Kusinara

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Kusinara ist ein bekannter buddhistischer Pilgerort, da Buddha hier Mahaparinirvana erreicht hatte. Kusinara ist der heiligste aller Pilgerorte für Buddhisten, da es der Ort ist, an dem Buddha Mahaparinirvana erreicht hat. Im alten Indien war dieser Ort als Kushavati bekannt. Es war ein wichtiger Ort des ehemaligen Königreichs Malla, in der Nähe des Flusses Hiranyavati.

Mahabodhi-Baum in Bodhgaya, unter dem der Buddha die Erleuchtung erlangte

Im Pali Text des Großen Parinirvana Sutra wurden Buddhas letzte Tage beschrieben. Die Mahaparinirvana Sutra beschreibt ebenfalls seinen Tod. Das Nirvana des lebenden Buddhas wurde durch seinen Tod zu Parinirvana. Bevor er starb, hat Buddha selber die vier Pilgerorte der Buddhisten benannt. Diese umfassten die Orte seiner Geburt, der Erleuchtung, seiner ersten Belehrung und des Todes. Ebenfalls hat er zur Vorsicht gemahnt, als er sagte, dass seine Schüler seine Überreste nicht als Zeichen der Ehre aufbewahren sollten. Gegenwärtig ist der Ort gesprenkelt mit einigen Stupas und Viharas (buddhistische Klöster). Diese werden auf den 3. - 5. Jh n. Chr. zurück datiert. Es wird behauptet, dass der maurische Kaiser Ashoka zum größten Teil zur Errichtung dieser Bauwerken beigetragen hätte.

Legenden zufolge realisierte Buddha, dass sein Leben zu Ende gekommen war, als er im Dorf Kusinara ankam. Er bat Ananda, seinen Lieblingsschüler, ein Bett für ihn zwischen zwei Salbäume vorzubereiten. Ananda war davon sehr betrübt. Buddha tröstete ihn und erläuterte ihm die flüchtige Natur des Lebens. Er sagte: "Die Natur der Dinge gibt vor, dass wir diejenige, die uns lieb sind, verlassen müssen. Alles Geborene beinhaltet seine eigene Beendigung. Auch ich, Ananda, bin alt geworden, und voll mit Jahren, meine Reise kommt zu ihrem Ende, ich werde 80 Jahre alt, und genau so wie ein abgenutzter Wagen nur mit viel zusätzlicher Pflege dazu gebracht werden kann, in Bewegung zu bleiben, genau so kann der Körper des Buddha nur mit viel zusätzlicher Pflege am Leben erhalten werden."

Selbst als er auf seinem Sterbebett lag, predigte Buddha einige der wichtigsten Wahrheiten des Lebens. Deshalb ist Kusinara einer der wichtigsten Pilgerzentren. Buddha hatte diesen Ort ebenfalls als einen heiligen Ort für seine Anhänger erwähnt.

Eine der größten Attraktionen ist hier die Ramabhar Stupa. Das ist Buddhas Verbrennungsstätte. Seine letzte Worte waren: "Hört zu Mönche, ich sage dies: Alle bedingten Dinge sind dem Verfall unterworfen, bemüht euch mit Eifer für eure Befreiung." Der Erleuchtete gleitete dann in einer Meditationsstufe und erreichte Mahaparinirvana, die letzte Stufe des Nirvana.

Ein anderes Denkmal hier ist das Mahaparinirvana Tempel. Dieser wurde im Jahr 1956 auf Initiative der indischen Regierung erbaut. Die bekannte Statue des liegenden Gautama Buddha befindet sich hier. Sie hat eine Länge von 6,1 m.

Auf der Vorderseite der Liege befinden sich drei Skulpturen, vermutlich Darstellungen des ehrwürdigen Ananda bei den Füßen, des ehrwürdigen Subhadda in der Mitte und des ehrwürdigen Dabba Malla an der Ecke. In der Mitte befindet sich eine Inschrifft aus dem 5. Jh. n. Chr. Diese 1.500 Jahre alte Statue des liegenden Buddha wurde aus einem einzigen Block von rotem Sandstein errichtet, der in der Gupta Zeit aus Mathura gebracht wurde. Sie wurde 1876 in einem verfallenen Zustand gefunden, und die zersplitterten Teile konnten erfolgreich zusammengefügt werden.

Siehe auch

Literatur

  • E. Jungclaussen( Hrsg.), Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers (1974)

Weblinks

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