Samabhiharana: Unterschied zwischen den Versionen
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''' Samabhiharana ''' ([[Sanskrit]]: समभिहरण samabhiharaṇa ''n.'') = Ausgeglichenhalten, Wiederholung; Intensität. | ''' Samabhiharana ''' ([[Sanskrit]]: समभिहरण samabhiharaṇa ''n.'') = Ausgeglichenhalten, Wiederholung; Intensität. | ||
Aktuelle Version vom 29. Juli 2026, 07:22 Uhr

Samabhiharana (Sanskrit: समभिहरण samabhiharaṇa n.) = Ausgeglichenhalten, Wiederholung; Intensität.
Samabhiharana bedeutet sinngemäß das „gleichmäßige Tragen“, „Ausgeglichenhalten“ oder „ruhige Aufnehmen“ von etwas. Der Ausdruck setzt sich aus sama für „gleich, eben, ausgewogen“ und bharana für „tragen, halten, bewahren“ zusammen. Gemeint ist also ein innerer Zustand, in dem du etwas nicht verkrampft, nicht gierig und nicht von Gegensätzen hin- und hergerissen trägst, sondern mit Ruhe, Maß und geistiger Stabilität.
Im Kontext von Yoga passt das sehr gut: Yoga will den Geist sammeln, zentrieren und in Balance bringen. Samabhiharana lässt sich deshalb als eine Praxis der inneren Gleichgewichtshaltung verstehen. Du nimmst Freude und Schmerz, Erfolg und Misserfolg, Lob und Kritik nicht mehr völlig unterschiedlich auf, sondern hältst sie mit einer gleichen, ruhigen Haltung. Genau das ist auch ein wichtiger Zug indischer Spiritualität und im Hinduismus: Nicht das ständige Reagieren auf jeden äußeren Eindruck führt zur Freiheit, sondern die Fähigkeit, inmitten der Welt unerschüttert zu bleiben.
Praktisch kann das so aussehen: Du sitzt morgens still, beobachtest deinen Atem und wiederholst innerlich ein Mantra. Dann denkst du an eine schwierige Situation, etwa ein angespanntes Gespräch im Beruf. Statt dich sofort innerlich aufzuregen, atmest du ruhig weiter und sagst dir: „Ich trage auch diese Erfahrung mit Gleichmaß.“ So übst du samabhiharana — nicht als Unterdrückung von Gefühlen, sondern als bewusste Form von Gelassenheit und innerer Reife.
Ein passendes deutsches Zitat aus der Bhagavad Gita lautet: „Gleichmut ist Yoga.“