Bhogi

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Bhogi (Sanskrit: भोगिन् bhogin m., Nom. Sg. भोगी bhogī) ist ein Genießer von sinnlichen Freuden. Bhogi ist jemand, der Bhoga übt. Bhoga heißt Sinnesgenuss. Bhogi ist derjenige, der Sinnesgenuss hat. Auf eine gewisse Weise ist jeder natürlich auch ein Bhogi. In dem Moment, wo du isst, bist du auch ein Bhogi. Bhoga heißt nämlich Sinnesgenuss, Bhoga heißt aber auch Essen. Wenn du isst, bist du ein Bhogi.

Man ist, was man isst.

Was und wie is(s)t Bhogi?

Du kannst aber auch mit besonderem Genuss essen, du kannst das Essen besonders gut genießen. Du kannst jeden Bissen genießen, du kannst bewusst kauen, du kannst bewusst spüren, du kannst dankbar sein, du kannst den Geschmack genießen und du kannst Gott darin sehen. In diesem Sinne kannst du ein Bhogi sein und auch ein Yogi. Ein Yogi, jemand, der Yoga übt. Aber wenn du ein Bhogi bist, sei es nicht die ganze Zeit. Letztlich ist der Sinn des Lebens nicht der Sinnesgenuss. Es gibt Menschen, die sind hauptsächlich Bhogis, deren Sinn des Lebens ist es, Sinnesgenuss zu haben und sie sagen: "Essen, Trinken, Schlafen, Sexualität, schönes Zuhause usw., das ist der Sinn des Lebens."

Dann wärst du ein Bhogi. Aber ein Bhogi, der kein Yogi ist, wird irgendwann zum Rogi. Rogi ist jemand, der krank ist. Roga heißt Krankheit. Bhoga allein macht den Menschen nicht glücklich. Geld macht nicht glücklich, Vergnügen macht nicht glücklich. Was dauerhaft glücklich macht, ist Ananda, die Freude, die kommt, wenn du dein höchstes Selbst verwirklicht hast, die Freude, die kommt, wenn du Gott verwirklicht hast. Daher, übe Yoga! Aber auch als Yogi kannst du auch ein Bhogi sein, eben ein sattviger Bhogi. Ein sattviger Bhogi, also ein reiner Bhogi, bist du dann, wenn du das zum Beispiel isst, was auch gut ist, gesund ist und was dich erhebt. Du kannst ein Bhogi sein in der Einrichtung deines Zimmers. Du kannst dein Zimmer so einrichten, dass es schön ist, dass du dich wohl fühlst, dass dein Geist erhaben ist.

Du kannst das aber auch ethisch machen, indem du dort ökologisch verträgliche Materialien verwendest, indem du nicht zu viel Platz dir nimmst. Du kannst auch im Umgang mit anderen Menschen Bhoga empfinden, freudevoll sein. Also, es gibt viele Weisen für Bhogi. Es gibt Menschen, denen geht es nicht um Bhoga und sie wollen gar kein Bhogi sein, sie ziehen im Gegenteil große Zufriedenheit aus einem asketischen Lebensstil. Wenn du ein solcher Mensch bist, dann ziehe daraus deine Freude und lebe diesen Weg. Aber erkenne auch an, es gibt andere und die können genauso spirituell sein, die durchaus auch Bhogis sind, sattvige Bhogis, die das mit Yoga verbinden und so auch den Sinnesgenuss als Teil ihres spirituellen Weges nehmen.

Man kann sagen, es gibt auf dieser Ebene zwei Pole. Es gibt den Entsagten, denjenigen, der daraus große Freude zieht, wenig zu brauchen, wenig Äußeres zu haben, und der Freude in sich selbst findet, in Gott findet, in der Liebe zu anderen Menschen findet, und zwar eine nicht sinnliche Liebe, sondern die Liebe vom Herzen. Und es gibt solche Menschen, die Sinnesgenuss verbinden mit Dankbarkeit zu Gott und darin Gott sehen. So finde heraus, wozu du mehr neigst, und du könntest auch jemand sein, der mal in die eine Richtung geht, mal in die andere Richtung. Es gibt so viele Wege, wie es Pilger gibt. Und so gibt es auch unterschiedliche Wege, wie du mit Bhoga umgehen kannst. Du kannst jetzt überlegen, ist für dich Bhoga wichtig, bist du auch ein Bhogi und wie kannst du ein sattviger Bhogi werden. Oder bist du es vielleicht nicht und vielleicht kannst du etwas mehr Toleranz entwickeln gegenüber den Menschen, denen Bhoga wichtig ist. Bhogi – einer, der Sinnesgenuss liebt, jemand, der die Objekte dieser Welt genießt. Ein Genießer ist ein Bhogi. (Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Bhogi)

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