Dhumapana

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Dhumapana (Sanskrit: धूमपान dhūmapāna m.) das Einziehen oder Inhalieren (Pana) von Rauch oder Dämpfen (Dhuma).

Dhumapana im Ayurveda

Das gezielte Einatmen von Rauch (Dhuma) aus medizinisch wirksamen pflanzlichen Substanzen (nicht von Tabak) gilt im klassischen Ayurveda als ein wichtiges Mittel zur Linderung oder Heilung bestimmter Beschwerden im Kopf- und Halsbereich sowie zur allgemeinen Stärkung von geistiger und körperlicher Gesundheit. Im ersten Buch (Sutra Sthana 5.20-56) der Charaka Samhita wird ausführlich über geeignete Räucherstoffe, die Art ihrer Verwendung, Anzeigen und Gegenanzeigen des Inhalierens von Rauch gehandelt. Gleichzeitig wird vor einer falschen oder übertriebenen Anwendung von Dhumapana gewarnt.


Geeignete Pflanzen

Unter anderem werden aus folgenden Pflanzen Räucherungen zubereitet, wobei vor allem die Blätter (Pattra) bzw. die Rinde (Tvach) verwendet werden:

  • Harenu schwarzer Kardamom (Amomum subulatum, engl.: black cardamom)
  • Priyangu Schönfrucht (Callicarpa macrophylla, engl. beautyberry)
  • Chandana Sandelholz (Santalum album, engl.: sandalwood)
  • Tamala Indisches Lorbeerblatt (Cinnamomum tamala, engl.: Indian bay leaf)
  • Nyagrodha Banyan-Feige (Ficus benghalensis, engl.: banyan)
  • Musta Nussgras (Cyperus rotundus L., engl.: nutgrass)

Zum Inhalieren des Rauches wird eine spezielle Pfeife (Netra) empfohlen, um so den Rauch gezielt in Mund oder Nase einzuleiten. Die Ausatmung sollte jedoch ausschließlich durch den Mund und nie durch die Nase erfolgen, da dies den Augen schadet.

Insofern Dhumapana angezeigt ist, sollte bei Beschwerden des Kopfes, insbesondere von Nase und Augen, der Rauch durch die Nase inhaliert und durch den Mund wieder ausgeatmet werden. Bei Beschwerden der Kehle und des Halses erfolgt sowohl das Inhalieren als auch das Ausatmen des Rauches durch den Mund.


Gegenanzeigen

Aus der Reihe der Umstände, in denen Dhumapana kontraindiziert ist, seien die folgenden genannt: unmittelbar nach ausleitenden bzw. abführenden Maßnahmen (Virechana), Einläufen (Basti), Aderlaß (Raktamokshana), in der Schwangerschaft (Garbha), bei Störungen von Pitta, Schwindel (Bhrama), Durst (Trishna), Auszehrung (Kshaya), Durchwachen der Nacht (Prajagara), nach dem Genuß von Wein (Madya), Milch (Dugdha), fettigen Substanzen (Sneha) und Honig (Makshika), Kopfverletzungen, Diabetes (Prameha), Alkoholismus (Madatyaya) sowie in Zuständen der Sorge (Shoka) und der Wut (Krodha).


Siehe auch