Bhagavad Aradhana mit Panchasana Kriya in der Srivaishnava-Tradition

Aus Yogawiki

Bhagavad Aradhana mit Panchasana Kriya in der Srivaishnava-Tradition ist der tägliche liebevolle Dienst an Narayana, wie ihn die Srivaishnavas im eigenen Heim vollziehen. Der Herr wird wie ein geliebter Gast durch den ganzen Tag begleitet: Man weckt ihn am Morgen, badet und schmückt ihn, bewirtet ihn und geleitet ihn schließlich zur Ruhe. Zu jeder Phase wird ihm ein eigener Sitz dargebracht; so werden die einzelnen Gaben zu einem zusammenhängenden, aufmerksamen Dienst. Das Schlussgebet legt auch das eigene Handeln in seine Hände.

Vishnu auf Ananta, an seiner Seite Lakshmi; Brahma erscheint auf dem Lotus.

Die Anleitung folgt der Pancharatra-Ordnung des Pancharatra Prayoga von Pandit Sri Ram Sivan. Die fünf Sitze sind Mantrasana, Snanasana, Alankarasana, Bhojyasana und Paryankasana; vor dem Ruhesitz wird der Mantrasitz erneut dargebracht. Shri und Bhumi werden mit eigenen Namen verehrt. Die Lehrerfolge führt über Ramanuja, Yamunacharya und Nathamuni zum eigenen Acharya.

Vorbereitung

Die tägliche Tiruvaradhana richtet sich an Narayana in einer geweihten, wasserfesten Murti oder einem Shaligrama. Sie gehört zur durch den Acharya vermittelten häuslichen Praxis; die ausgeführten Gesten werden unten unmittelbar bei den Handlungen beschrieben. Eine Person vollzieht die Handlungen, Mitfeiernde hören oder rezitieren mit. Die hier gewählte Morgenfolge verwendet für das Bad die im Handbuch ausdrücklich zugelassenen 28 Wiederholungen des achtgliedrigen Mantras.

  • Ein gereinigter Schrein mit Vishnu/Narayana, Darstellungen von Shri und Bhumi oder deren mitgedachter Gegenwart, ein Sitz und ein sauberer Ruheplatz für die Murti.
  • Tiru-Kaveri-Wassertopf, fünf kleine Gefäße mit Löffel, eine Auffangschale (Phela), separates Trinkwasser, etwas wohlriechende Essenz und ein trockenes sauberes Tuch.
  • Tulsi-Blätter, Blumen für die Einladungen, Sitze und 48 Namensgaben, Sandelpaste, Kumkum, Material für Urdhva Pundra, Kusha-Bündel, kleine Gewänder, heiliger Faden und Schmuck.
  • Glocke, Räucherwerk und Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), Dochte und Zündmittel; gegebenenfalls Kampfer für das Schlusslicht.
  • Frisch bereitete vegetarische Speisen: Reis oder anderes Getreide, Suppe und Gemüsebeilagen, Obst und Getränke; Joghurt beziehungsweise Pflanzenjoghurt und Buttermilch beziehungsweise ein pflanzliches Getränk. Betelblätter und Arekanuss als eigene Ehrengabe.

Pflanzliche Zutaten sind heutige Praxisalternativen. Die Speisemantras nennen weiterhin die traditionellen Gaben. Stelle alle Lebensmittel so hin, dass sie nicht mit gebrauchtem Wasser in Berührung kommen.

Ordne die fünf Gefäße auf einem Tablett, mit Norden oben: Mundwasser im Nordwesten, Badewasser im Nordosten, Fußwasser im Südwesten, Ehrenwasser im Südosten und reines Wasser in der Mitte. Die Murti steht westlich daneben. Diese Gefäßordnung hilft dir, während der Wiederholungen die jeweilige Wassergabe sicher zu greifen.

Vollständiger Ablauf

1. Achamana und Sammlung
Nimm mit dem Löffel in der linken Hand dreimal frisches Wasser in die rechte Hohlhand und trinke je einen kleinen Schluck. Reinige danach die Hand. Schließe für den symbolischen Pranayama die rechte Hand mit eingebeugtem Zeige- und Mittelfinger; Daumen und Ringfinger berühren leicht die Nasenflügel. Wiederhole den achtgliedrigen Mantra innerlich und atme anschließend ruhig weiter.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ |
oṃ namo nārāyaṇāya ||

Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer. Om, Verehrung Narayana.

2. Das Licht entzünden
Entzünde die Altar-Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl).

oṃ raṃ jagajjyotīrūpāya namaḥ ||

Übersetzung: Om Ram. Verehrung dem, dessen Gestalt das Licht der Welt ist.

3. Den Guru und Vishvaksena ehren
Falte die Hände. Erinnere dich an den Guru und an Vishvaksena, den Herrn der göttlichen Heerscharen.

ajñānagahanāloka sūryasomāgnimūrtaye |
duḥkhatrayāgnisantāpaśāntaye gurave namaḥ ||
oṃ asmadgurubhyo namaḥ |
yasya dviradavaktrādyāḥ pāriṣadyāḥ paraḥśatam |
vighnaṃ nighnanti satataṃ viṣvaksenaṃ tam āśraye ||
divyākāraṃ sarojākṣaṃ śaṅkhacakragadādharam |
sarvavighnavināśāya viṣvaksenam upāsmahe ||

Übersetzung: Verehrung dem Guru, der als Sonne, Mond und Feuer das tiefe Dunkel der Unwissenheit erhellt und die brennende Not der dreifachen Leiden besänftigt. Verehrung unseren Lehrern. Zuflucht nehme ich zu Vishvaksena, dessen mehr als hundert Begleiter, beginnend mit dem Elefantengesichtigen, beständig Hindernisse zerstören. Wir verehren den göttlich Gestalteten mit Lotusaugen, Muschel, Diskus und Keule, damit alle Hindernisse weichen.

4. Den göttlichen Hof grüßen
Verneige dich vor den Torhütern und stelle dir Vaikuntha, Vishnus göttlichen Wohnsitz, vor.

oṃ caṇḍādi dvārapālebhyo namaḥ |
kūrmādīn divyalokaṃ tad anu maṇimayaṃ maṇṭapaṃ tatra śeṣam |
tasmin dharmādipīṭhaṃ tad uparikamalaṃ cāmaragrāhiṇīśca ||
viṣṇuṃ devīr vibhūṣāyudhagaṇam uraṅgaṃ pāduke vainateyam |
seneśaṃ dvārapālān kumudamukhagaṇān viṣṇubhaktān prapadye ||

Übersetzung: Verehrung den Torhütern, angefangen mit Chanda. Ich nehme Zuflucht zur Schildkröte und den weiteren Trägern der göttlichen Welt, zum Edelsteinpavillon und Shesha darin, zum von Dharma und den weiteren Kräften getragenen Sitz, zum Lotus darüber und zu den Wedelträgerinnen; zu Vishnu, den Göttinnen, Schmuck und Waffen, seinem Brustschmuck, den Sandalen und Garuda; zum Heerführer, zu den Torhütern, den Scharen um Kumuda und allen Verehrern Vishnus.

5. Den Schrein öffnen und den Herrn wecken
Lasse die Glocke ertönen, klatsche dreimal in die Hände und öffne den Schrein oder nimm seine Abdeckung weg. Sprich die Weckstrophe.

oṃ yaṃ vāyave namaḥ |
kausalyā suprajā rāma pūrvā sandhyā pravartate |
uttiṣṭha naraśārdūla kartavyaṃ daivam āhnikam ||

Übersetzung: Om Yam, Verehrung Vayu. Rama, edler Sohn Kausalyas, die Morgendämmerung bricht an. Erhebe dich, Tiger unter den Menschen; der tägliche göttliche Dienst ist zu vollziehen.

6. Aus Gottes Kraft handeln
Lege die Hände vor dem Herzen zusammen. Die Verehrung wird als Dienst verstanden, zu dem Gott selbst die Kraft schenkt.

bhagavato balena bhagavato vīryeṇa bhagavatas tejasā bhagavataḥ karmaṇā bhagavataḥ karma kariṣyāmi bhagavato vāsudevasya ||

Übersetzung: Durch die Stärke, die Kraft, den Glanz und das Wirken des Herrn vollziehe ich das Werk des Herrn, des erhabenen Vasudeva.

7. Die Elemente innerlich läutern
Führe zehn ruhige, symbolische Pranayama-Zyklen aus, je mit dem achtgliedrigen Mantra. Beim folgenden Ram-Mantra zeige die Agni-prakara-Geste: Strecke den rechten Zeigefinger aus, halte die anderen drei Finger mit dem Daumen geschlossen und führe die Hand kreisend und stelle dir einen hellen Feuerring um den Verehrungsplatz vor. Beim Sudarshana-Mantra zeige Chakra-Mudra über dem Kopf: Lege die gespreizten Handflächen gegeneinander; jeder Daumen liegt beim kleinen Finger der anderen Hand. Danach folgen drei weitere ruhige Pranayama-Zyklen mit dem achtgliedrigen Mantra.

oṃ namo nārāyaṇāya |
oṃ raṃ namaḥ parāya kālānalātmane |
oṃ namo bhagavate sudarśanāya |
oṃ namo nārāyaṇāya ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana. Om Ram, Verehrung dem Höchsten als Feuer der Zeit. Verehrung dem erhabenen Sudarshana. Om, Verehrung Narayana.

8. Panchopanishad-Nyasa
Berühre mit den rechten Fingerspitzen Füße, Nabel, Herz, Nase und Kopf in dieser Reihenfolge. Stelle dir vor, wie die begrenzte Körpervorstellung im Licht aufgeht und ein für den Gottesdienst bereiter geistiger Leib entsteht. Wiederhole anschließend dieselben fünf Mantras in umgekehrter Reihenfolge und berühre Kopf, Nase, Herz, Nabel und Füße.

oṃ lāṃ namaḥ parāya sarvātmane nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ vāṃ namaḥ parāya nivṛttyātmane aniruddhāya namaḥ |
oṃ rāṃ namaḥ parāya viśvātmane pradyumnāya namaḥ |
oṃ yāṃ namaḥ parāya puruṣātmane saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ ṣauṃ namaḥ parāya parameṣṭhyātmane vāsudevāya namaḥ |
oṃ ṣauṃ namaḥ parāya parameṣṭhyātmane vāsudevāya namaḥ |
oṃ yāṃ namaḥ parāya puruṣātmane saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ rāṃ namaḥ parāya viśvātmane pradyumnāya namaḥ |
oṃ vāṃ namaḥ parāya nivṛttyātmane aniruddhāya namaḥ |
oṃ lāṃ namaḥ parāya sarvātmane nārāyaṇāya namaḥ |

Übersetzung: 1. Verehrung dem Höchsten, Narayana als dem Selbst aller. 2. Verehrung dem Höchsten, Aniruddha als dem Selbst der Rückwendung. 3. Verehrung dem Höchsten, Pradyumna als dem Selbst des Alls. 4. Verehrung dem Höchsten, Sankarshana als dem Selbst des Purusha. 5. Verehrung dem Höchsten, Vasudeva als dem Selbst des Höchsten. 6. Verehrung dem Höchsten, Vasudeva als dem Selbst des Höchsten. 7. Verehrung dem Höchsten, Sankarshana als dem Selbst des Purusha. 8. Verehrung dem Höchsten, Pradyumna als dem Selbst des Alls. 9. Verehrung dem Höchsten, Aniruddha als dem Selbst der Rückwendung. 10. Verehrung dem Höchsten, Narayana als dem Selbst aller.

9. Manasika Puja – die Welt als innere Gabe
Bringe die sechs Gaben innerlich dar. Halte bei den ersten fünf Gebärden beide Handrücken zu dir. Für Duft berühren die Daumenspitzen die Basis der kleinen Finger; für Blumen berühren die Zeigefingerspitzen die Daumenbasis; für Räucherduft berühren die Daumenspitzen die Basis der Zeigefinger; für Licht die Basis der Mittelfinger; für Speise die Basis der Ringfinger. Zur abschließenden Gesamtgabe lege beide Handflächen vor dem Herzen zusammen. Die Handstellungen werden hier nach der Panchapuja-Erklärung bei Manblunder erläutert; die sechs Darbringungsformeln folgen dem Pancharatra Prayoga.

oṃ laṃ pṛthivyātmane gandhaṃ parikalpayāmi |
oṃ haṃ ākāśātmane puṣpaṃ parikalpayāmi |
oṃ yaṃ vāyvātmane dhūpaṃ parikalpayāmi |
oṃ raṃ tejātmane dīpaṃ parikalpayāmi |
oṃ vaṃ amṛtātmane naivedyaṃ parikalpayāmi |
oṃ saṃ sarvātmane tāmbūlaṃ parikalpayāmi |

Übersetzung: Ich stelle mir die Darbringung von Duft als Erde vor. Ich stelle mir die Darbringung von Blüten als Raum vor. Ich stelle mir die Darbringung von Räucherduft als Luft vor. Ich stelle mir die Darbringung von Licht als Feuer vor. Ich stelle mir die Darbringung von Speise als unsterblichen Nektar vor. Ich stelle mir die Darbringung von Tambula als das All vor.

10. Das Wasser weihen
Fülle den Tiru-Kaveri-Wassertopf und gib einen Tropfen wohlriechende Essenz hinein. Zeige Surabhi beziehungsweise Dhenu: Verbinde jeweils den kleinen Finger mit dem Ringfinger der anderen Hand und den Zeigefinger mit dem Mittelfinger der anderen Hand; richte die vier Fingerpaare nach unten. Sprich danach das Reinigungsgebet.

oṃ surabhimudrāyai namaḥ | oṃ vaṃ |
bhagavan pavitraṃ vāsudeva pavitraṃ tatpādau pavitraṃ tatpādodakaṃ pavitraṃ śatadhāraṃ sahasradhāram aparimitadhāram acchidram anantam aparimitāriṣṭam acyutam akṣayaṃ paramaṃ pavitraṃ bhagavān vāsudevaḥ punātu ||

Übersetzung: Verehrung der Surabhi-Geste; Om Vam. Rein ist der Herr, rein ist Vasudeva, rein sind seine Füße und ihr Wasser: hundertfältig, tausendfältig, unermesslich strömend, ununterbrochen, unendlich, ohne Begrenzung und Unheil, unvergänglich und unerschöpflich, höchst rein. Möge der erhabene Vasudeva reinigen.

11. Das Wasser schützen und in fünf Gefäße verteilen
Schließe die linke Hand zur Faust, strecke den Zeigefinger nach unten und führe ihn schützend um die Gabe. Nimm danach mit der linken Hand etwas Wasser in den Löffel, halte es vor das Gesicht und bedecke den Löffel mit der rechten Hand. Sprich den Mantra an Viraja viermal, gib das Wasser zurück und fülle aus dem Tiru-Kaveri die fünf vorbereiteten Gefäße. Berühre jedes Gefäß bei seiner Bestimmung.

oṃ vīryāya astrāya phaṭ |
oṃ viṃ virajāyai namaḥ |
oṃ jñānāya hṛdayāya namaḥ |
oṃ namo nārāyaṇāya arghyaṃ parikalpayāmi |
pādyaṃ parikalpayāmi | ācamanīyaṃ parikalpayāmi |
snānaṃ parikalpayāmi | śuddhodakaṃ parikalpayāmi ||

Übersetzung: Om, der Kraft, der schützenden Waffe: Phat. Om Vim, Verehrung Viraja, dem fleckenlosen Strom. Verehrung der Erkenntnis und dem Herzen. Verehrung Narayana. Ich bereite Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser, Badewasser und reines Wasser.

12. Vishnus Sitz verehren
Bringe zu jeder Anrufung eine Blüte am Sockel dar.

oṃ sakala guṇātmaśaktiyuktāya yogapīṭhātmane namaḥ |
oṃ ādhāraśaktyai namaḥ |
oṃ mūlaprakṛtyai namaḥ |
oṃ ādivarāhāya namaḥ |
oṃ ādikūrmāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ daśakalātmane dharmapradāya vahnimaṇḍalāya namaḥ |
oṃ ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
oṃ dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |

Übersetzung: Verehrung dem mit allen Eigenschaften und Kräften erfüllten Yogasitz, der tragenden Kraft, der Urnatur, dem ursprünglichen Eber, der ursprünglichen Schildkröte, Ananta und der Erde. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt; dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt; dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt.

13. Die Srivaishnava-Lehrerfolge ehren
Lege eine Blüte für die Guru Parampara dar.

lakṣmīnāthasamārambhāṃ nāthayāmunamadhyamām |
asmadācāryaparyantāṃ vande guruparamparām ||
asmadgurubhyo namaḥ |
asmatparamagurubhyo namaḥ |
asmatsarvagurubhyo namaḥ |
śrīmate rāmānujāya namaḥ |
śrīmate parāṅkuśadāsāya namaḥ |
śrīmadyāmunamunaye namaḥ |
śrīmate rāmamiśrāya namaḥ |
śrīmate puṇḍarīkākṣāya namaḥ |
śrīmannāthamunaye namaḥ |
śrīmate śaṭhakopāya namaḥ |
śrīmate viṣvaksenāya namaḥ |
śriyai namaḥ |
śrīdharāya namaḥ |

Übersetzung: Ich verneige mich vor der Lehrerfolge, die mit Lakshmis Herrn beginnt, durch Nathamuni und Yamuna führt und bis zu meinem Acharya reicht. Verehrung unseren Gurus, ihren Lehrern und allen unseren Lehrern; Ramanuja, Parankushadasa, Yamunamuni, Ramamishra, Pundarikaksha, Nathamuni, Shathakopa, Vishvaksena, Shri und Shridhara.

14. Um Erlaubnis bitten
Lege eine Blüte dar und bitte den Herrn um die Erlaubnis, ihm zu dienen.

oṃ samastaparivārāya śrīmate nārāyaṇāya namaḥ |
bhagavan tvadārādhanāya mām anujānīhi ||

Übersetzung: Verehrung dem ehrwürdigen Narayana mit seinem ganzen Gefolge. Herr, erlaube mir, dich zu verehren.

15. Mantrasana – den Herrn im Herzen betrachten
Nimm eine Blüte und ein Tulsi-Blatt in den Löffel in der linken Hand. Decke ihn mit der rechten Hand ab und halte ihn vor die Stirn. Betrachte Vishnu auf dem Schlangenthron.

savyaṃ pādaṃ prasārya śritaduritaharaṃ dakṣiṇaṃ kuñcayitvā |
jānuny ādāya savyetaram itarabhujam nāgabhoge nidhāya ||
paścād bāhudvayena pratibhaṭaśamane dhārayan śaṅkhacakre |
devībhūṣādijuṣṭo janayatu jagatāṃ śarma vaikuṇṭhanāthaḥ ||

Übersetzung: Der Herr Vaikunthas streckt das linke Bein aus und beugt das rechte, das die Not der Schutzsuchenden hinwegnimmt. Seine rechte Hand ruht am Knie, die linke auf dem Schlangenthron. In den hinteren Händen trägt er Muschel und Diskus, die Widersacher bezwingen. Von seinen Göttinnen begleitet und mit Schmuck geziert, möge er den Welten Frieden schenken.

16. Einladung und Gegenwart
Lege Blüte und Tulsi auf den Kopf der Murti. Zeige die fünf Einladungsgebärden: beide Hände offen nebeneinander, mit an den Ringfingeransätzen liegenden Daumen; dieselbe Form nach unten wenden; beide Hände zu benachbarten Fäusten schließen und die Daumen aufrichten; die Daumen in die Fäuste nehmen; die so geschlossenen Hände nach unten wenden. Sprich die Einladungsworte, dann den persönlichen Willkommensgruß.

oṃ oṃ oṃ paramadhāmāvasthita madanugrahakāmyayodyadavatāra ihābhīmatasiddhida mantraśarīroṃ namo namaḥ |
oṃ āvāhito bhava | sthāpito bhava | sannidho bhava | sanniruddho bhava | sannihito bhava | avaguṇṭhito bhava | suprīto bhava |
he bhagavan vāsudeva sumukho bhava | sammukho bhava | yāvad ārādhanaṃ kariṣye tāvat sānnidhyaṃ kuruṣva ||
svāgataṃ devadeveśa sannidhiṃ bhava me'cyuta | prabuddha tvaṃ jagannātha lokānugrahakāmyayā |
jitante puṇḍarīkākṣa namaste viśvabhāvana | namaste'stu hṛṣīkeśa mahāpuruṣa pūrvaja ||

Übersetzung: Om, Om, Om. Du wohnst im höchsten Reich und erscheinst, um mir Gnade zu schenken; hier erfüllst du das gute Anliegen in deiner Mantragestalt. Wiederholt Verehrung. Sei eingeladen, verankert, nahe, gesammelt, gegenwärtig, umhüllt und erfreut. Erhabener Vasudeva, sei freundlich und mir zugewandt; bleibe gegenwärtig, solange ich dich verehre. Willkommen, Herr der Götter. Sei mir nahe, Achyuta; erwache zum Segen der Welt. Sieg sei dir, Lotusäugiger; Verehrung dem Schöpfer der Welt, dem Herrn der Sinne, dem großen ursprünglichen Purusha.

17. Der erste Sitz und die Gastwasser
Bringe eine Blüte mit Tulsi als Sitz dar. Biete dann einen Löffel Ehrenwasser, zwei Löffel Fußwasser und drei Löffel Mundwasser an; gib die gebrauchten Portionen jeweils in die Auffangschale. Wische anschließend Gesicht und rechte Hand der Murti mit dem sauberen Tuch ab.

oṃ namo nārāyaṇāya | mantrāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana. Ich bringe den Mantrasitz, Ehrenwasser, Fußwasser und Mundwasser dar.

18. Snanasana – der Badesitz
Lege eine Blüte mit Tulsi an die Füße der Murti. Biete zwei Löffel Fußwasser und drei Löffel Mundwasser an.

oṃ snānāsanāya namaḥ |
sphuṭīkṛtaṃ mayā deva snānāsanam idaṃ mahat |
āsādayāśu snānārthaṃ lokānugrahakāmyayā ||
oṃ namo nārāyaṇāya snānāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung dem Badesitz. Gott, diesen großen Badesitz habe ich bereitet. Nimm ihn zum Bad ein, um der Welt Gnade zu erweisen. Verehrung Narayana; ich bringe Badesitz, Fußwasser und Mundwasser dar.

19. Das Bad mit achtundzwanzig Mantras
Bade die Murti behutsam, während du den folgenden Mantra genau 28-mal sprichst. Diese kürzere Baderezitation wird im Pancharatra Prayoga ausdrücklich als Alternative zum Purusha Sukta angegeben. Trockne die Figur mit dem reinen Tuch und stelle sie an einen sauberen Platz.

oṃ namo nārāyaṇāya ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana.

20. Die Wassergefäße erneuern
Gieße die fünf Gefäße in die Auffangschale, fülle sie aus dem Tiru-Kaveri erneut mit sauberem geweihtem Wasser und berühre sie in ihrer Reihenfolge.

oṃ namo nārāyaṇāya arghyaṃ parikalpayāmi |
pādyaṃ parikalpayāmi | ācamanīyaṃ parikalpayāmi |
snānaṃ parikalpayāmi | śuddhodakaṃ parikalpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Narayana. Ich bereite Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser, Badewasser und reines Wasser.

21. Alankarasana – der Schmuckplatz
Lege eine Blüte und Tulsi vor der Murti dar.

oṃ alaṅkārāsanāya namaḥ |
devadeva jagannātha bhūṣāsanam idaṃ mahat |
ākalpadhāraṇārthāya alaṅkuruṣva jagatpate ||

Übersetzung: Verehrung dem Schmucksitz. Gott der Götter, Weltenherr, dies ist der große Sitz für deinen Schmuck. Schmücke ihn, Herr der Welt, um deine Zier anzulegen.

22. Gastwasser am Schmucksitz
Bringe eine Blüte mit Tulsi als Sitz dar. Biete dann einen Löffel Ehrenwasser, zwei Löffel Fußwasser und drei Löffel Mundwasser an; gib die gebrauchten Portionen jeweils in die Auffangschale.

oṃ namo nārāyaṇāya | alaṅkārāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana. Ich bringe den Schmucksitz, Ehrenwasser, Fußwasser und Mundwasser dar.

23. Gewänder und Schmuck
Kleide die Murti, setze ihre senkrechten Stirnzeichen und lege Schmuck an. Bringe zu den vier Formeln je eine Blüte stellvertretend für die genannte Gabe dar.

oṃ namo nārāyaṇāya | vastrārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | uttarīyārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | upavītārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ābharaṇārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana. Ich bringe eine Blüte dar für das Gewand, das Obertuch, den heiligen Faden und den Schmuck.

24. Duft und Blumen
Trage Sandelpaste und Kumkum auf. Lege eine Girlande und einzelne Blüten mit Tulsi dar.

paramānandasaurabhya paripūrṇadigantaram |
gṛhāṇa paramaṃ gandhaṃ kṛpayā parameśvara ||
oṃ namo nārāyaṇāya gandhaṃ dhārayāmi | gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi |
turīyaguṇasampannaṃ nānāguṇamanoharam |
ānandasaurabhaṃ puṣpaṃ gṛhyatām idam uttamam ||
oṃ namo nārāyaṇāya puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||

Übersetzung: Höchster Herr, nimm gnädig diesen erlesenen Duft an, der alle Richtungen mit der Freude seines Wohlgeruchs erfüllt. Verehrung Narayana; ich trage Duft auf und bringe darüber Kumkum dar. Nimm diese vorzügliche Blüte an, mit erhabenen und vielfältig erfreuenden Eigenschaften, duftend nach Glück. Ich bringe eine Girlande dar und verehre mit Blumen.

25. Vishnus vierundzwanzig Namen
Lege zu jedem Namen eine Blüte oder Tulsi dar.

oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ madhusūdanāya namaḥ |
oṃ trivikramāya namaḥ |
oṃ vāmanāya namaḥ |
oṃ śrīdharāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
oṃ padmanābhāya namaḥ |
oṃ dāmodarāya namaḥ |
oṃ saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ vāsudevāya namaḥ |
oṃ pradyumnāya namaḥ |
oṃ aniruddhāya namaḥ |
oṃ puruṣottamāya namaḥ |
oṃ adhokṣajāya namaḥ |
oṃ narasiṃhāya namaḥ |
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ janārdanāya namaḥ |
oṃ upendrāya namaḥ |
oṃ haraye namaḥ |
oṃ śrīkṛṣṇāya namaḥ |

Übersetzung: 1. Verehrung Keshava, dem Schönhaarigen. 2. Verehrung Narayana, dem Grund aller Wesen. 3. Verehrung Madhava, Lakshmis Gemahl. 4. Verehrung Govinda, dem Beschützer. 5. Verehrung Vishnu, dem Alldurchdringenden. 6. Verehrung dem Bezwinger Madhus. 7. Verehrung dem mit drei Schritten. 8. Verehrung Vamana. 9. Verehrung dem Träger Shris. 10. Verehrung dem Herrn der Sinne. 11. Verehrung dem mit dem Lotus aus dem Nabel. 12. Verehrung dem mit dem Seil um den Leib. 13. Verehrung Sankarshana. 14. Verehrung Vasudeva. 15. Verehrung Pradyumna. 16. Verehrung Aniruddha. 17. Verehrung dem höchsten Purusha. 18. Verehrung dem der Sinneswahrnehmung Entzogenen. 19. Verehrung Narasimha. 20. Verehrung dem Unwandelbaren. 21. Verehrung Janardana. 22. Verehrung Indras jüngerem Bruder. 23. Verehrung Hari. 24. Verehrung Shri Krishna.

26. Die zwölf Namen Shris
Lege zu jedem Namen eine Blüte vor die Darstellung Shris beziehungsweise an Vishnus Seite.

oṃ śriyai namaḥ |
oṃ amṛtodbhavāyai namaḥ |
oṃ kamalāyai namaḥ |
oṃ candrasodaryai namaḥ |
oṃ viṣṇupriyāyai namaḥ |
oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
oṃ varārohāyai namaḥ |
oṃ harivallabhāyai namaḥ |
oṃ śārṅgiṇyai namaḥ |
oṃ devadevikāyai namaḥ |
oṃ surasundaryai namaḥ |
oṃ sarvābhīṣṭaphalapradāyai namaḥ |

Übersetzung: 1. Verehrung Shri. 2. Verehrung der aus dem Unsterblichkeitsnektar Entstandenen. 3. Verehrung Kamala, der Lotusgöttin. 4. Verehrung der Schwester des Mondes. 5. Verehrung Vishnus Geliebter. 6. Verehrung Vishnus göttlicher Kraft. 7. Verehrung der Schöngewachsenen. 8. Verehrung Haris Geliebter. 9. Verehrung der mit dem Sharnga-Bogen Verbundenen. 10. Verehrung der Göttin der Götter. 11. Verehrung der göttlich Schönen. 12. Verehrung der Schenkerin aller ersehnten Früchte.

27. Die zwölf Namen Bhumis
Lege zu jedem Namen eine Blüte vor Bhumi beziehungsweise an Vishnus andere Seite.

oṃ bhūmyai namaḥ |
oṃ mahīṣyai namaḥ |
oṃ devyai namaḥ |
oṃ vasundharāyai namaḥ |
oṃ vasudhāyai namaḥ |
oṃ vāsavyai namaḥ |
oṃ hiraṇyagarbhiṇyai namaḥ |
oṃ samudravatyai namaḥ |
oṃ mahīdharaṇyai namaḥ |
oṃ viṣṇupatnyai namaḥ |
oṃ vyāpinyai namaḥ |
oṃ dharāyai namaḥ |

Übersetzung: 1. Verehrung Bhumi, der Erde. 2. Verehrung der großen Königin. 3. Verehrung der Göttin. 4. Verehrung der Reichtum Tragenden. 5. Verehrung der Gaben Spendenden. 6. Verehrung der mit den Vasus Verbundenen. 7. Verehrung der Gold in ihrem Inneren Tragenden. 8. Verehrung der von Meeren Erfüllten. 9. Verehrung der Erdenträgerin. 10. Verehrung Vishnus Gemahlin. 11. Verehrung der Alldurchdringenden. 12. Verehrung der Tragenden.

28. Räucherduft und Licht
Biete Räucherduft an, zeige die Lampe und reiche danach Wasser zur Mundreinigung.

vanaspatirasotpanno gandhāḍhyo gandha uttamaḥ |
āghreyaḥ sarvadevānāṃ dhūpo'yaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ namo nārāyaṇāya dhūpam āghrāpayāmi |
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya jyoti namo'stu te ||
oṃ namo nārāyaṇāya pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Nimm diesen vorzüglichen Räucherduft an, der aus Pflanzensaft entstanden und für alle Götter erfreulich ist. Verehrung Narayana; ich biete Räucherduft an. Voller Hingabe reiche ich dem höchsten Selbst das Licht; beschütze mich vor tiefem Dunkel, göttliches Licht. Ich zeige das Licht und reiche danach erneut Mundwasser.

29. Bhojyasana – den Tisch bereiten
Lege eine Blüte mit Tulsi dar und stelle das Mahl vor den Altar.

oṃ bhojyāsanāya namaḥ |
mṛṣṭamedhyasthirānnāni bhakṣyabhojyāny anekaśaḥ |
sampannāni jagannātha bhojyāsanam upāśraya ||
oṃ namo nārāyaṇāya bhojyāsanaṃ samarpayāmi |
tvadīyaṃ vastu govinda tubhyam eva samarpaye |
gṛhāṇa sumukho bhūtvā prasīda puruṣottama ||

Übersetzung: Verehrung dem Speisesitz. Weltenherr, vielerlei wohlschmeckende reine Speisen sind bereitet; nimm den Speisesitz ein. Verehrung Narayana; ich bringe dir diesen Sitz dar. Govinda, was ohnehin dir gehört, bringe ich dir dar. Nimm es freundlich an, höchster Purusha, sei gnädig.

30. Die Speise weihen
Biete zwei Löffel Fußwasser und drei Löffel Mundwasser. Besprenge dann die Speisen mit dem achtgliedrigen Mantra. Zeige den schützenden Zeigefinger über dem Teller bei Phat und läute beim Darbringen die Glocke.

oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya |
oṃ vīryāstrāya phaṭ |
oṃ namo nārāyaṇāya | annasūpavyañjanarasādi bhakṣyavastūni dadhitakrapānīyāni sarvaṃ nivedayāmi ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana. Ich bringe Fuß- und Mundwasser. Verehrung Narayana. Der Kraft als schützender Waffe: Phat. Ich bringe Getreidespeisen, Suppen, Beilagen, Säfte und weitere Speisen sowie Joghurt, Buttermilch und Getränke dar.

31. Den Lebenskräften das Mahl darbringen
Umgieße den Speiseteller im Uhrzeigersinn mit wenig Wasser. Biete einen Löffel Wasser als Unterlage. Zeige bei den fünf Prana-Formeln mit der rechten Hand nacheinander: Daumen mit Ring- und kleinem Finger; Daumen mit Zeige- und Mittelfinger; Daumen mit Mittel- und Ringfinger; Daumen mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger; alle fünf Fingerspitzen zusammen. Diese Gesten begleiten die symbolische Speisung. Biete danach Wasser als Abschluss, als Getränk und für Hände und Mund.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi |
oṃ amṛtopastaraṇam asi |
prāṇāya svāhā | apānāya svāhā | vyānāya svāhā |
udānāya svāhā | samānāya svāhā | śrīgovindāya svāhā |
oṃ amṛtāpidhānam asi | madhye madhye pānīyaṃ samarpayāmi |
hastaprakṣālanaṃ samarpayāmi | mukhaprakṣālanaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Mit der kosmischen Ordnung umgieße ich dich, die Wahrheit. Du bist die unsterbliche Unterlage. Svaha dem Prana, Apana, Vyana, Udana, Samana und Shri Govinda. Du bist die unsterbliche Bedeckung. Ich reiche Wasser zum Trinken, zum Waschen der Hände und des Mundes.

32. Punar Mantrasana – der erneute Sitz
Lege eine Blüte und Tulsi dar; reinige den Sitz symbolisch mit dem Kusha-Bündel.

oṃ mantrāsanāya namaḥ |
mantrāsanam idaṃ tubhyaṃ mayā dattam anuttamam |
kūrcena śodhitaṃ viṣṇo punar āsādaya prabho ||

Übersetzung: Verehrung dem Mantrasitz. Vishnu, diesen vorzüglichen, mit heiligem Gras gereinigten Sitz bringe ich dir dar; nimm ihn erneut ein, Herr.

33. Gastwasser nach dem Mahl
Bringe eine Blüte mit Tulsi als Sitz dar. Biete dann einen Löffel Ehrenwasser, zwei Löffel Fußwasser und drei Löffel Mundwasser an; gib die gebrauchten Portionen jeweils in die Auffangschale.

oṃ namo nārāyaṇāya | punarmantrāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana. Ich bringe den erneuten Mantrasitz, Ehrenwasser, Fußwasser und Mundwasser dar.

34. Obst und Tambula
Bringe Obst dar, dann Betelblatt und Arekanuss. Die traditionelle Formel nennt Kampfer und Perlenpulver. Für die heutige vegetarische Darbringung genügen Blatt und Nuss ohne tierische Zusatzstoffe; die Gaben sind keine Aufforderung zum Verzehr.

oṃ namo nārāyaṇāya | nānāvidhāni phalāni samarpayāmi |
pūgīphalaiśca karpūrair nāgavallīdalair yutam |
muktācūrṇasamāyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ namo nārāyaṇāya | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om, Verehrung Narayana. Ich bringe verschiedene Früchte dar. Nimm das Tambula aus Arekanüssen, Kampfer und Betelblättern mit Perlenpulver an. Ich bringe Tambula dar.

35. Das große Schlusslicht
Zeige die Kampfer- oder Öllampe vor Vishnu, Shri und Bhumi. Sprich die Veda-Verse und die drei Gayatris. Biete nach dem Licht dreimal Mundwasser an.

tad viṣṇoḥ paramaṃ padaṃ sadā paśyanti sūrayaḥ | divīva cakṣur ātatam ||
tad viprāso vipanyavo jāgṛvāṃsaḥ samindhate | viṣṇor yat paramaṃ padam ||
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇuḥ pracodayāt |
oṃ mahādevyai ca vidmahe viṣṇupatnyai ca dhīmahi tanno lakṣmīḥ pracodayāt |
oṃ dhanurdharāya vidmahe sarvasiddhyai ca dhīmahi tanno dharā pracodayāt |
oṃ namo nārāyaṇāya karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Die Seher schauen immerdar Vishnus höchsten Ort, wie ein weit geöffnetes Auge am Himmel. Die wachen, kundigen Sänger lassen jenen höchsten Ort Vishnus erstrahlen. Wir erkennen Narayana und meditieren über Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen die große Göttin und meditieren über Vishnus Gemahlin; Lakshmi möge uns erleuchten. Wir erkennen die Bogenträgerin und meditieren über die alle Vollendung Gewährende; Dhara möge uns erleuchten. Verehrung Narayana; ich zeige das Kampferlicht und reiche Mundwasser.

36. Die acht inneren Blumen
Halte Blumen in den Händen. Erinnere dich bei jeder genannten Eigenschaft an eine konkrete Möglichkeit, sie heute zu leben. Lege die Blumen am Ende dar.

ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūtadayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śāntipuṣpaṃ tapaḥpuṣpaṃ jñānapuṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ viṣṇoḥ prītikaraṃ bhavet ||
oṃ namo nārāyaṇāya puṣpāñjaliṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Nichtverletzen ist die erste Blume, die Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen und besonders Vergebung sind Blumen. Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrheit bilden die übrigen: Diese acht Blumen erfreuen Vishnu. Verehrung Narayana; ich bringe die Blumengabe dar.

37. Paryankasana – den Herrn zur Ruhe geleiten
Bringe eine Blüte mit Tulsi dar. Reiche zwei Löffel Fußwasser und drei Löffel Mundwasser. Die Ruhe des Herrn ist die wache Fürsorge für die Welt.

oṃ paryaṅkāsanāya namaḥ |
deva svāmin jagannātha śriyā bhūmyā ca nīlayā |
jagadrakṣaṇajāgaryāṃ yoganidrām upākuru ||
oṃ namo nārāyaṇāya paryaṅkāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung dem Ruhesitz. Göttlicher Herr der Welt, begib dich mit Shri, Bhumi und Nila in den Yogaschlaf, der über die Bewahrung der Welt wacht. Verehrung Narayana; ich bringe Ruhesitz, Fußwasser und Mundwasser dar.

38. Den Schrein schließen
Lege die Murti auf ihren Ruheplatz oder stelle sie in den Schrein zurück.

oṃ bhagavan mantramūrte svapadam āsādaya āsādaya kṣamasva oṃ namo namaḥ ||

Übersetzung: Om, erhabener Herr in Mantragestalt, kehre an deinen eigenen Ort zurück, kehre zurück. Vergib mir. Om, wiederholt Verehrung.

39. Vergebung und Zuflucht
Falte die Hände und sprich alle sechs Gebete.

mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ janārdana |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa janārdana ||
saṃsāraṃ duṣkaraṃ ghoraṃ durnirīkṣaṃ durāsadam |
bhīto'haṃ dāruṇaṃ dṛṣṭvā trāhi māṃ bhavasāgarāt ||
ajñānād athavā jñānād aśubhaṃ yan mayā kṛtam |
kṣantum arhasi tat sarvaṃ dāsyena ca gṛhāṇa mām ||
jñānato'jñānato vāpi vihitaṃ yan mayā śubham |
tat sarvaṃ pūrṇam evāstu prīto bhava janārdana ||
na dharmaniṣṭho'smi na cātmavedī na bhaktimāṃs tvaccaraṇāravinde |
akiñcano'nanyagatiḥ śaraṇya tvatpādamūlaṃ śaraṇaṃ prapadye ||

Übersetzung: Janardana, was ich unvollkommen an Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, lass vollkommen sein. Du allein bist meine Zuflucht: Beschütze mich aus Mitgefühl. Der Kreislauf des Daseins ist schwer zu durchqueren, furchtbar und unüberschaubar; angesichts seiner Härte fürchte ich mich – rette mich aus diesem Meer. Vergib alles Unheilvolle, das ich wissentlich oder unwissentlich tat, und nimm mich als deinen Diener an. Alles Gute, das ich wissentlich oder unwissentlich vollbracht habe, möge vollkommen sein; sei erfreut, Janardana. Ich bin weder fest im Dharma noch in der Selbsterkenntnis und besitze keine vollkommene Hingabe an deine Lotusfüße. Mittellos und ohne andere Zuflucht nehme ich an deinen Füßen Schutz.

40. Vishvaksena die verbleibenden Gaben überlassen
Lege die abgenommenen Blumen auf einen eigenen Teller und überlasse sie ehrerbietig Vishvaksena und den Begleitern.

oṃ viṣvaksenādibhyo namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung Vishvaksena und den weiteren Begleitern.

41. Alle Früchte Gott übergeben
Lasse jedes Anspruchsdenken los. Widme die Feier und das folgende Tagewerk Narayana.

yat kṛtaṃ yat kariṣyāmi tat sarvaṃ na mayā kṛtam |
tvayā kṛtaṃ tu phalabhuk tvam eva puruṣottama ||
kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt |
karomi yadyat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi ||

Übersetzung: Was ich getan habe und noch tun werde, all das ist nicht durch mich getan. Du hast es getan und empfängst die Frucht, höchster Purusha. Was ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, Verstand, Selbst oder aus meiner natürlichen Veranlagung tue, das alles widme ich dem höchsten Narayana.

42. Segen für die Welt
Sprich die universellen Segensgebete. Lass nach dem dreifachen Shanti einige Augenblicke Stille folgen.

svasti prajābhyaḥ paripālayantāṃ nyāyena mārgeṇa mahīṃ mahīśāḥ |
gobrāhmaṇebhyaḥ śubham astu nityaṃ lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu ||
sarve bhavantu sukhinaḥ sarve santu nirāmayāḥ |
sarve bhadrāṇi paśyantu mā kaścid duḥkhabhāg bhavet ||
kāle varṣatu parjanyaḥ pṛthivī sasyaśālinī |
deśo'yaṃ kṣobharahitaḥ sajjanāḥ santu nirbhayāḥ ||
sarvas taratu durgāṇi sarvo bhadrāṇi paśyatu |
sarvaḥ kāmān avāpnotu sarvaḥ sarvatra nandatu ||
durjanaḥ sajjano bhūyāt sajjanaḥ śāntim āpnuyāt |
śānto mucyeta bandhebhyo muktaścānyān vimocayet ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Übersetzung: Wohlergehen sei den Menschen; mögen die Herrschenden die Erde auf dem Weg der Gerechtigkeit schützen. Kühen und Brahmanen sei stets Segen; alle Welten mögen glücklich sein. Alle mögen glücklich und frei von Krankheit sein, Gutes erfahren und kein Leid erleiden. Der Regen falle zur rechten Zeit, die Erde trage reiche Ernte, das Land bleibe unerschüttert und die Guten seien ohne Furcht. Jeder möge Schwierigkeiten überwinden, Gutes schauen, seine guten Wünsche erfüllt sehen und sich überall freuen. Der Übelhandelnde werde gut, der Gute finde Frieden; der Friedvolle löse sich von Bindungen und der Befreite helfe anderen zur Befreiung. Om, Friede, Friede, Friede.

Abschluss und innere Vertiefung

Teile die reine Speise als Prasad und bewahre einen Augenblick stiller Meditation. Das Gebet über die acht Blumen lädt zu einem konkreten Vorsatz ein: heute jemanden schonen, geduldig zuhören, vergeben oder die Wahrheit freundlich aussprechen. So geht der Gottesdienst in Bhakti Yoga und selbstloses Dienen über.

Reinige die fünf Gefäße und die Auffangschale, trockne den Badeplatz und lege die Textilien ordentlich zurück. Blumen können zur Erde beziehungsweise auf den Kompost gegeben werden. Die Murti bleibt an ihrem sauberen Ruheplatz. Die äußere Sorgfalt ist Teil jener inneren Hingabe, die auch den Yoga-Alltag trägt.

Vollständige Rezitationstexte

IAST

1. Achamana und Sammlung
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ |
oṃ namo nārāyaṇāya ||

2. Das Licht entzünden
oṃ raṃ jagajjyotīrūpāya namaḥ ||

3. Den Guru und Vishvaksena ehren
ajñānagahanāloka sūryasomāgnimūrtaye |
duḥkhatrayāgnisantāpaśāntaye gurave namaḥ ||
oṃ asmadgurubhyo namaḥ |
yasya dviradavaktrādyāḥ pāriṣadyāḥ paraḥśatam |
vighnaṃ nighnanti satataṃ viṣvaksenaṃ tam āśraye ||
divyākāraṃ sarojākṣaṃ śaṅkhacakragadādharam |
sarvavighnavināśāya viṣvaksenam upāsmahe ||

4. Den göttlichen Hof grüßen
oṃ caṇḍādi dvārapālebhyo namaḥ |
kūrmādīn divyalokaṃ tad anu maṇimayaṃ maṇṭapaṃ tatra śeṣam |
tasmin dharmādipīṭhaṃ tad uparikamalaṃ cāmaragrāhiṇīśca ||
viṣṇuṃ devīr vibhūṣāyudhagaṇam uraṅgaṃ pāduke vainateyam |
seneśaṃ dvārapālān kumudamukhagaṇān viṣṇubhaktān prapadye ||

5. Den Schrein öffnen und den Herrn wecken
oṃ yaṃ vāyave namaḥ |
kausalyā suprajā rāma pūrvā sandhyā pravartate |
uttiṣṭha naraśārdūla kartavyaṃ daivam āhnikam ||

6. Aus Gottes Kraft handeln
bhagavato balena bhagavato vīryeṇa bhagavatas tejasā bhagavataḥ karmaṇā bhagavataḥ karma kariṣyāmi bhagavato vāsudevasya ||

7. Die Elemente innerlich läutern
oṃ namo nārāyaṇāya |
oṃ raṃ namaḥ parāya kālānalātmane |
oṃ namo bhagavate sudarśanāya |
oṃ namo nārāyaṇāya ||

8. Panchopanishad-Nyasa
oṃ lāṃ namaḥ parāya sarvātmane nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ vāṃ namaḥ parāya nivṛttyātmane aniruddhāya namaḥ |
oṃ rāṃ namaḥ parāya viśvātmane pradyumnāya namaḥ |
oṃ yāṃ namaḥ parāya puruṣātmane saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ ṣauṃ namaḥ parāya parameṣṭhyātmane vāsudevāya namaḥ |
oṃ ṣauṃ namaḥ parāya parameṣṭhyātmane vāsudevāya namaḥ |
oṃ yāṃ namaḥ parāya puruṣātmane saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ rāṃ namaḥ parāya viśvātmane pradyumnāya namaḥ |
oṃ vāṃ namaḥ parāya nivṛttyātmane aniruddhāya namaḥ |
oṃ lāṃ namaḥ parāya sarvātmane nārāyaṇāya namaḥ |

9. Manasika Puja – die Welt als innere Gabe
oṃ laṃ pṛthivyātmane gandhaṃ parikalpayāmi |
oṃ haṃ ākāśātmane puṣpaṃ parikalpayāmi |
oṃ yaṃ vāyvātmane dhūpaṃ parikalpayāmi |
oṃ raṃ tejātmane dīpaṃ parikalpayāmi |
oṃ vaṃ amṛtātmane naivedyaṃ parikalpayāmi |
oṃ saṃ sarvātmane tāmbūlaṃ parikalpayāmi |

10. Das Wasser weihen
oṃ surabhimudrāyai namaḥ | oṃ vaṃ |
bhagavan pavitraṃ vāsudeva pavitraṃ tatpādau pavitraṃ tatpādodakaṃ pavitraṃ śatadhāraṃ sahasradhāram aparimitadhāram acchidram anantam aparimitāriṣṭam acyutam akṣayaṃ paramaṃ pavitraṃ bhagavān vāsudevaḥ punātu ||

11. Das Wasser schützen und in fünf Gefäße verteilen
oṃ vīryāya astrāya phaṭ |
oṃ viṃ virajāyai namaḥ |
oṃ jñānāya hṛdayāya namaḥ |
oṃ namo nārāyaṇāya arghyaṃ parikalpayāmi |
pādyaṃ parikalpayāmi | ācamanīyaṃ parikalpayāmi |
snānaṃ parikalpayāmi | śuddhodakaṃ parikalpayāmi ||

12. Vishnus Sitz verehren
oṃ sakala guṇātmaśaktiyuktāya yogapīṭhātmane namaḥ |
oṃ ādhāraśaktyai namaḥ |
oṃ mūlaprakṛtyai namaḥ |
oṃ ādivarāhāya namaḥ |
oṃ ādikūrmāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ daśakalātmane dharmapradāya vahnimaṇḍalāya namaḥ |
oṃ ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
oṃ dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |

13. Die Srivaishnava-Lehrerfolge ehren
lakṣmīnāthasamārambhāṃ nāthayāmunamadhyamām |
asmadācāryaparyantāṃ vande guruparamparām ||
asmadgurubhyo namaḥ |
asmatparamagurubhyo namaḥ |
asmatsarvagurubhyo namaḥ |
śrīmate rāmānujāya namaḥ |
śrīmate parāṅkuśadāsāya namaḥ |
śrīmadyāmunamunaye namaḥ |
śrīmate rāmamiśrāya namaḥ |
śrīmate puṇḍarīkākṣāya namaḥ |
śrīmannāthamunaye namaḥ |
śrīmate śaṭhakopāya namaḥ |
śrīmate viṣvaksenāya namaḥ |
śriyai namaḥ |
śrīdharāya namaḥ |

14. Um Erlaubnis bitten
oṃ samastaparivārāya śrīmate nārāyaṇāya namaḥ |
bhagavan tvadārādhanāya mām anujānīhi ||

15. Mantrasana – den Herrn im Herzen betrachten
savyaṃ pādaṃ prasārya śritaduritaharaṃ dakṣiṇaṃ kuñcayitvā |
jānuny ādāya savyetaram itarabhujam nāgabhoge nidhāya ||
paścād bāhudvayena pratibhaṭaśamane dhārayan śaṅkhacakre |
devībhūṣādijuṣṭo janayatu jagatāṃ śarma vaikuṇṭhanāthaḥ ||

16. Einladung und Gegenwart
oṃ oṃ oṃ paramadhāmāvasthita madanugrahakāmyayodyadavatāra ihābhīmatasiddhida mantraśarīroṃ namo namaḥ |
oṃ āvāhito bhava | sthāpito bhava | sannidho bhava | sanniruddho bhava | sannihito bhava | avaguṇṭhito bhava | suprīto bhava |
he bhagavan vāsudeva sumukho bhava | sammukho bhava | yāvad ārādhanaṃ kariṣye tāvat sānnidhyaṃ kuruṣva ||
svāgataṃ devadeveśa sannidhiṃ bhava me'cyuta | prabuddha tvaṃ jagannātha lokānugrahakāmyayā |
jitante puṇḍarīkākṣa namaste viśvabhāvana | namaste'stu hṛṣīkeśa mahāpuruṣa pūrvaja ||

17. Der erste Sitz und die Gastwasser
oṃ namo nārāyaṇāya | mantrāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

18. Snanasana – der Badesitz
oṃ snānāsanāya namaḥ |
sphuṭīkṛtaṃ mayā deva snānāsanam idaṃ mahat |
āsādayāśu snānārthaṃ lokānugrahakāmyayā ||
oṃ namo nārāyaṇāya snānāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

19. Das Bad mit achtundzwanzig Mantras
oṃ namo nārāyaṇāya ||

20. Die Wassergefäße erneuern
oṃ namo nārāyaṇāya arghyaṃ parikalpayāmi |
pādyaṃ parikalpayāmi | ācamanīyaṃ parikalpayāmi |
snānaṃ parikalpayāmi | śuddhodakaṃ parikalpayāmi ||

21. Alankarasana – der Schmuckplatz
oṃ alaṅkārāsanāya namaḥ |
devadeva jagannātha bhūṣāsanam idaṃ mahat |
ākalpadhāraṇārthāya alaṅkuruṣva jagatpate ||

22. Gastwasser am Schmucksitz
oṃ namo nārāyaṇāya | alaṅkārāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

23. Gewänder und Schmuck
oṃ namo nārāyaṇāya | vastrārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | uttarīyārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | upavītārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ābharaṇārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi ||

24. Duft und Blumen
paramānandasaurabhya paripūrṇadigantaram |
gṛhāṇa paramaṃ gandhaṃ kṛpayā parameśvara ||
oṃ namo nārāyaṇāya gandhaṃ dhārayāmi | gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi |
turīyaguṇasampannaṃ nānāguṇamanoharam |
ānandasaurabhaṃ puṣpaṃ gṛhyatām idam uttamam ||
oṃ namo nārāyaṇāya puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||

25. Vishnus vierundzwanzig Namen
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ madhusūdanāya namaḥ |
oṃ trivikramāya namaḥ |
oṃ vāmanāya namaḥ |
oṃ śrīdharāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
oṃ padmanābhāya namaḥ |
oṃ dāmodarāya namaḥ |
oṃ saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ vāsudevāya namaḥ |
oṃ pradyumnāya namaḥ |
oṃ aniruddhāya namaḥ |
oṃ puruṣottamāya namaḥ |
oṃ adhokṣajāya namaḥ |
oṃ narasiṃhāya namaḥ |
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ janārdanāya namaḥ |
oṃ upendrāya namaḥ |
oṃ haraye namaḥ |
oṃ śrīkṛṣṇāya namaḥ |

26. Die zwölf Namen Shris
oṃ śriyai namaḥ |
oṃ amṛtodbhavāyai namaḥ |
oṃ kamalāyai namaḥ |
oṃ candrasodaryai namaḥ |
oṃ viṣṇupriyāyai namaḥ |
oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
oṃ varārohāyai namaḥ |
oṃ harivallabhāyai namaḥ |
oṃ śārṅgiṇyai namaḥ |
oṃ devadevikāyai namaḥ |
oṃ surasundaryai namaḥ |
oṃ sarvābhīṣṭaphalapradāyai namaḥ |

27. Die zwölf Namen Bhumis
oṃ bhūmyai namaḥ |
oṃ mahīṣyai namaḥ |
oṃ devyai namaḥ |
oṃ vasundharāyai namaḥ |
oṃ vasudhāyai namaḥ |
oṃ vāsavyai namaḥ |
oṃ hiraṇyagarbhiṇyai namaḥ |
oṃ samudravatyai namaḥ |
oṃ mahīdharaṇyai namaḥ |
oṃ viṣṇupatnyai namaḥ |
oṃ vyāpinyai namaḥ |
oṃ dharāyai namaḥ |

28. Räucherduft und Licht
vanaspatirasotpanno gandhāḍhyo gandha uttamaḥ |
āghreyaḥ sarvadevānāṃ dhūpo'yaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ namo nārāyaṇāya dhūpam āghrāpayāmi |
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya jyoti namo'stu te ||
oṃ namo nārāyaṇāya pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

29. Bhojyasana – den Tisch bereiten
oṃ bhojyāsanāya namaḥ |
mṛṣṭamedhyasthirānnāni bhakṣyabhojyāny anekaśaḥ |
sampannāni jagannātha bhojyāsanam upāśraya ||
oṃ namo nārāyaṇāya bhojyāsanaṃ samarpayāmi |
tvadīyaṃ vastu govinda tubhyam eva samarpaye |
gṛhāṇa sumukho bhūtvā prasīda puruṣottama ||

30. Die Speise weihen
oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya |
oṃ vīryāstrāya phaṭ |
oṃ namo nārāyaṇāya | annasūpavyañjanarasādi bhakṣyavastūni dadhitakrapānīyāni sarvaṃ nivedayāmi ||

31. Den Lebenskräften das Mahl darbringen
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi |
oṃ amṛtopastaraṇam asi |
prāṇāya svāhā | apānāya svāhā | vyānāya svāhā |
udānāya svāhā | samānāya svāhā | śrīgovindāya svāhā |
oṃ amṛtāpidhānam asi | madhye madhye pānīyaṃ samarpayāmi |
hastaprakṣālanaṃ samarpayāmi | mukhaprakṣālanaṃ samarpayāmi ||

32. Punar Mantrasana – der erneute Sitz
oṃ mantrāsanāya namaḥ |
mantrāsanam idaṃ tubhyaṃ mayā dattam anuttamam |
kūrcena śodhitaṃ viṣṇo punar āsādaya prabho ||

33. Gastwasser nach dem Mahl
oṃ namo nārāyaṇāya | punarmantrāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

34. Obst und Tambula
oṃ namo nārāyaṇāya | nānāvidhāni phalāni samarpayāmi |
pūgīphalaiśca karpūrair nāgavallīdalair yutam |
muktācūrṇasamāyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ namo nārāyaṇāya | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

35. Das große Schlusslicht
tad viṣṇoḥ paramaṃ padaṃ sadā paśyanti sūrayaḥ | divīva cakṣur ātatam ||
tad viprāso vipanyavo jāgṛvāṃsaḥ samindhate | viṣṇor yat paramaṃ padam ||
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇuḥ pracodayāt |
oṃ mahādevyai ca vidmahe viṣṇupatnyai ca dhīmahi tanno lakṣmīḥ pracodayāt |
oṃ dhanurdharāya vidmahe sarvasiddhyai ca dhīmahi tanno dharā pracodayāt |
oṃ namo nārāyaṇāya karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

36. Die acht inneren Blumen
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūtadayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śāntipuṣpaṃ tapaḥpuṣpaṃ jñānapuṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ viṣṇoḥ prītikaraṃ bhavet ||
oṃ namo nārāyaṇāya puṣpāñjaliṃ samarpayāmi ||

37. Paryankasana – den Herrn zur Ruhe geleiten
oṃ paryaṅkāsanāya namaḥ |
deva svāmin jagannātha śriyā bhūmyā ca nīlayā |
jagadrakṣaṇajāgaryāṃ yoganidrām upākuru ||
oṃ namo nārāyaṇāya paryaṅkāsanaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ namo nārāyaṇāya ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

38. Den Schrein schließen
oṃ bhagavan mantramūrte svapadam āsādaya āsādaya kṣamasva oṃ namo namaḥ ||

39. Vergebung und Zuflucht
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ janārdana |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa janārdana ||
saṃsāraṃ duṣkaraṃ ghoraṃ durnirīkṣaṃ durāsadam |
bhīto'haṃ dāruṇaṃ dṛṣṭvā trāhi māṃ bhavasāgarāt ||
ajñānād athavā jñānād aśubhaṃ yan mayā kṛtam |
kṣantum arhasi tat sarvaṃ dāsyena ca gṛhāṇa mām ||
jñānato'jñānato vāpi vihitaṃ yan mayā śubham |
tat sarvaṃ pūrṇam evāstu prīto bhava janārdana ||
na dharmaniṣṭho'smi na cātmavedī na bhaktimāṃs tvaccaraṇāravinde |
akiñcano'nanyagatiḥ śaraṇya tvatpādamūlaṃ śaraṇaṃ prapadye ||

40. Vishvaksena die verbleibenden Gaben überlassen
oṃ viṣvaksenādibhyo namaḥ ||

41. Alle Früchte Gott übergeben
yat kṛtaṃ yat kariṣyāmi tat sarvaṃ na mayā kṛtam |
tvayā kṛtaṃ tu phalabhuk tvam eva puruṣottama ||
kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt |
karomi yadyat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi ||

42. Segen für die Welt
svasti prajābhyaḥ paripālayantāṃ nyāyena mārgeṇa mahīṃ mahīśāḥ |
gobrāhmaṇebhyaḥ śubham astu nityaṃ lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu ||
sarve bhavantu sukhinaḥ sarve santu nirāmayāḥ |
sarve bhadrāṇi paśyantu mā kaścid duḥkhabhāg bhavet ||
kāle varṣatu parjanyaḥ pṛthivī sasyaśālinī |
deśo'yaṃ kṣobharahitaḥ sajjanāḥ santu nirbhayāḥ ||
sarvas taratu durgāṇi sarvo bhadrāṇi paśyatu |
sarvaḥ kāmān avāpnotu sarvaḥ sarvatra nandatu ||
durjanaḥ sajjano bhūyāt sajjanaḥ śāntim āpnuyāt |
śānto mucyeta bandhebhyo muktaścānyān vimocayet ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Devanagari

1. Achamana und Sammlung
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ।
ॐ नमो नारायणाय ॥

2. Das Licht entzünden
ॐ रं जगज्ज्योतीरूपाय नमः ॥

3. Den Guru und Vishvaksena ehren
अज्ञानगहनालोक सूर्यसोमाग्निमूर्तये ।
दुःखत्रयाग्निसन्तापशान्तये गुरवे नमः ॥
ॐ अस्मद्गुरुभ्यो नमः ।
यस्य द्विरदवक्त्राद्याः पारिषद्याः परःशतम् ।
विघ्नं निघ्नन्ति सततं विष्वक्सेनं तम् आश्रये ॥
दिव्याकारं सरोजाक्षं शङ्खचक्रगदाधरम् ।
सर्वविघ्नविनाशाय विष्वक्सेनम् उपास्महे ॥

4. Den göttlichen Hof grüßen
ॐ चण्डादि द्वारपालेभ्यो नमः ।
कूर्मादीन् दिव्यलोकं तद् अनु मणिमयं मण्टपं तत्र शेषम् ।
तस्मिन् धर्मादिपीठं तद् उपरिकमलं चामरग्राहिणीश्च ॥
विष्णुं देवीर् विभूषायुधगणम् उरङ्गं पादुके वैनतेयम् ।
सेनेशं द्वारपालान् कुमुदमुखगणान् विष्णुभक्तान् प्रपद्ये ॥

5. Den Schrein öffnen und den Herrn wecken
ॐ यं वायवे नमः ।
कौसल्या सुप्रजा राम पूर्वा सन्ध्या प्रवर्तते ।
उत्तिष्ठ नरशार्दूल कर्तव्यं दैवम् आह्निकम् ॥

6. Aus Gottes Kraft handeln
भगवतो बलेन भगवतो वीर्येण भगवतस् तेजसा भगवतः कर्मणा भगवतः कर्म करिष्यामि भगवतो वासुदेवस्य ॥

7. Die Elemente innerlich läutern
ॐ नमो नारायणाय ।
ॐ रं नमः पराय कालानलात्मने ।
ॐ नमो भगवते सुदर्शनाय ।
ॐ नमो नारायणाय ॥

8. Panchopanishad-Nyasa
ॐ लां नमः पराय सर्वात्मने नारायणाय नमः ।
ॐ वां नमः पराय निवृत्त्यात्मने अनिरुद्धाय नमः ।
ॐ रां नमः पराय विश्वात्मने प्रद्युम्नाय नमः ।
ॐ यां नमः पराय पुरुषात्मने सङ्कर्षणाय नमः ।
ॐ षौं नमः पराय परमेष्ठ्यात्मने वासुदेवाय नमः ।
ॐ षौं नमः पराय परमेष्ठ्यात्मने वासुदेवाय नमः ।
ॐ यां नमः पराय पुरुषात्मने सङ्कर्षणाय नमः ।
ॐ रां नमः पराय विश्वात्मने प्रद्युम्नाय नमः ।
ॐ वां नमः पराय निवृत्त्यात्मने अनिरुद्धाय नमः ।
ॐ लां नमः पराय सर्वात्मने नारायणाय नमः ।

9. Manasika Puja – die Welt als innere Gabe
ॐ लं पृथिव्यात्मने गन्धं परिकल्पयामि ।
ॐ हं आकाशात्मने पुष्पं परिकल्पयामि ।
ॐ यं वाय्वात्मने धूपं परिकल्पयामि ।
ॐ रं तेजात्मने दीपं परिकल्पयामि ।
ॐ वं अमृतात्मने नैवेद्यं परिकल्पयामि ।
ॐ सं सर्वात्मने ताम्बूलं परिकल्पयामि ।

10. Das Wasser weihen
ॐ सुरभिमुद्रायै नमः । ॐ वं ।
भगवन् पवित्रं वासुदेव पवित्रं तत्पादौ पवित्रं तत्पादोदकं पवित्रं शतधारं सहस्रधारम् अपरिमितधारम् अच्छिद्रम् अनन्तम् अपरिमितारिष्टम् अच्युतम् अक्षयं परमं पवित्रं भगवान् वासुदेवः पुनातु ॥

11. Das Wasser schützen und in fünf Gefäße verteilen
ॐ वीर्याय अस्त्राय फट् ।
ॐ विं विरजायै नमः ।
ॐ ज्ञानाय हृदयाय नमः ।
ॐ नमो नारायणाय अर्घ्यं परिकल्पयामि ।
पाद्यं परिकल्पयामि । आचमनीयं परिकल्पयामि ।
स्नानं परिकल्पयामि । शुद्धोदकं परिकल्पयामि ॥

12. Vishnus Sitz verehren
ॐ सकल गुणात्मशक्तियुक्ताय योगपीठात्मने नमः ।
ॐ आधारशक्त्यै नमः ।
ॐ मूलप्रकृत्यै नमः ।
ॐ आदिवराहाय नमः ।
ॐ आदिकूर्माय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ पृथिव्यै नमः ।
ॐ दशकलात्मने धर्मप्रदाय वह्निमण्डलाय नमः ।
ॐ षोडशकलात्मने कामप्रदाय सोममण्डलाय नमः ।
ॐ द्वादशकलात्मने अर्थप्रदाय सूर्यमण्डलाय नमः ।

13. Die Srivaishnava-Lehrerfolge ehren
लक्ष्मीनाथसमारम्भां नाथयामुनमध्यमाम् ।
अस्मदाचार्यपर्यन्तां वन्दे गुरुपरम्पराम् ॥
अस्मद्गुरुभ्यो नमः ।
अस्मत्परमगुरुभ्यो नमः ।
अस्मत्सर्वगुरुभ्यो नमः ।
श्रीमते रामानुजाय नमः ।
श्रीमते पराङ्कुशदासाय नमः ।
श्रीमद्यामुनमुनये नमः ।
श्रीमते राममिश्राय नमः ।
श्रीमते पुण्डरीकाक्षाय नमः ।
श्रीमन्नाथमुनये नमः ।
श्रीमते शठकोपाय नमः ।
श्रीमते विष्वक्सेनाय नमः ।
श्रियै नमः ।
श्रीधराय नमः ।

14. Um Erlaubnis bitten
ॐ समस्तपरिवाराय श्रीमते नारायणाय नमः ।
भगवन् त्वदाराधनाय माम् अनुजानीहि ॥

15. Mantrasana – den Herrn im Herzen betrachten
सव्यं पादं प्रसार्य श्रितदुरितहरं दक्षिणं कुञ्चयित्वा ।
जानुन्य् आदाय सव्येतरम् इतरभुजम् नागभोगे निधाय ॥
पश्चाद् बाहुद्वयेन प्रतिभटशमने धारयन् शङ्खचक्रे ।
देवीभूषादिजुष्टो जनयतु जगतां शर्म वैकुण्ठनाथः ॥

16. Einladung und Gegenwart
ॐ ॐ ॐ परमधामावस्थित मदनुग्रहकाम्ययोद्यदवतार इहाभीमतसिद्धिद मन्त्रशरीरों नमो नमः ।
ॐ आवाहितो भव । स्थापितो भव । सन्निधो भव । सन्निरुद्धो भव । सन्निहितो भव । अवगुण्ठितो भव । सुप्रीतो भव ।
हे भगवन् वासुदेव सुमुखो भव । सम्मुखो भव । यावद् आराधनं करिष्ये तावत् सान्निध्यं कुरुष्व ॥
स्वागतं देवदेवेश सन्निधिं भव मेऽच्युत । प्रबुद्ध त्वं जगन्नाथ लोकानुग्रहकाम्यया ।
जितन्ते पुण्डरीकाक्ष नमस्ते विश्वभावन । नमस्तेऽस्तु हृषीकेश महापुरुष पूर्वज ॥

17. Der erste Sitz und die Gastwasser
ॐ नमो नारायणाय । मन्त्रासनं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । आचमनीयं समर्पयामि ॥

18. Snanasana – der Badesitz
ॐ स्नानासनाय नमः ।
स्फुटीकृतं मया देव स्नानासनम् इदं महत् ।
आसादयाशु स्नानार्थं लोकानुग्रहकाम्यया ॥
ॐ नमो नारायणाय स्नानासनं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय आचमनीयं समर्पयामि ॥

19. Das Bad mit achtundzwanzig Mantras
ॐ नमो नारायणाय ॥

20. Die Wassergefäße erneuern
ॐ नमो नारायणाय अर्घ्यं परिकल्पयामि ।
पाद्यं परिकल्पयामि । आचमनीयं परिकल्पयामि ।
स्नानं परिकल्पयामि । शुद्धोदकं परिकल्पयामि ॥

21. Alankarasana – der Schmuckplatz
ॐ अलङ्कारासनाय नमः ।
देवदेव जगन्नाथ भूषासनम् इदं महत् ।
आकल्पधारणार्थाय अलङ्कुरुष्व जगत्पते ॥

22. Gastwasser am Schmucksitz
ॐ नमो नारायणाय । अलङ्कारासनं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । आचमनीयं समर्पयामि ॥

23. Gewänder und Schmuck
ॐ नमो नारायणाय । वस्त्रार्थं पुष्पं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । उत्तरीयार्थं पुष्पं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । उपवीतार्थं पुष्पं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । आभरणार्थं पुष्पं समर्पयामि ॥

24. Duft und Blumen
परमानन्दसौरभ्य परिपूर्णदिगन्तरम् ।
गृहाण परमं गन्धं कृपया परमेश्वर ॥
ॐ नमो नारायणाय गन्धं धारयामि । गन्धस्योपरि कुङ्कुमं समर्पयामि ।
तुरीयगुणसम्पन्नं नानागुणमनोहरम् ।
आनन्दसौरभं पुष्पं गृह्यताम् इदम् उत्तमम् ॥
ॐ नमो नारायणाय पुष्पमालिकां समर्पयामि । पुष्पैः पूजयामि ॥

25. Vishnus vierundzwanzig Namen
ॐ केशवाय नमः ।
ॐ नारायणाय नमः ।
ॐ माधवाय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ मधुसूदनाय नमः ।
ॐ त्रिविक्रमाय नमः ।
ॐ वामनाय नमः ।
ॐ श्रीधराय नमः ।
ॐ हृषीकेशाय नमः ।
ॐ पद्मनाभाय नमः ।
ॐ दामोदराय नमः ।
ॐ सङ्कर्षणाय नमः ।
ॐ वासुदेवाय नमः ।
ॐ प्रद्युम्नाय नमः ।
ॐ अनिरुद्धाय नमः ।
ॐ पुरुषोत्तमाय नमः ।
ॐ अधोक्षजाय नमः ।
ॐ नरसिंहाय नमः ।
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ जनार्दनाय नमः ।
ॐ उपेन्द्राय नमः ।
ॐ हरये नमः ।
ॐ श्रीकृष्णाय नमः ।

26. Die zwölf Namen Shris
ॐ श्रियै नमः ।
ॐ अमृतोद्भवायै नमः ।
ॐ कमलायै नमः ।
ॐ चन्द्रसोदर्यै नमः ।
ॐ विष्णुप्रियायै नमः ।
ॐ वैष्णव्यै नमः ।
ॐ वरारोहायै नमः ।
ॐ हरिवल्लभायै नमः ।
ॐ शार्ङ्गिण्यै नमः ।
ॐ देवदेविकायै नमः ।
ॐ सुरसुन्दर्यै नमः ।
ॐ सर्वाभीष्टफलप्रदायै नमः ।

27. Die zwölf Namen Bhumis
ॐ भूम्यै नमः ।
ॐ महीष्यै नमः ।
ॐ देव्यै नमः ।
ॐ वसुन्धरायै नमः ।
ॐ वसुधायै नमः ।
ॐ वासव्यै नमः ।
ॐ हिरण्यगर्भिण्यै नमः ।
ॐ समुद्रवत्यै नमः ।
ॐ महीधरण्यै नमः ।
ॐ विष्णुपत्न्यै नमः ।
ॐ व्यापिन्यै नमः ।
ॐ धरायै नमः ।

28. Räucherduft und Licht
वनस्पतिरसोत्पन्नो गन्धाढ्यो गन्ध उत्तमः ।
आघ्रेयः सर्वदेवानां धूपोऽयं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ नमो नारायणाय धूपम् आघ्रापयामि ।
भक्त्या दीपं प्रयच्छामि देवाय परमात्मने ।
त्राहि मां तिमिरात् घोरात् दिव्य ज्योति नमोऽस्तु ते ॥
ॐ नमो नारायणाय प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
ॐ नमो नारायणाय धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

29. Bhojyasana – den Tisch bereiten
ॐ भोज्यासनाय नमः ।
मृष्टमेध्यस्थिरान्नानि भक्ष्यभोज्यान्य् अनेकशः ।
सम्पन्नानि जगन्नाथ भोज्यासनम् उपाश्रय ॥
ॐ नमो नारायणाय भोज्यासनं समर्पयामि ।
त्वदीयं वस्तु गोविन्द तुभ्यम् एव समर्पये ।
गृहाण सुमुखो भूत्वा प्रसीद पुरुषोत्तम ॥

30. Die Speise weihen
ॐ नमो नारायणाय । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय ।
ॐ वीर्यास्त्राय फट् ।
ॐ नमो नारायणाय । अन्नसूपव्यञ्जनरसादि भक्ष्यवस्तूनि दधितक्रपानीयानि सर्वं निवेदयामि ॥

31. Den Lebenskräften das Mahl darbringen
ॐ भूर् भुवः सुवः । सत्यं त्वर्तेन परिषिञ्चामि ।
ॐ अमृतोपस्तरणम् असि ।
प्राणाय स्वाहा । अपानाय स्वाहा । व्यानाय स्वाहा ।
उदानाय स्वाहा । समानाय स्वाहा । श्रीगोविन्दाय स्वाहा ।
ॐ अमृतापिधानम् असि । मध्ये मध्ये पानीयं समर्पयामि ।
हस्तप्रक्षालनं समर्पयामि । मुखप्रक्षालनं समर्पयामि ॥

32. Punar Mantrasana – der erneute Sitz
ॐ मन्त्रासनाय नमः ।
मन्त्रासनम् इदं तुभ्यं मया दत्तम् अनुत्तमम् ।
कूर्चेन शोधितं विष्णो पुनर् आसादय प्रभो ॥

33. Gastwasser nach dem Mahl
ॐ नमो नारायणाय । पुनर्मन्त्रासनं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय । आचमनीयं समर्पयामि ॥

34. Obst und Tambula
ॐ नमो नारायणाय । नानाविधानि फलानि समर्पयामि ।
पूगीफलैश्च कर्पूरैर् नागवल्लीदलैर् युतम् ।
मुक्ताचूर्णसमायुक्तं ताम्बूलं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ नमो नारायणाय । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

35. Das große Schlusslicht
तद् विष्णोः परमं पदं सदा पश्यन्ति सूरयः । दिवीव चक्षुर् आततम् ॥
तद् विप्रासो विपन्यवो जागृवांसः समिन्धते । विष्णोर् यत् परमं पदम् ॥
ॐ नारायणाय विद्महे वासुदेवाय धीमहि तन्नो विष्णुः प्रचोदयात् ।
ॐ महादेव्यै च विद्महे विष्णुपत्न्यै च धीमहि तन्नो लक्ष्मीः प्रचोदयात् ।
ॐ धनुर्धराय विद्महे सर्वसिद्ध्यै च धीमहि तन्नो धरा प्रचोदयात् ।
ॐ नमो नारायणाय कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ।
ॐ नमो नारायणाय आचमनीयं समर्पयामि ॥

36. Die acht inneren Blumen
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रियनिग्रहः ।
सर्वभूतदया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्तिपुष्पं तपःपुष्पं ज्ञानपुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं विष्णोः प्रीतिकरं भवेत् ॥
ॐ नमो नारायणाय पुष्पाञ्जलिं समर्पयामि ॥

37. Paryankasana – den Herrn zur Ruhe geleiten
ॐ पर्यङ्कासनाय नमः ।
देव स्वामिन् जगन्नाथ श्रिया भूम्या च नीलया ।
जगद्रक्षणजागर्यां योगनिद्राम् उपाकुरु ॥
ॐ नमो नारायणाय पर्यङ्कासनं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ नमो नारायणाय आचमनीयं समर्पयामि ॥

38. Den Schrein schließen
ॐ भगवन् मन्त्रमूर्ते स्वपदम् आसादय आसादय क्षमस्व ॐ नमो नमः ॥

39. Vergebung und Zuflucht
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं जनार्दन ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष जनार्दन ॥
संसारं दुष्करं घोरं दुर्निरीक्षं दुरासदम् ।
भीतोऽहं दारुणं दृष्ट्वा त्राहि मां भवसागरात् ॥
अज्ञानाद् अथवा ज्ञानाद् अशुभं यन् मया कृतम् ।
क्षन्तुम् अर्हसि तत् सर्वं दास्येन च गृहाण माम् ॥
ज्ञानतोऽज्ञानतो वापि विहितं यन् मया शुभम् ।
तत् सर्वं पूर्णम् एवास्तु प्रीतो भव जनार्दन ॥
न धर्मनिष्ठोऽस्मि न चात्मवेदी न भक्तिमांस् त्वच्चरणारविन्दे ।
अकिञ्चनोऽनन्यगतिः शरण्य त्वत्पादमूलं शरणं प्रपद्ये ॥

40. Vishvaksena die verbleibenden Gaben überlassen
ॐ विष्वक्सेनादिभ्यो नमः ॥

41. Alle Früchte Gott übergeben
यत् कृतं यत् करिष्यामि तत् सर्वं न मया कृतम् ।
त्वया कृतं तु फलभुक् त्वम् एव पुरुषोत्तम ॥
कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् ।
करोमि यद्यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि ॥

42. Segen für die Welt
स्वस्ति प्रजाभ्यः परिपालयन्तां न्यायेन मार्गेण महीं महीशाः ।
गोब्राह्मणेभ्यः शुभम् अस्तु नित्यं लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु ॥
सर्वे भवन्तु सुखिनः सर्वे सन्तु निरामयाः ।
सर्वे भद्राणि पश्यन्तु मा कश्चिद् दुःखभाग् भवेत् ॥
काले वर्षतु पर्जन्यः पृथिवी सस्यशालिनी ।
देशोऽयं क्षोभरहितः सज्जनाः सन्तु निर्भयाः ॥
सर्वस् तरतु दुर्गाणि सर्वो भद्राणि पश्यतु ।
सर्वः कामान् अवाप्नोतु सर्वः सर्वत्र नन्दतु ॥
दुर्जनः सज्जनो भूयात् सज्जनः शान्तिम् आप्नुयात् ।
शान्तो मुच्येत बन्धेभ्यो मुक्तश्चान्यान् विमोचयेत् ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

Deutsche Bedeutung

1. Achamana und Sammlung
Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer. Om, Verehrung Narayana.

2. Das Licht entzünden
Om Ram. Verehrung dem, dessen Gestalt das Licht der Welt ist.

3. Den Guru und Vishvaksena ehren
Verehrung dem Guru, der als Sonne, Mond und Feuer das tiefe Dunkel der Unwissenheit erhellt und die brennende Not der dreifachen Leiden besänftigt. Verehrung unseren Lehrern. Zuflucht nehme ich zu Vishvaksena, dessen mehr als hundert Begleiter, beginnend mit dem Elefantengesichtigen, beständig Hindernisse zerstören. Wir verehren den göttlich Gestalteten mit Lotusaugen, Muschel, Diskus und Keule, damit alle Hindernisse weichen.

4. Den göttlichen Hof grüßen
Verehrung den Torhütern, angefangen mit Chanda. Ich nehme Zuflucht zur Schildkröte und den weiteren Trägern der göttlichen Welt, zum Edelsteinpavillon und Shesha darin, zum von Dharma und den weiteren Kräften getragenen Sitz, zum Lotus darüber und zu den Wedelträgerinnen; zu Vishnu, den Göttinnen, Schmuck und Waffen, seinem Brustschmuck, den Sandalen und Garuda; zum Heerführer, zu den Torhütern, den Scharen um Kumuda und allen Verehrern Vishnus.

5. Den Schrein öffnen und den Herrn wecken
Om Yam, Verehrung Vayu. Rama, edler Sohn Kausalyas, die Morgendämmerung bricht an. Erhebe dich, Tiger unter den Menschen; der tägliche göttliche Dienst ist zu vollziehen.

6. Aus Gottes Kraft handeln
Durch die Stärke, die Kraft, den Glanz und das Wirken des Herrn vollziehe ich das Werk des Herrn, des erhabenen Vasudeva.

7. Die Elemente innerlich läutern
Om, Verehrung Narayana. Om Ram, Verehrung dem Höchsten als Feuer der Zeit. Verehrung dem erhabenen Sudarshana. Om, Verehrung Narayana.

8. Panchopanishad-Nyasa
1. Verehrung dem Höchsten, Narayana als dem Selbst aller. 2. Verehrung dem Höchsten, Aniruddha als dem Selbst der Rückwendung. 3. Verehrung dem Höchsten, Pradyumna als dem Selbst des Alls. 4. Verehrung dem Höchsten, Sankarshana als dem Selbst des Purusha. 5. Verehrung dem Höchsten, Vasudeva als dem Selbst des Höchsten. 6. Verehrung dem Höchsten, Vasudeva als dem Selbst des Höchsten. 7. Verehrung dem Höchsten, Sankarshana als dem Selbst des Purusha. 8. Verehrung dem Höchsten, Pradyumna als dem Selbst des Alls. 9. Verehrung dem Höchsten, Aniruddha als dem Selbst der Rückwendung. 10. Verehrung dem Höchsten, Narayana als dem Selbst aller.

9. Manasika Puja – die Welt als innere Gabe
Ich stelle mir die Darbringung von Duft als Erde vor. Ich stelle mir die Darbringung von Blüten als Raum vor. Ich stelle mir die Darbringung von Räucherduft als Luft vor. Ich stelle mir die Darbringung von Licht als Feuer vor. Ich stelle mir die Darbringung von Speise als unsterblichen Nektar vor. Ich stelle mir die Darbringung von Tambula als das All vor.

10. Das Wasser weihen
Verehrung der Surabhi-Geste; Om Vam. Rein ist der Herr, rein ist Vasudeva, rein sind seine Füße und ihr Wasser: hundertfältig, tausendfältig, unermesslich strömend, ununterbrochen, unendlich, ohne Begrenzung und Unheil, unvergänglich und unerschöpflich, höchst rein. Möge der erhabene Vasudeva reinigen.

11. Das Wasser schützen und in fünf Gefäße verteilen
Om, der Kraft, der schützenden Waffe: Phat. Om Vim, Verehrung Viraja, dem fleckenlosen Strom. Verehrung der Erkenntnis und dem Herzen. Verehrung Narayana. Ich bereite Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser, Badewasser und reines Wasser.

12. Vishnus Sitz verehren
Verehrung dem mit allen Eigenschaften und Kräften erfüllten Yogasitz, der tragenden Kraft, der Urnatur, dem ursprünglichen Eber, der ursprünglichen Schildkröte, Ananta und der Erde. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt; dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt; dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt.

13. Die Srivaishnava-Lehrerfolge ehren
Ich verneige mich vor der Lehrerfolge, die mit Lakshmis Herrn beginnt, durch Nathamuni und Yamuna führt und bis zu meinem Acharya reicht. Verehrung unseren Gurus, ihren Lehrern und allen unseren Lehrern; Ramanuja, Parankushadasa, Yamunamuni, Ramamishra, Pundarikaksha, Nathamuni, Shathakopa, Vishvaksena, Shri und Shridhara.

14. Um Erlaubnis bitten
Verehrung dem ehrwürdigen Narayana mit seinem ganzen Gefolge. Herr, erlaube mir, dich zu verehren.

15. Mantrasana – den Herrn im Herzen betrachten
Der Herr Vaikunthas streckt das linke Bein aus und beugt das rechte, das die Not der Schutzsuchenden hinwegnimmt. Seine rechte Hand ruht am Knie, die linke auf dem Schlangenthron. In den hinteren Händen trägt er Muschel und Diskus, die Widersacher bezwingen. Von seinen Göttinnen begleitet und mit Schmuck geziert, möge er den Welten Frieden schenken.

16. Einladung und Gegenwart
Om, Om, Om. Du wohnst im höchsten Reich und erscheinst, um mir Gnade zu schenken; hier erfüllst du das gute Anliegen in deiner Mantragestalt. Wiederholt Verehrung. Sei eingeladen, verankert, nahe, gesammelt, gegenwärtig, umhüllt und erfreut. Erhabener Vasudeva, sei freundlich und mir zugewandt; bleibe gegenwärtig, solange ich dich verehre. Willkommen, Herr der Götter. Sei mir nahe, Achyuta; erwache zum Segen der Welt. Sieg sei dir, Lotusäugiger; Verehrung dem Schöpfer der Welt, dem Herrn der Sinne, dem großen ursprünglichen Purusha.

17. Der erste Sitz und die Gastwasser
Om, Verehrung Narayana. Ich bringe den Mantrasitz, Ehrenwasser, Fußwasser und Mundwasser dar.

18. Snanasana – der Badesitz
Verehrung dem Badesitz. Gott, diesen großen Badesitz habe ich bereitet. Nimm ihn zum Bad ein, um der Welt Gnade zu erweisen. Verehrung Narayana; ich bringe Badesitz, Fußwasser und Mundwasser dar.

19. Das Bad mit achtundzwanzig Mantras
Om, Verehrung Narayana.

20. Die Wassergefäße erneuern
Verehrung Narayana. Ich bereite Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser, Badewasser und reines Wasser.

21. Alankarasana – der Schmuckplatz
Verehrung dem Schmucksitz. Gott der Götter, Weltenherr, dies ist der große Sitz für deinen Schmuck. Schmücke ihn, Herr der Welt, um deine Zier anzulegen.

22. Gastwasser am Schmucksitz
Om, Verehrung Narayana. Ich bringe den Schmucksitz, Ehrenwasser, Fußwasser und Mundwasser dar.

23. Gewänder und Schmuck
Om, Verehrung Narayana. Ich bringe eine Blüte dar für das Gewand, das Obertuch, den heiligen Faden und den Schmuck.

24. Duft und Blumen
Höchster Herr, nimm gnädig diesen erlesenen Duft an, der alle Richtungen mit der Freude seines Wohlgeruchs erfüllt. Verehrung Narayana; ich trage Duft auf und bringe darüber Kumkum dar. Nimm diese vorzügliche Blüte an, mit erhabenen und vielfältig erfreuenden Eigenschaften, duftend nach Glück. Ich bringe eine Girlande dar und verehre mit Blumen.

25. Vishnus vierundzwanzig Namen
1. Verehrung Keshava, dem Schönhaarigen. 2. Verehrung Narayana, dem Grund aller Wesen. 3. Verehrung Madhava, Lakshmis Gemahl. 4. Verehrung Govinda, dem Beschützer. 5. Verehrung Vishnu, dem Alldurchdringenden. 6. Verehrung dem Bezwinger Madhus. 7. Verehrung dem mit drei Schritten. 8. Verehrung Vamana. 9. Verehrung dem Träger Shris. 10. Verehrung dem Herrn der Sinne. 11. Verehrung dem mit dem Lotus aus dem Nabel. 12. Verehrung dem mit dem Seil um den Leib. 13. Verehrung Sankarshana. 14. Verehrung Vasudeva. 15. Verehrung Pradyumna. 16. Verehrung Aniruddha. 17. Verehrung dem höchsten Purusha. 18. Verehrung dem der Sinneswahrnehmung Entzogenen. 19. Verehrung Narasimha. 20. Verehrung dem Unwandelbaren. 21. Verehrung Janardana. 22. Verehrung Indras jüngerem Bruder. 23. Verehrung Hari. 24. Verehrung Shri Krishna.

26. Die zwölf Namen Shris
1. Verehrung Shri. 2. Verehrung der aus dem Unsterblichkeitsnektar Entstandenen. 3. Verehrung Kamala, der Lotusgöttin. 4. Verehrung der Schwester des Mondes. 5. Verehrung Vishnus Geliebter. 6. Verehrung Vishnus göttlicher Kraft. 7. Verehrung der Schöngewachsenen. 8. Verehrung Haris Geliebter. 9. Verehrung der mit dem Sharnga-Bogen Verbundenen. 10. Verehrung der Göttin der Götter. 11. Verehrung der göttlich Schönen. 12. Verehrung der Schenkerin aller ersehnten Früchte.

27. Die zwölf Namen Bhumis
1. Verehrung Bhumi, der Erde. 2. Verehrung der großen Königin. 3. Verehrung der Göttin. 4. Verehrung der Reichtum Tragenden. 5. Verehrung der Gaben Spendenden. 6. Verehrung der mit den Vasus Verbundenen. 7. Verehrung der Gold in ihrem Inneren Tragenden. 8. Verehrung der von Meeren Erfüllten. 9. Verehrung der Erdenträgerin. 10. Verehrung Vishnus Gemahlin. 11. Verehrung der Alldurchdringenden. 12. Verehrung der Tragenden.

28. Räucherduft und Licht
Nimm diesen vorzüglichen Räucherduft an, der aus Pflanzensaft entstanden und für alle Götter erfreulich ist. Verehrung Narayana; ich biete Räucherduft an. Voller Hingabe reiche ich dem höchsten Selbst das Licht; beschütze mich vor tiefem Dunkel, göttliches Licht. Ich zeige das Licht und reiche danach erneut Mundwasser.

29. Bhojyasana – den Tisch bereiten
Verehrung dem Speisesitz. Weltenherr, vielerlei wohlschmeckende reine Speisen sind bereitet; nimm den Speisesitz ein. Verehrung Narayana; ich bringe dir diesen Sitz dar. Govinda, was ohnehin dir gehört, bringe ich dir dar. Nimm es freundlich an, höchster Purusha, sei gnädig.

30. Die Speise weihen
Om, Verehrung Narayana. Ich bringe Fuß- und Mundwasser. Verehrung Narayana. Der Kraft als schützender Waffe: Phat. Ich bringe Getreidespeisen, Suppen, Beilagen, Säfte und weitere Speisen sowie Joghurt, Buttermilch und Getränke dar.

31. Den Lebenskräften das Mahl darbringen
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Mit der kosmischen Ordnung umgieße ich dich, die Wahrheit. Du bist die unsterbliche Unterlage. Svaha dem Prana, Apana, Vyana, Udana, Samana und Shri Govinda. Du bist die unsterbliche Bedeckung. Ich reiche Wasser zum Trinken, zum Waschen der Hände und des Mundes.

32. Punar Mantrasana – der erneute Sitz
Verehrung dem Mantrasitz. Vishnu, diesen vorzüglichen, mit heiligem Gras gereinigten Sitz bringe ich dir dar; nimm ihn erneut ein, Herr.

33. Gastwasser nach dem Mahl
Om, Verehrung Narayana. Ich bringe den erneuten Mantrasitz, Ehrenwasser, Fußwasser und Mundwasser dar.

34. Obst und Tambula
Om, Verehrung Narayana. Ich bringe verschiedene Früchte dar. Nimm das Tambula aus Arekanüssen, Kampfer und Betelblättern mit Perlenpulver an. Ich bringe Tambula dar.

35. Das große Schlusslicht
Die Seher schauen immerdar Vishnus höchsten Ort, wie ein weit geöffnetes Auge am Himmel. Die wachen, kundigen Sänger lassen jenen höchsten Ort Vishnus erstrahlen. Wir erkennen Narayana und meditieren über Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen die große Göttin und meditieren über Vishnus Gemahlin; Lakshmi möge uns erleuchten. Wir erkennen die Bogenträgerin und meditieren über die alle Vollendung Gewährende; Dhara möge uns erleuchten. Verehrung Narayana; ich zeige das Kampferlicht und reiche Mundwasser.

36. Die acht inneren Blumen
Nichtverletzen ist die erste Blume, die Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen und besonders Vergebung sind Blumen. Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrheit bilden die übrigen: Diese acht Blumen erfreuen Vishnu. Verehrung Narayana; ich bringe die Blumengabe dar.

37. Paryankasana – den Herrn zur Ruhe geleiten
Verehrung dem Ruhesitz. Göttlicher Herr der Welt, begib dich mit Shri, Bhumi und Nila in den Yogaschlaf, der über die Bewahrung der Welt wacht. Verehrung Narayana; ich bringe Ruhesitz, Fußwasser und Mundwasser dar.

38. Den Schrein schließen
Om, erhabener Herr in Mantragestalt, kehre an deinen eigenen Ort zurück, kehre zurück. Vergib mir. Om, wiederholt Verehrung.

39. Vergebung und Zuflucht
Janardana, was ich unvollkommen an Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, lass vollkommen sein. Du allein bist meine Zuflucht: Beschütze mich aus Mitgefühl. Der Kreislauf des Daseins ist schwer zu durchqueren, furchtbar und unüberschaubar; angesichts seiner Härte fürchte ich mich – rette mich aus diesem Meer. Vergib alles Unheilvolle, das ich wissentlich oder unwissentlich tat, und nimm mich als deinen Diener an. Alles Gute, das ich wissentlich oder unwissentlich vollbracht habe, möge vollkommen sein; sei erfreut, Janardana. Ich bin weder fest im Dharma noch in der Selbsterkenntnis und besitze keine vollkommene Hingabe an deine Lotusfüße. Mittellos und ohne andere Zuflucht nehme ich an deinen Füßen Schutz.

40. Vishvaksena die verbleibenden Gaben überlassen
Verehrung Vishvaksena und den weiteren Begleitern.

41. Alle Früchte Gott übergeben
Was ich getan habe und noch tun werde, all das ist nicht durch mich getan. Du hast es getan und empfängst die Frucht, höchster Purusha. Was ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, Verstand, Selbst oder aus meiner natürlichen Veranlagung tue, das alles widme ich dem höchsten Narayana.

42. Segen für die Welt
Wohlergehen sei den Menschen; mögen die Herrschenden die Erde auf dem Weg der Gerechtigkeit schützen. Kühen und Brahmanen sei stets Segen; alle Welten mögen glücklich sein. Alle mögen glücklich und frei von Krankheit sein, Gutes erfahren und kein Leid erleiden. Der Regen falle zur rechten Zeit, die Erde trage reiche Ernte, das Land bleibe unerschüttert und die Guten seien ohne Furcht. Jeder möge Schwierigkeiten überwinden, Gutes schauen, seine guten Wünsche erfüllt sehen und sich überall freuen. Der Übelhandelnde werde gut, der Gute finde Frieden; der Friedvolle löse sich von Bindungen und der Befreite helfe anderen zur Befreiung. Om, Friede, Friede, Friede.

Quellen und weiterführende Praxis

  • Pandit Sri Ram Sivan: Pancharatra Prayoga, SriMatham, 2024, Abschnitt „Bhagavad Aradhanam“, S. 17–29; Gefäßplan S. 17, fünf Dienstphasen S. 21–27 und vollständige Schlussgebete S. 27–29. Die ausdrücklich zugelassene Baderezitation mit 28 Wiederholungen steht auf S. 22.
  • Manblunder: „Sri Ugra Tara Panchakshara Maha Mantra Japa“, 2. Juni 2021, Abschnitt 10, Panchapuja: ergänzende Beschreibung der fünf Elementgebärden und der abschließenden Namaste-Haltung. Diese Gestenerklärung stammt aus einer Shakta-Darstellung; die sechs Manasika-Formeln und die Ritualordnung bleiben die des Pancharatra Prayoga.
  • Pandit Sri Rama Ramanuja Achari: Hindu Ritual, Band 1, S. 33–34: Einladung und die fünf Einladungsgebärden; ergänzende praktische Erklärung.
  • Vishnutilaka Samhita, Kapitel 4, Vers 668: Fingerstellung der Agni-prakara-Mudra; ergänzende Gestenerklärung aus der Pancharatra-Überlieferung.
  • Tariniparijata, Anhang Atha mudrah: Surabhi/Dhenu und Avagunthana; ergänzende Handstellungen. Die üblichen Prana-Gesten begleiten die ausdrücklich im Pancharatra Prayoga genannte fünffache Speisung.
  • Yamunacharya: Stotra Ratna, Vers 22, zur Schlussstrophe „na dharmaniṣṭho'smi“; Rigveda 1.22.20–21 zu den beiden Vishnu-Versen des Schlusslichts.
  • Übersicht der ausführlichen Ritualanleitungen

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