Sitzkissen

Aus Yogawiki
Version vom 8. Juli 2026, 07:32 Uhr von Guido T (Diskussion | Beiträge)
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Mit einem Sitzkissen kann man so viel mehr anfangen

Sitzkissen oder auch Meditationsbänkchen oder gerollte Decken sorgen als Yoga-Hilfsmittel für eine Erhöhung.

Ein Sitkissen, auch Meditationskissen oder Zafu genannt, ist ein rundes oder rechteckiges, oft fest gefülltes Kissen, das du beim Sitzen auf dem Boden unter dein Gesäß legst. Es hebt dein Becken an, sodass deine Knie tiefer liegen und deine Wirbelsäule sich leichter aufrichten kann. Der Zweck ist, eine stabile, aufrechte und entspannte Sitzhaltung für längere Meditation oder Atemübungen zu ermöglichen.

Im Yoga und in der indischen Spiritualität spielt die Sitzhaltung eine zentrale Rolle. Schon in den alten Schriften, wie den Yoga Sutras des Patanjali, wird die Asana (Sitzhaltung) als “stabil und angenehm” beschrieben. Ein Sitkissen ist kein Luxus, sondern ein praktisches Hilfsmittel, um diesen Zustand zu erreichen. Im Hinduismus und in der Meditationstradition Indiens sitzt man traditionell auf dem Boden – auf einer Matte, einem Fell oder eben einem Kissen. Der Grund ist die Erdung: Du bleibst in Kontakt mit der Erde, während du dich geistig nach oben öffnest. Ein gutes Sitkissen verhindert, dass deine Beine einschlafen oder dein Rücken schmerzt, und hilft dir, länger und tiefer in die Stille einzutauchen.

Ein konkretes Beispiel für deine Yogastunde oder Meditation: Du setzt dich auf dein Sitkissen, nimmst eine bequme Kreuzsitzhaltung ein (Sukhasana) und richtest deine Wirbelsäule auf. Statt nach fünf Minuten wegen tauben Füßen unruhig zu werden, bleibst du zwanzig Minuten ruhig sitzen. Dein Becken ist leicht nach vorne gekippt, deine Knie berühren den Boden, und deine Aufmerksamkeit kann sich ganz auf deinen Atem richten. Ohne das Kissen würdest du wahrscheinlich nach hinten kippen oder dich verkrampfen – das Kissen schenkt dir die Stabilität, die du brauchst, um innerlich loszulassen.

Denn: “Der Körper ist der Tempel der Seele. Halte ihn aufrecht, still und entspannt – dann kann die Stille in dir wohnen.”

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