Murti: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Murti''' ([[Sanskrit]]: मूर्ति mūrti ''f.'') Form, Gestalt, Materie, Substanz; Figur, Idol, [[devotionalie|Götterbild]], Statue; Ver[[körper]]ung, Manifestation.
'''Murti''' ([[Sanskrit]]: मूर्ति mūrti ''f.'') Verkörperung, Körper, Form, Gestalt, Materie, Substanz; Figur, Idol, [[devotionalie|Götterbild]], Statue, Bild. meistens wird es heute gebraucht als Götterfigur; Verkörperung, [[Manifestation]].


===Murthi Nayanar===
[[Datei:Shiva nataraja musee guimet 25971.jpg|thumb|Shiva Murti als tanzender Nataraj]]


[[Shiva]] mit [[Sandelholz]]paste anzubeten, seinem ganzen [[Lingam]] damit einzureiben, ist eine große Form seiner [[Verehrung]]. Diese Art der Verehrung wurde von Murthi Nayanar durchgeführt. Er wurde in [[Madura]] im [[Pandya]] Königreich geboren. Er gehörte der [[Vaisya]] [[Kaste]] an. Er war ein großer Anhänger Shivas. Täglich bot er ihm Sandelholzpaste dar.
== Murti Aussprache - मूर्ति mūrti ==
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Murti, मूर्ति, mūrti ausgesprochen wird:


Zu der Zeit wurde die Stadt durch einen [[Karnataka]] König heimgesucht. Im Kampf wurde der Pandya  besiegt. Er war ein Anhänger der [[Jainismus]]. Er wollte den [[Saivisumus]] abschaffen und seine Religion verbreiten. Er begann Shivas zu verfolgen. Murthi Nayanar musste viel [[Leid]] über sich ergehen lassen. Nichts desto Trotz blieb er unerschrocken. Er fuhr mit der Verehrung seiner Gottheit mit Sandelholzpaste fort.
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Die Absicht des Königs war es Murthi Nayanar zum Jainismus zu zwingen und legte ein Sandelholzverbot auf. Das beunruhigte Nayanar zutiefst. Er betete zu Shiva: ‚Oh du Ozean voller Gnade, dieses Land wird von einem Tyrann regiert und er neigt dazu deine Anhänger auszurotten. Wann werden wir das ausreichende [[Glück]] haben einen König zu bekommen der dir gewidmet ist?’ Er wusste das das Volk dem König folgen würde, ohne [[Angst]] und im Bemühen seine Gunst zu gewinnen. Deswegen wollte er einen Saivite König.
==Sukadev über Murti==
'''Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Murti'''


Den ganzen Tag entlang suchte er nach ein wenig Sandelholz um es seiner Verehrung darzubieten. Doch er konnte keine finden. Mit gebrochenem [[Herz]] ging er zum [[Tempel]] und dort hatte er eine wunderbare [[Idee]]. Er begann an seinem eigenen [[Ellbogen]] (anstatt des Sandelholzes) zu reiben. Die Hand [[Blut|blut]]ete stark. Shiva war mit dieser Verehrung sehr zufrieden. Eine himmlische [[Stimme]] sprach: ‚Oh du edle Seele, ich bin außerordentlich mit deiner [[Hingabe]] zufrieden. Sei so [[Freundlichkeit|freundlich]] und höre auf deine [[Ellbogen]] zu reiben. Alle deine Klagen werden behoben. Sei so gut und übernimm die Herrschaft des Königreichs. Wenn du das Land für eine lange Zeit gerecht und Weise regiert hast, wirst du in meine Wohnstätte aufgenommen’. Nayanar war erstaunt das zu hören und er sah dass sein Ellbogen wieder seine ursprüngliche Verfassung angenommen hatte.
Murtis sind Repräsentationen Gottes, die aus Marmor, aus Metall, aus Holz sein können. Es gibt auch Bilder natürlich, Fotos oder Gemälde. All das sind Murtis. Murti kann auch heißen, Verkörperung. Man sagt auch, jemand ist [[Ananda]] Murti, die Verkörperung von Ananda. So heißt Murti Bild, Figur, heißt aber auch Verkörperung. Warum werden Murtis verehrt? Das ist eine lange Geschichte und im [[Bhakti Yoga]] werden ja gerade Murtis verehrt. Die Murti repräsentiert [[Gott]]. Und indem du eine Murti verehrst, wird die Murti auch Kanal für die [[Gnade]] Gottes.  


Murthi Nayanar hatte die königliche Herrschaft nicht angestrebt, jedoch war es Shivas Wille. In dieser Nacht [[Sterben|starb]] der grausame König. Am nächsten Tag sandten die Minister den [[Elefant]]en des [[Palast]]es aus um ihren König nach einer alten [[Tradition]] auszuwählen. Der Elefant schritt zum [[Tempel]]. Murthi Nayanar war dort für seinen [[Gottesdienst]]. Der Elefant [[Verneigung|verneigte]] sich vor ihm und platzierte ihn auf seinen [[Rücken]] und kehrte zum [[Palast]] zurück.  
Das ist so ähnlich, wie  wenn irgendwo hinfährst und dein [[Kind]] ist zuhause geblieben. Die meisten [[Eltern]] nehmen dann ein Bild von ihrem [https://www.yoga-vidya.de/kinderyoga/ Kind] mit. Das Bild ist jetzt nicht das Kind, aber über das Bild bleibt die [[Gegenwart]] des Kindes den Eltern bewusst, und sie spüren die [[Liebe]] zum Kind. Genauso ist Gott ewig und unendlich. Du magst ihn jetzt nicht sehen können, also nimmst du ein Bild von Gott. Du weißt, das Foto ist nicht das Baby, dennoch wirst du das Foto mit Ehre behandeln. Ich kenne kaum ein Elternteil, das es übers [[Herz]] bringen würde, ein Foto von einem Kind zu nehmen, und dann mit den Füßen zu zertreten. Dem Kind passiert nichts, aber irgendwo, eine Repräsentation eines Menschen ist heilig, man behandelt es mit Ehrerbietung.  


Der Minister bat Nayanar darum ihr König zu werden. Nayanar stellte folgende Bedingung: ‚Wenn ich König werde, werde ich kein luxuriöses Bad haben, denn ich werde nur mit den heiligen [[Asche]]n baden. Mein [[Juwel]] wird ausschließlich [[Rudraksham]] sein und meine [[Kron]]e wird ausschließlich aus [[Dreadlocks]] bestehen. Ich werde danach streben dass Shivas [[Liebe]] in den Herzen aller thront.’ Der Minister akzeptierte diese Konditionen mit großer [[Freude]] und [[Zufriedenheit]]. Gerecht und weise regierte Nayanar das Königreich für eine lange Zeit und erreichte letztendlich Shivas [[Wohnstätte]].
Und genauso auch mit Gott. Gott ist überall, er ist genauso in einer Murti, wie in einem Stück Teppich, wie auch in einem Stück Metall oder auch in jedem [[Baum]]. Dennoch, wenn du eine Murti für Gott hast, dann steht sie für dich für Gott. Und dann kannst du Gott dort verehren, du kannst dort hinschauen und Gott um Hilfe bitten. Die Murtis können anfangen, zu sprechen. Und wenn du eine Murti auf deinem [[Altar]] hast, wo du meditierst, also wenn du in irgendeiner Ecke des Raumes meditierst und dort eine Götterfigur hinstellst oder auch einen Stein oder ein Bild eines Meisters, dann wird diese Murti spirituelle [[Kraft]] aufladen.  


Es gibt ja [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana], Lebensenergie. Da, wo du meditierst, sammelt sich Prana an. Wenn du vor dem Meditieren, nach dem Meditieren, bei den [[Asana]]s und Pranayama ab und zu mal auf ein Bild schaust oder eine Murti, dann wird das mit [[Kraft]] angereichert. Da ist Prana drin. Und dieses Prana, das ist das Prana erstmal von dir, das Prana wird aber Träger der Gnade Gottes. Daher ist es gut, eine Murti zu haben, eine Murti, z.B. auf einem kleinen Altar bei dir zu Hause oder eine Murti in deinem Schlafzimmer, eine Murti in deinem Yogazentrum.


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== Murti Upasana - Bedeutung der Götterbilder und Figuren ==
Hier ein Vortrag zum Thema '' Murti Upasana - Bedeutung der Götterbilder und Figuren - Bhakti Yoga 22 '' von und mit Sukadev Bretz aus der Reihe [[Yoga Vidya Schulung]], Vorträge zum ganzheitlichen [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga].
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==Siehe auch==   
==Siehe auch==   
*[[Trimurti]]  
*[[Trimurti]]
*[[Murta]]
*[[Shiva]]
*[[Lakshmi]]
*[[Ganesha]]
*[[Krishna]]
*[[Durga]]
*[[Devi]]
*[[Kali]]
*[[Saraswati]]
*[[Vishnu]]
*[[Rama]]
*[[Hanuman]]
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 4 Vers 2: |Amrita Siddhi Vers 4.2]]
*[[HYP Jahresgruppe]] 
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]
 
== Weblinks ==
* [https://www.yoga-vidya.de/ Offizielle Homepage von Yoga Vidya, Möglichkeit zur Mantra-Weihe und spirituellen Namensgebung]
* [https://www.yoga-vidya.de/ Offizielle Homepage von Yoga Vidya]
* [http://www.sivananda.org/ Divine Life Society - Sivananda Ashram]
 
==Seminare==
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/sanskrit-und-devanagari/ Sanskrit und Devanagari]===
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/mantras-und-musik/ Mantras und Musik]===
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]===
'''<strong>[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-online-l260107-1// 07.01.2026 - 16.12.2026 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]</strong>'''
:Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem asketisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 35 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen …


:Dr phil Oliver Hahn


[[Kategorie:Glossar]]
[[Kategorie:Glossar]]
[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Sanskrit]]

Aktuelle Version vom 13. Januar 2026, 09:34 Uhr

Murti (Sanskrit: मूर्ति mūrti f.) Verkörperung, Körper, Form, Gestalt, Materie, Substanz; Figur, Idol, Götterbild, Statue, Bild. meistens wird es heute gebraucht als Götterfigur; Verkörperung, Manifestation.

Shiva Murti als tanzender Nataraj

Murti Aussprache - मूर्ति mūrti

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Murti, मूर्ति, mūrti ausgesprochen wird:

Sukadev über Murti

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Murti

Murtis sind Repräsentationen Gottes, die aus Marmor, aus Metall, aus Holz sein können. Es gibt auch Bilder natürlich, Fotos oder Gemälde. All das sind Murtis. Murti kann auch heißen, Verkörperung. Man sagt auch, jemand ist Ananda Murti, die Verkörperung von Ananda. So heißt Murti Bild, Figur, heißt aber auch Verkörperung. Warum werden Murtis verehrt? Das ist eine lange Geschichte und im Bhakti Yoga werden ja gerade Murtis verehrt. Die Murti repräsentiert Gott. Und indem du eine Murti verehrst, wird die Murti auch Kanal für die Gnade Gottes.

Das ist so ähnlich, wie wenn irgendwo hinfährst und dein Kind ist zuhause geblieben. Die meisten Eltern nehmen dann ein Bild von ihrem Kind mit. Das Bild ist jetzt nicht das Kind, aber über das Bild bleibt die Gegenwart des Kindes den Eltern bewusst, und sie spüren die Liebe zum Kind. Genauso ist Gott ewig und unendlich. Du magst ihn jetzt nicht sehen können, also nimmst du ein Bild von Gott. Du weißt, das Foto ist nicht das Baby, dennoch wirst du das Foto mit Ehre behandeln. Ich kenne kaum ein Elternteil, das es übers Herz bringen würde, ein Foto von einem Kind zu nehmen, und dann mit den Füßen zu zertreten. Dem Kind passiert nichts, aber irgendwo, eine Repräsentation eines Menschen ist heilig, man behandelt es mit Ehrerbietung.

Und genauso auch mit Gott. Gott ist überall, er ist genauso in einer Murti, wie in einem Stück Teppich, wie auch in einem Stück Metall oder auch in jedem Baum. Dennoch, wenn du eine Murti für Gott hast, dann steht sie für dich für Gott. Und dann kannst du Gott dort verehren, du kannst dort hinschauen und Gott um Hilfe bitten. Die Murtis können anfangen, zu sprechen. Und wenn du eine Murti auf deinem Altar hast, wo du meditierst, also wenn du in irgendeiner Ecke des Raumes meditierst und dort eine Götterfigur hinstellst oder auch einen Stein oder ein Bild eines Meisters, dann wird diese Murti spirituelle Kraft aufladen.

Es gibt ja Prana, Lebensenergie. Da, wo du meditierst, sammelt sich Prana an. Wenn du vor dem Meditieren, nach dem Meditieren, bei den Asanas und Pranayama ab und zu mal auf ein Bild schaust oder eine Murti, dann wird das mit Kraft angereichert. Da ist Prana drin. Und dieses Prana, das ist das Prana erstmal von dir, das Prana wird aber Träger der Gnade Gottes. Daher ist es gut, eine Murti zu haben, eine Murti, z.B. auf einem kleinen Altar bei dir zu Hause oder eine Murti in deinem Schlafzimmer, eine Murti in deinem Yogazentrum.

Murti Upasana - Bedeutung der Götterbilder und Figuren

Hier ein Vortrag zum Thema Murti Upasana - Bedeutung der Götterbilder und Figuren - Bhakti Yoga 22 von und mit Sukadev Bretz aus der Reihe Yoga Vidya Schulung, Vorträge zum ganzheitlichen Yoga.


Siehe auch

Weblinks

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Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem asketisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 35 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen …
Dr phil Oliver Hahn