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'''Lokabhranti''' ([[Sanskrit]]: lokabhrānti ''f.'') Verwirrung, wie sie durch die relative Welt entsteht; vgl. [[maya]].
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'''Lokabhranti''' ([[Sanskrit]]: lokabhrānti ''f.'') = Verwirrung, wie sie durch die relative Welt entsteht
Der Sanskrit-Ausdruck "Lokabhranti" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen:
* "[[Loka]]" (Welt, Sphäre, Bereich) und
* "[[Bhranti]]" (Irrtum, Täuschung, Verwirrung).
Wörtlich bedeutet er also "Welttäuschung" oder "Irrtum über die wahre Natur der Welt".
In der indischen Philosophie, besonders im [[Advaita Vedanta]] und im Yoga, beschreibt Lokabhranti die grundlegende Illusion ([[Maya]]), die uns glauben lässt, die materielle Welt sei die einzige Realität. Es ist eine Form von [[Avidya]] (Unwissenheit), die uns davon abhält, die höhere Wahrheit – etwa das unvergängliche Selbst ([[Atman]]) oder das Göttliche ([[Brahman]]) – zu erkennen.
=Beispiel aus der Mythologie=
In der [[Bhagavad Gita]] (Kapitel 2, Vers 20) sagt [[Krishna]] zu [[Arjuna]]: "Der Atman wird nie geboren und stirbt nie. Er ist ewig, unvergänglich und uranfänglich." Hier weist Krishna auf die Täuschung (Bhranti) hin, die den Menschen glauben lässt, der Körper sei das wahre Selbst – eine klassische Form von Lokabhranti.
=Praktische Bedeutung im Yoga=
Im [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga] versucht man, diese Täuschung durch [[Meditation]], [[Selbstreflexion]] und die Praxis von [[Viveka]] (Unterscheidungskraft) zu überwinden. [[Patanjali]] erwähnt im [[Yogasutra]] (1.8), dass "[[Viparyaya]]" (falsches Wissen) eine der fünf Arten von [[Kleshas]] (Leiden verursachende Faktoren) ist – eng verwandt mit Lokabhranti.
=Siehe auch=
* [[Illusion]]
* [[Welt]]


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[[Kategorie:Sanskrit]]
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 02:13 Uhr

Lokabhranti

Lokabhranti (Sanskrit: lokabhrānti f.) = Verwirrung, wie sie durch die relative Welt entsteht

Der Sanskrit-Ausdruck "Lokabhranti" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen:

  • "Loka" (Welt, Sphäre, Bereich) und
  • "Bhranti" (Irrtum, Täuschung, Verwirrung).

Wörtlich bedeutet er also "Welttäuschung" oder "Irrtum über die wahre Natur der Welt".

In der indischen Philosophie, besonders im Advaita Vedanta und im Yoga, beschreibt Lokabhranti die grundlegende Illusion (Maya), die uns glauben lässt, die materielle Welt sei die einzige Realität. Es ist eine Form von Avidya (Unwissenheit), die uns davon abhält, die höhere Wahrheit – etwa das unvergängliche Selbst (Atman) oder das Göttliche (Brahman) – zu erkennen.

Beispiel aus der Mythologie

In der Bhagavad Gita (Kapitel 2, Vers 20) sagt Krishna zu Arjuna: "Der Atman wird nie geboren und stirbt nie. Er ist ewig, unvergänglich und uranfänglich." Hier weist Krishna auf die Täuschung (Bhranti) hin, die den Menschen glauben lässt, der Körper sei das wahre Selbst – eine klassische Form von Lokabhranti.

Praktische Bedeutung im Yoga

Im Yoga versucht man, diese Täuschung durch Meditation, Selbstreflexion und die Praxis von Viveka (Unterscheidungskraft) zu überwinden. Patanjali erwähnt im Yogasutra (1.8), dass "Viparyaya" (falsches Wissen) eine der fünf Arten von Kleshas (Leiden verursachende Faktoren) ist – eng verwandt mit Lokabhranti.

Siehe auch