Aksharapurusha

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Aksharapurusha

Aksharapurusha: Sanskrit m = das unvergängliche Selbst, die ewige Seele, ein Funke des göttlichen Feuers.

Der Ausdruck Aksharapurusha setzt sich aus zwei Sanskrit-Wörtern zusammen: akshara und purusha.

  • Akshara bedeutet wörtlich „unvergänglich“, „unzerstörbar“ oder „unvergängliche Silbe/Schriftzeichen“; es trägt die Konnotation des Beständigen, Unveränderlichen.
  • Purusha bezeichnet das Prinzip des „Mannes“ oder besser: das bewusste, geistige Prinzip oder die Seele — in vielerlei philosophischen Kontexten das universelle oder individuelle Bewusstsein. Zusammengesetzt kann Aksharapurusha daher als „das unvergängliche Wesen“ oder „das ewig-beständige Bewusstseinsprinzip“ verstanden werden.

In verschiedenen Schulen der indischen Spiritualität wird der Begriff unterschiedlich nuanciert. In der vedantischen und einige bhakti-orientierten Strömungen steht akshara oft für das Unvergängliche, Brahman oder das höchste Prinzip, während purusha je nach System das individuelle Selbst (jiva) oder das kosmische Bewusstsein meint. Aksharapurusha kann also ein Begriff für den transzendenten, unveränderlichen Aspekt des Göttlichen sein — jener Teil, der jenseits von Geburt, Tod und Veränderung bleibt. In manchen tantrischen oder philosophischen Texten wird Akshara auch mit dem ewigen Klang oder der immerwährenden göttlichen Silbe in Verbindung gebracht; kombiniert mit Purusha entsteht das Bild des unvergänglichen Gottes oder des höchsten Selbst.

Im Yoga bedeutet das Erkennen oder Einwohnen in das Aksharapurusha die Erfahrung des dauerhaften Gewahrseins hinter den wechselnden Gedanken, Gefühlen und Körperzuständen. Praktiken wie Meditation, Selbstbeobachtung und das Studium der Schriften zielen darauf ab, die Identifikation mit dem Vergänglichen aufzulösen und das Bewusstsein auf das Unwandelbare auszurichten. In der Bhagavad Gita und in Samkhya/Vedanta-Diskussionen wird zwischen veränderlichen Erscheinungen (prakriti) und dem unveränderlichen Zeugen (purusha) unterschieden; Aksharapurusha hebt diese unveränderliche Dimension besonders hervor, als etwas, das nicht nur Zeuge ist, sondern auch die beständige Grundlage des spirituellen Weges darstellt.

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