Parashambhu Mahimna Stava
Parashambhu Mahimna Stava (Sanskrit: परशंभुमहिम्नस्तव paraśambhumahimnastava m.), auch Paraśambhu Mahimna Stava, Para Shambhu Mahimna Stava oder Paraśambhu Mahimnastava, ist ein umfangreicher Sanskrit-Lobpreis auf Paraśambhu, den höchsten Śiva bzw. Paraśiva. Die Muktabodha-Ausgabe M00358 schreibt das Werk Durvāsas zu, der dort auch unter dem Namen Krodhabhaṭṭāraka erscheint.
Der Titel bedeutet sinngemäß „Lobpreis der Größe Paraśambhus“. In deutschsprachiger Umschrift wird der Werktitel auch als Parashambhu Mahimna Stava oder Para Shambhu Mahimnastava gesucht. Das Werk ist nicht nur devotional, sondern zugleich stark lehrhaft und tantrisch-philosophisch. In dreizehn Prakaraṇas verbindet es erhabene Shiva-Bhakti mit einer dichten tantrischen Philosophie: Shakti, die sechsunddreißig Tattvas, Icchā-, Jñāna- und Kriyāśakti, Kuṇḍalinī, Mātṛkā, Mantra, inneres Opfer, Pūjā, Bhairava, Spanda, Guru, Nichtdualität und die unmittelbare Erkenntnis des eigenen Selbst als Śiva.

Bedeutung des Parashambhu Mahimna Stava
Der Parashambhu Mahimna Stava verbindet mehrere Ebenen: Lobpreis, tantrische Kosmologie, Guru-Lehre, Mantra-Theorie, Dhyāna und innere Pūjā. Er ist Lobpreis, philosophische Lehrschrift, meditative Kontemplation und tantrische Symboldeutung zugleich.
Schon das erste Prakaraṇa macht die Grundhaltung deutlich: Veden, Śāstras und Siddhāntas können die Größe Paraśivas nicht vollständig erfassen. Dennoch ist Lobpreis möglich, wenn er aus Bhakti, Guru-Unterweisung und eigener Erkenntnis hervorgeht. Das Werk setzt damit nicht blinden Glauben gegen Philosophie. Vielmehr sollen philosophische Einsicht und Hingabe ineinander übergehen.
Paraśambhu als Sat-Cit-Ānanda
Immer wieder erscheint Paraśiva als svaprakāśa, selbstleuchtend, als Sat-Cit-Ānanda und als das eine Bewusstsein, in dem alle Formen erscheinen. Besonders eindringlich ist der fünfzehnte Vers des ersten Prakaraṇa: Brahmā, Viṣṇu, Rudra, Elemente, Raum, Zeit, Veden und begriffliche Vorstellungen werden negiert; der Vers lässt allein das eine selbstleuchtende wahre Sein, Sat-Cit-Ānanda, triumphieren.
Śiva und Śakti
Der Text ist keineswegs ein Śiva-Lobpreis, der Śakti in den Hintergrund drängt. Parāśakti, Icchāśakti, Jñānaśakti, Kriyāśakti, Kuṇḍalinī und Mātṛkā bilden ganze Prakaraṇas. Śiva ist das selbstleuchtende Bewusstsein; Śakti ist seine untrennbare Kraft der Offenbarung. Gerade ihre Einheit lässt Welt, Mantra, Erkenntnis und Befreiung verständlich werden.
Guru und Dīkṣā
Der Guru nimmt eine zentrale Stellung ein. Der Text spricht wiederholt vom Śivaguru und von der śāmbhavischen Dīkṣā. Nach Aussage des Stotras durchbricht die durch Guru-Unterweisung und Dhyāna erschlossene Erkenntnis das begrenzte paśutva, das gebundene Dasein.
Die Welt als Entfaltung des Bewusstseins
Die sichtbare Welt wird nicht einfach verworfen. Die sechsunddreißig Tattvas, Sinne, Sprache, Klang, Sonne, Mond, Elemente, Zeit und verschiedene Lehrsysteme erscheinen im Stava als Entfaltungen, Strahlen oder Ausdrucksweisen Paraśivas und seiner Śakti.

Aufbau der dreizehn Prakaraṇas
- Upodghāta – Einleitung, Nichtdualität, Guru, Dīkṣā und Parāśakti
- Parāśakti-skandha-raśmi – die Strahlen der höchsten Śakti und die 36 Tattvas
- Icchāśakti – Wille als Schöpfungs- und Entfaltungskraft
- Jñānaśakti – Erkenntnis, Samarasa und das nichtduale Brahman
- Kriyāśakti – Handeln, Weltentfaltung und inneres Opfer
- Kuṇḍalinīśakti – Prāṇa, Apāna, Suṣumṇā, Spanda und Befreiung
- Mātṛkāśakti – Buchstaben, Klang, Mantra und Śabdabrahman
- Ṣaḍanvaya-raśmi-viveka – die sechs Zusammenhänge und Bewusstseinsstrahlen
- Pāvaka-dhyāna-yoga – die furchterregende und lichtvolle Gestalt Śambhus
- Mahāvibhūti – Paraśiva als Welt, Zeit, Feld, Opfer und höchstes Selbst
- Antaryāga-upacāra-parāmarśa – die innere Pūjā
- Viśeṣopacāra und Śānti – die ganze Welt als Verehrung
- Upasaṃhāra – Frucht des Stotras, Hingabe und Befreiung
Hinweis zur Übersetzung
Die deutsche Fassung folgt vollständig der Reihenfolge des Sanskrittextes. Einige Stellen der elektronischen Vorlage sind beschädigt oder weisen unsichere Lesarten auf. Diese werden nicht aus fremden Editionen ergänzt. Wo die Verszählung der Vorlage Lücken oder Unregelmäßigkeiten aufweist, werden im deutschen Teil neutrale Abschnittsnummern verwendet, statt eine nicht überlieferte Versnummer zu erfinden.
Vollständiger deutscher Text
1. Upodghāta – Einleitung und Grundvision
Abschnitt 1
Ich verneige mich vor Paraśambhu, dessen höchste Größe selbst die Veden, Śāstras, Siddhāntas und Wissenschaften nicht bis an ihr Ende erfassen können. Wie könnten begrenzte Worte den unendlichen Guru Paraśiva beschreiben? Darum preise auch ich nur so weit, wie meine Einsicht reicht.
Abschnitt 2
Deine Größe ist ein grenzenloser Ozean des Nektars von Licht und Glückseligkeit. Brahmā, Viṣṇu und die großen Dichter sind wie Bienen, die im Duft deiner Bhakti versinken. Wenn selbst sie dich nur annähernd preisen, ist es kein Fehler, dass auch ich es nach dem Maß meiner Kraft versuche.
Abschnitt 3
Du leuchtest in den zahllosen sichtbaren Dingen als das sich entfaltende „Ich“ und „Dies“, und doch überschreitest du alle Formen. Durch die Unterweisung des Guru erkenne ich: Es gibt nichts Höheres als dich, den selbstleuchtenden Paraśiva.
Abschnitt 4
Dieses eigene Selbst ist in Wahrheit das vollkommene Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit. Durch Māyā erscheint es gekrümmt und in die schwer durchschaubaren Zustände des Saṃsāra verstrickt. Durch die wahren Worte des Guru fällt die trennende Begrenzung weg, und dein nichtduales Wesen wird erkannt.
Abschnitt 5
Wer die śāmbhavische Dīkṣā vom Śivaguru empfängt, die in den Āgamas mit ihren göttlichen Bījas gelehrt wird, und durch Meditation auf die Füße Paraśivas das begrenzte Paśu-Sein durchbricht, gelangt zur höchsten Brahma-Erkenntnis jenseits von Geburt und Tod.
Abschnitt 6
Wer erkennt, dass der Mikrokosmos des Körpers dem Makrokosmos entspricht, sich durch die Worte des Śivaguru aus Unwissenheit befreit und sein Herz auf die Verehrung Paraśivas richtet, überwindet Geburt und Tod – o Tod des großen Todes.
Abschnitt 7
Der Körper mit seinen Hüllen, Öffnungen, Elementen und Sinnen erscheint männlich, weiblich oder jenseits dieser Einteilung. Wer darin durch die Guru-Unterweisung dich erkennt und die Hüllen von Nahrung, Leben, Geist, Erkenntnis und Glückseligkeit durchschaut, gelangt zur Erkenntnis der Weltgestalt.
Abschnitt 8
O Herr von allem, Herr von Śrīpura: Deine unzähligen Śaktis, von Parā bis zur Mātṛkā und bis zum Laut kṣa, entfalten die drei Welten. Werden sie im eigenen Wesen erkannt, löst sich der sichtbare Kosmos im Licht des Selbst auf – darin liegt Mukti.
Abschnitt 9
Die höchste Parā-Śakti, in vielfacher Gestalt offenbart und von den Schriften als Śrīsundarī gepriesen, thront auf dem Cakrarāja. Durch unzählige Yoginīs wirkend, ruht sie in deinem Licht und ordnet Anfang, Mitte und Ende der Welten.
Abschnitt 10
Deine Śakti bewegt sich in den fünf Strömen, lässt ihr eigenes Licht hervorbrechen und verschlingt im Feuer der Auflösung die drei Welten. Für deine Verehrer vernichtet sie durch Erkenntnis die Unwissenheit, die als Tod erscheint.
Abschnitt 11
Du wirst als allwissend, ewig erfüllt, jenseits von Sein und Nichtsein, anfangslos bewusst, frei, mit unvergänglicher Eigenkraft und unendlich beschrieben. Wer durch die Worte des Lehrers deine sechs Kräfte erkennt, versteht ihre Entfaltung im eigenen anfangslosen Selbst.
Abschnitt 12
Die Gāyatrī, Trägerin des Veda und Brahmavidyā, erklärt deine höchste Cit-Śakti, Śrīparā. Sie ist zugleich Śabdabrahman und doch unaussprechlich, in sieben Strömen entfaltet und in Wahrheit die alles durchdringende vierte Bewusstseinsdimension.
Abschnitt 13
Wer die ursprüngliche Śakti, die den scheinbar substanzlosen Saṃsāra in Bewegung setzt, als nicht verschieden vom eigenen Selbst erkennt, durchschaut die drei Welten als Entfaltung des unendlichen selbstleuchtenden Brahman und wird durch deine Gnade frei.
Abschnitt 14
O Viśveśvara, außer der Ausstrahlung deines eigenen Lichtes gibt es in Wahrheit nichts anderes. Wer diese unmittelbare Wahrheit verlässt und ein von dir unabhängiges Prinzip konstruiert, bleibt in Geburt und Tod gebunden.
Abschnitt 15
Weder Brahmā noch Viṣṇu oder Rudra, weder Götter noch Dämonen, Erde, Wasser, Feuer, Luft, Raum, Richtungen, Zeit, Veden, Opfer, Sonne, Mond oder begriffliche Vorstellungen bestehen letztlich für sich. Allein dein selbstleuchtendes wahres Sein triumphiert – Sat-Cit-Ānanda.
Abschnitt 16
Die Vertreter verschiedener Siddhāntas mögen dich mit ihren Beweisen untersuchen und sich gegenseitig widersprechen; dein Wesen liegt jenseits von begrifflicher Erfassung, Maß, Schlussfolgerung und Konkurrenz der Lehrsysteme.
Abschnitt 17
Einige große Weise ruhen in der Guru-Unterweisung, haben die gewöhnliche Weltbindung aufgegeben und sind durch die Aghoravidyā gereift. Von deiner Gnade getroffen, überschreiten sie die Gegensätze von Verdienst und Schuld und schauen dich als die Herrlichkeit des höchsten Zustandes und als das All.
Abschnitt 18
Diese śāmbhavische Lehre, die aus den Worten des Śivaguru und der Aghoravidyā hervorgeht, wird hier in Gestalt eines Stotras ausgesprochen. Mögest du Übertreibung und Mangel in meinen Worten verzeihen und mir aus meinem eigenen Herzen das höchste Geheimnis der Mātṛkā-Buchstaben lehren.
2. Parāśakti – die Strahlen der höchsten Kraft
Abschnitt 1
Wer könnte die Herrlichkeit deiner Strahlen, die wie das Licht des eigenen Selbst die drei Welten sichtbar machen, wirklich in Worte fassen? Selbst die Einsicht Brahmās und anderer Weiser verliert sich dort.
Abschnitt 2
Die sechs grundlegenden Zusammenhänge – Erde, Wasser, Feuer, Berührung bzw. Luft, Raum und Geist – tragen deine von Parā bis Mātṛkā reichenden Śaktis. Durch deine sechs Glieder und die zweiunddreißig Hauptstrahlen erfüllen sie das Universum.
Abschnitt 3
Wo selbst die richtig unterscheidende Buddhi, sinnvolle Rede und die große Aussage im Turiya ihre Grenze erreichen, lässt sich nicht mehr bestimmen: Ist es Licht oder Dunkel, Sein oder Nichtsein, geformt oder ungeformt? Du bist jenseits dieser Bestimmungen.
Abschnitt 4
Erkenntnis, Yoga, Licht, Ritual, Körperdenken, Prāṇa, Leere, Ichbewusstsein und Begehren erscheinen als unterschiedliche Stützen; doch du leuchtest in allen wie Butter in Milch oder Öl im Sesam.
Abschnitt 5
Dein Licht ist wie der Duft eines Straußes aus den sechsunddreißig Tattvas. Wird dieser Wunschbaum durch das Wort des Śivaguru erweckt und unmittelbar erfahren, entsteht die Erkenntnis des nichtdualen Brahman: In allem von uns bis zu Brahmā leuchtet nur dieses Eine.
Abschnitt 6
Obwohl das eigene Wesen unmittelbar wie eine Frucht in der Hand ist, erkennt der Mensch es nicht, wenn er von den Dunkelheiten widersprüchlicher Lehrsysteme, von Verdienst und Schuld und von der Logik des Annehmens und Verwerfens umfangen ist. Das ist das Spiel deiner Mahāmāyā.
Abschnitt 7
Das Eine erscheint durch zahllose Kennzeichen, Körper, Sinne und Lebensformen getrennt, als Gott, Mensch oder Tier. Wie ein Schauspieler trägtst du diese Rollen, ohne deine Mahādeva-Natur zu verlieren.
3. Icchāśakti – die Kraft des göttlichen Willens
Abschnitt 1
Deine höchste Eigenkraft verdichtet Sein, Bewusstsein und Größe; als die zeitverschlingende Feuerkraft und als Viṣṇumāyā entfaltet sie Schöpfung, Erhaltung und Auflösung bis an die Grenzen des kosmischen Ozeans.
Abschnitt 2
Innerhalb der Māyā erscheint deine schöpferische Kraft als Begehren; sie entfaltet Erkenner, Erkennen und Erkanntes, bringt Brahmā hervor und breitet sich als Welt aus. Darum wird deine schöpferische Seite als Svayambhū, der aus sich selbst Entstehende, bezeichnet.
Abschnitt 3
Von a bis kṣa entfaltet sich die Lautschöpfung; von Śiva bis Erde die Reihe der Tattvas. Durch deine höchste Icchā erscheint die Welt bis zum kosmischen Ei – während dein wahres Selbst jenseits der drei Malas bleibt.
Abschnitt 4
Die Herrscher der Zeit, die zwölf erhaltenden Formen und Śrīkaṇṭha und andere Nāthas wirken in der Weltordnung. In Wahrheit sind sie Entfaltungen deines Bewusstseins; daher bist du selbst die Kraft der Erhaltung.
Abschnitt 5
Die seit Anfang wirkenden Strahlen deiner Kraft werden durch zahllose Siddhāntas und Vorstellungen als getrennt missverstanden. Durch die Unterweisung des Guru werden sie im reinen Feuer des eigenen Lichtes als das eigene Selbst erkannt.
Abschnitt 6
Wachen, Traum und Tiefschlaf, Wissen, Wille und Zorn sowie die Funktionen Brahmās, Viṣṇus und Haras können den Weg zur Befreiung verhüllen. Weise Wanderer, durch Guru-Wort und Erkenntnisfeuer erhellt und durch deine Gnade geschützt, gelangen zu dir.
Abschnitt 7
Du bist in der Māyā schöpferischer Wille, in der Schöpfung Brahmā, in der Erhaltung Viṣṇu und am Ende der mächtige Rudra. Du bist zugleich Wahrheit, unendlicher Erkenner und Śivaguru; obwohl du alle Kräfte trägst, bist du in Wahrheit jenseits der Guṇas.
Abschnitt 8
Durch deine Icchāśakti wird das ganze Weltgewebe aufgenommen und wieder hervorgebracht. In unzähligen inneren Regungen und Vorstellungen entfaltet sie sich; doch der Ozean des Bewusstseins bist du selbst.
4. Jñānaśakti – die Kraft der Erkenntnis
Abschnitt 1
Das vielfältige Netz der Tattvas, von der Erde bis Paraśiva, und die unendliche Welt der Handlungen erscheinen in deinem Licht. Als Ozean des Brahmānanda und Ursache des Erwachens offenbart sich darin deine große Jñānaśakti.
Abschnitt 2
Wie Milch trotz verschiedener Erscheinungsweisen eine bleibt, so ist auch das Licht, das sich in den mannigfaltigen Sinnesobjekten zeigt, im Grund eines. Wie Feuer durch Rauch verschieden erscheint, leuchtest du als die eine Wahrheit in der Welt.
Abschnitt 3
Aus deinem ewigen, ungeteilten Licht erscheint Māyā mit den drei Guṇas und vielfältigen Kräften. Durch voneinander abweichende Maßstäbe und Lehrsysteme breitet sie die Vorstellung des Getrenntseins aus; doch die Veda-Erkenntnis weist auf deine Wahrheit.
Abschnitt 4
Auch wenn ein anderer Standpunkt von einer reinen, unendlichen Kraft des Lichts spricht, die im Abgrund der Leere vergeht: Deine wahre Macht bringt aus ihrem eigenen Licht Māyā hervor und lässt dadurch diese Welt erscheinen.
Abschnitt 5
Wenn Cit und Śakti eins sind, wenn „Ich“ und „Dies“, Jīva und Brahman, Sonne und Mond, Prāṇa und Apāna, Verdienst und Schuld in Samarasa zusammenfallen, dann erscheinst du als der höchste Herr der Glückseligkeit jenseits von Sein und Nichtsein.
Abschnitt 6
Diese reine Vijñānaśakti, vom Śivaguru gezeigt, führt den Weisen zum nichtdualen Brahman, erfüllt von Sat-Cit-Ānanda. Die vielen Mudrās und Erkenntniswege sind unterschiedliche Ausdrucksformen innerhalb dieses einen Bewusstseins.
5. Kriyāśakti – die Kraft des Handelns
Abschnitt 1
Durch die Erkenntnisorgane und ihre Gegenstände breitet sich Erfahrung aus; durch die aufsteigende Icchā fließt Aktivität in Rede und Handeln. So bist du, o Śiva, als Kriyāśakti in der Welt wirksam.
Abschnitt 2
Schöpfung, Erhaltung und Auflösung, Entschlossenheit, Kraft und die unzähligen Welten erscheinen aus deiner Wirksamkeit. Dein Geist umfasst die ganze Weltgestalt.
Abschnitt 3
Selbst ohne äußere Bewegung der Sinne vermag das innere Bewusstsein entfernte Dinge und Handlungen zu erfassen. Darin zeigt sich deine unabhängige Natur, frei von begrenzenden Vorstellungen.
Abschnitt 4
Wie ein Banyanbaum im winzigen Samen verborgen liegt, so liegt die ganze Weltentfaltung im Samen des wahren Bewusstseins. In dem Feld des Willens lässt du sie durch Buddhi, Sinne und Handlung hervorbrechen.
Abschnitt 5
Die fünf Elemente, Wahrnehmungen, Klänge und Redeweisen scheinen verschieden; doch in ihnen allen entfaltet sich die eine Weltgestalt des Selbst. Darum bist du der eine, nichtduale, selbstleuchtende Herr.
Abschnitt 6
Die drei Zeiten, zehn Richtungen, die vielfachen Formen der Erde, Wasser, Feuer, Luft, Raum und die elf Sinne sowie unzählige Bījas folgen ihren jeweiligen Eigenschaften – alle sind auf dich gegründet.
Abschnitt 7
Die fünfzig Buchstaben der Mātṛkā entfalten durch ihre vielen Klänge das Netz der Tattvas. Aus dieser vom Guru überlieferten Lautkraft gehen Veden, Lehren, Wissenschaften, Sprachen und Handlungen hervor.
Abschnitt 8
Aus Buchstaben entstehen Wurzeln und Wörter, aus Wörtern Sätze, daraus Erkenntnismittel und Lehrsysteme. Doch hinter all dieser Vielfalt bist du der eine Mahāsaṃvid, das große Bewusstsein ohne Zweites.
Abschnitt 9
Der Opferplatz und der Śmaśāna, das Haus, das Om-Pīṭha, der Ort von Entstehen und Vergehen, Bhairavas und Nāgas, Feuer, Sonne und Mond – all dies durchdringst du als dein eigenes Selbst.
Abschnitt 10
Im fünften und besonders im elften Prakaraṇa wird Pūjā ausdrücklich verinnerlicht. Die Cit-Pūjā erscheint als höchste Form der Verehrung: Die Sinnesgegenstände werden wie Ghee in das innere Feuer des Selbst geopfert. Frei von Wunsch, im eigenen Bewusstsein ruhend, verehrt der Weise dich im Feuer des Ātman.
Abschnitt 11
In diesem inneren Opfer ist die Zweiheit das Brennholz, die begrenzte Kreatur das Opfertier, die Sinne die Zungen des Feuers, Erkenntnis das lodernde Feuer, das reine Selbst der Hotṛ und der klare Geist der Adhvaryu. Der Guru ist der Ācārya, und du bist das höchste Opfer selbst.
Abschnitt 12
Alle anderen Rituale, die aus Wunsch vollzogen werden, alle Opfer und kosmischen Handlungen entstehen letztlich aus deiner Kriyāśakti. Du bist die schöpferische Kraft hinter allen Formen des Handelns.
6. Kuṇḍalinīśakti – die innere Lebens- und Aufstiegskraft
Abschnitt 1
Deine unvergängliche Eigenkraft leuchtet in den fünfzehn Tithis; sie verschlingt die Zeitströme und trägt das Weltgeschehen. Als Ursprung von Sonne und Mond erscheint sie in Gestalt der großen Kuṇḍalinī.
Abschnitt 2
Durch das innere Feuer wird die Ādhāra-Śakti erweckt; beim Durchdringen der Chakras entstehen mächtige Klänge und ein Strom unendlichen Brahmānanda. Diese Bewegung gehört zu deiner inneren Suṣumṇā-Gestalt.
Abschnitt 3
Prāṇa steigt auf, Apāna bewegt sich abwärts. Werden beide durch Atemlenkung zusammengeführt, löst sich der Haṃsa im höchsten Licht auf und die Gegensätze von Vidyā und Avidyā gehen in Samarasa ein.
Abschnitt 4
Die Erhellung aller Sinnesgegenstände, die Kräfte aller Handlungen, Freude, Furcht, Zorn und die Bewegungen der Lebenswinde in allen Nāḍīs – all dies entspringt deinem großen Spanda.
Abschnitt 5
Wer durch die Unterweisung des wahren Lehrers Khecarī und die innere Mudrā erkennt, die Sinne im eigenen Bewusstsein sammelt und den Geist als grenzenloses Licht meditiert, gelangt in deine große Spanda-Natur und zur Befreiung.
Abschnitt 6
Durch Kuṇḍalinī als Prāṇa wird die ganze Welt belebt. Wer sie erkennt, gelangt zum furchtlosen friedvollen Zustand; wer sie nicht erkennt, bleibt im Ozean von Geburt und Tod gebunden. Ihre Gnade löst die Fessel des Todes.
7. Mātṛkāśakti – Laut, Mantra und die Mutter der Buchstaben
Abschnitt 1
Um das im Herzen verborgene Brahmatattva sichtbar zu machen, nimmst du die Gestalt der ewigen Mātṛkā an. Durch die göttliche Āmnāya-Vidyā und die einzelnen Buchstaben offenbarst du dem Schüler das eigene höchste Wesen.
Abschnitt 2
O Gestalt des Śabdabrahman: In Trommeln, Glocken, Musikinstrumenten, Flöten, Körperklängen und Wolkendonner sprichst du in zahllosen Formen des Anāhata-Klanges.
Abschnitt 3
Als Ursache der Tattva-Entfaltung, in den Zeitordnungen und Polaritäten von weiblich und männlich, Sonne, Mond und Feuer, bist du der Purusha und die Essenz der großen Āmnāya-Vidyā.
Abschnitt 4
Udātta, Anudātta, Svarita, hohe und tiefe Töne, die Tonstufen der Musik und ihre Rāgas – in all diesen Klangformen wohnst du als anfangsloser, ewiger Ton.
Abschnitt 5
Die Buchstaben entstehen an den verschiedenen Artikulationsorten, entfalten sich als kurze, lange und gedehnte Laute und stehen mit den drei Geschlechtern und der Zeit in Verbindung. All dies ist dein Spiel als Mahāvarṇa.
Abschnitt 6
In den Varga-Buchstaben, Sinneskräften, Elementen und inneren Lautgruppen bist du als Viśvarūpa gegenwärtig. Daher erkennen die Wissenden dich als den Ursprung der Buchstabenklassen.
Abschnitt 7
Die Mantravidyās, die aus dem Lotusmund des Śivaguru leuchten, zeigen den jenseitigen Zustand. Wurzeln, Wörter, Veden und alle Sprachformen hängen von dir als ursprünglicher Lautverbindung ab.
Abschnitt 8
Om, Vāgbhava-, Śakti-, Mā-, Smāra- und Mātṛkā-Bījas sowie die verschiedenen Kūṭas führen im Inneren zu Haṃsa, So'ham und schließlich zu dir, der Mantragestalt jenseits des Denkens.
Abschnitt 9
Durch Bindu, Mond, Nāda, Kalās, Nyāsa und die vom Guru gelehrten Vidyās verbrennt das Mantrafeuer die dunkle Kraft des Werdens.
Abschnitt 10
Buchstaben, Mantras, Lautwurzeln, Sätze, Āmnāyas, Veden, Sprachen, Metren, Takt und Tonqualitäten – alle gehen aus deiner Mātṛkā-Śakti hervor.
8. Die sechs Zusammenhänge und die Strahlen des Bewusstseins
Abschnitt 1
Tag und Nacht sind gleichsam deine Zeitglieder und Strahlen, in weiblich-männlicher Polarität, rot und weiß, von Sonne und Mond durchwandert. Aus den sechs Kräften entstehen die Zeitordnungen der Welt.
Abschnitt 2
Die sechsunddreißig Tattvas von Erde bis Śiva, die Sternordnungen, Körperbestandteile und die Guṇas der Jīvamāyā werden durch deine Strahlen sichtbar gemacht.
Abschnitt 3
Alle diese Strahlen, die in den sechs Grundbereichen von Erde, Wasser, Feuer, Luft, Raum und Geist stehen, sind Bhairavas. In ihrer Mitte leuchtest du allein wie die Sonne unter ihren Strahlen – als Cit-Bhairava-Feuer.
Abschnitt 4
Die Bhairavī-Strahlengöttinnen, von deiner Gnade erfüllt, lösen durch das Feuer der Selbsterkenntnis die Bindungen der Verehrer, die an Verdienst, Schuld und zahlreiche Hindernisse gefesselt sind.
Abschnitt 5
O Herr, deine göttlichen Strahlen besitzen Bedeutungen, die selbst Brahmā, die Götter und die Weisen kaum vollständig erfassen. Wie könnte ein gewöhnlicher Dichter sie angemessen preisen oder erkennen?
9. Pāvaka-Dhyāna-Yoga – die feurige Gestalt Śambhus
Abschnitt 1
Dein kosmischer Wagen wird aus Erde, Ganga, Brahmā, den Veden, Sonne, Mond und weiteren kosmischen Kräften gebildet; eine Stelle der Überlieferung ist beschädigt. Auf diesem universalen Gefährt wird Śambhu als Lenker meditiert.
Abschnitt 2
Ich verehre dich, den Guru Śambhu, strahlend wie zahllose Sonnen am Weltende, mit vielen furchterregenden Zähnen und sechs Gesichtern, umgeben von Feuer, Mond und Sonne und mit zahlreichen göttlichen Waffen und Gesten.
Abschnitt 3
Mit Schlangen, Knochen und Mondschmuck, mit einer Kette von Schädeln, mit Elefantenhaut um die Hüften und gewaltigem Lachen erscheinst du in einer zugleich furchterregenden und strahlenden Gestalt.
Abschnitt 4
Umgeben von Nāgas, Bhairavas, Göttern, Dämonen, Bhūtas, Pretas, Piśācas und Yoginīs im Śmaśāna, bist du der eine Wohnort der höchsten Erkenntnis, die innere Leuchte der drei Welten.
Abschnitt 5
Durch verschiedene Dhyānas und Yogas wird deine Śiva-Natur erkannt. Der Dreizack deiner Icchā-, Jñāna- und Kriyāśakti zerstört die dreifache Verblendung; das Schwert wahrer Erkenntnis schneidet den Feind falscher Erkenntnis. Darum bist du Mṛtyuṃjaya.
Abschnitt 6
Deine dreifache Śakti vollzieht Schöpfung, Erhaltung und Auflösung. Der Aṅkuśa bezwingt die Macht der Māyā; die Geste der Gabe gewährt Dharma, Artha und Befreiung; die Furchtlosigkeit vernichtet die Angst vor dem alles verschlingenden Tod.
Abschnitt 7
Deine Schlinge bindet die Welt, dein Cakra ist die aufgehende Sonne in der Nacht des Saṃsāra, dein Bogen ist Pināka. Das Kapāla und die übrigen Symbole werden als Bewusstseinsformen gedeutet.
Abschnitt 8
Die Veden und Śāstras preisen die Größe deiner göttlichen Waffen. Dein Tāṇḍava erschüttert die drei Welten, dein Lachen gleicht einem Blitzschlag; darum bist du Ugravīra, der furchtbare Held.
Abschnitt 9
Auf dem Thron aus Erde, Wasser, Feuer, Luft, Raum und Bewusstsein sitzt du in sechsfacher Śakti-Gestalt. Selbst als grobe Weltgestalt bleibst du für die gewöhnliche Sicht jenseits aller Lichter.
Abschnitt 10
Obwohl du so meditiert wirst, reicht Denken und Sprache nicht an dein wahres Wesen heran. Als freies Bewusstsein, rein und zugleich jenseits aller Zustände, leuchtest du im Herzen dessen, der dich erkennt.
Abschnitt 11
Du bist zugleich Herrlichkeit und ursprünglicher Bettler, Weltschöpfer und aus sich selbst Geborener, durch Āgama erklärbar und doch unaussprechlich, rein und zugleich Spieler in der Māyā. So triumphiert dein freies Spiel jenseits einfacher Gegensätze.
10. Mahāvibhūti – die universale Größe Śivas
Abschnitt 1
Du sollst durch die vielfältigen Wege der Schriften gesehen, durch den Mund des Śivaguru gehört, bedacht und tief meditiert werden. Es gibt keinen anderen Gott, der über dir steht.
Abschnitt 2
Ich verehre dich als Mantrarāja: furchtbar und friedvoll, heroisch und allumfassend, als großes Viṣṇu-Prinzip und loderndes Feuer, als unendlichgesichtig, als Narasiṃha-Gestalt, als allwissenden Tod des Todes und als Welt-Ich.
Abschnitt 3
Bhūr, Bhuvaḥ, Svaḥ und die höheren Welten, Himmel, Sonne, Mond und die Bewegungen von Prāṇa und Apāna werden als dein Leib erkannt. Für diejenigen, die so meditieren, wird die ganze Verehrung zu Brahma-Yoga.
Abschnitt 4
Ich meditiere jenes höchste, unvergleichliche und verehrungswürdige Licht des Savitṛ, den Bharga des Göttlichen, das reine Turiya, das alle Wesen durchdringt und von gesammelt meditierenden Yogis im Inneren geschaut wird.
Abschnitt 5
Zeit, Yugas, Tage, Nächte, Monate, Jahre, Jahreszeiten, Opferhandlungen, Götter, Dämonen, Menschen, Nāgas, Yogis und alle Wesen treten in deine Füße ein und gehen in deinem Sein auf.
Abschnitt 6
Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart sowie die drei Welten werden durch deine sechs großen Śaktis durchdrungen. In Schöpfung, Erhaltung und Auflösung bewegst du dich in allen Wesen und stehst zugleich jenseits der Dunkelheit des Werdens.
Abschnitt 7
Du bist der Hörende, Berührende, Schmeckende, Riechende, Sprechende, Handelnde und Gehende; du bist Freude, Begehren, Erkenntnis und die sieben Zungen des heiligen Feuers. Überall bist du Śiva.
Abschnitt 8
Wer dich als den mit allen Namen und Bedeutungen, als Herrn aller Kulas, Genießer aller Rasa und Träger aller Welten erkennt, ist wahrhaft gesegnet.
Abschnitt 9
Du bist Feld und Erkenner des Feldes, Gottheit der Aghoravidyā, Mantra und Herr des Mantra, Opfer, Priester, Darbringung und dreifaches Feuer. Ohne dich gibt es nichts davon.
Abschnitt 10
Alle Götter, Menschen, Nāgas und Wesen sind Kṣetrajñas; das ganze Brahmāṇḍa ist das Feld. Wer dich in diesem gesamten Feld als den verzehrenden und genießenden Mahāgni erkennt, überschreitet den großen Tod.
Abschnitt 11
Die Veden, Āmnāyas, Śāstras, Siddhāntas und Sprachen entfalten sich in dir, dem unendlichen höchsten Puruṣa. Wer könnte über deine Weltgestalt hinausgehen?
Abschnitt 12
Die Welt ist wie ein großer Banyanbaum: Raum seine Wurzel, Elemente seine Äste, Götter seine Blätter, Dämonen seine Triebe, Menschen seine Zweige, Nāgas seine Blüten und Wesen seine Früchte. Du bist der Same dieses Weltbaumes.
Abschnitt 13
Als Māyā bist du die Zeit, die Geburt und Tod hervorbringt; als Vidyā bist du Kālāntaka, der Überwinder der Zeit. Wer durch den Guru erkennt, dass der Tod im Körper-Ich liegt, erwacht durch deine Gnade zur Selbsterkenntnis und wird Mṛtyuṃjaya.
Abschnitt 14
Du bist mein Herr, mein Guru, Śambhu, Pareśa, Parā, das höchste Feuer, Sonne, Mond, Mutter, Vater, Freund, Bruder, Verwandter und Schatz. Außer dir gibt es für mich keinen anderen.
Abschnitt 15
Du bist die Grundlage von Wort und Bedeutung, der Ursprung der drei Welten und das eine zu erkennende Prinzip aller Tattvas. Durch deine eigenen Buchstaben offenbarst du das höchste Wesen.
Abschnitt 16
Du bist die Welt und ihre Ursache, der Handelnde ohne äußeres Instrument und zugleich jenseits der Welt. Im Feuer der nichtdualen Selbsterkenntnis wird die eigene Opfergabe verzehrt und mündet in die Nirvāṇa-Pūjā.
Abschnitt 17
Wer diese deine große Herrlichkeit preist, die in innerem und äußerem Āgama verkündet wird und keinen Anfang, keine Mitte und kein Ende besitzt, wird selbst von Staunen über die Welt erfüllt und erkennt die Grundlage von Entstehen, Bestehen und Vergehen.
11. Antaryāga – die innere Verehrung
Abschnitt 1
Was ist Pūjā, wer ist der Verehrer, wer der Śivaguru, was ist der Ritus und was der Mantra? Was sind Pīṭha, Blume, reines Wasser und die Upacāras? Für dein nichtduales Selbst erscheinen all diese Zweiheiten nur als Hilfskonstruktionen; die reine Erkenntnispūjā von Körper, Rede und Geist ist dir wohlgefällig.
Abschnitt 2
Du durchdringst die drei Zeiten und die ganze Welt und sitzt im Herzen aller Wesen. Wie könnte man dich von außen herbeirufen, und welchen Sitz könnte man dir geben? Māyā erschafft die Trennung nur für das Spiel der Erfahrung.
Abschnitt 3
Ādhāra ist das Feuer, das Gefäß ist die Sonne, der Mond ist der Herr der Nektarkalās; du selbst bist Śaktīśa und der Verehrte. Wie könnten äußere Pādya- und Arghya-Gefäße den Paraśiva zufriedenstellen, der im Ozean reiner Erkenntnis ruht?
Abschnitt 4
Die Ströme von Erkenntnis und Glückseligkeit, die aus Sonne, Mond und Feuer aufsteigen, sind die drei Haupt-Nāḍīs. Sie sind die inneren heiligen Flüsse. Wie könnte dein wahres Bad durch gewöhnliches Wasser geschehen?
Abschnitt 5
Die Überlieferung ist hier beschädigt. Der Sinnzusammenhang deutet äußere Gewänder, Salben und Schmuck als bloße Symbole gegenüber dem inneren Licht, der Erkenntnis und der spirituellen Würde.
Abschnitt 6
Nichtverletzen, Beruhigung der Sinne, Mitgefühl mit allen Wesen, Frieden, Wahrhaftigkeit, Erwachen, unverrückte Schau nach der Guru-Unterweisung, Śraddhā, Bhakti, Loslassen der Sinnesobjekte und Wunschlosigkeit – diese sind die reinen Blumen deiner inneren Pūjā.
Abschnitt 7
Die acht Mātṛkās und die Yoginīs verehren dich mit den Blumen ihrer eigenen Kräfte; die Bhairavas, die deine Strahlen tragen, meditieren dich als Cid-Bhairaveśa und höchsten Śivaguru.
Abschnitt 8
Die beständige Übung von rechter Erkenntnis ist der Weihrauch, das vom Guru überlieferte Kula-Wissen die Lampe, und alle erkannten Sinnesinhalte werden zum göttlichen Naivedya. Wie könnten bloß äußerliche Gaben dich in gleicher Weise erfüllen?
12. Viśeṣopacāra – besondere Formen der Verehrung und Śānti
Abschnitt 1
Vidyās werden zu Schmuck, Düfte zu Sandel, Blüten zu Opferblumen, Gewänder, Räucherwerk, Betel und Getränke zu Upacāras deiner Verehrung.
Abschnitt 2
Die sieben Maṇḍalas, Ozeane von Speise, gekochte Gerichte, Gemüse, Beilagen, Essbares, Trinkbares und Leckbares, Milch, Ghee und andere Speisen werden als großes Naivedya für dich dargebracht.
Abschnitt 3
Lampen in Mantra-Gestalt, Feuer, Sonne, Mond, Sterne, Blitze, Edelsteine, Gold und andere Lichter werden zum Nīrājana vor deiner selbstleuchtenden Gestalt.
Abschnitt 4
Mudrās, Tanz, Pilgerwege, Verneigung, Bewegungen der Sinne, Lehren, Handlungen, Erkenntnisströme, Fächer, Schirme, Elefanten, Pferde und Wagen – alles kann als Dienst an deinen Füßen verstanden werden.
Abschnitt 5
Der Raum selbst verehrt dich mit Donner, Trommeln, Musikinstrumenten, Glocken, Tālas, Nādas, Mṛdaṅgas, Ḍamarus und Gesang.
Abschnitt 6
Die śāmbhavischen Strahlengöttinnen in Mātṛkā-Gestalt, die acht Bhairavas und die Āgamas und Vedāntas verkünden deine unaussprechliche śāmbhavische Herrlichkeit.
Abschnitt 7
Yoginīs, Kṣetrapālas, Bhairavas und andere Mächte verehren dich mit ihren eigenen Tätigkeiten wie mit Blumen.
Abschnitt 8
Bhūtas, Pretas, Piśācas und Yoginīs erscheinen in furchterregenden Formen; die Götter meditieren und singen dich in Freude und Frieden.
Abschnitt 9
Brahmā verehrt dich mit Vedagesang, Hari mit Lotusblüten, Rudras mit Tāṇḍava, Indra und die Dikpālas mit ihren Kräften; Siddhas, Munis, Durgās und Gaṇeśas bringen Lobpreis, Tanz und Musik dar.
Abschnitt 10
Das śāmbhavische Feuer auf dem Bhairava-Thron leuchtet mit den fünfzig Funken der Buchstaben. Im wahren inneren Opfer wird die ganze Dreiwelt zur Darbringung.
Abschnitt 11
Dein Feuer verschlingt wie die Sonne alle anderen Lichter und Erkenntnisse; es ist der eine Grund aller Erkenntnis und überstrahlt die Dunkelheit.
Abschnitt 12
O Śambhu, Weltgestalt, Paraśiva und Guru: Diese aus bedeutungsvollen Worten geformte Pūjā im Sragdharā-Metrum sei in deinem Erkenntnisfeuer dargebracht. Möge sie meiner Befreiung dienen; verzeihe meine Fehler und sei mir gnädig.
13. Upasaṃhāra – Abschluss, Frucht und Hingabe
Abschnitt 1
Diese Pūjā, eine Kuh der Gnade, aus der der Nektar rechter Bhakti fließt, überwindet die Macht von Geburt und Tod, schenkt Freude wie Wellen von Brahmānanda und verbrennt Unheil, Verdienst, Schuld und den unendlichen Wald des Werdens.
Abschnitt 2
O Paraśiva, mein Leben ist dadurch gesegnet, dass ich durch die Lobpreisung deiner Größe befreit wurde. Durch deine Gnade ist meine ganze zweifach erscheinende Welt in den höchsten Zustand eingegangen.
Abschnitt 3
Der Tod der Māyā ist durch das Schwert des Guru-Wortes besiegt, die Unreinheit des Geistes gespalten, die Dunkelheit des Ichbewusstseins vertrieben und die Feinde wie Begierde durch das Feuer klarer Unterscheidung vernichtet.
Abschnitt 4
Geburt, Scham, Stolz auf Familie, Zweifel, Sorge, Körper-Ich, Verdienst und Schuld sowie der Strick des Stolzes sind durch das Sonnenlicht deiner Mahāvākya-Erkenntnis zerstört. Was sollte ich darüber hinaus noch wünschen?
Abschnitt 5
Mein Studium hat in deiner Gegenwart seinen Sinn gefunden. Du bist jenseits von Rede und Geist der drei Welten und zugleich die eine ungehinderte Gestalt, die durch alle Wege erreichbar ist.
Abschnitt 6
Ich habe die widersprüchlichen Wege von Śruti und Smṛti verlassen und mich der erhabenen Weisung des Śivaguru zugewandt. Ich verehre dich als das höchste Feuer, das die ganze Welt als Opfer verzehrt und im Wald des Werdens aus sich selbst leuchtet.
Abschnitt 7
Brahman-Sein, Herrschaft über die Götter oder die Erde, hoher sozialer Rang, Yakṣa-, Nāga-, Pitṛ-, Gandharva- oder Siddha-Sein – all dies ist vergänglich. Ich wünsche allein die unbewegliche Meditation auf deine Lotusfüße.
Abschnitt 8
Erfüllung ist erreicht, meine Rede wurde durch dein Stotra fruchtbar; der Tod ist überwunden, der Ozean des Saṃsāra durchquert, Verblendung vernichtet und Verdienst wie Schuld sind vergangen. Erwachen ist erlangt.
Abschnitt 9
O Paraśiva-Śambhu, möge dieses aus eigener innerer Kraft verfasste Stotra deiner unendlichen Größe dir Freude bereiten. Wohne in meinem Herzen, schneide das Leid des Werdens ab und verzeihe meine Fehler.
Abschnitt 10
Die zahllosen Wesen wandern entsprechend ihren Taten im schrecklichen Rad von Geburt und Tod. Sieh mich, der furchtsam Zuflucht genommen hat, und rette mich vor dem Tod.
Abschnitt 11
Durvāsas sagt: Mein Herz ist der goldene Berg und seine Höhle; diese Verse sind Löwen, bewaffnet mit śāmbhavischer Kraft. Sie zerreißen die Herde der Dunkelheit der Māyā und führen Sprecher, Hörer und Erkennende in die Brahman-Wirklichkeit der eigenen Herzhöhle.
Abschnitt 12
Der Weise erlangt Gelehrsamkeit, Erkenntnis, Kraft, den schwierigen Yoga-Weg, langes Leben und klare Berühmtheit; am Ende des Körpers gelangt er an das jenseitige Ufer Brahmans, zu den Füßen Paraśivas.
Abschnitt 13
Wer fest in der śāmbhavischen Lehre steht, die Wege von Śruti und Smṛti achtet und in den Āgamas und Wissenschaften bewandert ist, erlangt durch das Lesen dieses Lobpreises die śāmbhavische Brahman-Verwirklichung.
Abschnitt 14
Wer dieses Stotra liest, durch den Śivaguru in die Aghoravidyā eingeweiht ist und im Licht wahrer Erkenntnis Verdienst, Schuld und Unwissenheit durchbricht, erlangt Selbsterwachen, Strahlkraft, Ruhm, Glück und den ersehnten Zustand.
Abschnitt 15
Wer dieses Mahimna-Stotra mit Japa-Hingabe rezitiert, erkennt das Wesen der Parāśakti und den Zustand Paraśivas; er erfährt die Tiefe der Lobpreisung, Siddhis und schließlich den höchsten Zustand.
Abschnitt 16
Wer dieses große Stotra liest, das Durvāsas mit dem göttlichen Namen Krodhabhaṭṭāraka verfasst hat, gelangt nach Aussage des Textes zu großer Herrschaft, beständiger Guru-Würde und Śivatā.
Abschnitt 17
Es gibt keinen höheren Gott als Maheśa, keinen höheren Lobpreis als diesen Mahimna-Stava, keinen höheren Mantra als Aghora und kein höheres Tattva als den Guru.
Abschnitt 18
Durvāsas, der Weise, der Gnade und Zurückweisung entsprechend Wahrheit und Unwahrheit verkörpert, wird als großer Lehrer der Upaniṣaden gepriesen.
Abschnitt 19
Wer durch die Gnade des Śrīguru zur Selbsterkenntnis geführt wird und den Sinn des Paraśambhu-Stava erkennt, wird fest in der Grundlage der Welt.
Abschnitt 20
Wer die Verse des Paraśambhu-Stava dreimal täglich rezitiert, soll wie die Sonne Licht in die Welt bringen und durch geistige Klarheit zum Lehrer werden.
Abschnitt 21
Darum soll der mit Erinnerung, Einsicht, Buddhi und Prajñā ausgestattete Selbstkenner das Herz dieses Paraśambhu-Stava mit Mitgefühl nur geeigneten Empfängern offenbaren.
Vollständiger Sanskrittext in Umschrift
śivābhyāṃ namaḥ
paraśaṃbhumahimnastavaḥ
prathamaṃ prakaraṇam
anekaśaktisaṃghaṭṭaprakāśalaharītanuḥ |
śuddhasaṃvicchivaḥ pāyādvibhuḥ śrīparameśvaraḥ ||
śrīśaṃbho te mahimnaḥ stutipatharacitāḥ sāṅgavedāḥ saśāstrāḥ siddhāntāḥ
sāṅgavidyāḥ sacakitamatayo naiva paśyanti pāram | sādyantāstvāmanantaṃ
paramaśivaguruṃ te kathaṃ varṇayeyu-
stasmātprajñānusārādahamapi bhavataḥ staumi kiṃciccaritram || 1 ||
kvānandātmaprakāśastava paramahimāpārapīyūṣasindhu-
stvadbhaktyāmodamagnāḥ kva ca kavimadhupā brahmaviṣṇupramukhyāḥ |
śrīśaṃbho mohajṛmbho na janayati parāṃ svātmavattāṃ kimeta-
ccitraṃ tadvanmayāpi svamativibhavataḥ stūyase tvaṃ na doṣaḥ || 2 ||
śrīmadbhirdṛśyabhāvairahamahamidamityātmajṛmbhādhirūḍhai-
rnānārūpaiḥ padārthairanavadhivibhavairāśudedīpyamānaḥ |
sarvātītastvamekaḥ paraśivacaraṇa svaprakāśātmaśaṃbho
nānyastvattaḥ paro'stītyahamiha guruṇā tvāṃ svabhāvairavaimi || 3 ||
ātmaivaiṣa svakīyo niratiśayacidānandasadbrahmapūrṇo
jihmaḥ saṃsārabhāvairatiduradhigamairāttamāyāvilāsaiḥ |
sarvātmatvādanantastava śivamahasaḥ śrīguroḥ satyavākyaiḥ
nistarkopādhibhedaiḥ paramapuruṣa te tattvamadvaitameti || 4 ||
dīkṣāṃ yaḥ śāṃbhavīyāṃ śivaguruvihitāṃ divyabījāgamoktāṃ
prāpya śrīśaṃmutādātmyavitaraṇacaṇāṃ janmamṛtyuprabhetrīm |
bhitvā bhedyaṃ paśutvaṃ paraśivacaraṇadhyānayogena pūrṇaḥ
svāghorabrahmavidyāviditaparapadaṃ brahma sa praiti vidvān || 5 ||
brahmāṇḍaṃ piṇḍametatpitaramiva sutastatsamaṃ naikadharmaṃ
vijñāyājñānamuktaḥ śivaguruvacanairātmavijñānaśāntaḥ |
sarvātmaikaprabhoste paraśivacaraṇārādhanāsaktacitto
yaḥ ko'pyekaḥ sa yogī jayati janimṛtī bho mahāmṛtyumṛtyo || 6 ||
piṇḍe ṣāṭkośike'sminnavavivarapure pañcabhūtendriyāḍhye
puṃske straiṇe ca ṣāṇḍe śivaguruvacanairatra vijñāyase cet |
kenāpyannāsucittapramitinirupamānandakośāttarāśi-
stvaṃ ṣodhā bhinnamūrtiḥ paraśiva sa budho viśvarūpatvamīyāt || 7 ||
sarveśa śrīpureśa tribhuvanabhavanavyaktayaḥ śaktayaste-
'nantādyāḥ śrīparādyā niravadhivibhavā mātṛkāntāḥ kṣakāntāḥ |
vijñātāḥ syuḥ svarūpe yadi śivaguruṇā viśvadṛśyaprapañca-
svātmajyotirvilīnānvidadhati viduṣo yoginaḥ saiva muktiḥ || 8 ||
ṣoḍhā? pañcadhā ca prakaṭitavibhavā śrīparā deva śaṃbho
saiva śrīsundarīti śrutibhirabhinutā cakrarājāsanasthā |
sarvatrānekakoṭiprakaṭitagaṇanāyoginīryaśnuvānā
tvattejo'ntarnirūḍhā racayati jagatāmādimadhyāntakālān || 9 ||
yā śaktiḥ pañcavāhapravahaṇalaharīvyaktanaijātmatejaḥ
saṃvartāgniprapītatribhuvanajaladhiḥ kālasaṃkarṣaṇī te |
dikkālātītamūrte paraśiva mahatāṃ bhaktibhājāmavidyāṃ
mṛtyuṃ vijñānadānātpraharati viduṣāṃ tanmahatvaṃ tvameva || 10 ||
sarvajño nityatṛptaḥ sadasadubhayago'nādibodhaḥ svatantro
nityā luptātmaśaktirnirupamacarito'nanta ityaṅgaṣaṭkaiḥ |
ṣaṭcchaktivyaktabhāvastvamiha yadi śiva jñāyase deśikoktyā
yena svātmanyanādau sakalavilasitaṃ te parāyāḥ sa bhedaḥ || 11 ||
gāyatrī vedadhātrī śatamakhaphaladā vedaśāstraikavedyā
cicchaktiṃ brahmavidyā paramaśiva tava śrīparāṃ vyākaroti |
śabdabrahmaikyavācyāmakhilamatamiti vyaktatattvāmavācyāṃ
saptasrotovibhūtiṃ tribhuvanamayatāṃ tattvataḥ sarvaturyām || 12 ||
saṃsārāsārabhāvapravahaṇacaturāmādiśaktiṃ parāṃ tāṃ
svātmābhinnāṃ viditvā vapuranumatibhirnāvṛtāhaṃkṛtisthaḥ |
trailokyaṃ brahmaviśvaprasaramanavadhisvaprakāśaprapūrṇaṃ
jñātvā muktaḥ sa yogī bhavati gatabhavastvatprasādānmaheśa || 13 ||
viśveśa svaprakāśaprasaramiha vinā nānyadastīti tattvaṃ
mīmāṃsārūpametattava paramaguro śrīmukhāmnāyajālam |
svapratyakṣaṃ vihāya svarahitamiti cedasti cānyatra tattvaṃ
ye dhīrāstarkayeyusta iha janimṛtīrāpnuvantyaṅgabhāraiḥ || 14 ||
na brahmā viṣṇurudrau surapatiramarā nāsurā naiva pṛthvī
nāpo'gnirnaiva vāyurna ca gaganatalaṃ no diśo naiva kālaḥ |
no vedā naiva yajñā na ca raviśaśinau no viyanno vikalpaḥ
svajyotiḥ satyamekaṃ jayati tava padaṃ saccidānandamūrte || 15 ||
śaṃbho saiddhāntikā ye svamativibhavato'kharvagarvāḥ pramāṇaiḥ
mīmāṃsante bhavantaṃ bahumatajanakairāvṛtā śuddhavidyaiḥ |
anyonyaspardhinaste kathamiha bhavatastattvamīyuḥ svatejaḥ
sarvātītaṃ vikalpagraharahitamajaṃ mānatarkādyagamyam || 16 ||
dhīrāḥ kecinmahānto guruvacanaratāstyaktasaṃsārabhāvā
niḥśaṅkāghoravidyā pariṇatamatayaḥ sarvasaṃkalpamuktāḥ |
tvatkāruṇyākṣilakṣyāḥ paramaśiva bhavatsādhakāḥ puṇyapāpaiḥ
kṛtyākṛtyarvihīnāḥ parapadavibhavaṃ tvāṃ prapaśyanti viśvam || 17 ||
siddhāntaḥ śāṃbhavo'yaṃ śivaguruvacanāghoravidyākṣaroktaḥ
stotravyājena nirvāhyata iti bhavataḥ śrīvibho cāpalaṃ me |
atra nyūnātirekoktijanitamasakṛtkṣamyatāṃ dāsabuddhyā
maccittasthaḥ prameyaṃ samupadiśa paraṃ mātṛkāvarṇarāśim || 18 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave upodghātaprakaraṇaṃ prathamam || 1
||
dvitīyaṃ prakaraṇam
śrīmadraśmiprabhāvaṃ tribhuvanabhavanavyañjakaisvātmadīpaṃ
ko vā vaktuṃ niruktyā prabhavati yatadhīrāttasamyagvimarśaḥ |
yatra brahmādividvanmatirapi vigatiryāti bhītyā vināśaṃ
śrutyā sārdhaṃ sa kena pravitatamatinā varṇyate te maheśa || 1 ||
ṣaṇṇāmapyanvayānāṃ kṣitijaladahanasparśanākāśacetaḥ -
pīṭhasthānāṃ parādyāḥ paraśiva bhavataḥ śaktayo mātṛkāntāḥ |
brahmādipretasiṃhāsanagatavibhavaistāvakīyaiḥ ṣaḍaṅgaiḥ
dvātriṃśadraśmimukhyāḥ svakiraṇakaraṇavyāptaviśvairvibhānti || 2 ||
buddheḥ samyagvimarśaprakaṭitasaraṇerarthavadvokpravṛtteḥ
yatra sthāne turīye navakalitamahāvākyatattve vināśaḥ |
tatkiṃ jyotistamo vā sadasadubhayagaṃ kiṃnvamūrtaṃ nu mūrtaṃ
nirdhāraścedvināśā na hi mativacasāṃ deva tasmātparastvam || 3 ||
jñānaṃ yogaḥ prakāśo vidhirubhayamatirdehadhīḥ prāṇaśūnyā-
haṃkāraścādhikāmaḥ svaviṣayamanarthaṃ cāśrayannantarāste |
ityātmākāśamattā tava parividitā samyagetatprameyā-
dhāreṣvantarghṛtaṃ yatpayasi tilacaye tailavadbhāsi hīśa || 4 ||
ṣaṭtriṃśattattvapuṣpastavakaparimalastāvakīyaḥ sa tejaḥ-
kalpadruścetprabuddhaḥ śivaguruvacasā sarvataḥ svānubhūtaḥ |
advaitabrahmabuddhiṃ janayati viduṣāmeṣa evāsmadādi-
brahmāntātmaprapañce vilasati na paro'stīti cetpārijātaḥ || 5 ||
svapratyakṣe'pi tattve karatalaphalavadvetti nāsau svarūpaṃ
nānāsiddhāntajālapralapitajanitājñānamohāndhakāraiḥ |
ākrāntaḥ puṇyapāpairadhigatanidhanairātmakarmaṇyanādau
heyopādeyabuddhyā bhava iti vihitaste mahāmāyayeśa || 6 ||
eko'sau lakṣaṇaiścedakhilatanugatairindriyārthairanekaiḥ
bhinnaḥ svātmaprakṛtyā vidhijanimṛtibhiḥ saṃnibaddhaḥ kimetat |
devatvaṃ mānuṣatvaṃ vapuṣi bhujagatāṃ sarvajīvātmakatvaṃ
dhatse śailūṣavatte smarati na tu padaṃ śrīmahādevamūrte || 7 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave parāśaktiskandharaśmiprakaraṇaṃ
dvitīyam || 2 ||
tṛtīyaṃ prakaraṇam
sattvaṃ cittvaṃ mahattvaṃ tava paramagurorātmaśakteḥ parāyāḥ
piṇḍīkṛtya prakṛtyā prathamaratipativyājakālāntavahniḥ |
bhūtvā saṃsārasṛṣṭisthitilayanilayādyāti toyārṇavāntaṃ
tanvāno nirmamecchastvamiha vijayase viṣṇumāyāvibhūte || 1 ||
māyāyāmantarasthaḥ kusumaśararasastāvakīyaḥ svakāle
jñānajñeyapramātṛprakaṭitamahimā svaprarohaprasāraiḥ |
utpādyādyaṃ viriñcaṃ tadanu bhuvanatāmātmanā vyaśnuvāno
bījākāraḥ svayaṃbhūriti kathayati te nāma viśvātmasṛṣṭeḥ || 2 ||
ādikṣāntārṇasṛṣṭiṃ tribhuvanabhavanābhāsabhūmiṃ śivādi-
kṣityantātmīyatattvāvalivikṛtagatiṃ vaidhasāṇḍāntabhūmim |
ātmīyānuttarecchāguṇaparavaśatāṃ prāpya saṃvyaśnuvānaḥ
śrīśaṃbho viśvasṛṣṭirbhavasi nijamalatrayyupaproṣitātmā || 3 ||
catvāraḥ kālatattve tava yugapatayaste ca dhātuśca putrāḥ
vyākhyātā dvādaśaite sthitikṛtividitāḥ sāvatārāḥ sadārāḥ |
śrīkaṇṭhādyāśca nāthā dhṛtayugavidhayastvanniyatyutthitāntā-
ścaitanyā eva tasmātsthitiriti viditastvaṃ sahasrārkadīpte || 4 ||
ātmīyānādiraśmīniha bhavajanitānekasiddhāntajāla-
vyāmohādyadvikalpānṛtanijaviṣayānpuṇyapāpādibhedaiḥ |
durjñeyāndeśikoktyā pravimalavapuṣi svaprakāśaikavahnau
svātmatvena prabuddhāñjhaḍiti vijayate yastvadātmāvirodhaḥ ||
jāgratsvapnaprasuptiprakaṭitavibhavairātmamāyāguṇaiḥ sve-
rjñānecchākrodharūpairvidhihariharakairāvṛte mokṣamārge |
pānthāḥ kecitsudhīrāḥ śivaguruvacanajñānaśāstrāgnidīptā-
stvatkāruṇyaikarakṣāparivihitamiyastvāṃ prayāntyādimūrte ||
tvaṃ māyākāmadevaprayamamasi tataḥ svasya sṛṣṭau vidhātā
rakṣāyāṃ viṣṇurante prabalataramahārudramūrtiḥ svamūrtau |
satyo'nantaḥ pramātā śivagururiti ca svātmamūrtiprabhāvaiḥ
svecchāvasyāguṇāḍhyo'pyaguṇa iti vibho vastutaḥ stūyase tvan || 7 ||
icchāśaktyā yayaitatkavalitamakhilaṃ te jagajjālarūpaṃ
sṛṣṭisthityantavṛtyā sarasi jaladharāsāratulyātmagatyā |
saivānantāntaraṅgaprasarabahuvidhānekasaṃkalpabhāvai-
rāvirbhūtvā tvadaṅgaprakaṭanakṛtaye bodhasindustvameva || 8 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave
icchāśaktiskandharaśmiprakaraṇaṃ tṛtīyam || 3 ||
caturtham prakaraṇam
saṃvedyaṃ tattvajālaṃ paraśivadharaṇīmūlapāraṃ vicitraṃ
karmānantaprapañcaṃ nirupamamahimānādimadhyāvasānaḥ |
brahmānandāmṛtābdhiḥ samarasavidhunā jṛmbhitasvātmabhāso
hetutvena prabodhajvalana tava mahājñānaśaktiṃ vyanakti || 1 ||
gojaṃ kṣīraṃ yathaikaṃ dyutivividhaguṇasvendriyārthaprakāśo'-
pyekastadvarṇanānāruciradhikaraṇasyaikatā kāraṇena |
nīlādyābhāsabuddhyā nabhasi parivṛto dhūmabhāsairivāgniḥ
prācuryeṇa pradīptaḥ paramaśiva tataḥ satyaviśvātmakastvam || 2 ||
nityākhaṇḍaprakāśādamalataravibho tvatsakāśātkadāci-
nmāyā saṃjāyamānā triguṇamukhagaṇavyaktaśaktisvabhāvā |
siddhāntairbhinnamānapramitibhirasukhairbhedabuddhipradhānaiḥ
saṃsāritvaṃ prasārya dṛḍhayati bhavataḥ satyatāṃ vedavidyā || 3 ||
anyaḥ pakṣo'thavātra pravimalakalanānantaśaktiprakāśaḥ
satyākhyaḥ so'pi yatra pravilayamayate śūnyagarte tadātmā |
yauṣmākaḥ satyabhāvaḥ sa ca nijamahasāṃ kāmarūpātmamāyā-
mutpādyaitatprapañcaṃ ghaṭayati tadidaṃ vyaśnuṣe svātmayone || 4 ||
aikyācchicchaktayoścedidamahamiti ca dvaṃdvabhāvasya jīva-
brahmādidvaitabuddhyordinakaraśaśinoraṇḍavidhyaṇḍayośca |
prāṇāpānākhyavāyvoḥ sukṛtaduritayoḥ syādyadā sāmarasya-
prādurbhāvastadā tvaṃ bhavasi sadasadānandanāthaḥ paro'gra || 5 ||
seyaṃ vijñānaśaktistava śivaguruṇā darśitā nityaśuddhā
nirdvaṃdvabrahmatattvaṃ gamayati sudhiyāṃ saccidānandapūrṇam |
loke meyapramātṛpramitibhiriti cedarthitā bhinnamārgāḥ
mudrā nānāsvarūpāḥ prakaṭayati mudāhaṃkṛtisthāḥ pareśa || 6 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave
jñānaśaktiskandharaśmiprakaraṇaṃ caturtham || 4 ||
pañcamaṃ prakaraṇam
buddhijñānendriyāṇāṃ nijanijaviṣayāsvādabhogaprabodha-
kṣīrābdhiḥ prodyadicchāmṛtakaraṇarucā vāṅmukhakṣālitaiśca |
saṃkrāntaścālitārthaprasarabahupathaḥ svātmamāyorupūra-
truṭyadbrahmāṇḍabindūnvikirati tava cettvaṃ śivātaḥ kriyātmā || 1 ||
sṛṣṭisthityantalīlāvakalitasaraṇiryatprayatno yadīyaṃ
dhairyaṃ vikhyātavīryaṃ sakalamiti gatā yasya buddhiḥ samṛddhā |
yatsāmarthyaṃ prabhūtaṃ niravadhigaṇanājāṇḍarudrāṇḍabhāṇḍā-
gāraṃ yadbrahmasattā jayati tava manorūpaviśvātmakatvam || 2 ||
saṃveśaṃ dūradeśaṃ kalayati sakalaṃ karmakṛtyaṃ ca tattvaṃ
svaṃ yadbāhyendriyāṇāṃ calanamapi vinā svāntamantaḥprakāśam |
tatte vīra svatantraprakṛtinigamanaṃ nirgatopādhitarkaṃ
bāhyākhyādarśanārthaṃ vimalaśiva tatastvaṃ hṛṣīkāśrayātmā || 3 ||
yadvannyagrodhabījaṃ pṛthutaraviṭapānokahatvena rūḍhaṃ
sāmarthyaṃ darśayestvaṃ paramaśiva sadā satyavijñānabījam |
icchākṣetre subuddhindriyakulakalitaṃ sarvataḥ svakriyābhiḥ
svātmānaṃ viśvarūpaṃ prakaṭayasi yadā tvaṃ tadā gocaraḥ syāḥ || 4 ||
svātmāśeṣākṣavṛtteḥ pṛthagayanatayā kvāpi bhūtāni pañca
kvāpi prekṣāprapañcaḥ kva ca ninadamukhāḥ kvāpi vākyādayaśca |
etaireva pravṛtto nijaviṣayatayā sarvaviśvātmajṛmbha-
stasmāttvaṃ lokamukhyo'dvayamiti rahitaḥ svaprakāśaprameyaḥ || 5 ||
kālāvasthāśca tisro giriśa daśa diśaḥ saptadhā bhūmirāpo
nānā tejaḥ samīrā daśa viyadakhilavyāpi caikādaśākṣāḥ |
bhinnārthānantabodhaprakaṭitamahimā bījabhedāstvanantā-
stvatsaktā bījajātāḥ svaguṇamanusarantyeva te deva sattvāt || 6 ||
pañcāśadvarṇamālā bahuvidhaninadoccāraṇāttattvajāla-
vyaktivyāpārasaktā giriśa gurumukhāmnāyavidyāsvarūpā |
dhātrādyutpattipūrvaṃ śrutimukhavividhānekasiddhāntavidyā
nānābhāṣākriyābhiḥ prakaṭayati tataḥ saiva te sāṅgavedān || 7 ||
varṇebhyo dhātavaḥ syurvividhapadacayastadbhavastena vākyaṃ
tasmājjātaṃ pramāṇaṃ vividhanigamanaṃ tena siddhāntajālam |
tasmānnānātmatattvaprakaṭanamiti yattattvavidyā tvadīyā
tvaṃ cedeko'dvitīyaḥ kramarahitamahāsaṃvidātmā maheśaḥ || 8 ||
yajñasthānaṃ śmaśānaṃ sakalamiti gṛhaṃ bhāsvadoṅkārapīṭhaṃ
prādurbhūtaprayāṇasthalamiti vipulaṃ kalpavṛkṣādhirūḍhaiḥ |
saṃvītairbhairavaiścoragapatigaṇapaistatra divyārghyapātraṃ
vahnibradhnendukḷptaṃ paraśiva sakalaṃ vyaśnuṣe svātmanā tvam || 9 ||
citpūjā dṛkkriyātmā gurukathitamahārudramūrtiḥ samantā-
dātmīyairaṅgadevairadhigataviṣayājyāhutirnirvikalpaḥ |
niṣkāmairātmakāmairupacitayajanaścitsvatantrairatandrai-
rātmāgnau brahmavidyāpariṇatamatibhiḥ śrīvibho hūyase tvam || 10 ||
dvaitaṃ yatrānaghedhmaṃ paśuradhipiśito mṛtyurakṣāṇi jihvā-
havyaṃ cātha prabodhaḥ prakaṭahutavaho nirmalātmaiva hotā |
adharyuḥ svacchaceto gurumukhaviditā mātṛkodgātṛvargaḥ
svācāryo deśikendraḥ paramakhamugasi tvaṃ paraḥ śaṃbhurīśaḥ || 11 ||
yāgāścānye sakāmaiḥ paśubhiriha kṛtāḥ sarvasiddhāntakṛtyāḥ
nānāyajñakriyāśca tribhuvanabhavane citrakarmaprasārāḥ |
viśvotpattipratiṣṭhāpraharaṇavidhayaḥ svakriyāśaktibījāḥ
saṃjātāḥ sarvatastvaṃ prabhavasi manasā citranirmāṇamūrte || 12 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave
kriyāśaktiskandharaśmiprakaraṇaṃ pañcamam || 5 ||
ṣaṣṭhaṃ prakaraṇam
nityāluptātmaśaktiḥ sakalatithiphaṇāpañcadaśyā pradīpta-
struṭyādīnkālavāyūngrasadururasanaścakravalmīkavartī |
samyak caitanyagumphairavagatakiraṇo viśvajṛmbhaikabhartā
kṛṣṇādhvārkenduyonirbhujagapatitanustvaṃ tataḥ kuṇḍalīśaḥ || 1 ||
dīpāntarvahnivedhairavitatagatibhirbodhitādhāraśaktim |
tattaccakraprabhedodbhavavividhamahāśabdarūpāmananta-
brahmānandapravāhāmanubhavasi parāmādisauṣumṇamūrte || 2 ||
yasmātprāṇaḥ prarohatyuparigatiradhaḥ saṃpradhāvatyapāna-
stasmādevāvirodhāttadubhayajanikṛdvāyusaṃrodhamātrāt |
vidyāvidyādiyugmaprasarasamarasāmbhodhijṛmbhairadambhaiḥ
sārdhaṃ haṃsaḥ parasminmahasi khalu layaṃ praiti te prāṇasūtraḥ || 3 ||
sarveṣāmindriyāṇāṃ nijanijaviṣayodyotanaṃ yatprasūtaṃ
sārāḥ sarveṣu karmasvanupamaviṣayāḥ sādhvasānandakopāḥ |
yajjātāḥ sarvanāḍīpathacaladanilavyāptayaḥ sarvabhāvāḥ
nānārūpāśca sarvāyanapathikamahāspandakaḥ sa tvameva || 4 ||
buddhvā saddeśikoktyā suviditavibhavāṃ khecarīṃ divyamudrā-
marthānantaprapañcānvitanijakaraṇānyātmacitte nirudhya |
taccittaṃ jyotiraṅgaṃ niravadhikaraṇaṃ cintayedyaḥ sa yogī
nirvāṇaḥ kṛṣṇavartmā bhavati tava mahāspandatāmetya śaṃbho || 5 ||
prāṇākhyā kuṇḍalinyā jagadidamakhilaṃ prāṇitaṃ te yayeśa
jñātvā yāṃ yoginaste parataramabhayaṃ yānti śāntaṃ padaṃ tat |
yāmajñātvā bhavābdhau jananamaraṇakṛtkrūrakarmaprabaddhā
majjantyādyantahīnā yadi kṛpayati sā mocayenmṛtyubandhāt || 6 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave
kuṇḍalinīśaktiskandharaśmiprakaraṇaṃ ṣaṣṭham || 6 ||
saptamaṃ prakaraṇam
ajñātaṃ brahmatattvaṃ nijahṛdayadarīlīnamātmaprakāśaṃ
vyaktīkartuṃ svanityākṣaraviditamahāmātṛkātvaṃ prapannaḥ |
tvaṃ divyāmnāyavidyā suviditamahimānantaśaktiprakāśā-
stattadvarṇātmabhedairupadiśasi padaṃ śrīguro svasvarūpam || 1 ||
śrīśabdabrahmamūrte sakalaravamayānāhatadhvānabhedā-
nātmīyānakṣarasthānbahuvidhaninadairbhūrivādyaprabhedaiḥ |
bherīniḥsāṇaghaṇṭādaramurajamahāśṛṅganālorutālai-
rvaṃśairyantraiśca gātrairjaladharapaṭalaistvaṃ bravīṣi dhvanijñaḥ || 2 ||
tattvānāṃ vyaktihetuḥ sakalatithigataḥ saptapuryaṣṭakāṅga-
strīpuṃsadvaṃdvarūpo dyumaṇiśaśimahāvahnipādaḥ ṣaḍātmā |
sarvābhiprāyasaṃvitprakaṭitavibhavastvaṃ mahāmnāyavidyā-
sārasphārasvarūpaḥ puruṣa iti tataḥ so'kṣarātmādivarṇaḥ || 3 ||
ramyodāttānudāttasvaritavikṛtigaḥ proccanīcobhayastho
bhedādaṣṭādaśātmā mahitanijamahāsphūrtireko'kṣarādiḥ |
ṣaḍjādigrāmajātaśrutivitatalasadgītasaptasvarodya-
nnānārāgānprabandhānadhivasati bhavānādinityasvarātman || 4 ||
sarvāsyasthānavarṇaḥ prathamavigaṇitastvaṃ stutaḥ ṣoḍaśīti
svecchāśaktyā nirūḍhadraḍhimanijamahāprauḍhimāḍhaukamānaḥ |
kālavyaktastriliṅginnijagativilayānhrasvadīrghaplutādīn
vidyāvidyobhayātmā janayasi paritaḥ śrīmahāvarṇajātman || 5 ||
pakṣadvaṃdvaikakartāvanijalahutabhuṅmārutākāśamūrte
śrotrādyakṣāṇi sarvāṇyadhigatacaraṇaḥ svaprakṛtyā nibaddhaḥ |
antastho viśvarūpaḥ puruṣa iti yato jñāyase svakrameṇa
jñātā vargākṣarāṇāṃ paramaśiva janaistvaṃ tato vargajo'si || 6 ||
sarvātītātmadhāmānalanilayapadajñāpikā mantravidyāḥ
satyābhiprāyabuddhyā śivaguruvadanāmbhoruhādbhāsamānāḥ |
nānārthā dhātavaśca prakaṭitavibhavāścitravāgbrahmavedāḥ
sarvaṃ naśyadvinā tvāṃ paraśiva sahajaṃ varṇasaṃyogarūpam || 7 ||
oṃkāraṃ svātmavāsaṃ śrutibhirabhinutaṃ vāgbhavaṃ śaktibījaṃ
mābījaṃ smārabījaṃ parataravibhavaṃ mātṛkābījayugmam |
śaivāntya cāpi gatvā ṣaḍayanavilasatkūṭaṣaṭkaṃ ca bhitvā
haṃsaḥ so'haṃ tathā tvaṃ viramasi manasāmantare mantramūrte || 8 ||
bindvendorūrdhvanādairavakalitakalāvyāptibhiḥ sādhidevai-
rnānānantādhidevaiḥ pariṇatisulabhaiḥ śrīgurūktāgamasthaiḥ |
nyāsairvidyāviśeṣaiḥ śrutimukhavividhānekasiddhāntamantraiḥ
viṣvakprotapratīko dahasi bhavamaghaṃ duṣprabhāmantravahnau || 9 ||
varṇāste mantravidyā daśavikaraṇagā dhātavo nityaśabdāḥ
vākyānyāmnāyabhedā bahuvidhamatajāḥ sāṅgavedāśca bhāṣāḥ |
nānācchandāṃsi tālāḥ svaravikṛtiguṇāḥ sarvato vāṅmayasthāḥ?
nānārūpāḥ parāgneḥ samajaniṣata te mātṛkāśaktibījāt || 10 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave
mātṛkāśaktiskandharaśmiprakaraṇaṃ saptamam || 7 ||
aṣṭamaṃ prakaraṇam
evaṃ rātriṃdivasthāḥ paraśivaghaṭikā eva te raśmibhūtāḥ
strīpuṃsadvaṃdvarūpā raviśaśicaraṇākrāntayo raktaśuklāḥ |
ṣaṭchaktyaṃśaprabhedā daharapurayuge koṇaṣaṭkāntarasthāḥ
kālāvasthāścaturbhiḥ pravidadhati yugairviśvabhūtairnidānaiḥ || 1 ||
ṣaṭtriṃśattattvamālāmavanimukhaśivāntāmupetātmavṛttiṃ
khe vāyau saptaviṃśatyuḍugaṇavikṛtīrjīvamāyā śivāṃśāt |
tejasthāḥ svāntarātmāntaratanuvikṛtīrasthimāṃsapramukhyāḥ
kṣoṇyāṃ tvaṃ jīvamāyāguṇagaṇamabhito bhāsayasyaṃśumālin || 2 ||
yāvantaste mayukhāḥ kṣitijaladahanasparśanākāśacetaḥ-
pīṭhasthāḥ ṣaṭpramāṇāḥ paramadhiptatayo bhairavā eva sarve |
teṣāṃ madhye tvamekaḥ parataramahimojjṛmbhamāṇaḥ pracaṇḍo
mārtaṇḍo raśmimadhyasthita iva parito bhāsi cidbhairavāgne || 3 ||
bhairavyo raśmidevyastava śiva karuṇāpūritākṣāḥ prasannā-
stvatsattākāśavāhoditanijagatayaścarvitātmārthakṛtyāḥ |
taddhāmanyeva śāntāḥ suramunipitṛbhiḥ puṇyapāpaśca baddhān
bhaktāṃścānekabādhāñjhaṭiti vighaṭayantyātmabodhāgnijṛmbhaiḥ || 4 ||
śrīnātha śrīpareśeśvara paraśiva te divyadivyā marīcī-
rbrahmādīnāṃ manovāganavagatamahācitranānārtharūḍhāḥ |
gūḍhaprauḍhaprakāśāḥ suramunivacanairapyabuddhāḥ kathaṃ vā
stotuṃ jñātuṃ samartho bhavati kavijanaḥ ko'tra mando nṛmātraḥ || 5 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave sādhāraṇyena
ṣaḍanvayaraśmivivekaskandhaprakaraṇamaṣṭamam || 8 ||
navamaṃ prakaraṇam
gaṅgā bhūmiḥ śatāṅgaḥ śatadhṛtirapi tatsārathiḥ saptayaste
vedā brahmaikavedyāḥ pṛthutaracaraṇau puṣpavantau tadakṣaḥ |
- * *?kīlabandhaḥ kamaṭhapatiribhāstatpṛthustambhapaṅktiḥ
śeṣastadrajjubandhastadupari pitṛbhūstatra cintyo rathī tvam || 1 ||
kalpāntānantasūryadyutimati vikaṭānekadaṃṣṭraṃ ṣaḍāsyaṃ
vahnīndvarkāmbukāṣṭhādaśayutamabhitaḥ prajvalantaṃ mayūkhaiḥ |
śūlāsīṣūgraśaktyaṅkuśavaranṛśiraḥ śrīphaleṣvāsanāri-
dyotatpāśābhayāṅkairnijabhujaparidhaistvāṃ guruṃ śaṃbhumīḍe || 2 ||
nāgāsthīnduprasūtaiḥ śravaṇagatamahābhūṣaṇaiḥ kuṇḍalīndrai-
rākrośanmuṇḍamālāparivṛtavapuṣā dikṣu jā *? lyamānam |
mattebhendrorukṛttyantaraghaṭitakaṭīmaṇḍalaṃ sāṭṭahāsaṃ
taṃ bhāsvadvyobhagabhoṃdaravidhṛtakarāṅguṣṭhamātraṃ prapadye || 3 ||
nāgendraiḥ kalpavṛkṣairadhigatavihagairbhairavairdevadaityaiḥ
bhūtaiḥ pretaiḥ piśācaiḥ parivṛtamabhito yoginībhiḥ śmaśāne |
sarvaprajñaikavāsaṃ tribhuvananilayaṃ svātmanādhyātmadīptaṃ
sarvottīrṇātmatattveśvaramanalamukhaṃ tvāṃ guruṃ śaṃbhumīḍe || 4 ||
nānādhyānātmayogaprakaṭitaśivatāsiddharūpaprasādaḥ
svecchājñānakriyātmatriśikhavidalitatrayyudīrṇapramohaḥ |
satyajñānāsibhinnapramitijaniripuḥ svātmayogeṣu dhārā-
cchinnāvidyāsu lakṣyeḥ paramaśiva vibho tena mṛtyuṃjayastvam || 5 ||
deva brahmāṇḍasṛṣṭisthitilayasamayadhvaṃsinī te triśakti-
rmāyāśaktipracaṇḍoddhataghanakariṇī vāriṇī sā sṛṇiste |
dharmārthātmeṣṭamuktipravitaraṇacaṇaste varaste'pyamīti-
rviśvagrāsogramṛtyupratibhayadalinī tadbhavān mṛtyumṛtyuḥ || 6 ||
pāśaste viśvavaśyaḥ pitṛpatikṛtabhirhastinī siṃhavṛtti-
ścakraḥ saṃsārarātridyumaṇisamudayastāvakaste pinākaḥ |
ākrāntāśeṣamohaprakṛtivikṛtimahāmātṛkācitparātmā
prāṇāste tatkapālaṃ hatavidhimukhasatpretacidrūpamīśa || 7 ||
evaṃ te divyadivyāyudhaparamahimā gīyate vedaśāstraiḥ
prāguktaste śatāṅgo'pyapi ca pitṛgaṇaprataśīrṣāccaraṅge |
uccaṇḍaṃ tāṇḍavaṃ te tribhuvanabhayakṛdvajrapātāṭṭahāso
bhīṣāsmāttvatsakāśādapara iva paro nāsti tenogravīraḥ || 8 ||
cittākāśānilāgnyambvavanitalapatipretasiṃhāsanasthaḥ
ṣaṭcchaktivyaktamūrtiḥ ṣaḍayanapathikaḥ somasūryāgnipādaḥ |
brahmāgniḥ saptajihvākabalitaviṣayībhūtaviśvaprapañca-
sthūlo'pi dhyānadṛṣṭestvamadhikatamasāṃ jyotiṣāmapyagamyaḥ || 9 ||
ityuktadhyānacintyo'pyanavagatamanovākpravṛttisvabhāvaḥ
svacchandātmīyasattā ciducitavibhavaḥ pāvakaḥ śaṃbhurūpaḥ |
sarvātītasvabhāvo'pyupaniṣaduditajñānamīmāṃsyamānaḥ
satvaṃ yasyāntaraṅge nivasati sa śivastvanmayaḥ syānmaheśa || 10 ||
śrīmānapyādibhikṣustribhuvanajanako'pyātmabhūrāgamokti-
vyākhyāvedyo'pyavācaḥ prakṛtisuvimalo'pyātmamāyāvilāsaḥ |
tattvādeko'pyanekaḥ parayuvatirato'pyātmavitsevyamānaḥ
tasmātsvacchandalīlastvamiha vijayase mānasīṃ bhāvavṛttim || 11 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave pāvakadhyānayogaprakaraṇaṃ
navamam || 9 ||
daśamaṃ prakaraṇam
draṣṭavyastvaṃ jagadbhirbahuvidhavidhibhiḥ sarvasiddhāntavākyaiḥ
śrotavyo nirvikalpaḥ śivaguruvadanāmbhoruheṇa prabuddhaḥ |
mantavyaḥ sarvatattvāvakalitacaraṇastannidadhyāsitavyaḥ
sattāmātrāvalambītyamaranutapado nāsti devastvadanyaḥ || 1 ||
ugraṃ śāntaṃ ca vīraṃ sakalamayamahāviṣṇumagniṃ jvalantaṃ
sarvatrānantavaktraṃ naramṛgavapuṣaṃ bhīṣaṇaṃ sarvabhadram |
sarvajñaṃ mṛtyumṛtyuṃ bahuvidhanutibhirvanditaṃ sarvalokaiḥ
viśvāhaṃkārajṛmbhaṃ paramaśiva guruṃ tvāṃ bhaje mantrarājam || 2 ||
śaṃbho tvāṃ bhūrbhuvaḥsvarmaharuditatanuṃ tvantarikṣadyusūryā-
rajñācāryenduśukrārkibhirapi nigamabrahmabhiḥ protaśaktim |
prāṇāpānādibhedaiḥ kalayati sakalaṃ mānasaṃ dhyānayogaṃ
yeṣāṃ teṣāṃ saparyā bhavati surakṛtabrahmatā yogitā ca || 3 ||
sarvotkṛṣṭaṃ paraṃ tatsavituranupamaṃ te vareṇyaṃ śaraṇyaṃ
bhargo devasya dhīmahyabhidadhati dhiyo yo na ityaurvatejaḥ |
turyaṃ sarvāṇibhūtānyadhigatamamalaṃ sarvato dṛkkramādyaṃ
dhyāyāmi dhyeyamantaḥkaraṇasuniyatairyogibhiḥ śrīmaheśa || 4 ||
kālo'nanto yugātmā śiva divasaniśāpakṣamāsāstathābdāḥ
tadbhedāḥ ṣaḍṛtusthāstadanugatajagatsarvavṛttāntabhedāḥ |
nānāyajñakriyāśca tridaśaditisutā mānuṣāḥ sarvanāgāḥ
yogīndrā jīvasaṃghāstava caraṇabila yānti janmāntamadhyāt || 5 ||
bhūtaṃ bhavyaṃ bhaviṣyattribhuvanabhavane ṣaṇmahāśaktibhistvaṃ
tatsarvaṃ vyaśnuvāno vicarasi kalitaḥ sṛṣṭigatyantakāmaiḥ |
devairdaityairmanuṣyairuragapatikulaiḥ sarvajīvaprasārai-
rātmīyaiścitritāṅgaḥ śiva bhavatamasaḥ sūryabhāstvaṃ parastāt || 6 ||
śrotā sparśī nijarasarasikaḥ sarvagandhāntarajño
vaktā kartā ca gantā tribhuvana bhavato viśvasargaḥ pramodī |
kāmī mīmāṃsakaśca prathitaśuciśikhāsaptakavyāptaviśvo
boddhā svārthānanantānadhigatacaraṇaḥ sarvatastvaṃ śivo'si || 7 ||
sarvārthī sarvanāmā sakalakulapatiḥ sarvalokāṅganeśaḥ
śṛṅgārī sarvabhogī navarasarasikaḥ prājyasāmrājyabhoktā |
trailokye vākprapañce pravacanapaṭhitaḥ somayājī ca yajñaḥ
saṃsārī kāmacārītyanuvadati jano yaḥ sa dhanyaḥ śiva tvām || 8 ||
kṣetraṃ kṣetrapramātā śivaguruvadanāghoravidyādhidevo
mantro mantrādhidevo makhavidhiranagho yogayogyaḥ padārthaḥ |
tvaṃ darśaḥ pūrṇamāsaḥ paridhirapi makhācāryavaryaśca hoto-
dgātādhvaryuśca havyaṃ trividhahutavahastvāṃ vinā nāsti śaṃbho || 9 ||
kṣetrajñāḥ sarvadevāḥ suranarabhujagāḥ sarvajīvāśca tacca
kṣetraṃ brahmāṇḍarūpaṃ tribhuvanabhavanavyāpakaṃ citrarūpam |
etāvadvyāpya tatra sthitamakhilajagadbhaktabhoktāramagniṃ
jñātvā ṣaṭcchaktibhistvāṃ paramaśiva mahāmṛtyumatyeti vidvān || 10 ||
uktakṣetrādhideve paratarapuruṣe tvayyanantasvarūpe
divyāmnāyā gurūktā nijanijaniyatisphūrtayah sarvavedāḥ |
sāṅgopāṅgāśca śāstrāṇyadhigatamahimānyonyasiddhāntavidyā
bhāṣā svārthairvibhānti triṇayana bhavato viśvamūrteḥ paraḥ kaḥ || 11 ||
mūlaṃ vyomaiva vāyujvalanajaladharā madhyamaṃ yasya śākhā
devāḥ parṇāni daityāḥ kisalayanicayāḥ mānuṣāśca pratānāḥ |
nāgāḥ puṣpāṇi jīvā bahuvidhatanavo pakvasasyaprabodho
viśvanyagrodhakadroḥ paramaśiva bhavān bījabhūto vibhāti || 12 ||
māyārūpeṇa kālo jananamaraṇakṛtsarvajīvāṅgavṛtte-
rvidyārūpeṇa kālāntaka iti vinutaḥ sa tvamevāparo na |
dehāhaṃkāra evāntaka iti guruṇā yaḥ pravijñāya māyāṃ
jāgartyātmaprabodhe śiva tava kṛpayā so'tra mṛtyuṃjayaḥ syāt || 13 ||
tvaṃ nāthastvaṃ gurustvaṃ parapadajanitāmnāyavidyārthakośa-
stvaṃ śaṃbhustvaṃ pareśaḥ parataramahimā tvaṃ parā tvaṃ parāgniḥ |
tvaṃ bhānustvaṃ sudhāṃśustvamapi ca jananī tvaṃ pitā tvaṃ sumitra-
stvaṃ bhrātā bāndhavastvaṃ tvamasi dhananidhistvāṃ vinā nāsti me'nyaḥ ||
śabdārthādhārabhūtaṃ tribhuvanajanakaṃ sarvato diksatattvaṃ
trailokyasthāyi liṅgatrayaviditapadaṃ sarvatattvaikavedyam |
sarvānirvācyasattāgataparavibhavajyotirujjṛmbhamāṇaṃ
vyaktīkṛtyātmavarṇaiḥ prakaṭayasi paraṃ tattvamātmīyamagre || 15 ||
tvaṃ viśvaṃ viśvaheturvirahitakaraṇe vi'svakāryaikakartā
viśvātītaśca viśveśvara iti bahudhā niścitaścāks'rajñaiḥ |
advaitātmaprabodhānalabahulaśikhācarvitātmīyahavyaḥ
śrīśaṃbho viśvasattā parataraviyati paiṣi nirvāṇapūjām || 16 ||
evaṃ yaḥ stauti bhūtiṃ tribhuvanamahatīṃ viṣvagāścaryacaryā-
mantarbāhyāgamoktipravinutavibhavāmādimadhvāntahīnām |
saumyogrākāradevāsuranarabhujagānekajīvaprabhedo-
tpattisthityantabhūmiḥ sa bhavati jagadāścaryavāneva śaṃbho || 17 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave mahāvibhūtiprakaraṇaṃ daśamam
|| 10 ||
ekādaśaṃ prakaraṇam
kā pūjā pūjakaḥ kaḥ śivagururiti kaḥ ko vidhiḥ kaśca mantraḥ
kiṃ pīṭhaṃ kiṃ prasūnaṃ kimamalasalilaṃ ke'tra sarvopacārāḥ |
nirdvaṃdvasyātmanaste dvayamiti racitaṃ sarvametatkathaṃ syā-
tsaṃtoṣārthe maheśa trikaraṇavimalajñānapūjāprasannāḥ || 1 ||
traikālyaṃ sarvataste sakalajagadidaṃ vyaśnuvānātmasatta-
visphūrteraṣṭamūrterakhilajanamanaḥproccasiṃhāsanasya |
kasmādāvāhanaṃ syādbahiriha caritaṃ kvāsanaṃ candramaule-
rmāyā saṃsārabhāvo racayati nitarāmātmabhogāya bhedam || 2 ||
ādhāro'gniḥ supātraṃ raviramṛtakalānāyakaḥ pūrṇamadyaṃ
śaktīśastvaṃ prapūjyaḥ ṣaḍavayavayutastatra pātrapravarge |
pādyaṃ te tarpaṇaṃ ca prabhavati samude bāhyayāgārghyapātraiḥ
saṃtuṣṭaḥ syāḥ kathaṃ tvaṃ paraśiva vimalajñānadugdhābdhiśāyin || 3 ||
bhāsvaccandrāgnibimboditavimalaśivajñānanityapramoda-
jñānānandapravāhāstriguṇitasarito mukhyanāḍītrayasthāḥ |
kālindījahnukanyāntarasaridabhidhāste tanusnānakṛtye
sṛṣṭā hṛlliṅgamūrteḥ kathamitarajalaiḥ syāttava snānamatra || 4 ||
lajjārāgādimāyātimiradinakarī * * * * * * *?
-
jyotiḥpuñjapravṛttairganabhavatamasau dikpaṭālāṃkṛtasya |
prajñāyajñaupavītairupacitavapuṣah praitamapyāṅgarāga-
syanye mithyaupaccārāstava vasanamahāsūtravandhānuleṣāḥ || 5 ||
sarvāhiṃsandriyāścadrutagatiśamanaṃ sarvabhūtānukampā-
śāntiḥ satyaṃ prabodho gurukathitatayo niścalavyānadṛṣṭiḥ |
śraddhābhaktiśca nityaṃ nijaviṣayaparityāgitā niḥspṛhatvaṃ
saṃvitpūjyeti puṣpāṇyamala śiva bhavatpūjanāya kriyante || 6 ||
brāhmyādyā mātaro'ṣṭau svaviṣayakusumairātmamātraprasūnaiḥ
yoginyaḥ śaktayaste nijanijamahimasphūrtimanmañjarībhiḥ |
tvadbhāvaṃ bhāvayadbhistava kiraṇamahābhairavairāttamaṅgā-
stvāṃ śrīcidbhairaveśaṃ paramaśivaguruṃ pūjayanti smarantyaḥ || 7 ||
sadvidyāṅgāramadhyārpitasatatamahāvāsanābhyāsadhūpaiḥ
śrīmadvaktrāravindoditasakalakulāmnāyabodhapradīpaiḥ |
sarvākṣārthānnabhedairupacitamahādivyanaivedyapānai-
rārādhyo yogibhistvaṃ kathamitarakṛtaistoṣyase śrīpareśa || 8 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave
antaryāgopācāraparāmarśaprakaraṇamekādaśam || 11 ||
dvādaśaṃ prakaraṇam
vidyā nānāvibhūṣā mṛgamadaghanasārādisaurabhyavastu-
protaśrīcandanāni pravikacakusumānyadbhutānyambarāṇi |
nānāmodāśca dhūpāḥ kramukaśakalavadvīṭikāḥ pānabhedāḥ
nānāpātrāṇi bhūmyāḥ paraśiva bhavataḥ pūjanāya kriyante || 1 ||
saptaite maṇḍalasthāścarujalanidhayo divyanaivedyarāśī-
nnānāpakvānnabhedānvividhapiśitavacchākanānopadaṃśān |
bhakṣyaṃ bhojyaṃ ca coṣyaṃ vividhaśaśisudhāsvādavadvastulehyaṃ
hālādadhyājyadugdhānyapi vidadhati te sūpahārāya śaṃbho || 2 ||
mantrākāraiḥ pradīpairdahanaravikalānāthanakṣatramālā-
vidyunmāṇikyamuktārajatakanakadhātvādinānāprakāśaiḥ |
yuṣmannīrājanāyai viracitaracanaḥ svaprakāśādimūrti
sarvānandātmarūpaṃ paramaśivaguruṃ bhāsayatyaurvatejāḥ || 3 ||
mudrā nānārthapoṣānatipathecalitānaṣṭayogāṃśca nāṭyaṃ
tīrthākrāntiṃ praṇāmaṃ nijakaraṇagati sarvasiddhāntavācaḥ |
karmājñānapravāhānvyajanamapi mahācāmarāṇyātapatraṃ
hastyaśvādīnrathāṃste paraśivacaraṇādhyāsya dāsyaṃ vidhatte || 4 ||
ākāśaḥ śabdabhedaiḥ pralayajaladharāmandadambholijṛmbhai-
rbherīniḥsāṇavādyairdaranikararavairbhūrighaṇṭāninādaiḥ |
tālairnādairmṛdaṅgairmurajaḍamarukairgītasadvallakībhiḥ
sarvairvādyaprabhedadhvanibhiriha vibho nātha pūjāṃ karoti || 5 ||
śāṃbhavyo raśmidevyaḥ samarasamuditā mātṛkāvarṇarūpā
bhāsvanto bhairavāṣṭā api sarasakalāpānamattaḥ kramasthāḥ |
vedāntairāgamāntairabhidadhati paraṃ śāṃbhavaṃ vaibhavaṃ te
sarvānirvācyasattāviyaduditapadaṃ śrīvibho viśvamūrte || 6 ||
yoginyaḥ kṣetrapālāḥ sarasamadhumadāvedaśāstrārthatattva-
vyākhyānadhyānavaktrāḥ pitṛvanadaśadigvṛkṣagā bhairavāśca |
saudhāsvādapramattāḥ prakaṭitavikaṭāṭopasiṃhāṭṭahāsāḥ
svasvavyāpārapuṣpaiḥ paramaśivaguruṃ tvāṃ vibho pūjayanti || 7 ||
bhūtāḥ pretāḥ piśācāḥ svavikṛtivibhavaiḥ prāptabībhatsaveṣā
yoginyaste śmaśānāvaraṇagatamahādevatā bhāsayanti |
devāste pūrvadevā madhurasamuditā vismayāviṣṭacittāḥ
śāntā dhyāyanti gāyantyapi paramaśiva tvāṃ mudopāsate ca || 8 ||
brahmā vedoktigānairharirapi kamalaistāṇḍavaiścaṇḍarudrā-
stauryatrayyā mahendro nijanijaviṣayairanyadikpāladevāḥ |
siddhāḥ sarve munīndrā stutinutivacanaiḥ sarvadurgāgaṇeśā
nṛttairvādyaprabhedairvidadhati sumudaṃ te mahādeva śaṃbho || 9 ||
saṃtaptaḥ pretasiṃhāsanavihitamahābhairavaḥ śāṃbhavāgniḥ
pañcāśadvisphuliṅgākṣaraviditaparāghoravidyogratejāḥ |
satyāntaryajñadevastribhuvanahaviṣā toṣitātmīyaraśmi-
rvāgarthavyaktabhāvātsakalamiha tanuṃ vyaśnuvāno vibhāti || 10 ||
sarvajñānaikabhūmistribhuvanakaravīrākhyaśūnyaśmaśāna-
jñānākūpārapūraśrutamukhabahuvicchāstrabodhodavāhān |
prajñāṃ gāmbhīryagarvātgrasati raviriva svaprakāśātprakāśā-
nanyānindūḍumukhyānnibiḍatararucirdhvāntapūrāṃstavāgniḥ || 11 ||
śrīśaṃbho viśvamūrte paramaśiva guro nātha viśveśvarātma-
nneṣāśeṣārthavadvākprasavaviracitā sragdharāvṛttapūjā |
tvayyeva jñānavahnau hutavaharasane saṃhatā muktaye me
bhūyādāgaḥ kṣamasva pravacanapaṭhitaḥ śrīvibho me prasīda || 12 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave viśeṣopacāraparāmarśe
śāntiprakaraṇaṃ dvādaśam || 12 ||
trayodaśaṃ prakaraṇam
iti tava kṛpādogdhrī pūjā subhaktisrutāmṛtā
jananamaraṇaprādurbhāvaprabhedapaṭīyasī |
janayati mudaṃ brahmānandapravāhataraṅgiṇīṃ
dahati vipadaḥ puṇyaṃ pāpaṃ durantabhavāṭavīm || 1 ||
paraśiva mama janma dhanyameta-
ttava mahimastutimocito yato'ham |
kulamidamakhilaṃ dvidhā vibhinnaṃ
paramapadaṃ gatameva te prasādāt || 2 ||
hato māyāmṛtyurguruvacanakhaḍgena manasaḥ
prabhinnaṃ mālinyaṃ vyapahatamahaṃkāratimiram |
hatā me kāmādyāḥ prabalaripavaḥ svātmaviṣayāḥ
maheśa tvatsevāviditasuvivekāgnimahasā || 3 ||
jātirlajjā nijakulamadaḥ sarvasaṃśītirādhi-
rdehāhantāsukṛtaduritadvaṃdvapāśo'bhimānaḥ |
sarva hyete mama vinihatāstvanmahāvākyasūrya-
jyotiḥpuñjaiḥ kimaparamahaṃ deva bhadraṃ samīhe || 4 ||
madvidyābhyasanamabhūdihaiva sārthaṃ sāṃnidhyāttava ca taduktigocarasya |
adya tvaṃ tribhuvanavāṅmanasyalabhyo nirbādhaḥ sakalapathaikagamyamūrte || 5 ||
śrutismṛtimithaḥpathe pracalito'hamekāntataḥ
prabhoḥ śivaguroḥ tava trijagadunnatājñāṃ gataḥ |
bhajāmi parapāvakaṃ trijagadātmahavyāśinaṃ
bhavantamadhidaivataṃ bhavavane jvalantaṃ svataḥ || 6 ||
brahmatvaṃ suranāyakatvamakhilaṃ kṣoṇīpatitvaṃ lasa-
dbrāhmaṇyaṃ surayakṣanāgapitṛtā gandharvatā siddhatā |
etatsarvamanityameva gaṇitaṃ nāhaṃ samīhe sukhaṃ
kiṃ tu tvatpadapadmaniścalataradhyānaṃ samīhe vibho || 7 ||
saṃprāptā kṛtakṛtyatā saphalatā vācāṃ tava stotratā
mṛtyorapramitaiśca mṛtyurabhavadvaśyaṃ gata tvatpadam |
saṃsārānavadhipracaṇḍajaladhistīrṇaḥ pramoho hataḥ
puṇyaṃ pāpamagādvināśamiha me prāptaḥ prabodho vibho || 8 ||
iti paraśivaśaṃbho'nantakānte mahimna-
stavaviracitametatstotramātmoktiśaktyā |
prabhavatu sumude te tvaṃ mama svāntavartī
bhava bhavagataduḥkhaṃ chindhi cāgaḥ kṣamasva || 9 ||
yāvāṃste jīvalokaḥ paraśivacaurāśītilakṣaikasaṃkhya-
stattatkarmaprabhedopagatajanimṛtī ghorasaṃsāracakre |
sṛṣṭisthityantavṛttiṃ bhajati niravadhitvatpadadhyānahīno
dṛṣṭvainaṃ bhītabhītaṃ śaraṇamupagataṃ trāhi māṃ deva mṛtyoḥ || 10 ||
durvāsāḥ satyavāsāḥ kanakagirirahaṃ kaṃdare me hṛdākhye
ślokāścaite mṛgendrāḥ padanakhadaśanāḥ śāṃbhavāstraikavīryāḥ |
māyādhvāntebhayūthapradalanapaṭavo brahmavidyāṭavīsthāḥ
vaktṝñśrotṝnpramātṝnnijahṛdayaguhābrahmasattaṃ nayanti || 11 ||
bhūṣyaṃ vaiduṣyamudyaddinakarakiraṇākāramākāratejaḥ
prajñānaṃ bhūrimānaṃ nijakarakalitaṃ durgamaṃ yogamargam |
āyuṣyaṃ brahmapoṣyaṃ haragiriviśadāṃ kīrtimabhyetya bhūmau
dehānte brahmapāraṃ paraśivacaraṇākāramabhyetya vidvān || 12 ||
ye śrīśāṃbhavaśāsane kṛtadhiyaḥ śrīśāsane karmaṭhāḥ
śrautasmārtavidhiṣvamandamatayaḥ satyavratā brāhmaṇāḥ |
vidvāṃsaḥ sakalāgameṣu ca kalāvidyāsu te śāṃbhava-
brahmaprāptimavāpnuvanti paṭhanācchaṃbhormahimnastuteḥ || 13 ||
stotraṃ caitatpaṭhedyaḥ śivaguruvadanāghoravidyāttadīkṣaḥ
satyajñānaprakāśātprabalabhavaripuṃ puṇyapāpādyavidyām |
bhitvā mukto vikalpastrijagati mahitaṃ saukhyamātmaprabodhaṃ
tejaḥ kīrtiṃ ca lakṣmīmabhilaṣitapadaṃ vyaśnute stotravīraḥ || 14 ||
mahimnastotrasya tribhuvanaguroryo japarataḥ
parāśaktestattvaṃ paraśivapadaṃ vetti sa budhaḥ |
agādhaṃ gāmbhīryaṃ stutigatamanantapramitijaṃ
samastāḥ siddhirapyanubhavati gacchetparapadam || 15 ||
śrīkrodhabhaṭṭārakadivyanāmnā durvāsasā sūktamahāmahimnaḥ |
stotraṃ paṭhedyo bhuvanādhipatyaṃ nityaṃ gurutvaṃ śivatāmupaiti || 16 ||
maheśānnāparo devo mahimno nāparā stutiḥ |
aghorānnāparo mantro nāsti tattvaṃ guroḥ param || 17 ||
sadasadanugrahanigrahagṛhītamunivigraho bhagavān |
sarvāsāmupaniṣadāṃ durvāsā jayati deśikaḥ prathamaḥ || 18 ||
śrīgurukaruṇālakṣyo yaḥ ko'pyātmavidanugṛhītiparaḥ |
paraśaṃbhustutibodho jagadādhāro bhavetsadā dhīram || 19 ||
paraśaṃbhostava padyaṃ raviprakaraṇaṃ paṭhaṃstrikāle'pi |
raviriva jagatprakāśamticāturyājjagadgururbhavati || 20 ||
tasmātsmṛtimatibuddhiprajñāvānātmavinmahādevaḥ |
paraśaṃbhostavahṛdayaṃ satpātreṣu prakāśayetsadayam || 21 ||
iti śrīdūrvāsakṛtaparaśaṃbhumahimnastave upasaṃhāraprakaraṇaṃ trayodaśam
|| 13 ||
iti śrīkrodhabhaṭṭārakāparanāmnā mahāmahimnā durvāsasā munīśvareṇa
viracitaparaśaṃbhumahimnastavaḥ saṃpūrṇaḥ ||
Vollständiger Sanskrittext in Devanagari
शिवाभ्यां नमः
परशंभुमहिम्नस्तवः
प्रथमं प्रकरणम्
अनेकशक्तिसंघट्टप्रकाशलहरीतनुः |
शुद्धसंविच्छिवः पायाद्विभुः श्रीपरमेश्वरः ||
श्रीशंभो ते महिम्नः स्तुतिपथरचिताः साङ्गवेदाः सशास्त्राः सिद्धान्ताः
साङ्गविद्याः सचकितमतयो नैव पश्यन्ति पारम् | साद्यन्तास्त्वामनन्तं
परमशिवगुरुं ते कथं वर्णयेयु-
स्तस्मात्प्रज्ञानुसारादहमपि भवतः स्तौमि किंचिच्चरित्रम् || १ ||
क्वानन्दात्मप्रकाशस्तव परमहिमापारपीयूषसिन्धु-
स्त्वद्भक्त्यामोदमग्नाः क्व च कविमधुपा ब्रह्मविष्णुप्रमुख्याः |
श्रीशंभो मोहजृम्भो न जनयति परां स्वात्मवत्तां किमेत-
च्चित्रं तद्वन्मयापि स्वमतिविभवतः स्तूयसे त्वं न दोषः || २ ||
श्रीमद्भिर्दृश्यभावैरहमहमिदमित्यात्मजृम्भाधिरूढै-
र्नानारूपैः पदार्थैरनवधिविभवैराशुदेदीप्यमानः |
सर्वातीतस्त्वमेकः परशिवचरण स्वप्रकाशात्मशंभो
नान्यस्त्वत्तः परोऽस्तीत्यहमिह गुरुणा त्वां स्वभावैरवैमि || ३ ||
आत्मैवैष स्वकीयो निरतिशयचिदानन्दसद्ब्रह्मपूर्णो
जिह्मः संसारभावैरतिदुरधिगमैरात्तमायाविलासैः |
सर्वात्मत्वादनन्तस्तव शिवमहसः श्रीगुरोः सत्यवाक्यैः
निस्तर्कोपाधिभेदैः परमपुरुष ते तत्त्वमद्वैतमेति || ४ ||
दीक्षां यः शांभवीयां शिवगुरुविहितां दिव्यबीजागमोक्तां
प्राप्य श्रीशंमुतादात्म्यवितरणचणां जन्ममृत्युप्रभेत्रीम् |
भित्वा भेद्यं पशुत्वं परशिवचरणध्यानयोगेन पूर्णः
स्वाघोरब्रह्मविद्याविदितपरपदं ब्रह्म स प्रैति विद्वान् || ५ ||
ब्रह्माण्डं पिण्डमेतत्पितरमिव सुतस्तत्समं नैकधर्मं
विज्ञायाज्ञानमुक्तः शिवगुरुवचनैरात्मविज्ञानशान्तः |
सर्वात्मैकप्रभोस्ते परशिवचरणाराधनासक्तचित्तो
यः कोऽप्येकः स योगी जयति जनिमृती भो महामृत्युमृत्यो || ६ ||
पिण्डे षाट्कोशिकेऽस्मिन्नवविवरपुरे पञ्चभूतेन्द्रियाढ्ये
पुंस्के स्त्रैणे च षाण्डे शिवगुरुवचनैरत्र विज्ञायसे चेत् |
केनाप्यन्नासुचित्तप्रमितिनिरुपमानन्दकोशात्तराशि-
स्त्वं षोधा भिन्नमूर्तिः परशिव स बुधो विश्वरूपत्वमीयात् || ७ ||
सर्वेश श्रीपुरेश त्रिभुवनभवनव्यक्तयः शक्तयस्ते-
ऽनन्ताद्याः श्रीपराद्या निरवधिविभवा मातृकान्ताः क्षकान्ताः |
विज्ञाताः स्युः स्वरूपे यदि शिवगुरुणा विश्वदृश्यप्रपञ्च-
स्वात्मज्योतिर्विलीनान्विदधति विदुषो योगिनः सैव मुक्तिः || ८ ||
षोढा? पञ्चधा च प्रकटितविभवा श्रीपरा देव शंभो
सैव श्रीसुन्दरीति श्रुतिभिरभिनुता चक्रराजासनस्था |
सर्वत्रानेककोटिप्रकटितगणनायोगिनीर्यश्नुवाना
त्वत्तेजोऽन्तर्निरूढा रचयति जगतामादिमध्यान्तकालान् || ९ ||
या शक्तिः पञ्चवाहप्रवहणलहरीव्यक्तनैजात्मतेजः
संवर्ताग्निप्रपीतत्रिभुवनजलधिः कालसंकर्षणी ते |
दिक्कालातीतमूर्ते परशिव महतां भक्तिभाजामविद्यां
मृत्युं विज्ञानदानात्प्रहरति विदुषां तन्महत्वं त्वमेव || १० ||
सर्वज्ञो नित्यतृप्तः सदसदुभयगोऽनादिबोधः स्वतन्त्रो
नित्या लुप्तात्मशक्तिर्निरुपमचरितोऽनन्त इत्यङ्गषट्कैः |
षट्च्छक्तिव्यक्तभावस्त्वमिह यदि शिव ज्ञायसे देशिकोक्त्या
येन स्वात्मन्यनादौ सकलविलसितं ते परायाः स भेदः || ११ ||
गायत्री वेदधात्री शतमखफलदा वेदशास्त्रैकवेद्या
चिच्छक्तिं ब्रह्मविद्या परमशिव तव श्रीपरां व्याकरोति |
शब्दब्रह्मैक्यवाच्यामखिलमतमिति व्यक्ततत्त्वामवाच्यां
सप्तस्रोतोविभूतिं त्रिभुवनमयतां तत्त्वतः सर्वतुर्याम् || १२ ||
संसारासारभावप्रवहणचतुरामादिशक्तिं परां तां
स्वात्माभिन्नां विदित्वा वपुरनुमतिभिर्नावृताहंकृतिस्थः |
त्रैलोक्यं ब्रह्मविश्वप्रसरमनवधिस्वप्रकाशप्रपूर्णं
ज्ञात्वा मुक्तः स योगी भवति गतभवस्त्वत्प्रसादान्महेश || १३ ||
विश्वेश स्वप्रकाशप्रसरमिह विना नान्यदस्तीति तत्त्वं
मीमांसारूपमेतत्तव परमगुरो श्रीमुखाम्नायजालम् |
स्वप्रत्यक्षं विहाय स्वरहितमिति चेदस्ति चान्यत्र तत्त्वं
ये धीरास्तर्कयेयुस्त इह जनिमृतीराप्नुवन्त्यङ्गभारैः || १४ ||
न ब्रह्मा विष्णुरुद्रौ सुरपतिरमरा नासुरा नैव पृथ्वी
नापोऽग्निर्नैव वायुर्न च गगनतलं नो दिशो नैव कालः |
नो वेदा नैव यज्ञा न च रविशशिनौ नो वियन्नो विकल्पः
स्वज्योतिः सत्यमेकं जयति तव पदं सच्चिदानन्दमूर्ते || १५ ||
शंभो सैद्धान्तिका ये स्वमतिविभवतोऽखर्वगर्वाः प्रमाणैः
मीमांसन्ते भवन्तं बहुमतजनकैरावृता शुद्धविद्यैः |
अन्योन्यस्पर्धिनस्ते कथमिह भवतस्तत्त्वमीयुः स्वतेजः
सर्वातीतं विकल्पग्रहरहितमजं मानतर्काद्यगम्यम् || १६ ||
धीराः केचिन्महान्तो गुरुवचनरतास्त्यक्तसंसारभावा
निःशङ्काघोरविद्या परिणतमतयः सर्वसंकल्पमुक्ताः |
त्वत्कारुण्याक्षिलक्ष्याः परमशिव भवत्साधकाः पुण्यपापैः
कृत्याकृत्यर्विहीनाः परपदविभवं त्वां प्रपश्यन्ति विश्वम् || १७ ||
सिद्धान्तः शांभवोऽयं शिवगुरुवचनाघोरविद्याक्षरोक्तः
स्तोत्रव्याजेन निर्वाह्यत इति भवतः श्रीविभो चापलं मे |
अत्र न्यूनातिरेकोक्तिजनितमसकृत्क्षम्यतां दासबुद्ध्या
मच्चित्तस्थः प्रमेयं समुपदिश परं मातृकावर्णराशिम् || १८ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे उपोद्घातप्रकरणं प्रथमम् || १
||
द्वितीयं प्रकरणम्
श्रीमद्रश्मिप्रभावं त्रिभुवनभवनव्यञ्जकैस्वात्मदीपं
को वा वक्तुं निरुक्त्या प्रभवति यतधीरात्तसम्यग्विमर्शः |
यत्र ब्रह्मादिविद्वन्मतिरपि विगतिर्याति भीत्या विनाशं
श्रुत्या सार्धं स केन प्रविततमतिना वर्ण्यते ते महेश || १ ||
षण्णामप्यन्वयानां क्षितिजलदहनस्पर्शनाकाशचेतः -
पीठस्थानां पराद्याः परशिव भवतः शक्तयो मातृकान्ताः |
ब्रह्मादिप्रेतसिंहासनगतविभवैस्तावकीयैः षडङ्गैः
द्वात्रिंशद्रश्मिमुख्याः स्वकिरणकरणव्याप्तविश्वैर्विभान्ति || २ ||
बुद्धेः सम्यग्विमर्शप्रकटितसरणेरर्थवद्वोक्प्रवृत्तेः
यत्र स्थाने तुरीये नवकलितमहावाक्यतत्त्वे विनाशः |
तत्किं ज्योतिस्तमो वा सदसदुभयगं किंन्वमूर्तं नु मूर्तं
निर्धारश्चेद्विनाशा न हि मतिवचसां देव तस्मात्परस्त्वम् || ३ ||
ज्ञानं योगः प्रकाशो विधिरुभयमतिर्देहधीः प्राणशून्या-
हंकारश्चाधिकामः स्वविषयमनर्थं चाश्रयन्नन्तरास्ते |
इत्यात्माकाशमत्ता तव परिविदिता सम्यगेतत्प्रमेया-
धारेष्वन्तर्घृतं यत्पयसि तिलचये तैलवद्भासि हीश || ४ ||
षट्त्रिंशत्तत्त्वपुष्पस्तवकपरिमलस्तावकीयः स तेजः-
कल्पद्रुश्चेत्प्रबुद्धः शिवगुरुवचसा सर्वतः स्वानुभूतः |
अद्वैतब्रह्मबुद्धिं जनयति विदुषामेष एवास्मदादि-
ब्रह्मान्तात्मप्रपञ्चे विलसति न परोऽस्तीति चेत्पारिजातः || ५ ||
स्वप्रत्यक्षेऽपि तत्त्वे करतलफलवद्वेत्ति नासौ स्वरूपं
नानासिद्धान्तजालप्रलपितजनिताज्ञानमोहान्धकारैः |
आक्रान्तः पुण्यपापैरधिगतनिधनैरात्मकर्मण्यनादौ
हेयोपादेयबुद्ध्या भव इति विहितस्ते महामाययेश || ६ ||
एकोऽसौ लक्षणैश्चेदखिलतनुगतैरिन्द्रियार्थैरनेकैः
भिन्नः स्वात्मप्रकृत्या विधिजनिमृतिभिः संनिबद्धः किमेतत् |
देवत्वं मानुषत्वं वपुषि भुजगतां सर्वजीवात्मकत्वं
धत्से शैलूषवत्ते स्मरति न तु पदं श्रीमहादेवमूर्ते || ७ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे पराशक्तिस्कन्धरश्मिप्रकरणं
द्वितीयम् || २ ||
तृतीयं प्रकरणम्
सत्त्वं चित्त्वं महत्त्वं तव परमगुरोरात्मशक्तेः परायाः
पिण्डीकृत्य प्रकृत्या प्रथमरतिपतिव्याजकालान्तवह्निः |
भूत्वा संसारसृष्टिस्थितिलयनिलयाद्याति तोयार्णवान्तं
तन्वानो निर्ममेच्छस्त्वमिह विजयसे विष्णुमायाविभूते || १ ||
मायायामन्तरस्थः कुसुमशररसस्तावकीयः स्वकाले
ज्ञानज्ञेयप्रमातृप्रकटितमहिमा स्वप्ररोहप्रसारैः |
उत्पाद्याद्यं विरिञ्चं तदनु भुवनतामात्मना व्यश्नुवानो
बीजाकारः स्वयंभूरिति कथयति ते नाम विश्वात्मसृष्टेः || २ ||
आदिक्षान्तार्णसृष्टिं त्रिभुवनभवनाभासभूमिं शिवादि-
क्षित्यन्तात्मीयतत्त्वावलिविकृतगतिं वैधसाण्डान्तभूमिम् |
आत्मीयानुत्तरेच्छागुणपरवशतां प्राप्य संव्यश्नुवानः
श्रीशंभो विश्वसृष्टिर्भवसि निजमलत्रययुपप्रोषितात्मा || ३ ||
चत्वारः कालतत्त्वे तव युगपतयस्ते च धातुश्च पुत्राः
व्याख्याता द्वादशैते स्थितिकृतिविदिताः सावताराः सदाराः |
श्रीकण्ठाद्याश्च नाथा धृतयुगविधयस्त्वन्नियत्युत्थितान्ता-
श्चैतन्या एव तस्मात्स्थितिरिति विदितस्त्वं सहस्रार्कदीप्ते || ४ ||
आत्मीयानादिरश्मीनिह भवजनितानेकसिद्धान्तजाल-
व्यामोहाद्यद्विकल्पानृतनिजविषयान्पुण्यपापादिभेदैः |
दुर्ज्ञेयान्देशिकोक्त्या प्रविमलवपुषि स्वप्रकाशैकवह्नौ
स्वात्मत्वेन प्रबुद्धाञ्झडिति विजयते यस्त्वदात्माविरोधः ||
जाग्रत्स्वप्नप्रसुप्तिप्रकटितविभवैरात्ममायागुणैः स्वे-
र्ज्ञानेच्छाक्रोधरूपैर्विधिहरिहरकैरावृते मोक्षमार्गे |
पान्थाः केचित्सुधीराः शिवगुरुवचनज्ञानशास्त्राग्निदीप्ता-
स्त्वत्कारुण्यैकरक्षापरिविहितमियस्त्वां प्रयान्त्यादिमूर्ते ||
त्वं मायाकामदेवप्रयममसि ततः स्वस्य सृष्टौ विधाता
रक्षायां विष्णुरन्ते प्रबलतरमहारुद्रमूर्तिः स्वमूर्तौ |
सत्योऽनन्तः प्रमाता शिवगुरुरिति च स्वात्ममूर्तिप्रभावैः
स्वेच्छावस्यागुणाढ्योऽप्यगुण इति विभो वस्तुतः स्तूयसे त्वन् || ७ ||
इच्छाशक्त्या ययैतत्कवलितमखिलं ते जगज्जालरूपं
सृष्टिस्थित्यन्तवृत्या सरसि जलधरासारतुल्यात्मगत्या |
सैवानन्तान्तरङ्गप्रसरबहुविधानेकसंकल्पभावै-
राविर्भूत्वा त्वदङ्गप्रकटनकृतये बोधसिन्दुस्त्वमेव || ८ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे
इच्छाशक्तिस्कन्धरश्मिप्रकरणं तृतीयम् || ३ ||
चतुर्थम् प्रकरणम्
संवेद्यं तत्त्वजालं परशिवधरणीमूलपारं विचित्रं
कर्मानन्तप्रपञ्चं निरुपममहिमानादिमध्यावसानः |
ब्रह्मानन्दामृताब्धिः समरसविधुना जृम्भितस्वात्मभासो
हेतुत्वेन प्रबोधज्वलन तव महाज्ञानशक्तिं व्यनक्ति || १ ||
गोजं क्षीरं यथैकं द्युतिविविधगुणस्वेन्द्रियार्थप्रकाशोऽ-
प्येकस्तद्वर्णनानारुचिरधिकरणस्यैकता कारणेन |
नीलाद्याभासबुद्ध्या नभसि परिवृतो धूमभासैरिवाग्निः
प्राचुर्येण प्रदीप्तः परमशिव ततः सत्यविश्वात्मकस्त्वम् || २ ||
नित्याखण्डप्रकाशादमलतरविभो त्वत्सकाशात्कदाचि-
न्माया संजायमाना त्रिगुणमुखगणव्यक्तशक्तिस्वभावा |
सिद्धान्तैर्भिन्नमानप्रमितिभिरसुखैर्भेदबुद्धिप्रधानैः
संसारित्वं प्रसार्य दृढयति भवतः सत्यतां वेदविद्या || ३ ||
अन्यः पक्षोऽथवात्र प्रविमलकलनानन्तशक्तिप्रकाशः
सत्याख्यः सोऽपि यत्र प्रविलयमयते शून्यगर्ते तदात्मा |
यौष्माकः सत्यभावः स च निजमहसां कामरूपात्ममाया-
मुत्पाद्यैतत्प्रपञ्चं घटयति तदिदं व्यश्नुषे स्वात्मयोने || ४ ||
ऐक्याच्छिच्छक्तयोश्चेदिदमहमिति च द्वंद्वभावस्य जीव-
ब्रह्मादिद्वैतबुद्ध्योर्दिनकरशशिनोरण्डविध्यण्डयोश्च |
प्राणापानाख्यवायवोः सुकृतदुरितयोः स्याद्यदा सामरस्य-
प्रादुर्भावस्तदा त्वं भवसि सदसदानन्दनाथः परोऽग्र || ५ ||
सेयं विज्ञानशक्तिस्तव शिवगुरुणा दर्शिता नित्यशुद्धा
निर्द्वंद्वब्रह्मतत्त्वं गमयति सुधियां सच्चिदानन्दपूर्णम् |
लोके मेयप्रमातृप्रमितिभिरिति चेदर्थिता भिन्नमार्गाः
मुद्रा नानास्वरूपाः प्रकटयति मुदाहंकृतिस्थाः परेश || ६ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे
ज्ञानशक्तिस्कन्धरश्मिप्रकरणं चतुर्थम् || ४ ||
पञ्चमं प्रकरणम्
बुद्धिज्ञानेन्द्रियाणां निजनिजविषयास्वादभोगप्रबोध-
क्षीराब्धिः प्रोद्यदिच्छामृतकरणरुचा वाङ्मुखक्षालितैश्च |
संक्रान्तश्चालितार्थप्रसरबहुपथः स्वात्ममायोरुपूर-
त्रुट्यद्ब्रह्माण्डबिन्दून्विकिरति तव चेत्त्वं शिवातः क्रियात्मा || १ ||
सृष्टिस्थित्यन्तलीलावकलितसरणिर्यत्प्रयत्नो यदीयं
धैर्यं विख्यातवीर्यं सकलमिति गता यस्य बुद्धिः समृद्धा |
यत्सामर्थ्यं प्रभूतं निरवधिगणनाजाण्डरुद्राण्डभाण्डा-
गारं यद्ब्रह्मसत्ता जयति तव मनोरूपविश्वात्मकत्वम् || २ ||
संवेशं दूरदेशं कलयति सकलं कर्मकृत्यं च तत्त्वं
स्वं यद्बाह्येन्द्रियाणां चलनमपि विना स्वान्तमन्तःप्रकाशम् |
तत्ते वीर स्वतन्त्रप्रकृतिनिगमनं निर्गतोपाधितर्कं
बाह्याख्यादर्शनार्थं विमलशिव ततस्त्वं हृषीकाश्रयात्मा || ३ ||
यद्वन्न्यग्रोधबीजं पृथुतरविटपानोकहत्वेन रूढं
सामर्थ्यं दर्शयेस्त्वं परमशिव सदा सत्यविज्ञानबीजम् |
इच्छाक्षेत्रे सुबुद्धिन्द्रियकुलकलितं सर्वतः स्वक्रियाभिः
स्वात्मानं विश्वरूपं प्रकटयसि यदा त्वं तदा गोचरः स्याः || ४ ||
स्वात्माशेषाक्षवृत्तेः पृथगयनतया क्वापि भूतानि पञ्च
क्वापि प्रेक्षाप्रपञ्चः क्व च निनदमुखाः क्वापि वाक्यादयश्च |
एतैरेव प्रवृत्तो निजविषयतया सर्वविश्वात्मजृम्भ-
स्तस्मात्त्वं लोकमुख्योऽद्वयमिति रहितः स्वप्रकाशप्रमेयः || ५ ||
कालावस्थाश्च तिस्रो गिरिश दश दिशः सप्तधा भूमिरापो
नाना तेजः समीरा दश वियदखिलव्यापि चैकादशाक्षाः |
भिन्नार्थानन्तबोधप्रकटितमहिमा बीजभेदास्त्वनन्ता-
स्त्वत्सक्ता बीजजाताः स्वगुणमनुसरन्त्येव ते देव सत्त्वात् || ६ ||
पञ्चाशद्वर्णमाला बहुविधनिनदोच्चारणात्तत्त्वजाल-
व्यक्तिव्यापारसक्ता गिरिश गुरुमुखाम्नायविद्यास्वरूपा |
धात्राद्युत्पत्तिपूर्वं श्रुतिमुखविविधानेकसिद्धान्तविद्या
नानाभाषाक्रियाभिः प्रकटयति ततः सैव ते साङ्गवेदान् || ७ ||
वर्णेभ्यो धातवः स्युर्विविधपदचयस्तद्भवस्तेन वाक्यं
तस्माज्जातं प्रमाणं विविधनिगमनं तेन सिद्धान्तजालम् |
तस्मान्नानात्मतत्त्वप्रकटनमिति यत्तत्त्वविद्या त्वदीया
त्वं चेदेकोऽद्वितीयः क्रमरहितमहासंविदात्मा महेशः || ८ ||
यज्ञस्थानं श्मशानं सकलमिति गृहं भास्वदोङ्कारपीठं
प्रादुर्भूतप्रयाणस्थलमिति विपुलं कल्पवृक्षाधिरूढैः |
संवीतैर्भैरवैश्चोरगपतिगणपैस्तत्र दिव्यार्घ्यपात्रं
वह्निब्रध्नेन्दुकॢप्तं परशिव सकलं व्यश्नुषे स्वात्मना त्वम् || ९ ||
चित्पूजा दृक्क्रियात्मा गुरुकथितमहारुद्रमूर्तिः समन्ता-
दात्मीयैरङ्गदेवैरधिगतविषयाज्याहुतिर्निर्विकल्पः |
निष्कामैरात्मकामैरुपचितयजनश्चित्स्वतन्त्रैरतन्द्रै-
रात्माग्नौ ब्रह्मविद्यापरिणतमतिभिः श्रीविभो हूयसे त्वम् || १० ||
द्वैतं यत्रानघेध्मं पशुरधिपिशितो मृत्युरक्षाणि जिह्वा-
हव्यं चाथ प्रबोधः प्रकटहुतवहो निर्मलात्मैव होता |
अधर्युः स्वच्छचेतो गुरुमुखविदिता मातृकोद्गातृवर्गः
स्वाचार्यो देशिकेन्द्रः परमखमुगसि त्वं परः शंभुरीशः || ११ ||
यागाश्चान्ये सकामैः पशुभिरिह कृताः सर्वसिद्धान्तकृत्याः
नानायज्ञक्रियाश्च त्रिभुवनभवने चित्रकर्मप्रसाराः |
विश्वोत्पत्तिप्रतिष्ठाप्रहरणविधयः स्वक्रियाशक्तिबीजाः
संजाताः सर्वतस्त्वं प्रभवसि मनसा चित्रनिर्माणमूर्ते || १२ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे
क्रियाशक्तिस्कन्धरश्मिप्रकरणं पञ्चमम् || ५ ||
षष्ठं प्रकरणम्
नित्यालुप्तात्मशक्तिः सकलतिथिफणापञ्चदश्या प्रदीप्त-
स्त्रुट्यादीन्कालवायून्ग्रसदुरुरसनश्चक्रवल्मीकवर्ती |
सम्यक् चैतन्यगुम्फैरवगतकिरणो विश्वजृम्भैकभर्ता
कृष्णाध्वार्केन्दुयोनिर्भुजगपतितनुस्त्वं ततः कुण्डलीशः || १ ||
दीपान्तर्वह्निवेधैरविततगतिभिर्बोधिताधारशक्तिम् |
तत्तच्चक्रप्रभेदोद्भवविविधमहाशब्दरूपामनन्त-
ब्रह्मानन्दप्रवाहामनुभवसि परामादिसौषुम्णमूर्ते || २ ||
यस्मात्प्राणः प्ररोहत्युपरिगतिरधः संप्रधावत्यपान-
स्तस्मादेवाविरोधात्तदुभयजनिकृद्वायुसंरोधमात्रात् |
विद्याविद्यादियुग्मप्रसरसमरसाम्भोधिजृम्भैरदम्भैः
सार्धं हंसः परस्मिन्महसि खलु लयं प्रैति ते प्राणसूत्रः || ३ ||
सर्वेषामिन्द्रियाणां निजनिजविषयोद्योतनं यत्प्रसूतं
साराः सर्वेषु कर्मस्वनुपमविषयाः साध्वसानन्दकोपाः |
यज्जाताः सर्वनाडीपथचलदनिलव्याप्तयः सर्वभावाः
नानारूपाश्च सर्वायनपथिकमहास्पन्दकः स त्वमेव || ४ ||
बुद्ध्वा सद्देशिकोक्त्या सुविदितविभवां खेचरीं दिव्यमुद्रा-
मर्थानन्तप्रपञ्चान्वितनिजकरणान्यात्मचित्ते निरुध्य |
तच्चित्तं ज्योतिरङ्गं निरवधिकरणं चिन्तयेद्यः स योगी
निर्वाणः कृष्णवर्त्मा भवति तव महास्पन्दतामेत्य शंभो || ५ ||
प्राणाख्या कुण्डलिन्या जगदिदमखिलं प्राणितं ते ययेश
ज्ञात्वा यां योगिनस्ते परतरमभयं यान्ति शान्तं पदं तत् |
यामज्ञात्वा भवाब्धौ जननमरणकृत्क्रूरकर्मप्रबद्धा
मज्जन्त्याद्यन्तहीना यदि कृपयति सा मोचयेन्मृत्युबन्धात् || ६ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे
कुण्डलिनीशक्तिस्कन्धरश्मिप्रकरणं षष्ठम् || ६ ||
सप्तमं प्रकरणम्
अज्ञातं ब्रह्मतत्त्वं निजहृदयदरीलीनमात्मप्रकाशं
व्यक्तीकर्तुं स्वनित्याक्षरविदितमहामातृकात्वं प्रपन्नः |
त्वं दिव्याम्नायविद्या सुविदितमहिमानन्तशक्तिप्रकाशा-
स्तत्तद्वर्णात्मभेदैरुपदिशसि पदं श्रीगुरो स्वस्वरूपम् || १ ||
श्रीशब्दब्रह्ममूर्ते सकलरवमयानाहतध्वानभेदा-
नात्मीयानक्षरस्थान्बहुविधनिनदैर्भूरिवाद्यप्रभेदैः |
भेरीनिःसाणघण्टादरमुरजमहाशृङ्गनालोरुतालै-
र्वंशैर्यन्त्रैश्च गात्रैर्जलधरपटलैस्त्वं ब्रवीषि ध्वनिज्ञः || २ ||
तत्त्वानां व्यक्तिहेतुः सकलतिथिगतः सप्तपुर्यष्टकाङ्ग-
स्त्रीपुंसद्वंद्वरूपो द्युमणिशशिमहावह्निपादः षडात्मा |
सर्वाभिप्रायसंवित्प्रकटितविभवस्त्वं महाम्नायविद्या-
सारस्फारस्वरूपः पुरुष इति ततः सोऽक्षरात्मादिवर्णः || ३ ||
रम्योदात्तानुदात्तस्वरितविकृतिगः प्रोच्चनीचोभयस्थो
भेदादष्टादशात्मा महितनिजमहास्फूर्तिरेकोऽक्षरादिः |
षड्जादिग्रामजातश्रुतिविततलसद्गीतसप्तस्वरोद्य-
न्नानारागान्प्रबन्धानधिवसति भवानादिनित्यस्वरात्मन् || ४ ||
सर्वास्यस्थानवर्णः प्रथमविगणितस्त्वं स्तुतः षोडशीति
स्वेच्छाशक्त्या निरूढद्रढिमनिजमहाप्रौढिमाढौकमानः |
कालव्यक्तस्त्रिलिङ्गिन्निजगतिविलयान्ह्रस्वदीर्घप्लुतादीन्
विद्याविद्योभयात्मा जनयसि परितः श्रीमहावर्णजात्मन् || ५ ||
पक्षद्वंद्वैककर्तावनिजलहुतभुङ्मारुताकाशमूर्ते
श्रोत्राद्यक्षाणि सर्वाण्यधिगतचरणः स्वप्रकृत्या निबद्धः |
अन्तस्थो विश्वरूपः पुरुष इति यतो ज्ञायसे स्वक्रमेण
ज्ञाता वर्गाक्षराणां परमशिव जनैस्त्वं ततो वर्गजोऽसि || ६ ||
सर्वातीतात्मधामानलनिलयपदज्ञापिका मन्त्रविद्याः
सत्याभिप्रायबुद्ध्या शिवगुरुवदनाम्भोरुहाद्भासमानाः |
नानार्था धातवश्च प्रकटितविभवाश्चित्रवाग्ब्रह्मवेदाः
सर्वं नश्यद्विना त्वां परशिव सहजं वर्णसंयोगरूपम् || ७ ||
ओंकारं स्वात्मवासं श्रुतिभिरभिनुतं वाग्भवं शक्तिबीजं
माबीजं स्मारबीजं परतरविभवं मातृकाबीजयुग्मम् |
शैवान्त्य चापि गत्वा षडयनविलसत्कूटषट्कं च भित्वा
हंसः सोऽहं तथा त्वं विरमसि मनसामन्तरे मन्त्रमूर्ते || ८ ||
बिन्द्वेन्दोरूर्ध्वनादैरवकलितकलाव्याप्तिभिः साधिदेवै-
र्नानानन्ताधिदेवैः परिणतिसुलभैः श्रीगुरूक्तागमस्थैः |
न्यासैर्विद्याविशेषैः श्रुतिमुखविविधानेकसिद्धान्तमन्त्रैः
विष्वक्प्रोतप्रतीको दहसि भवमघं दुष्प्रभामन्त्रवह्नौ || ९ ||
वर्णास्ते मन्त्रविद्या दशविकरणगा धातवो नित्यशब्दाः
वाक्यान्याम्नायभेदा बहुविधमतजाः साङ्गवेदाश्च भाषाः |
नानाच्छन्दांसि तालाः स्वरविकृतिगुणाः सर्वतो वाङ्मयस्थाः?
नानारूपाः पराग्नेः समजनिषत ते मातृकाशक्तिबीजात् || १० ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे
मातृकाशक्तिस्कन्धरश्मिप्रकरणं सप्तमम् || ७ ||
अष्टमं प्रकरणम्
एवं रात्रिंदिवस्थाः परशिवघटिका एव ते रश्मिभूताः
स्त्रीपुंसद्वंद्वरूपा रविशशिचरणाक्रान्तयो रक्तशुक्लाः |
षट्छक्त्यंशप्रभेदा दहरपुरयुगे कोणषट्कान्तरस्थाः
कालावस्थाश्चतुर्भिः प्रविदधति युगैर्विश्वभूतैर्निदानैः || १ ||
षट्त्रिंशत्तत्त्वमालामवनिमुखशिवान्तामुपेतात्मवृत्तिं
खे वायौ सप्तविंशत्युडुगणविकृतीर्जीवमाया शिवांशात् |
तेजस्थाः स्वान्तरात्मान्तरतनुविकृतीरस्थिमांसप्रमुख्याः
क्षोण्यां त्वं जीवमायागुणगणमभितो भासयस्यंशुमालिन् || २ ||
यावन्तस्ते मयुखाः क्षितिजलदहनस्पर्शनाकाशचेतः-
पीठस्थाः षट्प्रमाणाः परमधिप्ततयो भैरवा एव सर्वे |
तेषां मध्ये त्वमेकः परतरमहिमोज्जृम्भमाणः प्रचण्डो
मार्तण्डो रश्मिमध्यस्थित इव परितो भासि चिद्भैरवाग्ने || ३ ||
भैरव्यो रश्मिदेव्यस्तव शिव करुणापूरिताक्षाः प्रसन्ना-
स्त्वत्सत्ताकाशवाहोदितनिजगतयश्चर्वितात्मार्थकृत्याः |
तद्धामन्येव शान्ताः सुरमुनिपितृभिः पुण्यपापश्च बद्धान्
भक्तांश्चानेकबाधाञ्झटिति विघटयन्त्यात्मबोधाग्निजृम्भैः || ४ ||
श्रीनाथ श्रीपरेशेश्वर परशिव ते दिव्यदिव्या मरीची-
र्ब्रह्मादीनां मनोवागनवगतमहाचित्रनानार्थरूढाः |
गूढप्रौढप्रकाशाः सुरमुनिवचनैरप्यबुद्धाः कथं वा
स्तोतुं ज्ञातुं समर्थो भवति कविजनः कोऽत्र मन्दो नृमात्रः || ५ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे साधारण्येन
षडन्वयरश्मिविवेकस्कन्धप्रकरणमष्टमम् || ८ ||
नवमं प्रकरणम्
गङ्गा भूमिः शताङ्गः शतधृतिरपि तत्सारथिः सप्तयस्ते
वेदा ब्रह्मैकवेद्याः पृथुतरचरणौ पुष्पवन्तौ तदक्षः |
- * *?कीलबन्धः कमठपतिरिभास्तत्पृथुस्तम्भपङ्क्तिः
शेषस्तद्रज्जुबन्धस्तदुपरि पितृभूस्तत्र चिन्त्यो रथी त्वम् || १ ||
कल्पान्तानन्तसूर्यद्युतिमति विकटानेकदंष्ट्रं षडास्यं
वह्नीन्द्वर्काम्बुकाष्ठादशयुतमभितः प्रज्वलन्तं मयूखैः |
शूलासीषूग्रशक्त्यङ्कुशवरनृशिरः श्रीफलेष्वासनारि-
द्योतत्पाशाभयाङ्कैर्निजभुजपरिधैस्त्वां गुरुं शंभुमीडे || २ ||
नागास्थीन्दुप्रसूतैः श्रवणगतमहाभूषणैः कुण्डलीन्द्रै-
राक्रोशन्मुण्डमालापरिवृतवपुषा दिक्षु जा *? ल्यमानम् |
मत्तेभेन्द्रोरुकृत्त्यन्तरघटितकटीमण्डलं साट्टहासं
तं भास्वद्व्योभगभोंदरविधृतकराङ्गुष्ठमात्रं प्रपद्ये || ३ ||
नागेन्द्रैः कल्पवृक्षैरधिगतविहगैर्भैरवैर्देवदैत्यैः
भूतैः प्रेतैः पिशाचैः परिवृतमभितो योगिनीभिः श्मशाने |
सर्वप्रज्ञैकवासं त्रिभुवननिलयं स्वात्मनाध्यात्मदीप्तं
सर्वोत्तीर्णात्मतत्त्वेश्वरमनलमुखं त्वां गुरुं शंभुमीडे || ४ ||
नानाध्यानात्मयोगप्रकटितशिवतासिद्धरूपप्रसादः
स्वेच्छाज्ञानक्रियात्मत्रिशिखविदलितत्रययुदीर्णप्रमोहः |
सत्यज्ञानासिभिन्नप्रमितिजनिरिपुः स्वात्मयोगेषु धारा-
च्छिन्नाविद्यासु लक्ष्येः परमशिव विभो तेन मृत्युंजयस्त्वम् || ५ ||
देव ब्रह्माण्डसृष्टिस्थितिलयसमयध्वंसिनी ते त्रिशक्ति-
र्मायाशक्तिप्रचण्डोद्धतघनकरिणी वारिणी सा सृणिस्ते |
धर्मार्थात्मेष्टमुक्तिप्रवितरणचणस्ते वरस्तेऽप्यमीति-
र्विश्वग्रासोग्रमृत्युप्रतिभयदलिनी तद्भवान् मृत्युमृत्युः || ६ ||
पाशस्ते विश्ववश्यः पितृपतिकृतभिर्हस्तिनी सिंहवृत्ति-
श्चक्रः संसाररात्रिद्युमणिसमुदयस्तावकस्ते पिनाकः |
आक्रान्ताशेषमोहप्रकृतिविकृतिमहामातृकाचित्परात्मा
प्राणास्ते तत्कपालं हतविधिमुखसत्प्रेतचिद्रूपमीश || ७ ||
एवं ते दिव्यदिव्यायुधपरमहिमा गीयते वेदशास्त्रैः
प्रागुक्तस्ते शताङ्गोऽप्यपि च पितृगणप्रतशीर्षाच्चरङ्गे |
उच्चण्डं ताण्डवं ते त्रिभुवनभयकृद्वज्रपाताट्टहासो
भीषास्मात्त्वत्सकाशादपर इव परो नास्ति तेनोग्रवीरः || ८ ||
चित्ताकाशानिलाग्न्यम्ब्ववनितलपतिप्रेतसिंहासनस्थः
षट्च्छक्तिव्यक्तमूर्तिः षडयनपथिकः सोमसूर्याग्निपादः |
ब्रह्माग्निः सप्तजिह्वाकबलितविषयीभूतविश्वप्रपञ्च-
स्थूलोऽपि ध्यानदृष्टेस्त्वमधिकतमसां ज्योतिषामप्यगम्यः || ९ ||
इत्युक्तध्यानचिन्त्योऽप्यनवगतमनोवाक्प्रवृत्तिस्वभावः
स्वच्छन्दात्मीयसत्ता चिदुचितविभवः पावकः शंभुरूपः |
सर्वातीतस्वभावोऽप्युपनिषदुदितज्ञानमीमांस्यमानः
सत्वं यस्यान्तरङ्गे निवसति स शिवस्त्वन्मयः स्यान्महेश || १० ||
श्रीमानप्यादिभिक्षुस्त्रिभुवनजनकोऽप्यात्मभूरागमोक्ति-
व्याख्यावेद्योऽप्यवाचः प्रकृतिसुविमलोऽप्यात्ममायाविलासः |
तत्त्वादेकोऽप्यनेकः परयुवतिरतोऽप्यात्मवित्सेव्यमानः
तस्मात्स्वच्छन्दलीलस्त्वमिह विजयसे मानसीं भाववृत्तिम् || ११ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे पावकध्यानयोगप्रकरणं
नवमम् || ९ ||
दशमं प्रकरणम्
द्रष्टव्यस्त्वं जगद्भिर्बहुविधविधिभिः सर्वसिद्धान्तवाक्यैः
श्रोतव्यो निर्विकल्पः शिवगुरुवदनाम्भोरुहेण प्रबुद्धः |
मन्तव्यः सर्वतत्त्वावकलितचरणस्तन्निदध्यासितव्यः
सत्तामात्रावलम्बीत्यमरनुतपदो नास्ति देवस्त्वदन्यः || १ ||
उग्रं शान्तं च वीरं सकलमयमहाविष्णुमग्निं ज्वलन्तं
सर्वत्रानन्तवक्त्रं नरमृगवपुषं भीषणं सर्वभद्रम् |
सर्वज्ञं मृत्युमृत्युं बहुविधनुतिभिर्वन्दितं सर्वलोकैः
विश्वाहंकारजृम्भं परमशिव गुरुं त्वां भजे मन्त्रराजम् || २ ||
शंभो त्वां भूर्भुवःस्वर्महरुदिततनुं त्वन्तरिक्षद्युसूर्या-
रज्ञाचार्येन्दुशुक्रार्किभिरपि निगमब्रह्मभिः प्रोतशक्तिम् |
प्राणापानादिभेदैः कलयति सकलं मानसं ध्यानयोगं
येषां तेषां सपर्या भवति सुरकृतब्रह्मता योगिता च || ३ ||
सर्वोत्कृष्टं परं तत्सवितुरनुपमं ते वरेण्यं शरण्यं
भर्गो देवस्य धीमह्यभिदधति धियो यो न इत्यौर्वतेजः |
तुर्यं सर्वाणिभूतान्यधिगतममलं सर्वतो दृक्क्रमाद्यं
ध्यायामि ध्येयमन्तःकरणसुनियतैर्योगिभिः श्रीमहेश || ४ ||
कालोऽनन्तो युगात्मा शिव दिवसनिशापक्षमासास्तथाब्दाः
तद्भेदाः षडृतुस्थास्तदनुगतजगत्सर्ववृत्तान्तभेदाः |
नानायज्ञक्रियाश्च त्रिदशदितिसुता मानुषाः सर्वनागाः
योगीन्द्रा जीवसंघास्तव चरणबिल यान्ति जन्मान्तमध्यात् || ५ ||
भूतं भव्यं भविष्यत्त्रिभुवनभवने षण्महाशक्तिभिस्त्वं
तत्सर्वं व्यश्नुवानो विचरसि कलितः सृष्टिगत्यन्तकामैः |
देवैर्दैत्यैर्मनुष्यैरुरगपतिकुलैः सर्वजीवप्रसारै-
रात्मीयैश्चित्रिताङ्गः शिव भवतमसः सूर्यभास्त्वं परस्तात् || ६ ||
श्रोता स्पर्शी निजरसरसिकः सर्वगन्धान्तरज्ञो
वक्ता कर्ता च गन्ता त्रिभुवन भवतो विश्वसर्गः प्रमोदी |
कामी मीमांसकश्च प्रथितशुचिशिखासप्तकव्याप्तविश्वो
बोद्धा स्वार्थाननन्तानधिगतचरणः सर्वतस्त्वं शिवोऽसि || ७ ||
सर्वार्थी सर्वनामा सकलकुलपतिः सर्वलोकाङ्गनेशः
शृङ्गारी सर्वभोगी नवरसरसिकः प्राज्यसाम्राज्यभोक्ता |
त्रैलोक्ये वाक्प्रपञ्चे प्रवचनपठितः सोमयाजी च यज्ञः
संसारी कामचारीत्यनुवदति जनो यः स धन्यः शिव त्वाम् || ८ ||
क्षेत्रं क्षेत्रप्रमाता शिवगुरुवदनाघोरविद्याधिदेवो
मन्त्रो मन्त्राधिदेवो मखविधिरनघो योगयोग्यः पदार्थः |
त्वं दर्शः पूर्णमासः परिधिरपि मखाचार्यवर्यश्च होतो-
द्गाताध्वर्युश्च हव्यं त्रिविधहुतवहस्त्वां विना नास्ति शंभो || ९ ||
क्षेत्रज्ञाः सर्वदेवाः सुरनरभुजगाः सर्वजीवाश्च तच्च
क्षेत्रं ब्रह्माण्डरूपं त्रिभुवनभवनव्यापकं चित्ररूपम् |
एतावद्व्याप्य तत्र स्थितमखिलजगद्भक्तभोक्तारमग्निं
ज्ञात्वा षट्च्छक्तिभिस्त्वां परमशिव महामृत्युमत्येति विद्वान् || १० ||
उक्तक्षेत्राधिदेवे परतरपुरुषे त्वययनन्तस्वरूपे
दिव्याम्नाया गुरूक्ता निजनिजनियतिस्फूर्तयह् सर्ववेदाः |
साङ्गोपाङ्गाश्च शास्त्राण्यधिगतमहिमान्योन्यसिद्धान्तविद्या
भाषा स्वार्थैर्विभान्ति त्रिणयन भवतो विश्वमूर्तेः परः कः || ११ ||
मूलं व्योमैव वायुज्वलनजलधरा मध्यमं यस्य शाखा
देवाः पर्णानि दैत्याः किसलयनिचयाः मानुषाश्च प्रतानाः |
नागाः पुष्पाणि जीवा बहुविधतनवो पक्वसस्यप्रबोधो
विश्वन्यग्रोधकद्रोः परमशिव भवान् बीजभूतो विभाति || १२ ||
मायारूपेण कालो जननमरणकृत्सर्वजीवाङ्गवृत्ते-
र्विद्यारूपेण कालान्तक इति विनुतः स त्वमेवापरो न |
देहाहंकार एवान्तक इति गुरुणा यः प्रविज्ञाय मायां
जागर्त्यात्मप्रबोधे शिव तव कृपया सोऽत्र मृत्युंजयः स्यात् || १३ ||
त्वं नाथस्त्वं गुरुस्त्वं परपदजनिताम्नायविद्यार्थकोश-
स्त्वं शंभुस्त्वं परेशः परतरमहिमा त्वं परा त्वं पराग्निः |
त्वं भानुस्त्वं सुधांशुस्त्वमपि च जननी त्वं पिता त्वं सुमित्र-
स्त्वं भ्राता बान्धवस्त्वं त्वमसि धननिधिस्त्वां विना नास्ति मेऽन्यः ||
शब्दार्थाधारभूतं त्रिभुवनजनकं सर्वतो दिक्सतत्त्वं
त्रैलोक्यस्थायि लिङ्गत्रयविदितपदं सर्वतत्त्वैकवेद्यम् |
सर्वानिर्वाच्यसत्तागतपरविभवज्योतिरुज्जृम्भमाणं
व्यक्तीकृत्यात्मवर्णैः प्रकटयसि परं तत्त्वमात्मीयमग्रे || १५ ||
त्वं विश्वं विश्वहेतुर्विरहितकरणे विऽस्वकार्यैककर्ता
विश्वातीतश्च विश्वेश्वर इति बहुधा निश्चितश्चाक्स्ऽरज्ञैः |
अद्वैतात्मप्रबोधानलबहुलशिखाचर्वितात्मीयहव्यः
श्रीशंभो विश्वसत्ता परतरवियति पैषि निर्वाणपूजाम् || १६ ||
एवं यः स्तौति भूतिं त्रिभुवनमहतीं विष्वगाश्चर्यचर्या-
मन्तर्बाह्यागमोक्तिप्रविनुतविभवामादिमध्वान्तहीनाम् |
सौम्योग्राकारदेवासुरनरभुजगानेकजीवप्रभेदो-
त्पत्तिस्थित्यन्तभूमिः स भवति जगदाश्चर्यवानेव शंभो || १७ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे महाविभूतिप्रकरणं दशमम्
|| १० ||
एकादशं प्रकरणम्
का पूजा पूजकः कः शिवगुरुरिति कः को विधिः कश्च मन्त्रः
किं पीठं किं प्रसूनं किममलसलिलं केऽत्र सर्वोपचाराः |
निर्द्वंद्वस्यात्मनस्ते द्वयमिति रचितं सर्वमेतत्कथं स्या-
त्संतोषार्थे महेश त्रिकरणविमलज्ञानपूजाप्रसन्नाः || १ ||
त्रैकाल्यं सर्वतस्ते सकलजगदिदं व्यश्नुवानात्मसत्त-
विस्फूर्तेरष्टमूर्तेरखिलजनमनःप्रोच्चसिंहासनस्य |
कस्मादावाहनं स्याद्बहिरिह चरितं क्वासनं चन्द्रमौले-
र्माया संसारभावो रचयति नितरामात्मभोगाय भेदम् || २ ||
आधारोऽग्निः सुपात्रं रविरमृतकलानायकः पूर्णमद्यं
शक्तीशस्त्वं प्रपूज्यः षडवयवयुतस्तत्र पात्रप्रवर्गे |
पाद्यं ते तर्पणं च प्रभवति समुदे बाह्ययागार्घ्यपात्रैः
संतुष्टः स्याः कथं त्वं परशिव विमलज्ञानदुग्धाब्धिशायिन् || ३ ||
भास्वच्चन्द्राग्निबिम्बोदितविमलशिवज्ञाननित्यप्रमोद-
ज्ञानानन्दप्रवाहास्त्रिगुणितसरितो मुख्यनाडीत्रयस्थाः |
कालिन्दीजह्नुकन्यान्तरसरिदभिधास्ते तनुस्नानकृत्ये
सृष्टा हृल्लिङ्गमूर्तेः कथमितरजलैः स्यात्तव स्नानमत्र || ४ ||
लज्जारागादिमायातिमिरदिनकरी * * * * * * *?
-
ज्योतिःपुञ्जप्रवृत्तैर्गनभवतमसौ दिक्पटालांकृतस्य |
प्रज्ञायज्ञौपवीतैरुपचितवपुषह् प्रैतमप्याङ्गराग-
स्यन्ये मिथ्यौपच्चारास्तव वसनमहासूत्रवन्धानुलेषाः || ५ ||
सर्वाहिंसन्द्रियाश्चद्रुतगतिशमनं सर्वभूतानुकम्पा-
शान्तिः सत्यं प्रबोधो गुरुकथिततयो निश्चलव्यानदृष्टिः |
श्रद्धाभक्तिश्च नित्यं निजविषयपरित्यागिता निःस्पृहत्वं
संवित्पूज्येति पुष्पाण्यमल शिव भवत्पूजनाय क्रियन्ते || ६ ||
ब्राह्म्याद्या मातरोऽष्टौ स्वविषयकुसुमैरात्ममात्रप्रसूनैः
योगिन्यः शक्तयस्ते निजनिजमहिमस्फूर्तिमन्मञ्जरीभिः |
त्वद्भावं भावयद्भिस्तव किरणमहाभैरवैरात्तमङ्गा-
स्त्वां श्रीचिद्भैरवेशं परमशिवगुरुं पूजयन्ति स्मरन्त्यः || ७ ||
सद्विद्याङ्गारमध्यार्पितसततमहावासनाभ्यासधूपैः
श्रीमद्वक्त्रारविन्दोदितसकलकुलाम्नायबोधप्रदीपैः |
सर्वाक्षार्थान्नभेदैरुपचितमहादिव्यनैवेद्यपानै-
राराध्यो योगिभिस्त्वं कथमितरकृतैस्तोष्यसे श्रीपरेश || ८ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे
अन्तर्यागोपाचारपरामर्शप्रकरणमेकादशम् || ११ ||
द्वादशं प्रकरणम्
विद्या नानाविभूषा मृगमदघनसारादिसौरभ्यवस्तु-
प्रोतश्रीचन्दनानि प्रविकचकुसुमान्यद्भुतान्यम्बराणि |
नानामोदाश्च धूपाः क्रमुकशकलवद्वीटिकाः पानभेदाः
नानापात्राणि भूम्याः परशिव भवतः पूजनाय क्रियन्ते || १ ||
सप्तैते मण्डलस्थाश्चरुजलनिधयो दिव्यनैवेद्यराशी-
न्नानापक्वान्नभेदान्विविधपिशितवच्छाकनानोपदंशान् |
भक्ष्यं भोज्यं च चोष्यं विविधशशिसुधास्वादवद्वस्तुलेह्यं
हालादध्याज्यदुग्धान्यपि विदधति ते सूपहाराय शंभो || २ ||
मन्त्राकारैः प्रदीपैर्दहनरविकलानाथनक्षत्रमाला-
विद्युन्माणिक्यमुक्तारजतकनकधात्वादिनानाप्रकाशैः |
युष्मन्नीराजनायै विरचितरचनः स्वप्रकाशादिमूर्ति
सर्वानन्दात्मरूपं परमशिवगुरुं भासयत्यौर्वतेजाः || ३ ||
मुद्रा नानार्थपोषानतिपथेचलितानष्टयोगांश्च नाट्यं
तीर्थाक्रान्तिं प्रणामं निजकरणगति सर्वसिद्धान्तवाचः |
कर्माज्ञानप्रवाहान्व्यजनमपि महाचामराण्यातपत्रं
हस्त्यश्वादीन्रथांस्ते परशिवचरणाध्यास्य दास्यं विधत्ते || ४ ||
आकाशः शब्दभेदैः प्रलयजलधरामन्ददम्भोलिजृम्भै-
र्भेरीनिःसाणवाद्यैर्दरनिकररवैर्भूरिघण्टानिनादैः |
तालैर्नादैर्मृदङ्गैर्मुरजडमरुकैर्गीतसद्वल्लकीभिः
सर्वैर्वाद्यप्रभेदध्वनिभिरिह विभो नाथ पूजां करोति || ५ ||
शांभव्यो रश्मिदेव्यः समरसमुदिता मातृकावर्णरूपा
भास्वन्तो भैरवाष्टा अपि सरसकलापानमत्तः क्रमस्थाः |
वेदान्तैरागमान्तैरभिदधति परं शांभवं वैभवं ते
सर्वानिर्वाच्यसत्तावियदुदितपदं श्रीविभो विश्वमूर्ते || ६ ||
योगिन्यः क्षेत्रपालाः सरसमधुमदावेदशास्त्रार्थतत्त्व-
व्याख्यानध्यानवक्त्राः पितृवनदशदिग्वृक्षगा भैरवाश्च |
सौधास्वादप्रमत्ताः प्रकटितविकटाटोपसिंहाट्टहासाः
स्वस्वव्यापारपुष्पैः परमशिवगुरुं त्वां विभो पूजयन्ति || ७ ||
भूताः प्रेताः पिशाचाः स्वविकृतिविभवैः प्राप्तबीभत्सवेषा
योगिन्यस्ते श्मशानावरणगतमहादेवता भासयन्ति |
देवास्ते पूर्वदेवा मधुरसमुदिता विस्मयाविष्टचित्ताः
शान्ता ध्यायन्ति गायन्त्यपि परमशिव त्वां मुदोपासते च || ८ ||
ब्रह्मा वेदोक्तिगानैर्हरिरपि कमलैस्ताण्डवैश्चण्डरुद्रा-
स्तौर्यत्रयया महेन्द्रो निजनिजविषयैरन्यदिक्पालदेवाः |
सिद्धाः सर्वे मुनीन्द्रा स्तुतिनुतिवचनैः सर्वदुर्गागणेशा
नृत्तैर्वाद्यप्रभेदैर्विदधति सुमुदं ते महादेव शंभो || ९ ||
संतप्तः प्रेतसिंहासनविहितमहाभैरवः शांभवाग्निः
पञ्चाशद्विस्फुलिङ्गाक्षरविदितपराघोरविद्योग्रतेजाः |
सत्यान्तर्यज्ञदेवस्त्रिभुवनहविषा तोषितात्मीयरश्मि-
र्वागर्थव्यक्तभावात्सकलमिह तनुं व्यश्नुवानो विभाति || १० ||
सर्वज्ञानैकभूमिस्त्रिभुवनकरवीराख्यशून्यश्मशान-
ज्ञानाकूपारपूरश्रुतमुखबहुविच्छास्त्रबोधोदवाहान् |
प्रज्ञां गाम्भीर्यगर्वात्ग्रसति रविरिव स्वप्रकाशात्प्रकाशा-
नन्यानिन्दूडुमुख्यान्निबिडतररुचिर्ध्वान्तपूरांस्तवाग्निः || ११ ||
श्रीशंभो विश्वमूर्ते परमशिव गुरो नाथ विश्वेश्वरात्म-
न्नेषाशेषार्थवद्वाक्प्रसवविरचिता स्रग्धरावृत्तपूजा |
त्वययेव ज्ञानवह्नौ हुतवहरसने संहता मुक्तये मे
भूयादागः क्षमस्व प्रवचनपठितः श्रीविभो मे प्रसीद || १२ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे विशेषोपचारपरामर्शे
शान्तिप्रकरणं द्वादशम् || १२ ||
त्रयोदशं प्रकरणम्
इति तव कृपादोग्ध्री पूजा सुभक्तिस्रुतामृता
जननमरणप्रादुर्भावप्रभेदपटीयसी |
जनयति मुदं ब्रह्मानन्दप्रवाहतरङ्गिणीं
दहति विपदः पुण्यं पापं दुरन्तभवाटवीम् || १ ||
परशिव मम जन्म धन्यमेत-
त्तव महिमस्तुतिमोचितो यतोऽहम् |
कुलमिदमखिलं द्विधा विभिन्नं
परमपदं गतमेव ते प्रसादात् || २ ||
हतो मायामृत्युर्गुरुवचनखड्गेन मनसः
प्रभिन्नं मालिन्यं व्यपहतमहंकारतिमिरम् |
हता मे कामाद्याः प्रबलरिपवः स्वात्मविषयाः
महेश त्वत्सेवाविदितसुविवेकाग्निमहसा || ३ ||
जातिर्लज्जा निजकुलमदः सर्वसंशीतिराधि-
र्देहाहन्तासुकृतदुरितद्वंद्वपाशोऽभिमानः |
सर्व ह्येते मम विनिहतास्त्वन्महावाक्यसूर्य-
ज्योतिःपुञ्जैः किमपरमहं देव भद्रं समीहे || ४ ||
मद्विद्याभ्यसनमभूदिहैव सार्थं सांनिध्यात्तव च तदुक्तिगोचरस्य |
अद्य त्वं त्रिभुवनवाङ्मनस्यलभ्यो निर्बाधः सकलपथैकगम्यमूर्ते || ५ ||
श्रुतिस्मृतिमिथःपथे प्रचलितोऽहमेकान्ततः
प्रभोः शिवगुरोः तव त्रिजगदुन्नताज्ञां गतः |
भजामि परपावकं त्रिजगदात्महव्याशिनं
भवन्तमधिदैवतं भववने ज्वलन्तं स्वतः || ६ ||
ब्रह्मत्वं सुरनायकत्वमखिलं क्षोणीपतित्वं लस-
द्ब्राह्मण्यं सुरयक्षनागपितृता गन्धर्वता सिद्धता |
एतत्सर्वमनित्यमेव गणितं नाहं समीहे सुखं
किं तु त्वत्पदपद्मनिश्चलतरध्यानं समीहे विभो || ७ ||
संप्राप्ता कृतकृत्यता सफलता वाचां तव स्तोत्रता
मृत्योरप्रमितैश्च मृत्युरभवद्वश्यं गत त्वत्पदम् |
संसारानवधिप्रचण्डजलधिस्तीर्णः प्रमोहो हतः
पुण्यं पापमगाद्विनाशमिह मे प्राप्तः प्रबोधो विभो || ८ ||
इति परशिवशंभोऽनन्तकान्ते महिम्न-
स्तवविरचितमेतत्स्तोत्रमात्मोक्तिशक्त्या |
प्रभवतु सुमुदे ते त्वं मम स्वान्तवर्ती
भव भवगतदुःखं छिन्धि चागः क्षमस्व || ९ ||
यावांस्ते जीवलोकः परशिवचौराशीतिलक्षैकसंख्य-
स्तत्तत्कर्मप्रभेदोपगतजनिमृती घोरसंसारचक्रे |
सृष्टिस्थित्यन्तवृत्तिं भजति निरवधित्वत्पदध्यानहीनो
दृष्ट्वैनं भीतभीतं शरणमुपगतं त्राहि मां देव मृत्योः || १० ||
दुर्वासाः सत्यवासाः कनकगिरिरहं कंदरे मे हृदाख्ये
श्लोकाश्चैते मृगेन्द्राः पदनखदशनाः शांभवास्त्रैकवीर्याः |
मायाध्वान्तेभयूथप्रदलनपटवो ब्रह्मविद्याटवीस्थाः
वक्तॄञ्श्रोतॄन्प्रमातॄन्निजहृदयगुहाब्रह्मसत्तं नयन्ति || ११ ||
भूष्यं वैदुष्यमुद्यद्दिनकरकिरणाकारमाकारतेजः
प्रज्ञानं भूरिमानं निजकरकलितं दुर्गमं योगमर्गम् |
आयुष्यं ब्रह्मपोष्यं हरगिरिविशदां कीर्तिमभ्येत्य भूमौ
देहान्ते ब्रह्मपारं परशिवचरणाकारमभ्येत्य विद्वान् || १२ ||
ये श्रीशांभवशासने कृतधियः श्रीशासने कर्मठाः
श्रौतस्मार्तविधिष्वमन्दमतयः सत्यव्रता ब्राह्मणाः |
विद्वांसः सकलागमेषु च कलाविद्यासु ते शांभव-
ब्रह्मप्राप्तिमवाप्नुवन्ति पठनाच्छंभोर्महिम्नस्तुतेः || १३ ||
स्तोत्रं चैतत्पठेद्यः शिवगुरुवदनाघोरविद्यात्तदीक्षः
सत्यज्ञानप्रकाशात्प्रबलभवरिपुं पुण्यपापाद्यविद्याम् |
भित्वा मुक्तो विकल्पस्त्रिजगति महितं सौख्यमात्मप्रबोधं
तेजः कीर्तिं च लक्ष्मीमभिलषितपदं व्यश्नुते स्तोत्रवीरः || १४ ||
महिम्नस्तोत्रस्य त्रिभुवनगुरोर्यो जपरतः
पराशक्तेस्तत्त्वं परशिवपदं वेत्ति स बुधः |
अगाधं गाम्भीर्यं स्तुतिगतमनन्तप्रमितिजं
समस्ताः सिद्धिरप्यनुभवति गच्छेत्परपदम् || १५ ||
श्रीक्रोधभट्टारकदिव्यनाम्ना दुर्वाससा सूक्तमहामहिम्नः |
स्तोत्रं पठेद्यो भुवनाधिपत्यं नित्यं गुरुत्वं शिवतामुपैति || १६ ||
महेशान्नापरो देवो महिम्नो नापरा स्तुतिः |
अघोरान्नापरो मन्त्रो नास्ति तत्त्वं गुरोः परम् || १७ ||
सदसदनुग्रहनिग्रहगृहीतमुनिविग्रहो भगवान् |
सर्वासामुपनिषदां दुर्वासा जयति देशिकः प्रथमः || १८ ||
श्रीगुरुकरुणालक्ष्यो यः कोऽप्यात्मविदनुगृहीतिपरः |
परशंभुस्तुतिबोधो जगदाधारो भवेत्सदा धीरम् || १९ ||
परशंभोस्तव पद्यं रविप्रकरणं पठंस्त्रिकालेऽपि |
रविरिव जगत्प्रकाशम्तिचातुर्याज्जगद्गुरुर्भवति || २० ||
तस्मात्स्मृतिमतिबुद्धिप्रज्ञावानात्मविन्महादेवः |
परशंभोस्तवहृदयं सत्पात्रेषु प्रकाशयेत्सदयम् || २१ ||
इति श्रीदूर्वासकृतपरशंभुमहिम्नस्तवे उपसंहारप्रकरणं त्रयोदशम्
|| १३ ||
इति श्रीक्रोधभट्टारकापरनाम्ना महामहिम्ना दुर्वाससा मुनीश्वरेण
विरचितपरशंभुमहिम्नस्तवः संपूर्णः ||
Zusammenfassende deutsche Übersetzung
Der Parashambhu Mahimna Stava entfaltet einen bemerkenswert geschlossenen Weg. Er beginnt mit dem Eingeständnis, dass Paraśiva durch Sprache und Begriffe nicht vollständig erfasst werden kann. Dennoch wird gerade der Lobpreis zum Weg der Erkenntnis, weil die Worte aus Bhakti, Guru-Unterweisung und innerer Erfahrung hervorgehen.
Im ersten Teil wird die Nichtdualität begründet: Das eigene Selbst ist Sat-Cit-Ānanda, doch Māyā lässt es als begrenztes Wesen erscheinen. Śāmbhavī-Dīkṣā, Guru-Wort und Meditation führen zur Wiedererkenntnis des eigenen Wesens.
Die folgenden Prakaraṇas entfalten Śakti in ihren Hauptweisen. Parāśakti ist die umfassende göttliche Kraft. Icchāśakti ist der Wille, aus dem die Welt hervorgeht. Jñānaśakti ist die Erkenntniskraft, in der die Unterschiede von „Ich“ und „Dies“ verstanden und schließlich in Samarasa aufgehoben werden. Kriyāśakti ist die Kraft, durch die Welt, Handlung, Sprache und Ritual entstehen.
Mit dem Kuṇḍalinī-Prakaraṇa wird diese Kosmologie in den Körper verlegt. Prāṇa und Apāna, Nāḍīs, Suṣumṇā und Spanda erscheinen als innere Formen derselben göttlichen Dynamik. Kuṇḍalinī ist nicht nur eine „Energie“, sondern die Lebensmacht, durch die die ganze Welt belebt ist.
Das Mātṛkā-Prakaraṇa entfaltet eine weitere zentrale Idee des Tantra: Welt ist Laut. Die fünfzig Buchstaben, Mantras, Veden, Sprachen, musikalischen Töne und Rhythmen gehen aus Mātṛkāśakti hervor. Om, Haṃsa und So'ham werden in diese innere Lautkosmologie eingeordnet.
Die späteren Abschnitte verwandeln klassische Śiva-Symbole philosophisch. Dreizack, Schlinge, Schädel, Feuer, Śmaśāna und Tāṇḍava werden nicht bloß ikonographisch beschrieben, sondern als Zeichen von Icchā, Jñāna, Kriyā, Māyā-Überwindung, Erkenntnis und Todlosigkeit gedeutet.
Besonders tief ist die Lehre vom Antaryāga, dem inneren Opfer. Die wahre Pūjā geschieht im Bewusstsein. Nichtverletzen, Mitgefühl, Wahrheit, Frieden, Śraddhā, Bhakti und Wunschlosigkeit werden dort ausdrücklich als „Blumen“ der inneren Verehrung beschrieben. Erkenntnis wird zur Lampe, Sinneserfahrung zum Naivedya, und die ganze Welt wird zum großen Opfer an Paraśiva.
Im Schluss kehrt der Text zur persönlichen Hingabe zurück. Durvāsas erklärt, dass ihm nicht Herrschaft, Rang oder Siddhi wesentlich seien, sondern unbewegliche Meditation auf die Lotusfüße Paraśivas. So mündet die hochkomplexe tantrische Metaphysik schließlich in eine sehr einfache spirituelle Bewegung: Guru, Erkenntnis, Bhakti und Meditation führen zur Überwindung von Māyā, Ichbegrenzung und Todesangst.
Inspirierende Verse aus dem Parashambhu Mahimna Stava
„Es gibt nichts Höheres als dich.“
sarvātītastvamekaḥ paraśivacaraṇa svaprakāśātmaśaṃbho |
nānyastvattaḥ paro'stītyahamiha guruṇā tvāṃ svabhāvairavaimi ||
Inspiration: Die höchste Wirklichkeit wird nicht als fernes Objekt gesucht. Durch den Guru wird sie als selbstleuchtendes eigenes Wesen erkannt.
„Allein dein selbstleuchtendes Sein triumphiert.“
no vedā naiva yajñā na ca raviśaśinau no viyanno vikalpaḥ |
svajyotiḥ satyamekaṃ jayati tava padaṃ saccidānandamūrte ||
Inspiration: Selbst religiöse Formen, kosmische Mächte und Vorstellungen weisen letztlich auf das eine Licht von Sat-Cit-Ānanda.
„Die wahre Pūjā ist Cit-Pūjā.“
citpūjā dṛkkriyātmā ...
ātmāgnau brahmavidyāpariṇatamatibhiḥ śrīvibho hūyase tvam ||
Inspiration: Die tiefste Verehrung geschieht im Feuer des eigenen Bewusstseins. Wahrnehmung, Erkenntnis und Leben selbst werden zu Opfergaben.
Die Blumen der inneren Verehrung
sarvāhiṃsā ... sarvabhūtānukampā-
śāntiḥ satyaṃ prabodho ... śraddhābhaktiśca nityam ... niḥspṛhatvam |
Inspiration: Ahiṃsā, Mitgefühl, Frieden, Wahrheit, Erwachen, Śraddhā, Bhakti und Wunschlosigkeit sind die eigentlichen Blumen, die Paraśiva dargebracht werden.
„Du bist Mutter, Vater, Freund und Schatz.“
tvaṃ nāthastvaṃ gurustvaṃ ... tvamapi ca jananī tvaṃ pitā tvaṃ sumitraḥ |
tvaṃ bhrātā bāndhavastvaṃ tvamasi dhananidhistvāṃ vinā nāsti me'nyaḥ ||
Inspiration: Nichtdualität wird hier zur Bhakti. Das Eine ist nicht abstrakt, sondern wird als intimste Beziehung erfahren.
„Ich wünsche nur die Meditation auf deine Lotusfüße.“
etatsarvamanityameva gaṇitaṃ nāhaṃ samīhe sukhaṃ |
kiṃ tu tvatpadapadmaniścalataradhyānaṃ samīhe vibho ||
Inspiration: Selbst höchste kosmische Stellungen und Siddhis sind vergänglich. Der Autor bittet nur um unerschütterliche Meditation.
Wichtigste Mantras und Mantra-Bezüge
Der Parashambhu Mahimna Stava ist ein Stotra und keine Mantra-Saṃhitā. Er enthält jedoch wichtige Mantra-Bezüge und kurze heilige Formeln.
Oṃ / Oṃkāra
Das siebte Prakaraṇa nennt ausdrücklich den Oṃkāra als Wohnort des eigenen Selbst und als von den Śrutis gepriesene Lautgestalt. Oṃ steht hier im Zusammenhang mit Vāgbhava-, Śakti-, Mā- und Smāra-Bīja sowie der Mātṛkā.
haṃsaḥ
Haṃsa erscheint im Kuṇḍalinī-Prakaraṇa im Zusammenhang mit Prāṇa und Apāna. Wenn die entgegengesetzten Lebensströme zur Einheit kommen, geht der Haṃsa nach Aussage des Textes im höchsten Licht auf.
so'ham
Im Mātṛkā-Prakaraṇa werden haṃsaḥ, so'ham und schließlich „du“ in einer inneren Mantra-Bewegung miteinander verbunden. So'ham bedeutet sinngemäß „Das bin ich“ und weist auf die Einheit von individuellem Bewusstsein und höchster Wirklichkeit.
Aghora
Der Schlussvers 17 des dreizehnten Prakaraṇa erklärt ausdrücklich:
maheśānnāparo devo mahimno nāparā stutiḥ |
aghorānnāparo mantro nāsti tattvaṃ guroḥ param ||
Sinngemäß: „Es gibt keinen höheren Gott als Maheśa, keinen höheren Lobpreis als den Mahimna-Stava, keinen höheren Mantra als Aghora und kein höheres Tattva als den Guru.“
Die Quelle schreibt an dieser Stelle keine vollständige Aghora-Mantraformel aus. Deshalb wird hier keine Formel aus einer anderen Tradition ergänzt.
Der ganze Stava als Japa
Das dreizehnte Prakaraṇa bezeichnet die wiederholte Rezitation des gesamten Mahimna-Stotras selbst als eine Form des Japa. Der Text empfiehlt seine regelmäßige Rezitation und verbindet sie mit Erkenntnis der Parāśakti und des Paraśiva-Zustandes.
Paraśambhu, Shiva und Shakti
Eine der großen Stärken des Werkes liegt darin, dass es Shiva und Shakti nicht gegeneinander ausspielt. Paraśiva ist das selbstleuchtende Bewusstsein; Parāśakti ist seine Kraft, durch die Welt, Erkenntnis, Wille, Handlung, Sprache und Mantra erscheinen.
Diese Einheit ist auch für Yoga und Meditation inspirierend. Stille und Dynamik, Sein und Handeln, Meditation und Alltag müssen nicht als Gegensätze betrachtet werden. Die Frage lautet vielmehr: Kann in allen Bewegungen die zugrunde liegende Bewusstseinswirklichkeit erkannt werden?

Beziehung zu anderen Tantra- und Shiva-Schriften
Der Parashambhu Mahimna Stava lässt sich besonders gut neben nichtdualen Śaiva- und Śākta-Werken lesen. Die Lehre der sechsunddreißig Tattvas, die Bedeutung von Shakti, Spanda, Mātṛkā, Kuṇḍalinī, Guru und innerer Pūjā schafft Berührungspunkte zu Shiva Sutra, Spanda Karika, Pratyabhijnahridaya, Tantraloka und weiteren tantrischen Schriften.
Die starke Verbindung von Śiva-Bhakti und Nichtdualität erinnert außerdem an die Shivastotravali Utpaladevas. Beide Werke machen deutlich, dass höchste Erkenntnis und hingebungsvolle Verehrung sich im nichtdualen Śivaismus nicht ausschließen.
Zur ergänzenden Vertiefung von Shiva, Mantra und Meditation können zwei Yoga-Vidya-Videos eingebunden werden:
Abschluss
Der Parashambhu Mahimna Stava ist ein außergewöhnlich dichter Śiva-Lobpreis. Wer nur ein devotionales Gedicht erwartet, begegnet einer umfassenden tantrischen Weltanschauung: Paraśiva ist Selbstlicht und Sat-Cit-Ānanda; Śakti ist seine unendliche Entfaltung; die sechsunddreißig Tattvas sind Strahlen des Bewusstseins; Kuṇḍalinī ist Lebensmacht; Mātṛkā ist die Matrix von Sprache und Mantra; und die tiefste Pūjā geschieht im eigenen Bewusstsein.
Am Ende fällt jedoch alle Komplexität in eine einfache Hingabe zurück. Durvāsas verlangt weder kosmische Herrschaft noch Siddhi. Er sucht die unbewegliche Meditation auf die Lotusfüße Paraśivas.
Gerade darin liegt die besondere Inspiration des Werkes: Tantra wird nicht zur Jagd nach außergewöhnlichen Kräften, sondern zu einer immer tieferen Erkenntnis dessen, was in allem gegenwärtig ist. Das Universum, der Körper, die Sprache, das Ritual und die Meditation werden zu Wegen zurück zum einen selbstleuchtenden Bewusstsein.
Textgrundlage
Grundlage dieses Artikels sind ausschließlich die vom Nutzer bereitgestellten Muktabodha-Dateien M00358, Paraśambhumahimnastava in IAST-Umschrift und Devanagari. Muktabodha nennt Durvāsas als Autor und Krodhabhaṭṭāraka als alternativen Namen. Als Druckgrundlage wird eine Ausgabe von N. Rajam & Co., Madras, 1946 angegeben.
Der vollständige vorhandene Primärtext aller dreizehn Prakaraṇas wurde in beiden Sanskritfassungen übernommen. Reine Seitenmarkierungen wurden entfernt. Beschädigte Stellen, Sternchen, Fragezeichen und ungewöhnliche Lesarten wurden nicht aus fremden Editionen ergänzt. Die deutsche Fassung folgt derselben Abfolge; wo die elektronische Vorlage Unregelmäßigkeiten der Verszählung zeigt, wird keine fehlende Nummer erfunden.
Siehe auch
- Shiva
- Parashiva
- Shambhu
- Shakti
- Parashakti
- Durvasa
- Bhairava
- Spanda
- Kundalini
- Matrika
- Mantra
- Bija Mantra
- Guru
- Diksha
- Puja
- Antaryaga
- Tattva
- 36 Tattvas
- Sat Chit Ananda
- Shiva Sutra
- Spanda Karika
- Pratyabhijnahridaya
- Shivastotravali
- Tantraloka
- Meditation
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- 06.11.2026 - 08.11.2026 Harmonium Lernseminar
Lerne, Harmonium zu spielen! Wenn vorhanden, bitte eigenes Harmonium mitbringen. Keine Vorkenntnisse nötig.- Alisa Yakhontova