Narmadashtaka Trikala

Aus Yogawiki

Narmadashtaka Trikala – die Flussgöttin dreimal täglich verehren ist eine dreimal tägliche Rezitation zu Ehren der Narmada. Der Hymnus betrachtet den Fluss als göttliche Zuflucht für Menschen, Tiere und Weise. Seine acht Gebetsstrophen münden in eine ausdrückliche Anweisung zum Lesen zu den drei Tageszeiten.

Vorbereitung

Halte den vollständigen Text bereit. Als Tageszeiten eignen sich Morgen, Mittag und Abend; dies setzt die Angabe trikāla praktisch um. Die Quelle nennt keine Opfergaben und verlangt für diese Rezitation weder ein Flussbad noch eine Reise. Du kannst am Ufer oder zu Hause beten. Ein Bild des Flusses ist eine freiwillige Konzentrationshilfe.

Ablauf

1. Den Fluss innerlich begrüßen
Sitze oder stehe ruhig. Vergegenwärtige die Narmada mit ihren Ufern und Lebewesen. Diese Betrachtung nimmt die Bilder des Hymnus auf.

2. Acht Strophen und Schlussvers sprechen
Lies den gesamten folgenden Text einmal. Sprich den wiederkehrenden Gruß an die Lotosfüße der Göttin in jeder Strophe mit.

IAST
sabindusindhususkhalattaraṅgabhaṅgarañjitaṃ
dviṣatsu pāpajātajātakārivārisaṃyutam |
kṛtāntadūtakālabhūtabhītihārivarmade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 1||
tvadambulīnadīnamīnadivyasampradāyakaṃ
kalau malaughabhārahārisarvatīrthanāyakam |
sumacchakacchanakracakravākacakraśarmade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 2||
mahāgabhīranīrapūrapāpadhūtabhūtalaṃ
dhvanatsamastapātakāridāritāpadācalam |
jagallaye mahābhaye mṛkaṇḍusūnuharmyade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 3||
gataṃ tadaiva me bhayaṃ tvadambu vīkṣitaṃ yadā
mṛkaṇḍusūnuśaunakāsurārisevitaṃ sadā |
punarbhavābdhijanmajaṃ bhavābdhiduḥkhavarmade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 4||
alakṣyalakṣakinnarāmarāsurādipūjitaṃ
sulakṣanīratīradhīrapakṣilakṣakūjitam |
vasiṣṭhaśiṣṭapippalādikardamādiśarmade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 5||
sanatkumāranāciketakaśyapātriṣaṭpadaiḥ
dhṛtaṃ svakīyamānaseṣu nāradādiṣaṭpadaiḥ |
ravīndurantidevadevarājakarmaśarmade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 6||
alakṣalakṣalakṣapāpalakṣasārasāyudhaṃ
tatastu jīvajantutantubhuktimuktidāyakam |
viriñciviṣṇuśaṃkarasvakīyadhāmavarmade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 7||
aho dhṛtaṃ svanaṃ śrutaṃ maheśakeśajātaṭe
kirātasūtabāḍabeṣu paṇḍite śaṭhe naṭe |
durantapāpatāpahāri sarvajantuśarmade
tvadīyapādapaṅkajaṃ namāmi devi narmade || 8||
idaṃ tu narmadāṣṭakaṃ trikālameva ye sadā
paṭhanti te nirantaraṃ na yānti durgatiṃ kadā |
sulabhyadehadurlabhaṃ maheśadhāmagauravaṃ
punarbhavā narā na vai vilokayanti rauravam || 9||

Devanagari
सबिन्दुसिन्धुसुस्खलत्तरङ्गभङ्गरञ्जितं
द्विषत्सु पापजातजातकारिवारिसंयुतम् ।
कृतान्तदूतकालभूतभीतिहारिवर्मदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ १॥
त्वदम्बुलीनदीनमीनदिव्यसम्प्रदायकं
कलौ मलौघभारहारिसर्वतीर्थनायकम् ।
सुमच्छकच्छनक्रचक्रवाकचक्रशर्मदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ २॥
महागभीरनीरपूरपापधूतभूतलं
ध्वनत्समस्तपातकारिदारितापदाचलम् ।
जगल्लये महाभये मृकण्डुसूनुहर्म्यदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ ३॥
गतं तदैव मे भयं त्वदम्बु वीक्षितं यदा
मृकण्डुसूनुशौनकासुरारिसेवितं सदा ।
पुनर्भवाब्धिजन्मजं भवाब्धिदुःखवर्मदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ ४॥
अलक्ष्यलक्षकिन्नरामरासुरादिपूजितं
सुलक्षनीरतीरधीरपक्षिलक्षकूजितम् ।
वसिष्ठशिष्टपिप्पलादिकर्दमादिशर्मदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ ५॥
सनत्कुमारनाचिकेतकश्यपात्रिषट्पदैः
धृतं स्वकीयमानसेषु नारदादिषट्पदैः ।
रवीन्दुरन्तिदेवदेवराजकर्मशर्मदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ ६॥
अलक्षलक्षलक्षपापलक्षसारसायुधं
ततस्तु जीवजन्तुतन्तुभुक्तिमुक्तिदायकम् ।
विरिञ्चिविष्णुशंकरस्वकीयधामवर्मदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ ७॥
अहो धृतं स्वनं श्रुतं महेशकेशजातटे
किरातसूतबाडबेषु पण्डिते शठे नटे ।
दुरन्तपापतापहारि सर्वजन्तुशर्मदे
त्वदीयपादपङ्कजं नमामि देवि नर्मदे ॥ ८॥
इदं तु नर्मदाष्टकं त्रिकालमेव ये सदा
पठन्ति ते निरन्तरं न यान्ति दुर्गतिं कदा ।
सुलभ्यदेहदुर्लभं महेशधामगौरवं
पुनर्भवा नरा न वै विलोकयन्ति रौरवम् ॥ ९॥

Bedeutung
1. Von Wasserperlen und dem Spiel sich brechender Wellen geschmückt,
mit Wassern verbunden, die den Scharen der Verfehlungen feind sind,
schenkst du eine Rüstung gegen die Furcht vor Todesboten, Zeit und Geisterwesen.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
2. Selbst den kleinen Fischen in deinem Wasser schenkst du göttliches Heil;
du führst die heiligen Badeorte an und nimmst im Kali Yuga die Last der Unreinheit.
Du gibst Fischen, Schildkröten, Krokodilen und Scharen von Chakravaka-Vögeln Geborgenheit.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
3. Deine tiefe Wasserfülle wäscht die Erde von Verfehlung rein.
Ihr Tosen bekämpft alles Unheil und zerbricht den Berg der Bedrängnis.
Bei der furchtbaren Weltauflösung gewährtest du Mrikandus Sohn eine Heimstatt.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
4. Meine Furcht verging in dem Augenblick, da ich dein Wasser sah,
dem Mrikandus Sohn, Shaunaka und der Feind der Asuras stets dienen.
Du schützt vor dem Leid des Werdens, das aus dem Meer wiederholter Geburten entsteht.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
5. Unzählige Kinnaras, Götter, Asuras und andere verehren dich.
An deinen schönen Wasserufern erklingen die Rufe unzähliger Vögel.
Du schenkst Vasishtha, den Edlen, Pippalada, Kardama und anderen Frieden.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
6. Wie Bienen bewahren Sanatkumara, Nachiketa, Kashyapa und Atri
deinen Fußlotos im eigenen Geist, ebenso Narada und die übrigen Weisen.
Du beglückst das Wirken von Sonne, Mond, Rantideva und dem König der Götter.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
7. Dein Fußlotos ist eine mächtige Waffe gegen unzählige Scharen von Verfehlungen
und schenkt den Reihen lebender Wesen Lebensfülle und Befreiung.
Du gewährst Schutz in den eigenen Wohnstätten von Brahma, Vishnu und Shankara.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
8. Welch ein vernommener Klang an den Ufern, die mit Maheshas Haar verbunden sind,
bei Jägern, Sutas, Brahmanen, Gelehrten, Schelmen und Schauspielern!
Du nimmst die endlose Qual der Verfehlung und schenkst allen Wesen Frieden.
Deine Lotosfüße verehre ich, Göttin Narmada.
9. Wer diesen Narmada-Hymnus stets zu den drei Tageszeiten liest,
gelangt, so verheißt der Text, niemals auf einen unheilvollen Weg.
Diese Menschen erlangen die sonst schwer erreichbare Herrlichkeit von Maheshas Wohnstatt
und sehen weder erneute Geburt noch die Hölle Raurava.

3. In Dankbarkeit abschließen
Lass den Gruß an die Göttin kurz nachklingen. Die Rezitation ist damit beendet; es gibt in dieser Fassung keine zusätzliche Schlussgabe.

4. Zu den beiden weiteren Tageszeiten wiederholen
Lies mittags und abends denselben vollständigen Text. Setze diese dreimal tägliche Praxis regelmäßig fort; eine begrenzte Zahl von Tagen wird nicht angegeben.

Die Verse lassen den Fluss als Lebensraum und göttliche Zuflucht zugleich erscheinen. Die achtsame Behandlung von Wasser und Ufern kann eine persönliche Folge dieser Verehrung sein.


Quellen

  • Narmadashtaka, acht Strophen und Phalashruti, traditionell Shankaracharya zugeschrieben: Sanskrit Documents, Hauptfassung. Eigene deutsche, bei den dichten Komposita sinngemäße Übertragung. Der Schlussvers belegt die dreimal tägliche Rezitation. Die Zuschreibung wird als Überlieferungsangabe verstanden.