Sapta Sagara Dana

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Sapta Sagara Dana – sieben Meere als Gabe für Frieden und Versorgung darstellen: Das Sapta Sagara Dana ordnet sieben gefüllte Goldgefäße zu einem Bild der nährenden Welt. Salz, Milch, Ghee, Jaggery, Joghurt, Zucker und heiliges Wasser stehen für sieben Meere, die im Gebet als Träger des Lebens angerufen werden. Die stiftende Person bittet um die Überwindung von Unheil und um Lakshmis Gegenwart im eigenen Haus, bevor sie die gesamte Anordnung verschenkt. Dieses Sapta Sagara Dana des Bhavishya Purana ist eine größere puranische Stiftung, die einzelne Menschen oder ein Haushalt an einem geeigneten Festplatz ausführen können.

Vorbereitung

Die Quelle empfiehlt einen günstigen Festzeitpunkt, etwa einen Yugadi-Tag oder eine Finsternis. Eine bestimmte Uhrzeit wird nicht vorgegeben. Lade einen oder mehrere brahmanische Empfänger ein und besprich die Übernahme der sieben Gefäße. Das Kapitel erlaubt ausdrücklich sowohl mehrere Empfänger als auch die Übergabe an einen Einzelnen und die gemeinsame Verwendung. Ein zusätzlicher Feuerpriester ist für die beschriebene Folge nicht vorgesehen.

Lass sieben goldene Schalen beziehungsweise Becken (Kunda) anfertigen. Als Abmessungen nennt die Quelle eine Handspanne beziehungsweise eine Elle; es handelt sich um eine aufwendige Gabe. Bereite Sesam als Unterlage, Tücher, Blumen, Duft, Schmucksteine und Getreidearten nach Möglichkeit vor. Die historische Unterlage aus schwarzem Antilopenfell kann in einer heutigen tierfreien Ausführung durch ein sauberes dunkles Tuch ersetzt werden. Goldfiguren stellen Brahma, Keshava, Maheshvara, Bhaskara, Indra, Lakshmi und Parvati dar.

Die Füllungen sind Salz, Milch (bzw. Pflanzenmilch), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Jaggery, Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Zucker und sauberes Wasser von einem heiligen Ort. Die pflanzlichen Zutaten sind heutige Anpassungen. Verwende nur Materialien, die die Lebensmittel nicht verunreinigen; die Figuren können auf kleinen lebensmitteltauglichen Halterungen im jeweiligen Gefäß stehen.

Durchführung

1. Die sieben Meere aufstellen
Lege die Unterlage aus, verteile den Sesam darauf und stelle die sieben Goldgefäße auf. Fülle sie in der folgenden Reihenfolge und ordne die zugehörige Gottheit im Gefäß an:

  • Salzmeer: Brahma.
  • Milchmeer, gefüllt mit Milch (bzw. Pflanzenmilch): Keshava, Vishnu.
  • Ghee-Meer, gefüllt mit Ghee (bzw. Pflanzenöl): Maheshvara, Shiva.
  • Jaggery-Meer: Bhaskara, die Sonne.
  • Joghurtmeer, gefüllt mit Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt): Indra.
  • Zuckermeer: Lakshmi.
  • Meer des heiligen Wassers: Parvati.

2. Die Anordnung ausschmücken
Füge die verfügbaren Schmucksteine und Getreidegaben hinzu. Schmücke die sieben Darstellungen ehrerbietig. Blumen, Tücher und Duft stehen für die im Kapitel genannte Verehrung bereit; eine zusätzliche eigene Mantrafolge für jede der sieben Gottheiten wird nicht verlangt.

3. Dreimal umrunden
Bade vor dem vereinbarten Festzeitpunkt und kleide dich weiß beziehungsweise hell. Vollziehe drei Umrundungen im Uhrzeigersinn um die gesamte Anordnung. Halte dabei ausreichend Abstand zu den gefüllten Gefäßen.

4. Die sieben Meere gemeinsam anrufen
Sprich die vollständige Gebetsfolge:

namo vaḥ sarvasiṃdhūnāmādhārebhyaḥ sanātanāḥ |
jaṃtūnāṃ prāṇadebhyaśca samudrebhyo namo namaḥ ||
pūrṇāḥ sarve bhavaṃto vai kṣārakṣīraghṛtaikṣavaiḥ |
dadhnā śarkarayā tadvattīrthavāribhireva ca ||
tasmādaghaughavidhvaṃsaṃ kurudhvaṃ mama mānadāḥ |
alakṣmīḥ praśamaṃ yātu lakṣmīścāstu gṛhe mama ||

Übersetzung: Verehrung euch, den ewigen Grundlagen aller Ströme! Den Meeren, die den Lebewesen Leben schenken, sei immer wieder Verehrung. Ihr seid gefüllt mit Salz, Milch, Ghee und Zuckerrohrerzeugnis, ebenso mit Joghurt, Zucker und Wasser heiliger Orte. Darum tilgt die Menge meiner Verfehlungen, ihr Ehrwürdigen. Alakshmi möge zur Ruhe kommen, und Lakshmi möge in meinem Haus sein.

Alakshmi bezeichnet hier das Unglück und den Mangel als Gegenbild zu Lakshmis Gedeihen.

5. Die Empfänger ehren
Ehre den vorgesehenen Empfänger beziehungsweise die Empfänger mit Blumen, Kleidung und Duft. Die Quelle lässt die Verteilung nach den tatsächlichen Empfängern und dem Anlass ordnen. Klärt diese Verteilung vor dem Auseinandernehmen der Anordnung.

6. Die sieben Gefäße vollständig übergeben
Verschenke die Gefäße mit Figuren, Füllungen und Ausstattung. Gib gemeinsam bestimmte Gaben so ab, dass ihre gemeinsame Nutzung möglich bleibt. Danke für die Annahme und beende die Feier; eine weitere Schlussrezitation wird im Kapitel nicht angeordnet.

Rezitation in Devanagari

नमो वः सर्वसिंधूनामाधारेभ्यः सनातनाः ।
जंतूनां प्राणदेभ्यश्च समुद्रेभ्यो नमो नमः ॥
पूर्णाः सर्वे भवंतो वै क्षारक्षीरघृतैक्षवैः ।
दध्ना शर्करया तद्वत्तीर्थवारिभिरेव च ॥
तस्मादघौघविध्वंसं कुरुध्वं मम मानदाः ।
अलक्ष्मीः प्रशमं यातु लक्ष्मीश्चास्तु गृहे मम ॥

Bedeutung und Abschluss

Der Ritus verbindet die Weite des Meeres mit der Nähe alltäglicher Nahrung. Die sieben Füllungen machen sichtbar, wie vielfältig das Leben getragen wird. Wer sie verschenkt, bittet nicht nur um Versorgung, sondern lässt bereits vorhandene Fülle weiterfließen.

Quellen und weiterführende Praxis

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