Wolfsmilchgewächse

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Wolfsmilchgewächse sind extrem vielgestaltig. Weltweit gibt es 6000 Arten. Über 40 Arten der Gattung Wolfsmilch können wir in Mitteleuropa finden, von denen alle zu den Giftpflanzen zu rechnen sind. Am häufigsten findet man allerdings die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), die Sonnenwend-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia) und die Garten-Wolfsmilch (Euphorbia pepulus).[1] Alle Wolfsmilcharten führen einen weißlichen Milchsaft, der einen scharfen Geschmack hat und oft toxisch ist.

Euphorbia neriifolia (asiatische Wolfsmilch)

Asiatische Wolfsmilch-Pflanze

Die Pflanze Euphorbia neriifolia (asiatische Wolfsmilch) ist eine vielseitige Art, die sowohl ökologisch als auch traditionell-kulturell und medizinisch eine wichtige Rolle spielt. In Indien, Nepal, Südchina und Vietnam wird sie seit Jahrhunderten in der Ayurveda- und Volksmedizin genutzt, wobei ihr Milchsaft stark reizend und potenziell giftig ist. Dennoch finden Harz und Milchsaft – stets in extrem verdünnter Form – Anwendung gegen Entzündungen, als antimikrobielles Mittel, bei Atemwegsproblemen, zur äußerlichen Behandlung von Hauterkrankungen sowie als Bestandteil traditioneller Salben und Pflaster. Auch die getrockneten Blätter werden in sehr geringer Dosierung als schleimlösend und entzündungshemmend eingesetzt.

In der modernen Wirkstoffforschung untersucht man die in der Pflanze enthaltenen Substanzen wie Triterpene, Flavonoide, Diterpenester und Saponine, die in Labortests antientzündliche, antivirale und antibakterielle Effekte zeigen. Die wissenschaftliche Erforschung steckt allerdings noch in den Anfängen.

Darüber hinaus wird die Pflanze in Vietnam, Laos, Südchina und Indien häufig als Schutzpflanze oder lebender Zaun genutzt. Sie dient auf Feldern, an Grundstücksgrenzen und rund um Bauernhöfe als natürliche Barriere, da sie robust ist, schnell wächst und ihr Milchsaft Tiere abschreckt. Gleichzeitig ist sie auch eine Zier- und Kultpflanze, die aufgrund ihrer markanten, kandelaberartigen Wuchsform gerne als Ziergehölz, Tempelpflanze oder Gartenpflanze in trockenen Regionen verwendet wird.

Ökologisch trägt Euphorbia neriifolia zur Bodenstabilisierung in trockenen, steinigen Gebieten bei, spendet jungen Pflanzen Schatten, bietet Insekten eine blühende Nahrungsquelle und dient Vögeln als Strukturpflanze und potenzieller Nistplatz.

Ihr Milchsaft erfordert allerdings Vorsicht: Der weiße, dicke Saft ist stark hautreizend, kann die Augen gefährlich verletzen, ist giftig beim Verschlucken und verursacht bei vielen Menschen schwere Kontaktdermatitis. Deshalb sollte die Pflanze nicht verletzt oder nur mit Handschuhen bearbeitet werden.

Insgesamt ist Euphorbia neriifolia eine bemerkenswerte Pflanze, die als traditionelle Heilpflanze (mit Vorsicht), als Schutz- und Zaunpflanze, als dekoratives Wüstengewächs, als ökologisch stabilisierender Bestandteil ihres Lebensraums und als potenzielle Quelle moderner pharmakologischer Wirkstoffe Bedeutung hat.

Australisches Asthmakraut (Kshirini)

Auszug aus dem Buch "Practice of Nature Cure" (1951) von Swami Sivananda, S.180-181.Divine Life Society

(Latein: Euphorbia pilulifera, Euphorbia hirta, Euphorbia parviflora, Tamil: Aman Pachcharitit, Malayalam: Nilapala, Cherucheera Sanskrit: Kshirini, Telugu: Reddivari Nanubalu, Kannada: Akki-gida, Hindi: Dudhi)

Dieses Gras ist eine kleine Kräuterpflanze. Es gibt zwei Sorten: weiß und rot. Sie wirken kühlend, abführend und zusammenziehend. Sie sind nützlich bei Verbrennungen, Verstopfung, Gonorrhoe, Jucken, Brennen und Ausbrüchen von Syphilis. Die rote Sorte ist gut bei Gonorrhoe und vermehrt Sperma. Sie wird benutzt, um Silber in Oxid zu verwandeln.

Euphorbia esula aus der Familie der Wolfsmichgewächse Copyright

Trockne die Pflanze und mahle sie zu Pulver. Gib den gleichen Anteil an Kandiszucker hinzu. Nimm einen oder zwei Teelöffel und trinke danach ein Glas Kuhmilch[2]. Die oben genannten Krankheiten werden verschwinden, und Sperma wird sich vermehren.Die kleine Sorte ist in ihren Eigenschaften ähnlich wie Milch. Sie wird bei Syphilis benutzt.

Die Blätter der verschiedenen Sorten dieser Pflanze können roh gegessen werden. Man kann sie zu einem Brei rühren, mit Milch[2] oder Joghurt mischen, und dann einnehmen. Es beseitigt die oben genannten Krankheiten.

Die Frucht kann zu Chutney verarbeitet werden. Das beseitigt Verstopfung. Die Milch kann auf Wunden und Risse in Lippen und Zunge aufgetragen werden. Geschwüre werden heilen. Dies kann auch bei einer Nagelbettentzündung angewendet werden.

Fußnoten

  1. Botanikus: Wolfsmilch
  2. 2,0 2,1 Aufgrund der Massenproduktion von Milch und der Ergebnisse der China Study kann Milch heute nicht mehr wirklich empfohlen werden Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Milch“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.

Siehe auch

Literatur

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