Karana Sharira

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Karana Sharira (Sanskrit: कारणशरीर kāraṇaśarīra n.) wörtl.: "Körper (Sharira) der Ursachen (Karana)"; Kausalkörper. Karana Sharira entspricht dem Anandamaya Kosha, d.h. der Wonnehülle. Karana Sharira ist somit die Ursache sowohl des groben (Sthula Sharira) als auch des subtilen Körpers (Sukshma Sharira).

Karana Sharira ist ein wichtiges Konzept im Vedanta, im Jnana Yoga. Erfahre im folgenden Vortrag und Video von und mit Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, mehr über den Kausalkörper, Karana Sharira.

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Sukadev über Karana Sharira

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Karana Sharira

Karana Sharira – der Ursachenkörper, der Kausalkörper. Karana heißt Ursache, Sharira heißt Körper. Karana Sharira, der Kausalkörper. Causa heißt ja auch Ursache und Karana heißt Ursache, und so hat es sich eingebürgert, vom Karana Sharira als vom Ursachenkörper, vom Kausalkörper zu sprechen.

Was ist jetzt der Kausalkörper? Der Kausalkörper ist schwer zu beschreiben. Es gibt drei Körper, im Vedanta wird von drei Körpern gesprochen. Es gibt Sthula Sharira, das ist der physische Körper, der grobstoffliche Körper. Sthula heißt grobstofflich. Dann gibt es den feinstofflichen Körper, Sukshma Sharira. Sukshma heißt feinstofflich, subtil. Der Feinstoffkörper wird auch als Linga Sharira bezeichnet. Linga heißt strahlend, leuchtend, deshalb Astralkörper. In Astral steckt "Stern" drin und auch "strahlend". Astralkörper – strahlender Körper, deshalb Linga Sharira. Und dann gibt es Kausalkörper, also Karana Sharira.

Den physischen Körper, das ist klar, den kannst du sehen, fühlen usw. Astralkörper, dort ist das Prana, die Lebensenergie, dort sind die Emotionen und dort ist das Denken und das Fühlen. Und was ist im Kausalkörper? Im Kausalkörper ist das, was jenseits von Materie, Denken und Fühlen ist, es ist aber auch noch nicht das reine Selbst des Atman, Satchidananda. Und was ist jetzt im Karana Sharira? Karana Sharira wird auch als Anandamaya Kosha bezeichnet, als Schicht der Wonne. Also, wenn dein Bewusstsein auf der Karana Sharira ist, erfährst du eine Wonne, du bekommst Zugang zu einer höheren Intuition, du fühlst dich verbunden mit Gott. Du bist noch nicht eins geworden mit Gott, du fühlst noch Wonne, du bist nicht Wonne, du fühlst Wonne, und es ist kein konkreter Gedanke da. Aus einer tiefen Meditation, letztlich ist es Samadhi, aber noch nicht Nirvikalpa Samadhi, aus dieser Meditation kommst du zurück mit Leuchten, mit Strahlen, mit Freude, mit Energie, mit Inspiration. Das ist ein Zeichen, dass du in der Karana Sharira warst.

In der Karana Sharira ist aber auch das Karma, die künftigen Lektionen. In der Karana Sharira sind auch die Archetypen von C.G. Jung oder auch die Ideen der platonischen Philosophie. Das sind jetzt keine Ideen in Form von Gedanken, sondern man kann sagen, die Urprinzipien der Schöpfung. Karana Sharira ist die Ursache von allem anderen. Dort sind die Urprinzipien, dort ist aber auch das, was du noch alles zu lernen hast, die Lernaufgaben, die dir dann nachher in Zeit und Raum begegnen werden. Alles ist schon in der Karana Sharira jetzt da. Später wird es dir in Zeit und Raum entgegenkommen auf der Astralebene und der physischen Ebene. All das ist auf der Karana Sharira. Karana Sharira hat auch keine Ausdehnung, so wie physischer und Astralkörper Ausdehnung haben, hat auch keine Form und Farbe, wie der physische und der Astralkörper Form und Farbe haben, sondern Karana Sharira ist schon jenseits des normalen Zeit-Raum-Begriffes. Karana Sharira – Ursachenkörper, Kausalkörper.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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