Akhandahamsajapa

Aus Yogawiki
Akhandahamsajapa. Hamsa ist auch der Schwan

Akhandahamsajapa: Sanskrit n = Ununterbrochenes Meditieren über das Hamsamantra, also Soham

Der Sanskrit-Ausdruck „Akhandahamsajapa“ setzt sich aus mehreren Teilen zusammen und beschreibt eine bestimmte Form der spirituellen Praxis.

  • „Akhand“ bedeutet ununterbrochen, ungeteilt oder ununterbrochenes Ganzsein;
  • „ahamsa“ (hier als hamsa) kann sich auf das Ich‑Bewusstsein oder das subtile Atem‑/Klangmantra „hamsa“ beziehen;
  • japa“ heißt Wiederholung eines Mantras oder innerliches Rezitieren eines göttlichen Namens.

Zusammengenommen bezeichnet Akhandahamsajapa also das fortwährende, ununterbrochene Wiederholen oder innere Rezitation des Mantras „hamsa“ bzw. die permanente Erinnerung an das eigene wahre Selbst. Ziel dieser Praxis ist es, die ununterbrochene Gegenwart des Selbst‑Bewusstseins zu etablieren, die Identifikation mit dem begrenzten Ich zu überwinden und einen Zustand beständiger Achtsamkeit oder Selbst‑Erkenntnis zu erreichen.

In der Praxis bedeutet das meist, dass der Übende das „hamsa“‑Mantra nicht nur bei formellen Sitzungen wiederholt, sondern versucht, es unaufhörlich im Alltag als inneren Klang oder Atemrhythmus beizubehalten, sodass zwischen Meditation und Alltag keine Trennung mehr besteht. Manche Traditionen verbinden das mit Atembeobachtung, indem man das Mantra beim Ein‑ und Ausatmen mitschwingt, andere sehen es als kontinuierliche innere Intention oder Präsenz. Die Wirkung, so berichten Praktizierende, ist eine Vertiefung der inneren Ruhe, zunehmende Selbsttransparenz und schließlich eine Erfahrung von Nichtdualität, in der „Ich“ und „Wirklichkeit“ nicht mehr als getrennt erlebt werden.

Siehe auch