Tara Puja an Ashtami und Chaturdashi nach dem Brihat Tantrasara
Tara Puja an Ashtami und Chaturdashi nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um die im Quellenbeleg beschriebene einzelne Ritualhandlung auszuführen.
Umfang und Überlieferung
Die Quelle nennt Tara und Kali gemeinsam. Dieser Artikel führt allein die im Titel bestimmte Gottheit als Hauptgottheit; die jeweils andere Puja ist gesondert verlinkt.
Durchführung
- Führe zuerst die tägliche Tara-Puja aus. Schließe am achten beziehungsweise vierzehnten Mondtag die besondere Verehrung an; die Stelle hebt den achten Tag der dunklen Monatshälfte hervor. Die in P5-0320 genannten Frucht-, Milch- und Duftgaben begleiten diese anlassgebundene Verehrung.
Sanskrit und deutsche Übersetzung
P5-0318 · 18
tārākālyormatsyasūkte :
aṣṭamyāñca caturdaśyāṃ pūjayecca prayatnataḥ |
yadyatprārthayate mantrī tattadāpnoti nityaśaḥ |
labhate maṃjulāṃ vāṇīṃ kṛṣṇāṣṭamyāṃ sadā yajet
|| 18 ||
Über Tārā und Kālī im Matsyasūkta: „Am achten und am vierzehnten Mondtag soll man sorgfältig verehren. Was immer der Mantrakundige erbittet, das erlangt er stets. Er erhält eine liebliche Stimme; am achten Tag der dunklen Monatshälfte soll man stets verehren.“
P5-0319 · 19
atra nityārcanānantaraṃ naimittikaṃ kāryam |
yatra kālaniyamo na dṛśyate tatra māsārddhaṃ māsaṃ taddviguṇaṃ
vā maṇḍalaṃ naimittikānuṣṭhānaṃ kartavyamiti |
tathoktaṃ rudrayāmale :
māsārddhamathavā māsaṃ dviguṇaṃ triguṇaṃ tathā |
yāvat phalāptimānyogī tāvadevaṃ samācaret
|| 19 ||
Hier ist der anlassgebundene Ritus nach der täglichen Verehrung zu vollziehen. Wo keine Zeitregel sichtbar ist, soll die anlassgebundene Durchführung einen halben Monat, einen Monat, das Doppelte oder einen Maṇḍala-Zeitraum dauern. Im Rudrayāmala heißt es: „Einen halben Monat oder einen Monat, das Doppelte oder Dreifache: So soll der Yogi handeln, bis die Frucht erlangt ist.“ [Die Verbindung von Maṇḍala und den genannten Zeitspannen bleibt in der Prosa offen.]
P5-0320 · 20
anyatrāpi :
naimittike tathā kāmye phalāptirmaṇḍalāvadhiḥ |
nacet |
taddviguṇaṃ kuryāt yathā syātphalabhāksudhīḥ |
aṣṭamyāṃ pūjanaṃ devyāḥ sarvakāmaphalapradam |
rambhājātībījapūraṃ sugandhiparimiśritam |
miśrīkṛtya baliṃ dadyādaṣṭamyāñca viśeṣataḥ |
svarṇamālāṃ mahādevyai dadyādgandhairviśeṣataḥ |
phalaṃ kṣīraṃ tathā dadyādadhikaṃ śarkarānvitam |
tasmātsarvaprayatnena sampatyai pūjayecchivām |
phalañcākṣayasiddhyarthaṃ dadyāddevyai prayatnataḥ
|| 20 ||
Auch anderwärts: „Bei anlassgebundenen und wunschorientierten Riten soll die Frucht innerhalb eines Maṇḍala-Zeitraums eintreten. Falls nicht, soll der Verständige das Doppelte vollziehen, damit er an der Frucht teilhat. Die Verehrung der Göttin am achten Mondtag gewährt die Frucht aller Wünsche. Man vermischt Banane, Jātī und Bījapūra mit Duftstoffen und gibt besonders am achten Mondtag die Opfergabe. Der großen Göttin soll man einen goldenen Kranz besonders mit Duftstoffen darbringen, außerdem Früchte und Milch reichlich, mit Zucker versehen. Deshalb soll man Śivā mit allem Bemühen um der Fülle willen verehren und der Göttin sorgfältig Früchte zur unvergänglichen Vollendung darbringen.“
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.
P5-0318 · 18
ताराकाल्योर्मत्स्यसूक्ते :
अष्टम्याञ्च चतुर्दश्यां पूजयेच्च प्रयत्नतः ।
यद्यत्प्रार्थयते मन्त्री तत्तदाप्नोति नित्यशः ।
लभते मंजुलां वाणीं कृष्णाष्टम्यां सदा यजेत्
॥ १८ ॥
P5-0319 · 19
अत्र नित्यार्चनानन्तरं नैमित्तिकं कार्यम् ।
यत्र कालनियमो न दृश्यते तत्र मासार्द्धं मासं तद्द्विगुणं
वा मण्डलं नैमित्तिकानुष्ठानं कर्तव्यमिति ।
तथोक्तं रुद्रयामले :
मासार्द्धमथवा मासं द्विगुणं त्रिगुणं तथा ।
यावत् फलाप्तिमान्योगी तावदेवं समाचरेत्
॥ १९ ॥
P5-0320 · 20
अन्यत्रापि :
नैमित्तिके तथा काम्ये फलाप्तिर्मण्डलावधिः ।
नचेत् ।
तद्द्विगुणं कुर्यात् यथा स्यात्फलभाक्सुधीः ।
अष्टम्यां पूजनं देव्याः सर्वकामफलप्रदम् ।
रम्भाजातीबीजपूरं सुगन्धिपरिमिश्रितम् ।
मिश्रीकृत्य बलिं दद्यादष्टम्याञ्च विशेषतः ।
स्वर्णमालां महादेव्यै दद्याद्गन्धैर्विशेषतः ।
फलं क्षीरं तथा दद्यादधिकं शर्करान्वितम् ।
तस्मात्सर्वप्रयत्नेन सम्पत्यै पूजयेच्छिवाम् ।
फलञ्चाक्षयसिद्ध्यर्थं दद्याद्देव्यै प्रयत्नतः
॥ २० ॥
Quellen und Textstand
- Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
- Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
- Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
- Brihat Tantrasara Übersetzung 5: P5-0318–P5-0320
Siehe auch
- Brihat Tantrasara Ritualartikel Übersicht
- Tara Puja nach der Phetkari-Ordnung im Brihat Tantrasara
- Tarini Puja nach dem Tarini-Kalpa im Brihat Tantrasara
- Tarini Puja an Mahashtami nach dem Brihat Tantrasara
- Tara Purascharana zum großen Fest nach dem Brihat Tantrasara
- Tara Purascharana von Chaturthi bis Navami nach dem Brihat Tantrasara
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