Kali Akarshana mit einem Ritual zum Loslassen

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Kali Akarshana mit einem Ritual zum Loslassen verbindet das traditionelle Ritual mit einer eigenständigen spirituellen Alternative: Kali Ritual zum Loslassen einer unerwiderten Sehnsucht.

Die dreifache Krim-Formel gehört zu einer Reis-Anwendung des Kalika Hridaya. Die anschließende Alternative greift die sichtbare Geste des Öffnens auf, um Sehnsucht in Großzügigkeit und innere Freiheit zu verwandeln.

Einleitung aus Yoga-Vidya-Sicht

Sehnsucht nach Nähe gehört zum Menschsein. Akarshana verspricht traditionell, einen anderen Menschen heranzuziehen. Im Yoga lohnt sich die Frage, ob du einen bestimmten Menschen besitzen möchtest oder ob du für eine beiderseits gewünschte Verbindung offen bist. Freundlichkeit, aufmerksames Zuhören und der Mut, sich ehrlich zu zeigen, fördern Begegnung. Das Nein eines anderen bleibt ein Nein und mindert deinen eigenen Wert nicht.

Auch eine als karmisch empfundene Vertrautheit begründet keinen Anspruch. Vielleicht darf eine alte Bindung enden, damit neue Freiheit entsteht. Loslassen braucht manchmal Geduld; du musst Enttäuschung nicht überspielen. Eine erzwungene Bindung würde aus dieser yogischen Sicht neues leidvolles Karma nähren. Im dritten Kapitel des Yoga Sutra verbindet Patanjali die Sammlung auf Freundlichkeit mit deren Kraft und die Sammlung auf das Herz mit Erkenntnis des Geistes. Eine Herzensverbindung wird hier als liebevolle Aufmerksamkeit verstanden, nicht als Anspruch auf die Gedanken eines anderen. Die traditionelle Anziehungsanwendung wird bei Yoga Vidya nicht ausgeführt. Nach ihr findest du ein Ritual für Offenheit, Selbstachtung und Herzensverbindung.

Das traditionelle Ritual

Angerufene Gottheit: Kali

Vorbereitung und Umfang
Ungebrochene Reiskörner, eine Schale und Kali-Bild oder innere Vorstellung. Keine angegebene Körnerzahl und keine Japa-Gesamtzahl.

Mantra
krīṃ krīṃ krīṃ

Übersetzung und Bedeutung: Dreimal das Kali-Bija krīṃ. Die dreifache Silbe ist die Gestalt einer Formel; sie bedeutet nicht automatisch drei vollständige Japa-Durchgänge.

Ritualabfolge

  1. Lege ungebrochenen Reis, Akshata, bereit. Die Stelle verlangt keine bestimmte Färbung.
  2. Vergegenwärtige Kali und sprich die Folge krīṃ krīṃ krīṃ über den Körnern. Drei Silben bilden eine vollständige Formel; sie sind nicht schon drei Formeldurchgänge.
  3. Die Quelle lässt die besprochenen Körner anschließend ausstreuen beziehungsweise werfen. Eine bestimmte Richtung, Entfernung oder Berührung der Zielperson ist in diesem Vers nicht vorgeschrieben.
  4. Mit dieser Geste wird die Absicht des Heranziehens verbunden. Der Text verheißt das Herankommen einer Frau selbst aus großer Entfernung.
  5. Beende den Ritus nach der Geste. Eine weitere Blüten-, Tilaka- oder Homa-Anwendung wird nicht aus den Nachbarversen hinzugefügt.

Spirituelle Alternative: Kali Ritual zum Loslassen einer unerwiderten Sehnsucht

Die folgende Andacht ist eine neu zusammengestellte Praxis im Sinne von Yoga Vidya. Dauer und Wiederholungszahlen sind Vorschläge für diese Fassung; sie ist keine festgelegte Yoga-Vidya-Liturgie.

Gottheit: Kali
Vorbereitung: Dauer etwa 20 Minuten. Kali-Bild, zwölf trockene Reiskörner, kleine Schale, Blüte, Papier, Stift und Mala. 108 Wiederholungen.

Mantra
oṃ śrīmahākālikāyai namaḥ

Bedeutung: Om. Verehrung der erhabenen großen Kali.

Zählweise: Eine Wiederholung umfasst die ganze ausgeschriebene Formel. Die unten beschriebene Folge umfasst insgesamt 108 Wiederholungen dieses Mantras.

1. Ankommen und Sankalpa
Richte den beschriebenen Platz her, wasche die Hände und nimm eine bequeme Haltung ein. Lass fünf Atemzüge ruhig kommen und gehen. Formuliere dann den Sankalpa:

„Ich achte meine Sehnsucht und die Freiheit des anderen. Möge aus Anhaftung eine größere Liebe wachsen.“

2. Wunsch und eigenen Einfluss unterscheiden
Schreibe einen Satz über deinen Wunsch auf das Papier. Schreibe darunter einen zweiten Satz darüber, was du tatsächlich beeinflussen kannst: dein Verhalten, deine Kontaktaufnahme oder deinen Umgang mit Enttäuschung.

3. Die erste Neunergruppe
Lege die Blüte vor Kali und nimm die zwölf Reiskörner in eine offene Hand. Rezitiere das Kali-Mantra neunmal und lasse danach ein Korn in die Schale fallen.

4. Elf weitere Neunergruppen
Wiederhole diese Folge noch elfmal: neun Rezitationen, danach ein Korn in die Schale. Zusammen mit der ersten Gruppe sind es zwölf Gruppen, zwölf Körner und genau 108 Wiederholungen. Jedes fallende Reiskorn erinnert daran, den Griff um eine bestimmte Erwartung zu lockern.

5. Mit offenen Händen verweilen
Lege beide Hände offen hin und übe fünf Minuten stille Meditation. Wenn Traurigkeit auftaucht, lass ihr Raum, ohne sie zum Zeichen eines Scheiterns zu machen.

6. Einen eigenen Schritt wählen
Falte das Papier und bewahre es für dich auf. Entscheide, welchen kleinen Schritt du heute gehst: Abstand respektieren, eine Vertrauensperson ansprechen oder dich einer eigenen Aufgabe zuwenden.

7. Die Praxis widmen
Verneige dich und widme die Praxis einem liebevollen Umgang mit dir selbst und mit anderen.

8. Segensabschluss
Sprich zum Abschluss einmal: oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
Bedeutung: Om. Frieden, Frieden, Frieden. Lass den Klang ausklingen. Nimm die Füße, Hände und den Raum wahr und kehre in Ruhe in den Alltag zurück.

Sammle anschließend die Körner ein und räume den Platz auf. Für diese Praxis brauchst du keinen Gegenstand des anderen Menschen und hinterlässt nichts an dessen Wohnort.

Abschluss: Die Praxis ins Leben tragen

Loslassen kann zunächst schmerzen und dennoch heilsame Freiheit eröffnen. Anerkenne deine Fähigkeit zu lieben. Sie bleibt wertvoll, auch wenn sie von diesem Menschen nicht in der erhofften Weise erwidert wird.

Quellen und Anregungen

Siehe auch

Seminare

Die Hinweise betreffen allgemeine spirituelle Praxis.

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