Jataragni: Unterschied zwischen den Versionen
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'''jataragni''': ([[Sanskrit]]: jatarāgni ''m.'') = Verdauungsfeuer (Fachbegriff aus dem [[āyurveda]]) | |||
Der Sanskrit-Ausdruck „jataragni“ setzt sich zusammen aus „jatar“ (Bezug zum Gebären, zur [[Geburt]] oder zum [[Körper]]) und „[[agni]]“ (Feuer) und bezeichnet im ursprünglichen [https://www.yoga-vidya.de/ indischen] Denken das Verdauungsfeuer im Körper. | |||
Es geht dabei nicht nur um die physische Verdauung von Nahrung, sondern um einen umfassenden [[Stoffwechsel]]begriff: jataragni steht für die innere Feuerkraft, die [[Nahrung]] in [[Energie]], Gewebe und Lebenskräfte verwandelt und zugleich unverdauliche Reste ausscheidet. | |||
In ayurvedischen und klassisch-religiösen Texten wird jataragni oft als zentraler Faktor für Gesundheit und Vitalität beschrieben: Ein ausgeglichenes jataragni sorgt für guten [[Appetit]], klare Geistesverfassung und kräftige [[Konstitution]], ein geschwächtes oder gestörtes jataragni führt zu Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen und Krankheitsanfälligkeit. Neben der rein körperlichen Funktion hat der Begriff auch eine symbolische, [[spirituell]]e Dimension: Das innere Feuer steht für [[Umwandlung]] und [[Reinigung]] auf körperlicher wie seelischer Ebene, es ist die Kraft, die Erfahrungen, Eindrücke und Nährstoffe so transformiert, dass sie dem Leben nutzen. | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Leben]] | |||
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Version vom 28. Dezember 2025, 06:20 Uhr

jataragni: (Sanskrit: jatarāgni m.) = Verdauungsfeuer (Fachbegriff aus dem āyurveda)
Der Sanskrit-Ausdruck „jataragni“ setzt sich zusammen aus „jatar“ (Bezug zum Gebären, zur Geburt oder zum Körper) und „agni“ (Feuer) und bezeichnet im ursprünglichen indischen Denken das Verdauungsfeuer im Körper.
Es geht dabei nicht nur um die physische Verdauung von Nahrung, sondern um einen umfassenden Stoffwechselbegriff: jataragni steht für die innere Feuerkraft, die Nahrung in Energie, Gewebe und Lebenskräfte verwandelt und zugleich unverdauliche Reste ausscheidet.
In ayurvedischen und klassisch-religiösen Texten wird jataragni oft als zentraler Faktor für Gesundheit und Vitalität beschrieben: Ein ausgeglichenes jataragni sorgt für guten Appetit, klare Geistesverfassung und kräftige Konstitution, ein geschwächtes oder gestörtes jataragni führt zu Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen und Krankheitsanfälligkeit. Neben der rein körperlichen Funktion hat der Begriff auch eine symbolische, spirituelle Dimension: Das innere Feuer steht für Umwandlung und Reinigung auf körperlicher wie seelischer Ebene, es ist die Kraft, die Erfahrungen, Eindrücke und Nährstoffe so transformiert, dass sie dem Leben nutzen.