Punarjanam

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Punarjanam, der Glaube des hinduistischen Dharma, beschreibt den Glauben an den Kreis aus Geburt, Tod und Wiedergeburt. Das Wort "Punarjanam" wird normalerweise wie das Wort "Wiedergeburt" aufgefasst. Der Großteil der Hindus glauben an Punarjanam bzw an den Kreis aus Geburt, Tod und Wiedergeburt, der sich "Samsara" nennt. Die Idee der Wiedergeburt ist auch bekannt unter den Begriffen Reinkarnation oder Seelenwanderung. In Sanskrit bedeutet das Wort "Punar" oder "Puna" "nächstes Mal" oder "wieder", und "janam" bedeutet "Leben". Folglich bedeutet Punarjanam "nächstes Leben" oder "das Leben hiernach".

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Der Glaube Punarjanam ist von Person zu Person unterschiedlich. Aber nach der Lehre des Punarjanam ist die Situation oder das Befinden eines jeden Individuums zum Zeitpunkt der Wiedergeburt abhängig von ihrem früheren Karma, wie den Taten in ihrem früheren Leben. Wenn zum Beispiel in einer Familie ein Kind gesund geboren wird, während das andere behindert oder taub ist, dann liegt das an den Taten in ihrem früheren Leben. Die Anhänger des Punarjanam bzw. der Wiedergeburt glauben, dass sie den Auswirkungen ihrer jetzigen Taten in einem späteren Leben begegnen und für diese die Konsequenzen tragen müssen.

Swami Jyotirmayananda in Tattvaloka schrieb: "Obwohl das Wort Karma eigentlich "Tat" bedeutet, deutet es die Eindrücke bzw. Idee von Taten an, die im Unterbewusstsein und Unbewusstsein der Tiefen des Gewissens eines jeden existieren. Deswegen gibt es für jede wiedergeborene Seele eine Art Speicherplatz, der alles Karma aus den früheren Leben sammelt. Manches Karma existiert weiter wie ein Samen und trägt seine Früchte erst in einem späteren Leben."

Es gibt viele Streitigkeiten in Bezug auf Punarjanam. So hat Bollywood viel Geld mit Filmen gemacht, die auf der Theorie des Punarjanam basiert. In Subhash Ghai’s Hit "Karj" nimmt Rishi Kapoor nach seiner nächsten Geburt Rache an seinem früheren Leben. Auch der aktuelle Erfolg "Om Shanti Om" von Shah Rukh Khan baut auf der Idee des Punarjanam bzw. der Wiedergeburt.

Swami Vivekananda hat den Punarjanam folgendermaßen erklärt: "Wir haben die Kraft zu sein, wer wir sind und wer immer wir sein wollen. Wir haben die Kraft, uns selbst zu erschaffen. Wenn die Person, die wir sind, ein Resultat aus den Taten unseren früheren Lebens ist, dann bedeutet dies logischerweise, dass, was auch immer wir in der Zukunft zu sein wünschen, im Jetzt durch unsere Taten gefertigt werden kann. Dies sagt uns, wie wir uns verhalten sollten."

Auch die meisten Buddhisten glauben an "Punarjanam". Das tibetische Totenbuch beschreibt die Reise einer Seele nach dem Tod und wie sie wieder zu einem Menschen zurückkehrt. Tatsächlich ist die Geschichte des Dalai Lama das beste Beispiel, dass sich Kinder an ihr früheres Leben erinnern.

Der Glaube das hinduistische Dharma besagt auch, dass der Kreis aus Tod und Wiedergeburt eines Tages vorbei sein wird, wenn es kein Karma mehr gibt, welches Wiedergeburt auslösen kann, da sowohl das gute als auch das schlechte Karma abgearbeitet wurde.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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