Yoga-Hose

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Die Yoga-Hose (oder auch "Yogahose" geschrieben) ist der wichtigste Ausrüstungsgegenstand im Yoga. Die Yogapraxis stellt an sie besondere Bedingungen. Werden diese nicht erfüllt, so ist erfüllendes Yoga nicht - oder nur sehr eingeschränkt – möglich.

Dreieck in Funktionshose

In der ursprünglichen Philosophie des Yoga spielte Mode keine Rolle. Im Weg des Karma Yoga passen Yoga und Mode nicht zusammen: "Die Mode ist ein Fluch. Nur wer einfache Kleidung trägt und frei ist von der Geisel Mode, kann Karma Yoga machen", schrieb Swami Sivananda in seinem Buch "Practice of Karma Yoga".

Im modernen, westlichen Yoga ist der "Fashion-Aspekt" für viele Praktizierende allerdings Teil der Szene im Yogastudio und mittlerweile auch außerhalb. Zahlreiche Hersteller von eigenen Yoga-Hosen, Online-Shops und Modedesigner, die sich dem Thema Yoga-Hose widmen, zeigen, dass Yoga bereits eine Art Stilrichtung im Modebusiness ausgelöst hat.

Sogar in der Yogamode spiegelt sich die Diskrepanz zwischen originärer Philosophie und dem modernen, westlichen Ansatz wider: Während viele Yogastudios dazu übergehen selbst Yogamode mit ausgefallenen Designs zu verkaufen, existiert in der westlichen Yogaszene gleichzeitig eine Gegenströmung. Diese Gegenströmung verwehrt sich nicht der Mode im Allgemeinen, für sie wird vielmehr Mode zum Ausdruck von Yoga-Philosophie und dem Nachhaltigkeitsgedanken im Allgemeinen. Umgangssprachlich spricht man hier von der "grünen Yoga-Hose".

Die gängigsten Arten der Yoga-Hose

Seitliche Krähe
in Pluderhosen]]

Die Wickelhose oder Fischerhose: Die Wickelhosen oder auch "Fischerhosen" genannt, haben ihren Ursprung in Asien. Dabei gibt es indische und thailändische Wickelhosen. Sie sind einfach gehalten und wurden ursprünglich sogar nur in einer Einheitsgröße produziert. Die Weite des Bundes stellt man sich durch den Wickel ein. Weil sie sehr weit geschnitten ist, bequem zu tragen ist und viel Bewegungsfreiraum lässt, erfüllt sie viele Voraussetzungen für Yoga und ist in der Yogaszene sehr beliebt.

Die Pluderhose oder Hippie-Hose: Sie kam in den 1960er-Jahren in der westlichen Welt in Mode. Sie sind besonders weit geschnitten und fühlen sich dadurch luftig und angenehm an. Auch bei diesen Hosen ist es der weite Schnitt, der sich perfekt für die nötige Bewegungsfreiheit in den Asanas eignet. Die Pluderhose gehört derzeit zu den beliebtesten Yogahosen in der Szene.

Die "grüne Yogahose": Die sogenannte grüne Yogahose unterscheidet sich nicht durch ein spezielles Design (dieses gleicht meist dem einer Wickelhose oder Pluderhose), sondern bei ihr liegt das Augenmerk auf Material, Herstellung und Vertriebskette. Sie wird in der Szene getragen, um ein Statement zu setzen. Der oder die TrägerIn achtet auf umweltfreundliche Materialien (natürliche Baumwolle oder Hanf) und auf faire Produktionsbedingungen in den Herstellerländern.

Die Heuschrecke in einer Funktionshose

Die modische Yogahose: Modisch an sich bezeichnet hier keinen besonderen Stil. Allerdings lassen sich hier Yoga-Hosen einordnen, die besonders detailverliebt designed oder genäht wurden. Stickereien, besondere Muster, Farbenspiele nach Modetrends zieren dieses Kleidungsstück.

Die Funktionshose: Funktionshosen sind für schweißtreibende Sportarten entwickelt worden. Da man auch beim Yoga gehörig ins Schwitzen kommen kann (z. B.: Hot Yoga) erreichen sie auch im Yoga besondere Beliebtheit. Vor allem Funktions-Leggings bieten die notwendige Elastizität und Bewegungsfreiheit. Gleichzeitig sind sie atmungsaktiv und sorgen für ein trockenes Gefühl auf der Haut.

Welche Eigenschaften braucht eine Yoga-Hose?

Im Yoga braucht man so gut wie keine Ausrüstung. Jedoch kommt der Hose viel Bedeutung zu. Wer in der Bewegung bei den Asanas von ihr eingeschränkt wird, kann die Übungen nicht mehr richtig durchführen. Zudem kann unangenehmer Tragekomfort den wichtigen Entspannungszustand des Praktizierenden negativ beeinflussen. Daher ist es vor allem Funktionalität, die eine gute Yoga-Hose unbedingt mitbringen muss: Sie benötigt genügend Bewegungsfreiheit und darf Yogis und Yoginis nicht in den Asanas einschränken. Sie darf zudem nicht zwicken, einengen oder kratzen, da sonst die nötige Konzentration nicht erreicht werden kann.

Siehe auch

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