Navagraha Namenspuja mit neun Blütengaben

Aus Yogawiki

Navagraha Namenspuja mit neun Blütengaben verehrt Sonne, Mond und die sieben weiteren Grahas mit neun vollständigen Namensanrufungen. Die Reihenfolge verbindet Surya in der Mitte mit der Graha-Liste des Brihat Tantrasara.

Die Welt als gemeinsamer Lebensraum.

Umfang: Neun ausgeschriebene Namensformeln und neun Blütengaben.

Anlass und spirituelle Ausrichtung

Die Andacht kann Dankbarkeit für die größere Lebensordnung ausdrücken. Die neun Gaben machen diese Hinwendung sichtbar. Die ruhige Namensfolge kann helfen, dem Wandel des Lebens mit Vertrauen und Aufmerksamkeit zu begegnen.

Voraussetzungen und Material

Für Puja-Kundige. Die Anleitung verwendet allgemeine Namaskara-Formeln und keine speziellen Graha-Bijas.

Neun Blüten und zwei Teller; ein Bild der Navagrahas oder Suryas ist möglich. Etwa zehn Minuten.

Verwandte Ritualanleitungen sind Panchayatana Puja und Mangalacharana.

1. Neun Gaben vorbereiten

Lege neun Blüten auf einen Teller. Stelle einen zweiten größeren Teller als Gabenteller bereit. Vergegenwärtige Surya in dessen Mitte. Die übrigen acht Gaben werden später im Kreis um die erste Blüte gelegt.

2. Den religiösen Zusammenhang erinnern

Setze dich ruhig. Vergegenwärtige die neun Grahas als Gottheiten der indischen Überlieferung. Rahu und Ketu entsprechen dabei den Mondknoten; sie sind keine zusätzlichen sichtbaren Planeten. Die Verehrung gilt der kosmischen Ordnung.

3. Die neun Grahas mit Namen verehren

Lege die erste Blüte in die Mitte. Lege die folgenden acht nacheinander auf den Rand, beginnend oben und weiter im Uhrzeigersinn. Sprich jede Formel einmal vollständig. Die Ablage zeigt nur die Reihenfolge dieser Andacht, kein astrologisches Diagramm.

Gabe und Ablage Vollständige Anrufung und deutsche Bedeutung
1. Blüte – Mitte oṃ sūryāya namaḥ
Om. Verehrung Surya, der Sonne.
2. Blüte – Randplatz 1 oṃ candrāya namaḥ
Om. Verehrung Chandra, dem Mond.
3. Blüte – Randplatz 2 oṃ maṅgalāya namaḥ
Om. Verehrung Mangala, dem Mars.
4. Blüte – Randplatz 3 oṃ budhāya namaḥ
Om. Verehrung Budha, dem Merkur.
5. Blüte – Randplatz 4 oṃ bṛhaspataye namaḥ
Om. Verehrung Brihaspati, dem Jupiter.
6. Blüte – Randplatz 5 oṃ śukrāya namaḥ
Om. Verehrung Shukra, der Venus.
7. Blüte – Randplatz 6 oṃ śanaiścarāya namaḥ
Om. Verehrung Shanaishchara, dem Saturn.
8. Blüte – Randplatz 7 oṃ rāhave namaḥ
Om. Verehrung Rahu.
9. Blüte – Randplatz 8 oṃ ketave namaḥ
Om. Verehrung Ketu.

Yoga-Vidya-Vortrag über Ananda, spirituelle Freude. Das Video vertieft die Haltung der Praxis; die konkrete Ritualfolge steht in dieser Anleitung.

4. Die Namen in Stille wiederholen

Falte die Hände und sprich die neun Namensformeln aus Schritt 3 noch einmal in derselben Reihenfolge, ohne weitere Blüten. Lass nach jeder Anrufung einen natürlichen Atemzug Stille.

5. Den Wandel annehmen

Betrachte den Kreis als Ganzes. Neige den Kopf und verweile eine Minute still. Lass die Andacht in die Bereitschaft münden, mit den veränderlichen Bedingungen des Lebens aufmerksam umzugehen. Die Blüten bleiben zunächst am Altar.

Siehe auch

Quellen und redaktionelle Hinweise

Brihat Tantrasara von Krishnananda Agamavagisha, Sanskrit-IAST-Projektfassung nach dem elektronischen Text M00013 auf Grundlage des Drucks Calcutta 1896. Die Verszählung beginnt in den einzelnen Abschnitten neu. Teil 1, Surya-Abschnitt, Vers 42: die acht äußeren Grahas Chandra, Mangala, Budha, Brihaspati, Shukra, Shanaishchara, Rahu und Ketu. Surya ist die zuvor verehrte Hauptgottheit. Die Namensformeln werden vollständig nach dem dort angegebenen Om-Namah-Muster ausgeschrieben. Die Schreibung bṛhaspati wird gegenüber vṛhaspati der Vorlage normalisiert. Die Verbindung zu einer eigenen neunteiligen Namensandacht, die Blütenverteilung auf einem Teller und die zweite Rezitationsrunde sind redaktionelle Gestaltung. Ein vorgeschriebenes Navagraha-Mandala wird nicht behauptet.

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