Meditation Hindernisse

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Meditation Hindernisse - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Meditation Hindernisse : Lerne über die Hindernisse, die auftreten können, wenn du beginnst zu meditieren. Eine Kenntnis darüber kann dir helfen, tiefer in die Meditation zu kommen und nicht vom Weg abzukommen

Meditation Hindernisse

Meditation ist eigentlich etwas ganz Natürliches. Aber es gibt Hindernisse, die dich davon abhalten, das zu erfahren, was du wirklich bist. Man kann unterscheiden zwischen äußeren Hindernissen und inneren Hindernissen. Bei den äußeren Hindernissen kann man wiederum unterscheiden zwischen Beruf, Familie, Partnerschaft, Hobbys und auch dem Ort. Bei den inneren Hindernissen kannst du körperliche Hindernisse, emotionale Hindernisse und spirituelle Hindernisse unterscheiden. Über diese verschiedenen Hindernisse wird hier gleich referiert ‒ es gibt dazu auch ein Buch von Swami Sivananda zu „Konzentration und Meditation“ und ein Buch von Swami Vishnu Devananda zu „Meditation und Mantras“, wo du sehr viel hörst über die Hindernisse in der Meditation.

Äußere Hindernisse für die Meditation

  • Beruf und andere Aktivitäten

Um meditieren zu können, gilt es auch, äußere Hindernisse abzubauen. Zunächst einmal musst du dir eine Zeit nehmen. Es mag sein, dass du vielleicht den ganzen Tag irgendetwas zu tun hast ‒ das wäre ein äußeres Hindernis. Regle das und sorge dafür, dass du meditierst. Dein Beruf kann auf zweifache Weise ein Hindernis für die Meditation sein. Sei es, dass du viel unterwegs bist und es deswegen schwierig hast, Regelmäßigkeit zu haben. Sei es, dass du Schichtarbeit hast. Sei es, dass du überlastest bist im Beruf oder eben dass der Beruf stressig ist.

Es ist gut, den Beruf nicht zu sehr zum Hindernis werden zu lassen, deinen Job nicht zu sehr zum Hindernis werden zu lassen. Wenn du eben unregelmäßige Arbeitszeiten und/oder unregelmäßige Arbeitsorte hast, dann schaffe eine Regelmäßigkeit in der Unregelmäßigkeit. Wenn du viel reist, nimm einfach einen Reisealtar mit und packe den aus, wo auch immer du hingehst ‒ du hast eine Meditationsschwingung geschaffen. Wenn du Schicht arbeitest, dann mache dir einen Tagesablauf für da, wo du Frühschicht hast, wo du Spätschicht hast und für da, wo du vielleicht mehr frei hast.

Es ist auch gut, im Alltag mehr Bewusstheit zu integrieren, auch im Alltag liebevoll und souverän zu sein. Das hilft, besser zu meditieren. Aber habe dort nicht zu hohe Ansprüche! Es schadet nichts, wenn du gestresst bist. Und selbst, wenn du dich dann hinsetzt und während der Meditation an den Alltag denken musst ‒ macht nichts! Meditiere trotzdem. Schrittweise wird dein Geist sich davon lösen können.

  • Partnerschaft als Hindernis für die Meditation

Wenn du einen Partner hast, der nicht spirituell ist, dann wird ihn das vielleicht kränken, dass du jeden Tag 20 Minuten meditierst und vielleicht noch Yogaübungen machst. Das muss kein Hindernis sein. Sage einfach deinem Partner: Das brauche ich, das tut mir gut. Sage nicht deinem Partner: Du solltest auch meditieren, sonst bist du ein weltlicher Mensch und ich werde mich von dir trennen… Dann wird dein Partner dich natürlich vom Meditieren abhalten wollen, weil er nicht will, dass er dich verliert. Wenn du aber sagst, das brauche ich um glücklich zu sein, das brauche ich um Ruhe zu haben, das brauche ich zum Entspannen, wird dein Partner dich eher ermutigen. Denn er will ja, dass es dir gut geht. Wenn du das erstmal eine Weile durchgezogen hast, jeden Tag 20 Minuten zu meditieren, wird dein Partner/deine Partnerin sich daran gewöhnen. Und wenn er merkt, dass du weiterhin liebevoll und freundlich bist ‒ umso besser. Du kannst ja auch besonders zärtlich sein und deinen Partner besonders gut streicheln vor oder nach der Meditation, sodass dein Partner auch etwas hat von der Meditation.

  • Kinder als Hindernisse für die Meditation

Kinder können insofern ein Hindernis sein, dass sie dich vielleicht von der Meditation abhalten. Das ist aber auch nur eine Frage der Konsequenz. Auch Babys können lernen zu akzeptieren, dass Mami 20 Minuten meditiert (Kleinkinder und Jugendliche sowieso).

  • Lärm als Hindernis für die Meditation

Vielleicht bist du an einer Straße und die Fenster sind nicht ausreichend gut. Vielleicht läuft nebenan der Fernseher oder irgendjemand macht laute Musik oder die Heizung klackert. Das sollte kein Hindernis sein. Tiefe Meditation führt dazu, dass du keine Außengeräusche mehr hörst, und es sind heutzutage Ohrstöpsel erfunden oder auch noise-cancelling headphones. So kannst du in absoluter Stille sein, egal ob der Raum etwas Lärm hat oder nicht.

Viele der äußeren Hindernisse sind nur Scheinhindernisse, im Grunde genommen nur Ausreden. Eigentlich gibt es kein äußeres Hindernis für die Meditation. Selbst wenn du sagst, ich habe keinen geeigneten Ort, wo ich mich hinsetzen kann ‒ du hast ein Bett, da kannst du dich draufsetzen, da kannst du meditieren.

Innere Hindernisse für die Meditation

Innerlich gibt es natürlich auch einige Hindernisse im Sinne von innerer Unruhe, mangelnder Motivation und so weiter. Dort ist hilfreich: lies Bücher über Meditation, geh regelmäßig in eine Gruppe oder besuche einen Yoga Vidya Ashram. Besuche einen Meditationskurs ‒ das gibt dir einen Motivationsschub. Ansonsten gibt es auch körperliche Hindernisse für die Meditation. Vielleicht tun die Knie, die Hüften oder die Schultern weh. Hier hilft es, mal jemanden zu fragen, der sich mit Meditation auskennt, damit du einen Sitz findest, der geeignet ist für die Meditation.

Innere Unruhe als Hindernis für die Meditation Manche Menschen sagen, wenn sie meditieren, bleiben sie weiter innerlich unruhig ‒ und deshalb können sie nicht meditieren. Das ist kein Problem, wenn du innere Unruhe hast, Gedanken und Emotionen und so weiter. Bleibe einfach ruhig sitzen. Eventuell beobachte die Gedanken und die Gefühle, eventuell übe Bodyscan oder die Gedankenbeobachtung. Oder ignoriere das, was kommt und wiederhole immer wieder ein Mantra. Du musst nicht gleich in tiefe Meditation hineinfallen. Lass einfach Gedanken zu. Die Meditation hat auch dann Wirkung, selbst wenn du nicht so konzentriert bist.

Identifikation als Hindernis für die Meditation Tiefe Meditation heißt Selbstverwirklichung, Gottverwirklichung. Wenn du in der Lage bist, alle Anhaftungen und Identifikationen loszulassen und dabei viel Prana, viel Energie, hast, dann wird die Meditation von selbst kommen.

Videos Meditation Hindernisse

Vortragsvideos mit dem Thema Meditation Hindernisse :

Sprecher/Autor/Kamera/Produktion: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Meditation Hindernisse Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Meditation Hindernisse :

Siehe auch

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