Sikkim

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Sikkim ist ein Binnenstaat im Nordosten Indiens, eingebettet in den Himalaya als der am wenigsten besiedelte Staat des Landes. Es liegt im Süden von Tibet zwischen Nepal, das weiter im Westen liegt und dem östlich gelegenen Bhutan.

Lage Sikkims in Indien; Copyright

Sikkim ist bekannt für den hohen, schneebedeckten Kanchenjugha, der mit einer Höhe von 8586 m, als dritthöchste Bergspitze der Welt, in den erbsengrünen Wäldern steht. Sikkim ist das Land der Farben, Seen und der Blumen. Die Hauptstadt ist Gangtok, welches Reiseliebhaber zu einer szenischen Pracht einlädt.

Das Wort Sikkim ist eine Kombination der Worte Su und Khyim. Su bedeutet neu und Khyim bedeutet Palast oder Haus. Die Bedeutung des Wortes ist daher neuer Palast oder neues Haus, Bezug nehmend auf den ersten Herrscher des Staates Phuntsok Namgyal. Der tibetanische Name für Sikkim ist Denjong, was Tal des Reises bedeutet.

Geschichte

Die Ureinwohner waren die Lepchas oder die Rabenmenschen, die in das Gebiet von Assam und Burma aus einzogen. Ab dem 1200. Jhd. Zogen die Bhutias oder die tibetischen Menschen nach Sikkim. Im Jahr 1642 wurde Phintsok Namgyal (1604 -1670) der erste König. Seine Nachkommen regierten Sikkim für über 330 Jahre. Während des Jahres 1700 erlitt Sikkim eine Invasion von Nepal und Bhutan und verlor als Resultat viel Land. Die Nepalesen immigrierten Sikkim und ließen sich dort als Bauern nieder.

Sikkim unterstützte England in einem erfolgreichen Krieg gegen Nepal in den Jahren 1814-1815 und konnte einen Teil seines Landes zurückgewinnen. Die britisch- indische Regierung erwarb von Sikkim den Kurort Darjeeling. Mitte des Jahres 1800 zeigte Sikkim heftigen Widerstand es britischer Regierung zu überlassen, doch im Jahr 1861 wurde es schließlich zum Protektorat erklärt. Im Jahr 1950 übernahm die indische Regierung die Verantwortung für externe Angelegenheiten, Verteidigung und Kommunikation Sikkims. 1973 nahm Indien Sikkim in die Vereinigung als außerordentliches Mitglied auf und wurde 1975 der 22. Staat Indiens.

Geographie

Der Crow's Lake ist einer von hundert Seen in Nord Sikkim; Copyright

Sikkim ist ein herrlicher und wunderschöner Staat eingebettet in den Himalaya. Es hat die Form eines Daumens und bergiges Gelände. Aufgrund des hügeligen Untergrundes ist es für Landwirtschaft eher ungeeignet. Manche Berge wurden jedoch in Farmlandschaften umgewandelt, indem eine Terrassentechnik für den Anbau angewandt wurde. Die Spitze des Kanchenjunga ist der höchste Punkt in Sikkim. Zahlreiche Bäche vom Westen und Süden des Staates vereinen sich zum Fluss Teesta und seinen Nebenflüssen, dem Rangeet. Der Teesta wird als Lebenslinie Sikkims beschrieben, der vom Norden in Richtung Süden durch den Staat fließt.

Wirtschaft

Zu großen Teilen besteht die Wirtschaft Sikkims aus Agrarindustrie. Menschen in ländlichen Gegenden bauen Cardamom, Ingwer, Orangen, Äpfel, Tee und Orchideen an. Reis wird an den Hängen im Süden angebaut. Sikkim ist der größte Cardamom Produzent in Indien. Mineralien, die in Sikkim abgetragen werden sind Kupfer, Dolomit, Kalkstein, Graphit, Glimmer, Eisen und Kohle.

Verwaltung

Der Gouverneur der Landesregierung Sikkims wird von der Zentralregierung ernannt. Seine Hauptaufgabe ist das Überwachen des Schwurs des Regierungschefs.Er beauftragt diesen mit der Regierungsbildung. Der Regierungschef wiederum ernennt die Minister des Kabinets. Die Legislative Sikkims ist unikameral und darf in jeder der beiden Häuser, Lok Sabha (Unterhaus) und Rajya Sabha (Oberhaus) einen Platz belegen. Insgesamt zählt die Staatsversammlung 32 Sitzplätze, von denen ein Platz für Sangha reserviert ist. Der höchste Gerichtshof in Sikkim ist der kleinste im Land. 1977 gewannen die Kongressteilnehmer die größte Mehrheit bei den Wahlen. 1979, nach einer Phase von Instabilität, wurde das Ministerium unter der Leitung von Nar Bahadur Bhandari, der Führer der Partei Sikkim Sangram Parishad, vereidigt. Sikkim ist in drei Wahlkreise für die Hauptversammlung unterteilt. Von Lachen nach Mangshila, von Kiba nach Tingda, welches von der Grenze des östlichen Kreises nach Phodong reicht und von Dzongu nach Lying an der Süd-West Grenze.

Kreise von Sikkim

Die Kreise sind durch den Bezirksrichter geleitet. Er ist dafür verantwortlich Recht und Ordnung im Staat aufrecht zu erhalten. Sikkim besteht aus vier Kreisen. Ost-, West-, Nord- und Südsikkim mit den Hauptstätten Gangtok, Geyzing, Mangan und Namchi. Diese vier Kreise sind weiter in Unterabteilungen gegliedert. Pakyong genannt im Ostkreis, Soreng im Westkreis, Chungthang im Nordkreis und Ravongla im südlichen Kreis.

Demographie

Sikkim ist der am wenigsten besiedelte Staat in Indien. Sikkim hat nur 607 Einwohner, von denen 321 männlich und 286 weiblich sind. Die Mehrheit der Einwohner haben nepalesische Wurzeln. Sie kamen im 19. Jhd. in die Region. Der native Sikkimese ist Bhutia, die im 14. Jhd. aus Kham, einem Kreis von Tibet kamen. Die Lepchas migrierten ebenfalls im 14. Jhd. aus dem fernen Osten. Tibetaner leben in den nördlichen und östlichen Gebieten des Staates. Die nicht- nativen Gemeinschaften schließen die Marwaris, die Biharis und die Bengalis ein. Die vorherrschenden Religionen sind der Hinduismus und der Buddhismus. Nur eine kleine Bevölkerungsgruppe vertritt den christlichen Glauben, die zum größten Teil dem Ursprung der Lepcha zuzuordnen sind. Diese konvertierten zu diesem Glauben als im späten 19. Jhd. britische Missionare anfingen in dieser Gegend zu predigen. Niemals gab es in dieser Region interreligiösen Streit. Moscheen stehen in der Innenstadt von Gangtok.

Luftbild Gangtok, Sikkim; Copyright

Bildung

Der Alphabetisierungsgrad von Sikkim liegt nach einem Zensus von 2011 bei 82.2 %. Der männliche bei 87.3 % und der weibliche bei 76.43%. Es gibt 1545 staatliche Bildungseinrichtungen und rund 18 Privatschulen in den Städten. Zwölf Schulen bieten höhere Bildungswege. Die größte Institution ist die Sikkim Manipal Universität für medizinische Gesundheit und technische Wissenschaften. Diese bietet Studiengänge im Ingenieurwesen, Medizin und Management an. Es gibt zwei polytechnische Institutionen: Advanced Technical Training Centre (ATTC) und das Centre for Computers and Communication Technology (CCCT), das Diplomstudiengänge in verschiedenen Bereichen des Ingenieurwesen anbietet.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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