nakṣatradevatābhyaḥ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Ganesha
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Brahma
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

68. Segen und Dank
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||


Devanagari
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.

1. Guru und Frieden
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥

2. Zustimmung der Versammlung
नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥
सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥
अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्तदक्षिणाम् इव स्वीकृत्य नवग्रहशान्तिहोमकर्म कर्तुं योग्यतासिद्धिम् अनुगृहाण ॥

3. Das persönliche Anliegen nennen
हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
अस्यां शुभतिथौ मम सपरिवारस्य समस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं जन्मकुण्डल्यां वर्षकुण्डल्यां गोचरे चारिष्टस्थितानां सूर्यादिनवग्रहकृतसर्वविधपीडोपशान्त्यर्थं क्षेमस्थैर्यदीर्घायुरारोग्याभयदृढगात्रतामनःशान्तिप्राप्त्यर्थम् ऐश्वर्याभिवृद्ध्यर्थं सर्वाभीष्टसिद्ध्यर्थं ये ये ग्रहाः शुभस्थानेषु स्थितास् तेषां ग्रहाणाम् अत्यन्तातिशयितशुभफलावाप्त्यर्थं ये ये ग्रहाः शुभेतरस्थानेषु स्थितास् तेषां ग्रहाणाम् आनुकूल्यसिद्ध्यर्थं च धर्मार्थकाममोक्षचतुर्विधपुरुषार्थसिद्धिद्वारा नवग्रहदेवताधिदैवतप्रत्यधिदेवताप्रसादसिद्ध्यर्थं यथाशक्त्या ग्रहशान्तिं करिष्ये ।
तदङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वरपूजां करिष्ये ।
तदङ्गत्वेनान्तःकरणशुद्ध्यर्थं शरीरशुद्ध्यर्थं मण्डपशुद्ध्यर्थं सर्वोपकरणशुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याहवाचनं करिष्ये ॥

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 1: Sitz
ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 5: Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 7: Gewand
ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 10: Duft
ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ॥

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
ॐ गं गणपतये नमः । गन्धस्योपरि कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 12: Girlande
ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालां समर्पयामि ॥

5. Ganeshas Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

7. Lichtkreis und Gebet
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन् नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

8. Varuna anrufen
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आ चके ।
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्र मोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे पुण्डरीकाक्षरूपं वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
ॐ वं वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । गन्धं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पुष्पं समर्पयामि ॥

10. Varunas Namen und letzte Gaben
ॐ वरुणाय नमः । ॐ प्रचेतसे नमः । ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः । ॐ मकरवाहनाय नमः । ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः । ॐ श्वेतछत्राय नमः । ॐ अनेकमणिभूषिताय नमः । ॐ झषासनाय नमः ।
ॐ वं वरुणाय नमः । धूपम् आघ्रापयामि । दीपं दर्शयामि । नैवेद्यं निवेदयामि । ताम्बूलं समर्पयामि । कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन् नो वरुणः प्रचोदयात् ।
ॐ नमो नमस्ते अस्तु स्फटिकप्रभाय सुश्वेतवस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥

11. Die Anwesenden stimmen ein
शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टम् अस्तु । अस्त्व् अक्षतम् अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ॥

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् । पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व । सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति । स्वस्ति न इन्द्रश्चाग्निश्च स्वस्ति नो अदिते कृधि ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु ।
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु ॥

13. Segenswünsche über dem Gefäß
शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु ।
ॐ शिवम् अस्तु । ॐ शिवं कर्मास्तु । ॐ कर्मसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धर्मसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ वेदसमृद्धिर् अस्तु । ॐ शास्त्रसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धनधान्यसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ पुत्रपौत्रसम्पद् अस्तु । ॐ इष्टसम्पद् अस्तु ॥

14. Belastendes abgeben
ॐ सकलारिष्टनिरसनम् अस्तु ।
ॐ यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तद् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

15. Die Segnung weitet sich
सर्वशोभनम् अस्तु । सर्वाः सम्पदः सन्तु ।
ॐ शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।
आ ब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्मवर्चसी जायताम् अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यः शूरो महारथो जायताम् ।
दोग्ध्री धेनुर् वोढानड्वान् आशुः सप्तिः पुरन्धिर् योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवास्य यजमानस्य वीरो जायताम् ।
निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां योगक्षेमो नः कल्पताम् ।
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु । सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या ।
यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा । जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु । ॐ भूर् भुवः सुवः ।
तच् छं योर् आवृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञपतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् ।
शं नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ॥

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
स्वामिनः मनः समाधीयताम् । समाहितमनसः स्म ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्म ।
वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो ऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूतदयाशुद्धं जलशुद्धं च पञ्चमम् ॥
अद्भिर् गात्राणि शुद्ध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्यातपोभ्यां भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥

17. Surya im Mandala einladen
Surya – vedischer Vers
आ सत्येन रजसा वर्तमानो निवेशयन्न् अमृतं मर्त्यं च ।
हिरण्ययेन सविता रथेना देवो याति भुवना विपश्यन् ॥

Surya – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं मण्डलमध्ये रक्तवर्तुलाकारमण्डले प्रतिष्ठितं पूर्वाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं आदित्यग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Surya – Gayatri
ॐ भास्कराय विद्महे महाद्युतिकराय धीमहि तन् नो आदित्य प्रचोदयात् ॥

18. Chandra im Mandala einladen
Chandra – vedischer Vers
आप्यायस्व समेतु ते विश्वतः सोम वृष्णियम् ।
भवा वाजस्य संगथे ॥

Chandra – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्याग्नेयदिग्भागे श्वेतचतुरश्राकारमण्डले प्रतिष्ठितं पश्चिमाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं चन्द्रग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Chandra – Gayatri
ॐ निशाकराय विद्महे सुधाहस्ताय धीमहि तन् नो चन्द्र प्रचोदयात् ॥

19. Mangala im Mandala einladen
Mangala – vedischer Vers
अग्निर् मूर्धा दिवः ककुत्पतिः पृथिव्या अयम् ।
अपां रेतांसि जिन्वति ॥

Mangala – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य दक्षिणदिग्भागे रक्तत्रिकोणाकारमण्डले प्रतिष्ठितं दक्षिणाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं अङ्गारकग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Mangala – Gayatri
ॐ अङ्गारकाय विद्महे भूमिपुत्राय धीमहि तन् नो कुज प्रचोदयात् ॥

20. Budha im Mandala einladen
Budha – vedischer Vers
उद्बुध्यस्वाग्ने प्रति जागृह्य् एनम् इष्टापूर्ते संसृजेथाम् अयं च ।
पुनः कृण्वंस् त्वा पितरं युवानम् अन्वातांसीत् त्वयि तन्तुम् एतम् ॥

Budha – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्येशान्यदिग्भागे पीतबाणाकारमण्डले प्रतिष्ठितं पूर्वाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं बुधग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Budha – Gayatri
ॐ सौम्यकराय विद्महे सोमसुताय धीमहि तन् नो बुध प्रचोदयात् ॥

21. Brihaspati im Mandala einladen
Brihaspati – vedischer Vers
बृहस्पते अति यद् अर्यो अर्हाद् द्युमद् विभाति क्रतुमज् जनेषु ।
यद् दीदयच् छवस ऋतप्रजात तद् अस्मासु द्रविणं धेहि चित्रम् ॥

Brihaspati – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्योत्तरदिग्भागे कनकदीर्घचतुरश्राकारमण्डले प्रतिष्ठितम् उत्तराभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं बृहस्पतिग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Brihaspati – Gayatri
ॐ आङ्गिरसाय विद्महे वागीशाय धीमहि तन् नो जीव प्रचोदयात् ॥

22. Shukra im Mandala einladen
Shukra – vedischer Vers
प्र वः शुक्राय भानवे भरध्वं हव्यं मतिं चाग्नये सुपूतम् ।
यो दैव्यानि मानुषा जनूंष्य् अन्तर् विश्वानि विद्मना जिगाति ॥

Shukra – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य पूर्वदिग्भागे श्वेतपञ्चकोणाकारमण्डले प्रतिष्ठितं पूर्वाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं शुक्रग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Shukra – Gayatri
ॐ भार्गवाय विद्महे विद्याधीशाय धीमहि तन् नो शुक्र प्रचोदयात् ॥

23. Shani im Mandala einladen
Shani – vedischer Vers
शं नो देवीर् अभिष्टय आपो भवन्तु पीतये ।
शं योर् अभि स्रवन्तु नः ॥

Shani – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य पश्चिमदिग्भागे कृष्णधनुराकारमण्डले प्रतिष्ठितं पश्चिमाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं शनैश्चरग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Shani – Gayatri
ॐ शनैश्चराय विद्महे छायापुत्राय धीमहि तन् नो मन्द प्रचोदयात् ॥

24. Rahu im Mandala einladen
Rahu – vedischer Vers
कया नश् चित्र आ भुवद् ऊती सदावृधः सखा ।
कया शचिष्ठया वृता ॥

Rahu – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य नैरृतदिग्भागे धूम्रशूर्पाकारमण्डले प्रतिष्ठितं दक्षिणाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं राहुग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Rahu – Gayatri
ॐ सैंहिकेयाय विद्महे धूम्रवर्णाय धीमहि तन् नो राहु प्रचोदयात् ॥

25. Ketu im Mandala einladen
Ketu – vedischer Vers
केतुं कृण्वन्न् अकेतवे पेशो मर्या अपेशसे ।
सम् उषद्भिर् अजायथाः ॥

Ketu – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य वायव्यदिग्भागे नानावर्णध्वजाकारमण्डले प्रतिष्ठितं दक्षिणाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं केतुग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Ketu – Gayatri
ॐ ब्रह्मपुत्राय विद्महे चित्रवर्णाय धीमहि तन् नो केतु प्रचोदयात् ॥

26. Die sechs schützenden Begleitgottheiten einladen
Durga
जातवेदसे सुनवाम सोमम् अरातीयतो निदहाति वेदः ।
स नः पर्षद् अति दुर्गाणि विश्वा नावेव सिन्धुं दुरितात्य् अग्निः ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः दुर्गां देवीं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि ॥

Ganesha
गणानां त्वा गणपतिं हवामहे कविं कवीनाम् उपमश्रवस्तमम् ।
ज्येष्ठराजं ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः शृण्वन्न् ऊतिभिः सीद सादनम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः महागणपतिं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Kshetrapala
क्षेत्रस्य पतिना वयं हितेनेव जयामसि ।
गाम् अश्वं पोषयित्न्व् आ स नो मृडात् ईदृशे ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः क्षेत्रपालकं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Indra als Abhayankara
स्वस्तिदा विशस्पतिर् वृत्रहा विमृधो वशी ।
वृषेन्द्रः पुर एतु नः स्वस्तिदा अभयङ्करः ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः अभयङ्करं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Vastu Purusha
वास्तोष्पते प्रति जानीह्य् अस्मान् स्वावेशो अनमीवो भवा नः ।
यत् त्वेमहे प्रति तन् नो जुषस्व शं नो एधि द्विपदे शं चतुष्पदे ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः वास्तुपुरुषं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Tryambaka
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम् ।
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः त्र्यम्बकं ध्यायामि आवाहयामि ॥

27. Die Nakshatras einladen
तद् अश्विनाव् अश्वयुजोपयाताम् । शुभङ्गमिष्ठौ सुयमेभिर् अश्वैः ।
स्वं नक्षत्रं हविषा यजन्तौ । मध्वा संपृक्तौ यजुषा समक्तौ ।
यौ देवानां भिषजौ हव्यवाहौ । विश्वस्य दूताव् अमृतस्य गोपौ ।
तौ नक्षत्रं जुजुषाणोपयाताम् । नमो ऽश्विभ्यां कृणुमो ऽश्वयुग्भ्याम् ॥
ॐ अश्विन्यादिनक्षत्रदेवतां ध्यायामि आवाहयामि ॥

28. Die sechzehn Dienste für das ganze Mandala
Sitz – Akshata niederlegen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । आसनं समर्पयामि ॥

Fußwasser – Wasser in die Auffangschale reichen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

Ehrenwasser – eine weitere Wassergabe reichen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

Mundwasser – eine kleine Wassergabe reichen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

Bad – die Blütenplätze sparsam besprengen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

Gewand – Akshata als Gewand hinlegen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Heilige Schnur – Akshata als Schnur hinlegen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । उपवीतं समर्पयामि ॥

Schmuck – Akshata als Schmuck hinlegen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Duft – Sandelpaste auf die Gabeplatte setzen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । गन्धं समर्पयामि ॥

Blumen – Blumen darbringen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । पुष्पाणि समर्पयामि ॥

Rauch – Rauch zeigen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । धूपम् आघ्रापयामि ॥

Licht – die Lampe zeigen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । दीपं दर्शयामि ॥

Speise – die Speisegabe hinstellen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ॥

Tambula – Tambula hinlegen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

Arati – die Arati-Flamme kreisen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ॥

Verneigung – die Hände falten und sich verneigen
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यो नमः । नमस्कारं समर्पयामि ॥

29. Die hundertacht Namen darbringen
1
ॐ भानवे नमः ।

2
ॐ हंसाय नमः ।

3
ॐ भास्कराय नमः ।

4
ॐ सूर्याय नमः ।

5
ॐ सूराय नमः ।

6
ॐ तमोहराय नमः ।

7
ॐ रथिने नमः ।

8
ॐ विश्वधृते नमः ।

9
ॐ अव्याप्त्रे नमः ।

10
ॐ हराय नमः ।

11
ॐ वेदमयाय नमः ।

12
ॐ विभवे नमः ।

13
ॐ सुधांशवे नमः ।

14
ॐ शुभ्रांशवे नमः ।

15
ॐ चन्द्राय नमः ।

16
ॐ अब्जनेत्रसमुद्भवाय नमः ।

17
ॐ ताराधिपाय नमः ।

18
ॐ रोहिणीशाय नमः ।

19
ॐ शम्भुमूर्तिकृतालयाय नमः ।

20
ॐ औषधीड्याय नमः ।

21
ॐ औषधीपतये नमः ।

22
ॐ ईश्वरधराय नमः ।

23
ॐ सुधानिधये नमः ।

24
ॐ सकलाह्लादनकराय नमः ।

25
ॐ भौमाय नमः ।

26
ॐ भूमिसुताय नमः ।

27
ॐ भूतमान्याय नमः ।

28
ॐ समुद्भवाय नमः ।

29
ॐ आर्याय नमः ।

30
ॐ अग्निकृते नमः ।

31
ॐ रोहिताङ्गकाय नमः ।

32
ॐ रक्तवस्त्रधराय नमः ।

33
ॐ शुचये नमः ।

34
ॐ मङ्गलाय नमः ।

35
ॐ अङ्गारकाय नमः ।

36
ॐ रक्तमालिने नमः ।

37
ॐ मायाविशारदाय नमः ।

38
ॐ बुधाय नमः ।

39
ॐ तारासुताय नमः ।

40
ॐ सौम्याय नमः ।

41
ॐ रोहिणीगर्भसंभूताय नमः ।

42
ॐ चन्द्रात्मजाय नमः ।

43
ॐ सोमवंशकराय नमः ।

44
ॐ श्रुतिविशारदाय नमः ।

45
ॐ सत्यसन्धाय नमः ।

46
ॐ सत्यसिन्धवे नमः ।

47
ॐ विधुसुताय नमः ।

48
ॐ विबुधाय नमः ।

49
ॐ विभवे नमः ।

50
ॐ वाक्कृते नमः ।

51
ॐ ब्राह्मणाय नमः ।

52
ॐ ब्रह्मणे नमः ।

53
ॐ धिषणाय नमः ।

54
ॐ शुभवेषधराय नमः ।

55
ॐ गीष्पतये नमः ।

56
ॐ गुरवे नमः ।

57
ॐ इन्द्रपुरोहिताय नमः ।

58
ॐ जीवाय नमः ।

59
ॐ निर्जरपूजिताय नमः ।

60
ॐ पीताम्बरालङ्कृताय नमः ।

61
ॐ भृगवे नमः ।

62
ॐ भार्गवसंभूताय नमः ।

63
ॐ निशाचरगुरवे नमः ।

64
ॐ कवये नमः ।

65
ॐ भृत्यखेदहराय नमः ।

66
ॐ भृगुसुताय नमः ।

67
ॐ वर्षकृते नमः ।

68
ॐ दीनराज्यदाय नमः ।

69
ॐ शुक्राय नमः ।

70
ॐ शुक्रस्वरूपाय नमः ।

71
ॐ राज्यदाय नमः ।

72
ॐ लयकृते नमः ।

73
ॐ कोणाय नमः ।

74
ॐ शनैश्चराय नमः ।

75
ॐ मन्दाय नमः ।

76
ॐ छायाहृदयनन्दनाय नमः ।

77
ॐ मार्ताण्डजाय नमः ।

78
ॐ पङ्गवे नमः ।

79
ॐ भानुतनूद्भवाय नमः ।

80
ॐ यमानुजाय नमः ।

81
ॐ अदीप्यकृते नमः ।

82
ॐ नीलाय नमः ।

83
ॐ सूर्यवंशजाय नमः ।

84
ॐ निर्माणदेहाय नमः ।

85
ॐ राहवे नमः ।

86
ॐ स्वर्भानवे नमः ।

87
ॐ आदित्यचन्द्रद्वेषिणे नमः ।

88
ॐ भुजङ्गमाय नमः ।

89
ॐ सिंहिदेशाय नमः ।

90
ॐ गुणवते नमः ।

91
ॐ रात्रिपतिपीडिताय नमः ।

92
ॐ अहिराजे नमः ।

93
ॐ शिरोहीनाय नमः ।

94
ॐ विषधराय नमः ।

95
ॐ महाकायाय नमः ।

96
ॐ महाभूताय नमः ।

97
ॐ ब्रह्मणे नमः ।

98
ॐ ब्रह्मसंभूताय नमः ।

99
ॐ रविकृते नमः ।

100
ॐ राहुरूपधृते नमः ।

101
ॐ केतवे नमः ।

102
ॐ केतुस्वरूपाय नमः ।

103
ॐ खेचराय नमः ।

104
ॐ कग्रुतालयाय नमः ।

105
ॐ ब्रह्मविदे नमः ।

106
ॐ ब्रह्मपुत्राय नमः ।

107
ॐ कुमारकाय नमः ।

108
ॐ ब्राह्मणप्रीताय नमः ।

30. Das Gebet an die neun Grahas
Strophe 1
जपाकुसुमसंकाशं काश्यपेयं महाद्युतिम् ।
तमो ऽरिं सर्वपापघ्नं प्रणतो ऽस्मि दिवाकरम् ॥

Strophe 2
दधिशङ्खतुषाराभं क्षीरार्णवसंभवम् ।
नमामि शशिनं सोमं शम्भोर्मुकुटभूषणम् ॥

Strophe 3
धरणीगर्भसंभूतं विद्युत्कान्तिसमप्रभम् ।
कुमारं शक्तिहस्तं च मङ्गलं प्रणमाम्य् अहम् ॥

Strophe 4
प्रियङ्गुकलिकाश्यामं रूपेणाप्रतिमं बुधम् ।
सौम्यं सौम्यगुणोपेतं तं बुधं प्रणमाम्य् अहम् ॥

Strophe 5
देवानां च ऋषीणां च गुरुं काञ्चनसंनिभम् ।
बुद्धिभूतं त्रिलोकेशं तं नमामि बृहस्पतिम् ॥

Strophe 6
हिमकुन्दमृणालाभं दैत्यानां परमं गुरुम् ।
सर्वशास्त्रप्रवक्तारं भार्गवं प्रणमाम्य् अहम् ॥

Strophe 7
नीलाञ्जनसमाभासं रविपुत्रं यमाग्रजम् ।
छायामार्तण्डसंभूतं तं नमामि शनैश्चरम् ॥

Strophe 8
अर्धकायं महावीर्यं चन्द्रादित्यविमर्दनम् ।
सिंहिकागर्भसंभूतं तं राहुं प्रणमाम्य् अहम् ॥

Strophe 9
पलाशपुष्पसंकाशं तारकग्रहमस्तकम् ।
रौद्रं रौद्रात्मकं घोरं तं केतुं प्रणमाम्य् अहम् ॥

31. Verneigung und Bitte um Frieden
ब्रह्मा मुरारिस् त्रिपुरान्तकारी भानुः शशी भूमिसुतो बुधश् च ।
गुरुश् च शुक्रः शनिर् राहुकेतवः सर्वे ग्रहाः शान्तिकरा भवन्तु ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं समर्चनम् ।
मया कृतं च यत् तद् भोः क्षमध्वं ग्रहदेवताः ॥
अनेन पूजनेन श्रीसूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताः प्रीयन्ताम् ॥

32. Boden und Linien
ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥

33. Feuer einsetzen
चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः हव्यवाहननामानम् अग्निं स्थापयामि ॥

34. Brahma-Sitz
अस्मिन् नवग्रहशान्तिहोमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

35. Wasser und Pranita-Gefäß
ॐ वं वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

36. Zustimmung der göttlichen Kräfte
ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ देव सवितः प्रसुव ॥

37. Agni-Nyasa
ॐ रं हृदयाय नमः ।
ॐ रीं शिरसे स्वाहा ।
ॐ रूं शिखायै वषट् ।
ॐ रैं कवचाय हुं ।
ॐ रौं नेत्रत्रयाय वौषट् ।
ॐ रः अस्त्राय फट् ।
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ इति दिग्बन्धः ॥

38. Agni betrachten
मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् ।
द्विशीर्षकं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ॥
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा ।
अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥

39. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
ॐ अग्नये नमः । ॐ जातवेदसे नमः । ॐ सहोजसे नमः । ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः । ॐ नर्यापसे नमः । ॐ पङ्क्तिराधसे नमः । ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ श्रीयज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः ।
सर्वेभ्यः श्रीवैष्णवेभ्यो नमः । सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ॥

40. Hüter der Richtungen
ॐ इन्द्राय नमः । ॐ अग्नये नमः । ॐ यमाय नमः । ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः । ॐ वायवे नमः । ॐ सोमाय नमः । ॐ ईशानाय नमः ॥

41. Brennholz darbringen
अस्मिन् नवग्रहशान्तिहोमकर्मणि ब्रह्मन्न् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ॥

42. Erste Ghee-Ströme und Gaben
ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्रायेदं न मम ।
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥

43. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् नवग्रहशान्तिहोमकर्मणि सङ्कल्पप्रभृति एतत्क्षणपर्यन्तं मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

44. Die drei Feuerdarbringungen für Surya
Gabe 1
आ सत्येन रजसा वर्तमानो निवेशयन्न् अमृतं मर्त्यं च ।
हिरण्ययेन सविता रथेना देवो याति भुवना विपश्यन् स्वाहा ॥

Gabe 2
अग्निं दूतं वृणीमहे होतारं विश्ववेदसम् । अस्य यज्ञस्य सुक्रतुं स्वाहा ॥

Gabe 3
येषाम् ईशे पशुपतिः पशूनां चतुष्-पदाम् उत च द्विपदाम् । निष्क्रीतोऽयं यज्ञियं भागम् एतु रायस्-पोषा यजमानस्य सन्तु स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितआदित्यग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
आदित्यग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

45. Die drei Feuerdarbringungen für Chandra
Gabe 4
आप्यायस्व समेतु ते विश्वतः सोम वृष्णियम् ।
भवा वाजस्य संगथे स्वाहा ॥

Gabe 5
अप्सु मे सोमो अब्रवीदन्तर्-विश्वानि भेषजा । अग्निञ्च विश्व शंभुवम् आपश्च विश्व भेषजीः स्वाहा ॥

Gabe 6
गौरीम् इमाय सलिलानि तक्षत्-येकपदी द्विपदी सा चतुष्पदी । अष्टा-पदी नव-पदी बभूवुषी सहस्राक्षरा परमे व्योमन् स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितचन्द्रग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
चन्द्रग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

46. Die drei Feuerdarbringungen für Mangala
Gabe 7
अग्निर् मूर्धा दिवः ककुत्पतिः पृथिव्या अयम् ।
अपां रेतांसि जिन्वति स्वाहा ॥

Gabe 8
स्योना पृथिवि भवा-नृक्षरा निवेशनी । यच्छानश्-शर्म सप्रथाः स्वाहा ॥

Gabe 9
क्षेत्रस्य पतिना वयं हितेनेव जयामसि । गामश्वं पोषयित्न्व् आ स नो मृडात् ईदृशे स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितअङ्गारकग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
अङ्गारकग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

47. Die drei Feuerdarbringungen für Budha
Gabe 10
उद्बुध्यस्वाग्ने प्रति जागृह्य् एनम् इष्टापूर्ते संसृजेथाम् अयं च ।
पुनः कृण्वंस् त्वा पितरं युवानम् अन्वातांसीत् त्वयि तन्तुम् एतम् स्वाहा ॥

Gabe 11
इदं विष्णुर् विचक्रमे त्रेधा निदधे पदम् । समूढम् अस्य पांसुरे स्वाहा ॥

Gabe 12
विष्णोर् अराटम् असि विष्णोः पृष्ठम् असि विष्णोः श्नप्त्रेस्थो विष्णोस्-स्यूरसि विष्णोर् ध्रुवम्-असि वैष्णवम्-असि विष्णवे त्वा स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितबुधग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
बुधग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

48. Die drei Feuerdarbringungen für Brihaspati
Gabe 13
बृहस्पते अति यद् अर्यो अर्हाद् द्युमद् विभाति क्रतुमज् जनेषु ।
यद् दीदयच् छवस ऋतप्रजात तद् अस्मासु द्रविणं धेहि चित्रम् स्वाहा ॥

Gabe 14
इन्द्र मरुत्व इह पाहि सोमं यथा शार्याते अपिबस्-सुतस्य । तव प्रणीती तव शूर- शर्मन्-नाविवा सन्ति कवयस्-सुयज्ञाः स्वाहा ॥

Gabe 15
ब्रह्म जज्ञानं प्रथमं पुरस्ताद् विसीमतस्-सुरुचो वेन आवः । सुबुध्निया उपमा अस्य विष्ठास्-सतश्च योनिम् असतश्च विवः स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितबृहस्पतिग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
बृहस्पतिग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

49. Die drei Feuerdarbringungen für Shukra
Gabe 16
प्र वः शुक्राय भानवे भरध्वं हव्यं मतिं चाग्नये सुपूतम् ।
यो दैव्यानि मानुषा जनूंष्य् अन्तर् विश्वानि विद्मना जिगाति स्वाहा ॥

Gabe 17
इन्द्राणीम् आसु नारिषु सुपत्नीम् अहम् अश्रवम् । न ह्यस्या अपरञ्चन जरसा मरते पतिः स्वाहा ॥

Gabe 18
इन्द्रं वो विश्वतस्पति हवामहे जनेभ्यः । अस्माकम् अस्तु केवलः स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितशुक्रग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
शुक्रग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

50. Die drei Feuerdarbringungen für Shani
Gabe 19
शं नो देवीर् अभिष्टय आपो भवन्तु पीतये ।
शं योर् अभि स्रवन्तु नः स्वाहा ॥

Gabe 20
प्रजापते न त्वदेतान्यन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव । यत् कामस्ते जुहुमस्तन्नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा ॥

Gabe 21
इमं यम प्रस्तरमा हि सीदाङ्गिरोभिः पितृभिः संविदानः । आ त्वा मन्त्राः कविशस्ता वहन्त्वेना राजन् हविषा मादयस्व स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितशनैश्चरग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
शनैश्चरग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

51. Die drei Feuerdarbringungen für Rahu
Gabe 22
कया नश् चित्र आ भुवद् ऊती सदावृधः सखा ।
कया शचिष्ठया वृता स्वाहा ॥

Gabe 23
आयङ्-गौः पृश्निर्-अक्रमीदसनन्-मातरं पुनः । पितरञ्च प्रयन्त्-सुवः स्वाहा ॥

Gabe 24
यत्ते देवी निरृतिर् आबबन्ध दाम ग्रीवास्वविचर्त्यम् । इदं ते तद्-विष्याम्यायुषो न मध्यादथा जीवः पितुमद्धि प्रमुक्तः स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितराहुग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
राहुग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

52. Die drei Feuerdarbringungen für Ketu
Gabe 25
केतुं कृण्वन्न् अकेतवे पेशो मर्या अपेशसे ।
सम् उषद्भिर् अजायथाः स्वाहा ॥

Gabe 26
ब्रह्मा देवानां पदवीः कवीनां ऋषिर् विप्राणां महिषो मृगाणाम् । श्येनो गृध्राणां स्वधितिर् वनानां सोमः पवित्रम् अत्येति रेभन् स्वाहा ॥

Gabe 27
सचित्र चित्रं चितयन् तमस्मे चित्र क्षत्र चित्रतमं वयोधाम् । चन्द्रं रयिं पुरुवीरं बृहन्तं चन्द्र चन्द्राभिर् गृणते युवस्य स्वाहा ॥
अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितकेतुग्रहप्रसादसिद्धिर् अस्तु ।
केतुग्रहदोषो निर्दोषो अस्तु ॥

53. Die sechs Begleitgottheiten im Feuer ehren
Gabe 28 – Durga
जातवेदसे सुनवाम सोमम् अरातीयतो निदहाति वेदः ।
स नः पर्षद् अति दुर्गाणि विश्वा नावेव सिन्धुं दुरितात्य् अग्निः स्वाहा ॥

Gabe 29 – Ganesha
गणानां त्वा गणपतिं हवामहे कविं कवीनाम् उपमश्रवस्तमम् ।
ज्येष्ठराजं ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः शृण्वन्न् ऊतिभिः सीद सादनम् स्वाहा ॥

Gabe 30 – Kshetrapala
क्षेत्रस्य पतिना वयं हितेनेव जयामसि ।
गाम् अश्वं पोषयित्न्व् आ स नो मृडात् ईदृशे स्वाहा ॥

Gabe 31 – Indra als Abhayankara
स्वस्तिदा विशस्पतिर् वृत्रहा विमृधो वशी ।
वृषेन्द्रः पुर एतु नः स्वस्तिदा अभयङ्करः स्वाहा ॥

Gabe 32 – Vastu Purusha
वास्तोष्पते प्रति जानीह्य् अस्मान् स्वावेशो अनमीवो भवा नः ।
यत् त्वेमहे प्रति तन् नो जुषस्व शं नो एधि द्विपदे शं चतुष्पदे स्वाहा ॥

Gabe 33 – Tryambaka
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम् ।
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् स्वाहा ॥

54. Die siebenundzwanzig Nakshatra-Gaben
तद् अश्विनाव् अश्वयुजोपयाताम् । शुभङ्गमिष्ठौ सुयमेभिर् अश्वैः ।
स्वं नक्षत्रं हविषा यजन्तौ । मध्वा संपृक्तौ यजुषा समक्तौ ।
यौ देवानां भिषजौ हव्यवाहौ । विश्वस्य दूताव् अमृतस्य गोपौ ।
तौ नक्षत्रं जुजुषाणोपयाताम् । नमो ऽश्विभ्यां कृणुमो ऽश्वयुग्भ्याम् ॥
ॐ अश्विन्यै स्वाहा ।
ॐ भरण्यै स्वाहा ।
ॐ कृत्तिकायै स्वाहा ।
ॐ रोहिण्यै स्वाहा ।
ॐ मृगाय स्वाहा ।
ॐ आर्द्रायै स्वाहा ।
ॐ पुनर्वसवे स्वाहा ।
ॐ पुष्याय स्वाहा ।
ॐ आश्लेषायै स्वाहा ।
ॐ मघायै स्वाहा ।
ॐ पूर्वफल्गुन्यै स्वाहा ।
ॐ उत्तरफल्गुन्यै स्वाहा ।
ॐ हस्ताय स्वाहा ।
ॐ चित्रायै स्वाहा ।
ॐ स्वात्यै स्वाहा ।
ॐ विशाखायै स्वाहा ।
ॐ अनुराधायै स्वाहा ।
ॐ ज्येष्ठायै स्वाहा ।
ॐ मूलाय स्वाहा ।
ॐ पूर्वाषाढायै स्वाहा ।
ॐ उत्तराषाढायै स्वाहा ।
ॐ श्रवणाय स्वाहा ।
ॐ धनिष्ठायै स्वाहा ।
ॐ शतभिषायै स्वाहा ।
ॐ पूर्वभाद्रायै स्वाहा ।
ॐ उत्तरभाद्रायै स्वाहा ।
ॐ रेवत्यै स्वाहा ।
हुतं मया च हुतं यद् यद् देवताकं तत् तद् देवताभ्य इदं न मम ॥

55. Prajapati und die drei Welten
प्रजापते न त्वद् एतान्य् अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव ।
यत्कामास् ते जुहुमस् तन् नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ॥

56. Svishtakrit
यद् अस्य कर्मणो ऽत्यरीरिचं यद् वा न्यूनम् इहाकरम् ।
अग्निष् टत् स्विष्टकृद् विद्वान् सर्वं स्विष्टं सुहुतं करोतु स्वाहा ।
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥

57. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः संस्रावभागेभ्य इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

58. Nicht bemerkte Fehler übergeben
अस्मिन् नवग्रहशान्तिहोमकर्मण्य् अविज्ञातप्रायश्चित्तादीनि करिष्ये ।
अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
पुरुषसंमितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसंमितः ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः ।
अग्निष् टद् धोता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नय इदं न मम ॥

59. Abschließende Bereinigungsgaben
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् होमकर्मणि मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ श्रीविष्णवे स्वाहा । विष्णवे परमात्मन इदं न मम ।
ॐ रुद्राय पशुपतये स्वाहा । रुद्राय पशुपतय इदं न मम ॥

60. Purnahuti
अस्य नवग्रहशान्तिहोमकर्मणः सम्पूर्णफलप्राप्त्यर्थं हव्यवाहननामाग्नौ पूर्णाहुतिं होष्यामि ।
तदनन्तरं साङ्गतसिद्ध्यर्थं वसोर्धारां होष्यामि ।
ॐ पूर्णाहुतिम् उत्तमां जुहोति । सर्वं वै पूर्णाहुतिः । सर्वम् एवाप्नोति ।
अथो इयं वै पूर्णाहुतिः । अस्याम् एव प्रतितिष्ठति स्वाहा । अग्नये वौषट् ॥

61. Vasordhara
ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि ।
सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा ।
अग्नये सप्तवत इदं न मम ॥

62. Abschließendes Besprengen
अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
देव सवितः प्रासावीः ॥

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

64. Wasser in die Richtungen geben
प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥

65. Agni danken und nach innen zurücknehmen
ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥

66. Die Schlussgebete
नमस्ते गार्हपत्याय नमस्ते दक्षिणाग्नये ।
नम आहवनीयाय महावेद्यै नमो नमः ॥
काण्डद्वयोपपाद्याय कर्मब्रह्मस्वरूपिणे ।
स्वर्गापवर्गरूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधवानन्त केशव ।
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमो ऽस्तु ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥
प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः सम्पूर्णं स्याद् इति श्रुतिः ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपोयज्ञक्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥

67. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यः नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

den Nakshatra-Gottheiten
ॐ नक्षत्रदेवताभ्यः नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

Ganesha
ॐ गणपतये नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

Brahma
ॐ ब्रह्मणे नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

68. Segen und Dank
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद् यच् छ्रेयस्करं लोके तत् तद् अस्तु सदा तव ॥


Deutsche Gesamtbedeutung
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.

1. Guru und Frieden
Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung
Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Navagraha-Shanti-Homa auszuführen.

3. Das persönliche Anliegen nennen
Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich nach meinen Möglichkeiten Graha-Shanti für mich und meine Familie: zur Läuterung, zur Freude des höchsten Herrn, zur Befriedung belastender Konstellationen im Geburts-, Jahres- und Transitbild; für Wohlergehen, Beständigkeit, langes Leben, Gesundheit, Furchtlosigkeit, Kraft und inneren Frieden, für Gedeihen und heilsame Erfüllung. Günstige Stellungen mögen ihre guten Früchte entfalten, schwierige mögen günstig werden. Durch die Gnade der neun Grahas samt ihren zugeordneten Gottheiten mögen Dharma, Artha, Kama und Moksha gedeihen. Zunächst verehre ich Ganesha und vollziehe die Wassersegung für Herz, Körper, Platz und Geräte.

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Ganesha-Gabe 1: Sitz
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.

Ganesha-Gabe 5: Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.

Ganesha-Gabe 7: Gewand
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.

Ganesha-Gabe 10: Duft
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.

Ganesha-Gabe 12: Girlande
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen
Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet
Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

8. Varuna anrufen
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

10. Varunas Namen und letzte Gaben
Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

11. Die Anwesenden stimmen ein
Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

13. Segenswünsche über dem Gefäß
Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

14. Belastendes abgeben
Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

15. Die Segnung weitet sich
Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

17. Surya im Mandala einladen
Surya – vedischer Vers
Savitar bewegt sich durch den Raum, ordnet Unsterbliche und Sterbliche und fährt auf seinem goldenen Wagen, alle Welten überschauend.

Surya – Einladung
Ich betrachte Surya mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Surya – Gayatri
Den Strahlenden erkennen wir, über den Schöpfer großen Glanzes meditieren wir; Aditya möge unsere Einsicht anregen.

18. Chandra im Mandala einladen
Chandra – vedischer Vers
Wachse, Soma; von allen Seiten sammle sich deine Kraft. Sei uns Stärke bei der Gewinnung von Fülle.

Chandra – Einladung
Ich betrachte Chandra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Chandra – Gayatri
Den Schöpfer der Nacht erkennen wir, über den mit Nektar in der Hand meditieren wir; Chandra möge unsere Einsicht anregen.

19. Mangala im Mandala einladen
Mangala – vedischer Vers
Agni ist das Haupt des Himmels und der Gipfel, Herr dieser Erde; er belebt die Samenkräfte der Wasser.

Mangala – Einladung
Ich betrachte Mangala mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Mangala – Gayatri
Angaraka erkennen wir, über den Sohn der Erde meditieren wir; Kuja möge unsere Einsicht anregen.

20. Budha im Mandala einladen
Budha – vedischer Vers
Erwache, Agni, wache über diesen Menschen. Opfer und gemeinnütziges Tun mögen sich mit ihm verbinden. Indem er dich, den Vater, wieder jung macht, führt er in dir diesen Lebensfaden fort.

Budha – Einladung
Ich betrachte Budha mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Budha – Gayatri
Den Sanftmut Wirkenden erkennen wir, über den Sohn Somas meditieren wir; Budha möge unsere Einsicht anregen.

21. Brihaspati im Mandala einladen
Brihaspati – vedischer Vers
Brihaspati, wenn deine verehrungswürdige, einsichtsvolle Kraft unter Menschen hell leuchtet: Aus der Wahrheit Geborener, schenke uns jenen vielfältigen Reichtum, der in Macht erstrahlt.

Brihaspati – Einladung
Ich betrachte Brihaspati mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Brihaspati – Gayatri
Angirasa erkennen wir, über den Herrn der Rede meditieren wir; Jiva möge unsere Einsicht anregen.

22. Shukra im Mandala einladen
Shukra – vedischer Vers
Bringt dem hellen, strahlenden Agni die Gabe und das reine Gebet dar. Mit seinem Wissen durchdringt er alle göttlichen und menschlichen Geschlechter.

Shukra – Einladung
Ich betrachte Shukra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shukra – Gayatri
Bhargava erkennen wir, über den Herrn des Wissens meditieren wir; Shukra möge unsere Einsicht anregen.

23. Shani im Mandala einladen
Shani – vedischer Vers
Die göttlichen Wasser seien uns zur Hilfe und zum Trinken heilsam. Sie mögen uns Heil und Wohlergehen zufließen lassen.

Shani – Einladung
Ich betrachte Shani mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shani – Gayatri
Den langsam Wandelnden erkennen wir, über Chayas Sohn meditieren wir; Manda möge unsere Einsicht anregen.

24. Rahu im Mandala einladen
Rahu – vedischer Vers
Mit welchem wunderbaren Beistand kommt unser immer stärkender Freund zu uns? Von welcher machtvollsten Hilfe ist er umgeben?

Rahu – Einladung
Ich betrachte Rahu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Rahu – Gayatri
Simhikas Sohn erkennen wir, über den Rauchfarbenen meditieren wir; Rahu möge unsere Einsicht anregen.

25. Ketu im Mandala einladen
Ketu – vedischer Vers
Ein Zeichen machend für das Zeichenlose, Gestalt für das Gestaltlose, seid ihr, ihr Helden, gemeinsam mit den Morgenröten geboren.

Ketu – Einladung
Ich betrachte Ketu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Ketu – Gayatri
Brahmas Sohn erkennen wir, über den Vielfarbigen meditieren wir; Ketu möge unsere Einsicht anregen.

26. Die sechs schützenden Begleitgottheiten einladen
Durga
Dem alles erkennenden Agni bereiten wir Soma; er verbrennt die feindliche Macht. Er führe uns über alle Schwierigkeiten, wie ein Boot über den Strom. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Durga und lade die göttliche Gegenwart ein. Ich richte ihren Sitz ein.

Ganesha
Dich, Herrn der Scharen, rufen wir an: Seher der Seher, unvergleichlich gerühmt, höchsten König der heiligen Worte. Herr des Gebets, höre uns, komm mit deinem Beistand und nimm deinen Sitz ein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Ganesha und lade die göttliche Gegenwart ein.

Kshetrapala
Mit dem Herrn des Feldes gewinnen wir wie durch einen Freund Nahrung für Kühe und Pferde; möge er uns darin gnädig sein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Kshetrapala und lade die göttliche Gegenwart ein.

Indra als Abhayankara
Der Wohlergehen schenkende Herr des Volkes, Vritras Überwinder und mächtiger Besieger des Widerstands, der kraftvolle Indra, gehe uns voran und schenke Heil und Furchtlosigkeit. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Indra als Abhayankara und lade die göttliche Gegenwart ein.

Vastu Purusha
Herr der Wohnstatt, erkenne uns an; schenke guten Eintritt und Freiheit von Krankheit. Nimm an, worum wir dich bitten, und sei Menschen und Tieren heilsam. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Vastu Purusha und lade die göttliche Gegenwart ein.

Tryambaka
Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich betrachte Tryambaka und lade die göttliche Gegenwart ein.

27. Die Nakshatras einladen
Die beiden Ashvins mögen herkommen, die Pferde anspannend, mit gut gelenkten Rossen auf heilsamem Weg. Sie verehren ihren Stern mit der Gabe, mit Süße verbunden und mit dem Opferwort geeint. Sie sind Ärzte der Götter, Träger der Gaben, Boten des Alls und Hüter des Unsterblichen. Freudig mögen sie zu ihrem Stern kommen. Den beiden Ashvins, den Rosselenkern, erweisen wir Verehrung. Ich betrachte die Gottheiten der Nakshatras, beginnend mit Ashvini, und lade sie ein.

28. Die sechzehn Dienste für das ganze Mandala
Sitz – Akshata niederlegen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete einen Sitz dar.

Fußwasser – Wasser in die Auffangschale reichen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Fußwasser dar.

Ehrenwasser – eine weitere Wassergabe reichen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Ehrenwasser dar.

Mundwasser – eine kleine Wassergabe reichen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Mundwasser dar.

Bad – die Blütenplätze sparsam besprengen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete ein Bad dar.

Gewand – Akshata als Gewand hinlegen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Reis als Gewand dar.

Heilige Schnur – Akshata als Schnur hinlegen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete die heilige Schnur dar.

Schmuck – Akshata als Schmuck hinlegen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Reis als Schmuck dar.

Duft – Sandelpaste auf die Gabeplatte setzen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Duft dar.

Blumen – Blumen darbringen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Blumen dar.

Rauch – Rauch zeigen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich lasse den Duft des Rauchs darbringen.

Licht – die Lampe zeigen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich zeige Licht.

Speise – die Speisegabe hinstellen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Speise dar.

Tambula – Tambula hinlegen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich biete Tambula dar.

Arati – die Arati-Flamme kreisen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich zeige das Kampferlicht.

Verneigung – die Hände falten und sich verneigen
Verehrung den Gottheiten des Mandalas der neun Grahas, beginnend mit Surya. Ich bringe meine Verneigung dar.

29. Die hundertacht Namen darbringen
1
Verehrung dem Leuchtenden.

2
Verehrung dem Hamsa.

3
Verehrung dem Lichtschöpfer.

4
Verehrung Surya.

5
Verehrung dem Helden.

6
Verehrung dem Vertreiber der Dunkelheit.

7
Verehrung dem Wagenfahrer.

8
Verehrung dem Träger des Alls.

9
Verehrung Avyaptri, dem so benannten Graha.

10
Verehrung dem Fortnehmenden.

11
Verehrung dem aus dem Veda Bestehenden.

12
Verehrung dem Mächtigen.

13
Verehrung dem Nektarstrahlenden.

14
Verehrung dem Hellstrahlenden.

15
Verehrung Chandra.

16
Verehrung dem aus dem Lotusauge Entstandenen.

17
Verehrung dem Herrn der Sterne.

18
Verehrung dem Herrn Rohinis.

19
Verehrung dem auf Shambhus Gestalt Wohnenden.

20
Verehrung dem von Heilkräutern Gepriesenen.

21
Verehrung dem Herrn der Heilkräuter.

22
Verehrung dem Träger des Herrn.

23
Verehrung dem Schatz des Nektars.

24
Verehrung dem Erfreuer aller.

25
Verehrung dem Erdgeborenen.

26
Verehrung dem Sohn der Erde.

27
Verehrung dem von den Wesen Geehrten.

28
Verehrung dem Hervorgegangenen.

29
Verehrung dem Edlen.

30
Verehrung dem Feuerwirkenden.

31
Verehrung dem Rotgliedrigen.

32
Verehrung dem Träger roter Kleider.

33
Verehrung dem Reinen.

34
Verehrung Mangala, dem Glückverheißenden.

35
Verehrung Angaraka.

36
Verehrung dem Träger einer roten Girlande.

37
Verehrung dem Kenner der Maya.

38
Verehrung Budha.

39
Verehrung dem Sohn Taras.

40
Verehrung dem Sanften.

41
Verehrung dem aus Rohinis Schoß Hervorgegangenen.

42
Verehrung dem Sohn des Mondes.

43
Verehrung dem Begründer der Soma-Linie.

44
Verehrung dem Kenner der heiligen Offenbarung.

45
Verehrung dem Wahrhaftigen.

46
Verehrung dem Meer der Wahrheit.

47
Verehrung dem Sohn des Mondes.

48
Verehrung dem Weisen.

49
Verehrung dem Mächtigen.

50
Verehrung dem Schöpfer der Rede.

51
Verehrung dem Brahmanen.

52
Verehrung Brahman.

53
Verehrung Dhisana, der Weisheit.

54
Verehrung dem Träger guter Gewänder.

55
Verehrung dem Herrn der Rede.

56
Verehrung dem Guru.

57
Verehrung Indras Hauspriester.

58
Verehrung Jiva, dem Lebendigen.

59
Verehrung dem von den Unsterblichen Verehrten.

60
Verehrung dem mit gelbem Gewand Geschmückten.

61
Verehrung Bhrigu.

62
Verehrung dem aus Bhrigu Hervorgegangenen.

63
Verehrung dem Lehrer der Nachtwandler.

64
Verehrung dem Seher und Dichter.

65
Verehrung dem Löser des Kummers seiner Diener.

66
Verehrung dem Sohn Bhrigus.

67
Verehrung dem Regenwirkenden.

68
Verehrung dem Königreiche an Bedürftige Schenkenden.

69
Verehrung Shukra, dem Hellen.

70
Verehrung dem Wesen der Helligkeit.

71
Verehrung dem Schenker von Herrschaft.

72
Verehrung dem Auflösenden.

73
Verehrung Kona.

74
Verehrung dem langsam Wandelnden.

75
Verehrung Manda, dem Langsamen.

76
Verehrung dem Erfreuer von Chayas Herz.

77
Verehrung dem Sohn Martandas.

78
Verehrung dem Hinkenden.

79
Verehrung dem aus dem Leib der Sonne Hervorgegangenen.

80
Verehrung Yamas jüngerem Bruder.

81
Verehrung Adipyakrit, dem so benannten Graha.

82
Verehrung dem Dunkelblauen.

83
Verehrung dem in der Sonnenlinie Geborenen.

84
Verehrung dem mit geformtem Leib.

85
Verehrung Rahu.

86
Verehrung Svarbhanu.

87
Verehrung dem Gegner von Sonne und Mond.

88
Verehrung dem Schlangenartigen.

89
Verehrung Simhidesha, dem so benannten Graha.

90
Verehrung dem mit guten Eigenschaften Ausgestatteten.

91
Verehrung dem vom Herrn der Nacht Bedrängten.

92
Verehrung dem König der Schlangen.

93
Verehrung dem Hauptlosen.

94
Verehrung dem Giftträger.

95
Verehrung dem Großleibigen.

96
Verehrung dem großen Wesen.

97
Verehrung Brahman.

98
Verehrung dem aus Brahman Hervorgegangenen.

99
Verehrung dem Sonnenwirkenden.

100
Verehrung dem Träger der Rahu-Gestalt.

101
Verehrung Ketu.

102
Verehrung dem Wesen Ketus.

103
Verehrung dem im Raum Wandelnden.

104
Verehrung Kagrutalaya, dem so benannten Graha.

105
Verehrung dem Kenner Brahmans.

106
Verehrung dem Sohn Brahmas.

107
Verehrung dem jugendlichen Knaben.

108
Verehrung dem den Brahmanen Lieben.

30. Das Gebet an die neun Grahas
Strophe 1
Ich verneige mich vor dem Tagesmacher, der wie die rote Japa-Blüte leuchtet, Kashyapas Sohn, von großem Glanz, Feind der Dunkelheit und Löser aller Verfehlungen.

Strophe 2
Ich verehre Soma, den Mond, weiß wie Joghurt, Muschel und Schnee, aus dem Milchozean hervorgegangen, Schmuck auf Shambhus Krone.

Strophe 3
Ich verneige mich vor Mangala, aus dem Schoß der Erde entstanden, blitzstrahlend, jugendlich, mit der Shakti-Waffe in der Hand.

Strophe 4
Ich verneige mich vor Budha, dunkel wie die Priyangu-Knospe, unvergleichlich schön, sanft und mit sanften Eigenschaften ausgestattet.

Strophe 5
Ich verehre Brihaspati, Lehrer der Götter und Seher, goldglänzend, Verkörperung der Einsicht und Herr der drei Welten.

Strophe 6
Ich verneige mich vor Bhargava, hell wie Schnee, Kunda-Blüte und Lotusfaser, höchster Lehrer der Daityas, Erklärer aller heiligen Lehren.

Strophe 7
Ich verehre Shani, dunkel wie blaue Augensalbe, Sohn der Sonne, älterer Bruder Yamas, aus Chaya und Martanda hervorgegangen.

Strophe 8
Ich verneige mich vor Rahu, dem Halbleibigen, von großer Kraft, Bedränger von Mond und Sonne, aus Simhikas Schoß hervorgegangen.

Strophe 9
Ich verneige mich vor Ketu, leuchtend wie die Palasha-Blüte, an der Spitze der Sterne und Grahas, von Rudras gewaltigem, ehrfurchtgebietendem Wesen.

31. Verneigung und Bitte um Frieden
Brahma, Vishnu, Shiva, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn, Rahu und Ketu: Alle Grahas mögen Frieden bewirken. Ihr Graha-Gottheiten, vergebt, was in meiner Verehrung an Mantra, Handlung oder Hingabe unvollkommen war. Möge diese Verehrung die Gottheiten des Navagraha-Mandalas erfreuen.

32. Boden und Linien
Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

33. Feuer einsetzen
Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Havyavahana, der Träger der Opfergaben.

34. Brahma-Sitz
Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Navagraha-Shanti-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

35. Wasser und Pranita-Gefäß
Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

36. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

37. Agni-Nyasa
Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

38. Agni betrachten
Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.

39. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

40. Hüter der Richtungen
Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

41. Brennholz darbringen
Brahman, in diesem Navagraha-Shanti-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

42. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

43. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

44. Die drei Feuerdarbringungen für Surya
Gabe 1
Savitar bewegt sich durch den Raum, ordnet Unsterbliche und Sterbliche und fährt auf seinem goldenen Wagen, alle Welten überschauend. Svaha.

Gabe 2
Wir wählen Agni als Boten, als Opferpriester, der alles kennt, als kundigen Vollzieher dieses Opfers. Svaha.

Gabe 3
Pashupati gebietet über die vierfüßigen und zweifüßigen Wesen. Der Ausgelöste komme zu seinem geheiligten Anteil; Fülle und Gedeihen seien dem Yajamana geschenkt. Svaha. Möge die Gnade Suryas samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

45. Die drei Feuerdarbringungen für Chandra
Gabe 4
Wachse, Soma; von allen Seiten sammle sich deine Kraft. Sei uns Stärke bei der Gewinnung von Fülle. Svaha.

Gabe 5
Soma hat mir gesagt: In den Wassern liegen alle Heilmittel, auch Agni, der allen wohltut; die Wasser tragen Heilung für alles. Svaha.

Gabe 6
Gauri formte und maß die Wasser: einfüßig, zweifüßig, vierfüßig, achtfüßig und neunfüßig geworden, tausendlautig im höchsten Raum. Svaha. Möge die Gnade Chandras samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

46. Die drei Feuerdarbringungen für Mangala
Gabe 7
Agni ist das Haupt des Himmels und der Gipfel, Herr dieser Erde; er belebt die Samenkräfte der Wasser. Svaha.

Gabe 8
Erde, sei uns freundlich, frei von Dornen und eine gute Wohnstatt. Breite dich aus und gewähre uns Schutz. Svaha.

Gabe 9
Mit dem Herrn des Feldes gewinnen wir wie durch einen Freund Nahrung für Kühe und Pferde; möge er uns darin gnädig sein. Svaha. Möge die Gnade Mangalas samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

47. Die drei Feuerdarbringungen für Budha
Gabe 10
Erwache, Agni, wache über diesen Menschen. Opfer und gemeinnütziges Tun mögen sich mit ihm verbinden. Indem er dich, den Vater, wieder jung macht, führt er in dir diesen Lebensfaden fort. Svaha.

Gabe 11
Vishnu durchschritt dies und setzte seinen Fuß dreifach; alles liegt im Staub seiner Schritte geborgen. Svaha.

Gabe 12
Du bist Vishnus Stirn, Vishnus Rücken; ihr steht an Vishnus Verbindungsstelle. Du bist Vishnus Naht und seine feste Stütze; Vishnu zugehörig bist du, Vishnu weihe ich dich. Svaha. Möge die Gnade Budhas samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

48. Die drei Feuerdarbringungen für Brihaspati
Gabe 13
Brihaspati, wenn deine verehrungswürdige, einsichtsvolle Kraft unter Menschen hell leuchtet: Aus der Wahrheit Geborener, schenke uns jenen vielfältigen Reichtum, der in Macht erstrahlt. Svaha.

Gabe 14
Indra mit den Maruts, trinke hier Soma, wie du ihn bei Sharyata trankst. Unter deiner Führung, Held, in deinem Schutz sind die weisen Opfernden wie in einem Boot geborgen. Svaha.

Gabe 15
Das heilige Wort entstand zuerst im Osten; Vena enthüllte von der Grenze her seinen schönen Glanz. Er erschloss seine tief gegründeten und hohen Stätten, den Schoß des Seienden und des Nichtseienden. Svaha. Möge die Gnade Brihaspatis samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

49. Die drei Feuerdarbringungen für Shukra
Gabe 16
Bringt dem hellen, strahlenden Agni die Gabe und das reine Gebet dar. Mit seinem Wissen durchdringt er alle göttlichen und menschlichen Geschlechter. Svaha.

Gabe 17
Unter diesen Frauen habe ich Indrani als eine gute Gattin rühmen hören; ihr Gatte stirbt auch im Alter nicht. Svaha.

Gabe 18
Für die Menschen rufen wir Indra, den Herrn von allen Seiten, an. Er sei ganz auf unserer Seite. Svaha. Möge die Gnade Shukras samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

50. Die drei Feuerdarbringungen für Shani
Gabe 19
Die göttlichen Wasser seien uns zur Hilfe und zum Trinken heilsam. Sie mögen uns Heil und Wohlergehen zufließen lassen. Svaha.

Gabe 20
Prajapati, niemand außer dir umfasst all diese entstandenen Wesen. Was wir uns wünschen, wenn wir dir opfern, werde uns zuteil; mögen wir Herren von Fülle sein. Svaha.

Gabe 21
Yama, setze dich auf dieses Graslager, vereint mit den Angiras-Sehern und den Ahnen. Die von Weisen gepriesenen Mantras mögen dich herführen; König, erfreue dich an dieser Gabe. Svaha. Möge die Gnade Shanis samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

51. Die drei Feuerdarbringungen für Rahu
Gabe 22
Mit welchem wunderbaren Beistand kommt unser immer stärkender Freund zu uns? Von welcher machtvollsten Hilfe ist er umgeben? Svaha.

Gabe 23
Diese bunte Kuh trat heran; erneut erreichte sie ihre Mutter und ging vorwärts zu ihrem Vater, dem Himmel. Svaha.

Gabe 24
Die unlösbare Schlinge, welche die Göttin Nirriti um deinen Hals band, löse ich hier, ohne dein Leben zu verkürzen. Lebe nun befreit und nimm Nahrung zu dir. Svaha. Möge die Gnade Rahus samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

52. Die drei Feuerdarbringungen für Ketu
Gabe 25
Ein Zeichen machend für das Zeichenlose, Gestalt für das Gestaltlose, seid ihr, ihr Helden, gemeinsam mit den Morgenröten geboren. Svaha.

Gabe 26
Brahma unter den Göttern, Führer der Seher, Rishi der Begeisterten, Büffel unter Wildtieren, Falke unter Raubvögeln, Axt unter Bäumen: Der laut erklingende Soma geht durch das Sieb. Svaha.

Gabe 27
Du Strahlender, wirke für uns das Wunderbare, Glanz der Herrschaft, stärkste Lebenskraft. Verbinde den Sänger mit leuchtendem, großem, heldenreichem Besitz und seinen glänzenden Kräften. Svaha. Möge die Gnade Ketus samt den zugehörigen Gottheiten gegenwärtig sein; die belastende Graha-Wirkung möge befriedet sein.

53. Die sechs Begleitgottheiten im Feuer ehren
Gabe 28 – Durga
Dem alles erkennenden Agni bereiten wir Soma; er verbrennt die feindliche Macht. Er führe uns über alle Schwierigkeiten, wie ein Boot über den Strom. Svaha.

Gabe 29 – Ganesha
Dich, Herrn der Scharen, rufen wir an: Seher der Seher, unvergleichlich gerühmt, höchsten König der heiligen Worte. Herr des Gebets, höre uns, komm mit deinem Beistand und nimm deinen Sitz ein. Svaha.

Gabe 30 – Kshetrapala
Mit dem Herrn des Feldes gewinnen wir wie durch einen Freund Nahrung für Kühe und Pferde; möge er uns darin gnädig sein. Svaha.

Gabe 31 – Indra als Abhayankara
Der Wohlergehen schenkende Herr des Volkes, Vritras Überwinder und mächtiger Besieger des Widerstands, der kraftvolle Indra, gehe uns voran und schenke Heil und Furchtlosigkeit. Svaha.

Gabe 32 – Vastu Purusha
Herr der Wohnstatt, erkenne uns an; schenke guten Eintritt und Freiheit von Krankheit. Nimm an, worum wir dich bitten, und sei Menschen und Tieren heilsam. Svaha.

Gabe 33 – Tryambaka
Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Svaha.

54. Die siebenundzwanzig Nakshatra-Gaben
Die beiden Ashvins mögen herkommen, die Pferde anspannend, mit gut gelenkten Rossen auf heilsamem Weg. Sie verehren ihren Stern mit der Gabe, mit Süße verbunden und mit dem Opferwort geeint. Sie sind Ärzte der Götter, Träger der Gaben, Boten des Alls und Hüter des Unsterblichen. Freudig mögen sie zu ihrem Stern kommen. Den beiden Ashvins, den Rosselenkern, erweisen wir Verehrung. Danach gilt je eine Gabe den 27 Nakshatras: Ashvini, Bharani, Krittika, Rohini, Mrigashirsha, Ardra, Punarvasu, Pushya, Ashlesha, Magha, Purva Phalguni, Uttara Phalguni, Hasta, Chitra, Svati, Vishakha, Anuradha, Jyeshtha, Mula, Purva Ashadha, Uttara Ashadha, Shravana, Dhanishtha, Shatabhisha, Purva Bhadrapada, Uttara Bhadrapada und Revati. Was ich welcher Gottheit geopfert habe, sei eben dieser Gottheit dargebracht, nicht mir.

55. Prajapati und die drei Welten
Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

56. Svishtakrit
Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

57. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

58. Nicht bemerkte Fehler übergeben
In diesem Navagraha-Shanti-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.

59. Abschließende Bereinigungsgaben
Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.

60. Purnahuti
Für die vollständige Frucht dieses Navagraha-Shanti-Homa bringe ich im Feuer Havyavahana die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

61. Vasordhara
Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

62. Abschließendes Besprengen
Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

64. Wasser in die Richtungen geben
Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

65. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

66. Die Schlussgebete
Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.

67. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
Verehrung den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

den Nakshatra-Gottheiten
Verehrung den Nakshatra-Gottheiten. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

Ganesha
Verehrung Ganesha. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

Brahma
Verehrung Brahma. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

68. Segen und Dank
Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

Quellen und verwandte Anleitungen

  • Pandit Srirama Ramanuja Achari (Sri Ram Sivan): Homa Sangraha – Based on Krishna Yajur Veda, Simha Publications, 7. November 2024, S. 36–48: Mandala, Anrufungen, Namensverehrung und vollständige Feuerfolge. Allgemeine Vorriten S. 3–13; Agnimukha und Uttaranga S. 13–21; Einordnung der Smarta-Homas S. 89.
  • Navagrahashtottarashatanamavali 2, Paralleltext bei Sanskrit Documents, redigiert von PSA Easwaran nach demselben Werk: zum orthografischen Abgleich der 108 Namen. Avyaptri, Adipyakrit, Simhidesha und Kagrutalaya werden als überlieferte Beinamen erhalten; ihre Wortableitung ist in dieser Fassung nicht eindeutig erklärt.
  • Navagraha Stotra, neun Anrufungsstrophen: orthografisch vereinheitlichte Fassung der im Homa Sangraha abgedruckten Strophen. Die traditionelle Namensreihe und das Stotra enthalten beim Verhältnis Shanis zu Yama unterschiedliche Beinamen; beide Texte bleiben in ihrer überlieferten Aussage erhalten.
  • Natha-Tradition, „Dhenu-Mudra“: Fingerkontakte zur im Feuerhandbuch genannten Geste.
  • Navagraha · Jyotisha · Shanti · Homa · Maha Ganapati Homa gemäß Homa Sangraha

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