Sarvabhutadaya: Unterschied zwischen den Versionen

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sarvabhutadaya ([[Sanskrit]]: sarvabhūtadayā ''f.'') Mitgefühl mit allen Wesen.
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'''sarvabhutadaya''' ([[Sanskrit]]: sarvabhūtadayā ''f.'') = Mitgefühl mit allen Wesen.
 
Der Sanskrit-Ausdruck sarvabhūtadayā (सर्वभूतदया) setzt sich aus drei Teilen zusammen: [[sarva]] („alle“), [[bhuta]] („Lebewesen, Wesen“) und [[daya]] („Mitgefühl, Barmherzigkeit“). Wörtlich bedeutet er also „Mitgefühl für alle Wesen“ – eine universelle, bedingungslose Empathie, die in [[Yoga]], [https://www.yoga-vidya.de/ Hinduismus] und [[Buddhismus]] als höchste Tugend gilt.
 
In der Yoga-Philosophie (z. B. in [[Patanjali]]s [[Yoga Sutra]]) ist sarvabhūtadayā eine Schlüsselqualität auf dem Weg zur Befreiung ([[moksha]]). Es geht nicht nur um Menschen, sondern um alle [[Lebewesen]] – Tiere, Pflanzen, sogar unsichtbare Wesen. Der Weise [[Vyasa]] erklärt in seinem Kommentar: „Wer wahrhaft Mitgefühl übt, sieht sich in allem und alles in sich.“
 
Ein berühmtes Vorbild ist König [[Shibi]] aus der [[Mahabharata]]: Als ein Adler einen verängstigten Tauben verfolgte, bot Shibi dem Adler sein eigenes Fleisch an, um das Leben des Vogels zu retten – ein extremes, aber lehrreiches Beispiel für sarvabhūtadayā.
 
=Praktische Umsetzung=
Im Alltag zeigt sich das durch:
* [[Vegetarismus]] (aus Respekt vor Tieren),
* Hilfsbereitschaft ohne Unterschiede,
* [[Selbstreflexion]] („Wie handle ich, ohne anderen zu schaden?“).
 
=Siehe auch=
* [[Vegan]]
* [[Ahimsa]]


[[Kategorie:Liebe]]
[[Kategorie:Liebe]]

Aktuelle Version vom 22. Februar 2026, 01:12 Uhr

sarvabhutadaya

sarvabhutadaya (Sanskrit: sarvabhūtadayā f.) = Mitgefühl mit allen Wesen.

Der Sanskrit-Ausdruck sarvabhūtadayā (सर्वभूतदया) setzt sich aus drei Teilen zusammen: sarva („alle“), bhuta („Lebewesen, Wesen“) und daya („Mitgefühl, Barmherzigkeit“). Wörtlich bedeutet er also „Mitgefühl für alle Wesen“ – eine universelle, bedingungslose Empathie, die in Yoga, Hinduismus und Buddhismus als höchste Tugend gilt.

In der Yoga-Philosophie (z. B. in Patanjalis Yoga Sutra) ist sarvabhūtadayā eine Schlüsselqualität auf dem Weg zur Befreiung (moksha). Es geht nicht nur um Menschen, sondern um alle Lebewesen – Tiere, Pflanzen, sogar unsichtbare Wesen. Der Weise Vyasa erklärt in seinem Kommentar: „Wer wahrhaft Mitgefühl übt, sieht sich in allem und alles in sich.“

Ein berühmtes Vorbild ist König Shibi aus der Mahabharata: Als ein Adler einen verängstigten Tauben verfolgte, bot Shibi dem Adler sein eigenes Fleisch an, um das Leben des Vogels zu retten – ein extremes, aber lehrreiches Beispiel für sarvabhūtadayā.

Praktische Umsetzung

Im Alltag zeigt sich das durch:

  • Vegetarismus (aus Respekt vor Tieren),
  • Hilfsbereitschaft ohne Unterschiede,
  • Selbstreflexion („Wie handle ich, ohne anderen zu schaden?“).

Siehe auch